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Full text of "Die heilige Schrift des alten Testaments..."

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Hie a^eilige Sdirtft be^ ^Itm €tftamtntB. 



(SeUagen.) 



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Sie 



leilittc Schrift 



beiS 

5llten Xcftttittcntg 

in Serbinbung mit 

^ofeffor Soet^gen in ®teifdn)alb, ^rofeffor ®ut^e in £eip}ig, ^rofeffor Stavxif^ 

Raufen in Sonn, ^rofeffor Mittel in »redlou, Sic. SRarti in »afel, ^rofeffor 

aiot^llein in fiotte, «ßrofcffor SRüctfdJi in Sern, ^ßrofcffor SR^ffcI in SüridJ, 

^ßrofeffor ©icgfricb in ^na, ^ßrofcffor ©ocin in ßcipjig 

überfe^t unb ^erauiSgegeben 

oon 

9tofeffor bcr Z^cologie in ^alte. 



8ei(ageii. 

It flttir lartf 9011 yalftllltta* 




ireibttt) l D. unb Cei)»}!), 1891 

afabemifd^e äSerlagdbud^^onblung oon 3. C. 9. SRo^r 

(«tii( eitictf.) 



SHe Serlagdbud^^onblung behält ftd^ baS 9iedft ber überfetung in frembe Sprayen oor. 




^. ■'/ C 



-^6,^ 



2)nt(! bcv 9icrerM(^ ^ffru^brutferei (6tep^an Oeibcl A Co.)/ Xltcnburg, 6.«X. 



Jitl|alt0tiet|eid|tiij0f. 



Seite 
Seraet^nid bev 9Ritar(etter unb bet ooii i^nen fl5etfe(ten 9üd^et unb Xbfd^nitle .... VI 

^Tfied Sonoott YU 

3iDciM ftoriDort IX 

®rfUintng ber Slanbbud^fiaben XIY 

fit^^n SU bem nxxi bet ®ef d^id^te be< altteflamentK^en ed^rifthtmd XVI 

3ufate unb Sedd^tidungen XVII 

Xesffriiif^e ^rlftuieTungen 1 

9Ugif]tev ber @tgennamen mit beigefügter genauer Umfd^reibung ber ^ebrdifd^en SBortformen . 99 

SRate unb <9e»i4te int Xlten Xefiament 105 

<9elb»efen 107 

Seitre^nung 108 

fl5erfid^t ü5er bie (Skfd^id^te ber 3drae(iten oon SRofe bid @nbe bed 2. So^r^unbertS o. S$r. 110 

95ri( ber (Sefd^id^te befi altteflamentlid^en 6d^rifttumd: 

1. 2)ie oorföniglid^e fieit 186 

2. 2)ie S^t be« ungeteilten Königtum« 140 

8. S)ie Seit bed geteilten Stetd^i bi« aur gerfldrung 6omariad 144 

4. fßon ber S^tfidrung 6amariad bid aum (Ssi( 164 

5. SHe Seit beiB ®sUd 178 

6. S)ie nad^esiKfd^e Seit 186 

(3n betreff ber einaelnen Düd^er unb DueOenf^riften oergleid^e bad Siegifter am 6d^(uffe 

be« Sonoortd. &. XIV ff.) 

Itarte oon ^aldfHna, bearbeitet oon $. Sifd^er unb $. ®ut^e. 



ber i&tttarBetter unb ber mn t^ncn überfe$ten S3ü(^er nnb ^bfi^mttt 

D. ^riebr. Saet^gen^ Jtonftflortalrat unb $tofef[or ber 3^eoIogie {u ©reifi^toatb: 
' ^iob, ^ol^ei^Iieb, Jtlagelieber. 

D. Qttm. ®utf)e, ^ßrofcffor ber S^l^eologie ju Seipjig: 3«f. 1—85. fiofea, ämo*, 
3Rid^a^ ^abahif. 

D. abolf Ätttnpi^ttufcn, ^rofeffor ber ^Ji^eologie ju Sonn: bie SMdJer ber ÄJnige 
unb bie @prfid^e. 

D. (Smii Jtau^fd^^ ^rofeffor ber Geologie {u QaUz: baiS 1.— 4. 9ud^ 9Rofe unb 
3ofua aufeer ben con ^ßrof. ©ocin fiberfeftten abfd^nitten; 3ef. 36—89. 
Sona, 3la^um, bie ^falmen^ bie SSfid^er ber Sl^ronil. 

D. Shibolf Aittel, ^rofeffor ber Z^toU^xt )u S9rei^Iau: bie »fidler ber 9lid^ter 
unb Samuel^ ha» ^^ 9lut^. 

Ide. Staxl 9Rarti, Pfarrer in SRutten}^ Jtanton äJafellanb^ unb S)ocent an ber 
Unit)errttät »afel: ha» 5. S3ud^ aWofe, Soel, Dbabjo, fittflgai, ©ad^arja, 
Sßalead^i^ 9)aniel. 

lic. 9Bi(]^. 9Iotl[iftein, ^rofeffor {u ^aOe: Seremia, S^^^nja. 

D. 9lubolf 9lüetfd&i, 5ßrofeffor an ber ttniperptat unb SJefan am OTünfier ju 
S3em: ber ^ßrebiger. 

D. »ictor SRpf f et, 5ßrofcffor ber Sl^eologie px 3ürid^: 3ef. 40—66, (Sita, Slei^emia, 
@{l]^er. 

D. Staxl ©iegfrieb, ©el^. Äird^enrat unb 5ßrofeffor ber 3;i[ieoIo9ie ju Qena: 
§efefieL 

Dr. albert ©ocin, ^ßrofeffor ber orientalifd&en ©prad&en ju ßeipjig: 2. SRofe 1—24. 
82-34. 4. SRofe 10, 29—13, 1. Äop. 21—24. 3of. 1-11. 



a^tfit» Vovwott 



$)ic Übcrfefeung he^ ^Itm SCcfiamcntö, oon ber wir i^icr eine ?Probc voxU^m, 
ifl nod^ betn SEBunfd^e ber Serlagi^bud^l^anbtung ba}u beflimmt, an bie ©teile ber 
noi^qu vergriffenen t)ierten Zuflöge von be SEBette'« Überfefeung ju treten. aSon einer 
bloßen 9tet)ifton ber te^teren Konnte bobei fe[b{toer{länb(id^ nid^t bie 9Iebe fein. @d 
galt melmei^r^ ben flberouS reid^en Ertrag ber ©d^riftforfd^ung feit 1888 (oui^ biefem 
Saläre flammt bie le^te n)irili(^e äteoifton \>e& be äBette'fd^en ^^e^tei^) fflr eine doS« 
^änbig neue Überfe^ung ju vtaozttm. 

2)iefelbe n)irb in erfler £inie auf eine rid^tige äBiebergabe bei^ ©runbte^eiS 
aui^ei^en. Sine fold^e ifi belonntlid^ teinei^toegi^ gleid^bebeutenb mit einer fogenannten 
mdrttid^en Überfe^ung, benn biefe giebt i^äuftg nur eine 9(rt ©d^attenri^ r>on bem 
Urbllb, ol^ne e?örben unb ol^ne Seben. SRid^t feiten fül^rt fie fogor ben Sefer irre: 
bie Jolge ber SDBorte ift fd&einbar biefelbe, mie im ©runbteft, fd^Iiefet aber im S)eut* 
fd^en einen anberen Sinn in ftd^. 9ßenn n)ir in fold^en e^ällen nid^t bie äBorte, fonbem 
ben toofycm unb eigentlid^en @inn ber 9ßorte forgfältig miebei^ugeben trad^ten^ fo 
folgen n)ir bamit nur bem Sorbilb i>e& großen 3ReifleriS ber Überfe^ungj^binfl^ 
Dr. SRartin 2at^^xS. SMe $rop^eten unb älpofiel beutf d^ reben iu laffen^ unb }mar 
ein fär feine 3eit IlareiS unb t)erftönblid^ei$ S)eutfd^, n)ar baS 3H bod er ftd^ gefled(t 
i^otte. SHe SBege }u biefem 3^^^^ finb l^eute }um %dl anbere, als t)or 350 ^al^ren, 
bie äbifgobe felbfl ifl bie gleid^e geblieben, ^r bad 9teue Xeflament ifi fie bereiti^ 
t)on e. a93ei}fäd(er mit fd^önem @rfoIg in Slngriff genommen morben. SRJöd^te nun 
oud^ bie l^ier begonnene Übertragung beiS Sitten STefiamentd mfirbig befunben merben^ 
ein braud^barer äJeitrag iu il^rer Söfung {u l^ei^en.* 

Sieben bem 3wedE, jeber Slrt t)on Sefem ben Snl^alt be« Sllten SCeflamenti^, fo 
n)ie t& mit ben Sßitteln ber l^eutigen @d^riftforfd^ung gefd^ei^en lann, in Harem 
l^eutigen S)eutfd^ }u oermitteln, n)ill jebod^ bie Dorliegenbe ftberfe^ung nod^ einem 
anbenoeitigen Sebürfnii^ bienen, bai^ von vitlm @eiten längfi ate ein bringenbeiS 
empfunben morben i^. 2)ie raftlofe Slrbeit ber legten Sal^rje^nte l[iat in betreff ber 
(Sntflel[iung einjelner biblifd^er Süd^er^ fon)ie il^rer Sufammenfe^ung aud urfprünglid^ 
felbflonbigen HueHeufd^riften t)ielfad^ }u n)id^tigen ßrgebniffen geführt. 9tid^t minber 
l^at ber großartige ßrtrag ber ©enfmäler*, iniSbefonbere ber Äeilfd^riften^fjorfd^ung 
auf gar mand^eiS 93Iatt bei^ Snten Xeflamentd überrafd^enbeiS fiid^t getoorfen. SBenn 
e» fflr ben 2:i^eoIogen ^flid^t ifi, oon allebem grünblid^ Jtenntnii^ {u nel^men, fo 
l^aben anberfeitiS aud^ nid^t n)enige gebilbete bibelfreunblid^e fiaien ben lebl^aften 



* 2>ai ft4 bie überfetung bed erften »ud^ed SRofe oielfad^ an ben X^i ber ,®eiteftd. SRit 
äußerer Unterfc^bung ber Dueaenfd^rtften, flberfett von @. ltauM4 unb 9(. @ocin. gfreiburg i. 8. 
1888" anf^Iiegt, »irb iebem naiflra^ erf^einen, ber ba n>ei(, ba^ biefed »fid^Iein gleid^faSd baju 
beftimmt war, bie oben bargelegten ©runbfäje — wenn aud^ me^r mit »ütfftdjt auf ba8 wiffen- 
f^aftlid^e »ebfirfnid — su oerwirfüd^en. ^erm ^rof. @ocin aber fei für bie (£r(aubni6 3U einer 
weitge^enben erneuten Serwertung unferer gemeinfamen Arbeit aud^ an biefer SteOe (er^Iid^er 
^mt gefagt. 



Vm Sonoort 

3Bunf<$, aber bie tDitHid^en SrgebnijTe ber ftrengtDijTenfd^afttid^en Sd^riftforfd^ung in 
gemeint)erflanb[td^er unb bod^ juDerläfftger Sßeife unterrid^tet }u loerben. 2)iefem 
Sebürfntö nun foSen folgenbe Seigaben btenen. 3n ben ©efd^id^töbüd^em iDerben 
bie Derfd^iebenen DueSenfdgid^ten, fon)eit fte ftd^ in bem ledigen %e£t mit einiger 
@id^erl§ieit attöf d^eiben [off en^ burd^ beftimmte 99ud^{iaben am 9ianbe lennttid^ gemad^t ; 
bie Sebeutung biefer 99ud^ftaben toixh feiner Qtit in ben Seilagen erltart iDerben 
(oergt. jegt bie „Srttfirung ber Sianbbud^flaben" @. XIV ff. I^inter bem ivotitm SSonoort 
famt ben 93ern>eif en auf ben 9lbriB beS altteflam. @d^rifttumi^). 9Ber von einer tritifd^en 
%^ä^tdt auf bem bibtifd^en ®ebiet nid^tö mjfen iDill ober bod^ il^ren gegentoortigen 
@rgebnif[en mi^trauifd^ gegenüberflel^t, mag biefe Sud^fiaben getrofl beifeite laffen; 
auf IXnfel^lbarleit mad^en fte ol^nel^in (einen 9lnfprud^. S^merl^in l^offen toir burd^ 
biefelben einem namenttid^ x>on ©eifllid^en unb Stubierenben oft fd^n)er empfunbenen 
SRanget bid }u einem getoiffen ®rabe objul^elfen. S)en Srtrag ber ©efd^id^ti^forfd^ung 
gebenlen roxt in ber SBeife für bad SerflänbniiS beiS Sitten 3^eflament8 ju oenoerten, 
ba$ mr ben einzelnen älbfd^nitten ber ©efd^id^tiSbüd^er unb ^ropl^eten, fotoeit biei^ 
möglid^ x% S^tl^rei^jal^len beifügen^ am @d^lut aber in einer tabeOarifd^en Überftd^t 
über bie gefd^id^tlid^en SBerl^ältniffe einej^ jeben S^traumS unter Seijiel^ung ber au^er« 
biblifd^en ©efd^id^tiSqueKen n&l^ere SluiSlunft geben. 

S)er Überfe^ung liegt im allgemeinen ber fogen. maforetl^ifd^e %tst ju ©runbe. 
3n aSen %äUen iä>odt, wo oui ^araSelfleSen be& 9llten S^eflamentiS ober auj^ ben 
altefien Überfegungen ober aud^ aa^ anberen triftigen ©rünben ber urfprünglid^e 
%est ftd^er ermittelt merben tann, ifl berfelbe aud^ in ber Überfe^ung mebergegeben. 

^ie 9lbn)eid^ung t)om maf oretl^if d^en Xeijrt ifl in f old^en grollen bur^ bie 3^^$^ ' ' 

(f. in ber oorliegenben ^robe j. S. 1 9Rof. 1, 26. 3, 17) angebeutet. S)ie von ben 
Überfegem befolgten Seisiarten foSen^ um ben STe^t nid^t }U oft burd^ fldrenbe ätn- 
merfungen ju unterbred^en^ gleid^faUi^ am @d^lu$ bei^ Sßerfei^ }ufammengeflellt tperben. 
aiad&träglid^e Sufafee jum urfprünglid^en Sejt flnb (fo j. ». 1 SKof. 2, 19) burd^ 
Heinere @d^rift (enntlid^ gemad^t. @d(ige Jtlammem (n)ie 1^ 14. 2, 9. 3^ 8 ac.) bienen 
jur ^eroorl^ebung fold^er SBörter^ bie im ©runbte^t nid^t t)orliegen^ jur 93erbeut^ 
lid^ung bei^ n)ir(lid^en @innej^ aber unentbel^rlid^ fd^ienen. ©anj unüberfegbare 
SBörter unb ©teilen fmb (wie 1 aWof. 6, 3. 24, 62. 63. 25, 18) burd& gJunfte an' 
gebeutet ; bod^ giebt in f old^en ^^öllen loenigfleniS eine Slnmerhtng über bie biSl^erigen 
(£rtlärungdt)erfud^e SluiSlunft. 

S)ie Eigennamen ftnb trog allen entgegenftel^enben ä3eben(en }ur 9[$ermeibung 
enblofer Errungen unb Sd^manlungen fafl burd^meg in ber burd^ Sutl^er üblid^ ge« 
loorbenen ^orm miebergegeben. S)od^ foS am Sd^lug ein 9tegifter berfelben unter 
Seifügung einer genauen Umfd^reibung ber l^ebräifd^en Saute, fon)ie inm Seil ber 
beutfd^en Sebeutung ber SRamen, geliefert loerben. 

3nbem loir bie Dorliegenbe $robe, loie baiS ganje SBerf, einer lool^lioollenben 
Slufnal^me unb Beurteilung empfel^len, fd^liegen mir mit bem l^erslid^en SEBunfd^e, ba§ 
©Ott aud^ auf biefen erneuten Serfud^ einer 9Biebergabe bei^ alten, teuren SibelmorteS 
feinen Segen legen moQe. 

^'alle, im Sunt 1890. 



3toeite0 Hotioott 



9Rit 2)an{ gegen ®ott^ ber )u bem SßoOen ba^ äSoObringen gegeben^ legen toir 
nunmel^r beu @d^[ut bed im Sommer 1890 begonnenen SibettoerfiS in bie ^finbe ber 
£efer. S)er ^etauiSgeber nimmt babei nod^ einmal bie SSeranttoortung für bie lange 
93er}Sgerung bed Slbfd^lufTeiS auf feine @(i^ultem. (Si l^at il^m loel^e getl^an, ba^ bem 
$erm SSerleger, ber t& famt ber S)ruderei an nid^tö f)at fel^len laffen, wa» }ur fd^neOen 
unb erfprieglid^en älui^ffll^rung bed Sßlaned bienen lonnte^ aud biefer SSerjögerung 93er« 
brieglid^Ieiten unb unüberlegte Eingriffe enoad^fen ftnb. S)er Herausgeber felbfl aber 
mad^t nod^mafö )u feinen ©unßen geltenb, ba^ er mit ber gleid^magigen ^urd^arbeitung 
beiS ®anien eine unabtoeiisbare ^flid^t gegen bie Sefer ju erfüllen l^atte. 6S trifft il^n 
nur bie @d^ulb, ba§ er ftd^ bei beginn beiS 9Berf8 über bie 9Röglid&(eit^ auf bem Sßege 
brieflid^en unb felbfl münblid^en SuiStaufd^eS eine fprad^lid^ unb te^tlritifd^ einl^eitlid^e 
Überfegung beiS ganjen Sllten S^effatmentS }u t)ereinbaren^ DoQflänbig getfiufd^t l^atte. 
®leid^ ber erfle SSerfud^ biefer 3lrt ffll^rte ju ber bringenben SJitte an bie Ferren 9Wit* 
orbeiter, bem $erauiSgeber unbebingte SSoOmad^t jur enbgiltigen ^eflfieSung bei^ Xtgte^ 
ber Übcrfefeung §u erteilen. S)iefe Sitte ifl mit einer ©elbfloerleugnung, für bie id^ 
aud^ an biefer Stelle meinen loärmflen ^anl auiSfpred^e, erfüllt toorben. Snfolgebeffen 
ifl nur Seremia unb Stp^an\a, bani bem Umflanbe, bag Überf e^er unb ^erauiSgeber 
an einem Drte wol^nten, auf (Srunb münbltd^er Vereinbarung, bie mel^rere gerien- 
mod^en DoSflänbig auiSfüOte, rebigiert morben. S)er gteid^e äSerfud^ n)urbe mit ben 
erflen Jtapiteln beiS 3efaja gemad^t, mugte aber aufgegeben loerben, ba (ein @nbe ab« 
)ufel^en loar. 9lud^ für bie 9lnmerfungen unter bem Xegt unb bie te^tfritifd^en @r« 
Ututerungen, für loeld^' legtere bie Befolgung einl^eitlid^er ©runbffi^e gan) unumgäng« 
lid^ Toor, trägt ber ^eraui^geber fafl burd^toeg bie SSerantioortung. 

@elbfberflänblid^ voat ben Ferren Mitarbeitern baS Siedet nad^träglid^en @in« 
fprud^iS gegen ettoaige Änberungen ibrer 3Sorlage jugepd^ert. 3Son biefem Stecht ifl — 
abgefel^en oon SefferungiSoorfd^tagen, bie }. X. in ben Serid^tigungen am @d^luB @r« 
toäl^nung finben tocxbm — auiSbrfldFlid^ nur in einem e^alle ©ebraud^ gemad^t toorben. 
5 SRof . 6, 4 TOünf d^t ber Überfefier, ^err ßic. SRarti, bie ??affung toleberl^ergeflellt ju 
feigen: „S^l^toe, unfer ®ott, ^öfycdt ifl einer." S)iefeÄ „einer" umfaffe forool^l ben 
®egenfa^ gegen SSielgStterei , ate aud^ gegen bie S^^^lttng 3^l^n)eiS in oerfd^iebene 
®ottl^eiten nad^ ben oerfd^iebenen l^eiligen Stätten. SMefe f^affung empfel^le ftd^ um 
fo mel^, ald ja gerabe baiS S)euteronomium ben 3n>^d( verfolgt, ber Unterfd^eibung bed 
riSa^e oon Hebron" unb beiS oon Serufalem u. f. to. ein @nbe }u mad^en. 2>er 



SortDort. 



$ermidge6er (onnte ftd^ tro^ aDebem nid^t entfd^Kegen, biefe }ur 3eit l^errfd^enbe unb 
von ben naml^afte|len 9(utotitSten vertretene SDeutung au^unel^men. Slbgefel^en von 
ben accenten fd^eint il^m 1 d^x. 29, 1 jtmt rid^tigen äSerfianbntd ju filieren. @r er« 
6Hd(t in bem Sui^fprud^ tebiglid^ eine Umfd^reibung Don 2 9Rof. 20, 3. 



3n betreff ber @runbfä^e, t)on benen bie Überfe^er unb ber $erauiSgeber bei il^rer 
Arbeit geleitet nxiren, t)em)etfen n)ir auf ba^ SSonoort jur erflen Lieferung. 3m @in« 
Hang mit ben bort gefieOten ^orberungen ifl neben ber Stid^tigleit auf bieSSer« 
flSnbtid^Ieit ber Überfegung bie möglid^fle @orgfa(t Denoenbet toorben. 9Benn ein 
n)ol^ImoO[enber Beurteiler gefunben l^at, ba§ ber edKgen Jtlammem, bie bod^ tbtn 
eigene 3utl^aten entl^alten, }u Diele feien, f o mug id^ bem entgegnen : bie bud^ftöblid^e 
(fogenannte „iDortgetreue'O Überfegung l^at fd^on fo t)iel @d^aben unb 9ßitt)er^nbni{fe 
angerid^tet, bat ^^^ ^ne I^Sufigere Ünterbred^ung beiS Xe^te^ burdg erlfiutembe 
jtlammem atö bai^ Heinere Übel in Jtauf genommen iDerben mu^. 

(Siner bef onberen Snoäl^nung bebfirfen nod^ bie @runbf ä^e, nad^ benen bie Xejct» 
fritil gel^anbl^abt morben ifi. ^tbtt, ber ftd^ irgenbmie naiver mit bem l^ebräifd^en Xe^t 
beS alten Se^amentiS bef d^&f tigt l^at, meig, bag l^ier eine aufgäbe oon größter @(^n)ierig« 
leit vorliegt unb ba^ jeber ^erfud^, fte }u Idfen, alle)eit nur einen relativen 9Bert l^aben 
(ann. S)iefer S^e^t ifl ^al^rl^unberte lang lebiglid^ in Jtonfonanten überliefert loorben 
unb toar baburd^ @ntfiellungen unb aRigverfiänbniffen in l^ol^em ®rabe auiSgefegt. ^ni' 
befonbere mag aud^ bie in ben legten ^^^tl^unberten vor &fx. erfolgte Umf ^reibung 
aui^ ber älteren (anaanitifd^en in bie fogenannte JQuabratfd^rift allerlei ^^el^ler ver« 
fd^ulbet l^aben. S)ie enbgiltige f^eflfiellung aber erfolgte ni(|t, mie man annel^men 
foDte, burd^ bie SSergleid^ung ber beflen ^anbf d^riften unb bie Ermittelung ber rid^tigen 
SeiSart nad^ miffenfd^aftlid^en ©runbfägen, fonbem burd^ bie Ernennung einer bt* 
fUmmten ^anbfd^rift (ober aud^ )e einer für jeben S^eil beiS Jtanon) }ur SRuflerl^anb' 
fd^rift. 92 ur burd^ biefe annal^me lägt ftd^ ber faß gän^lid^e SRangel an Varianten 
im offijiellen Xtjct erllören ; t^ galt ^en afö l^eilige ^flid^t, biefe SRufierbanbfd^rift 
(fpäter natürlid^ bie abfd^riften berfelben) mit aüm il^ren ^^ebtem unb @eltfam(eiten 
peinlid^ genau nad^gual^men , unb babei ifl ed aud^ in ben S)rud(en bed b^^^^^if^^^n 
alten ^efiamenti^ bx^ auf ben l^eutigen ^ag geblieben. S)enn aSer ber Eifer, ben bie 
fogenannten 9Raforeten (bie Pfleger ber SRafora, b. 1^. ival^rfd^einlid^ ^^Überlieferung") 
feit etma bem 5. 3<^l^rl^unbert n. El^r. ber Seifügung ber SSoIale unb accente * tum 
^eiligen Si^e^te mibmeten, toar nur in fel^r bef d^eibenem 3Ra§e mit einer te^Iritifd^en 
^l^ätigleit verbunben. 92ur in fold^en ^äOen, ivo ber ^el^ler im Jtonfonantente^te gar 
}u Offenfunbig mar (unb aud^ ba burd^auÄ nid^t immer !), mürbe — nid^t etma ber 2;ejt 
verbeffert, fonbem — eine 9lanbleÄart beigefügt, bie in Säerbinbung mit ben SBofalen ber 
Sejrte^lei^art auf bai^ Siid^tige fül^rte. Sei ben äSoIalen unb accenten ber SRaforeten 
barf aber nie vergeffen merben, bag fte jtvar eine äu^erfl mertvoSe, ja in mand^er ^in» 
ftd^t flauneni^mert genaue Überlieferung, jugleid^ aber bod^ nur eine beftimmte auf« 
fa^ung bei^ JtonfonantentejrteiS unter mel^reren mdglid^en barfteSen. SBie meit bie 
9Raforeten bavon entfernt maren, felbfl eine neue Se^tedrecenfton }u veranfialten, ba^ 



* S)ie fogenannten SCccente ftnb etgentlid^ SCnweifungen aum dd^tifien Vortrag (man fbnnit 
fafl fagen: Gingen) bed ^ej^M. f^r und §aben fle, ba bie ittmbe von i^ter mufifalifd^en iBe» 
beutung fo gut n^ie gan^ oecloren ifl, vor aBem ben Sßert von Snter^nÜiondaeid^en. 



Sonoort. XI 

ergiebt ft<$ telte <aa ben foßenanitten ^aratteltcEten (3ef. 36—39 neben 2 Sttn. 18, 
18 ff., 3er. 52 neben 2 Ä5n. 24, 17 ff., 2 ©am. 22 neben gjf. 18, gjf. 14 neben 
$f. 58 u. a. m.)/ teite au£ ben jal^Ireid^en ^äSen, n)o bie @ntfle&ung ht& Xe^tti burd^ 
einen geberflrid^ befeitigt iDerben lonnte unb bennod^ belaffen tmtrbe« 

^agt man nun : toetd^en SSSeg l^at ber Überfe^er angeftd^tö ber }iDeifeUofen unb 
Dielfältigen Serberbntö bed Ze^tei^ ein)uf dalagen ? f o lautete el^ebem bie Slntnort fafl 
einflimmig: er l^at }u überfe^en, toaiS überliefert ift, unbelümmert um bie äBal^r« 
fd^einlid^feit, bag bie Überlieferung in vielen %äUm nid^t ba^ Urfprfinglid^e bietet. 
9lad^ biefem ©runbfa^ l^at man bi^ l^eute aud^ fd^ted^tl^in ftnnlofe 2Börter unb @ä^e 
fo lange gebrel^t unb getoenbet, bid man il^nen bod^ irgenb einen Sinn abge^toungen 
unb ben bed ®runbte£tej^ untunbigen £efer über ben loirllid^en ©ad^Derl^alt getäufd^t 
^at @i^ bebarf leined SSetoeifed, bag ein fold^ed SSerfal^ren ein Unred^t gegen bie 
l^eiligen ©d^riftfleDer in fid^ fd^liegt. Sie l^ötten ein Siedet, barüber empört ju fein, 
ba^ man aud^ ba, top man bai 9%id^tige n)iffen lann, bod^ betouBtermagen ^alfd^eiS 
überliefert« Slllerbingd pflegt man biefen SSormurf mit ber Sebauptung abjulel^nen, 
bag burd^ fold^e älnforberungen fd^ranlenlofer 9BiQtür SSorfd^ub geleitet vonbe. Slber 
biefe äSel^auptung n)öre nur ftid^l^altig , wtnn tl^atf Sd^lid^ immer nur }n)if d^en Über«« 
lieferung unb milllürlid^er ^nberung ju mcil^len m&re. So flebt e& jebod^ leinei^^ 
megiS. 3Rag aud^ nid^t immer (Sinflimmigleit ber Xe^tfritiler erjielt fein, fo ifl bod^ 
bie 3<^^l ber ^^äOe felgr gro^, mo burd^ SSergleid^ung ber ^araOelfteDen ober ber Slteflen 
Überfe^ungen (in erjler fiinie ber gried^ifd^en) ober au^ ©rfinben ber ^alSograpl^ie 
(Sd^riftfunbe) bie urfprünglid^e £edart mit befinitioer Sid^erl^eit, oft menigfleniS mit 
einer an ©emigl^eit grenjenben 993al^rfd^einlid^(eit ermittelt merben lann. 

9lun mürbe man aSerbingj^ flart irren, menn man au^ bem tbtn SSemerf ten auf 
bie aRöglid^Ieit f daliegen moQte; überl^aupt ben urfprünglid^en Xe^t aSer äSüd^er 
fo, mie er auiS ber ^anb ber biblifd^en Sd^riftfieQer l^en>orgegangen i% mieberl^erjuflellen. 
S)ad ifl fd^on beiSl^alb unmöglid^, meil burd^ bie 9%ebaItiondtl^&tigIeit, bie fafl an aUtn 
Sd^riften geübt morben ifl, t)or adem burd^ bie oft überaui^ enge äSerfled^tung Der^ 
fd^iebener dueüenfd^riften }u einem ©anjen, ftarle (Singriffe in ben urfprünglid^en Xejct 
erfolgt fein bürften. ^ier bleibt bem Si^e^ttritiler feiten etmad anbereiS übrig, ate ben 
X^atbeftanb, mie er einmal vorliegt; l^injunel^men. S)ai^felbe gilt fafl burd^meg von 
ber fogenannten SluffüDung bed 3::e£ted. 3llan lann — unb {mar aud^ mieber in } al^ l« 
lofen gäHen — fefi übeigeugt fein, bafe bie befremblid^e Überlabung be^ 2;ejte8, 
}. S9. burd^ bie immer unb immer mieberl^olte äSeifügung eined 3;iteliS ober bie enblofe 
äBieberl^olung einer unb berfelben 993enbung in aller 93oQ{länbig(eit ober enblid^ burd^ 
bie äSeifügung weiteren StoffiS au^ Dermanbten Stellen , nid^t auf 9%ed^nung beiS 
Sd^riftfte&erd, fonbem erfi ber Slbfd^reiber ju fe^en ifl. @ine äSefeitigung aSer fold^er 
mutmaglid^en 3ut^aten lönnte xnbzSf nid^t o^ne 9ßiO{ür gefd^el^en, jumal fie fafl fämt« 
lidg fd^on burd^ bie älteflen äSerftonen ate altüberliefert ermiefen merben. 3Rag fomit 
il^re Sluj^f d^eibung im Sntereffe fireng mijfenfd^aftlid^er S^ejtfritif oerfud^t werben, für 
unfere 3n)edFe mugte fte au^er 99etrad^t bleiben. 

ätnberiS fielet t^ bagegen: 

1) mit allen ben ©ntfieHungen beiJ urfprünglid^en SJejteö, bie eigentlid^ von nie* 
manbem gewollt waren, fonbem nur burd^ atterlei nad^wei^bare unb fel^r oft leidet 
erflärlid^e SBerfel^en l^ereingefommen pnb. SReben ber SBerwed^f elung ä^nlid^ auöfel^enber 
Äonfonantcn, ber SSerfefeung ober aui^laffung oon Äonfonanten, SBörtem unb felbfl 
ganjen Sä^en fpielen Idier namentlid^ brei Urf ad^en eine übttaui wid^tige Siolle : bie 
irrige SBieberbolung bei^felben Jtonfonanten ober SBortteitö (fogen. S)ittograp]die), bai^ 



Xn ^ »orwort. 

SObirren oon einem äBort ober äBortteit auf eine fpätere 993ieberl^oIung beSfelben (bod 
fogen. ^omoioteteuton '*') unb enblid^ bie falf (i^e SBortaBteilung. & oerflel^t ftd^ oon 
\tVb% baB in allen biefen fallen in bet Überfe^ung cfynt »eitered bai^ nrfprüngttd^e 
ju geben, ber Sefer aber gteid^}eitig in ben te^rtfritifd^en Xnmerhtngen Aber Umfang 
unb @rünbe ber ^nberung , foioie aber ben qenaum äßortlout ber Überlieferung ju 
unterrid^ten nKtr. 2)er Sereid^ ber $[nberung ifi burd^ Heine runbe $äld^en angejeigt 
(1 Stof. 1, 26 u. f. n).); too biefelben einen leeren 9iaum einfd^liegen^ zeigen fte an, 
ba§ an ber betreff^ben ®teDe ein irrtämlid^ in ben Xe^t geratene^ Sßort über« 
liefert ifi. ®atq unabweisbar ifl fold^e flnberung be& Xe^teS überaQ ba, wo bie ol^ne« 
l^in fd^on }iDeifeIIofe (Ermittelung bed Urfprfingtid^en tum Überfluß nod^ burd^ bie alten 
Überfe^ngen befl&tigt wirb. 9lid^t feiten aber bietet bie gried^if d^e Überfe^ung aud^ 
ba einen glatten nvb jnmfelloiS urfi^rfinglid^en Xtjct, too xoiv bem jeftigen l^ebräifd^n 
^este ratloi^ gegenüberflel^en (oergt. j. 9. 2 @am. 4, 5 ff. !). 9lud^ bann ifl ed fici^er 
feine SBiKIflr, loenn man ftott bed unmdglid^en ^^e^teiS bir}er ^nb ben rid^tigen einfe^t. 
2) mit ben abf id^tlid^en Snberungen he» urfprünglid^en ä^e^ted (abgefel^en oon 
ben fd^on oben befprod^enen „Sluffaüungen"). Site fold^e erfd^einen teite ©loffen aller 
Srt, teild ftonetturen im Sntereffe beS älnfknbd, teili^ enblid^ bogmatifd^e ftorretturen. 
S3on ben @loffen faQen bie au^er Setrad^t, bie f d^on bei ber SBerf d^mei^ung oerf d^i^ner 
JQueSenfd^id^ten }ur äSefeitigung etmaiger 9(nflö$e beigefügt mürben; fold^e finb am 
Staube mit R bejeid^net (fo j. 93. 4 SRof . 2ß, 8 ff., jum äludgleid^ mit 16, 32 ; 1 Sam. 6, 
15 u. a. nt). S)agegen finb aOe bie S^tl^aten, bie fld^ entmeber burd^ i^ren ^n^alt 
(oergl. }. 8. 3ef. 7, 8. 17; 9, 14, eine profaifd^e unb überbiei^ unrid^tige S)eutung ber 
Dorangel^enben Silber) ober baburd^, ba§ fte nod^ ber gried^ifd^en Überfe^ung unbelannt 
finb (oergL §. S. 1 ©am. 2, 22**), ateSefer-®loffen auÄmeifen, burd^ Heineren 
^ud lenntlid^ gemad^t. 3^ ^^^ bogmatifd^en Jtorrelturen red^nen mir u. a. (natür« 
lid^ mieber abgefel^en oon ben älteren rebattionellen Semül^ungen um bie ^« 
feitigung oon 9lnflö§en) : bie 3lui^mer}ung l^eibnif d^er (Sottednamen (Dergl. 2. @am. 4, 
1. 4 unb bie testlritifd^e Snmerhing ju biefen @teQen) ober fultifd^ anfi(§tger SHnge 
(1 ©am. 14, 18. 2 ©am. 15, 24. 2 Äön. 12, 10. fiefef. 46, 6) ober fonft anfldfeiger 
Sludfagen (^eb. 3, 21). ^ allen biefen ^SOen ifl, f o meit eiS irgenb gefd^el^en (onnte, 
ber urfprüngtid^e Xtjci mieberl^ergeflellt, bie 8ntf)at burd^ ©loffenfdMft lenntlid^ ge« 
mad^t unb ber ©ad^oerl^alt in ben te^ttritifd^en Erläuterungen bargelegt. 2)agegen 
ftnb unüberfe^bare 9B5rter unb ©äfee, fär bie aud^ mtd ben alten Öberfe^ungen (ein 
Sid^t }U gewinnen ifl, im S^e^te bur(| fünfte angebeutet ; über ben überlieferten SBort« 
laut giebt bann jlebedmal eine 9lnmerlung unter bem Xe^te 9(u8(unft. S)abei mag nod^ 
ouiSbrüdCIid^ bemerlt fein, ba$ eS aQe biefe Snmerfungen unter bem Xejctt nad^ bem 
$(ane bed gatqen SBerlS lebiglid^ mit ber äSegrünbung unb Erläuterung ber Über« 
f e t u n g , nid^t beis Snl^altS, }u tl^un l^aben. Se^tered mürbe einen gan} anberen 9luf ^ 
loanb oon 9lnmerfungen erforbert baben. 



%üx bad Stegifler ber Eigennamen mit genauer Umf dgreibung ber ^bräif d^ äBort« 
formen (©. 99 ff. ber SJeilagen) bin id^ meinem greifen SSater, ?ßaflor em. Ä. in Cl^emnift, 
p S)anfe oerpffid^tet. 

* ^ttqU intereffante Seifpiele bedfelben Sii^t. 16, 13 f. 1 eam. 10, 1. 
** fieiber ifi in biefem %aVit, loie mel^rfa^ au^ f>^i anberen mit ®(offenf4tift gebrudten Bttüen 
in ber erflen $d(fte be9 8i(eln>erfd, bie n&^ere Segrünbung in ben iestfritifc^en ®r(ftuterungen 
itnter(He(en. 3n oieten f^Sen »irb fte ft4 iebo4 bem £efer oon fetbfl aufbringen. 



Sonoort Xm 

pr bie ©^nd^roniÄmen in ber Überfid^t über bie ®ef d^id^tc bcr SiSracUten (©.110 ff.) 
ifl Qufecr ©d^rabcr, bie Äeittnfd^riften unb ba« SHte 5Ceflament (2. Sufl. ©iefecn 1883), 
befonber« aud^ eb. gReijer^ ©efd^id^te be« aitertmn», 1. »b. (©tuttgart 1884), für 
bie fpätere nad^e^tUfd^e Seit felbfberfl&nbttd^ ©d^flreriS (Befd^id^te bed jübif d^en äJolIeS 
im 3eitalter 3efu, 1 »b. (Seipjiß 1890), mit S5anf benuftt roorben. 3n betreff ber 
erflen Rolumm biefer ttberfid^t mag nod^ bemerlt fein, bo^ bei ber audfül^rlid^en S9e« 
l^onblung ber älteren ©efd^id^te ©.112 ff. eine 3«f ömmenflettung affc^ beffen beobfid^tigt 
loar, xoai aU flreng gefd^id^tlid^er Serid^t }u betrad^ten ifl. dagegen ifl bie auiSffil^r« 
lid^e Sel^anblung ber S^iabod^engeit teite im ^ntereffe ber Slu^Iegung beiS löud^ed S)aniel, 
teife um geroiffer ©treitfrogen roiffen erfolgt, bie neuerbingg in betreff be^ ^ßfalmen* 
bud^iS unb fogar einiger Seflanbteite ber propl^etifd^en Sudler angeregt toorben ftnb. 

gSon bem abriß ber ®ef d^id^te be« altteftamentlid^en ©^rifttum« (©. 136 ff.) feien 
namentlid^ bie ©d^Iußroorte aDen benen ju freunblid^er @m)&gung empfol^ten, bie ftd^ 
nod^ immer nid^t barein ftnben (önnen, baß eiS in ber et^angelifd^en Jtird^e auf bie ^auer 
leine anbere ©d^riftbetrad^tung geben (ann, atö bie ftd^ bemütig ben STl^atfad^en 
fügt. 9lur fte t)ermag n)irffam iDiber bie ^einbe ber ä3ibe( ju flreiten unb il^re toal^re 
^errlid^Ieit an& Sid^t }u fleSen. ®ott n)o(Ie feinen ©egen geben, baß bagu aud^ bai^ 
oorliegenbe Sibelioerl an feinem Seile mitl^elfe ! 

fialle a. ©., im 9Wai 1894. 

Set ^nani^fibn. 



XIV (Srfl&tung ber 9ianb(u(|fla6en. 



(SrMrung ber ^lanbbud^flaben* 

(^ie Seitenaal^ren bejte^en ft(| auf ben 9lbn| ber (S)ef(|id^te beS atttefl. @d^rifttumd.) 



t JTn ben fünf Sddl^i^ IKofe uttb bem Sudie Joftta: 

6tlte 

P $riefterf(^rift (^rtefierlobes) , bte gefeilteren 93eftimmungen über Opfer, 

Sietmgungen u. f. rv,, mit einer gefd^ic^Uid^en Einleitung . . 152. 185. 188 

J ^la^n^ift (fo genannt n)egen bed faft burd^gängigen ©ebrauc^d beiS ©ottednameniS 
^a\)we), in feiner je^igen ®efta(t ein auf ep^raimitifc^er ®runblage rao^I 
noc^ im neunten 3a^r|unbert in ^nha rebigierted ©efc^ic^tdmerl, audgegeic^net 
burd^ Ilafftfd^e @pcad^e unb propl^etifd^en (Steift 151 

E (Slo^ift (fo genannt megen bed regelmäßigen ®ebraud^iS beö 92amend Slo^im 
für ,,@ott'0/ ba^ mit bem ga^miften na^e Dermanbte unb ma^rfd^einlid^ ba(b 
nad^ il^m entftanbene ©efd^id^tdbud^ bed nörblid^en 9leid^ed .... 152. 156 

D S)euteronomiIer, SSerfaffer bed 628 x>. (Sf)x, im Stempel aufgefunbenen unb t)on 
^ofia gum Sieid^iSgefe^ erhobenen ©efe^bud^d; mit biefem Sud^ftaben ftnb 
im 5. Suc^e ÜRofe aDe bie 93eftanbteile begeic^net , melÄe gu ber urfprüngl. 
®efta(t biefeiS @efe$eiS (bem Urbeuteronomium) gehört ^aben lönnen . 152. 167 

Dt bie fog. 3)euteronomiften, Urheber ber im @inn unb ®eift bed DeuteronomileriS 
verfaßten 3ufä$e gum Deuteronomium felbft, fomie gum 93ud^e ^ofua (aud^ 
}u bem ber Stid^ter, ben Suchern @amue(id unb ber ftdnige) 182 

R Stebaltor, b. r. ber Url^eber ber teifö bei ber Sereinigung t)on J unb E, teild 
bei ber legten SRebaltion ber fünf Sudler üRofe unb beiS 93ud^ed ^ofua 
gemachten gufä^e 152. 182. 194 

? ift bei 1 3Rof. 14 unb einem 2;ei( t)on Rap. 84 gefegt, gum 3^d^^n, baß 
biefe ©tüde leiner ber anberen QueUenfd^riften angehören; fonbem mol^I erft 
bei ober gar erft nad^ ©c^Iuß ber Siebaftion beigefügt finb. 

2. Jim Sttdie ber Hiditer: 

J Söi^wift, f. 0. unter 9lr. 1 151 

H (ß}) Sruc^ftütfe alter audfü^rßd^er ^elbengefd^ic^ten aud ber früheren 

Aönigdaeit (unb gmar H^ eine ältere @d^id^t berfelben) 145. 146 

ri äSrud^ftütfe eined btrgen SRid^teroergeic^niffed aud ber fpäteren Jtönigdgeit 158 

Bi Serfaffer bed auf @runb oon H unb ri gearbeiteten (beuteronomiftifd^en) 

9lid^terbud^8 ; 146. 182 

N (N^) bie oorbeuteronomifc^en 3)arfteUer einjelner ©ittenbilber aud ber oor« 

loniglid^en 3^t, bie je^t aU 91 a ertrage }u Ri gelten 147 

P ber ber $riefterfd^rift in ben fünf 93üd^em SRofe unb bem Sud^e Sofua 

na^efte^enbe fiberarbeiter eined biefer 9la^träge (Rap. 20 f.) 147 

S ber (be}m. bie) nad^esiKfc^en Bearbeiter bed gonjen l^eutigen Stid^terBuc^d 146. 195 

? Sbfc^nitte gmeifell^after ^erlunft. 

3. JTn ben SiUfiem Samntiis unb im ttfktn Sudie ber Idttige 

Map. 1-2: 

Je eine ^dd^ftmal^c^einUc^ in Serufalem, iebenfoUd in ^\>a, verfaßte alte 

®ef<|i4te 3)aoibd auiS ber S^^ ©alomod ober Ste^abeamd .... 145. 147 

Da eine mo^I ebenfalls j[ubäifd^e, um wenige^ jüngere (bem 10. ober 9. ^ai^x^. 

entftammenbe) ©efd^ic^te ^aoibd 149 

8 eine ber vorigen gleichseitige (oieDeic^t fogar oon berfelben $anb ftammenbe) 

jubäifd^e ober benjaminitifc^e ®efd^id^te ©auIiS 149 



(SrKSrung bev 9ianb(ud^fta5en. XY 

eine erj^eblid^ jüngere, üBrigend oui oerfd^iebenen uBerltefemngdelementen 
jufammenge^ffene, n)a]^rfcl^einlicl^ ep^raimitifd^e ©efd^id^te Samuels unb 
6auU, ettoa aud bet S^it bed ^rop^eten ^ofea 157 

eine au^ bem Stetere (Sp^raim flammenbe Srjä^Iung oud bent 9. ober 8. Sa^rl^. 155 

Bi ber beuteronDmiftifd^e SearBeiter beiS Stid^terbud^S (f. o. 9lr. 2) . . 146. 182 

Dt beuteronomiftifd^e (f. o. 92r. 1) Überarbeitung ber ©efd^id^te @amueld, Soufö 

unb 2)aoib3 188 

? @tüd(e unbelannter ^erhtnft. 

B ber, be}n). bie Stebaltoren ber Sudler @amuelis in i^rer heutigen ©eftolt . . 195 

(H) Segeid^nung geroiffer älbfd^nitte, bie jtc^ (bef. 1. ®a. 17 u. 18) nur im 
^ebrdifd^en S^q^e finben, im gried^ifd^en aber fehlen, o^ne ba^ ftd^ mit 
@id^er^eit fagen Ü^i, ob fte in biefem entfernt ober in jenem erft nad^trSglid^ 
^in}ugefügt ^nb. 

4. JTn Un Sfidiem ber 19tti0e non 1. 19m 3 an: 

Dt (3)euteronomift) ber unter bem Sinflu^ bed 2>euteronomium!S fc^reibenbe $aupt« 

oerfajfer ber je^igen AönigSbfid^er (um 600 oor 6^r.) 169 

Dt^ ber (gleid^folld beuteronomiftifd^e) Url^eber gemiffer 3>^fä(e }u bem oon Dt 

verfaßten ÄönigSbud^e (oud ber gmeiten ^ölfte beS babplonifd^en Seite) . . 171 

Sa äluSjüge aus einer Siograpl^ie @aIomod; le^tere bilbete oieQeid^t einen 9e« 

flanbteil beS unter K befprod^enen größeren ,,Adnig$bud^ed'' 170 

K Slu^üge aud bem faft bei jebem Könige oon Suba unb S^rael oon Dt 

citierten „93u(^ ber ©efd^id^te ber Jtönige oon 3uba" ober „Sud^ ber ©e- 
fd^id^te ber Jtönige oon S^rael'' (bem fogen. „großen Jtönigdbuc^") . . . 170 

Sidmeilen {tnb aud^ fold^e ©tüde mit K bejeid^net, beren ^erfunft oud 
bem großen Aönigdbud^e }mar fraglid^ ift, bie aber mel^r ober meniger baS 
Gepräge urfunblid^er Überlieferung tragen. 

K' bie (oermutlid^ etmaS jüngere) ^oraKelergä^lung in 2. Jtön. 19, 10 ff. )u bem 

18, 18 u. 17 ff. oorliegenben ^auptberi^t 171 

? Slebenberid^te ju bem benad^barten $auptberid^t aui^ unbelannter, aber (fo gan} 

befonberS n, 18, 14 ff.) beac^tenSmerter DueQe 171 

P ($rop^etengefd^id^ten) 9lud}üge auS einem ben @Iiad betreffenben SEBerle 

beS 9. ober 8. ^af)xf)vixt\>€M « • 155 

P ^ eine etmaS jüngere (ma^rfd^einlic^ oon oerf d^iebenen ^änben ftammenbe) ©d^id^t 

oon ^rop^etenerjäl^Iungen in 93e}ug auf ®(ifa 155 

E (epl^raimitif^e @r}a^Iungen) Sludjüge auS einem im norbl. 9teid^ entftanbenen 
®efd^id^t$merl, mal^rfc^einlic^ auS bem 9. 3^^^* 3)ie mi biefer oorgüglic^en 
DueOfe aufgenommenen @tüd(e ftel^en faft burc^meg mit ber ®ef(§id^te @Ufad 
in ^ufammenJ^ong 156 

Z nad^träglic^e 3uf^4^ i^ ^^^ urfprünglic^en S^e^t ber einjelnen ®r}al^Iungen. 
@in Xeil berfelben lönnte bereitiS oon Dt mit aufgenommen fein ; bie meiften 
aber pnb o§ne Sweif el erft in nad^ejilifd^er Qdi in ba« oon Dt (refp. Dt •) 
fertiggefteEte Aönigdbud^ eingefügt 172. 195 

9Cnm. 9Benn im $entateu4 ober in ben ©efAid^td^üd^em einem bie QueSenfcInft 
angebenben Su^fiaben ein [B] ober (B) ober 0t) folgt, fo bebeutet bted, baB ber 
IBortlaut 3n>ar in ber ^auptfa^e aud ber betreffenben uueSe flammt, aber bo4 du* 
]llei4 Spuren ber $anb bed 9tebaItord (B ober Dt) jeigt. ®e]^t bogeaen ein Su^fiabe 
tn illammem einem anberen voran, fo bebeutet btei9, baB bie ^runbiage bei^ betr. )Be< 
rid^td jwar ber (bur^ ben erften Ou^flaben beaei^neten) DueOenf^rift entnommen 
if^f gegenn>ärtig aber nur in ber Bearbeitung bed bur4 ben sioeiten 9u(^f)aben be« 
Sei^neten Sc^nftfieUerd oorlieat. 2)er 3u (SIrunbe (iegenbe 9eri(bt ifl babet bidn>eiien 
(fo 8. 9. Kidt. 20 bie aud N ftammenbe (Sr^ft^Iung in ber ioearbeitung oon P) 
fafi gana unienntli^ geworben. 9(nbenoArtd (fo namentU4 in ben oon Dt auf« 
genommenen Seftanbteiten bed fogen. groBen itdnigdbuc^d) bfirfte ber SBortlaut ber 
OueSe faft genau n^iebergegeben fein. 



XVI 



€r!(Arung bet 9tanbbu4flaBen. SUp^obetif^dS 9te0tfler. 



5* Sm Stti^t Jftttntiii» eciu 

Z (et in runbe jtlammem ringefd^loffenen ©tücten (8, 14—18. 9, 22—10, 16. 
16, 18—21. 80, 10. 11. 82, Ib— 6. 17—28. 89, 1. 2. 4—18. 
48, 47. 60, 1—61, 58; oergl. au^erbem bie mit Z? (egeid^eten Stüde 
29, 10—14. 81, 88—40. 88, 2. 8. 14—26) begeid^net foI(|e Sufftfe, 
bie erft in nad^qrißfc^er 3^t, g. X. oieKeid^t unter SenDertung älterer (unb 
IxoQX möglid^enDeife aud^ S^^^tianifd^er) @tütfe beigefügt worben ^b . . 178 

6. 3n (S0ra^ nedentia nnh htn SiUfiertt htx (KlironÜL 

E ätudgüge aud ber t)on @dra verfaßten S)enffd^rift in n)£rtlid^er ©eßolt . . . 196 

e äludgfige ottd @draiS S)enlfd^rift in überarbeiteter ©eftolt 196 

N Sudgüge (mi Ste^emiad S)enlfd^rift in n)ört(id^er ©eftolt 196 

n äludgüge aud 9le^emiag 3)enlfd^rift in überarbeiteter ®efta(t 196 

Q äludgüge au^ Duellenf c^riften unb Urhtnben im SBSortlout; in ber S^ronil 
jbib fo namentlid^ bie aud unferen Samuelid« unb fiSniglBbüd^em entnommenen 

abfd^nitte bqeid^net 196 

o 3(udgüge berfelben Srt in überarbeiteter ©eftalt 196 

Qa bie aramäifd^e DueEenfd^rtft im @dra Rap. 4 196 

qa Stitteilungen aud berfelben in überarbeiteter ®e^a(t 196 

Ch (S^ronift) ber Stebaltor, refp. Serfaf[er be^ j|e|t in ®dra — 9{el^emia — 
S^ronil Dorliegenben ©efd^id^ttoerld. 3>ie Segeid^nung Ch ftel^t in (Sdra — 
Ste^emia aud^ bei fold^en Stbfd^nitten , in benen ber S^onift bie etma t)on 
i^m Dorgefunbenen 9lotigen gu einer neuen gufammenl^ängenben DarfteKung 
oerwoben i^at ; in ber S^ronil bei ben eigenen 3^^^^^^^ ^^^ S^roniften ein« 
fd^ße^Kc^ fol(^er Slbfc^nitte, bie x>on iffta felbft ober fd^on oor i^m oon 
anberen in ber Seife bed fogen. 3Ribrafd^ (f. bie 9lnm. gu 2. S^r. 18, 22) 
gearbeitet ftnb 195 

SU ben im v9(bri$' (6. 186 fp.) befpro((enen 8ü(|em, DueQenfc^riften unb etngelnen Slbf^nitten 
(mit SCudfd^IuB ber oben unter Str. 1—6 aufgeführten Xqrtbeftanbteile). 

Gelte Seite 



SImod 

9tleamdfprü(fie 

SBu4 ^er itrtege Sa^eS 

8ud^ ber Sle^tfd^affenen 

9unbeSbu4 189. 

2)ame( 

2)aoibd Xrauerlteb auf 

6att( unb Sonat^an 

auf SIbner 

S)eboraIieb 

^elatog 

^^euteroiefaja 

fft^er 

>el Sotl^md 

^abafu! 



tat 



^eut^IeitlSgefet 
»efeltel . . 
>tob . . . 
^o^edßeb . . 
^ofea . . . 



185. 



Seremia .... 
Stcap. 50-~51, 58 
Stca^. 52. . . 

3efaja 1-89 . . 
Stop. 13—14, 28 
, 15-16, 12 
, 21, 1-10 



160 
143 
186 
136 
149 
204 

140 
141 

137 
139 
183 
200 
138 
172 
186 
188 
179 
212 
210 
161 
166 

173 

178 
178 

162 

185 
160 
185 



Aap. 24-27 203 

^ 34-35 185 

, 36-39 163 

, 40-66 183 

3oeI 202 

3ona 202 

Sot^omS ^bel 138 

^laaelteber 181 

Jt9madbu4, bad aro$e 170 

£amec5«acb 137 

SRaleat^i 187 

SRi^a 1—5 164 

Äop. 6-7, 6 164 f. 

Waftum 165 

9^atbaniS Parabel 141 

Dbabja 201 

^rebiger 217 

Vfalmen 141. 206 

«ut5 199 

6a«aria 1-8 187 

Äop. 9-14 203 

6a(omo8 Sprühe unb Sieber . . 142. 211 

©egen 3a!ob8 142 

Segen SRofeS 155 

@inaigefet 186 

eprü|c 211 

a;rttoiefaja 184 

Urbeuteronomium 166 

Re^n (Gebote 139 

gep§an|a 165 



3uß%t ttttb Beti4)ti0itn0en. 

A. ^m 2;ectbanb. 

8. 4, 3* 11 V* u. I. ,,Z$u5a(Iain''. — 8. 5 fe^tt in 5, 28 hex 3n>tf<$enraum nad^ »erjeugte er'; 
P ^atte banac^ iebenfattS „9loo§'. — S. 7, 3- 10 o. u. l .fec^«l^unbcrtcr|lten'. — 8.23, 3- 2 o. u. r. ,«b* 
beer. — 8. 26, 3- 1 1- .Sa^ob' ftatt 3faa!. — 8. 57, 3- 16 l i,®erfom'. — 8. ?2, 3- 2 ». u. l. .um 
biefe gonae'. — 8. 75, 3- 2 1. „®crfom'. — 8. 78, 3- 3 r. ^fein Bilavt' ; 3- 6 ©. u. r. »mit iljm oer* 
fahren'. -* 8. 79 festen am 84(ug oon 22, 14 bie fünfte unb ber Senoeid auf 8. 2 ber tesürit. (&v* 
(auterungen. — 8. 79, 3* ^ <). u. (. «benn menn bu i^n bebrüdtfl unb er . . f^rett, fo wexhe l^ feinen 
$. IC/ Zk 9Borte fc^Ioffen fid^ urfprüngric^ birelt an ,be^anbe(n' in S. 20 an; bieg te^rt f^on ber 
$IuraI ber 9lnrebe in 20^ u. 21. — 8. 94 (. in 34, 25 ^^u gefäuertem 9r.'; 3- ^ o- u* f^t^ itomma 
na4 ,®ebote'. — 8. 98, 3- 11 n. u. fkretc^e 8, fe^e nor ben fofgenben SJerfen »8' für 9, .9" fiir 10 
unb 3. 6 0. ». 10 oor »basu'. — 8. 100 fel^It am 84(ujfe oon 9). 21 ,n)te Sa^roe SKofe befohlen 
§atte'. — 8. 105, 3- 13 [treibe »im Heiligtum'. — 8. 119 in 15, 3 r. .infolge feines Stuffeä*. — 
8. Vß in 18, 21 I. «SRered^' u. oergl. bie testlrit. (Srl&ut 3u 1 ^ön. 11, 7; ebenfo 8. 125 in 20, 2. 4. 
5. — 8. 128, 3. 19 V. u. fete bie S^erSaa^I and ®nbe ber 3ei[e vor ,no4'. — 8. 153, 3. 1 l ^(^t* 
meinbe ber SÄraeliten*. — 8. 182, 8. 5 0. u. l ,ift eu4 hiermit'. — 8. 201 in 16, 6 u. 7 l. »erwählen 
wirb'; 3. 8 ». u. I. ,»or Saljroe' ftaii ^vox mix'. — 8. 210, 3. 16 0. u.: ©ic »ergaa^l 2 gehört eine 
SeiU tiefer vox Jo fott'. — 8. 269, 3- 10 1 .ju a:aanad5'. - 8. 264 fe^e na(| 9, 3 ,!• flatt .?^ — 
8. 266, 3. 12 I. .8tamme3gen.'. — 8. 281, 3- 10 l „non SebonaV — 8. 315 in 29, 11 fkeidje 
^^inouf. — 8. 323 in 5, 19 (. ,3a, benn fidjcr*. — 8. 326, 3- 6 ^ »banon* x>ox »übrig-. - 8. 345 
in 22, 11 I. ,be|Heg'; in «. 12 .©üttc-' für »©ütte*; in «. 26 *3lebad^en\ — 8. 346, 3. 3 fejje ba3 
erfle $äfdjen hinter »i^^ - 8. 357, 3- 5 ©. u. I. »@Hcn' ftatt »(Sben'. — 8. 362 ftette bie beiben 
erflen guBnoten um. — 8. 368, 3. 6 fefe bie ^fifd^en oor ,bie'. — 8. 387 in 22, 30 fireid^e bie ^&h 
(^en. — 8. 399, 3. 16 fel^It bie l^erdaal^I 22 nor ,80'. — 8. 405 in 12, 10 r. »fleate fle neben 'ben 
SRalfiein»'. — 8. 407 in 14, 6 l Jonbern ein ieber fott". — 8. 417 in 19, 28, 3. 4 l Jn beine 
Sippen'. — 8. 429 in 3, 7 flreic^e »ber* oor aSBunbarat. — 8. 433 ergänae in 7, 20 nac^ »gebungen 
ift^ *mli bem ftMg M «ffuHen'. - 8. 435 in 9, 6, 3. 3 U »inbem*. - 8. 442 in 16, 4 l «bie Ser- 
fprengten SWoob«'. — 8. 458 in 33, 2 I. ,8ei *unfer' Arm*. — 8. 463 flreidje ? am 9flanbe mhen 
fß. 25. — 8. 466, 3. 16 t. »unb xf^n\ — 8. 470, 3. 1 1 »SBer ift unter il^nen*. — 8. 478 in 51, 4 l 
»laufdjet auf mx^\ — 8. 484 in 58, 2 gehört bie «eräaaljr oor »Unb bo*'. — 8. 485 in 58, 13 l 
»ben ^eiligen [a:ag] SaNeS'- - ©• 491 in 64, 10 I. »ttnfer ^eiliger ic*. - 8. 492, 3- 1 ^- »^« «^^ 
meine« ^ett. »erge«'; 3. 16 l. »wirb er*. — 8. 494, 8- H I- »ö«f S'löffen unb Söagen unb auf w.' — 
8. 508 in 11, 16 ftreic^e bie §ä!(^en bei »eä aerfprittern^ — 8. 519 in 21, 2 r. »5Rebu!abreaar' unb 
oergl. bie erfle gfuBnole. - 8. 549, 3. 12 (. »ba« wir'. — 8. 560, erjle Kote, 8. 1 l „tifsar«. — 
8. 56^ fe^lt Z am »anb oon Aap. 52. — 8. 563, britte 9lote, 1. 1 Äön. 7, 15. — 8. 577, 3- 10 1 ,olä 
9in^oi au tc."; ibid. (. in 14, 8 <mad^en' unb füge in ben testfrit (Srläuterungen au b. Bt bei: (. »mit 
«arg. ic.'' in^riitt-^tonT (MT: „i^ witt i§n mit (gntfeten erfütten'). — 8. 581 in 17, 6 l Jx^ 
[wiebcr]'. — b\ 584 in'20, 7 l »bie oor euren «ugen jle^enben 8c^eufare'. — 8. 589, 3- 4 l „bamm 
loitt i^ eudj*. — 8. 592, 3. 12 U „meinem ®rimm'. — 8. 600 in 32, 1 1 »im a»ölften 3Ronat'. — 
8. 618, 3. 1 0. tt. I. »meinen »unb 'bracht'* unb füge in ben tejtfrit. Grläuterungen au b. 8t. bei: 
r. mit LXX u. entfprec^enb bcm Ie|ten ©ort beS «erfeä ^j'iDrjT ; MT: „unb fo meinen ». bradjen*. — 
8. 627 in 2, 20 I. »auS bem Sanbc" ftatt »oon ber @rbe'. "— 8. 629 in 4, 19 l <Dpferflätten\ — 
8. 634 in 10, 11 l. »3a!ob fott atfern muffen*. - 8. 640, 3- 2 C »SBic SBagen raffeln*. - 8. 652, 
Haulfd^, SUtel Xiftamfnt 11 



XVm 3uf(l|e uitb »eri^ttgungem 

9. 5 (. ^SBknn bir IBinaer'. — 6. M6, 3- 5 fel^It S. 14» na4 ,9e(agerung' : »Setfiärfo beiite 8pIU 
toerfe!'. — 6. 682r 9}ote, 3. 4 f. I. »(bem 4. ober gar 8. So^r^.)"- — @. 692 in 5, 10 l ,ui «i^rem' 
SRunbe' u. ffige in ben te;tlnt. (SrISui 8U b. St bei: l mit LXX etc. ita-^D^ flott ,in feinem 
9Runbe'. — @. 701 in 19, 13 l ,Son [ben] oerborgenen'. — 6. 71t S* ^ <>•' <S* (• «über mi4 
freun!'' — 8. 712 in 37, 7 fe^e jtomma nad^ .^^inaudffi^rt'. ~ 6. 715 in 40, 4 (. »tinb ffir^ten 
rt(^^ — 6. 724, aroeite 3lote l ^5, 1*. - S. 728, 3- 6 l. r8rlfi*e\ - 6. 733r ». 29 L *(gntbiete*. — 
@. 736, 9). 16 (. «aOein beine'. — S. 742, S. 46 (. ,nmä fte erarbeitet'. — @. 751 in 92, 8 a. (S. L 
iroertilgt n^erben'. — 6. 819 in 3, 6 a. ®. L «trete' ^att »treten'. — 6. 847, 9lote, 3. 3 o. u. l. »be- 
lehre bu mi*'. — 6. 861, 3- 5 L ^arfem' für .eggen". — 8. 866, 3- 10 I. „ber, bie mi*'. — 6. 884 
in 6, 1 L ,fiofi ben it.". — S. 890 in 2, 15 fe§(t m^ 8efel^Id§aber »arjo^". — 6. 891, 8. 30 L 
.offenbart n^orben'. — @. 907 in @dr. 1, 10 1 .1000 anbere Oer&te'. — 6. 918 in 10, 15 l .Se^adja" 
flatt .SJelj.'. — 6. 919, 3. 7 I. »Jlelita'. — 6. 923 in 4, 14 1. .ju un« oerfammeln'. — 6. 924 in 5, 9 
(. .in ber gur^t unfered ®/. ^ @. 930, 8. 30 L .beiner f^rop^eten^ — @. 931, 8. 22 r. .3abo!, 
Sobbua'. — 8. 934r 3- ^ f^^t na^ .8ingen' : .na4 ber 9[norbnung SMoibS, beS SRanned ©otted". — 
ibid. 8. 43 fe^It nai!i bem erften .ftc^/: »weil ®ott i^nen gro^e greube befeuert §atte'. — 8. 935, 
3. 15 0. u. l .benn biefe galten'. — 8. 936, 8. 27 1. .an unferem ©otte'. — 8. 969, oierte 92ote I. 
.2 ilön. ilap. 3'. 

B. 3n ben Seilagen. 

8. 1 ergänze oor 19, 12: «18, 21 L mit DlSljaufen D^S'; MT: .gänjridj (= gana fo)'. — 
8. 15 ju 4, 4: .SReribaal' ift bie urfprüngKcSe ^rm. — ibid. Ju 7, 11 (3. 2) I. .■»ritT^in'»'. — 8. 16 
ergänae vor 12, 26: »25: bie äberfe^ung folgt ber 2edart innbiQ^i (MT: .er fanbte [Sotf^aft] 
bur(| iRat^an w.'). 9Ba5rf($einli(^ liegt ftärfere a:ejtoerberbni3 oor.' — 8. 17 au 13, 39 r. .ni^' flatt 
.ni'»'; ibid. 3. 2 0. u. ergfinae oor 15: »16, 13 ftrci^e baä a»cite »inTjyb' M irrige SBicber^olung 
bei crften.' — 8. 18 au 18, 2 l ^xS^Xffy}' ftatt .DbTD-^r'; ibid. au 18, 22 l .nNitö' ; ibid. ergänae 
hinter ber Semerfung au 18, 26: »unb tux^mald ^YiK oor bem anleiten y*n'. — & 24, 3. 9 (. ftatt 
.«m 8dJlufTe' : „29*. — 8. 33 au 24, 3 I. .q«"^?'. — 8. 34, 3- 6 0. u. ergänae oor 7, 6: «2: l 
mit 2 Äön. 16, 5 Ap;' ; MT: «er (Sfleain?) oermoijte ntcbt'. — 8. 35, 3- 1 ergänae oor 8, 2: .20: 
fireic^e "iiiDK '^b?^^ (in ber Überfe^ung irrtümli^ auSgelaffen) M erüärenbe ©loffe''. — 8. 36 au 
80, 12 I. .©py' für .tt5p>*. — 8. 42, 3eremia 3-3 1. .2, 21'. — 8. 47, 3. 4 I. .49, 1 u. 3'. — 
8. 53, 3- 17 i. .23, 15'. — 8. 55, 3- 13 l. naii^ .4, 13' : „an ber 8pi|c oon ». 6'. — 8. 65, 3. 6 l 
.?f. 55, 22'. — 8. 71, 3- 18 I. .31, 7'. — 8. 77, 3- 2 0. u. ergänae oor 105, 6: .104, 35: oergL u. 
bie «em. au 111, 1'. — 8. 78, 3. 7 ergänae oor 106, 7: .105, 45 u. 106, 1 : oergr. bie »cm. au 111, 
1". — 8. 80 ergänae oor 140, 9: »8: oergL bie »em. au 50, 1'. 




eif agen 



SertHritifftie (ttiautttmtf^tn 
}u htn mit ' ' btitiüßtitn BttHtn. 



LXX be^eid^net bie griec^if d^e d6erfe|uitg ber fogenannten 70S)oImetf4er(Septuaginta); LXX Lac 
bte 9iecen{ton ber LXX bur^ Lucian, herausgegeben oon $. be Sagarbe (Pars L Gh>tt 1888); 
Sam. bie famaritanif c^e Siecenfton bed l^ebräif 4en ^entateud^d ; Targ. im $entttteu(( bie bem Onkelos 
Sugefd^riebene aratnäifc^e Überfe|ung; Syr. bie f^rifc^e 9ibe(überfetung, bie fogenannte f^ef^itta; 
MT enbli(^ ben l^ebräifc^en fogenannten maforet^if^en Xest beS 9ilUn %e^<menti. 

erfted »ttdj mo\u 

1, 26: lieg mit Syr. y-nKrj n^n-b^^i (MT: unb üBcr bie gonje ®rbc). — 3, 17.21: 
I. D'jNb (MT: abam). — 4, 8: ber Sufa^ nad^ Sam. (m»rT rrtsbi) LXX Syr. etc. — 
22: nac^ ber LA: -i^&$^ fürizSob; MT nad^ gemöJ^nlid^erSrKSrung: ben $antmerer (Sd^Srfer) 
oon allerlei ©djneibenbem an @rj unb ®ifen. — 6, 13 : nadj ber LA y"n»n-i9a (MT: fantt 
ber @rbe). — 10, 4: I. mit Sam. LXX (1 Chr. 1, 7) D*^5Ti (MT: ©obanim). — 5 : mie 
SB. 20 unb 31 geigt, pnb bie SQSorte nD.;j \a:a nb« im MT aufgefallen. — 11, 31 : L mit 
Sam. LXX Dnöt n:«:!''] (MT : unb fie jogen mi mit il^nen ; Syr. unb er jog mli mit i^nen). — 
12, 7 : 1. mit Sam. LXX nb ^»»•■'i. — 19, 12 : 1. tj^ann (MT : einßibom unb beine©8^ne). 
— 17:1. mit LXX •i'ittK'^i (MT : ba fprad^ er).— 21, 14: I. nadj ben LXX Dte nVtrnKl 
mm'i^'^hy (ber gang un^ebrftifd^e MT aUenfaOd : unb übergab eiS ber $agar, leg^ auf i^re 
©djulter, unb ba« Äinb zc). — 16 : l. mit LXX : *ija;)i iVip-n^ ibjrt »te*i (MT : unb 
pe erl^ob i^re Stimme unb meinte). — 22, 13 : I. mit Sam. etc. itjK (MT : einen SBibber 
hinten Rinter pdj]). — 23, 6: l «?»125 ib, ebenfo SB. 15: ■«?'tk ^b (MT am SdJ&t^ oon 
aS. 5 unb 14 nb }u il^m). — 29, 34 : l. mit Sam. LXX Syr. rt»^p^ (MT : nannte er il^). — 
31, 29 : I. mit Sam. LXX ^"»n« (MT : eure« SBater«). — 44 : wie bie gortfeftung le^rt, ip 
^ier etmaS auiSgefaDen, mal^d^nlid^ : unb moKen einen SRalpein aufrid^ten I — 46 : I. mit 
LXX ^üj5b«:](MT: banal^menfte).— 32,24:I.mit Sam.LXXSyr. 'TtiK-bs-r»(MT: ma« 
i^m gehörte). — 33, 18: 1. mit Sam. LXX D-ni5Dni (MT : mollten fte bie k). — 36, 2: 
I. nadj aS. 20 ff. "»^hn (MT : be« ©eoiter«). — 6 : im MT ift o^ne Sweifel am SdJUi^ l^^b 
aufgefallen. — 16: ba Jtora^ nad^ 93. 14 unb 18 ein@ol^n Ol^olibamaiS, fo fann er nur burc^ 
ein SSerfe^en in SS. 16 geraten fein. — 24 : 1. mit Sam. LXX Syr. n;« o^ne •]. — 26 : l. mit 
Sam. Syr. unb 1 Chr. 1, 41 iiD"»1 (MT: SMfan). — 37, 4: I. mit Sam. LXX v^^ (MT: 
als aKc feine ©ruber). — 38, 8 : I. mit Sam. K'jJän] (MT : unb er nannte). — 5:1. mit 
LXX »^iTi (ber MT fann nur bei Xnna^me eine« @prad^fel^lerd aOenfaOd uberfe^t merben: 
unb e« gefc^all). — 25 : l. mit LXX vi'^vh (MT : oon einem 3Kanne). — 29 unb 30 : L mit 
Sam. Syr. »'jT^nT (MT: nannte er il^n). — 41, 8: l. rnWbn. (oergl. Sam. T^^abn; MT: 
feinen STraum).'— 10: l mit Sam. LXX t3nh(MT: mi(|!). — 14: l nb^in (MT: unb er 

ilott|f<$, Xtted Xeflament. 1 



bcfdjor). — 48 : l. mit Sam. LXX : 5>:jiör| rrjri ^«N D-^a^sn (MT : con ftcbcn ^afycm, welche 
im Sanbe ifffptm toavm). — 56 : in bem ftnnlofen MT (alles, toa^ in i^nen toax) mu^ itgenb 
ein Subst. mit ber in bev überfe^ung angenommenen Sebeutung fteden. — 42, 13: ftreid^e 
baS irrtümlid^ in ben 2ejt geratene ^snsK^. — 33: I. mit LXX Targ. Y'n?;r*i3P.'Ti« (wie 
SB. 19 ; MT : ben junger euret t^imilien). — 44, 4 : ber (faum gn entbel^renbe) Su^al^ mit 
LXX Syr. etc. — 8:1. mit Sam. LXX nOÄn (MT: ^aben mir boc^ ®elb tc). — 16 : I. mit 
Sam. LXX D-'rftNrji (MT: ®ott l^at w.). — 31 : l. mit Sam. LXX Syr. etc. n?3n 7« -^S 
i3nK (MT: ba^ ber Ihxabe nic^t oorl^anben ift). — 46, 16: l. mit Sam. LXX pDSt. — 
22 : l mit Sam. LXX nnb; (MT : roefdje geboren würben). — 47, 2 : I. mit Sam. LXX 
W np>^. — 3:1. mit Sam. LXX tfy)^ in« (MT : ju feinen Srübem). — 16 : 1. mit Sam. 
LXX Dnb nac^ DDb. — 21 : L mit Sam. LXX D-^-isyb in» Traafn (MT: fo führte er e« 
über in bie ©täbte). — 49, 20: I. ^» unb gie^ ba« » jum ©dJUi^ oon 35. 19 = D^p.?^); 
ber MT mirb gemö^nlic^ erllärt : oon 3[ff er lommt ^etteS, melc^eS gugleid^ feine eigene ©peif e 
ift. — 25:1. mit Sam. LXX etc. '« b«"] (MT : unb bei bem Slttm. ; meift wirb bann n« 
= PN» „unb oon Seiten be« Mm," gefaxt).— 26: l. mit LXX n? ■»•n^ri (MT: bie ©eg= 
nungen meiner ®(tem [?] bis gur ^rad^t 2C.). — 28 : (. V)in ti*^» (MT : jeben mit bem, mad 
feinem ©egcn entfprac^ . .). — 50, 23: l. mit Sam. ■»»'»a (MT: auf ben 5lnien 3-'*)- 

3ttetteö »udj SRofe. 

1, 10 : 1. mit Sam. etc. ^3«*i15P. — 22 : S^fa^ nad^ LXX. — 2, 6 : bie HeingebrudRen 
äSorte (eig. ,,unb fie erblidfte i^n, ben Anaben") gel^ören entm. (bei E) an eine etmad fpätere 
©tette ober pnb über^. eine ftörenbe Oloffe. — 3, 19: l mit LXX «b-ON (MT: aud^ nidjt). 
— 8, 20 : I. mit Sam. LXX nnwni 'tz y^N-bsa. — 23 : f. mit LXX 'iTSfi} (MT : gebieten 
wirb). — 17, 9: nad^ ben Slccenten gehört „morgen" gum gmeiten ^alboer«. — 11: I. mit 
LXX in; (MT: feine $anb). — 16: l. ^ orb?. — 18, 16: l. mit LXX wai (MT: ein 
3led^t«§anbel, »eldjer an midj gelangt). — 20, 18: I. mit Sam. LXX ik")«i (MT: unb eg 
fa^ ba« SBoIiQ. — 21, 16: ber 3ufa^} nad^ LXX unb Targ. (bK'^te'i ^^a)^); oergl. Deut. 
24, 7. — 22, 4 : ®rgängungbe« MT na^ LXX unb Sam. (bs dni nriKianD nnn«X3 ob©*» Dbö 
v^"^ niv). — 14 : ber Ie|te @a| (beffen Slnbeutung burd^ fünfte aui Serfe^en unterblieben 
ifit) ift gang unfid^erer Deutung, ©emöl^nlic^ überfe^t man: „SEBar ed [baiS 2;ier] gemietet, fo 
lommt ed auf bad Stietgelb", b. ff. fo ift ber ©d^aben auf bad 3RietgeIb gu rechnen (ald teil- 
meife burd^ badfelbe aufgewogen). Slber erftlid^ ^ei^ 'i'^piQ fonft immer ber Xagelöl^ner unb 
bann ift e§ bod^ ungei^euerlid^, ben äBert beg Xiereö burd^ ben Stietprei^ (ber boc^ immer nur 
einen geringen Srud^teil bed SEBerted betrug !) aufgewogen gu beulen. 3la^ aOebem ift oiel« 
mel^r angune^men, ba^ biefer S^^<^i ^on bem ^aS bed Sntlel^neniS eineg Xiered gang abfielet 
unb nur bie (fidler oft oorlommenbe !) SBerwa^Iofung eineö älrbeit^tiere^ burd^ einen Söldner 
ind 9(uge fa^t. 3)ann bebeutet ber ©a| : „iß e$ aber ein SS^er (ber ben ©d^aben gu oer« 
antworten l^at) , fo lommt ed auf feinen So^n , b. ff. tmf^ oon il^m aboerbient werben. — 
29 : ber 3ufa| (tjPttnabn) nad^ LXX. — 23, 3 : I. bha für bni (MT : für einen «rmen 
foUft bu nid^t ^ßaritei ergreifen); oergl. Lev. 19, 5. — 25, 19: I. mit Sam. LXX n^^jp 
(MT: il^r foHt anfertigen). — 39: I. mit Sam. pki (oergl. 37, 24). — 27, 11 : 1. mit Sam. 
LXX unb 38, 11: n7j«:i rt«» (MT: ^unbert [ßUcn] Sänge). — 18: 1. mit Sam. rt%K3.— 
19: l. mit LXX btsn (Sam. b:D p« d^wi; MT: bqüglidj aller ®erate). — 28, 7: L mit 
Sam. LXX 'lafj'; 'p 'ttrb? unb oergL 39, 4. — 15: l. mit Sam. i'ncwrj. — 24: I. mit 
Sam. b:^ (MT: gegen bie Snben ^in). — 29, 9: offenbare ®Iof[e (nid^t in LXX), um bie 
3S. 5 übergangene Ümgürtung Sfaron« nadjgul^olen. — 22 : I. mit Sam. n^bfiin (ol^ne i). — 
42: I. mit Sam. LXX tjb (MT: eud^). — 30, 4: I. mit Sam. rt^i. - 32: 3ufa| nod^ 



LXX. — 34, 19.' l. "1??^.. — 35, 22: I. mit 8am. LXX i^-^aji (MT: tö lamcn). — 
32: L ttod^ 31, 4 aionb ol^nc i. — 38, 17: I. mit Sam. DSi-^ii (MT: bic SRägel bcr ©äulcn 
utib il^e 9linge ; leitete toerben febod^ nad^l^er nod^ (efonbetd ermähnt). — 39, 8 : I. mit 
Sam. Tb«?!. — 24: l. mit Sam. LXX 'ö Äöi •^3«. 

3)ritted »udi SRofe. 

1, 7: I. mit Sam. LXX D-'snsti (MT: a., be« «ßricftcr«), — 12: wie SB. 8 jcigt, gc* 
I^Sren bic SSäottc n^e n«i iü«Tn«n in bicjrocitc SSergJ^älftc l^inta an» (MT: unb er foD 
ed in feine Xeile }erlegen unb feinen Aopf unb fein ^ett [abtrennen?]). — 16: I. mit Sam. 
LXX inr^ba (MT nad^ üblid^er ©rflärung: mit feinem [be« «ropfe«] Unrot). — 3, 16: 1. 
mit Sam. LXX nad^ nrr'a n-'nb no(| mn-b. — 4, 17: ol^ne S^eifel ifi nad^ vax« wie 
SS. 6 )u lefen O'^n-i» njni 0*53. — 23 : bie Überfe^ung folgt ber (oHerbing« rool^I nur er* 
leid^temben) LA ber LXX s^n'isn ; bem MT (ober ed mürbe il^m lunb gegeben u. f. m.) ift 
lein Sinn abjugeminnen. — 28 : oergl. bie 9(nm. gu 93. 23. — 5, 2 : ol^ne 3n>^if^I ift loie 
SB. 3 yi*» «im ju lefen (MT: unb er unrein mirb ic). — 6, 8 : mie 1, 9 u. a. wirb mit 
Sam. LXX niT^D rr^^n n«fic gu lefen fein. — 14 : Statt be« rätfell^aften "i'^tn i|l oieHeid^t 
mit bem S^ter n^'^non J^ei^ufteKen : bu foQft fte gerbred^en gu einer Siffen « SRind^a. — 
8, 25: f. bie Slnm. gu Exod. 29, 22. — 31: l. mit Sam. LXX Targ. ^n-»?». — 9, 4: 

1. rrÄ'n? (MT: ift erfd^ienen). — 13, 5: l. (wegen SB. 55) la-^ya (MT: in feinen [be« 
5priefter«] Slugen). — 37 : l. ia^ya unb oergl. S3. 5, — 14, 31 : bie Ileingebrudften SOSorte 
merben oon ben LXX mit Sted^t old flörenbe ®loffe au^gelaffen. — 15, 31 : l. mit Sam. 
LXX DP^rttn-j. — 18, 9. 11 : l. mit LXX nnbi». — 23, 18 ff. : bie fleingebrutften SHJorte 
ftnb offenbar erfit nad^tröglid^ in ben urfprünglid^en Xe^t eingefd^oben, um bie ^eftopfer bed 
SBod^enfefted (nad^ Num. 28, 26 ff., nur ba^ bort gm ei t^arren] unb ein SQSibber geforbert 
merben) ooSßanbig aufgugö^len. Diefer @infd^ub nötigte bann SB. 20 gur Seifügung oon 
„nebfl gmei Sommern", bamit ber Sefer bad 98ebeopfer rid^tig, b. 1^. allein auf bie beibenSrote 
nebft ben beiben Sdmmem, begiel^e. — 25, 33 : l. mit Vulg. b«r oft. — 47 : l. mit Sam. 
LXX atsnm. 

Sierted »iid) Slofe. 

1, 22: rnpD (Sam. Dtr^mpD) ift mit LXX nadj SS. 20. 24. 26 ac. gu ftreid^en. — 

2, 7 : l. mit Sam. noTai, wie 85. 14. 22. 29. — 4, 6 : l. mit Sam. LXX etc. T'by w^t\ 

— 27 : l. mit LXX niTatisi (wie S3. 32). — 49 : wirb mit Sam. LXX baS gewSl^nlidJe 
mx ^««:3 gu lefen fein. — 5, 27 : L mit Sam. LXX ni'n'] (eigentlidj: fo wirb e^ gefd^el^en 
u. f. w.). — 8, 4: l. mit Sam. LXX Ji-'n^jB. — 16: l. mit Sam. niiDSj-bs. — 12, 6: fiatt 
be^ grommatifd^ unmöglid^en mr-f* DtDM'^ss ift ate urfprünglid^er Xe^t 0:3:3 «"«n; angenommen. 

— 8:1. mit Sam. LXX etc. HK^wa. — 13 : nad^ ber LA «rb«. — 13, 22 : l. mit Sam. 
iKa"»!. — 16, 1': nadj ber LA op/^n; MT: „ba nal^m Äora^" u. f. w. — 1*: nad^ ber LA 
piKn p Mibe p (MT: ,,unbDn, ber Sol^n ^eleti^d, bie Söl^ne Sflubend" ; oergl. jebod^ 
26, 8 unb Sam. LXX, bie am Sd^luffe ,,beg Sol^neö Stuben^'' ^aben). — 17, 3: nad^ ber 
LA ninn» (o^ne n») afö Subjdt gu ^rp^; fo Itala, Vulg. — 19: l. mit Sam. LXX ^b 
unb oergl. Ex. 29, 42. — 19, 12: l. mit Sam. LXX ^ntji. — 21 : l. mit Sam. LXX etc. 
DDb. — 20, 4 : l. mit LXX nKS^j (bie Slnrebe ergel^t bei JE nur an 3lof e ; bomad^ ift 
wol^l audj in SB. 5 ber Sing, gu lefen). — 21, 3: l. mit Sam. LXX nad^ irr^i nod^ inja^. — 
20: nad^ ber LA qp^«an mit Sam. LXX. — 21, 30: nad^ ber LAm (Sam.) für iti«. — 
33: l. mit LXX 'i-nK] n'«iÄ^'!^. — 22, 33: l. mit LXX etc. -^b^b (MT: „oieaeid^t"). — 
23, 10: nad^ ber LA naa^ ito -«ni; oergl. LXX unb gu nMi Deut. 33, 17 (MT: „unb 

1* 



4 Sierted Sud^ SRofe. Pnfted »ud^ SRofe. 8u4 Sofua. 

an 3al^I ba« »icrtcl 3«tacl«'0- — 20 : 1. mit Sam. LXX «rjnia« (MT : unb l^at er gefegnet, 
fo ...)• — 24, 8: MT „feine 5ßfeile''; wol^rfd^cinKd^ ift bojfür mit ©ittmann r^rft Jeine 
ajtänger" ju lefen. — 17: 1. mit Sam. unb Jer. 48, 45 npnp^i (MT: „unb gcrtrümmert*). 

— 26, 23 : l. mit Sam. LXX ybnnb. — 84 : 1. mit Sam. LXX DJT^^peb ; cbenfo S3. 41. — 
27, 4: l. mit Sam. LXX I3r) (MT : „gieB'O- — 31, 16 : nadj ber LA '» bb^üb (Dillmann) ; 
MT: Untreue ju übergeben (?). — 32, 17 nad^ ber LA d''«nn (»ergl. Ex. 18, 18 in ber* 
fetten DueBe); MT aUenfaH« „eilenb". — 38: nad^ ber LA dtf nao?i» (eigentlidj „ju 
(inbem in betreff beiS ^Ramend") mit Segug auf bie Ortfd^aft Saal ÜReon, beren jftame (Beim 
Sorlefen) fo abgeänbert merben foK , ba^ ber ®d^enname Saal oermieben mirb (ber MT 
mürbe fld^ oud^ auf 9{eBo mitbejiel^en ; bod^ fd^eint man @tabt unb 9erg 3lAo nie mit bem 
®ott 3lcho in Serbinbung gebrad^t }u l^aben.) S^i^^f^^ ftnb bie 9Borte eine alte Stanb- 
gloffe, bie erjl nadJträgUdJ in bena^ejrt fettfl eingebrungen iji. — 89 : 1. mit Sam. ^•^'n'T'i. — 
33, 7: I. mit Sam. '»attjy. — 8:1. mit Sam. etc. ■«b'o. — 34, 17: I. mit SS. 29 u. a. 
ibna«; (Piel), ebenfo SB. 18 bnsb. — 35, 6: bie gegebene Überfe|ung fudjt bem offenbar »er* 
berbten Xtjfie burd^ Streid^ung bed "^xatSi nad^ obpTarr einen befrid^igenben @inn ab^uge^^ 
«innen* — 18: l. mit Sam. LXX d«i. — 34: I. mit Sam. LXX etc. 9»%Jt3n. 

9&tifted »tid) SRofe. 

1, 33 : nad^ ber LA D^nät^b (MT : um eud^ feigen }U laffen). — 3, 13 : bie älccente bed 
MT forbem bie (grammatifd^ unmögliche) t^affung : (ben Sejirl 9[rgob) Dom gangen Safan, 
meU^ed Sanb ber SR. genannt mirb. — 4, 29 : l. mit Sam. x^i^ri^ — 7, 4: l. mit Sam. 
LXX 1^91. — 11, 24: nad^ ber LA Y-j::j^^ns'j. — 30: l. mit Sam. LXX '73 "jib» (MT: 
bei ben Drtdel^Xerebintl^en). — 13, 13: ib^b ifl entmeber irrtümlich m^ bem folgenben 
Serfe in S3. 13 geraten ober beruht (famt ber SSerdabtetlung) auf einem SRi^erfiönbnid ber 
Aonfteultion (xomn bu in einer beiner @täbte fagen l^örft). — 14, 14: (. mit Sam. LXX 
»ie Lev. 11, 14. — 16, 6: dtf ift [nadj 12, 5. 14, 23. 16, 2. 11 u. a.] gegen bie äccente 
)um DOi^ergel^enben ju giel^en. — 20, 8: 1. mit Sam. LXX o»;]. — 19: L mit LXX etc. 
dnijn. — 21, 9: mit ©nfe^ung oon ^b aiüi nad^ 19, 13 (oergl. aud^ 6, 18. 12, 25. 28). 

— 26, 11 : I. mit LXX anftatt nn« ^n-^abn : ^ri-^ai nn«. — 28, 22: I. mit Vulg. a'nh 
(MT: mit bem ©djmerte). — 30, 16: bie l^ier beigefügten, im Swfammenl^ang unentbel^r* 
ßd^en Sorte merben burd^ bie LXX afö ber urfprünglit^e @ingang oon 93. 16 enoiefen. — 
31, 7 : L mit Sam. etc. «"»ap. — 11 : nad^ ber LA ni«'nb (MT: um ju erfdjeinen ...).— 
21: L mit Sam. LXX na^ •»n^riTO no^ vnhfi^b. — 32, 13: I. mit Sam. LXX etc. 
^)nbr)»\ — 35: I. mit Sam. LXX etc. 'a drb/(MT: mein iji 91. unb SS.!). — 38: l. mit 
Sam. LXX Tn«:. — 43 : l. mit Sam. LXX ■r'ntt^K (MT aUenfaH«: fein Sanb, fein SSoIf). 

— 33, 2 : für nn«*] lafen bie alten' Überfe^ungen nh«-) (Sam. inNi), für tinp bie LXX 
^im (ftabed). Darauf ^in l^at man bann für nsrii» geraten ns'i^Ta (oon ÜReribatl^ Jtabed; 
oergl. Deut. 32, 51) ober n*in*i?» oon ben Steppen oon Ä. — 3:1. mit LXX '-»73? (MT : 
SSöQer). — 7 : nad^ ber Vermutung Stabes, bie an bem y^^i bed Sam. für rx^i einen 9(nl^alt 
l^at, t|l afö urfprünglid^e LA ib a-^^n tj-^n; oorau^gefeftt; MT allenfalls: „mit feinen ^änben 
l^at er [Suba] für e« [ba« SBoH] geftrittcn". — 12: T»b:j fel^lt bei Sam. LXX etc. — 
17:1. mit Sam. LXX etc. dn. — 21 : nad^ ber LA tint für «nrj (audj bie LXX brüdfen 
-n« m^). — 26: I. mit LXX etc. bN3 (MT mo^l: „leincr ift, mie (Sott, Sefd^urun"). 

eud^ 3oftta. 

1, 13: 1. mit LXX n^^n (MT mürbe ^ei^en: mirb eud^ . . . bringen). — 2, 4: nad^ 
ber LA d^&stni (MT: ,^unb oerftedCte il^n", nad^ Socin oieQeid^t eine @pur, bajs eine ber 



»udi Sofuo. 5 

beiben DueOfen [J unb E] nur von einem Jtunbfd^after betid^tete). — 3, 16: I. mit bem 
Äet^ib diKa (MT: von 3(. an . .). — 4, 8 : 1. wie 3, 17 pn in Serbinbung mit bcm a5or= 
^ergel^enben (MT ottenfott« „um 12 Steine ju bcfdjaffen"). — 6, 18 : l. mit LXX in^nn-^B. 

— 7,17: I.mit LXXVulg/-^ nnstito, fobonn mit Syr.Vulg. etc. D-^nab (MT: SKann fttr 
SKann). — 9, 4: l. mit LXX etc. unb 33. 12 ^';;üa?'!i. — 10, 21 : nad^ ber LA ti-*« für 
^»b. — 28: „m il^r'', na(§ ber LA rrn'i«, »ie am ©djiuffe oon V. 87. — 13, 4: „im 
©üben" ip mit LXX Vulg. etc, ju SB. 8 ju gicl^en. — 4 f . : bie Ileingebrucften SEBorte ftnb 
ol^ne 3n>eifel erfi nad^trägltd^ eingefd^oben ; oergl. ben Kommentar oon 3)illmann }u b. @t. 

— 14 : MT bie geueropfer Sal^weS u. f. vor, bod^ jeigt ba« nat^folgenbc ni?i, fomic 9?. 33 
unb bie LXX, ba| -^id» (gegen Deut. 10, 9. 18, 2) crft nad^troglit^ beigefügt ift. — 14, 2 : I. 
nad^ Num. 26, 55 u. a. b'n*i:»2j; MT oaenfattö „burdj ba« So« il^re« erbbefi^e«". — 15, 25 : 
Ä. $. mit LXX etc. al« ein käme (MT: unb Ä. ; $., ba« ift ^ajor). — SS. 26—28 fmb 
bie Ileingebrudten 3tamen erft nad^träglid^ aud Neh. 11, 26 ff. eingef droben, ba^er in ber 
©efarntjal^I SB. 32 nidjt berüdtftdjtigi — 28: I. mit LXX unb Neh. 11, 27: rj'CI-^?''- — 
32 : 1. mit LXX unb Neh. 11, 29 i'n'ö'n v? (MT: unb äin unb 3limmon); ol^nebieg würbe 
bie ©efom^o^I 30, nid^t 29 betragen. — 36 : Witf). fel^It in LXX ; mit bemfelben betrüge 
bie 3a^I ber ©täbte 83. 33—86 nid^t 14, fonbem 15. — 47 : o^ne Sroeifel lautete ber ur« 
fprflnglid^c SJejt: biaan biaia b-nan D-^m (bie Spur beg erjien biaa l^at pdj erhalten in bem 
Äet^ib biaan) ; nergl. oben SB. 12 unb Num. 84, 6 al. — 16, 1 : I. mit LXX (wie 15, 1 u. 
17, 1) 'an "^irn (MT: unb e« lam l^erau« [au8 ber Urne] ba3 So« u. f. m. — 9: nad^ ber 
LA n'ib*^!adn (afö Part. Niphal; ba« burc^ ben Xejct nal^e gelegte Part. Hophal ift fonfl 
nid^t JU belegen). — 17, 11 : bie nota accusativi (*nKn) ift notgebrungen unberüdfid^tigt ge= 
blieben; biefelbe beweift, ba| bie ganje 9lamenreil^e (oon ^et^^@ean an) aud einem 3ufammen^ 
l^ange flammt, in weld^em fle von einem tranfitioen 93erbum abl^ängig war, unb jwor nac^ 
älid^t. 1, 27 nonuj'^'nm [»"b]; nur ba}u pa|t aud^ bie viermalige @rwöl^nung ber ,,9ewol^ner'' 
ber betreffenben ©täbte. — 14 : entweber ift n? oor ^« ju ftreidjen ober 'ntifirbT ju lefen. 

— 19, 7: wie 15, 32 finb bie beiben SRamen bed MT (Slin unb Stimmon) ju einem gu 
oerbinben. 3)agegen ifl nad^ SRimmon ein 9lame aufgefallen unb jwar nad^ LXX Xald^a, 
nad^ 1 Chr. 4, 32 S^^odjen. — 18:1. mit Dillmann ^«ni Mj'i^a'n. — 14 : nad^ ber LA 
YiMp. — 30: IS? für nij? nod^ ben LXX unb Rieht. 1, 81. — 2L 16: l. mit ber $a= 
raHeifieffe 1 Chr. 6, 44 iti:j (L3LX ^aa) anftatt ^t unb oergl. Jos. 15, 42. 19, 7. — 
25 : ©tatt bed unmöglid^en ®at^ 9limmon, bad nad^ S3. 24 unb 19, 45 ju 3)an gel^ört, l. 
d:jb:j'» (17, 11 afö manaffitifd^ erwähnt); audj D:jba 1 Chr. 6,55 ift offenbar erfi au« Dyba-^ 
ner!ür}t ober oerftümmelt. — Die Sßerfe 36 unb 37 fmb in mel^reren Slu^aben auf bie 9(u^ 
torität S)aoib Jtimd^id l^in atö uned^t weggelaffen. 3)a^ fte febod^ urfprünglid^ (unb nid^t erfl 
mi 1 Chr. 6, 63 f. nad^etragen ftnb) , leieren bie SBer« 40 unb 41 angegebenen ©efamt^ 
jal^Ien. 5Die Sßerfe lauten nad^ ber editio Mantuana nathn vhjyo n-^y-n« iai«*i nüTs^^ 
n^B^^tt-TÄi ri«*na»-n5^n nitinp-n» : nu5na»-nKT nst?T» -n» rrü'iaw-nKi ^an^a ista-n« 

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: ya*!» d'^ny n^'jan-n«']. Sut^er l^at bie SBerfe nadj einem etwa« lürjeren S^ejrt. — 22, 7 f . : 
bie Überfe|ung folgt l^ier ben LXX ; bie SBorlage berf elben entl^ielt nod^ nid^t Dai in SB. 7^, 
fowie bie brei erpen SBorte oon SB. 8, la« anftatt iai« ba« Perf. (^ati) unb in 8* ftatt ipbn 
wo^l ipbtT«n. S)ic Umänberung biefe« Xeite« in ben je^igen MT („unb aud^, al3 Sofua fie 
entließ . . . ^ f prad^ er alfo gu il^nen : 3Rxi oielen ®d^ö|en f e^rt nad^ $auf e jurfid! u. f. w. ; 
teilet bie ^tntt u. f. w.) will befferen 9[nfd^lu| an S3. 9 ^erftellen, wo bie ^eimfel^r ber öfl^ 
lid^en Stämme fogleid^ nodj einmal berichtet wirb. — 21:1. mit LXX -b» (MT : mit ben 
Q.). — 26 : Sluf 'b »s-rjt53^^: mu| im urfprünglid^en (wol^l gu E gel^örenben) 2;ejt irgenb 
etwad anbered gejfolgt fein, beffen älnfertigung ober Slufrid^tung bei ben weftlid^en ©t&mmen 
anfto^ erregt l^atte; ber Slebaltor l^at biefed Objelt audgelaffen, um im 9[nfd^lu| an P ben 



6 9u4 Sofua. 9u4 ber Stiftet. 

3n)tefpalt auf bie @t(auung eintö ädtord jutüä^ufül^ren. — 80: l "^dmi (ol^ne i). — 34: ber 
9lante bed Sltard (refp. bed int 2^e£t oon E genannten anbenoeitigen Dbjeltd, f. o. ju 93. 26) 
fel^It im je^igen Xe^t (nad^ Dillmann lautete er nieUeid^t i:f b| unb bie Srj&l^lung (ilbete 
bann eine parallele ju Gen. 31, 47 f.). — 24, 5 : nad^ ber m^ Ex. 3, 20 erfd^Ioffenen LA 
n^K n'ifi^biDS:^ , t)on ber ftd^ aud^ in einer LA ber LXX (iv arjfieloig olg inoitjoa h 
avzdig) eine Spur erl^alten ju l^aBen fd^eint; ber MT {„xxAz id^ feiner ÜRitte getl^an I^a6e") 
gicbt leinen ©inn. — 12: „gwölf nadj ben LXX; ber MT benit offenbar wieber üxi bie 
(bereite in 93. 8 abgeti^anen) beiben Aönige @i^on unb Og, nnil^renb ed fid^ ^ier vm bie Aönige 
begaOBeftiorbanlanbe« l^anbelt. — 32: l. mit LXX 'nb tjOrb t7:n«ii; MT: unb fie (bie ©tobt 
unb baiS ^elbftüdt?) mürben ben ©öl^nen gofepl^d ald @rbbeft| ju teil. 

»uifl ^tt 9Ud)ter« 

1,10: Sufaft mit LXX unb Jos. 15, 14 (»ergl. aud^ Num. 13, 22). — 14:1. mitLXX 
unb Jos. 15, 18 nnfe (o^ne »rtileO. — 14: l. mit LXX nn-^p-;] (MT: ba rcijte fie il^n 
an). — 16: I. mit LXX '^T'SXl) "^a^ox ift ma^rfdjcinlid^ ber 3toxM, unb gmar nadj 4, 11 
!3nh, audgefaDen; ebenba l. mit Doomind^ nad^ LXX nn^^ n'i'iu^ unb am @d^lu| mit^oDen» 
berg pb»?-n«. — 21 : l. mit bem 5ßaralleltejt 3of. 15, 63 beibemale ninn*» -»^ai ftatt 
'\iy^yn, n; [e|tere LA ift xotUji. erft im ^xvAXxi auf 3of. 18, 28 entffcanben. — 22 unb 23: 
I. mit LXX t]Or -^pa (MT : ba3 ^au3 3-)- — ^^ • ^^^ ®P«*^ ^^ urfprünglid^en LA (mn» 
ober ""TaiM^) , bie burd^ ben S^i^att be§ SSerfed geforbert mirb, l^at fid^ o^ne S^^eifel in bem 
Idovfiaiog (nad^ 'fov AfioQqaiov) im Cod. Alex., fomie im Suciante^t ber LXX er« 
l^alten. — 2, 1 : ber Xe^ ift offenbar ftart oerftümmelt, inbem bie urfprüngltd^e ^ortfe^ung 
ju 93. 1' burd^ ben ®infa$ eine« fpäterenSRcbaltor« (1*"— 5') uerbrongt rourbe. Die LXX l^aben 
nad^ nqog tov 7iXav&fi(ava (meldte SBorte mo^l erft fpäter eingefe^t ftnb, um ba« D'^DirrbK 
be« MT(„)u benSBeinenben'' ober nad^ 93.5: „nad^ SSod^im") mieberjugeben), nod^ xai sni 
Bav&rjX xat eTtv tov oixov laQarjX, unb bie§ lann nid^t erfunben fein. — 3 : ©tatt be« 
finnlofen D-'na:b (ju ©eiten) be« MT ift nad^ Num. 33, 55 rool^l DD^n^a DD'^DXb gu lefen. — 
15: I. mit LXX 'iäjt (MT: fo gerieten fie in gro^e 5Rot). — 22: I. mit LXX na (ober 
norl^er '■» -^D-m). — 3, 2 : MT (nid^t LXX) „um ber ©rienntni« ber ®ef djled^ter ber 3. miflen." 
— 13: I. mit LXX 16^12 (MT: unb fie bcfe^ten). — 28: l. mit LXX in^ (MT „jaget 
mir nad^'')- -^ ^^ - 3^!^$ ^<^^ LXX ; für bie Urfprttnglid^Ieit be^fetben bürgt bie ^ortfe^ung 
in 93. 31. — 5, 8: ber lüi'prünglid^e S^ejt lautete oietteid^t: D'^'ito dnb D-^nb« •nna*» tn „ba= 
mate erwählte ®ott für fie (dnb für onb) Obere (O'^'ite für d-'nj^iö).— 12 : 1. nadj 3ef. 14, 2 
al. '^{'»ate' (MT: fül^re gefangen beine ®efangenen). — 13: jiatt beg rätfell^aften n^n'] wirb in 
13' li:. i« 13** n^; JU lefen fein. — 15: I. mit LXX d-^^te (MT: meine gürjten), bann 
^Dfe-^iD^ — 30 : 1. mit Ewald ba® . — 6, 25 : bie Überfe^ung folgt bem mit $ilfe oon 93. 27 
l^ergeftettten a;ej:t 'ti 3^3« icn T^naya '« 'y np. ©er SW. 3;. lautet : nimm ba« junge SRinb, 
ba« beinem 93ater gehört, unb ben gmeiten ^^arren, fieben 3<^te u. f. m. ; ba^ l^ier "^siDn erft 
nac^träglid^ eingefd^oben fein !ann, lel^rt bie ®rammatil. @benfo ift aber ''T^t: aud^ 93. 26 u. 
28 ate nac^träglid^e 3utl^at gu ftreid^en. — 34 : nad^ ber LA p$rn (MT : unb 9(. mürbe auf« 
gerufen il^m nad^). — 7, 5 f . : wie ber gufammenl^ang ergiebt, gel^ören bie 9Borte drr^e-bK dn-^a, 
bie fid^ je^t hinter ö"»ppb7an in 93. 6 oerirrt l^abcn, an ben ©d^lu^ oon 93. 5. — 
18 : l. na^ 93. 20 mn-'b afnn etc. — 22: l. mit einigen ^anbfdjriften sinn'na^ unb oergl. 
2 gj^ron. 4, 17. — 8, 16: j. mit LXX nad^ 93. 7 »n;] (MT aaenfatt«: unb er lie^ e« 
füllen mit i^nen ic). — 32 : 1. nad^ 6, 24 nlD^a. — 9, 26. 28. 30 f. 35 : l. mit LXX 
bs'r (ober [Hollenberg] n») ; MT : ber ©ol^n eine« ©Ilaoen. — 28 : nad^ bem gangen 
3ufammenl^ang ber @rgäl^Iung, fomie nad^ Slnalogie oon 1 Sam. 25, 10 xm^ ber urfprüng« 



8ud^ ber fix^ttt. 7 

ßc^ aiegt gelautet ffahm : 'ai dstf «bü lonaya "»d '•» p "»»i 'k ■'tt ; boBei wirb mit LXX für 
ba« 6Io^e DD» ju lefcn fein D3« p. 2icfl man bann für inay am Slnfang t)on 28^ '''i??^^ 
fo n>irb aQed Hör: mag benn @e(ul, menn er nid^t anber^ n)iD, famt ben Seuten ^emor^, b. i. 
bem f onaonitifd^en Xeile ber @td^emiten^ bem 9(6imeled^ untert^an fein, m i r (S^raeliten) 
motten ed nid^t ! — 29:1. mit LXX ^Ta&ti (MT : unb er liej Ä. fagen . .)■ — 44 : ber 3u* 
fammenl^ang forbert «Ssiirj ftatt be« Plural. — 10, 1 (5Rote): fo nadj ber LA oon ca. 
10 ^anbfd^ften ber LXX ; oergl. baju ^ottenBerg in ©tabe« 3eitfdjrift 1881, @. 104 f. — 
10: l. mit LXX -^3 für ^::>\ — 12 : 1. mit LXX i;^ö. — 12, 4: bie iteingebrudften SSSorte 
fönnen, ba fie eine ganj anbere SSeranlaffung ivmi Angriffe 2i^^t^<t$ nennen, unmöglid^ bie 
urf)nrünglid^e ^ortfe|ung ^u 4* gebilbet l^aben. S)ie erften fünf SBorte ftanben oieHeid^t ur« 
fprünglid^ l^inter 6' (al3 «ebe ber ©ileabiter !). »urd^ ben 3ufa^ „®ileab liegt k." fmb fte 
SS. 4 in eine Sd^mä^ung gegen bie (SUeabiter (ate aud (Spl^raim befertierte) umgefe|t. — 
14, 11 : I. mit LXX Cod. AI. etc. Dnfij^nia (MT: ate fte i^n erBIidften). — 15 : I. mit LXX 
■»y'^rj'nn (MT: can ftebenten Xage). — 18: I. nadj Anleitung oon 15, 1 Ji*i^nn; am MT 
(nad^ üblid^er 2)eutung ^nod^ el^e bie @onne unterging") fäSt nid^t nur bie 3Bal^l be^ rein 
poetifd^en SBorted 0*111 füribn«5., fonbem gang (efonberd aud^ bie Socatioform auf. — 15, 16: 
l. mit LXX D'^n*n73n iinn unb oergl. Scbleußner, novus thes, unter i^aXelqxo (MT 
nad^ ü6(id^, aber nid^t }u begrünbenber 3>eutung : ^^einen Raufen, gmei ^fen")- — 16, 2 : 
ergange mit LXX }u änfang be« SSerfe« nr 3. — 14' : l. mit LXX V. 14 nad^ nir^a ypnm 
(im engen 9(nfc^bi^ an S. 18) :M« n« nb-^bn npni nauj-^a •»rr^i Dn«n nnw •'n'»'im ■^n'^bm 
'y\ ■Tn-»a ypnm rofn:i an«m n«Ki niBbn» ; bie offenbare SBerftümmeUing be3 l^ebräifd^en 
3:e£te« erHftrt fid^ ^ödjft einfad^ barau«, ba| ein Slbfd^reiber oom erften nn-'a ypnm auf ba« 
jmeite abirrte. SBenn übrigen« bie LXX '■'a ypnm (eigentlidj „unb fd^Iägft auf ben SRagel, 
b. ff. fd^lägfl ben 9lagel ein") miebergeben mit „unb mit bem 9lagel in bie 993 an b fd^Iägft'', 
fo ift ,,in bie 98anb" mol^l nur }ur Serbeutlid^ung beigefügt, bürfte aber fad^Ud^ ba« Slid^tige 
treffen. — 14**: I. mit LXX a^i^rj nn\ — 19': nad^ ber burd^ ben 3«fttwwen^ang ge« 
forberten LA nbrn. — 19**: L mit LXX Cod. AI. rh^yb bnn (MT: unb fie fing an, il^n 
8u fd^ä($en). — 17, 1 : ber ^ebräift^ Xejt l^at l^ier unb SB. 4 bie gorm ^nj^-»», überatt 
fonjft (38. 5 ff. 18, 2 ac.) n:^'»». — 2: bie SBorte ^b laa-^UDK nnyi ftnb im l^ebräifdjen lest 
an ben @d^Iu| oon 93. 3 geraten unb l^aben bann am ätnfang oon 93. 4 bie SBieber^oIung be« 
©a|e« „ba gab er feiner SRutter ba« ®elb jurüi" nad^ fidj gcjogen. — 4 : f. 0. ju 93. 2 ; in 
betreff ber gorm 5KidJa ju 93. 1. — 10 : ber l^ebräifd^e lejrt ^at am ©d^Iuft be« 93erfe« nod^: 
„ba ging berSeoit'', mol^I oerfdjrieben für ba« gleidj folgenbe •»ibn b«T»i unb bann irrtümlid^ 
ftel^en geblieben. — 18, 7 : l nad^ 93. 10 'üi "n^Tba »rionTa t»ki (oielleid^t aud^ y-n^a n©«, 
mie 93. 10); MT l^öd^flen«: unb e« gab niemanben, ber etma« fd^mä^te im Sanbe. — 8 f.: 
nadj ber LA ber LXX ürj-«r!»b (ober '«-b«) ; fobann rool^I D-^tin» an« n^. S)ie LA be« 
MT mad^te bann bie ffiieberl^olung be« Tn»««»] an ber ©pi$e oon 93. 9 notig. — 16: bie 
Sßorte X} ''ssi'n {leiten im ^ebräifd^en am @nbe be« 93erfe« unb oerraten ftd^ hcbwc^ mo^l al« 
eine fpäte unb jebenfatt« unnötige 3ttt5<«t. — 17 : bie gegebene Überfe^ung folgt ben LXX, 
nur ba| bei biefen bie SSBorte „unb ber ^riefter jianb'' (ol^ne ben 3^^$ »^^^ *>«*" 3:^ore") 
erfl in 93. 18 nad^ „unb fie brangen bort ein in ba« ^au« ÜJlid^a«" eingefügt ftnb. Z)abei ift 
übrigen« fraglid^, ob ber groeimalige Serid^t über bie @ntmenbung ber 93ilber auf Mo^em 
@d^eiberoerfe^en berul^t ober ob l^ier (unb bann gleid^faQ« au« 93erfe^en) bie $aralle(berid^te 
beibe oom Stebcdtor beibehalten morben ftnb. S)urd^ bie 93erfud^e, einen befferen Sinllang l^er« 
jufteKen, fam ber aiejt nod^ weiter in 9Sem)irrung. — 18:1. mit LXX nie«rTTi»'] boernn« 
wie 93. 1 7 al. — 20 : Seifügung (HrDDÄyrn»")) nac^ LXX. — 30 : l. mit Übergebung be« 
erp nadjträglid^ eingefügten („f^webenben") 9hin ri^». — 19,2: bie LA rby nstm fd^eint 
ben gried^ifd^en tlberfe^em unbelannt ju fein ; bie LXX brüden au^ „fie ging fort oon i^m'' 



8 Su4 ber Süc^ter. ^ad erfie 8uc^ Samuel. 

ober (Luc. unb Cod. Alex.) „fit tourbe }omig auf \f)n". Se^tered bfirfte bem utfpTiingltd^en 
2;est entfpred^en^ bod^ ift bie @nnitte(ung be^felBen nod^ nid^t gelungen. — 3:1. mit LXX 
Luc. unb Cod. Alex, »bji (MT: unb jte Brod^tc i^n ^incin Jc). — 4: ber Swfö| nnfif^n"»-) 
(ber fu| int MT an bie @pi|e non SB. 3^ nerirrt f)at unb bort notgebrungen in 'am unigefe|t 
n)urbe) nad^ LXX Luc. unb Cod. Alex. ; bei biefen fel^lt bafür aSerbingd nn ptn'^n, bod^ ifl 
oud^ biefed ftd^er urfprünglid^, wie bad xorea^ev in LXX Vat. etc. (eweifl. — 9 : bie in 
'ai nisn n^n norliegenbe parallele }unt oorl^ge^enben @a$ fel^lt bei ben LXX ; bod^ tonnte 
{te immerhin einem ^oroSelberid^t entflammen^ oon bem aud^ 93. 13, oergl. mit SS. 12, eine 
jid^ere ©pur vorliegt. — 18; I. mit LXX ••n'^a-b«']; bie LA be8 MT Uefte fidj lüftend fo 
erflären, ba^ ber Set)it burd^ bad SSorgeben, er fei untermegd noc^ bem Heiligtum, ben 3Uten 
geminnen miS ; ma^rf d^einli(| ift fte jebod^ fo entftanben, ba^ man bad 3ob l^inter n*>3 atö 
älblürjung für mn*» la«. — 20, 9: bie LXX fd^nen t)or rr^by nod^ nbs3 gelefcn ju l^aben. 
^Sknn bie$ urfprünglid^, fo lonnte ber Sinn gleid^foSd fein : la^t und gegen fie anrüden mit 
[bereitgel^altenem] Sofe; oieQeid^t ober oud^ ,,auf ®runb bed [juoor befragten] SofeiS''. — 
10: bad in ber Überfe^ung ou^elaffene DKhab tonnte aSenfaSd l^eijsen ,,)ur 3^t, mo fie (bie 
nad^ @peife audgefd^icften) lommen''; einen befferen @inn gemänne man burd^ Umbrel^ung ber 
SBBorte (pwyh üNinb, bamit fte l^ingel^en, um w.). 6ine LA ber LXX brüdft dKiab aa^. 
12: I. mit LXX üaü-baa. — 33: l mit LXX Luc. unb Cod. Alex. :?a>b a-na^"»» (MT 
p(|{tend : non ber SlS^e [bem boumlof en ^a^e] non ®eba l^er. — 38 : bad rStfel^afte a'in 
ift ol^ne 3®^f^t 1^^ @d^eibfel^Ier für a'nMn unb nad^ Seifügung ber rid^tigen gform irttüm« 
lid^ {teilen geblieben. — 48 : bad audbrüdHid^ überlieferte DhT^ 'n'^y lönntz nur bebeuten „aa^ 
ber (ober ,,einer") Stabt ber Unoerfel^rtl^eit", mad teinen Sinn giebt. 2)ie LA D*^n» beffert 
nic^tö ; ber Xe^t ift offenbar ftarl oerftümmelt. 9tad^ älnalogie oon Ex. 9, 25 al. ermattet 
man nTan:}-^?-) ü^^-q „fomol^I aWenfd^en, atö Sie^'. — 21, 11 : ber Don LXX Cod. Vat. 
gebotene 3uf <4 ift im 3uf<nnmenl^ang bed Serid^td unentbel^rlid^. 

Sad trfte fOuäi ^arnml*) 

1, 1 : nad^ ber (auc^ non LXX nal^egelegten) LA ''s<)X; ber MT (oon % ber 3^>^iter) 
ift grammatifc^ unmöglid^. — 5:1. mit LXX ^^^ dcm (MT na(| üblid^er, aber unbemeid^ 
barer 3)eutung: ein Stüd „für jmei Sßerfonen". — 7:1. mit Syr. nwn unb mit LXX 
üTptf^. — 9:1. mit LXX mrr^ \3Bb aat^nni Dba» "»"in«. — 15 : l. mit LXX d't» n»]? 
(MT : ein l^artnäcfigeg). — 23 : nadj ber LA ';j*na'n mit LXX. — 24 : L mitLXX tz5biö7a -nD^! 
3>ie Sd^Iu^morte bed SBerfed im MT „unb ber jtnabe mar jung" fönnen nur auii Elementen 
be« urfprünglidjen Ztjciz^ (JiTas; nyani) t)erftümmelt fein, bie je^t in SB. 25 fel^Ien. — 25 : I. 
mit Wellh. nadb LXX rrTjy -nyam ^by-b« ^J^arr D« «am. — 28 : l. mit LXX '^n für n-»n 
unb am Scfilufi mn*» -»isb o« irrnsm. — 2, 1 : L mit LXX •»n'bNa. — 3: nacb ber LA 
ber LXX nibby lain bNi (MT : unb t)on il^m werben Silicaten geioogen). — 11 : 1. mit LXX 
in unmittelbarem Snfd^Iu^ an bie legten SBorte non 1, 28 einfach '?[bni (MT ,,unb @Qana 
ging nadj feinem ^aufe nadj Stama")- — 13: l. mitLXX etc. ttjrj n«» inan öBtq»^ (MT 
attenf att« : unb bie Seife ber 5ßriefter mit bem Solle). — 14:1. mit LXX etc. ib (MT : .mit 
il^" [ber ©abel]). — 20 : l. mit LXX xhy&\ (MT: möge er fc|en), fobann mit Wellh. bKti 
für bK;^ (t)ergl. 1, 28) unb "^r^^ für nabni. — 21 : I. mit LXX etc. npD=]i (MT fönnte 
nur l^ei^en : benn %. I^atte ft(| ^amtad angenommen) unb fobann "iys ibrn (ol^ne "nnini bed 



*) 3n ben (Smenbotionen ju bem oielfac^ grünblid^ oerberbten ^e^t ber 165. Samuels bestellen 
fid^ bie 92amen SBett^aufen (ober äBeS^.) auf beffen ^.^e^t ber Sfld^er 6amuelid'' (®ött. 1871); 
5((oftermann auf beffen i,9üdS|er @amue(ig unb ber Könige" (9tbrMtngen 1887); Driver auf beffen 
«notes on the hebrew text of the books of Samuel. Oxford 1890'. 



S)ad et^ Sud^ Samuel. 9 

TM). — 28 : fhctd^e mit LXX d^'y^ dS'^'na'T-n« „baS fd^Ktnmc ©ctüdjt wn cud^" unb Hcö 
am ©djlu^ rrin: öybs (nb» nad^ Wellh. aud d'^nbi* oerbcrbt, roeld^cg an ©tcHe oon 
mn-» getreten war). — 25 : 1. mit WeUh. ÄbD^i (MT aCenfatt« : fo entf (Reibet für ijjn). — 
27: L mit LXX Hb:;; o^ne n (MT tonnte nur ^ei^en: „f)oi^ id^ mi(§ n>irflid^ fieoffen« 
bort?"); nad^ d'^nstnn l. mit LXX D-»n:j5; (MT aDenfaSd: old fte in ^gppten }um $aufe 
bed $^arao gei^örten). — 29 : ,,9or mir barbringt'' nad^ ber LA ber LXX ^^job für bad un« 
erllSrli«^ '^wb. — 82 : für :i'^tpi, bad bod^ nur oon @ott gefagt fein !dnnte, mirb i'^p'^t^. gu 
lefen fein ; freUid^ ifl ber gange Xe^t oon 93. 82 f. in einer SSerfaffung, ba| jebe Überfe|ung 
nur ein 9lotbel^e(f ^eijsen lann. — 83 : l. mit LXX i'^d*»:^ unb 'ivip^, fomie am ®d^Iu| nnn:) 
d-'ti}« (MT aDenfaBö : fotten ald 5IRdnner fterBen). — 3, 4 : l. mit LXX für -b« : b«V3)ij 
(MT :' rief 3. Samuel ju). — 6 : 3ufa| nad^ ben LXX. — 13:1. rnann (MT : unb id^ mitt 
il^m {unb t^un); in 18^ ftreid^e y):?^:i, meld^eS nur l^ei^en f tonte „um ber SBerfd^uIbung miUen^ 
bie er lannte'', unb lied mit LXX d^^rf^, für dnb (MT nad^ ber üMid^en S)eutung: ,,ba^ 
feine ©dl^ne fidj glud^ m^^^")* — 1^ • 3ufa| (*ip/aa östiüi) nad^ LXX. — 4, 2: „warb 
ungleid^'' nad^ ber oemuttlic^en LA ber LXX canj (eigentlich ,,er neigte fid^'' auf bie eine 
©eite) ; für «isüd l. mit LXX etc. asjn. — 4 ; I. mit LXX •»ptii o^e di^ ; MT : unb bort 
befanben fid^ bei ber Sabe u. f. m. (im ^inblidE auf 1, 3, mo im je^igen 3ufammen^ang ber 
©ol^ne (Süd bereite Snoä^nung get^an ift). — 7:1. mit LXX nod^ dn^bfijt nad^ t3-*^fb^. — 
8 : nad^ ber LA l^^a*» (Wellh.) ; MT : in ber ©teppe. — 13 : I. mit LXX ny^n n:b 
•sjnijn nexxj. — 18 : nad^ ber LA (Wellh.) ist^^ T^ ; möglidj märe aud^ old urfprünglic^ 
LA '«5n n?a „burdj ba« %S^ox". — 5^ 8: ergänje mit LXX nad^ mnTa» nocj: rr^a iNfajn 
i«^«;n yi^*^ unb lie« mitffleDI^. (nad^LXX) für n*'3Db entweber T^je^b? ober VBvh; ebenfo in 
93. 4. — 4: SßeQI^. oermutet, ba^ 'i^*; ,,fein ^tfd^'', b. 1^. ber in einen t^fd^leib audloufenbe 
untere Xeil beiS 2)agonbilbeiS, für y^^"^ gu (efen fei ; bod^ ift nid^t fieser enoiefen, ba^ 2)agon 
„di^^M" bebeutet. — 6, 4 : I. mit LXX dDb (MT : fic aCe). — 18 : I. mit LXX in^'jjjb 
(eigentlidj „i^ entgegen"); MT: [jie] gu fe^en. — 17: nod^ ber LA -^bty (wie 95. 4 al.)^ 
mofür '•nno, mie anbenoortd im Qere, old ein minber an{lo|igeg äSBort in ben %ejsi gefe|t gu 
fein fd^eint. — 18 : l. mit Wellh. u. a. ftatt bed finnlofen ,,unb bis gur großen Slbel'' 
'yn i5«n n?'; da» ftott ba« bieten aud^ bie LXX). — 19 : bie überfe^ung folgt ben LXX 
unb feit mit Wellh. aU l^ebräifc^e 93orIage ooraud: ^n;::^*; ^'sa ?]p3 Mbn, fomie dna (eigent- 
lich ,,unter i^en") für D9a. 2)er MT toxU bie ben ©d^nen 3*'^ miberfal^rene ©träfe auf 
aQe 99emol^ner oon Setl^femed audbel^nen ; ba^er bie SQSieberl^olung bed '^üi an ber ©pi^e beiS 
©a$ed unb bie offenbare @Ioffe „50000 ÜRann" neben „70 SRann". — 7, 2: nad^ ber oer« 
mutlic^en LA ber LXX 15«] (ober «i5d«i j Wellh, njtii); MT: unb fie mel^Hagten . . . I^inter 
Sa^me brein. 3)ied fönnte ^ei^en : „fie me^IIagten ber [^al^toed ®egenmart oerbürgenben] 
Sabe na^»" 3)ann müßten aber biefe Sorte urfprünglic^ oiel frül^er geflanben l^aben. — 
12: I. mit LXX n}»«;?! (MT: unb bem [?5etö*13al^n). — 8, 16: I. mit Wellh. nad^ LXX 
dD'^'ijpja (MT : eure Sünßliwfle). — 9, 1 : nad^ ber LA (Wellh.) '-^ri n^aan. — 4 : nad^ 
ber LA ii*i:^?;i ; ebenfo gegen 6nbe be« 9Serfe«. — 12: 1. mit Wellh. nad^ LXX nn? da-seb 
d*T«na. — 14: L mit LXX i?ffin "siina. — 16: I. mit LXX -^Ta? ■•?5-n«. — 21: nad^ 
ber LA laaui (ober ^X2^^, 3BdII^. S)rioer) ftatt bed unmoglid^en $lural. — 25 : L mit LXX 
bw«b na-n^i (MT: rebete er mit ©.). — 26: I. a3«»i3 (afö »bfd^Iuft oon 98. 25; MT: 
unb fte brad^ frül^ auf). — 27: 2)er l^ebräifd^e Xest fügt nod^ bei „ba ging er ooraud''. 
2)iefed *^^:?^12 tmterbrid^t in ftorenber Sßeife bie SRebe ©amuefö unb ift mit LXX gu fheic^en. 
— 10, 1 : Sufa^ nad^ LXX ; ber äbtdfaO im l^ebräifd^en Xe^t rü^rt ftd^tlid^ bal^er, ba| ein 
äbfdjreiber 00m erften ^t»tit) gleid^ auf ba« gmcite abirrte. — 5:1. nac^ 18, 3 unb LXX 
a-»at:; nad^ anberen bebeutet bied „993ad^tpoften" ober „99efel^föl^aber'\ — 18: nac^ ber LA 
(Wellh.) ^rn-^an; MT: auf bie [Dpfer^ißä^e. — 19: l mit LXX »fb (MT: „i^r fprad^t 



10 3)08 etfie Sud^ ^iatmtL 

)u i^nt" ober ,,in Squg auf ifyx" ; baiS folgenbe *^S) würbe bann nur }ur Sinfül^rung ber 
birdhen SRebe bienen). — 21 : 9Bie bie LXX jeigen, ift im l^ebräifd^en Xe^t nad^ '^itsnrr oud« 
gefallen: D'^'i^sb '^'^q^n nnBM5»-n« ai.T?!ji. — 22: l. mit LXX «{-»«rj unb ftreid^e nny 
(MT: ift nod^'iemonb l^icr^er gcfommen?). — 26: L mit LXX 'nn-^pa (MT attenfall«: 
e« geleitete i^n ba« $eer). — 27 : 1. am ©c^luffe bed SBerfe« mit LXXtfnhtJD •»ri'ji unb jie^e 
bief e SEBorte ium Slnf ang beS folgenben Aapiteld ; MT : unb er mar mie ein f d^meigenber. — 
11, 9: l. mit LXX ^tt««n. — 12, 8: 1. mit LXX -^a ^a? d-^b^jT ; MT allenfalls „unb ©er* 
l^üttte meine Slugen bamit". — 6 : ergänje nad^ ben LXX ^y Dor mri'^. — 7 : ergänje mit 
S)rit)er nadj ben LXX Dor n« nodj ösb nn-a»']. — 8 : crgänge mit S)rit)er nad^ ben LXX 
D-j-iatw Dia?"]! t)or ')pyri unb lie« mit LXX d5'»ti«n für D^a*^.«]. — 9 : nad^ ben LXX iji 
•ribtt va; dox ^ia:n aufgefallen. — 11: nad^ ben LXX ift p'^a für Tja ju lefen, melc^' 
le^terer 9lame nirgenbs im Stid^terbud^e Dotdtommt. S)a^ pa aud 1^:;$ oetftümmelt, ift bed« 
^alb unmal^rfd^einlid^, meil oon le^terem Siid^t 12, 13 f. gar leine äSaffentJ^ot (erid^tet mirb. 
— 13: Dnbfi^ts i;dk „ben il^r geforbert ^abt", offenbar nur ftSrenbe parallele jum oorl^er* 
ge^enben Slelatiofa^, ift mit LXX gu ftreid^en. — 15: l. mit LXX DasbTsa? (MT: unb 
miber eure 93äter). — 21 : "^d ift mit LXX ju {Ireid^en unb niion gegen bie Slccente eng mit 
bem folgenben ju oerbinben. — 13, 1 : ba^ @aul nur jmei gal^re regiert l^aben foQte, ift eben 
fo menig benibar, mie ba| er einjdl^rig jur Slegierung lam. @ntmeber flnb beibe 3Rale bie 
betreffenben S^¥^ aufgefallen ober (SBell^.) oon ^aud mi gu nad^träglid^er SludfüDung 
offen gelaffen morben. 3^ le|terem ^aSe mare anjune^men, ba| 0*^X1« erft nad^träglid^ ein« 
brong, unb in beiben gtillen, ba| für D'^aiD (meU^eS nur nad^ S^¥^ ^^^ ^^ f^^^^^ lonnte), 
urfprünglid^ na» gefd^eben mar. — 2 : L mit LXX ti"»« nad^ D-^ob«. — 3 : bie brei SBorte, 
bie je^t im l^ebräifd^en Xe£t am @nbe bed Serfed ftel^en, lauteten nad^ ben LXX <i9i^b ibMb 
D'^'nr^n. ^r bie Siid^tigleit biefer LA fprid^t, ba^ ber 9lame „i^raer" anbermSrtd nur im 
ÜRunbe 9on äludlänbem (ober im ®efprä(^ mit fold^en) erfd^eint 3>ann muffen ober bie 
Sorte l^inter D'^ntibs eingefügt merben, mie in ber Überfe^ung gefd^e^en ift. übrigens beutet 
fomol^l bie @infügung an falfd^er Stelle, als bie ungemö^nlid^e SEBenbung 'i'ntnib 'en irniD'^i 
auf eine erft nadjträglid^ ^injugefügte ©loffe. — 5:1. mit LXX Luc. [ö-»Db«] ntibuS (MT: 
80000). — 6 : dyrj bürfte mit LXX gu ftreidjen fein; für ü^mn l. mit Ewald nadj 14, 11 
Q'^'nin. — 7 : nad^ ber Smenbation SBJeH^.S '?.'nüti ninay» i-na? [jn (SSäelH^. n*nayi) ; MT : 
unb Hebräer l^atten ben Sorban überfd^tten 2c — 9m Schlug beS SerfeS l. mit LXX 
T'*inKt) (MT: gitterten hinter i^m brein). — 8:1. mit LXX "nTaej na^ "ntf«. — 15: burd^ 
Slbirren oon ben SBorten b|bj»rin» auf bie balb barauf folgenben gleid^en SBorte ifl im MT 
ein äluSfall entftanben, unb gmar mirb mit Driver nad^ ben LXX gu ergangen fein: 
'an b5b5JTi73 n^nbTsn-Dy n«ipb biK« -»^n» 'nby D^n in-^i isn^b '^b'^i. — 18: l, 
mit LXX yajri ; MT „nad^ ber ®renge", mogu jeboc^ baS folgenbe nid^t ifa^t — 20: l. mit 
LXX 'taa'-'n ; im MT ift irrtümlid^ baS erfte ber aufgegä^lten S^ftrumente nod^malS mieber« 
^olt — 14, 7 : l. mit LXX ib ntjj ^aab *^N"bs (MT : t^ue atteS, roa^ in beinem ©inn ; 
neige bid^ [bamad^?]) unb füge amSdJluflfebeS SBerfeS mit LXX "»aab l^ingu (MT: idj werbe 
mit bir fein gemä| beinem SBiDen). — 18: l. mit SBettl^. nadj ben LXX «isdii ftatt nbeii 
(„unb fte fielen")/ f^^wie ds^t tia^ inj'r. — 14: mit bem MT ber gweiten SSerSl^lfte („mie 
in ber Hälfte einer t^d^enftrede ein ^od^ ^elbeS"?) ift nid^tS angufangen; ^öd^ftma^rfd^ein« 
lid^ ftnb bie SBorte mit äBeSi^. als 93erftümmelung einer ©loffe gu betrad^ten, bie urfprünglid^ 
gu 93. 13 gel^örte unb auf beren genaueren äBortlaut nod^ baS iv ßoXiaiv %ai %6xKa^iv ber 
LXX („mij 5ßfeilen unb gelbfteinen") ^inmeifl. — 16: l. mit LXX a'iTaj "nyn^ri rrs^r-j 
äbtTi eibn (MT „unb fiel^e bie ÜRenge wogte unb ging unb j^ieri^er"). — 18: l. mit LXX 
n'ic«rj für ö^'SlbKrj l^i« unb fobann (oergl. ShHoer) : Qi^a niDKrj «ä3 n;rj «in ^ä 
'"» na •*?Bb «^jnn. ©erMT („bringe bie 2abe®otteS" ; SJ. 19** „benn eS mar bie Sabe®otteS 



S)ad er^ 8tt(^ 6amueL 1| 

brnnold unb bie S^raeliten'' ift fd^on an ^ fmniod) fd^eitert an ber beftimntten 3(nga6e 
1 Barn. 1, 2 unb 2 Barn. 6, 2 ff. — 21 : L mit LXX la^ö (eigcntlidj „wcnbeten"); im 
MT iß 1 inrtfimlid^ jum ^olgenben gesogen. — 24: L mit SSeSI^. nad^ ben LXX in S. 24* 
ftatt be« MT (,,imb bic SWcnner Don S^racl bröngten jid^ bamate" ?) : d? n;n örj^rbrj*) 
n^na nj^tt? njü bn«T^i : ö'i'jd« ^nsi n^bj nTjnb^^r "»nni «r» Q-^Bb« rrnte^js b^Ntj 
Kinn Q'T^x — 26: I. mitaSäett^. auf ®tunb bc« refiauricrtcn LXX«=3:cEtc8: njn i?;»'] 
nni^n ->.:3B-b^ ; jur Sntftel^ung bed je^igen MT (,,unb bad gonje Sanb lam in ben äBoIb unb 
eö roar $onig auf bem »lad^felbe") ift äBeUl^. 3u oergleid^en. — 26: 1. mit 9Beai^. na(^ LXX 
'"^a*! "ifb^j (MT nad^ ütlid^er Deutung „ein ^onigftrom") unb mit Äloftermann a-nzä» für 
Ä^iD». — 29 : l. mit LXX nKn (MT „feilet bod^")- — 30 : I. mit WeUh. ns^n. — 
33: 1. myi LXX t3>j (MT „jefet'')- — 34: I. mit LXX i\^^ für i-i'id unb ftrcid^e (mit 
LXX) nb-jbn. — 38: I. mit 2:i^eniu« -»Tasj („burd^ roen'O; MT „moburd^". — 39: L mit 
9Ml^. n;izi\ — 40: bet MT !dnnte nur üBerfe^t merben: ba fprad^ Saul }u Sai^me, bem 
®otte S^raete: ®ie6 [fd^affe] einen Unftrafli($en\ 9lud ben LXX ergiebt ftd^ jebod^, ba| im 
MT bur(| älbirren von bMitD-^ auf ein fpäter folgenbed hvrm^ giemlid^ viel aufgefallen unb 
ber urfprünglic^e Xe^t aud^ fonft befd^äbigt ifl. Unfere überfe^ung folgt ber Stefitaurierung 
bei^ Xected bei S)ri9er (gum Xeil na(| bem SBorgong äBeS^aufend) : "»tf?^ nhn*; b^NT^ n»Kn 
bg-^ttj-; -^165 hin'; njn fiijn ■'iaj injinta h« ra-rbj tafi^ tah«?! ^-larn^ n«'?? «b n^jb '•» 
ö^n nan b«»;«: 'riT^?:^ laip.;; ö«i ö'>'i^« n4t7. Über bie Ürim unb Xummim old 
©egenftänbe gum Se^uf bed ^ligen Sofed t>gl. Ex. 28, 30 ; nad^ unf erer Stelle bebeutete bad 
^eraudlommen ber Urim ein ja ! bad ber Xummim ein nein 1 — 44 : 1. mit LXX *«b nad^ irm\ 

— 47 : l. mit LXX '^bnai (MT gegen bie Jtönige), fobann ftiji ; MT tonnte nur l^i|en 
^»erbommte er [fprod^ er fc^ulbig]". — 49: l, mit aBBeDI^. "Tno-: (für *T»ti«, b. i. ^n^» 
SRonn ^al^med, mofür 1 S^r. 8, 33 [in gleid^er Sebeutung] b^atD^. — 15, 3 : mie bie LXX 
geigen, ift DPT^'inn'i m^ (nijj)i hm— entftanben. — 4: nad^ ber LA d«^o (S)rioer), ent* 
finrecjenb D^^ 3of. 15, 24.-6: nad^ ber LA Tjß (aSeOI^Of i^a bei Tl?. ber »rt. fte^en 
mü^te. — 7:1. ftott bed l^ier unmöglid^en ^aoila mit 9MI^. D^t) (93. 4) unb oergl. 27, 8. 

— 9 : nad^ ber LA Q'^'n^n'j D-'dnisn (MT: unb [oerfd^onten] bie Xiere bed gmeiten SBurfd [?] 
unb bie Sftmmer); in 9^ I. mit SBeU^. noM»;*] n|a3. — 11 : nad^ ber LA '^^'^^ (5Drit)er); 
MT: „ba mürbe ©amuel gomig". — 12: I. mit LXX i'^atn. — 18: l. mit LXX etc. 
^n'iba (MT : bid fte fte vernichtet l^aben). — 16, 7 : ergänge mit LXX nad^ bem erften QiMn 
no($: D'^rfb»^ "91^ — 11 : 1. mit 9Beir (beiZ>rioer) nad^ ber mal^rfd^einlid^en LA ber LXX 
103 für ab;. — 16 : l. mit LXX *ivSi:;a«i; übrigen^ lefen bie LXX voriger unb ma^c^n« 
Xxäf rid^tiger, ald ber MT : ^^^.j^b ^^ny mj-^it^m'^ „müd^ten boc^ beine Jlned^te oor bir rAen 
bitefen". — 20: nad^ ber LA n^jiqy' für iinri („einen ffifel mit »rot"); oergl. aBeBl^. gur 
©tette. — 17, 4: l. mit LXX (mi'e SS. 8 u. a.) nia-n?»» (MT „auiJ ben Sägern"). — 
6 : I. mit SBettl^. nh^tj ftatt be« Singular«). — 8:1. mit ©rioer nna. — 12:1. mit LXX 
Luc. unb bem 8yr. D"»?i^a unb oergl. Gen. 24, 1. — 20 : l. mit SSJelll^. »^*« (ol^ne Srt.). — 
32 : l. mit LXX ^:h^ für &*]{$ (MT : ed entfaOe feinem ber SRut). — 34 : nad^ ber LA 
anni (MT aUenfaC« „unb gwar mit einem »ären"). — 39: l. mit LXX «b«;n (MT „er 
untemal^m ed"), fobann mit LXX D'ip'jn (eigentlid^ „ba entfernten fte fte [bie fileiberu.f.m.] 
oon il^) ; MT : ba entfernte fte 2)aoä) oon fid^. — 46 : l. na($ LXX '«'niiL? ^'1». — 
52 : 1. mit LXX n| für M*;! (bid in« 2;i^aQ. — 18, 3 : ftreid^e mit äBeU^. ^rr] ; bad ^ol^ 
genbe geigt, ba| urfprfinglic^ nur ^onat^on ©ubjelt gu rhy>^ mar. — 6 : l. mit 993elll^. nad^ 
ben LXX 11^ net':)];b nhbbhT^r? nj^s^rn (MT: ba fd^tten gfrauen ... I^eraud, um gu fingen 
unb bie SleigentSnge bem Jtönig @attl entgegen u. f. m.). — 7 : ftreid^e mit LXX npnenn 
(„bie tangenben"). — 8: nad^ ben LXX bi«i^ "T^a; in 8* l. mit LXX niaa-irj. — 
11:1. mit 9BeB^. ic. bb'ji. — 14 : l. mit 3)rioer nad^ ftel^enbem Sprad^gebraud^ '*i-baa. — 



X2 2)ad erße )Bu(^ Samuel. 

18: l mit ffiett^. 2C. ''in (MT ,,meitt ScBcn"). — 27: l. mit LXX ti"»» Ji»tt (MT: 200), 
fobann D^bw-^n (MT: „unb ftc" [ober „man"]. — 28: I. mit LXX bM'jtorb? ■*?! (MT: 
unb m^id, bie Xod^tec @auld, liebte i^n). — 19, 2: l. mit LXX in umgele^er Sleii^en» 
folge 'a '«•'1 nwansi. — 4 : nod^ bet LA 'ö-b^i. — 9:1. mit LXX d-^rtb» (nac^ bem '"^ n«n 
bad MT m&re ^Z^^ i^ ermatten) ; am @^bifi beiS SSerfed l. nad^ LXX (meldte in^a ou^ 
brüien) in;a. — 10: l. mit LXX 'n 'ba -n-^n (MT: er entlam in fettiger Sttad^t). — 11 : l. 
mit LXX i^önb (o^ne i). — 18 : füge am ©d^luffe bc« »erfe« mit LXX rrTj^na bei. — 
20: l. mit LXX"i«»n*!5 (MT: „al« er [?] erblidtte"). — 22: I. mit LXX '« ynin "Tia-n? 
tD^a (MT : Ui inm großen Srunnen [bod^ more bann nisn ju ermarten], ber bei @ed^o [?] 
liegt). — 23 : l. mit LXX D^sn. — 20, 8 : l. mit LXX M^^i (MT : ba fd^mur a)a©ib nodj* 
mal«). — 4:1, mit LXX nj^r; (MT : ma& bu fagfk). — 5:1. mit LXX ati« sfb atf^ unb 
ftreid^e fobann mit LXX n'^uJbuDrr ald fprad^lid^ unmdglid^e ®loffe. — 8:1. mit LXX 
^nsrtrit. — 12: nad^ ber aud^ oom Sprer ooraudgefe^ten SeiSort nm"» ns^.; bagegen ift 
n'^iäbis^ aud^ l^ier (mie 93. 5) old eine auf bie StngoJie S. 19 gielenbe, aber fprad^lid^ un* 
erllärlid^e ®loffe ju ftreid^en. — 18 : l. mit Wellh. unter SSergleid^ung oon 2 Sam. 11, 25 
ao'»': für Xf^\ — 16: l. mit SSMli^. k. auf ®runb ber LXX (Cod. Alex., »crgl. aud^LXX 
Luc): iin n'^arö!?» in^sr; wo r\'ys\ S)er MT: „ba fdjlo^ Sonat^an mit bem ^aufe 
3>aoibd [einSblommen]'' giebt fic^ fc^on baburd^ ald SSerftümmebtng bed urfprünglid^en2;e|ted 
gu erlennen, ba| fid^ in 16^ bie 9lä)e Sonatl^and nod^ meiter fortfe|t. — 17: L mit LXX 
ninb ?a»rt (MT : ba lieft 3- 3)öoib nod^mal« fdjmoren). — 19:1. mit LXX nßijn für nt!?! 
(„mirft" ober „magft bu l^erablommen", mogu jebod^ ifi» nid^t paftt); am @nbe be« Serfed 
lied mit 9Bell^. unb Driver gleid^faOd nad^ LXX tbn n^^Mn bs^M. 3tn MT („neben bem 
6teine, bem . . . ?") ift bt^n gang unoerft&nblid^. — 20 : L mit fEidtt^. unb ^Drber nad^ LXX 
[n^» ?] JTjat O'^atna tibti». — 21 unb 22 l. für Q-atnji brcimal ben @ingular "»atnn, ber 
in 93. 21 audbrüdlid^ burd^ *idni^ geforbert mirb unb fx^ 93. 86 ff. rid^tig erl^alten l^at. — 
^r nfejhi l. in 93. 21 mit 3)rioer nMa? (MT : bringe il^n unb lomme !). — 25 : 1. mit LXX 
Dil]: "in ; gemeint ift, baft S^natl^an auf ber freien @eite bed Slifd^ed @aul gegenüber faft, mi^« 
renb ber p[a| Slbner gegenüber leer blieb. — 26 : l. mit LXX nnb tih. — 27 : ftreid^e mit 
SDMI^. 2c. -^WT} als Überreft 9on '^rt tii^^, meld^ed bie LKX (aü parallele gu 'nn n*inn») 
bieten. — 29 : nad^ ber LA ber LXX •^n« -^b i^at*;] ; MT : unb er fyit ed mir anbefohlen, 
mein Sruber [,,mein eigner Stoiber'' u. f. m.?]. — 80: neben ber in ber Srnn. mitgeteilten 
3>eutung be Sagarbed oerbient nod^ ber äJorfd^lag äBeH^.'d Sead^tung, 'Tan nns;;-!^ L^offti 
einer abtrünnigen ^bvcnt" ; b. 1^. einer entlaufenen ©Ilaoin) gu lefen. @o bie LXX, nur baft 
biefe ben Pural oudbrüdfen. — 80: l. mit LXX ^an (@eno{fe) ; MT : baft bu ermü^lenb bifl 
(worauf iebod^ a ftatt b folgen mü^it). — 88 : l. mit LXX nnbD "»3 (o^e »-^n ; ber MT 
mürbe bd>euten „baft ed ein ©oroud fei"). — 86: l. mie gleid^ bamad^ unb mie 93. 21 f. 
(f. 0.) •'a?nn (MT „bie Pfeile''). — 88: l. mit LXX u. f . m. »?ji (MT „unb fam gu 
f. Q."). — 41: l. wie 93. 19 (f. o.) a|1«ti; am Snbe be« 9Serfe« ^aben bie LXX nn-j 
(meld^ fd^on burd^ feine Stellung oerböd^tig ift) nid^t, fonbem brüd^en aud „bis gur odSigen 
93ollenbung" [aufd dufterfte]. aSkDl^. vermutet bal^er ald urfprünglid^en Xe^t b'i^rr-ny. — 
42: etreid^e mit a9MI^. -nriMb ald irrtümlid^ed @infd^iebfel. — 21,8: l. mit SBell^. unb 
5Drioer noc^ ben LXX ^^vn^in ; bie LA bed MT ^at nad^ ber üblic^ @rflärung bie gleid^ 
93ebeutung. — 4: L mit LXX Luc (aud^ LXX Cod. Alex.) Dt« (MT: „mad l^aft bu im 
Seft^?'' mogu jebod^ bad ^olgenbe nid^t paftt). — 5: Streiche mit S)ri9er b« aü 93erfc^< 
iung oon bh. — 6:1. mit LXX etc. "m-^TP. — 7 : L mit SEBelll^. ^rmfn ftott bed (burd^ 
^erübergiei^ung bed f olgenben » entftanbenen) $lurald, gu bem inT)bri nic^t pa|t — 8:1. mit 
®rö| Q-^s^-irj (MT: ber^irten). — 9:1. mitaSJeCi^. nadj ben LXX nsti^n nK-n (MT oiel» 
leid^: unb wenn bir l^ier u. f. m. gur ^anb ift [fo gieb ed mir]. — 14: l. für ißA']'} („unb 



Sxa erfie Sud^ antuet. |3 

er ticrpdrte i^n") na^*;], für in-^i („unb er fei^clte*') mit LXX tin^^]. — 22, 1 : l. nad^ 
». 4 nnix» ober (mit SBeD^.) niif» ; MT : in bie ^ö^Ie. — 3 : L mit Vulg. Syr. m; ober 
^nttä; (MT : mid^te mein Sater K. audaiel^en bürfen). — 7:1. mit LXX DDte-, — 8 : !• mit 
®ra|, itloftermann 2c. nac^ ben LXX b»h (MT : ba^ niemanb von eud^ erlranlte um meinet» 
wiBen); für !i»n> (^inter^oft) L mit LXX a^ii. gbenfo ». 18.— 14: l mit LXX -b? -ito. 

— 15: I. mit LXX bM^. — 22 : l. mit aci^eniug ic. •^nan. — 23, 6: ftrcidje mit ffiett^. 
Sib'^yp ; obfd^on oieKeid^t Aberreß eined onberen @a|ed (LXX : er mar mit S)aoib nad^ St. 
j^inabgejogen, inbem er ben @pl^ob mit fid^ führte), ift ed bod^ im je^igen MT unmSglid^. — 
7: l. entmä^er mit LXX "rsr^ (i^ot oerlauft) ober mit Jtrod^mol nod^ Jes. 19, 4 "n^p; bad 
193 bed MT (l^at verleugnet?) giebt feinen irgenb befriebigenben @inn. — 15: l. mit 
Snmib K. »yi'} (MT : old er fal^). — 22 : nad^ ber burd^ bie LXX nal^egelegten LA n^^7Vf2 
für 'vi inej*3 -»tt („mer i^n bort gefe^en i^ot"); Il^eniu« unb SBeff^. rrnti^sn (fein fd^neller 
8fu^). — '25 : L mit LXX TO)^5b, fomie "TO« für atim (unb er blieb). — 26: Sufa^ 
('V^«?}«^) nad^ ben LXX. — 24, 6: I. mit LXX etc. b'»5!?9n ti5srn«. — 11 : nad^ ber LA 
inb'n (eigentlid^: ba fprad^ man) ; bie LXX brüden coji^ Wi^^i #rba meigerte id^ mid^". — 
gür önni I. mit LXX oniji. — 19: nad^ ber LA Äloftermann« «jb^^jH (MT: bu ^a^ funb 
getl^on) ; in 19^ ftreid^e bod irrtümlid^ mieberl^olte net vor itifijt. — 25, 1 : I. mit LXX 
fiyn ia*]». — 6 : nod^ ber LA •»n«b , obfd^on pd^ biefelbe l^öd^jien« bunj baö fratribus 
meiß (•'nKb) be« ffieron. fHlften W^t. — 11: l. mit LXX -^r."; (MT: mein SBJaffer). — 
14 : prcid^ mit LXX n?5 (ein Wiener) oor nr;«. — 22 : [treidle mit ben LXX bad miber» 
finnige "»a^ih (ben geinben Daoib«) unb lie« einfod^ ii'ib. — 28 : l. mit ffidll^. nin -»pob 
n''?»"b?. — 27: L nad^ 98. 85 nfi«-»:!?!. — 29 : 1. mitSBJeU^. k. D]?-) (MT Bnnte nur l^eifien: 
ba er^ob ftd^). — 81 : •»shwb ab mirb mit SSBeH^. gu jireid^en fein; ab ate SSerfdJrcibung aud 
^b unb ""t^^b aü SSerbefferung bed urf prünglid^en ^b (MT aUenf aQd : }u einem gfaSftridE bed 
bergend für meinen ^erm) ; ftreid^e femer mit LXX 1 oor '^frob unb ergänge mit LXX (nad^ 
S. 26) n: oor '^ah«. — 26, 16 : l., wie ber Suf^mmen^ang erforbert, •»»] für -n»'). — 
20: I. mit LXX ""t^s:; MT: ,,einen einzelnen glol^", obfd^on biefe LA abgefel^en oon bem 
gong unpaffenben SSergleid^ mit ber Stebl^u^njagb fd^on burd^ bad oorange^enbe *n(^ oud» 
geft^loffen wirb. — 28 : 1. mit ffictt^. tc. -»nra. — 27, 1 : I. mit LXX D« •»3. — 8:1. mit 
LXX nadj 80, 5. 2 Sam. 2, 2 •'bTa'isrT. — 8 : l. für ba« unmoglid^e DbhT» (oon uralter« 
l^er) mit einigen $anbf duften ber LXX obt^Ts. — 10 : für ba« unmöglid^e b« mirb mit 
LXX *t%3-bM (gegen men) ober beffer mit bem Xargum itj (eigentlid^ ,,mol^in'0 gu lefen fein. 

— 28, 2: i. mit LXX nn? (MT attenfatt«: bu felbft roirfl erfahren). — 8: ftreid^e mit 
LXX «i oor 'i'i''3!Si. — 16: bie Überfe^ung folgt ber LA ^na^; bod^ ifl oieQeid^t mit ben 
LXX '^yy^ (r,unb er mar mit beinem 9Iäd^ften'', b. 1^. natürlid^ mit SDaoib, gu lefen. — 
17: l. mit LXX ^b ; ba« 'ib (il^m) be« MT l^ätte nur einen Sinn, menn am @d^lu| oon 
S. 16 (f. 0.) ^^TTsy ooronging. — 19: 1. mitLXX Q"'btb ^735? ^"»j^^ nn« itj)}; ber oor» 
^ergel^be Reingebrudfte @a| ifl offenbar eine cot folfd^e Stelle geratene parallele gum britten 
6a$e be« Serfe« (aSeOi^.). — 20 : I. mit SSell^. (nad^ einem t^ingergeig ber LXX) bnani 
b^Kttj. — 28: gür i3tnD'»i wirb nad^ bem gemöl^Iid^en ©pradjgebraud^ ^"^^ton gu lefen 
fein. — 29, 8 : l. mit 9M^. (beffen SSermutung in ber ^ouptfad^e burd^ LXX Luc. betätigt 
wirb) 015* o*'»; nt; MT: „fd^on ein S^^r ober fdjon ^al^ve". — 9ladJ ibts ergänge mit 
LXX -^b« ober "»by. — 10 : ergdnge mit LXX nrj» oor •»na?'] , fobonn mit SEBeH^. unb 
S>rioer (gleid^faH« nad^ ben LXX) : b^^bs) ^ani Dtf oan» "pn^on iti« tfip^n-b« öpabni 
•»Sifb nn« aho -»Ä ^a^ba DtDPj-b«. 5Der au«fall entftanb burdj Slbirren oon nn« ahca -^S) 
auf bie balb barauf folgenben gleichen SBBorte. — 30, 2 : l. mit LXX "bs-n^'j oor rra *m5«. 

— 17: nad^ ber SSermutung aßetti^.'«: Dtt^nnb ; ber Wt („bi« gu il^rem folgenben Sage" ?) 
giebt leinen befriebigenben ©inn. — 19: l. mit LXX bbtij»i oor D-»3:}-ny"j. — 20: ftreicje 



14 ^<^ ^^ ^u<$ Samuel, ^ad ^tmU Suc^ 6amue(. 

mit TiXX ni-j unb lie« mit Hier. v\^\{ für ««inn '7371 "»pöb; enblid^ ift für ng«;] unb i>rt 3 
mit äBedl^. ^nj^^i unb ^^n;"!] ^er}uftdlen (MT: „ba ncd^m 3)aoib aSe @d^afe unb Stinber^ 
weld^e fk oor jener $erbe l^ergetrieben Ratten, unb fprod^en kJ'??). — 21: l. mit LXX 
ibNÖ^j. — 23 ; I. mit aßett^. nodj LXX »itti« -^nn« (MT: ^meine »ruber !"; ba« folgenbe 
^vdM DK fd^mebt iebod^ nad^ tik in ber£uft. — 27 : l. nod^ 3of. 19,4 b^inia, fobann riT^'na. 
— 28 : 1. mit 3M^. nod^ ber urfprünglit^en 2e«art Don 3of. 15, 22 n^3j*n?, — 29 : L mit 
TiXX bg^DSi. — 80: ber lorrelte MT forbert 'y 'n'iaa. — 31, 1 : L mit bem ^orattritest 
1 6^. 10, 1: ittnba. — 8:1. mit JDriper 'pai 'arr D'np}« (eigentlid^: 2eute [unb jmar] 
fold^e, bie mit bem Sogen fd^ffen; 1 (Sfyc. 10, 3 ift D^issfic ganj geftric^en. — 4: @treid^e 
mit 1 6^r. 10, 4 "^HRT' (""*> ^^^ burc^Bol^ren), — 6 : ftreid^e mit LXX Tn^}«-b:{ D| oli 
fpätere SuX^ai. — 7 : Slad^ 1 Sl^r. 10, 7 wirb Tf^iri na^a -ntiNT gleid^foH« old fpätere ßu* 
t^at }u ftreid^en fein; für D'^iyn I. mit 1 6^r. 10, 7 Dn'»'n:{. — 9 : 1. mit SUJenittd inbuS«;!. 
S)ad Fiel bed MT mürbe bie SRüftung @aul$ 5»«^ ^%{t ^Öben ; für n-^a I. mit 1 Sl^r. 10, 9 
unb LXX -riM. — 10 : (.mit S)rit)er }c. n^ieröy ftatt bed l^ier unmöglichen Purold, unb 
mit be £agarbe zc. :i:?p.h für iy]?n („fie nagelten an"). 

Sad stoeite JBuil^ SamueL 

1, 1: I. mit iSEBelli^. pb»3^^ ober "^pb^sr]. — 6: nad^ ber f(|arfftnnigen SSermutung 
aEBctt^.g ift -^bja, meiere« oor D-no-jcn unmöglich ift, ÜberBIeiSfel ber Sut^at n»]: '•b^^^^ 
^unb Sogenfd^ü^en"; bad juge^örige niz)p ift an ben ©d^Iu^ oon 93. 18' geraten, mo eS jej^t 
oottig in ber Suft fdjmebt. — 18 : oergl. in betreff bc« übafd^üffigen mop oben ju SS. 6. — 
21 : na^ ber Äonjeftur Äloftermannö n;»*! nmfe; ber MT („unb GJefUbe ber ^eopfer") ifk 
jmeifello^ oerberbt JJür tr^ti» l. mit 3BeD[l^. tc. n^ittäia, — 2, 4 : iti« ftanb roo^l urfprüng* 
Ii(| nad^ 'nbMb (S)rioer), oergl. 1, 4, unb ift bann (mie '^'s, meld^ed l^äufig fo fte^t) imS>eut^ 
f djen nid^t ju überfe^en. — 6:1. mit SEBeH^. nnn für bag bejiej^ung^lof e nN>rj. — 8 : (unb 
öfter in biefem unb ben folgenben Aapiteln) ift niäsi-vS-'e« (3Rann ber ©d^anbe) eine abfic^t^ 
lid^e SSerftümmelung für ben 1 S^r. 8, 83 u. a. rid^tig überlieferten 9tamen biraiD^ (ÜRann 
Saald). Obf(|on b!^3 in le^terem 9tamen aud^ nid^td anbered, ald eine Sejeic^nung 3<i^n)^ 
fein foQ, brang bod^ in ben legten 3<t^^^unberten oor S^r. bie ©emol^nl^eit burd^, für b:^:i 
überall ba^ Sd^impfmort ntin au^jufpred^en, unb teilmeife fanb bied aud^ im gefd^riebenen 
Xejte ©ingang. — 9: nadj ber LA Äöl^Ier^ 2c '^'nti«n. — 13: 1. mit LXX na^ n«3£'' no(| 
l'inan». — 15 : ftreidje mit LXX g oor 'a-iö-^wb. — 16: 1. mit LXX tt; [tin] nad^ «"fi? 
unb für 'a:n npbn (^Ib bcr©djroertfd^neiben?) gleicjfatt« mit LXX D^natn 'n ober (Siriocr) 
D-^nätn , b. i. eigentlid^ „ber nad^jiettenben". — 23 : I. mit Äloftermann für rr^inn '*'in«a 
(b. i. na^ üb(id^er, aber laum möglicher Deutung „mit bem Hinteren @nbe be§ Songenfd^aftd) 
n-'a^nh«. — 24 : bie Überfeftung folgt ber ©mcnbation SEBeD^.« ''{'n'jri ^?B"b? i)^« (MT nad^ 
übßd^er 3>eutung: melc^ed öftlid^ oon ®ia^ liegt, am SBege na^ ber 9Büfte @ibeon). — 
25 : ftatt be« MT („auf einem ©ügel") wirb mie SS. 24 htj« r?aa gu lefcn fein. 3)ie be» 
treffenbe ÖrtUdJfeit i|l aUerbing« fonft unbefannt. — 27 : I. mit LXX mrr» •»n. — 81 : 1. mit 
LXX -^tisstt (ober audj "^tiaKa) o^ne n. — »m ©c^Iuffe be« SS. ip in» afö oöttig überflüfftg 
nid^t }u überfe^en ; ber MT meint : „unb bie Seute Daoibd Ratten meiere oon Senjamin . . . 
erf dalagen; 360 SKann waren geflorben". — 3, 7: l. nod^ •i'?»'] mit LXX nod^ bsatd^ 
b^iÄi^ia. — 8:1. mit LXX rtl^« •]% — 12 : l. mit LXX Luc. ^TjH:jn für T»nnn. — 
13: I. mit LXX nNan De^ -»3. — 15: I. mit LXX jnti-»». — 18:' l mit attmÜber* 
fe^ungcn y*»«!«. — 20 : l. D-^ttjjÄb, ba eben oon jroanjig beftimmten 3Dlännem bie Siebe 
mar. — 22 : l. mit SBelT^. k. nc4 LXX d«!3 für «3. — 27: l. mit LXX 'tin '^'nr^ij 
(MT: mitten in« a;^or). — 36: für b:j3 („nat^ SOäeife oon allem, ma«" u.f.m.) wirb -ba -'S) 



3)ad sioeite 8u(l^ €kimue(. 15 

ju lefen fein. — 4, 1 : 1. nod^ ben LXX bysttJ« t)or n?. «^«nfo i« 38. 3 'ti-ja b!?a«»b. — 
4 : tDte S^bof etl^, tft aud^ ÜRep^ibof etl^ eine oBftd^tlid^e SSerfiümmelung beiS roirflid^en 9lamen$, 
gut Sefeitigung bed äSorted bira. 3)ie urfprünglid^e ^orm bietet ou^ l^ier bie Qfyconil, meldte 
1, 8, 34 ben ©ol^n Sonat^en« b?a a'^'n^a (9, 40 oud^ b?a-»^.», bod^ unmittelbar juwr wieber 
'a a*»*!») nennt. Slud^ l^ier ift 9oaI utf^rOnglid^ jtd^er nur eine Sqeidjnung ^ctfyaoe^. — 
6: {iott bed oöDig in Verwirrung geratenen MT (,,unb ^ierl^er maren fte gelommen (id mitten 
ind ^^M, um SSJeijen ju Idolen, unb ftad^en il^n in ben 9aud^ u. f. m. [mo}U nun aber bie 
gfortfejung in S. 7 gu »ergleid^en !] I. mit SSBeffi^. tc. nadj ben LXX nbi>b n-iati rr^y to' nsrri 
^tö'^pi ojni D^'tan. — 10 : ftreid^ mit ffieHl^. k. *nos|. afö fprad^Iid^ unmiJglid^. — 5, 13 : 1. 
mit 1 6l^r. 14, 3 db«ii»n-'a (MT: aud Serufalem). — 14 : 1. mit SWoer ü'>yh\ — 16 : 1. mit 
1 6^r. 14, 7 yn^bya unb oergl. über bie abftd^tlid^e Serbröngung beS 9lamend bya (^ier 
burd^ bM @ott) bie Semerbtng oben gu 2, 8 unb 4, 4. — 21 : l mit LXX unb 1 S^r. 14, 12 
on-^rftK (MT : i^ ®ö|enbitbcr). — 28 : erganjc mit SM^. (nadj ben LXX) Dnw'iTjb 
hinter ^rbyp); fobamt I. mit S)rii>er abftott bed Imper. Hiphil. — 24: 1. mit 1 ^x. 14, 15 
n-jifxn.'— 25: l mit LXX unb 1 ß^r. 14, 16 ii^aa». — 6, 2: L mit SBett^. k. ^ b?a 
(MT : 9on ben bürgern gubad) unb Dergl. 1 S^r. 1 3, 6, mo ftatt bi^a bie meiblid^e t^orm 
biefeg Drtdnamend („nad^ 9aaW) erfd^eint; nad^ h'ij>^ mirb mit LXX nur einmal tnzi. gu 
lefen fein. — 3 : im l^ebr&ifd^en 2:ejft jtnb infolge Slbirren« be« ©c^eiber« Don nba?Ji auf 
nbA2f; in ber erften SBer^l^älfte bie äSorte von 'nxi'in bid n^jaja nod^mald mieberl^olt, baburd^ 
ober Dor ihn« w ol^ne Smü\d bie SBorte "^ibh «j?*; t)erbrängt werben (fo fdjon aOJeniuS). — 
5 : I. mit 1 S^r. 13, 8 D-^n-^tfa^ ^'^^^^ O^T : mit ßijpreffen^öljem). — 6 : ergänge mit 
LXX K. nad^ TO? noc^ '"'"^t"^?- — 7 • S^f^l "^^ 1 ®^^- 13# 10, mo ^öd^ftwa^rfdjeinlid^ 
ber urfprünglid^eS^est erhalten ifl; bad rätfell^afte bi^tT-b:$ beS MT (oon Ewald „unDerfel^end, 
pI3|lid^'' gebeutet) ift laum etma^ anbered ald ein tierfUlmmelter Überreft bed in ber C^ronit 
überlieferten So^e«. — 21 : ergänge nad^ ben LXX l^inter mn-» nod^ -ijpn« (bie bort weiter 
folgenben äSorte „ge^nHefen fei ^a^toe" werben mit 5Drioer ate nad^träglid^e S^^^^ i^ ^^'^ 
trad^ten fein). — 7, 7 : l. mit 1 6^. 17, 6 '^c?DiD (MT: gu einem ber Stämme 3«raefö). — 
9: ftreidje mit LXX unb 1 (Sfyc. 17, 8 b'n» nad^ D® . — 11 : ftreidje mit LXX i Dor 'ittb 
unb lie« fobann mit Ewald T'g'jkrbÄtt ib '^n'n''3nT (MT : unb l^abe bir wiAerl^olt Shi^e ©er« 
fd^afft vor aOen beinen ^nben). — 12 : ,,bann" gur äBiebergabe oon tn^n-i , weld^ed mit 
LXX unb 1 (Sfyc, 17, 11 an ber 6pi|e bed 6a|ed gu ergangen ift. — 15: L mit 1 &ft. 
17, 13: T^p« (MT: aber meine ®nabe wirb nic^t oon il^r weid^en) u. weiter nadj '^nhpn: 
TpjDb n;r; ntf «t) (MT : wie id^ fie f)aU weichen lajfen oon Saul, ben id^ befeitigt l^obe 
l^inweg au8 beinem ängepd^t). — 16: l. mit LXX "^job (MT: „oor bir" mit falfd^er^on* 
giel^ung bed folgenben Kaph). — 19: flatt bed gweifeOod oerberbten nnin riMtn wiQ SBelli^. 
mit ^ilfe oon 1 6l^r. 17, 17 lefen: 'an ninh "»aÄnni (unb bu lie^eft mid^ fd^auen ©efd^lecjter 
ber ÜRenfd^en). — 21 : l. mit LXX u. 1 Sl^r. 17, 19 t^'iay (MT: um beined SBBorted willen) 
unb orbne fobann mit 9leifmann (bei 5Drioer) nadj n'^to bie SEBorte fo : 'spiaj-n» i'^'V^^ 
nM>ri 'yrrh's r» (MT : l^affc bu aK' bied ^errlid^e getl^an, um [eS] beinem Sflaoen lunb 
gu tl^un). gn bem an fid^ oerberbten Xe^ ber S^nil ^at ftd^ noc^ eine Spur ber urfprüng« 
lid^ SBortftettung ermatten. — 22 : l., wie überaB fonft, rrTn^ "»jh« ; ebenfo S. 25 (D-^nb« '■• 
ift o^ne Swcifrf «P <»w« 1 6^. 17 eingebrungen, wo für '■* S« überatt ?:>« ^ ftcl^t). — 
23 : l. mit ®eiger (Urf d^ft unb Überfe^ungen ber Sibel, @. 288), SBeS^., SMoer unter 
Serwertung ber LXX unb oon 1 6^r, 17, 21 in« rafür nn« \ fobann 'b« rf^rj, onb für 
rab, nibhn5 für ribina?!, »»lab für ^X'nKb unb i«? für tpD?, ftreidje D':*nat'J373 ^b d *itöj* 
unb lied enblid^ ^1% für üy)%. JMe SSerberbnid beiS MT ift fd^on burd^ eine wörtlid^e über- 
fe^ung genügenb erwiefen: „unb wer ift wie bein 93olI S^rael, ein SoR auf (Srben, weld^ed 
ft($ gum Solle gu erlaufen ®dtter gegangen wären unb il^m einen 3tamm gu fd^affen unb 



16 2)aS zweite fßu^ @amue(. 

eud^ (I) bte Qkö^t s^ emeifen unb fuvd^tbote 2)inge betnem Sonbe 9or beinern SoSe l^er, 
»eld^ed bu bir aud %9pten befteit f)a\i, SSöIIer unb feinen ®oü'\ — 25 : oergl. oben S. 22. 

— 8, 8: I. mit 1 (Sfft, 18, 8 n'^x^ib (MT: um feine ^b gegen ben (Sap^taU&fxom ju 
leieren). — 8 : bie LA ber LXX, fomie 1 (Sffx. 18, 8 (nnqiata) lä^t auf nst^» old uvf|n:fing* 
li^e LA in 1 @Qm. fd^Iie^en. — 9:1. mit LXX unb 1 S^r. 18, 9 «iTbi. — 10: I. mit 
1 %. 18, 10 o^n'Tin. — 11 : l. mit LXX unb 1 Sl^r. 18, 11 tfn^n. — 13: bie üblid^ 
Deutung „unb S)aoib errid^tete ein S>enfmal, (d^ er gurüdKei^vte u. f. n." ift (fflv üö) fjirac^« 
lid^ nid^t }u begrünben. 3(ber oud^ bie Raffung „et mad^te (mem?) einen 9Iamen'' ift in 
biefem 3ufammen^ang nid^tdfagenb. filoftermonn oermutet DbbiD für D«S unb überfe|t „unb 
3)«)ib modjtcgtieben". S)ann Dermifet man aber ein ib ober orjb ; lieft man dibtiS *ib feSüi 
(oerg(. Jos. 9, 15), fo mürben bie SBorte im unmittelbaren Slnfd^Iu^ an S. 10 — nad^ 9(u^ 
fd^eibung ber R angel^örenben SBerfe 11 unb 12 — bä>euten: „unb 2)aoib fid^erte il^m ein 
freunbfd^aftlid^eg 93erl^&Itnid gu''. — SSeiter aber mirb ftatt bed gmeifeOod oerberbten MT 
(t)ergl. 1 S^r. 18, 12 unb Ps. 60, 2) am einfad^ften gu lefen fein: -n» 's>riu 'i^t^n? 
'ai D'nn^» (ober nsn.) "^jün 0*7«. — 17 : I. mit SEBeHI^. unb ben meiflen neueren im (Sintlang 
mit ber fefiftel^enbcn fonftigen Überlieferung '»"»ns-ia 'nnja«. übrigen« ift fel^r wo^I m5g« 
lid^, ba| bie 9lamenreil^e überl^aupt mit SBelll^. gang umgufteSen unb gu überfe|en ift: 9lb« 
jat^ar, ber @ol^n Sl^imeled^d, be« @ol^ned Sll^itubd, unb 3<^oI lo^um $riefter. — - 18: L mit 
1 61^. 18, 17 unb 2 ©am. 20, 23: -^ritl^rrb?. — 9, 6: über SMeribaal ftatt ÜRepPofetlJ 
oergl. bie »nm. gu 4, 4. — 11 : l mit LXX ni'j irjbtr-b? b:?» '72^ (MT : ÜR. aber fpeip 
an meinem Xifd^e). — 10, 6 : «S-^k t\b» mirb mit 9BeDl^. al« fpätere ButJ^^t gu ftreid^en fein, 
ba lei^r. 19,7 al« Oefamtgal^l 32000 angegeben wirb. — 16: L nad^ 8,8ff. u. a. wn-in. 

— 18: l. mit 1 ß^r. 19, 18tt5-K (ober -^bi-i »••{<); MT: 40000 «eiter. — 11, 11: l. nad^ 
1 &am. 20, 8 tt. a, njrrpn für tj»;n („fo ma^r bu lebji", alfo oottig gleicjbebeutenb mit 
bem nad^folgenben '3 ^n). — 13 : ninuTsi ift mit äSeSI^. u. a. 00m @nbe be« 12. SSerfeiS gum 
9(nfang bed folgenben @a|ed gu giel^en. — 21 : l. nad^ Stid^t. 6, 32 u. a. bsa'n'; unb vergl. 
gu ber abftd^tlid^ SSermanblung oon b^a in n^ bie 9(nm. gu 2, 8 unb 4, 4. — 22 : ber 
längere S^fa^, in meld^ bie Siebe Soab« (SS. 19 ff.), abgefel^en oon felbftoerftonblid^en Slb» 
änberungen (fo ftatt be« anfangt oon SB. 20 : ^KT^b? ninb in»]] ; oergl. aud^ ^Än für 1 v), 
f aft mörtUd^ mieberfel^rt, entftammt ben LXX, bie bamit fidler ben urfprünglid^en %tict bieten, 
ma^enb im MT 93. 23 je^t eine Slec^tfertigung bringt, ol^ne bajs eine 9ln!lage oor^ergegangen 
märe. — 24: 3ufa$ nac^ LXX Luc. (MT: etliche oon ben Jtned^ten bei^ Aönigd). — 
12, 1 : l. mit LXX nadj inj nod^ N'^^an. — 6:1. mit LXX D-^Mati ; ber MT i|l im $in« 
blidE auf 2 SRof. 21, 37 lorrigiert. — 14: ftreid^e mit ©eiger k. -»3-;ät ; ber MT lönnte au($ 
nur l^ei^en ,,meil bu bie ^einbe ^af^toe^ oerad^tet l^affc". — 26: nad^ äludmeid oon 93. 27 
mirb mit äSeHi^. aud^ am @c^lu| oon 93. 26 Q'^^n 'n-'s; gu lefen fein ; bamit ift ber am bluffe 
gelegene untere @tabtteil im ®egenfa^ gur 99urg gemeint. S)er MT mürbe bebeuten „bie 
9le{U)eng"; mad gab ed aber nod^ gu erobern, menn biefe gefallen mar? — 30: ftatt ö^!?» 
„il^red Stoniqß*' (bad Pronomen mü^te auf bie opr^er nid^t genannten Slmmoniter ge^en) lied 
mit LXX Dbb73 unb oergl. gu biefem @ö|en ber Slmmoniter 1 fiön. 11, 5. — 31 : bie über« 
fe^ung folgt ber 3)eutung ber ©teile burc^ ®. ^offmann in ber 3^i^d^^ft für bie altteft. 
aßiifenfd^aft 1882, ©. 66, fomie beffen Äonidtur T'nsjrj für ^"»ta?;??. — 13, 9: bie Über* 
fe^ung folgt ber fd^arfftnnigen fionjeltur Jtloflermannd : n'iisjTsri-TiM »'^pv]'2 ; @inn: fte badete 
gunäc^ft gor nid^t baran, bad anfto^enbe @d^lafgimmer Slmnond felbft gu betreten. S)agu flimmt 
in ber Xl^at 93. 10. (SBa^rfc^einlid^ ftanb für patni urfprünglic^ pk«!] : „unb er [ber Siener] 
fd^üttete [auf i^r ®el^ei^] oor i^m aud.) 3>ie üblid^e (aber unbemiefene) S)eutung bed MT ift 
„ba na^m fte bie Pfanne''. — 16 : ate urfprünglid^er Ze^t, mie er fid^ gum Zeil nod^ bei ben 
LXX erhalten ^at (oergl. SSäeHI^. unb 3)rioer gu b. ©t.) iji oorau3gefe^t : nb'ina -s "»nirb» 



2)ad zweite $ud^ @amue(. 17 

'ai n'insn» n^ri ?iy*i?7. 3)er MT „ia fpradj jte ju il^m : wegen bicfe« großen Unred^tö, 
mcl^ ate ein anbetet" u. f. w. gicBt feinen Sinn. — 18:1. ftatt be« jinnlofen ü^h'^yn („in 
9lö((e'0 mit SSeUl^. öVy». @(en burd^ biefe^ 9Bort giebt ftd^ bev @a^ afö fpäte guthat ju 
erlennen. — 20 : I. ntit LXX wie oiAerroärtS in bicfcm Äopitel ^379«. — 21 : Qu^ali nadj 
benLXX: :«in 'TiiDi -»s inn^ ■'d naa i'i:»» nn-n« aats^ «bi. — 23: für d-^^b», 
vod^t» fonft nur ofö ©tommnante Bdannt ift, wirb mit LXX Luc. D-i^nw (uergl. -p^B^? 
2 Qfjx. 13, 19) gu lefen fein. — 27: nadj ben LXX ftnb (burdj abirren t)om erften 'Jjb^rt 
auf ba« jroeite) im MT bie SBorte aufgefallen: *?|b'a'H MritiTaD nnti» Dibtia« te?iii. — 
31 : I. mit LXX DJ^'^7.aa ly-ni} n'^by ö-iaatsn VbD-j ; MT : möl^renb äffe feine ^. i^n mit 
gcrriffenen Äleibem umftanben. — 34 : bie Ü6erfe|ung folgt bem oon SEBeffl^. auf ®runb ber 
LXX ^crgeftefften Xejci; berfcffie lieft nadj tD-^abh weiter: nsätn «aji n^T»? O^j'ih '?j-)na 
nrjn nac» D":3nn 'Ji'n'nTD ti"*«*; ö'^tijöt "i»»>] «sibTab ^äü]. ffiie gerool^nlidj ip ber Slu^falt 
bur(^ SlBirren auf ba« gleid^e SBort ('^j'n^) entftanbcn. — 37^: ber 3ufa^ (1^^^S «<»^ ^S^H*!^) 
folgt ben LXX. — 39 : I. mit Äloftermann unb Drioer nadj LXX Luc. 'n ni'» b^rn ; bie 
bann folgenben äBorte bieten fd^merlid^ ben urfprünglic^en 2;e|t. iUoftermann vermutet : n^teb 
(Slbfalom )u ©ergeben); afferbing« märe bann ftatt '«-b« }u lefen '«b. — 14, 4: l. mit 
LXX etc. »an] — ber ßufa^ am ©nbe nadj ben LXX. — 6:1. mit SSJeffl^. nadj LXX 
T'nfirr» "in^rj *?|::i (MT: „unb er fdjlug i^n — ber eine ben anbem — unb tötete i^"; 
natürli^ ift mit id-^t cigentlidj ^3:^1 gemeint). — 14: bie Überfe^ung folgt berÄonjeftur 
Smalb« : atfnn für atirj*] ; nadj bem MT („unb er wirb SRa^egeln erftnnen, um nidjt" u. f. w.) 
märe ®ott Subjelt; ber oorangel^enbe ©a$ mürbe bamit unoerftönblidj. — 16: ergänje mit 
LXX üjpa'^rT vox 'T'^tirib. — 33: ftreid^e mit LXX % ate unoerträglidj mit bem nadj= 
folgenben '73^ ^pt\ — 15, 7 : I. mit LXX Luc. o-^?« 5^a^^K (MT : nadj 40 Saluten !). — 
8 : I. mit LXX ätin für 3^.; (Qer§ niti; ; beibe Se^arten lönnten nur bebeuten: wenn er 
jurüdffül^ren, midj jurütffü^ren wirb). — 12:1. mit LXX Luc. nadj nbti'j nodj K^n-p^j 
(MT : er fdjidtte ben »l^itop^cl ac. au« feiner ©tabt). — 17 : L mit LXX (bie in biefem m^ 
fdjnitt offerbingg aud^ fonft ftarl t)om MT abweidet) viay-bD-j, bagegen am Anfang t)on 
S. 18 D^rj-bDi. — 18: ba fid^ ba« ©uffij in iba'ia nur auf eine oorl^ergenanntc ^ßerfon be= 
giel^en fann, S. 19 aber Stl^ai ber ©at^iter ate eine bem Sefcr bereit« befannte $erfon t)on 
®at)ib dngerebet wirb, fo mu| an ©teffe oon DTiti urfprünglid^ etwa -»PiiJi "^r» •»tod« 
(oergl. S8. 22) im MT geftanben l^aben. — 19: I. mit LXX '^121'p^'ü (MT fönnte nur be- 
beuten : unb überbie« au^manbemb nadj beiner §eimat). — 20 : I. mit LXX uor non nodj 
tjTsy nto: Tv^-^^' — 23: I. mit fEkfU),, wie ber 3«fömmen^ang forbert, nwyfür na'y, fo« 
bann mit LXX Luc. ^a^Tsa iw irj^n »sin^ i'^jB-b? (in ber §auptfad^e fd^on oon SBeffl^. 
ridjtig vermutet). — 24 : au« SB. 29 crgiebt ftd^, ba| nad^ bem urfprünglid^cn 2:ejt bie beiben 
^riefter Sabol unb Äbjat^ar bie Sabe trugen. SHird^ bie nad^trägli^e Einfügung ber Seoiten 
würbe ^nja«") oerbrängt. %ixx feine ßrwäl^nung geugt aber aud^ im MT not^ '"»aN b?«! („unb 
abiat^ar'ftieg l^inauf" ober „brachte [Opfer?] bar"?), iebenfaff« Überbleibfel eine« au«fü^r- 
lid^eren Serid^t«. — 27: bie Überfe^ung folgt ber Slnnal^me SBeff^.'«, bafe ber MT („fte^ft 
bu?")»crf daneben ift au«ti«nrT, unb ba^ biefe« eine fpäte®Ioffe gu nsift, um „ben ^riefter" 
3aboI au«brü4lidj al« §ol^enpriefter gu begeidjnen ; nn« ift wo^I erft beigefügt, um riN'-n 
au«fpredjen gu lönnen. — 31 : ftatt be« grammatifdj unmöglichen n-an mm I. 'n nnnb?» (ober 
mit LXX nir? 'nbi). — 32 : ben gufa^ ^hizTt n^n (uergl SB. 37) lafen bie LXX nad^ 
^3^«rj.— 16, 1 : iJergl. über SKcribaal ftatt 3Dlep^ibofetl^ bie Slnmerlung gu 2 Bam. 4, 4. — 
12: I. mit LXX etc. ■'^irsi; bie LA -^51^3 lann nur '^Diya („meine SSerfd^Ibung") meinen; 
bo^ wäre bem nur fünftlic^ einSinn abgugewinnen, ebenfo bem MT („mit meinem augc").— 
15: ftreid^emit LXX üy'n t)or ©"««.— 17,1 : I. mit LXX -b nadj «3.-3: I.mitSBSeff^.K. 
nadb ben LXX 'ai DysrbDT öäi^a» nn« wn ti*»» «s: n« rrtD-»«-^« nVari ri^nzäs; ber 

"7 ttt:'"-; t—T." • v .• I - r • •/ t • ' 

Jlau|f<^, Site« Xefkamcnt. 2 



lg 2)ad aioeite ^n^ Samuel. 

MT („mit tDenn bad ®cm)e jurüdSe^rt ; ber 3Rann, ben bu fud^fl ; bad gonje SoK mirb ^eben 
l^abcn'O ifl fmnlo«. — 6:1. mit LXX 'ik^r (MT : rufe !). — 10:1. mit Älojicrmann nadd 
LXX Luc. njT] ftatt äijti. — 11 : 1. mit' LXX etc. oa^TDa (MT: „in bic ©dJIadJt'O. — 
13: «iK'^iz^ril etc. bed MT lönntenur l^ei^en: ,,unb goit) S^rael foQ Seile bringen (äffen", 
n)ä^renb nad^ '''-b^ offenbar ein 2^un be$ SSoBed felbft geforbert war; ein Perf. Hiph. 
('iTa'^fenn ; fo 3EBeff^.) ip nidjt gu belegen, ©omit wirb '^Ta'^ip;') ober nTafen ju lefen fein, fo« 
bann mit LXX nn» für nnh. — 26: I. mit LXX unb 1 S^r. 2, 17 '»b?tt«»:r3; für «Inj 
L mit Aloftermann nod^ LXX Luc. '•^^'] unb oergl. 1 6^r. 2, 16. — 27 f.: l. mit LXX 
"iM'^nrr Dor ni^vStt unb D'^'n^'iTa!) nac^ ^^^xs ; bad irrtümlid^ mieberl^olte ""bp^i am @d^lu^ oon 
SB. 28 ift mit LXX ju ftreidjen. — I8/2': I. mit Äloftermann nac^ LXX Luc ö^^-;: (MT: 
unb er entließ ...).— 3 : [. mit LXX nn» (MT ISnnte nur ^ei^en : benn nun ftnb gleid^ 
un« gel^ntaufenb). — 6 : bie LA Di^n» bietet LXX Luc, — 7:1. mit LXX ti-^« nad^ t\b». — 
9: [. mit Äloftermann nod^ LXX Luc. Vin^^; (MT: ind ®ebüfd^ ber großen Xerebint^e); 
für in;n I. mit LXX bn^n (MT: unb er mürbe jmifdjen $. unb @. getl^on). — 12: nad^ ber 
oon SBett^. oorgefc^lagenen LA bijti (MT: „menn id^ mir banoöge"); für "»75 n^ttti L mit 
LXX -^b 'o. — 14: L mit a:i^eniu«'2c. nadj LXX D-^rtti (MT: brei ©iaht). — 18: wenn 
ber MT übrigen^ rid^tig überliefert ifl, fo mu^ menigftend oor n^3t73 ber älrtilel ergongt 
merben. ®egen bie ftonjeftur äBeUl^aufend ^y4^: ^9^^ fprid^t mieberum bad ^^el^len bed 
artilelö oor 'ä. — 21: L mit aBeffi^. mie anbenoärt« '^ti^sn. — 22: I. mit SBeai^. n«attt 
(eigentlich „herausgegeben"; ber MT ift unüberfeftbar). — 23: ergänge nac^ ben LXX i'ok'^i 
oor •»ri-'i. — 26 : I. mit LXX etc. n?\srrb« (MT : rief bem a:i^or^üter gu). — 28 : I. mit 
aBettl^. a'njäii (befiätigt burdj LXX Luc. xal nQoatjX^ey). — 29 : I. mit SBett]^. ftatt be« 
ftd^tHd^ oerberbten MT („<di ^odb ben ©Ilaoen beS ftönigS unb beinen ©ttaoen abfanbte") 
einfadj: tj^a?-r« a«'v n'buSb. — 19, 12: irr^a-b« (irrtümlidj mieberijolt ou« bem im MT 
je^t oorangel^enben @a|e) ift mit LXX gu ftreic^en. — 18:1. mit 9M^. ^nb^ o^ne i unb 
mit LXX na?5T ; bie übR<$e SJeutung be« MT („unb bie gäl^re feftte über" ober aö Perf. 
frequentativum „unb bie ^dl^re ful^r ^in unb l^er'') giebt bem ©ubftontio rti^y eine uner- 
meigUdJe SJebeutung. — 25 : über „9ReribaaI" oergl. bie änmerlung gu 2 ©am. 4, 4. — 
26: I. mit a:]^eniu« obTOi^'^tt. — 27: I. mit LXX etc. ftatt rrifian» (idj miH mir fatteln): 
HTöan nb. — 32 : I. mit bem ol^ne gmeifcl urfprünglic^en Äetl^ib lül??. — 38 : I. mit 
aBettl^. jc. inaipa. — 34: l mit LXX für tjniJbidJ: tfnyiD-n§. — 37 : ftreic^e mit SBeD^. 
l?.1ÜTr>« öl« irrtümlidj m^ na?: gefolgert, aber mit bem guf ammenljang ber Siebe unoerträg»» 
Kc^. — 40: I. mit LXX ^n^?::n (MT: unb fte liefen ba8 gefamteÄriegSooII oon 3- ^^^ *>«« 
5lonige giel^en). — 44 : 1. ftatt be« ftnnlofen Ti'ja mit LXX ^tea. — 20, 6 : 1. mit3:i^eniu8 :c 
nac^ bem ©prer a^jv ; nur fo mirb ber weitere »eridjt oerftonblidj. gür yri (er mirb fc^limmer 
für un« fein jc.) I. mit LXX y^ (Hiph.) ; 6*" I. »:?»m- 3)« i« ber anm. enoäljnte Über* 
fejung be« ©djluffeö fu^t auf ber ber LXX; atterbing« märe bann für b-^itni mol^I b:^rri (Hiph. 
oon bbaj) gu lefen. — 7 : 1. g. 2. nac^ LXX '•» '^'nn»") "^"»^n '''l^rj« ^^^'^> — 8: bic ftberfe^ung 
folgt ber @menbation Äloftermann« Cai ann ini>n vhy] hTOa\) nnnTa -nja a-nn afcj'v")); am 
©c^Iuffe be« »erfe« I. mit LXX 'm Jifcjit;' tK^r^x —U: l mit Ewald etc.,' wie in SB. 15 
'73 n-^a n^a« ; ftatt bc« unocrftänblidjen D'^'^an ift mit Äloftermann ü-^^parr als urfprünglidje 
LA oorau«gef eftt ; S)« (fogar) ift mit LXX gu ftreic^cn. — 18: 1. mit ßioalb, SBell^. k, nadj 
bem urfprünglidjen S^ejt ber LXX (nac^ ^5N2i) bjj'jfe': -»p.^Tafii iTafe 'itdn ^i^m Tja^i; ber 
MT nmre etwa gu überfe^en: man frage boc^ nac^ bei Sbel! unb fo fül^rten fte k gu ®nbe. 
3(^ (b. 1^. meine Semo^ner, inbem bad SBeib je^t im Flamen ber ©tabt fprec^en mürbe) fmb 
bic friebfertigften, treucften (ober: unter ben ©etreuen) Söracte. — 22: I. mit SBett^. nadj 
ben LXX T^yn-brj-bij ^a-inn (MT : l^icrauf ging ba« SBcib l^inein gu allem SSoß Jc). — 
23 : bM'i-iD'; giebt fid^ fc^on burd^ bie Slnfügung an ein ©ubftantio mit bem Slrtilcl als nac^« 



3)a8 sioette 8u4 &amutl 19 

traflKc^c ©loffc ju crfcnncn. — 24: I. mit LXX unb 1 Äön. 4, 6 d^i'^sSfift. — 21, 1: 1. mit 
SSJcDD^. (unter ^crübergie^unfl bc« n »on O'^ttnn ju rr^a) d-^ö'j rth'^a-bfij']. — 5:1. mit LXX 
I3n"»t3ttitrb. — 6:1. mit Seff^. (j, 3:. nadj bcn LXX, Bcfonbcr« aBcr im ^inblicf auf SB. 9) 
'^ ^ra f'J^^^^ä (MT : in ®iBca ©ouU, bc« äu^crroä^Itcn SöJ^w^)- — 8 : ba^ bD"»» reiner 
6<$rei6fe§(er für nn» [fo LXX Luc], ge^t fomol^l oud 1 @am. 18, 19, afö oud 2 @am. 6, 
23 l^erDor. — 9:1. mit Driver D-^sirfÄ^rj ; bie im MT f olflcnben SBorte 'to 'p nbnna (mo* 
für üBrigend mie 93. 10 nbnn*», b. i. „ilA^ nac^ beginn u. f. to.", }u lefen märe) ftnb o^ne 
3weifel erp au« SB. 10 eingebrungen (mo bie LXX für ^"^acp 'nö gleid^fatt« D'^'nVio *T^a:p 'n73 
lafen) unb bal^er mit SBJeU^. ju ftreidjen. — 15 f. : ftreid^e mit SBJett^. in cjs^-^i („ba ermübetc 
2)ai)ib") al« SBerfUimmelung ma^rfd^einlid^ von in D^^n, meldte SBorte urfprfinglic^ nac^ 
na^ *i^^n (fo iß mit SEBeOl^. nad^ SB. 18 ju lefen) gejlonben ^aBen muffen. S)er MT fa^t 
offenBar jischbi benOb ald 9tame beS Stiefen; bo(§ ^at ftd^ in LXX Luc in Jadov vtog Iioag 
nod^ eine @pur erhalten, ba| SkOl^. mit Stecht in "inn (am Sd^Iuffe ton SB. 15) ben SRomen 
be« Äiefen «ermutet l^ot. — gür bog gmeite bptiTa I. in SB. 16 mit LXX bjro.— 19: 1. mit 
1 6^on. 20, 5 -T^y; für ■»^i^*' unb ftreic^e mit SBcII^. tnyi» al« irrtümlich oni ber nad^* 
folgcnben 3^^^ eingebrungen. — 20: I. mit 1 S^ron. 20, 6 n-nn «•»« (MT fönnte faum 
etma« onbered Bebeuten, als „ein ftreitfüd^tiger SRonn''. — 22, 2: l. mit Jtloftermonn nad^ 
LXX Luc. ^r)y:^ (MT „unb meine »ergfefJe"). — 8:1 mit LXX -»rTbK (MT: ber ®ott 
meine« gelfen« jc), — 5:1. mit Äloflermann nadj LXX Luc. üi'ü '^'na«» (MT : SBogen 
be« Jobe«). — 8:1. mit Älofiermann nac^ LXX Luc y'ä^i ; MT : ba fc^manlte [bie ®rbe]. — 
11 : l. mit 5ßf. 18, 11 «nrj (MT „unb er erfc^ien"). — 12: I. mit $f. 18, 12 O«:??-:!?«}!! 
(MTnac5üBIid^erS)eutung: „mit einer 3lnfammIungDon®en)dffem")- — 13: l.mit5ßf. 18, 13: 
'« 'an 1*7:) ^1^9^ (MT: Brannten geuerlol^Ien). — 15: I. mit LXX Luc. p'na D-'p^a (Be= 
geugt burdj 5ßf7l44, 6). — 23: I. mit ?}f. 18, 23: ■»?» ^"^ok-r^ (MT: boion midj ic^ 
nid^t). — 25 : I. mit 5ßf. 18, 25 "»n; 'ix (MT : nad^ meiner SReinl^eit). — 26 : I. mit 
$f. 18, 26 'n ^njj-oy (MT: gegen einen reblid^en gelben). — 27 : ftatt ber Unformen 'ngnn 
unb bßnn I. mit 5ßf. 18, 27 ^*ianp unb bnsnn. — 28: I. mit ?}f. 18, 28 rrn« für -n«; 
im gmeiten SBer«gliebe L mit Äloflermann VbD "^r?*] (MT allenfalls : unb beine äugen fenift 
bu auf ^offSrtige; bo(§ geigt aud^ $f. 18, 28, ba^ b-^e^Dn mie anbermärt« in ber Sebeutung 
„bemütigen" fte^t. — 30 : I. mit Äloftermann *in5 [ober *Tna] für 'rna (Streiffd^ar). — 
33: I. mit ?}f. 18, 33: 'n '»:*nTK73rt (MT attenfate: ®ott ifi mein »onmerl in ©tärfe, b. 1^. 
mein fiarle« Soffroerf) ; im gmeiten SBerSgliebe I. mit 5ßf. 18 •'3*n'n 'p ini^ ; MT, wenn man 
ber LA is^*!? folgt unb ir[i^ al8 aBnorme Silbung ftatt ^n^n [oon nm] erflört, allenfalls 
„unb fül^rt ben ttnfträflic^en feinen SBSeg". — 34: l. mit Jtioftermann rhm ftatt beS Be« 
fremblidjen ■•nfea (meine $ö§en). — 36: L mit ?}f. 18, 36 ^nn^?! (MT: unb bein ®r* 
^ören). — 38: l. mit 5ßf. 18, 38 D.vte»') (MT: unb oertilgte fie).'— 42: 1. mit 5ßf. 18, 42 
"iyyaSn,; MT: fie fc^auten [nadj ^ilfe mS^j. — 43: bo8 leftte SEBort beS MT („id^ gcrftampfte 
fte") ifk offenBar nur oerfc^rieBen für Op.n«; lefttere« ift bie LA oon 5ßf. 18, 43 (für Ogn«) 
unb mürbe bem SamueliStqrt urfprünglic^ nur als ®[offe Beigefügt, brang aBer bann in ben 
a:e£t felBfl ein. — 44: l. für "»Ta? („auS ben gelben meines SBoIfeS") um beS 5ßaraIIeKSmuS 
miOen w^isy (ober menigftenS mit $f. 18, 44 ü9^, melc^eS bann loSettio gu f äffen märe); für 
■»3'n?3i25n (Beroa^rteft mic^ auf?) I. mit bem 5ßfalmtejt ■'?tJ'»fen. — 46: l. mit 5ßf. 18, 45 
yn^b unb oergl, gum ©prac^'geBraud^ §ioB 42, 5. — 46 : I. mit 5ßf. 18, 46 w^n^n (MT : 
fie gürten ftd^?). — 51 : I. mit bem ftct^iB unb «Pf. 18, 51 b-^-ia» (MT: ber Srurm beS ^eils 
für feinen Äönig). — 23, 7 : baS nn^a beS MT („Beim Slieberpften" ? ober „ba, mo fte 
ft^en'' ?) mirb mit SEBeEl^. a(S irrtümlid^ auS ber folgenben S^^^ eingebrungen gu ftreid^en 
fein. — 8 : I. für baS ftnnlofe nsvSn üizS'' (oerftümmelt auS nTäaizS*; , melc^eS feinerfeitS mie 
2, 8 K. b?a in ntia oerroanbelt l^at) LXX Luc byaiö*^ ober b?atiN [= 'a «•»«], fobonn 

" " 2* 



20 ^<^d S^^it^ ^^4 @amue(. 3)ag etfte Suc^ bet Jlönige. 

mit SBcttl^. K. ■^rfesnrt für 'n, ferner mit LXX Luc rt^bisrt ttä«n (MT : ba« ^aupt ber 
äbjutantcn), fobann mit 1 ß^r. 11, 11 in-^sn-n« ni'ir «in (MT oöHig fmnlog). — 9:1. 
mit 1 6^r. 11, 12 ■^nnNrj, fobann nac^ D-^^b^rr mit 1 Sl^r. 11, 13 csa i-'j-os; njrj »ti 
'ai D'^nttäbBn') d'»73'5 (MT fönnte ^öd^ftenS Sebcutcn : unter bcn brei gelben 6ei ©ooib, ald ftc 
auf bic ^isi^Uifter töfterten). — 11 : I. mit 1 6^r. 11, 84 -'n'^nn (MT: ein $arariter); für 
n;rb (b. i. nac^ uBIic^er, auf SS. 13 6erul^enbcr S)eutung „ju einer SRottc") I. mit LXX Luc. 
rrrfp, (ate Solatio uon -^nh als Ortsnamen). — 13: I. mit 1 6^r. 11, 15 "latrrb? (MT: jur 
@rntc), fobann, wie SS. 14 forbert, nn^tt für rriy» ($ö^Ie). — 17: I. mit LXX Luc. etc. 
?i.irrü?3 (MT: ferne fei cg oon mir, o S^^me, ac). — 18: l. mit bem ©prer D-'ttSb^rr, ebcnfo 
amSd^Iu^ beg SSerfe«. 3lucl^ 95. 19 entgeht man nur burc^ bie LA D-^tibTÖrt-i» (oergl. 38. 23) 
einem oöQigen äBiberfpruc^ jmifd^en ben beiben SSerd^oIften. ^ür "^d^ (ift*d an^ ber %dH, 
baj ?) I. mit 1 6^ron. 1 1 , 25 inTt. — 20 : fireidje mit LXX -ja unb I. mit bem Qerö Vr\ «ä-»«, 
fobann L mit LXX afcji^Ts b«^« ••sa "Sio-n«. — 21 : I. mit 1 ß^ron. 11, 23 für Tivcro nti« 
(melc^ed, mie bie LXX }eigen, erft oerftümmelt ift ouS ^($1>3 ^""^ ,,einen fc^önen SRann" j 
oielme^r rrja ©••«. — 22 : l. mie 38. 18 f. (j)erfll. ba« bort Semerftc) d-^cbisa. — 24 : 1. mit 
1 %. 11, 26 dnb n*'?». — 27: I. mit 1 Sl^r. 11, 29 "^ssjo. — 29: I. mit 1 6^r. 11, 30 
ibn. — 81 : I. mit 1 oift. 11, 82 b^-^a« (im MT oerftümmett in 'by-'^a«) unb fobann mit 
Äloftermann 'a^in-n'^a (im MT oerftümmelt in 'a^rr fia — ). gür '^»n'nari bürfte fic^ in ber 
LA '^»^*inan 1 S^r. 11, 83 bie richtige LA erhalten §aBen, nur ba^ mit Driver ■^a^.nan 
au^ufpred^en fein mirb. — 32: ftreic^e mit LXX Luc. "«pa (afö S)ittograpl^ie ber oor^er^ 
ge^enben brei Äonfonanten) unb I., gleid^faffö mit LXX Luc, '^y^T\ nad^ iti;, fomie (gu Sn^ 
fang oon 38. 33) 'tiia, meldte LA möf burdj 1 E^r. 11, 34 Beftätigt mirb.' — 35: l. mit 
Älojiermann nad^ einem fjingerjeig ber LXX '^s'iKn. — 38 : 1. Beibemal mit LXX '^'^rDn. — 
24, 2: I. mit 1 ßl^r. 21, 2 für ^to: "^'ito-b«'! (MT: gu 3oaB, bem ^eercSoBerften, ber Bei 
i^m mar). — 4:1. mit LXX Luc. etc. 'an ^y^\iß. — 5:1. mit SBeff^. (Beftätigt burc^ 
LXX Luc) 'ai ^'»yr}"!»«! "i?*i^y73 ibn;i (MT : unb lagerten pc^ in äroer füblidj oon ber 
©tabt). — 6:1. mit LXX Luc ntinp, D-^nnri 7-^« (MT oöttig fmnlo«), fobann mit SEBett^. 
'ai ^350 ym^ (MT unüBerfe^Bar). '—10: fireidje mit LXX p.. — 12: l. mit LXX unb 
1 S^r. 21, 12 Tz3'ibiD, fobann, gleichfalls mit 1 6^r. (mo aQerbingS bie LA im üBrigen aB= 
meiert) 3'in'] für K^rti (meld^ed le^tere fic^ nur als loHeltioer ©ingulor auf '^^'^^ jurüd^ 
Bejiel^en tonnte). — 15: bie ÜBerfeftung folgt ben LXX in ber SlüdfüBerfe^ung oon Driver: 
D5>5 nbnn ncÄTam D'^cdh Tatp ■^73'» D-^n'^m *iain-n» 'rn ib ^nn'^i (MT : ©0 oerbangte 
Sal^me eine $eft üBer S^rael oom SRorgen Bis gur 3^it ber S8erfamm[ung). — 23 : I. mit 
SBett^. nadj ins: *^b^n "^^n« nay (MT: baS äffe« fc^enft äramna, Äönig, bem Äönige; 
fprac^lid^ utögKc^, aBer fidler unrichtig ift : ber [el^emalige S^^uftterOJtönig ^Iramna). 

3)ad etfte »ud| Der ftötiifle*. 

1, 18: l. mit LXX etc. rtnsi (MT: „unb nun" irrtümlich avi^ bem 3lnfang bc^ 
3SerfeS mieber^olt). — 27: 1. mit bem Äet^iB '?|'^*j^y, nämlid^ Slat^an unb bie üBrigen S. 26 
genannten; MT: „beinen Änec^t", b. 1^. 5Rat§an. — 41: ftatt be« grünblid^ oerberBten MT 
(„marum ifl ber©c5att ber ©tabt ate einer lärmenben" [? ?] ober, fall« man mit Äloftermann 
nnh lieft: „marum ift ber ©c^all ber ©tabt ein lärmenber") bürfte nad^ 1 Bam. 4, 6 etwa 
n»>n nij'nnn bip rrn gu lefen fein. %ixx riTs ftatt ?^)i» fpric^t t/c ber LXX, für n^^^^nn 
oielleid^t rfig ßoijg in LXX Luc —47:1. mit bem Äet^iB Tj^rf:«. (MT : (Sott). — 

* 3n ben Suchern ber Könige beaie§t ftc^ ber 92ame 2:i^eniu$ (ober ^|en.) auf bef|en ^om« 
mcntar (2. STufr., Seipatg 1873). 



^ad etj^e 9u4 bet Stdni^t. 21 

2, 4 : fbeic^c mit '^mu^ baS grocitc I73«b a(d irrtümliche ®ieber§olunfl bc« crjicn. — 9:1. 
mit LXX Luc. rtn«"] (MT : minmcl^r dbex ac). — 34 : LXX Luc. brüicn aud : unb er 
(»cnaja; Dergl. baju ben Scfe^I ©alomo« S. 31) BegruB i^n in feinem ®raBe [i^ajrsi], 
b. 1^. feinem SrBBegräbni« in ber ©teppc. aSBa^rfd^einlid^ folgte auf ^m7:a urfprünfllid^ nod^ 
ein Eigenname (nnirr;?). — 3, 13: I. mit Kl. *, wie ber Sufö^wen^ong (oH bcin SeBen 
lang !) forbert, n;inv — 27 : I. mit Kl. auf ©runb ber LXX ni^i^rj uor idp. — 4, 2 : I. 
yrvs>(p^m »rtileO- ®a 3aboI unb SlBjat^ar (pergl. 1 Äön. 2, 27) offenBar erft nad^träglid^ 
oud 2 ®am. 20, 25 Beigefügt ftnb, ein OBerpriefter aBer genannt fein mu^ (@aBub Bdleibete 
nac$ 93. 5 bad ^rieflertum neBen einem anberen ^en^orragenben 9lmte), fo möre fc^on an ftd^ 
gu ermarten, ba^ 9(far]a, ber © o § n 3^i^oI^f ^^cl^ ie^m ^tad^folger mar. Semeif enb aBer ift 
für itii ate bie urfprünglid^e LA, ba^ MT unb LXX ben SQSiberfprud^ mit S. 4 jebe« auf 
anbere 3lrt Befeitigen: MT burdj ben ärtilel (fo baj nun ä., ber ©ol^n be«J ^riefter« 3t 
mit ben ©taatgfd^eiBem jufammengeorbnet mirb), LXX burd^ einfädle ÜBerge^ung oon 
pi. — 9:1. mit Kl. nai LXX 'n rr^a-n:?. — 13: bie SQSorte oon n'in ib Big nybaa 
fehlen in ben LXX unb ftnb mit Kl. alg fpatere 3ut^at au« Num. 32, 41. Deut. 3, 14. 
Job, 30, 13 ju ftreidjcn. — 5, 1 : ergdnje mit 2 ßl^r. 9, 26 nad^ irtjn nodj n?"]. — 17 : bie 
gong unl^altBare LA bed MT („unter bie©o^(en meiner t^ü^e") Berul^t mo^I auf ber falfd^en 
Deutung oon 93. 18 (afö ^aBe erft ©alomo im Stnfang feiner Ütegierung bie audroörtigen 
geinbe Befämpft). — 25: I. mit LXX, foroie mit 2 S^r. 2, 10 ra qb« d-'^to (MT: 
20 Äor). — 6, 8 : l. mit LXX, wie ber S^f owiwen^ang forbert, n:hnnn (MT : be« mitt* 
leren).— 15 unb 16 : 1. mit LXX nnip (MT fmnloä: Big gu ben äBänben). — 17 : 1. mit 
LXX am ©d^Iu§ bc8 a3erfeg »r^a^Si ■•qcb.— 19: I. (mie 1 Äön. 17, 14) nnb für innb. — 
20: nac^ "y'V^^ f^^^nb ma^rfc^einlic^ alg @infü^rung beg parentl^etifc^en ©a^eg noc^mate 
^"»a'nn'j. Site Sladjfa^ ju Sn •'scbi ift nac^ ben LXX ftatt '» cjaf»! roo^I '73 fe?n gu lefen ; 
baBei ift aüerbingg fe^r fraglich, oB ber auf biefem SBege ^ergefteSte unb leiblich oerftänbHd^e 
%z^ ioxSi ber urfprüngUd^e ift. äBal^rfc^einlic^ folgte in (e^terem (mie nod^ in ben LXX) fo« 
gleid^ berSd^IuJ oon SS. 21: „unb üBerjog i^n [ben 9lltar] mit feinem ©olbe".— 27: I. mit 
LXX dti-'BSS-r« (MT : „bie glügel ber ÄeruBe", inbem ate ©uBjeft }u iio^d'^i nid^t bie 
ÄeruBe, fonbem bie 33erfertiger gebac^t finb. — 29 : ^x bie Unform Q'^acbt) mirb entroebcr 
xk^i^ 93. 30 n^^Dcb ober tn7;'>;B7a (auiS einer SSermifc^ung Beiber entftanb mo§( erft bie LA 
bed MT) ^erjuftetten fein, b. i. nid^t „oon inften" [nac^ au^en], fonbem „inmenbig" ; fiif^nb] 
fann bamad^ l^öd^ftend Bebeuten „unb bem äußeren'' [Slaume (ie^ er |te einfc^ni^en]. Senn 
©d^ni^merl an ben älu^enroänben be« ©eBaubed ift (menigftend Btri bem urfprünglid^en @r^ 
sanier) gang unbenIBar ; aBer au(§ bie 2)eutung auf ben ^nnenraum ('>7q'>;Bb, mie Kl. (ef en 
loiH) unb ben ^auptraum ift nic^t ol^ne Sebenlen, ba ber le^tere fd^merlid^ lurgmeg 'fi^'^nrT 
l^ei^en lonnte. ©d^lie^Iic^ mu^ aud^ noc^ gefragt merben, oB bie ©d^Iu^morte oon 33. 30 nic^t 
auf einer irrtümlid^en SBieberl^oIung bed ©c^Iu^ed oon 93. 29 Berufen. — 31 : ein ©inn ift 
in bie rdtfel^aften ©d^lujroorte nur fo gu Bringen, ba§ man mit ©tabe niT^T^ri b^Kr lieft. 
9tur lann bann b'^Mn nid^t bie „X^üröffnung" (fo ©tabe) Begeid^nen, fonbem mirb mie anber« 
märtd oon ber oorfpringenbm @infaffung ber 2^üre, unb gmar ^ier oon ber (einen fpi^en 
SEBinlel Bilbenben) oBeren Sinfaffung gu oerfte^en fein — aSed bie^ unter ber SSoraudfe^ung, 
ba^ n'^.'»73n mit ©tabe ate „günfedf" gu beuten ift. — 33 : jlatt be« pnnlofen S n«7a be« 
MT l. mit ©tabe nadj 7, 5 n*iy?;n nitiT». — 34 : L mie gleich guoor Q-^^bst ftatt be«©dJreiB* 
feilte« t]'»?^)^. — 7, 2 : I. mit LXX n.^b«5 ftatt nya^N unb oergl. 93. 3. — 5 : I. mit LXX 



* SergL )u ber älBIÜrsung Kl. (Klostennann) in ben testfritifd^en Erläuterungen 3U ben 
»0. ber Äönige oben @. 8 IKote. — fjür bie llap. 5—7 ifl Bcfonberä bie Slb^anbrung oon Stabe 
in ber irSettfc^rtft für bie altteftamcntlic^e aBiffcnfdJaft* IH, 129 ff. ju "^aXt gesogen roorbcn. 



22 ^^^ ^e 9u(4 ber Stbniqt. 

niTn^ri (MT: bic 5Pfoften) ; im folgcnbcn t|l „gegenüber" (wie SB. 4) ÖBerfeftung beö -b», 
TDäl^renb bi» mit ©tabc (ber üBrigcn« nnf-b« nrs^ liejl) ate erttärenbe ©lojfc ju -b« gu 
ftreid^en fein mirb. — 7:1. mit 2l^cniu8 nad^ 6, 15 rh^tprriy (MT: oomgu^Boben Bis jum 
gu^Boben). — 9 : bie alten llBcrfe|ungen Bieten jur Smenbierung be« ynnni feinen Slnl^alt. 
©tobe lieft mn-^-n'^aTsi; e§er bürften bie Äonfononten atnTa ÜBerBIeiBfel oon *i^ni2 fein, 
morauf bann nod^ ein ©enitip gefolgt fein mü^te. — 12 : ftatt DbiKb ifl oon Stabe (nad^ 
LXX ju 6, 36) dbi« natnb'i mit triftigen (Srünben afö urfprünglic^er S^ejt ocrmutet morben. — 
15: I. mit LXX (unb SB! 46) pitn (MT: er Bilbete); nad^ ü^y\izt7i ift mit LXX Db^)«b 
n'^ärr Beijufügen. @Benfo fmb nac^ :ib; mehrere SSorte auSgefoKen unb jmar ift nac^ 3^. 52, 21 
unb unter Serüdfjtd^tigung ber LXX }u ergangen: yy] nnai nis^ait» ya'iN -r^^}??! -»riy in». 
@d^on 21^eniud §at richtig ertannt, ba^ ber ätudfaO burc^ StBirren bed ©c^reiBerS oon inbt auf 
n« entfianb. — 17 : ergänge mit LXX an ber ©pifte be« ©afte« •'nti fe?5T unb lie« fobamx 
mit 2:i^eniud (gleid^faUs nac^ ben LXX) unter ©treic^ung ber erHärenben ®Ioffen 'h nib^n 
unb '«ä '» o-^bia : 'fzyn S-ba^ '« ni^nnbriTi« n'iSDb unb Beibemal t^5ab für m:J3td. 3)er 
MT märe etma gu üBerfe^en : ©itter — ©itterarBeit, lettenartige ©d^nüre — l^atten bieÄnäufe, 
meiere u. f. ro.; fieBen [©c^nüre?] ber eine Änauf u. f. m. — 18 : I. mit ©tabe (gum guten 
2;eil nac^ S^^eniu«) O'^r^a'nri für d-^ni^yrt , fobann [nac^ ben LXX] n^ns Q-^sfeT '»'i^ü ■'SttSi; 
bie SBorte a-ao ü'^y\X2 im MT fc^einen auö SS. 20*" eingebrungen, meldjer im urfprünglic^en 
S^ejt unmittelBar auf 18** (oor 18^) gefolgt fein mu^; jtci^er aBer finb in 18** bieSBäortc n*iö?b 
Big D'^sfe'iSi (natürlich oerfc^rieBen für D'^Titeyn ; oergl. bie umgelc^rte SJerfc^reiBung an ber 
©pi|e beS ©a^ed) ati irrtümßd^ auS SB. 17 (f. o.!) eingebrungen gu ftreid^en. @nb[i^ ift am 
©d^Iuft oon SB. 20* nnfijr] für rr^stsn gu lefen. — 19:1. nhnsrri, ba e« jtd^ nad^ bem gleich 
folgenben SRelatiofa^ um bie ISngftBefdfirieBenen Jtnoufe ^anbelt. — 24 : bie SBorte D'^cpTs 
in'^nc ü^r^ n» fehlen in ben LXX unb ^nb mol^I mit ©tabe aU erKörenbe ®(offe gu d'^nno n-^nD 
in« gu ftreic^en. — 29 : I. mit LXX b?73n«i unb oerBinbe bieg gegen bie äccente eng mit 
nnnn?; ber MT mürbe Bebeuten : unb eBenfo auf ben ©proff en oBer§a(B ; unterl^alB ber Sdmen 
unb SRinber aBer u. f. m. — 80 : I. nac^ 38. 84 vrh^B ya^N (MT : feine gü^e). — 31 : ba 
an Silbmert auf [bem £od^] ber SRünbung nid^t gebadet merben lann, fo mirb für ri'^E-b^^ gu 
lefen fein n'^by, sc an ber n'ins). 3n ber ÜBerfe^img ber legten Sffiorte beö 38erfe« i|l bie 
LA si-^ni^^otDi oorouSgefeftt. — 35 : bie Srgängung oon p. Sito» i|i mit ©tabe aud SB. 31 
(oergl. bie Snmerlung gur ÜBerfe^ung biefeS SSerfeg) entnommen, mo biefe SEBorte eBenfo un« 
Begreiflich, mie in S. 35 unentBel^rlic^ {tnb. — 36 : bie erfte SSeriSl^alfte (ie^e ftd^ gur 3loi 
burc^ ©treid^ung beg 9(rti!efö oor nhb fo J^erfleQen: ,,unb er gruB auf bie ^lad^en feiner (bed 
3(uffa|ed) $a(ter unb auf feine Seiften JteruBe u. f. m. ein". SlBer eBen ber ä^rtilel oor nhb 
unb baS im S^ejt nodj erl^altene Waw oor 'aOTs geigen, baft urfprünglid^ 'aOTai tT^m*^ irrig aug 
bem ©d^Iu^ oon SB. 35 mieber^olt maren ; burc^ Einfügung oon b!^i unb ©treid^ung bed nad^« 
folgenben Waw fud^te man einen ©inn l^ineinguBringen, lie^ aBer bod^ ben Krtüel oor nhb 
jle^en. — 42: ftatt be« fad^lidj unmöglichen "^ss-b? („auf ber SSorberfeite") ftanb ftdjer ur= 
fprünglid^, mie in SB. 41, oon mo bie SEBorte irrig mieber^olt finb, 'yn ti«Vb?. — 45: 1. mit 
©treid^ung be^ n« : nbNt^ D'^bsn-bDi (bie LA bn«n — bad märe bn^rj bad S^Ü — iji 
afö offenBareg ©dJreiBeroerfel^en im MT mit SRed^t Befeitigt). SBJottte man 'DrrbD n«i ald 
urfprünglic^ galten, fo mü^te man megen beS o^nebied ftnnlofen rtb^n boc^ ben äudfaU ber 
SBorte d'^bDrrbDi annehmen. SBaJ^rfd^einlic^er aBer ift, ba| ba« n«*] bem ©dJretBer ent* 
f d^Iüpfte, meil er einmal mit ber Sluf gä^Iung oon D B j e 1 1 e n im 3uge mar. — 50 : im je^igen 
Xeit ift 1 oor ''nb'ib unentBel^rKc^. ÜBrigen« aBer oerrät ftc§ burd^ baiS t^e^Ien be« i unb bie 
oerfc^iebenen ^Jormen oon nb;j noc^ ald urfprünglidjer 2lejt ber einfädle ©aft : ''nbnb ninfetin 
3^J ri*;!:! ; eine fpätere ^anb moDte Beibe 21^üren ermahnt miffen unb fügte be^l^alB erftlid^ 
'pji 'pb 'du 'an mnbnb, bamt aBer oud^ am ©djlu^ noc^ '^^^'^k ^ri- — 8, 7 : l. mit 



Xai erfle fßu^ ber Hönige. 23 

2 e^r. 5, 8 ö'ipig-b? (MT : gefien . . I^in) unb nco";! (MT : bcfdjinntcn). — 8 : ba bcr 1»=^ 
f)n:üngli(§€ Zest be$ JtönigiSbuc^d ben ^ouptraum be$ 2:empeld ^^""ri^! (nid^t ^ypTi) nennt, 
übrigen« oud^ Sn ^?B-b? noc^ 'prt p. („oom ^ligen au«") überflüffig to&ce, fo wirb für 
«nprt 3U lefen fein DipTs^. — 9 : bic (uncntbel^rKd^e) Srßänjung j)on n-^^siJi ninb nod^ ben 
LXX. — 12 : bie SSerfe ftnb ergänzt nac^ bent ooUftänbigeren 3:e£t ber LXX (l^inter 93. 53), 
beren SSorloge vtm SSea^oufen (in ber 4. SSufl. Don Sleel« Einleitung in« SQte 2:eft., @. 286) 
Morfftnnig fo l^ergcjlettt wirb: n-^a •^n'^a nj!! •X?'3?? 1^^«^ ^^3» Jt^st' Q?^^? t^dsitd»« 
: *itijsi ^eon n^nra «-rt «bn D-^Äyv n^tib -»b nj; 3" unfcrer ÜBerfeftung oon S. 12 ift 
bie {iemlid^ ^orl abweid^enbe Slecenfbn be« MT beibehalten, ba e« leine^meg« fieser ift, ob bie 
LXX ^ier bo« ttrfprünglic^e bieten, ^n bem Sd^Iu^fa^e, ben bie LXX unmöglich erfunben 
^cibtti, ift fraglich, ob mit 'n'^^ti 'neos , n)el(§e« bie LXX laut i^ter überfe^ung lafen, irgenb 
ein fo benannte« alte« „Sieberbud^'' gemeint i{l, ober ob nic^t n'^iDn erft nad^träglic^ für n;D;n 
Derfc^rieben ift (fo äBeO^aufen a. a. D.). 3m {enteren ^aSe Rotten n)ir ein britte« Sitat au« 
bem „«uc^e ber Sle<^tfdjaffenen" neben 3of. 10, 12 f. unb 2 &am. 1, 18 ff, — 16: ergönje 
mit LXX unb 2 S^r. 6, 6 (mo fi($ 33. 5 nodj eine weitere guthat finbet : öbTO/n-^a *nna«3 
DTD •'Triti rrtib. S)er©djreiber irrte oom erften *in3«i fogleic^ auf ba« gleite ab. — 31 : ftatt 
be« unoerftänblid^en n^M ift entmeber mit LXX unb Targ. nb^i ober nad^ 3tdf. 10, 30 
rrbKS (b. 1^. mit «a: ,,unb er lä^t fidj auf ben gib ein") gu lefen. — 35: I. mit LXX 
Dä9n (MT: „totm bu i^nen antmorteft", b. §. nad^ gemö^nlid^em @prad^gebrau(§ : ,,fte er^ 
^örft"). — 87 : I. mit LXX ftatt be« fmniofen V"?«2i : inKSj (Deut 15, 7 al.). — 
88: '■» ^?-bDb fel^lt in ben LXX unb ift ol^ne gmeifel nur ®lojfe }u DiNrrbDb. — 
52: mie bereit« in ber 9lote gur überfe^ung bemerlt, Id^t fid^ ni'^nb u. f. m. gur 9lot mit 
93. 48 oerbinben ; immerhin bleibt auc^ bann bie 93erbinbung „ba^ beine 9(ugen offen ftel^en 
für ba« ^lel^en" u. f. u). befrembßc^. SBenn bie LXX gu ,, beine Xugen" l^ingufügen ,,beine 
D^ren" (ebenfo 2 Qfyc. 6, 40, aber mit bem weiteren S^fa^ ^'^^^12)^ fo ift bie« offenbar nur 
ein 93erfud^, bo« Sefremblic^e gu milbem. äBa^rfd^einUc^ iß ber 2^e£t infolge ber Sinfd^iebung 
von 93. 44—51 überl^aupt in 93em)irrung geraten, fo ba^ fd^Iie^lid^ im je^igen MT x>fx^ 
fd^iebene SBenbungen (,,ba^ beine 9(ugen offen ftel^en über biefe« ^au^" tc. unb [wie 93. 28] 
„menbe bic^ gu bem t^lel^en'' ac.) miteinanber oerfc^molgen mürben. — 65: ®Iof[e (nac^ 
2 6§r- 7, 9), nodj nidjt in ben LXX. — 66: I. mit LXX tfi^^a^— 9, 4: 1. mit LXX unb 
2 6^. 7, 17 -»sm.— 5: L mit LXX unb 2 S^r. 7, 18 ni-jb ftatt Vb?. — 6:1. mit LXX 
(unb 2 S^r. 7, 19) Dfi^n unb weiter *'n'pn'}. — 7:1. mit LXX unb 2 6^r. 7, 20 (oergl. au($ 
2 Äon. 13, 23) -^biö« (MT: id^ will l^inwegfenben). — 8: bie Überfe^ung folgt ber ®men- 
bation be«Xe£te«, wie fte fd^on S^^eniu« nac^ bem2^argum(gumXeiI beftdtigt burd^ 2 Sl^r. 7, 21 ; 
oergL QU^ SKic^. 3, 12) oerfud^t ^at: y^^^b rt^rj*; fT^b^ n;rj ix6i^, rrjrj rr^ani. Smmerl^in 
ift befrembßd^, ba^ fi(§ oon bief er Srgängung in ben LXX leine @pur erl^alten l^at; oiel- 
mel^r weift bort 6 iy/TjXdg auf ivb^rt htti rr^art al« fogen. casus pendens , bem bann 
iar-b3 u. f. w. al« 5ßräbilatfa^ folgte. — 10: l mit Kl., wie bie ©rammatil forbert, mit 
anberer SßJortabteilung : D'^'nton y)?.». — 18: bie 9lanble«art (gu *n)an) nfenn fu|t auf 
2 6^r. 8, 4 unb meint bie normal« ^almpra genannte @tabt in ber SQüfte öftlic^ oon S)a^ 
ma«Iu«. !Rad^ bem gangen 3ufammenl^ang unferer @teQe aber lann bei nnn nur an I7;n in 
ber @teppe t>on 3uba (oergL ®g. 47, 19) gebadet werben. -— 19: I. mit bem Xargum unb 
2 6l^r. 8, 6 ptirrba n«. —- 10, 1 : bie jeftt finnlofen SBorte '■»•' Dtbb werben mit Kl. al« 
Überbleibfel eine« ooUjiönbigen ©afte« (wo^I : '•*•» Dtbb nfe'böä ri ja "ntifiit n']':n,'n yöTö-n«*]) gu 
betrachten fein ; ber ©c^reiber irrte oom erften n^abttS auf ba« gweite ab. — 8 : I. mit LXX 
V^i f «beine SKannen" (fo ber MT) würbe entweber mit '^''"j^y ibentifdj fein ober (wenn 
Segeic^nung ber Untertl^anen überhaupt ober ber Jtrieger) fold^e nennen, bie nid^t beftänbig 
um ©alomo waren. -— 15 : nac^ nab ift wo^I (infolge Sbirren« auf ba« näd^fte m») au«^ 



24 ^Q^ «^tc ^U(^ ber 5(öitige. 

gefallen: K^ i^fi!tp. ; ftatt "inqn ift mit Kl., ba bie ^räpofttion i» grammatifc^ foum }u ent« 
Beeren, -in&tt ju lefen. — 20: DHj ,,bott", oBfdJon aud^ 2 6§r. 9, 19 ju lefen, wirb mit Kl. 
(m^ bcn LXX) ju ftreid^en fein; amSd^Iuffe I. mit LXX unb 2 %. 9, 19 nsb»» (MT: 
für irgenb weldje Königreiche). — 21 : aU ber urfprünfliidjc %t}ct bc8 ftd^tlic^ »erberöten 
©a^e« ijl mit Kl. m^ LXX Luc. anjufe^cn : 'ai a,ÖT5 «^ tjo^ti "»s cjos v«. — 26 : I. 
nac^ 2 El^r. 9, 25: ana:::? (MT: unb er führte fie). — 28: baS in jeber ^inftdjt befremblidje 
^.11?^ (eigentlid^ „Sufammenflu^", gleic^ borauf t)on einerSc^or von Stoffen geBraud^t!) mirb 
ol^ne meiterei^ auS ätBirrung auf \>ai {meite t-iip7a ju ertlären unb fomit gu ftreid^en fein. — 
9lm Sd^Iuffe ßed mit LXX ftatt bed unmögUd^en MT (..führten fte au^'' ; aBer bamt l^ätte 
onja leinen ©inn) mit LXX ^^^2- — - 11# 7: bie 2lu3fprad^e ^^jbfa (morauS bann weiter in 
LXX unb Vulg. bie gorm Moloch entftanb) flatt be« }u erroartenben "ribtt (Äänig) ift ftdjcr 
nur eine Stnmeifung, ftatt be^ Derl^a^ten ©ö^ennamend vielmehr ntisi (@<j^anbe) ju fpred^en; 
pergl. ganj Ä^nlid^e« in ber Slote ju 2 ©am. 2, 8. 4, 1. — 16 : 1. mit Kl. nadj LXX rr^'npJia 
(MT: al« SDaoib mit ®bom mar!). — 17 : 1. mie SB. 14. 17* ac. ^nri. — 19: I. m. Kl.'nac^ 
LXX Luc. etc. STn-^Dan für n'j-'aäti (MT nac^ üblicher Deutung: bie©c5mefier ber re* 
gierenben Königin SÖ^ac^peneS ; aBer ti';'^:iä^:i ift nic^t ber Xitel ber ©ema^lin bed Könige, 
fonbem ber Aönigin^äJlutter). ÜBrigend bürfte Kl. mit Siedet oermuten, ba| flatt bed erften 
niriÄ urfprüngli^ ber SRame ber Betreffenben ?}rinjefftn genannt mar unb ber %ei^i fomit 

eigentlidj lautete JiT^pan 'n intiN n'iriN -n«. — 24 : ber Iteingebrudfte ©a^ fel^lt 

Bei ben LXX unb mirb mit Kl. aU eine ®loffe }u Betrad^ten fein, bie eigentlid^ jum ©d^lu^ 
oon S. 23 gehörte, ^r bad ganglid^ Bejie^ungdlofe &ni< ifl mit Kl. Q'nK }u lefen, in ber 
groeiten SBerg^älfte aBer mit LXX Luc nib^j (MT : un^ pe gogen nac^ S).)# ^^?.! ^^^ i^''^^'^ 
(MT ^at aud^ l^ier Beibemal ben $lural; bie Slugfprac^e isb^iii lä^t bad gang unentBel^rlid^e 
OBjeft oermiff en unb ifl offenBar nur ein SlotBe^elf). — 25 : entmeber mu^ man mit ben 
LXX (bie jebod^ ben ©a| nac^ 93. 22 lefen unb burc^meg $abab gum ©uBjdCt mad^en) hkt 
nyyi lefen, i^'n al« irrtümliche ®rgängung (ftatt be« t^atfäd^lidjen ©uBjelte« fit^) ftreid^cn 
unb bem Xeit ber LXX nur bad unentBe^rlic^e $räbilat nto entnehmen (alfo : unb bied mar 
ba« Unheil, ba« er anftiftete, unb er w.) ober man mu| annehmen, ba^ oor Sn-n^n etma« 
aufgefallen ift, moran e« ftc^ al« gmeite« DBjelt anfd^lo^. 3lud^ in biefem gfalle mü^te man 
T\w nad^ ix5h ergangen. — 12, 2 : bie faft felBftoerftönblic^e ®rgängung gu $btt;2) , nämlid^ 
rrfe*bti n» "^s §at fic^ nod^ in LXX Luc. (nadj 11, 43^) unb in ber Vulg. erhalten; weiter 
ift fobann mit 2 6l^r. 10, 2 di'isc^» '-^ a«J;i gu lefen (ber MT „ba BlieB er in Ägypten" flo^ 
mol^l au« ber Slnnal^me, ba^ fld^ 93. 3 nur auf bie ^erBei^olung S^oBeam« au« llgppten Be^ 
gießen Knne. — 18: l. mit LXX (mie 4, 6 unb 5, 28 im l^eBräifc^en %ejci) üy^% — 
27 : bie ©c^lu^morte f eitlen Bei ben LXX unb ftnb mol^l irrtümlid^ au^ bem 93or^erge^enben 
mieber^olt. — 28 : l. mit LXX d^rrb« (MT : gu i^nen). — 32 : ber IleingebrudEte ©a| 
Bilbet eigentlid^ ben @ingang (ober auc^ ben ÜBergang gu) ber @rgäl^lung in Sap. 13; er 
feiert noc^mal« mieber an ber ©pi^e oon 93. 33, um nod^mal« burd^ eine Sinfc^altung unter« 
brocken gu werben, unb mirb erft am ©djluft oon 93. 33 «ottftänbig mitgeteilt. — 13, 3 : l. mit 
LXX in»;n (insn be« MT fönntc gmar im fpäteften ^eBräifd^ aud^ al« Präteritum gelten, 
mirb aBer irrtümlich al« ^ortfe^ung be« ®otte«fprud^e« unb fomit al« futurum gemeint 
fein). — 7 : ergange mit Kl. nad^ LXX Luc. »or Ji«:i noc^ ^fe«^. — 9 : l. für "^nä Jijst 
(mogu nur ^[al^me ©uBjelt fein lönnte, meldte« aBer burd^ ba« gleid^ folgenbe '•" "n^nsi au«» 
gefc^loffen ift) mit Kl. -ri"^^ unb oergl. Lev. 8, 85 unb 10, 13, mo Beibemal genau biefelBe 
9Serbinbung oorliegt. — 11 : mie ber©d^lu6 be« 9Scrfe« unb 93. 12 f. geigen, ijl ftatt be« MT 
(„unb e« fam fein ©o^n unb ergä^lte il^m") mit LXX nj:} ^Nh;i gu lefen ; eBenfo mit LXX 
D'naTT). — 12: ftatt be« unmoglidjen i«ni5 (ba fallen feine ©ö^ne Jc] ift entmAer 'rr«-;!:i 
ober mcileic^t ridjtiger mit Kl. (nad^ Ex. 15, 25) tri«} gu lefen. — 16: "t^ihh ift mit LXX 



2)ad erfie 8u4 her Jldnige« 25 

al$ jlSretibe ßmeiterung bed ^nrt DipTsa )u ftreid^en. — 17 : L mit El. ^än (bet MT ,,benn 
ein ®ort an mi<$" würbe nodj n;rj ©or •'b« erfotbem, um DetjianbßdJ )u werben). — 23 : bie 
fleingebnulten Sßorte fehlen in ben LXX unb werben baburd^, wie burd^ bie 9(rt ber Sin- 
Inüpfung be$ ®enetiod ald eine nad^irSglid^ in ben Xe^t eingebrungene ®loffe ju ^'innti er^ 
«riefen. — 31 : 1. om Sc^Iu^ be« SSerfe« mit LXX T^riiTaat? n« ■»n'iTasj? '^tab^j*; -10» T?ttb ; 
2 Jt9n. 23, 18 foQ offenbar burc^ ':in ')C3bi9';n ouSbrüJßc^ auf bie SBorl^erfagung bed alten 
$ropl^eten t>erwiefen werben. 2>ie ä(uiSlaffung entjlonb burc^ XBirren Dom erßen "^n^Tast:; auf 
ia» jweite vniTaa??. — 33: I. mit LXX nhTaab irrb "^n";] (prr^ wäre ju üBerfe|en: bamit 
er ein $. werbe). S)ie LA 'n isfiD beruht wo^I barouf, ba| jt(§ anberwärtd nirgenbd bie 
äSerbinbung 'a ini finbet; für -rr'^i wäre jebodj oor bem Plural i"'rp.3 ober (fo Kl.) ^•^rjn ju 
f(|reiben. — 34: l. m. LXX etc. "^^^%'n (MT: unb fo gereid^te er burd^ biefe Sad^e jur SSer« 
fünbigung u. f. w.). — 14, 2 : I. mit S^eniu» unb Kl. ij'b^b ('^bab beS MT förntte nur 
l^ei^en: Bqfiglid^eineiSJtönigd).— 5: l. rt^hD '^tr]^ (als (lo^e Überleitung jurf^ortfej^ung ber 
Srgft^btng, bo^er in ber6ba:fe|ung nid^t Befonberd au^ebrüdt). 2)erMT meint offenbar ,,unb 
eÄ wirb gefd^e^ (alfo gegen bie grommatif^eSKogHc^Ieit '»si"«i = n^ST?! unb bidJ = tTJfJl), 
wenn {ie lommt, fo ift fie oeriSeibet", ald Sortfej^ung bei^ ©ottedfprud^d. 3)ie Sefeitigung ber 
LA "^t-f;] mad^ fobomt bie Sinfej^ung oon "^n^n an ber @pi|e oon 93. 6 notwenbig. — 
15 : flott bei^ gan) ungefügen MT (,,weU fie i^re Xfd^eren l^ergerid^tet l^aBen'') wirb mit Kl. 
gtt bfen fein ^^y ntiic DSi'^'ntifit yr> 9B3a]^rfd^einIid^ ift Kl. aud^ mit ber weiteren Vermutung 
im Stecht, ba| biefem @a|e bie SBoriante ''^'^mm D'^d^'^^ts can^tö^, Vt2 paraSel ging, Bid Beibe 
gu bem ie^igen Xqrte oerfc^molgen würben. — 31 : bie aa& 93. 21 nod^mald wieber^olte 9ln« 
goBe üBer bie 9Rutter SteJ^aBeomiS fe^It 2 Sl^r. 12, 16, fowie Bei ben LXX. — ^ bie nod^ 
unerüSrte (entweber auf einem @d^reiBfe^ler ober auf aBfid^tlid^ Sefeitigung be$ ®otted« 
namend Berul^enbe) ^cftm q;3M. bed MT ^ier tmb ftap. 15, 1. 7. 8 wirb mit LXX unb ber 
Sl^ronif bie gewdJ^nlid^e gform n^^riK, (wofitr 2 §fyc. 13, 20 ff. bie ooDflänbige ^orm i^;nM) 
px lefen fein. — 15, 4 : 1. mit LXX Vja-r». — 6 : ber 93cr8 (irrig wiAer^ott cM 14, 30 ; 
oergl. oud^ 15, 7) fel^It Bei ben LXX. — 15 : 1. mit bem ftonfonantentest unb 2 (Sfyc. 15, 18 
n*>^*r|?i (MT oerfe^ : bie {^[igtümer beiS ^fed gal^wei^). — 21 : 1. m. Kl. nad^ ben LXX 
nnai'in at^ji (MT : unb BlieB in 3;^.). — 30 : im MT (burdj fein Steigen, womit er 3 ... . 
reigte) Bringen bie SBorte D'^d^Drt ii^» eine ftörenbe ftBerfüDung bed S^ested unb ffatb ol^ne 
Sweifel mit Kl. ald qregetifd^e ®loffe gu 'i03;d2^ gu ftreid^en. — 32 : bie nochmalige äBieber« 
^lung biefer 9{otig (oergl. 93. 16) l^ängt oieKeic^t mit ber boppelten @rwä^nung fowo^I im 
99ud^e ber ®efd^id^te ber ftonige oon 3uba, afö in bem ber Aönige oon S^rael gufammen. — 
16, 7 : atö ber urfprünglic^eXe^t oon 93. 7 (beffen Spuren ft(§ nod^ erl^alten ^aBen in Ktärä-bM 
^ott 'n*b9 unb bem auf bie AälBergeroBeamS ge^enben „3Ra^xDttt feiner ^nbe") ift oon Kl. 
fd^orfftnnig oermutet worben: „e^ war aber aud^ burd^ ben $r. gel^u, ben @. ^., bad SSSort 
Sal^e^ an 93. ergangen, ba| er bad ^aud SeroBeamiS f erlagen foOe wegen cXl beiS 93dfen, 
bad er in ben 9(ugen 3- 'S oerüBt, inbem er il^n burd^ baiS 3Rad^werI feiner $änbe gum S^nte 
reigte" (unb gwar flammt nadj Kl. bieSSerberBni« besaiejte« naiver ba^, ba| rria-b^ nissib 
oerlefen würbe in rr^M m-^rrb). — 11 : bie nac^träglidje Einfügung ber SBorte ib -»'»»«rr «b 
n-'pa '73 (au« 14, 10)*ergicbt fidj nic^t BIo| au« i^rem geilen Bei ben LXX, fonbem oor 
allem au« rbwai :c., weldjc SBorte nur in enger SSerBinbung mit „ba« gange ^« 95aefa«'' 
oerftonblid^ ftnb. — 21 : -^^nb (nac^ Kl. burd^ 3)ittograpl^ie be« b oon bd«^^'' entftanben) 
fel^It Bei ben LXX unb iji oI« fad^idj unmoglidj gu ftreidjen. — 22 : fiatt o:;rj-nN forbert 
ber S«f«nmenl^ang entweber 03{rj-b? ober ü^jr^ta. 3ta^ -^siin n73;n lafen bie LXX D^i'ri 
•»ar^n ■»•in« '^y^y^ *PV^'^ ^'^^'^ '^?? '•"'HfiS- ^^^^ SlngaBe fann nid^t wol^I erfurtben fein unb 
fd^eint gu Befagen, ba^ Xl^iBni an feinem 93ruber goram einen 93unbe«genoffen ^atte; mit bem 
gleic^geitigen Xobe be«feIBen war bie Partei 2:i^iBni« ooHenb« oerloren. 3)amad^ Bebarf e« nic^t 



26 S^ ^ ^^ ^ Mitide. 

bev gemaltfamen Aonjeftut Aldftermannd, ber für D'^i*« lefm tviE i^si obo ^'7^^' «»^ 
Xl^iSm fanb ben Xob buttl^ bie Qm\> fetned Sniberd in jener 3^^"- SHeKngate bed 3ofe^u^ 
(Antiqu. 8, 12, 5), ba^ bie ftegreid^e $ttrtei bed Dmri ben XfjUini getötet l^abe, gelftt gletd^ 
faOd ü6er ben Xq^berid^t ^inoid. — 27 : l. mit LXX "i^^r^^l- — ^o» gmeite rtifs^ ^^, 
ifl oi^e 3i9eifel nur irrige SBieberl^oIitng bed erften, ba eiS in ben LXX fe|(t unb nirgeiM 
fonfl in biefen @c|ltt|fotnieln auf m^^iai folgt. — 80: n>ie SS. 25 nnrb mit LXX 3n;i Mtd^ 
msi*' gu lefen fein. — 81 : flott bp.jn (n^eU^e« nt^t bebeuten Knnie „glei^ ol« ob td |tt 
wenig mSre, bo^ er u. f. v>/', fonbem nur [ate Unterbred^ng bed9erid^tiS] „war eg etiM ein 
©eringed u. f. w.** ? iß mo^I bie 9(udf)>rad^e bf).|n beobjtd^tigt ; fo rid^tig El., ber äbrigmg 
nod^ ben LXX oielmel^ Sh bg; ate urffwfingLSect oenmitet. — 88 : Lmit LXX nad^ ni096 
noc| DND7D. — 17, 1 : 1. mit LXX n^m ; bie Kngabe „caa 'Xffxibt in®ileab'' xft tro( bei 
oor^ecgel^ben ""avinn leinegmegd milfig, ba eg m imi bie Unterf d^eibung bief eg ^xSbt umi beK 
in Slapl^tl^ali l^onbelt; bem MT („von ben $Beifaffen®Ueabg'0 ift leinCtnn al^ugopiimen.*— 
5 : ^eid^ bag erfie "r^yM alg irrtftml. S(nfa| ju SS. 5^. — 6 : bie bdben ®loffdi nod^ nid^ in 
LXX. — 11:1. mit LXX ^'''nriM. — 15 : g^r Afi-^n^ meU^ weitere ^^nnilieii^ieber wib 
SMenerfd^aft ooraugfe^en wftrbe, l mit Kl. Ajnn; auf biefeg ffil^ uud^ bie LA ber LXX 
tj'^^^n, nur ba^ fte (wie fd^on SB. 12 unb 18) an mel^vere ftinber benfen, im SBiberfpnK^ mit 
S3.'l7 Oer 6o^n beg SBeibeg'O- — pr bog befremblic^ ü'^i, bog oud^ .^einige geif' 
(unb felbß ,,etn 3o^ long") bebeuten lonnte, lonjisiert Kl. fd^arffimtig tr rr „Xog für Zag''. 
LXX Vat unb Luc üBergel^en ü'^'O'^, LXX Alex, (beffen LA oEerbingg, wie aud^ fonjl 
I^Sttfig, bem l^a|)Iarif d^en Zest entflammen lörntte ; bcnn, wie Kl. nad^ ^elb evimieit, Bieten 
boi^ @9mm. unb 2^eob. biefelbe LA) unb Vulg. lofen M^nn fi'i''rri^') oU ^tnleitwig ju 
SS. 16. — 18, 4: 1. mit LXX wie SS. 18 D->Q$nii trumfi. — 5 : ergSnje mit LXX "^i 
nod^ "^b (wSrtlid^r lofi ung im Sanbe umi^iel^en |U oltei 9B. u. f. w.). — 19: ba| bie 400 
9[fd^era))ro))l^eten erfk nod^triglid^ eingefügt finb (in ben LXX au^ SS. 22), gel^t fd^Iogenb 
boraug l^eroor, bo^ oud^ SS. 40, wo fle unmögßd^ fel^Ien lonnten, leine Stebe oon ü^nen ifjL — 
26*: ba (Uta ben Saalgpropl^eten eben erft bie SSol^l unter ben gfarren gelaffen §at, lorni ber 
Stdotiofi^ rrben er i^en fibergeben l^atte" unmöglich gicm urfprftnglid^en Zette gehören. 
Xu(j^ bie LXX entl^alten i^n nid^t. 9Rit ber fprad^lid^ ollenfallg mö^id^en fiberfc^ung ^ben 
man i^nen gegeben l^atte" ift man fod^ic^ ni^tg gebefferi — 26'': l. mit LXX itx; (Kl. 
^rri^:;); MT oOenf^^^ n^^ mon errietet ^atte^ — SS. 80^ (bie Kugbefferung beg gerfkMen 
SOtorg) unb 81 (bie Srrid^tung eineg neuen) fd^lie^en fU^ gegenfeitig aug ; ber fno^ipe unb 
(oergl. 19, 10) überoug natürÜd^e Skript in 30** ergiebt fU^ ol^ne weitereg alg ber urfpvüng« 
lid^e gegenüber bem refld(tierten unb wortreid^en Sendet in SS. 81 unb 82* (mit Sitierung oon 
Gen. 85, 10 aug bem $riefier{obe;). Sajs bie LXX SS. 80** erfl nod^ bem (um natq 9cv« 
Misten) S. 82* eingef droben ^oben (alfo: er baute bie Steine ... unb flidlte [fo] ben Oltar 
So^weg), beweiffc nur, ba^ fte ben SSiberf^ruc^ gemerlt unb auf Xbl^ttfe gefonnen l^oben. — 
84 : ber 3ufa4 (iD ^te?,!]) noc^ ben LXX. — 88 : L mit LXX unb Tai^g. nnn'' rait; 
(MT: bog l^er go^weg). — 48: ergänje mit LXX ^dti a^;n. — 19, 1: flrti^emit 
LXX bog jweite *b2 aü irrige aSUä>er^o(ttttg beg erflen. — 2 : füge mit LXX -»b nod^ pW9*« 
ein. — 8 : 1. mit LXX »yn (MT: ^bo fol^ er", o^ne irgeitbweU^ 9lä^erbefHmmung unoer« 
ftinbli^ ; 18, 89 ergiebt ftc^ bog Objeft oon felbft oug bem ^ufommenl^ang). — 21 : ^^ri 
f e^ bei ben LXX unb ift wa^rf<^nlid^ nur erBSrenbe (Bloffe gu bem 6uffi£ in ü\x6^ ; Kl. 
vermutet (mit onberer fflortabteilung) 'nijan» bT8>, ober bie SReinung ift ful^er, boi er bog 
gefomte S^eif<$ jum [9[bfd^iebg<]9la^le ^ergiebt. — 20, 5 : bieüberfe^ung ia%t berAonjeftur 
K1.8 "^nribv^ *obft{ Kb ; biefelbe trifft lebenfoSiS infoweit bog Stid^tige, oli^ in bem burc^ft 
befremblic^ "'S metb irgenbweCc^ mit ->nnbd (u oerbinbenbe Kegotion fledten mu^, ba fii^ 
D^ ^'S SS. 6 nur «n einen SSemeimutgdfaf onf <^Iie^ tonn. S^d^Knnte ^^oU^ oud^ in 



2>aB cr|le 8u4 bn J(5itige. fbci niotxU Sud^ bet Jtdnige. 27 

®e|itlt einer fpgeiiaimten rl^etarifc|en ^age tMmmgegongen fein. S)e( ®inn bet SBorte i^ 
i^enfoBf : m(^ U» ^a(e id^ gmoDt, ba^ bu fettfl (tta^ SelieBen) belne6d^ä|e u. f. ». au0> 
Ikfeeiell, fenbem id^ mSte mit nad^ Seiteben auMftl^en! >- 6 : t mit LXX &n^;^5i (MT: 
ab eu|l beinet Sbtgen). — 20: bet 3uftmmen|(mg laft nt» an einSntlommen Seid^abaM 
mit fcMq^et9tot benlen; botnod^ bleutet D«io*b{ mo|rfd^einIid^ ;,auf einem [Sßagen«^}^erbe". 
Vk» bie allen Setfbnen bann fb o^'nc^ bieten, f($eint aSed nut 9totbel^lf ju fein, um bem 
vetbetMen 3!ect hgenb meldten Sinn abjugeminnen ; fo {td^et aud^ bad in eqiio eum eqnitibna 
0U0 b« SMgttta, »onod^ Kl. i''t^*;&'i »^ti ü^ü^by lefen mil. — 21 : I. mit LXX ng*;; 
(VT iinnte mw l^|en: er oetmunbete bie SIeffe imb {{etpStte] bie SBagen); S. 81* miS 
ober Diefanel^ etSftten, mie X|al fottan mel^afö (rr^ni fogen. Perf. frequeiit.) I^e fiegen 
ttntiin, nftmfid^ eben mit ^ilfe bet Stoffe unb SGBogen. — 28 : ftreid^e mit LXX baiS jmeite 
^nK*«i ol^ ittige ffii^betl^olimg. — ^t Dr^^Ti I. mit LXX mtb S. 18 t^yv}.- — 81 : I. 
mit LXX nad| S. 82 ^3*ttdM';a. — 88 : bie in bet 9lote gegebene iCeutung non rsin^'] (eig. 
„^ trieben Sa^tfagttei'' ; O&rigen« ifl ba» gm^erf. ßatt be« $erf. i^dd^fl beftembltd^V iß in 
bet 8ul^ mol^ nut aus bem Bufdmmenl^ang geraten ; eknfo iß bie Sebeittimg bet gtom* 
matif^9)lif(|^f9tm iisbn'^i 95Sig unfid^er. — gn 88^ ergän}e mit LXX vh» na^ it^hy^\ — 
84 : ba bie folgenben Sßotte (foOf man nid^ ol^ne weitetet ''an Vidr) 'n rtnMi ober mit WkB^. 
^ifnb^ 'a "»dM-i [mit '«^k aliS SetfUtebrng bed nod^folgenben Suffis] lefen miS) nut (d9 Siebe 
9|iibd einen Sinn ^oten, fo mftffen einige SlBotte auilgefaSen fein, in benen betÜ(etgang gut 
SUbe X|abi^ ongebeutet mot. IDemt bie ^ffung E1.6 ,,id^ felBfi miO bid^ oetttagftttft|ig ge» 
leiten'' fd^eHett, abgefe|en 9on bet Sdtfamteit bed XuCbtiiA , fd^ baton, bajs rM offenSot 
in bemfelben Ginne otrilanben merben mu|, »ie am &^^ bed Setfe^. — 42 : L mit I^X 
^;». — 21, 2 : mie S. 6 jeigt, iß 'im nor ate auiSgefaOen. — 4 : ba nid^t, mie 2 Kht. 20, 2, 
bem non beigeffigt ift ,,gttr äBanb'', fo iß oieUeic^t mit LXX oielmel^ ddii „unb er «et* 
l^te'' gu lefen. — 12: ba na-närf] nic^t mo|l aU Perf. frequent. (,,bei »iebt»r|olten (Stß 
leg0i|eilen^) gemeint fein lann, fo mirb ^^^^^2 S» lefen fein ; ol^ieft bliebe nur ilbtig VK^p, 
ffc >iMni{ jtt lefen, fo ba^ bet 8efe|l 4u£ S. 9 nod^moli müttli^ miebet^lt mäte. *-* 18 : bie 
Being^bttidten Siatte, offenbar »etbeuttid^enbe (Stoffen, fel^len in ben LXX; ebenfo 3febel in 
S. IS. — 28: 1. nad^ 2 JUn. 9, 8« pbni (MT: am ^eßungdgtaben). — 22, 6: 1. mit 
LXX etc. rr^T]\ — 10 : ba D^^ai ffit ßd^ fd^metlid^ bebeuten fann „mit prSd^tigen fUeibem" 
ober ,,il^en [(öniglid^en] Aleibem", fo mug burd^ i^iiai (meUfeS mit Kl. als eine SSariante gu 
tmft^ |u bettad^ten fein mitb) itgenboeld^e iRi^^eßimmung gn Q^i^o (ttfp. "^1:^31, 3. 8. 
yq,Y^ ''n:»a fwpume itleiber) oetbrftngt morben fein. — 13: L mit Then. na^ LXX vtl^ 
(Kl. O'^ia^ni;). — 19: L mit LXX p vh (MT: borum). — 24: L mit 2 Qfyi. 18, 28 
T^n ^ *"«. — 28: ba» (Sitot oM 3Rid^. 1, 2 iß ICngß oliS Qiloffe eineg Sefer« etlonnt, bet 
bie beiben gleid^amigen ißtof^^eten juf ammemootf ) bie LXX ^bm ben 3uf <4 ^W* ~ 
81 : ba« auffäSig nad^l^intetbe O'^avi^ e^'^bo iß burd^ 2 %. 18, 80 att nae^gli^et din« 
f af OMd 1 lUn. 20, 24 außgeanefen. — 84: l. mit LXX n^f;b«n*i^ (MT: oxA bem 
Saget), r— 85 : ergiinge mit 2 S^. 18, 34 a*??^? nad) a*?« unb ßieDe mit LXX a'n^^ r);;i 
an ba9 6nbe bee Ga^ed. — 87 : L mit LXX n&tn;i ^b%n n» *"$ ; MT : ba ßarb bet ItSnig 
(nitgl. jcbod^ S. 85, mo biei beteiti gemelbet iß) unb gelangte nad^ 6. 

Sofi stoettr Shti!^ ber Mnige. 

1, U; l. mitLXXLoc. mie S. 9 unb 18 bjn (MT: m^ let 1^ an).— 12: 1. mit 
LXX r^K (MT: yt i|nen). — 18 : l. mit LXX Luc. ^üb^ (MT affenfolli» „einen ^Haupt- 
mann übet btitte fftnfjig"). 2>aiS in ßötenbet äSeife beigefügte Subieft 'tin'nh ^b giebt M 
fd^ burd^ bie ^eRung nad^ b^ jmeiten Sl^erb old fpfttete Sut^at ju eilennen. — 16 : „eS 



%u!bi tool^I K." ®Ioffe oud S. 6, fel^It in ber urfptfinglid^ LXX. — 17 : ergötze mit LXX 
Luc. etc. i-»rifij na(^ D'3^M> — 2, 14: 'u nbod ^«Jm wofjH nur «erfel^entlid^ ouiS S. 18 
mAaifolt — - S)em Mnrrt|M S. 14^ Ue|e ßd^ ein Sinn nur abgeminnen, wenn man ed l^tnter 
ndin ftdfte („ba fd^btg aud^ er bad SB3affcr'')# nur ba^ man eS bann (ereitiS nod^ bem erßen 
rtsi!^ ermorten foQte. SEBeit ma^rfd^einßd^ i^ iebod^ m'idm aldSerftSrlung beS fragenben n«^ 
|u lefen. S)ie SSerfd^reiBung erÖärt fid^ einf a($ baraud, ba^ man ein t>om ^agemort getrenntes 
k'idiS (mie ed aud^ Ex. 38, 16 fle^t) nid^t gemol^nt mar. — 15 : m^^y^^ erflSrt El. mit Sted^t 
ffir einen irrigen Sa\^ ^^^ ^^^ SRufter Don S. 8 unb 5 ; eiS l^anbdt ftd^ ober melmel^ um 
bie nad^ S. 7 in einiger (Sntfermmg Dom Sorban ftel^enben. — 3, 2 : mit LXX mirb nä^n 
)u lefen fein (MT: ben SRal^ein). — 17 : l mit Kl. nad^ LXX Luc. onnnq (MT: tm 
S3ie§). — 19: ^inü» ^"^r-bDi von El. mit Siedet old urfprfingßd^e Sooiante [meOeid^ 
bloßer @d^rei(fel^Ier, sc Sermed^felung oon ar mit n] jum Sorl^erge^enben geftrid^en. — 
23 : l. mit El. nad^ LXX Luc. unb Targ. ^'nann nH^nri (MT : gemijs l^aben fie ftd( 9eri« 
l^eert). — 24 : I. mit Then. nad^ ben LXX ftatt ht» völlig unüberf ej^baren MT m:3 nMh;n 
nisTT'}. — 27 : L mit LXX &a(^Mb. — 4, 5 : füge mit El. nad^ LXX Luc, l^inter hnttri. 
bei IS iD?n3. — 7: L mit LXX etc. -jj-a:}^. — 17: I. mit LXX *ni$«5; ber MT meint 
mol^I: um bie 3^t, meldte Slifa il^r genannt l^otte. — 28 : gegen bie Slccente i{l mit El. tirn 
)u tänn Mb }u sieben (MT: marum milfl bu l^eute gu il^?). — 89: L mit El. nac^ ben 
LXX nnt}^ (MT : ,,eine ^elbrebe" ; auf jeben ^ i^ id^ generell }u fajfen, mie in ber fito« 
fe^ung gef^el^en). — 5, 18: L mit LXX M, (MT „mein Sater" ; barni ober lönnte baS 
folget^e nur bebeuten : ztwa^ äBid^ed l^at bir ber ^pl^et geboten tc). — 18 : 1. mit LXX 
"n^^bi unb in 18^ gleid^faSd mit LXX, 'in^tintinai (MT: memt id^ axAeU). — 22: mie 
S. 28, wo fie bur($ bie Stellung ald ®Ioffe auiSgemiefen werben, bfirften bie D^n:a 'bn mit 
El. aud^ 93. 22 oü eine (bur($ S. 5 unb bad irrige gmeite rnt\ ^ ^- ^^ Deranla^) (Stoffe 
)u ^reid^en fein. — 23: f. S. 22. — 26: I. mit LXX nod^ ^)^y nad^ "^^t;. gm smeiten 
^aDtoer« l. mit El. nad^ LXX 'an «jrjBbi 'Dn-n» ijriBlj nn?*! (MT : mar eiS an ber 3eit, 
baS ®elb gu n^men unb Aleiber k. ju nd^men?). — 6, 5 : Sead^tung oerbient bie ItonidKur 
JUoflermannd, ber D^'^gn ffir Tt'y^fti ließ („dd er bie Sl^ct [auf ben Stamm] nidterfoufen 
Iie|'') ; ßatt bed fu^er au^ oerberbten bt'i:3rrT)Mi miO El. ':3n nnj) , bie eifeme Gd^neibe 
[ber 3(|t]. — 8:1. mit Xl^eniud ffir *«n3nn (na^ fiBIid^er 2>eutung „mein Sägern") "iMtar^n 
unb S. 9 ffir bad feltfome O'^nn; („l^erabfleigenb" ?) n'^mmm ober mit ©i^nlope bed k : Q*«at na.— 
11:1. mit El. na^ ben LXX i^b^u *«q (MT aDenfaSd: »er oon benen, bie und [angel^Sren] 
iwn St. oon 3. [^ält]). — 15: ben urfprfingKd^en Xect l^at El. in fil^erjeugenber SSkife fo 
^ergefteOt: ^jjb^ n'^n^» &dtj;i (oergl. gu biefer SSknbung g. 93. 1 Barn. 5, 8); SuBjdt 
ifl @lifa, mie fc^on i^^ in ber gmeiten Serd^älfte forbert. S>er MT („oü nun ber SMener 
bei» aRanned ©otted ftd^ frfii^ erl^eben [ober aDenfaDd „aufbred^en"] moOte") entßanb fo, ba| 
man n'nnTaia in ryiiä'D oerfd^rieb unb biefem nun notgd>rungen D*»rtbMn «f*»« (eiffigte; fite 
Dipb ober lafen nod^ bie LXX nj^bä. — 22 : bie LA Mb 'itd^ri mirb oon LXX Luc. voraud« 
gefe|t. 2>a aber bod 9{ieberme|ebi aller befangenen unmSgKd^ Jttiegdfitte mar, fo wirb ber 
MT im Siedete fein. — 80: I. mit El. nad^ LXX Luc. iw (MT: „DoröBerging"). — 
82 : 1. mit LXX Luc. ü'lX$^'!i. — 88 : ba 7, 2 bie ®egenwart bed fidnigS audbrfidKid^ ooxaaii' 
gefegt wirb unb bie Sßorte in 93. 38^ nur in feinem SRunbe einen Sinn l^aben, fo iß ffir 
*^Mb^rT notwenbig *^b^:i gu lefen. Sor 93. 88 mu^ man entweber ben XudfaD eined Sa^ed 
annel^men, ber fiber bad (Srfc^einen unb 3urfidf]^alten bed Soten berid^tete, ober man mu^ mit 
aSeO^aufen (in Sleete @inl., 4. 9(ufl. ©. 251) in 93. 82 'ts '» vM^i unb oOed, waS auf 
^©»^ folgt, jireid^, oorl^cr ober (nad^ in« O'^ati'») "^btztj «a*^ onoa lefen, — 7, 2 : 1. mit 
LXX etc. '!|biarT. — 10: I. mit Z^eniud, wie ba« folgenbe onb unb 93. 11 forbert, ^^yp 
(MT: bem ^^ftcjter). göy e"»b,rih l mit LXX tjn^bn». — U; l. mit LXX i»nT«n- 



iM inetie 8ttil^ bet Könige. 29 

!Rit Ste^t ergin}t Kl. nad^ ta'^'i^ttn old urfpritnglid^en %^, bet ^ oerfprengt nod^ in LXX 
Lucs* (l^inter ^^y,ri S. 10) etl^alten ^at: ^"»^rj '^'itij-b^ (für -b« wirb inbe« oielmel^ \ gu 
lefen fein). — 13: I. in ber crüdrenbcn ®Ioffc ju t-'^fijtisn mit LXX nfe (MT: „in \fyc'\ 
was auf bie Stobt gd^en mfl^te). — Sie in ber ttBerfe^ung ouSgeloffenen SEBorte fmb irrige 
äßieber^olung Vt& Sorl^ergel^enben, entfkmben bur($ älbirren eined @d^eiber8 omt bem i^i^ 
Dor iTati }u bem nad^ d'f-)Mu3;n. ^ biefe 2)ublette brang bann, wie El. rid^tig erlannte, 
nocl ^v^'ycf] ein (obfd^n nic^t bie ^enge ber SRenfd^en, fonbem ber Stoffe gemeint ifl) unb 
tmttbe fcffliej^id^ aud^ l^inter Vtt:?^ (welc^ed bedl^alb oon ber ÜRafora in '\')'n'n 9enoanbe{t 
wirb) eingefügt —17:1. entmcber lyr^i für na*!? ^tf«s ober jireidje ^a-si töä oor nn'nsa ; 
bie Deutung bed MT : wie ber ÜRonn ®otteiS gefagt §atte, welcher fprad^, u. f. to., iffc fprad^^* 
lid^ laum {ulüfftg. 2>agegen wftre moglid^, ba^ (wie El. wiQ) bie SGBorte ,,n)ie ber 3Rann 
®otted gerebet ^atte'' nod^ jum urfprünglid^en Xecte gel^Men tmb ^a*i ni^fii; (nad^ El. oer« 
fd^e&en aud ^1)^^$) nur bie Überleitung ju bem 9(n^ängfel in SB. 18—20 bUbete. (9te Xn« 
l^&ngfel oerroten jtd^ biefe Serfe, abgefel^en oon ber breiten äBieberl^obrng, au($ burd^ bad 
brA •iDtt^'ji S. 20 für ino»^y S. 17.) — 8, 1: wie El. au& bem a:ext ber LXX Luc. 
(oergl. inbed aud^ ben teztuB receptus) erweift, brang »n^ ts^i erft nad^trSglid^ ein. — 8 : I. 
mit LXX U'^y^ri 9:^'^ (MT: oon fte&en gal^ren). — 11 : für baS f^Ied^tl^in rStfel^afte Dt&;i 
wirb mit El. nac^ 1 Aon. 9, 8 Qtf^i (ober dIbm) ,,unb er entfej^te fid^'' gu lefen fein. Xuf< 
fSDig ifl Befonberd, ba| ,,ber 9Rann ®otted'^ ber bo<$ @u6jelt ju ^»y'^i 2c. fein mu^, erft 
nad^ ']:i->i old folc^ed genannt wirb, bol^er El. mit gewaltfamer Streichung oon ni»*» ni» "o 
(S- 10) ben flerbenben ^afoel, ben @Iifa tm®ei{te fa^, jumSubidte mad^en wiS. — 16: bie 
aSorte nnis-t*« ^^bu tsovin*«-), an biefer GteOe oSQig ^nnloS, ftnb oom 6d^Iu| be^ Serfe« l^er 
eingebrungen. — 19: Lnad^ 1 Aon. 11, 86 r;;b (MT aOenfalli^: l^infid^tlid^ feiner 6dl^ne). — 
21: i^y^ fonfl unbefannt; bad ^-»yiD (Slame bed(Sbomitergebirgei» unb «2anbe«, 1 9Rof.88, 
16), wel^eiS bie SSuIgata ooraudfe^t, i^.fMi|^er nur geraten. SZeuerbingS woQte Conder '^ in 
Zuwera amSübweftranbe bed toten 3Reered wieber finben ; Stabe oermutet n;k ald urf|»rfing<* 
lid^e LA. — 9, 4 : ber MT wäre ju überfc|en „ber Süngltng iji [war] ber ^pl^et" ; offenbar 
i^ aber bad jweite ^$dr[ irrige Sßieberl^olung bed erften, unb war oidme^r bie ®Iofi[e VA 
«•»5jn beabfidjtigt, obfdjon bad erfie ly^f: gar nidjt im Sinne oon „SJiener" gemeint ifl. — 
7 : L mit LXX n'^Drt'] unb oergl. 2 ^t. 22, 7 (MT: unb bu foO^ fdjiagcn). — 11 : 1. mit 
LXX i-nöKn^ (MT oHenfatt« „fragte man i^n"). — 17: nodj n?!)«J ifi, wie ber Status 
couBtr. jeigt, ein ®enetio aui^efaSen, unb jwar l^öd^ftwa^rfd^einlid^ Q"*^}«;, burd^ äUirren 
auf dK in '»3«. — 27 : ergänge nad^ ben LXX (weldje baflhp irtsn nidjt auArüien) inaji ; 
übrigeniS I8nnte mn (eig. fd^Iagt il^n) aud^ bebeuten: „fd^Iagt ifyx [nid>er]'' unb nmüi 
bemgemü^ „ba Rieben fte il^n nieber" ; ba aber X^adja nod^ lebenb bid SRegibbo gelangt, fo 
ifi bie SReinung wol^I bie, ba^ ftd^ bie Serfolger mit einem wol^lgegielten 6d^u| begnügten 
unb bann oon il^m abliefen. — 28 : ergänge mit LXX, Syr. unb Vulg. nad^ vna^ nod^ 
in«p:n";3 n^^'i^n-b» unb oergl. bie gu|note gu SS. 27^. — 88: 1. mit LXX etc. ?;no?^'i«!3 
(MT aDenfaH^ „unb er lieft f» [oon ben Stoffen] gerpampfen". — 10, 1: l mit El. ^att 
be« unmSglidlien bK^h^*: nad^ LXX Luc. b»-] i^yri , unb ergänge nad^ 0''3tt«n bad unent» 
beljrßdje ^pb ober (El.) ''sa-nK. — 2 : C. mit LXX etc. 'n '•'i?. — 6 : L mit LXX "»iti 
(MT: gum gweitenmaO ; '»'a "t^.?« lann l^eiften: „berSRänner, berS8l^ne eureg^^erm", 
wobei in **ti3M nur auf bad ®efd^ie^t, tix^i ba$ Xlter ®ewid^t gelegt wäre. SD3a^(i^einIid^ 
tp lAo^ ber a:e|t oerberbt unb •^«:» beffer gu ftreidjen. — 7 : L mit LXX Dflcantf^i (MT: 
unb fd^Iai^teten 70 SRann). — 15: I. mit LXX ■'a:jb-r» »iiö; tjaijb «j;.rT (MT oOenfaO«: 
wenn in beiner ®ermnung SlebKdJe« ifi) unb ergänge, gleid^fatt« mit LXX, «^n«: »i»«-! oor 
)ö:i; MT attenfatt«: ja, ja, gieb beine ©anb! (otte« al« SRebe 3onabab«). — 16: l. mit El. 
infit ps^!;3 (für ben Singular geugen aud^ W LXX, nur ba| biefe in» »»153 oorau«fe|en), — 



30 tM |»ciie fMi bcr Mnifte. 

19: i^'^irur-b:? ift mit El. als imge Sisiirafltm| (üxA S. 21) ju ftoetd^; S^u oerfmniicft 
luerft bie $iof>l^etm tmb ^eftet bei Saal, um imtd^ fte ein olgemeinei 9^ oulcitfeii ^u 
loffnu ^ 24 : L mit LXX, wie mb:^^ S. 25 fodiett, Ka;i tmb mitSlI^enitid tsS^*; (MT: ber 
aSonn, ber ftd^ retten wirb). — 25 : memt nd'^btEjüi rid^tig fiberSefert tft, fo mu^ bontod^ für 
„bie Särobofiten unb bie Stitter" etmoi {effamben J^oben, toa» fle l^ittf($Ieitbetieit. Vkmä "ry 
oerfd^rieben \% ifl ni^t mel^ |u ermitteln (El. oenmttet ^'^y^ ; biei würbe in ben ^ufammeni« 
^ong paffen, nur lann num jid^ bafür nid^t auf bai raog in LXE Luc berufen, bemt biefeS 
bient fon^ lemeiBwee« gur Sßicbergabe von 'i'^ai. — 26 : ffir rh^it(o bei MT würe wfnigftsni 
mit LEX Luc ra«» gu lefen. SRit 9led^ ntod^ pboi^ Stabe (ZAW. V, 279) «ettei^ 
ba§ man 9RaI{leine ntri^t oerBremten lann, wol^I aber bie Xfd^eren ober l^eiligen $fi|Ie (wtfjL 
bef. 2 JtSn. 28, €), unb bag unfere ©teSe auf 1 ASn. 16, 88 aurfidKItdft, bal^ n^üitfj, ffir 
nnst» |u lefen ifl, wie S. 27 I^Sd^ftoa^rfd^einlti^ bs¥l ti^T» («ergl. 1 Jtön. 16, 82 uttb ju 
ber aSenbung nnttt yns 2 9Rof. 84, 18 ic). — 82: fftr bai befrembßd^e rh^\ (um 
[@tSd(e] obgttfd^netben an 3.) wirb mit bem 2;argum fp^T^, |tt bfen fein, ftbrigeni erinnert 
etobe 0. 0. Ö. mit Sted^t, bo^ ftd^ S. 88 an S. 82 nid^ anfd^Iie^t, wie benn überißt ber 
Xect oonS.88 1^# tmflefüg unb äberlaben iß. -r- H, 2: fo wie bccZest Jc^^t hmki, ijl ber 

M<4 ^^Jll ^^ ''^^ (fo 8 ^f' 22/ 11) ni4^ S^ entbel^. SieOeid^ ifl abis mit Stabe 
(ZAW. V, 279) Hni^dti? hnk ali fpttere Sutl^at ju fteeid^en unb ti'^raiDn mit ber Orü« 
angäbe 'nn innn ju »erbinben, fo ba| ber ^ring nid^t erß in bie Settfammer, fonbem fo« 
gleid^ in ben XempeT gebrod^t »orben wire. — 8: I. mit LEX unb 2 fi^iron. 22, 11 
^nn-'nDni. — 6: bcr fieri untcrbrid^t aufü florei^ ben Salfimmini^m%, bbttt in 93. 9 
uttberMfld^tigt unb wirb oon {ßdll^attfen (SIedS einL ini X. %., 4. 9ufL, 6. 258), btffm 
fiberieugenber ^ßxn^UpaiQ bei Xestei wir uni (obgef^en oon *!|V)ain*bM S. 7, bai gbid^ 
falli nur ®Ioffe fein fam) bmed^oui angefd^ffen l^en, mit Siedet ali „ooBig iaioerflonbß($ 
vaä wa^einISi$ ein (BeriO uerfe^Iter (Bioffen'' bc|eii|^net. ®o ift befonberi rt^i^ am 6(|lMi 
ooKg r^eD^aft. — 10: L mit 2. (Sfft. 28, 9 tTn-^drin; ba^ ber ganje 8en mit 2kB^ tfü 
®Ioffe itttoi^d werben mu^, bebarf ongefid^ti bei Sni^öltei (^ ^efbr bewaffnet im Dienfl 
befinblid^e 9cwa{^die!) leinei Sewetfei. --- 11: 'o 'nn^y wirb burd^ 12« ali (Bloffe er« 
wiefen. — 12: 1. m. ffieOl^. (nod^ 1 6am. 1, 10) rh^y^n ; bie LA bei MT (,rbai S^gnü") 
benit offenbar an bai (bem ^rtnjen aufi ^upt gelegte?) (Befe^fbud^. — 18: mit S. 18 be^ 
ginnt, wie 6tabe (ZAW. V, 284 ff. ; oergl. bef. bie gweimalige (Srwftj^nung ber ^tnrid|iamg 
Xt^#ii) erwiefen ^at, boi Srud^^ einei anberen, o^ne gweifel iftnyam, SSerid^li, in 
wdd^ ^ \m Xrobanten (bie S. 18 nur oli offenbare @Ioffe in ben SJe^t gdommon 
ftnb, wie umgde^rt bai So0 in 93. 19) bai 93oII bie ^ouptroOe fpiett — 15: L mit 
Stabe a. a. 0. ^^ri^^i; C^T: bie ©emufkerten bei {^erei). — 12, 5: <M 'di o->m ^a^ C|9$ 
ifl tein Sinn gu gewinnen, aud^ wenn mmt '» 'd na^ 1 Stof. 28, 16 mit ,,gangbarei €>elb" 
fiberfe^t unb ViS^^'^ vorder gewoftfam in „mm brad^te'' umbiegt, um mm „m fbtc bai ®db 
für bie eingelnen $erfonen [nad^] feiner, sc. bei ^ßriefbri, Sd^ä^ung'' anfd^ie^ gu ttnnen. 
Hilf o« Überfe|uttg folgt ber Smenbierung Stobei (a. a. 0. 6. 286 fg.), ber w-'fit t}*;; l^^ 
'ai *ii58t 8|Ds-b:}i oermutet unb -^s^^y nwps t]§s fftr eine nad^ 8 SRof. 27, 2 gegrbeikte Abffe 
erHSrt. — 10 : ba bie Sd^eSenl^öter bai OMb am Eingänge fei ei bei Sorl^fi obtft bei 
Xem^i in <Sm|ifang genommm l^oben mäffen unb nid^t abgufel^en ift, wogu fie ei oon ba in 
bm flülta mitten im S)or|of l^ifatten trogen follen, fo lonn nat»n bxK nid^t urf)>rfing{id^ 
Xmt fein. Stöbe folgert mi» oerfd^iebenen nod^ erl^tenen LEE^Soiorten oli urfprfingSii^ 
3^ t^E)AÜ^^ ^^. neben ben (am (Singange beftid>tt($en) aRalftein. — 11 : ba ber ^efbr 
im 2:em|)elbeteid^e wohnte, !omile er nid^t jur ^Imig bei Sdbci J^erottfbmincn" ; fd^ 
burd^ b?y wirb alfo Vnan iribr? ali ©Joffe erwiefen ; oergl. Stabe a. a. D. 6. 290 f. — 
12; L mit bm fM^ Q'^IT^Bri (MT; bie IQecmftegten, Hngefkeaten), -^ tS, 6: l mit 



LXX Alex, ti id^rj. — 7 : (. mit Kl. nad^ LXX Luc phb (etg. : unb l^atte fte gemac^ 
»ie beit GtottB l^tnf4tK4 bed Zermalmen«; MT: ^inf^tU^ bed 3erbrefd^iS). — 20: eia 
fifimte buYd^ tttige SSii^betl^oIung oon [^"1]»^ entfionben unb rt^^ burd^ nji^: (olfo ,,l3al^r 
fte SoJ^r") gu ergänzen fein. XBer mt4 bonit 6Ke(e auffoOis, ba| 93. 21 pUt^lid^ 9on einer 
(e^immlen etreiff^or bie Siebe iß. Sk^d^nli^ ifl bo^er n^^iS ^a ^agment eines Soted, 
ber tttffogte, ba| eine Streif fd^or ^e&en bortl^in gelommen war" (n^u^ m^ jtonjettur ftlofter« 
moünS). -— 21 : I. mit LXX Luc. <Dbr.i (ber MT meint ,,ba ging [gelangte] er [ber S^te] 
unb (erfil^rte k.). — 14, IS: l. mit 2 6^r. 25, 28 mK/ia-;]; MT im Aetl^iB: unb aU fte 
(Dere: M er tt.f.m.) nad^ gerufalem gelangt, gffir n!^u»:n (am Sp^raimdt^r) I. mit LXX 
Lue. ^teq. — 26: bie MKd^e Itonjldtur rr^in (bitter) fdr nnb ftimmt nic^t ju bem 
mascul. '^iff^i oieHeic|t ifi o^e meiterei» Min ^Q "^s J^eTjufteHen. — 29: erginje mit 
LXX Luc. unb ollen analogen Seiffuelen (juleftt 14, 16) v^%3tt '^yn'^y — 15, 5 (9lote) : 
Kl. lieft 'n nh"»aa unb erflärt 'n «abgefonbert" für ein SlboerB (??). — 10 : l. mit KL nad^ 
LXX Lue. ^b'yrg^ (MT mo]^rf4etnIi<$ ,,«or bem fßoW, b. i. dfftntlu^ ; nod^ anberen foDte 
Q9b&p ber 92ome bed SRörben^ fein, mA^renb bod^ ju itiD->i bod Subjdt fein anbereS fein 
famt, Ott bad )u '^b»-'i, nSmlid^ 6aOum. — 16 : 1. mit LXX Luc rvivs, ba bie am Sup^rot 
gelegene &M nQi;n nur burc^ ein SBirfe^ in ben Xect get^mmen fein forni; meiter aber 
mi^ flott beS offenbor uerberbten MT (,,meU er ni($t geöffnet l^otie, bo fc^lug er") mit LXX 
Luc hb inni; Kb "^s, enUid^ mit LXX -nK*] ftott -n^ ju Ufen fein. — 18: L mit LXX 
-b:;». — 19: 1. mit LXX v^;3i (MT in enger Serbinbung mit S. 18: olle feine gebend« 
togt). — 25: ber MTlönnte nur l^ei^en: oon Sinnen oon ®ileabitem; ma^rfc^einlid^ ftnb 
fo |Mi Segorten oemifi^t: *i;rb:} -»y^n (ober, nad^ bem gemS^lid^ Sprod^ebraud^, na^b^ri) 
unb D^'lJ^^ir! 'm. — 84 : ^eid^e mit LXX unb 2 C^r. 27, 2 bad smeite ni^qr. — 16, 6 : ffir 
D'^^b mirb nad^ bem .Sttfammenl^ang Dhfitb ju lefen fein, mie gkid^ barauf q'^ui^mi im MT 
rtd^ in D'^uiiki oenoonbelt ifL @obonn I. »ie unmittelbar Dor^ unb nad^l^er nb^K. — 
IT: L n'i'iJi&iq (ol^ 9Crt.). Ser MT beruht mt^l auf SSecmifd^ung smeier LA ('»n '^n 
unb 'ann '»n). — 18 : I. wie bie ©rammata forbert t^'^rrn. — 17, 4 : bo "itög „»er« 
fd^nritamg" unb nic^t ol^ne weitere^ „Serrat'' bebeutet, fd^merlid^ aber gefagt merben bunte 
„bcc tL ton 9(ff9rien fonb Serfd^mSrung an ^feo", fo mirb mit LXX me{me|r i}gai }u 
lefdi fein. ^ Mio ifk J^d^fhool^c^einlid^ bie audf))rad^e fi^.no beabfid^gt unb bomit ber 
$|a»tt> gemeint, ben bie ^gppter felbft @($aba{a, bie ®ried^en Sobdbn ober Seoed^od nannten. 
^^ bie Aettinfd^riften fennen einen glei^jeitigen ägpptifd^en ftonig Schab' i, meld^er ^^orm 
^Sifd^ed M^D entfpred^en mfirbe. — 13 : bie Xnnol^me, bog ber Xe^t urfprfinglid^ nur i^*«:); 
bo^t unb rrrrrbtD olg fiberfUlffige ®Ioffe baju trat, biirfte einfod^er fein, old bie mol^lfeile iton^ 
jdtm -b^i M'>9;-b!;. !Rod^ unmöglu^ ift freili(( ber MT, ber ol^ne 3n>eifel ^^aOe ^ropl^eten 
jeglid^ 6d^auung" (noc^ gef. 28, 15?) ougbrOden miU.— 9}or ->n'i^n ergSn)e mit LXX 1 
nad^ Stnologi« so^beid^ ä^id^er Stellen. — 15: """ineti lönnte (mit fogen. empl^tifd^ 
Waw) bebeuten „unb amor nad^ tc" ; rid^tiger aber »irb i ald folfd^e 2)ittograpl^ie bed vor« 
l^erge^eid»en n }u ftreid^en fein. — 21 : yrtpr^T^ ift fd^merlid^ ber urfprftngßc^ Xesi Xm 
n&(^ läge y'ip^:^ -»& „benn ^^xaü ^otte ^ lo^eri^en" ; fo g. X. bie LXX (iw^yti), 
Tmrg. unb Vulg., bod^ fömtlid^ moi^ nur geraten. S)ie LA p'n •^s {ort nlr,v) ber LXX ia|t 
bo& Serbum «ermiffen (benn /rX^ ovi eggayri in LXX Luc. ift notfirlid^ Sermifd^ung 
gmeier Segorten) ; Kl. befd^ ein fold^ buid^ bie »eitere jtoniAur 'n m^ bz^. — 27 : 1. 
mit LXX Luc Dn-^bitn (MT nur mit anberen Sofolen „bie i^r meggeffil^rt l^abt") unb weiter 
üti*".] *;|y-) flott bed ^burolg. S)abei ift oOerbingiS froglid^, ob nid^t nt^^ erfl oug 93. 28 ttn« 
getrogen ift, ber twfprilnglid^ Zect olfo \aaix\t\ laffet etitic^ oon ben !ßrie^em u. f. ». ,^in* 
ge|en, bo^ fte ge^ 2c. S)er gemö^nßd^e LXX«3;est fe^t fiberl^aupt nur Dt|» ^D'^bh ooroud^ 
bod^ imij/t bieg nnil^I nur ouf Sbirren oon rs);^ auf otjq. — 18, 2: l. mit 2 S^. 28, 1 



3^ iM stteiie 0u(( ber itbniqt. 

rr*'aN. — 10: L mit LXX nnsb^-i (MT: eroberten fie e8). — 11: I. mit LXX om»»n 
(MT: unb er leitete fie). — 17: »u« 3ef. 86, 2 ergiebt ftdj, ba^ ber Sl^ortan unb ber 
9la6fariiS erft nad^traglid^ in ben Xq^ eingetragen {fatb. ^axna^ ift S. 17^ Mb;i by^i unb 
nfesj^i (nur biefe« lefttere l^at 3«f- ^6/ 2), S. 18 ober K'j]?i: unb rb« l^erjufkellen. — ^aß^ 
'ttfi*T' i[t i»a*^i ib:?''i in SB. 17 oI« irrige SEBieberl^oIung ju jireic^en. — 24: ber MT Knute 
f ^U)erli(§ etmad onbered bebeuten, old : ben Hauptmann (eig. oHerbingd ,,ben Stottl^atter ober 
Soubpfleger", »elc^e Sejeit^nung l^ier l^od^fl ouffoDig) über einen ein}igen oon ben geringften 
Wienern meinet ^erm. nne wüb afö (burc^ falfd^ed ^dren entjtonbene?) SBorionte ju nnM 
einfod^ ju ftreic^en fein. — 28: ftreid^e mit gef. 86, 18* *nnTi old offenbare Sarionte ju 
n7a«'^n. — 29 : L mit LXX Luc. "»n;». — 84: ergange mit LXX Luc. oor nb''»n-»Ä nodj 
fi^wW y^fij ^rtbwt Si^Äi, oon Kl. mit SRedJt ali3 unentbe^rßdj bejeid^et (nur ba| er '«' DipTa 
für ';d' v"7&$ I^m tt)UO- Übrigens fd^eint LXX Luc. bomad^ füx ->:& gelefen ju l^aben "^qn 
(„§aben fie roo^l Barn. u. f. ».")• — 36: I. mit Sef. 86, 21 wä-^^niii unb ftreid^c ta^rj; 
benn nur oon ben brei SBürbentrSgem ^&tte eine Slnüoort ou^el^ lönnen, unb nur i^en 
lonnte oon bem Jldnige @(l^n)eigen geboten fein. — 19, 2 : i^iuM*-^:! enoeifl fid^ fd^on \>ux^ 
feine grammatifd^ unmoglid^e Stellung na($ vc^^yn als ®Ioffe. — 10: ba eS ftd^ na($ S. 14 
nid^t um eine münblid^e, fonbem eine fd^ftlid^e Sotfd^aft ffccvbdü, lärmen bie Sorte oon rrd 
bis gum erßen "nbfiib nur eine Sutl^^t fein, bie biefen Sac^oerl^alt überfielet. (2)ie SBeglaffung 
ber begeid^neten äBorte bei ben LXX lonnte aOerbingS in bem ätbirren oon ^bficb amSc^luffe 
beS 9. Safes auf baS erfte nü^b in ». 10 feinen (Srunb l^aben). — 16: 1. mit 3ef. 37, 17 
nbti •ntifiit (MT wie S8. 4 „ben er gefonbt j^at" ober „womit er ii^n beauftragt i^at". SSJa^r* 
fd^einlid^ ift babei mieber an Slabfafe gebac^t, aber bie Sotfc^aft ifl bieSmal in einem Sriefe 
überbrad^t). — 23 : l. mit LXX nH^Mi urtb nM'iüMn ; bie !Dlafora glaubte le^tere ^rm nur 
als ftoi^ortatio faffen gu ISnnen unb bel^anbelte bamad^ aud^ niDMi, obfd^on bieS nur bebeuten 
Mnnte „unb id^ pflege umgu^auen". — 24: I. aud^ l^ier mit LXX a^n«;. — 26 f.: ber 
Sd^Iug oon S. 26 ergiebt im MT leinen Sinn. ®efe^t n^nti l^ie^e „Sranblom"' (unb nid^t 
oielmel^r, roxt Y'^c'^^ „Sranb, SSergilbung'Of fo märe bo^ nTap *«3Db (eig. oor ber l^od^« 
ragenben @aat) unoerftSnblid^, benn oon ber SSergilbung merben eben bie ^alme betroffen. 
SRit ber LA 'm^roi 3ef. 37, 27 ift nid^ts gebeffert, bemt „eine (Setreibeflur oor ben ^aCmen" 
mSre ein feltfameS 9ilb für ben 3uftanb ber äkr^eerung. 3)er urfprünglic^e S^e^t für nonvi 
ift fomit nid^t gu ermitteln. 3)agegen ifl für n»p^ ''DDb gmeifelloS mit SBeSl^aufen (SIeelS 
@inl., 4. Xufl., @. 257) gu (efen "^xip -»^Db. 6o erhalt ber Xnfang oon S. 27 burd^ bie 
ätnberung eines eingigen ftonfonanten bie faum entbeJ^rlid^eSrgongung. — 88: l. mit 3ef. 87, 
84 M^ (MT: „tommt" ober „lommen mirb'')* — 20, 9: I. mit Kl., mie bie grortfe^ung 
burc^ aiV'naM unb oor aOem bie Xntmort beS ^iSKa geigt (nad^ welcher i^m oom ^opl^eten 
bie ^OafjH gelaffen mar) ai^.;\n; MT lönnte nur bebeuten: ber Sd^atten ift ge^n Stufen oor^ 
gerüdft ober foK er ic. — 11 : ba| bie SBJorte nn^; *t§« nhbj^a eine auS Sef. 88, 8 ein« 
gebrungene ®loffe finb, ergiebt ftd^, abgefel^en oon ber offenbaren ftberfüDung beS Xe^teS, be« 
fonberS barauS, ba^ baS SubjdK gu 'r\T^\ nämlid^ bie @onne, in unferem 3^e^e gar nid^t ge« 
nannt ifl.— 12: 1. mit Sef. 89, 1 w. "Ji^Kita unb amSdJIu| mit 3ef. 89, 1 pTn;i nbri. — 
18: 1. mit Sef. 89, 2 n^fe*;] (MT: „unb ^i«ia l^orte über fte"). — 19: ber^MT lagt fldj 
nur fel^r gegmungen erflSren: ifl'S ntd^t [fo, ba| S<^toeS äSort gütig gu nennen tft], memt 
SSiol^Ifa^ . . . I^errfd^en mirb u. f. m. SieQeid^t ift qm gu flreid^en ; ber Sinn mu| ]d)enfalls 
berfelbe fein, wie ber, ben S^f. 89, 8 burd^ einfad^eS Ji.jJn: -'S auSbrüdft. — 21, 6: L mit 
2 Sfyc. 88, 6 'lO^'y^nb (ber ^I^Cer entftanb burd^ Stbirren gu bem fogleid^ folgenben Waw). — 
8 : flreii^e mit 2 6§'r.' 38, 6 n oor b:;b. — 11 : l. mit El. (ber übrigens baS Sßort aIS®Ioffe 
Preidjen unb bs^ für bs» lefen will) y^rj als Äppofttion gu '«rr mayrn. — 18 : I. mit 
Gtabe *:{ist7| nhn (mörtlic^: mie man bie @d^üffe[ [rein] abmifd^t, ein SCbmifd^en unb Ummenbcn 



2)a< 9ioeiie 9u4 bet ftdnige. 33 

auf il^t Obevteil; oergl. ®efen. 25 § 113, 3, b) ; MT !önnte nur Bebeuten: tote man bie @d^. 
abmifd^t, ^at er oBgemifd^t unb untgefUh^t. — 18 : l mit Kl. nad^ 93. 26 'in'nri]?^ (MT: „im 
Oorten frinc« SPoIafte«'', womit aber „im ©arten Uffa«" in aBiberfprud^). — 25 : 1. mit LXX 
Luc. wie anbcrmart« •ntifiji-brji. — 26:1. mit LXX Luc. "^^^pji^ unb T^n» rihaj^a ((MT : 
in feinem S5egrä6ni8). — 22, 3: 3ufa^ nad^ bcn LXX. —4: L mit LXX Dhrp (MT allen* 
fall« „ba^ er ba«®elb fertig moc^e"). — 13: I.mit;LXX Luc. T^b:?, meldte LA aud^ 2 S^r. 
34, 21 oorau$gefe|t mirb; MT: ba^ fie getl^an l^ätten gemä| aQem, toai und oorgefc^eBen 
\% — 16: I. mit 2 ßl^r. 34, 24 "b?. — 18: bie in ber Überfe^ung audgeloffenen SBäorte 
merben non ben LXX (Vat.) mörtlid^ unb fomit unDerftönblid^ miebergegeben. 2)agegen fe^t 
LXX Luc. aü Vorlage oorau« 'ai ^^'^^i ••'n^T"« PSJ'a^ ^fi?. V^.l „^^l bu meine SEBorte 
gel^ört l^aft unb bein ^erj ermeic^t marb" 2c. 2)a)u mürbe ber ®^lu^ bed SSerfed („fo fd^enfe 
nun aw^ id^ ©el^ör") fel^r gut paffen, aber bie LA ber LXX Luc. ermeift ftd^ angeftd^tiS bed 
nad^folgenben '^i ^.^^^^ ci^ «in ftörenber $Ieonadmud unb bient ol^ne Sn'^if^l nur ber tünft^ 
lid^ 3u^^tmad^ung ber unoerftänblid^en SSorlage. SBal^rfd^einlid^er ift, ba| bie audgelaffenen 
SBBorte urfprängUd^ nad^ \;b73 ftanben; an il^re Stelle trat bort bad audfül^rlic^ere niri** 
'an ^3?»TDi. — 23, 4*: ba 25, 18 (oergl. gcr. 52, 24) nur t>on einem Sicepriefter neben 
bem ^auptpriefkcr mei|, fo ift mo^l aud^ l^ier mit bem S^rgum 'sah inb-n«'] }u fefen. — 
4**: I. mit Kl. nad^ LXX Luc. niB^fetja unb oergl. 3of. 11, 8; MT „in ben ©efilben am 
Äibron", aber tti'o'vs^ ift atö rein poetifd^er äudbrutf oon ©oml^erein unwal^dJeinUdJ. — 
5 : I. mit ©öttdjer 2c ^l^E"!] f^tt bed im ^uf^mmenl^ang unmöglid^en Singular. — 8:1. 
mit Seiger u. a. D'^'iyteri (3 SBlof. 17, 7); MT: bie $öl^en ber Xl^ore. 3la^ ^^» ergönge 
mit LXX Luc. «^; ber MT („meldte« linld oon jemanb im Stabttl^or") giebt leinen Sinn. 
— 9 : ber Sinn lann im affgemeinen nur fein : bie bisherigen ^öl^enpriefter l^atten nidjt ba« 
Sfte^it ju opfern, bef amen aber Slnteil an bem ©enuffe ber SPrieftergeföffc. 3>abei ift jebod^ fe^r 
befremblid^, ba| oon ben Ie|teren nur bie ungefäuerten Srote genannt merben ; mal^rfd^einlid^ 
ift mit Oeiger u. a. noc^ 9iel^. 13, 5 n'ns:» (bcftimmte änteile) gu lefen. — 11 : I. mit LXX 
NM (MT: ba| fie nic^t [mel^r] jum a:empel Sa^roe«, jurgeCe u.f.n). eingingen).— 12: ba 
:^ri nad^ bem ganjen ^ufammen^onge ^öc||ftma]^rfd^einlid^ bad 2)ad^ bed Xempel« bejeid^nen 
foff, jebenfaff« aber nid^t ba« nomen regens ju n^^y fein fann, fo ift 'k rr^br entmeber 
anber^mol^er an bie je^ige Steffe oerfprengt ober ein nad^trögUd^er B^fa^ }u aan, beffen 3[uf= 
mfftnt eigentlidj nur nad^ Streid^g be« 3lrtifefe oor x^ möglidj mar. — 17 : Statt be« gram^ 
matifd^ unmöglichen MT licö cntmeber mit LXX Luc. ^55 nj ober ^ap^ "nl^n („biefe«®rab 
ift ba« ®rab be« u. f. ».")• 3ltn Sd^luffc be« SBerfe« ift b«-n''? ^^^k ben ärtilel uor naT7a 
al« fpäterer 3ufa^ lenntlid^. — 18: ba nad^ 1 Äön. 13,11 ber betreff enbe 5ßropl^et in »etl^el 
mo^nte, lann i^"^»^'» nid^t auf bie Stabt Samaria ge^. @benfomenig aber befriebigt bie 
2)eutung „ber au« bem Steid^e Samaria gefommen mar". 9}ielmel^r mirb Mä gu ftreid^en fein; 
fo bleibt bann : „ber (im ®cgenfa|e gu bem jubäifd^ien 5ßropl^eten) au« [bem Sanbe] Samaria 
ftammte." — 19: L mit LXX nad^ 1 Äön. 16, 13 u. a. mm-n« O-^yprib. — 33': «JibTaTa 
D-^biDi^-^n ftreic^t ¥A. mit Sted^t al« nad^träglid^en @infd^ub au« bem (urfprünglic|ien) 2:e|te 
oon 2 6^r. 36, 3, ju beffen in^-^O^i fte affein paffen. — 33^: l. mit LXX Luc. 'r •'ns? '^«?1 ; 
„ein (Solbtalent", mie ber MT gemö^nli<^ gebeutet mirb, lie^e nn« 't ^sä erwarten. — 
24, 3: l. mit LXX unb SB. 20 be« ^ebrdifd^en Xestc« tjy-b? (MT: nur nadj bem »efel^le 
gaJ^me« u.f.TO.). — 14: l. nad^ 33. 15 unb 16 nb'ii (eigentlidj „Splantenfd^aft, Sc^ar oon 
(gefangenen") unb ©erbinbe bie« mit ribani (MT: 10000 in« S^il manbembe). ®er gange 
(Sinfdjub 38. 13 unb 14 bqiel^t fxdj ol^ne 3mcifel eigentlid^ auf bie grocite Deportation oon 
586 (Stabe). — 25, 3 : ergange mit 3er, 39, 2. 52, 6 •^^j'^a'nr^ «nha an ber Spi|e be« 
Sa|e«. — 4: ber (g. %. m^ in ber ^ßaraffelfteffe 3er. 52, 7) ftarf oerfiümmelte MT bebarf, 
um oerftdnblidj gu werben, minbejien« ber Sinfejung oon "Jib^ri ntjiili (ober in^:^«:]) ; nad^ 



3er. 39, 4 unb 52, 7 fd^eini jebod^ nod^ me^r au^gefaDen }u fein, ^^r 'sfb^i (bad oud einem 
Xe^e flammen Idnnte, in meiern unmittelbar juoor dd)efia genannt mar) iffc mit ^ex. 52, 7 
^D^;n gu lefcn. — 6:1. nadj gcr. 52,9 'nan';] (MT: man f|)raclj jc). — 10: 1. mit 3«- 52, 
14 a'TTi«. — 11 : fott i'iTari baö gemeine 3SoII bejeid^nen, fo mü|te arn oor^er „ba« 
Jtrieg^ooS" bleuten, maS in biefem 3uf ammen^ange fe^r unma^rfi^einlid^. @benf omenig aber 
lann fi»^ ol^ weiterem ,,bie Arieger" bebeuten. ger. 52, 15 bietet l'iT^^ri, b. i. fd^erlid^ 
blo^e Stebenform ju i*mnn, fonbem foK xooJfl nad^ @pr. 8, 30 ,,ber SBerfmeifter'' bebeuten, 
alfo: ,,ber 9left ber 9B. (^anbmerler)" ; oergl. 24, 14, aber an^ bie te^tfritifd^e Snm. gu 
3er. 52, 15. 9(m Sc^Iuffe b«S 93erfed ffige mit 3er. 39, 9 bM l^ingu. — 17 : 1. mit 1 Aon. 
7, 16 unb 3er. 52, 22 nh73K titjn ftatt „brei mm". — ' 19: mit 3er. 52, 26 ift ber 
Xrtüd vor ^tJD gtt fheic^; babei i^ jebod^ ftaglid^, ob nid^t 'nco vielmehr Sigenname ober 
cM Altem fold^en oerfd^rieben ift (Kl. vermutet isd), fo ba^ ju überfe^en more: unb@. ben 
gfelbl^auptmann k. — 24 : ba bie 3^* ^0, 9 gebotene LA 'dh ih9T2 (,,für<^tet eud^ nid^t ba« 
oor, ben (SSf. untert^an ju fein'O jmar jebenfall^ beffer ift, afö bie beiSMT („Dor ben Sienem 
ber Sl^albäer'Of burd^ bie fogleic^ folgenbe 9(ufforberung aber überfUffig mirb, fo mirb mit 
LXX Luc. '^'^'^ (refp. ^29) einfad^ gu ftreic^ fein. — 80: 1. am Sd^Iuffe mit 3et. 52,34 
^att bed (oud^ im 3^^tateste) aud S. 29 eingebrungenen MT: irh'o 01*^9. 

3)tr $ro))^et 3efaia* 

1,7: I. mit ®malb u. a. üHü (MT : mic eine S^'i'törung [oon feiten] ^rember). — 
9 : fheid^e mit LXX Sjr. Vulg. xxmsi ; memt urfprünglid^, märe biefe Xbf d^mäd^ung ber 
äludfage gegen bie Xccente gum folgenben gu giel^en. — 2, 6 : ergönge mit 9dttd^er u. a. üt^fro 
»or 055Ä.. — 9 ff.: in S. 9—21 fdjeinen gwei oerfdjiebene Ac^roerfe oorguKegen; ber eine 
S. 10. 19. 21 (am beflen erhalten 93. 19 unb 21), ber anbere 93. 11 unb (beffer erhalten) in 
93. 17. 93. 9 ifl nad^ gform unb 3nl^alt befremblid^ unb beruht offenbar auf einer SSerflümme« 
lung bed in 93. 11 unb 17 gebotenen Xe^teg. 99eibe Ael^roorfe ftanben urfprünglid^ mo^I je 
breimal unb bienten gur 9(bgrengung eingelner @tropl^en (mie ber Ae^roerd in bem Xbfd^itte 
9, 7 ff. bed itfixim 3^ttittbud^ed). 3"^ je^igen Xqrt ift jebod^ bie urfprünglid^e ®Iieberung 
bed Sa^bfd^nitt^ nid^t mel^r ficber gu er{ennen. 9(m @d^[uffe oon 93. 10 ftanb o^ne S^^f^t ^^ 
93. 19 unb 21 nodj y*iNn y^a^b iTaipi. ~ 11: bie fiberfc^ung folgt ber annähme, ba| 
93. 11 urfprfinglid^ benfelben Xe^t ^atte, mie 93. 17 (MT: bie ftolgen 9(ugen ber SRenfc^en 
merben gebemütigt unb ber ^d^mut ber ÜRänner gebeugt). — 3^ 10 : I. mit Sloorba u. a. 
-^'TD» cii ®egenfa| gu "«'im 93. 11 (MT allenfalls: fagt oon bem (Beredeten, ba^ ed [i^m] 
mol^I ge^). — 4, 5 : yäjfi'] ifl gegen bie Slccente gum folgenben gu gießen. — 5, 17 : 1. mit 
LXX D-jnjj (MT : manbembe [^irten ?]). — 25* : oergl. bie »emerlung gu 93. 30. — 25'* : ber 
@d^Iu^ bes 5. AapitelS fd^eint in Unorbnung geraten gu fein. 3)ad @nbe beS 93. 25 finbet ft($ 
cii Ae^erd (9lefrain) mehrere ÜRale in bem Slbfd^nitte 9, 7 ff., um bie eingelnen SBitiungen 
beS gSttlid^en Qcm^ abgufd^ße^en. @ein @inn bringt eS mit fid^, ba^ er nad^ bem ooKen unb 
leiten Srmeife beS göttlid^en 3^^^ ^^^ nod^mald mieberl^olt merben fann. Sed^alb fd^eint 
ha» l^ier auf i^n folgenbe Stfidf ben S^IuB gu Aap. 9, 7—20 gu bilben. 93gl. gu 10, 1—4. 
— 93. 80 entbehrt ber fonft in biefem ätbfd^nitte burd^eg angemanbten poetifd^en ^orm unb 
ift bal^er oielleid^t erft bei fpSteren Sudgaben bed 99ud^eS l^ingugefügt morben. Z)adfelbe gilt 
oon 93. 25% bem Sd^luffe beS oor^ergel^enben Slbfi^nittS. — 7, 6 : 1. mit LXX bfijt.^Q. SDie 
93oIaIe beSMT begmeden einen 993ortmi|: „9lid^tgut (Xaugenid^tS)". — 8'giebt'ftd^ als 
fpSterer 3ufQ$ gu erlernten, ba er ben gleid^mä^igen ^m ber oorl^ergel^enben unb nad^folgen- 
ben ®8|e gerßdrt unb überbieS nid^t in ben gufammen^ang pc^, ber non ber näd^flen S^' 
fünft ber brei SReid^e ^anbelt. SEBa^rfd^nlid^ bqiel^t er fÜ^ auf eines ber @fra 4, 2. 10 er- 
mähnten @reigniffe. — 93. 11 : l. mit ben alten gried^. überf e|em Aqnila, Symmachos unb 



2>er ftop^et Sefaia. g5 

Theodotion r.bteJ (MT: erbitte!). — 8, 2: I. mit LXX, Targ. unb Syr. rrj-^yrt (MT: 
„x^ tmll nehmen")- — 6 : bie SBenmitung ©iefeBred^t^, ba^ in ifi'ite» eine gleite KS^er« 
(efümmung }u D-«Dbhri ftedfe, ift anftnred^enb. v^r^n-n» k. roäre bann nad^ ©iefebred^t eine 
falf($ erfiärenbe ®(o{fe, wie ,,ben Aönig oon Slffut" u. f. n>. eine rid^tig erflarenbe. — %üx 
ün^by l mit LXX D5"»b?. — 9:1. mit LXX is^-n für ^/n („feib böfc, erboft eudj") unb 
[treidle mit ®rS4 bad erfte ^rhi old irrtümlid^ oud ber jweiten 93er#^alfte ein^ebrungen. — 
SS. 12: I. mit de Lagarde u. a. «npobcr tinij; MT: „Serfdjroörunfl". — 9, 2: I. mit 
äleifmonn u. a. n^ ar; (MT nad^ iiblid^er 2)eutung : bu xtia^^ ja^Ireid^ bad SSoH ; il^m mod^ 
bu gro^ bie greube tc). — 6:1. na^ ; MT nai ob beruht o^ne gmeifel (fo ®rä$, S^e^ne) 
auf S)ittogra|)]^ie ber beiben oorl^erge^enben Aonfonanten. — SS. 10 ftreid^e mit de Lagarde 
•^y^ ; SSrAenlamp bagegen mitt vat*n ftreid^en unb 'V'^yt^ Icfen, entfprc<^enb bcm n-'a";« im 
folgenben ®Iiebc. — 16: I. mit de Lagarde nadj 31, 5 nOD": (MT: freut pdj nidjt). — 
3« 10, 1 ff. : ben Q^ln^ ju 9, 7—2 bilbet nadj ©tuber unb ®iefebred^t 5, 26—29, mä^« 
renb 10, 1—4 urff)rüng[i^ gu ben äBei^erufen in fiop. 5 gel^ört l^e unb erft bei einer fpä= 
teren Xudgabe bed Sud^eg burd^ SSerfe^en l^ier^er geraten tmb um ben Ael^roerd (4**) oermel^rt 
iDorben fei. — SS. 5 fmb bie Sßorte D^i;:; stnn ald ®(offe betrod^tet; ft« fd^einen auf SS. 24 
Slüdfjtd^t }u nel^men. — 13 : I., wie ber Sufammenl^ang forbert, 'T'pfij) unb t^'^'ikj (MT allen« 
fall« : unb id^ pflege nerfdjwinben gu laffen u. f. w.). — 15:1. ftatt t^»*^^», beffen ©uffig mol^I 
auf einen ^errfd^aftdplural l^inmeifen foll) 'i»**"!». — 27 : 1. mit Robertson Smith b^n^ ftott 
bäni. ©tatt ber folgenben brei äBörter liefl Smith n'itD l'ieajtt nb3( ,,non Sterben gog l^eran 
ber SSermüfter", unb fa^ fte ald ben Snfang bed nad^folgenben Stbfd^nitts. — 30: I. mit 
Sjrr. etc. (bie SRid^tigleit bed ftonfonontentected t)orau§gefe|t) n**;);; MT: o bu elenbel — 
11, 4: L mit de Lagarde u. u. y^-yy ftatt yn«. — 6:1. mit LXX D-yh; MT: unb ?Kafi= 
niel^. — 15 : I. a'^^iHv 5 ^'^ • »^^"^ "*^* ^^ Sänne belegen" ; fobann mit LXX Daj>5i ; MT : 
,,mit ber ®Iut". — 12, 1 : I., wie ber 3ufammenl^ang forbert, -^sansni; MT: unb bu wirft 
midj tröflen. — 2:1. mit LXX st; '^n'jttT'j (im MT ift mn- erßärenbe ©loife gu rr). — 
13, 22 : 1. vrjbtt^K. — 14, 4 : L n^'n^^'ü mit LXX, Targ. unb Syr. — 5:1. b©» fiakt 
bed $Iurate. — 6:1. rr^yz mit LXX unb Targ. — 19: bie oudgelaffenen Sßorte, bie ben 
Ser# in ftörenber SEBeife überfüDen, werben an ben 9(nfang t>on SS. 20 gu fe|en, M'i^aT^^ <^^ 
gu {Streichen fein (Subbe). — 21 : L u^'iy. — 15, 5 : ber gweite @a| ift wo^rfd^nlid^ ftarl 
oerberbt; man pflegt i^n, inbem man ^^n**^^ ftatt Tvn*>^iL au^fprid^t, gu fiberfe|en: ,Jetne 
^üd^tlinge reichen bi$ S^cac, bis gum britten @glatl^". S)ad ift aber leine fJfortfe|ung bed Sbi« 
fang« ©on SS. 5, — ©tatt ^ w*: I. mit de Lagarde ^99^.. — 35er SJegt non SS. 9 fdjeint 
ni(^t nur am (Snbe unooSftänbig, fonbem aud^ fonft oerle^t gu fein. — 16, 4* : I. ^tf'o *«n^; 
mit LXX. — 4^ : I. mit de Lagarde ""sny. — 8 ift g. X. abweid^enb 9om MT eingeteilt. 
— 17, 1 : **97a (meift al« ,,2rümmerl^ufe" gebeutet) wirb mit de Lagarde afö 9lnfa|( gur 
irrtümlid^en Sßieberl^olung non ^"^s;» gu ftreic^en fein. — 6:1. mit anberer Sßortabteihmg 
'cn -wqa. — 9 : I. mit de Lagarde (gum S^eil nadj LXX) "•^fafcjrj'i '^wn nbita;. — 18, 7 : 
I. üSfin. — 19, 18 : bie im l^ebr. %ei^i am he^m begeugte LA D'inrn ^'^9, UnnU nur bebeuten 
,,©tabt ber gerftörung'' (sc., nad^ üblid^er 3)eutung, ber ®ö|enalt(tre u.f.w.); weniger wal^« 
fd^einlid^ ift bie 3)eutung „Sowenftabt" (afö 3(nfpie[ung an ben 160 n. Sl^r. gu SeontofM^id 
im SSegirle non ^iopolid erbauten j[übifc||en Xempel)« 3)ie anbere LA D'nnn 'n'^y , b. i. 
,,©onnenftabt'', tonnte eine SCnfpielung an ben ©onnenZuItu« in Dn (gried^ifd^: ^liof)i)Iid) 
entl^alten, ber aldbann bem Jhiltud bed wal^ren ®otted weid^en werbe. S)ie LXX bagegen 
bieten ^rcohg AaedeK, b. i. p:i^n n-^^ ,,@tabt ber ®ered^tigleit'\ unb eS wäre wo^l meg« 
Ii(^, ba^ ^ barin bie urfprünglid^e LA erhalten ^ätte ; bie LA Sn y^9 wäre bann (d9 
tenbentidfe Snberung (belauf« 3Ri|}biIIigung jene« ög9ptifd^en Xempetö) gu betrad^ten, ber man 
t>on äg9ptifd^er ©eite wieber bie el^renooEe Segeid^nung 'nri ^i'^y gegenfibergefteDt ^ätte. — 

3* 



36 ^^ $tO)»l^et Sefaia. 

20, 4 : I. •'D'^tDn. — 21, 7 ieaifft ba^ unoerftänbliclje sn;*.^« („Soioe") woljl auf einem legt* 
feilte. — 11 : filr ba« rätfel^afte riTsni lefen bte LXX ®bom. — 13: ba« auf KfeTD folgenbc 
äBort ift offenbar ber Sßetöfagung felBft entnommen (mie 22, 1 aud 93. 5) unb ^mar mo^( 
unter ^itmirlung eineiS SRi^oerftänbmffe^. Z)enn in beräBeidfagung felSft mirb für n'n^a mit 
LXX u. a. Beffer n-^^a 9ef|)ro(§en. — 14: I. mit LXX ^72*rj^ (MT: fte boten tc). — 
23, 11 : 1. t^^5yw.— 33. 18 ^at man DerftänblidJ ju machen gcfudjt, inbem man D-^ayis? ■j^'n« 
fär ta'^nip^ ju lefen Dorfd^Iug. 2)er SSerd mürbe bann oon ber Eroberung bed pl^änigifd^en ®e« 
bietd unb feiner @täbte ^onbeln, mie baiS Sorl^erge^enbe. 2)od^ ift biefe Snberung gemaltfam. 
3)en je^igen Xe^t oerfud^t man fo ju oerftel^en, ba^ ber $ropl^et ben ^j^öniaiem, befonber^ 
Xprud, }u bebenlen geben moSe : menn bie mäd^tigen Sobplonier non 9(ffur befiegt fmb, mie 
oiel meniger merbet i^r miberftcl^en fönnen. 9(ber gerabe ba$ fagt ber Serd nid^t, unb 20, 6 
lautet gang anberg. — 25, 2: I. 'T»^ ftatt ^^972. ~ 2)er ©d^Iu^ oon 33. 10 ift nadj bem 
Äctl^ib überfe^t; bag Oere forbert iTaa („im" 3Kiftl^aufen). — 27, 2 I. mit LXX unb Targ. 
i»n jiatt *i)3n. — 4: tnwnbtti ift gegen bie Stccente gum folgenben gegogen. — 7:1. mit 
LXX T'j'ih. — 8 : in n«&N02i fdjeint ein 3«fi«itiD «ONO gu ftedten, unb ba8 f (^lie^enbe n 
mirb mo^I rii^tiger afö nt aufgefaßt, entfpred^enb bem folgenben tnn^tia. SBad jjebod^ mdkd 
bebeutet, ift unftd^er. Smalb u. o. vermuten ,,Derfto^en, forttreiben''. 3){e gemöl^lid^e @r« 
Hcirung, nad^ ber bad 3Bort aud nMp ^TMoa gufammengegogen unb „it nad^ bem ÜRa^e" ober 
„mö^ig'' bebeuten foK, ift unmoglid^. — 28, 10: ba$ l^ier unb 93. 18 oortommenbe SSort lar 
mirb gemö^nlid^ burd^ ,,®ebot" überfe|t, jeboi^ ol^ne genügenbe ®rünbe. SB. 1 7, in meU^ 
ber ^ropl^et ba$ 98ort ig aud 93. 10 unb 18 mieberl^o(t, baneben jebod^ ribp^Qn „@en!b[ei" 
ober (nac^ anberen) ,,@e|n)age'' fe|t, fül^rt auf ben ©ebanlen, ba^ lat ebenfaSd ein ^anb- 
merf^gerät begeid^net, ba$ beim 93auen (93. 16 f.) gebraud^t n)urbe. 93ieReid^t begeid^en i^ 
unb nbp^«57a ba^fclbe (Ewald). — 93. 16 l.«5"»7a; ftatt td"»»!;. — 25: n^infe f(§eint fel^Ierl^afte 
JDittograpl^ie für n^'yizj'^ gu fein ; in itdos hingegen lönnte (fall« e« nid^t aud^ für nTaoa oer« 
f d^rieben ; fo SßeOl^. Cheyne) ber 3tame einer un« unbelannten ^elb« ober ©artenfrud^t ftedfen. 
— 29,9: 1. mitChejme ?inttnn. — 13: T^öi ift gegen bie Äccente mit bem 93orl^ergel^enben 
gu nerbinben. — 30, 8: l. n?b (MT: für immer). — 93. 12 ift mo^I tip/y für pti5> (9e- 
brüdhmg) gu lefen. — 18 : 1. diT? ftatt o^i;, — 24: 1. rrnr (Perf. Pu., ftOI« nidjt rrhr aü 
Partie. Pu. für n'nVT^ gemeint ift). — 93. 33 ift anber« eingeteilt, afö bie Äccente oor* 
fdjreiben; ftatt na'irr I. na^rr. — 32, 13: 1. nbsp. — 33, 1: 1. "^infes). — 93. 7: ba« 
übergangene SBort ift in ber maforetl^ifd^en 9(udfprad^e unoerftänblid^. @inige moKen nb«'^« 
auöfpredjen unb bie« mit „^Iben" überfc^en. — 34, 13: I. "ixn (MT: Ora«). — 16: 1. 
^tT'B (MT : mein SRunb). — 35, 7 : 1. litti (Dergl. o. 34, 13). — 93. 8 ift '^j'nni »o^I al« 
Srtttograp^ie gu fireidjen. 5tm ©djiuff e finb bie SSBorte '^*r^ *?ibh 'ffijb-K'^n'] gegen bie äccente 
gu einem Sa^e nerbunben; bod^ ift bie gegebene überfe^ung nid^t einmanbfrei. SerXe^ 
fdjeint »erlebt gu fein. — 36, 5 : I. mit 2 Jlön. 18, 20 : niwij (für '«n mit Unterbrüdtung 
be« gragemort«). 3)er MT meint entroeber : ,,idj bel^auptc, nur leere« ®erebe [beincrfeit«] ip 
[beinc angeblidje] SSereitf djaft unb SKadJt gum jlriege" ober: „x^ fage: ®enügt etma (H«='^«n) 
ein blo^e« SBort ic." (wie in ber fiberfe^ung). — 7 : I. mit 2 Äon. 18, 22 ^i^r »n. MT: 
„moKtet il^r mir" k. ; bagu pajst jeboi^ ba« t^olgenbe nid^t. — 9 : oergl. über nriD bie te^t« 
Iritifd^e 9(nm. gu 2 Stön. 18, 24. — 19: oergl. gu ber @infd^altung oor ber gmeiten 93er«« 
^älfte bie te^tfritifd^e Änm. gu 2 Äön. 18, 34; ebenbort gu ber LA -^rn für •^ai, meldje« 
fdjmerlidj bAeuten fönnte „unb um wie Diel weniger". — 37, 9*: I. mit 2 Äön. 19, 9 für 
y»«"»*) (irrige aOäieber^oIung be« gleid^en 9Borte« an ber 6pifte be« ©a|e«) i«j;i. — 9'' (im 
l^ebräifd^en Xe^te 10^): oergl. gu ber®(offe oon näbi« ^b»b bie te^tlritifd^e Slnm. gu 2 Jtön. 
19, 10. — 18: I. mit 2 Äön. 19, 17 üy^'n; ber MT fönnte ^öc^ften« bebeuten: atte Sänber 
unb il^r eigene« Sanb. — 20: ergönge nad^ 2 Ä6n. 19, 19 D-^nS^ nad^ mn\ — 21 : ergonge 



a)er ?ropM 3eftt|a. 87 

am Sd^Iuffe bed Serfed nad^ 2 fiön. 19, 20 bad gern} unentbe^tlid^ *'^^^- — 24 : l. mit 
LXX nnDKi unb KiaMi unb oergl. bie iestbitifci^e SCnm. ju 2 jt5n. 19, 28 f. — 25: er» 
flonjc nadj 2 Äon. 19, 24 O-'^t na^ D«'», unb I. i^riNi (f. o. bei 88. 24). — 27 : 1. ftot bcr 
beiben legten Sorte oon SB. 26 ^i; "^s^b in enger SBerbinbung mit '^yä'] unb oergl. bie 
änm. ju 2 Ädn. 19, 26 f. — 38, 8 : I. bsrrn? unb tigtfn. ©ie ©ntfteHunfl be« urfpr. 
Xejrted berui^t entmeber auf ber SSerlennung von rhbyi^'n als SHufatio unb ber folfd^en SBer« 
binbung ,,ben Sd^atten ht& Sonnenjetger^'' (inbem man barat rr'j'i; itifit auf ben ©d^atten 
bejog, obmol^I b$ fonft immer 3Ra${uIin ift, mar man jur UmSnberung oon tin^n in vntsa 
genötigt) o b e r auf ber unnötigen Srmägung, ba^ nid^t bie Sonne, f onbem ber Sd^otten auf« 
unb nieberfteige. S^^^f aK^ ^^^0^ ntit ber Snberung bed Xejrted aud^ bie ber äBortfteSung 
(Äo^n, mofür je^t tei, ftanb pdjer urfpr. hinter t^^yj unb bie 8eifügung oon nib?w nip^ 
gufammen. — 12: für "^h (beffcn 5Deutung al« Slbirftio fpradjiidj nidjt gu begrünben ift) wirb 
ber ^lural D"»?n gu lefen fein. — 18: 1. mit bem Xarpm u. o. •»n.3;?ti ; MT nadj fiblidjer, 
aber nid^t }u begrfinbenber 2)eutung : id^ berul^igte [meine @ee(e] bi$ )um Storgen. 2)a jebod^ 
bie 9(ccente """ik^ jum Sor^erge^enben jie^en, fo moEen fie mal^rfd^einlid^ mitv&dta : id^ fleOte 
mid^ <m bi^ }um 3Rorgen mie ein Stoe (brfiUte laut mie ein S.). — 14 : nia:; mirb mit 
Jlloflennann (3:]^eo[. Stubien unb Aritif. 1884, @. 161) für eine auf 3er. 8, 7 ^inmeifenbe 
®lof[e }u ftreid^en fein. 9[fö urfpr. 2:e£t oermutet JU. H? n?X2^, D^os „mie eine oon i^rem 9lefl 
abgefd^nittene Sd^maKe". gfür ^bn I. mit Alofterm. u. a. nad^ $iob 16, 20 ^cb*! ; MT nad^ 
üblid^er S)eutung: e$ fd^mac^teten tc. — 16^: bie in ber ^^note gegebene tlbarfe|ung «unb 
ganj K." fe|t @treid^ng bed b oor -bo vorauf. 9(m Snbe beiS SSorfe^ Vjt ftott beiS unertrttg« 
lidjen gmperatio« "T.^tiril 8« lefen. — 17: 1. mit LXX etc. npion; MT: bu l^aß l^erau«« 
geliebt meine ©eele aud 2c. — 20 : MT f djeinbar : „mein ©aitenfpiel" (eig. „meine Saiten* 
inftrumente") ; ma^rfd^einlid^ liegt jebod^, mie $ab. 8, 19, in 'i^3^i ein nomen abstractum 
mit ber @nbung aj oor. — 21 : ber urfpr. Xtf^ entl^ielt ol^ne 3^M n<^c^ )>^nt 9efe^Ie 
Sefajad ben Serid^t über feine Befolgung (^Kte^i) unb moEte bann weiter audgefproc^en ^aben 
(oergl. 2 Jton. 20, 7) *>rri . . . ^n^T^i] : unb ald {te ed auf ba$ ©efd^mür geftric^en Ratten, 
genad er. — 22 : ber 93er^ ift offenbar eine aud 2 jldn. 20, 8 gefd^Spfte (Sloffe, bie (obfd^on 
burd^ ben Xnfong oon S. 7 audgefd^loffen) smifd^en S. 6 unb 7 {te^en foDte, f(^Iie|H(^ aber 
an« ®nbe ber ®rjä^Iung geraten i^. — 89, 1 : I. mit 2Ä8n.20, 12 ywti "»3. — 40*), 26: 
I. mit LXX ynit (MT nad^ ber üblichen Seutung ;;Unb afö ©emaltiger an ftraft'' ; aber 
y-»»« ip mo^I erft au« $iob 9, 4 gefloffen. — 41, 1 : nb^fbn: ip offenbar mit de Lagarde 
u. a. aü irrtümlid^e SBieber^oIung au« 40, 81 ju betrad^ten; ber urfprünglid^e Xe^t (in 
meld^em D'*^«^) l^öd^ftoa^rfd^einlid^ mieber 33oIatio mar) ifi baburd^ unfenntlid^ geworben. — 
2 : 1. ftatt ber ^ier unbegreiflid^en ^uffioform oon bem fon^ nirgenbd oorlommenben Hiph. 
my\ mit ©iftig unbaBBeffi^. (beutfc^e 2it.*8eitg. 1891, 3bc. 81) ^^ (= nWv), für Tfi*in u- 
iv)xi;^ aber mit Alofterm. u. a. nad^ LXX ü^yj u. Dntbß- — 22 : I. mit LXX i«5 v. (MT : 
mögen fie l^erjubringen). — 24 : l. mit Targ. u. Vnlg. ddm» (MT nad^ üblid^ 2>eutung 
„oon SRidJtiglcit"). — 26: I. mit Clericus etc. oa;-] (MT affenf all« : ba| er lommeüber 
Statthalter k.). — 42, 10: I. mit Oort u. a. nad^ Ps. 96, 11. 98, 7: ü^y (MT nac^ 
üblid^er Deutung : bie jum Steere l^inabfteigen k., um e« ju befahren). — 20 : I. mit Oort 
nad^ ben alten Überfe^ungen yTaton «bi. — 22^: (. mit Lowth mtT} für ntli (mU^ bie 
SRafora mo^I oon n^e, nid^t oon nnc abgeleitet benft) unb mit ZHSmann fi'^^'ina, mSl^b 



*) 3n ben SCnmerhingen su 3ef. 40—66 besiegt ftd^ »Oort' auf „kritiache aanteekeningen 
op Jez. 40—66'' Don $rof. $. Dort in Seiben in ber Theol. Tijdschrift 1891, p. 461 ff., eine 
Aberftc^t über bie oon Kuenen, Hoojkas, KOsters unb Oort aum Se^uf, ber neuen| ^oQfinbifd^en 
Überfe(ung bed 9(. %t\i. vereinbarten ftnberungen bed ITested. 



38 2)« ?roplJet 3efttiÄ. 

ber MT tooffi. an „Igütiglinge'' beult; 22**: l mit Oort n&YDTab (b nod^ bem gletd^en 9ud^« 
ftoBen oudgeloffeit). • — 25 : I. mit LXX 'ibm n»n (foIT^ nid^t nofii mtr erllSrenbe (Sloffe ju 
tron), — 43, 8: 1. mit SHttm. »at'm ober iK'»at'iri (MT EJnnte nur Perf. fein: „er" ober 
ottenfottd „man l^ot J^erau^gefüJ^rt"). —9:1. mit Oort is^'^»«'' ; ber 5ßlural im MT mürbe 
burd^ bie nad^fo(genben $Iurale oeranla^t. — 18: I. mit Oort nad^ LXX Vnlg. &Vi9»; 
MT nad^ üblicher 2)eutung ,,aud^ oon l^eute an'', mad bann o§ne meitereiS in „l^infort, in aQe 
öufimft" umgebogen ju werben pflegt. — 22 : I. mit Oort nadj LXX Vulg. «"bn (MT aDen« 
faUd: „vociV' ober ,,ba^ bu bid^ um mid^ Bemül^t l^ätteft" ; aber ber ^oraKelidmuS, ber h\& 
)um Sc^Iuffe bed jta))itefö ftreng burd^gefü^rt \% Iä|t nur einen beigeorbneten @a| gu. — 
23: I. mit LXX tj-^nann. — 28: l. mit Oort bbnsj unb tisn^i (MT: unb id^ entweihe 

— unb will preisgeben). — 44, 4 : L mit Lowth etc. nadj LXX 'n D*:» yys> ; MT Bnnte 
nur bä)euten : ba^ fte mad^f en }mif d^en ®ra$. Oort miE einf ad^ nbs ['-^732) ?] für v^^ lefen. 

— 5:1. mit Oort (ber fdjon oorl^er N*ij) -^ für tK^i'fri lefen roitt) m^;] ; MT aDenfatt« : unb 
mirb ben 92amen S^rael fd^meid^elnb nennen. — 7 : ergänje l^inter ^siud mit Oort nad^ LXX 
•j ifag:. ®en jebenf affS tjerberbten SJejt nad^ ■'b oerfuc^t Oort fo ju emenbieren : ü)ri9i2 ?''7D»n •^n 
DDb T^^n 'n *i««n nrn« (oab nadj LXX für inb). — 12 : an ber ©pi^e be« SSerfe« ifl 
jmeifeUoS ein SBerSum auSgefaSen, unb jmar entmä)er inn ober (ba oor bem Perf. frequen- 
tativum b3^ci vielmehr baS Lnperf. }u ermarten) ^r\\ 2)er SluSfaD erllärt fid^ leicht borauS, 
ba^ am @nbe oon SB. 1 1 in'» oorl^ergel^ — 1 4 : bie ÜBerf e|ung folgt ber LA n*i^ für nHsb ; 
mal^rfc^einlid^ ifl aber oor [e|terem 9Bort ein SBerBum auSgefaSen (S)iIIm. oermutet StudfaD 
oon nbti, alfo: er liejs fid^ 3^^^ ^auen). — 16: l. mit Oort, mie ber @inn unb S. 19 
forbert, nbsc''. oor b^^K*'. — 21 : ftatt beS fpntaltifd^ unmöglid^en Niph. mit XRufatiofuffic 
I. mit Oort *";«$ 3n. — 24 : I. nac^ bem Aetl^iB "^nx '>» (MT meint mal^rfd^einlid^ „oon mir 
(m§"). — 28 : I. mit Oort nb^b ftatt 'bi (©ittm. mill entmeber nja«"'') ober •nTaätr; ; MT 
oKenfaOS: „unb gmar, inbem er fprid^t"). ^r nD;n, meld^ed nur 2.ma8c. fein ISmtte, I. mit 
2)illm. nD;\ — 45, 3 ergänje nad^ D-t'nnDTs mit Oort nad^ LXX bie für ben ^oraOelidmud 
unentBe^rlid^en äSorte: '?|b nncM. — 8:1. mit Oort ^cn*) (n>örtli<^: unb fie fei frud^tbar 
an ^. ; nu^glid^ mdre aa^ ^ty\ aU ^äbilat gu yti\ — 9 : bie Überf e^ung folgt ber jton« 
jeltur Oorts : 'ib^b!?^ (nur fo erhält man einen genau entfpred^enben $araIIeliSmud) unb ^b 
für "ib (MT lönnte nur Bebeuten : maS t^uft bu, mä^enb bod^ bein 3BerI feine ^nbe l^at). 9e« 
ad^tung oerbient übrigen« audj Oorts ^erftellung oon 9* i^w^N «*nn-r« te'nn '•^n» "»te a*^;n 
(l^abert mol^l ein ®efä^ mit feinem Silbner, eine ©d^erbe mit bem äBerlmeifter in [S^^on-] 
@rbe? — SludJ in 10' miO Oort ^73«-n für '« "^nn. — 14: ftreidjc mit Oort ba« jwcite 
iiny** als irrtümlid^e SBieberi^oIung be« er^. — 24 : 1. mit Oort für n^K (l^at er mir ge» 
fagt) ^»fit7. ; fobann mit ben meiften 9(uäegem ^Kb; (Waw ift oor nad^folgenbem Waw au«« 
gefallen). — 46, 8 : 1. mit bem Sprer «i3:'i!3nn (MT nad^ üBlid^er 3)eutung : „ermannt eud^" 
ober „jeigt eud^ al« SRänner!")- — 47, 3 f.: bie &Berfe^tmg be« ftd^tlid^ oerberBten Xe^te« 
folgt ber Smenbation Oorts : ':i 173« $;»^m Kbi ; anbere moDen &^&; 2?adm »ibi „unb ic^ miK 
niemanben fürbitten laffen", inbem fie gugleic^ 93. 4 für einen jüngeren @inf(^uB edHoren. 
S)en MT oon 3*" pflegt man gu beuten: „unb id^ miS niemanben angelten [bajl er mir Sei« 
ftanb leifle]" ober (gegen aOen Sprad^geBraud^ !) „id^ miU mid^ niemanbe« annel^men (nie« 
monben oerfd^onen)''. — 9: l. für D^ra (b. i. nad^ 2>illmann „gemä^ il^rer SoCftonbigfeit, 
fo ooaflonbig al« möglid^'O mit Oort nad^ LXX Dätne (oergl. aud^ 11**). — 11 : l. mit 3)ia« 
mann ri'jn« (al« Inf. Piel) ; MT benft entroeber an ben Inf. Qal ober an ^nti ?Dlorgenröte. 

— 13: bie ÜBerfe^ung folgt ber Äonjeltur 5)illmann« (nadj ÄnoBel) '^'i^h; ben MT pflegt 
man ju beuten: „bie 3^1%^ ^ ^immeld", b. 1^. bie ben $. gum Sel^uf aflrologifd^er Se« 
oBad^tungen in Sqirle einteilen. — 15: l. mit Oort "^-^ina^STa oor T«*ino. — 48, 3: L nrit 
2>illm. 20. &!^''»iSMi (MT: „unb id^ teile e« il^nen mit'' ober „unb id^ mill e« )c."). — 10: l. 



3>et tropftet 3efaia. 39 

mit Oort C]03S (MT tool^I „um ben $Tetd von @UBer", b. 1^. fo ba^ SiKer jum SSorfd^ein 
gelommen märe). — 11 : 1. nac^ hn^ mit LXX "^nttS. — 15: I. mit Oort nad^LXX n-'bstKj 
(MT; bamit er ©dingen l^abc). — 19: I. mit Oort nad^ LXX y"n«r{ "^s??; MT nadj je^t 
übltd^ 2)eutung „ mie feine Jlömer" , obfc^on ein 9lomen Tiy'n ober boc^ ein $lural nh^n 
n)d)er ju belegen, noc^ in ber angegebenen Sebeutung irgenb ma^rfd^einlid^ ift. — ^ 'i73u5 
I. gleidjfoffg nad^ LXX ip^xo. — 49, 7 : in rrra unb »n» liegt gmcifcllo« eine fpäte Äor* 
reftur nor, burd^ bie bad @^renriU^rige ber älu^f age für S^rael auf gel^oben merben foE ; ed 
mirb einfad^ -^its; (nad^ $f. 22, 7) unb nyrn ju lefen fein. «3c3 *tiTn lEonnte bann l^ei^en 
,,etn t)im [ganzer] Seele verachteter". S)er ^araUelidmud mit -«iJi mad^t eS jebod^ mal^rfd^ein» 
lieber, ba^ «d3 mit Oort im ©inne oonticj-bÄ }u f äffen ift. — 24 : l. für ba« ftnnlofe p-^i«^ 
wie ber SParaHeliSmu« x>on SS. 25 forbcrt, mit Syr. unb Vulg. V'^'i:?. — 50, 10: l. mit LXX 
9tM\ — 11: l. mit Änobel u. a. nadj 3ef. 27, 11 ^yt^'n (MT cigentlid^ „ftd^ gürtenb'', 
nad^ üblid^er Seutung „fid^ rttftenb mit 9r.'')- — 51, 2: t. mit Oort, mie ber 3ufammen» 
l^ong forbert, iriD^ia«] unb ina-iKn* — 4:1. mit Syr. D-^^ar unb o-^Tai^b ; MT : „mein 
Soll unb meine Station". Xber menn aud^ ^ny nac^ i^"^!;?:! feine befonbere @d^mierigleit 
mod^, fo iß bod^ 'i^'^tKn nad^ **ta^Kb minbeftenS ^öd^ft unmal^rfd^einlid^. — S)ad ftdrenbe 
9*'anM (b.i. nad^ ber ad hoc angenommenen Sebeutung „ic^ miC grünben, feftfe^en'') lafenbie 
LXX nic^t. (&^ mirb mit Oort afö SSerftümmelung oon yyi^ [ober yy:)] gu betra<^ten fein, 
»eU^ed in 93. 5 wabrfd^einlid^ nad^ fit^; ftanb unb beffen Spur ftd^ bei ben LXX in raxvy 
menn aud^ oielleid^t an falfc^er Stelle, erl^alten ^at. Ober lautete ber älnfang oon 93. 5 
'ae H'y^ yy^^? S)ad eyyitei %a%v tj diiuxioavvi] fiov ber LXX mürbe bem genau ent» 
fprec^ — 5 : nergl. o. gu 38. 4. — 6 : l. mit Oort nad^ LXX unb bem ^aratteliömu« 
b'jrir »"b; MT: „mirb nic^t gerbrodjen werben", (^at gu ber SSerfdJreibung innrrbK 98. 7 
mitgemirlt?) — 9:1. mit Honbigant u. a. nad^ $iob 26, 12 n^nb; MT nad^ üblid^er 
S>etttung gleic^faSd „ber nieberl^ieb", aber ein Hiph. von n^n e^iftiert ni<^t. Sial^ab, urfpr. 
mo^l (wie V3n) 99qeid^nung irgenb eine^ mpt^ologifd^en Ungel^euerd (oergl. $iob 9, 13), ift 
l^ier (wie 3ef. 30, 7. 5ßf. 87, 4. 89, 11) bid^terifdjer ?Ramc Sgppten«. — 11 : 98.11 i|i {ah- 
gefe^en oon iD3 ^irv)*^ für 'ii na**«?'') wörtlid^ au» 35, 10 entlehnt unb oon irgenb einem älb- 
fd^ciber ^ier eingefügt. -— 13: l. mit Oort nad^LXX ^n^ntirib. — 16: l. mit Syr. nitaab; 
MT: „gu pflangen". SDBer ber ^immel wirb nic^t gepflangt unb felbft, wenn „pflongen" mit 
„neu wad^fen laffen" gleid^bebeutenb wäre, wäre bie 9(udfage uner^jirt. — 17: o'is ift l^ier 
unb 93. 22 ol^ne 3n>eifel ®loffe, um bad feltene jny:i'p burd^ ein gebröud^lid^ed 3Bort gu er« 
Haren. — 19 : l. mit allen alten fiberfe^ungen, wie ber ^oraSeli^mud forbert, ^'ori^'] ; ber 
MT : „ald wer foKte id^ bid^ trößen" lä^t ftd^ fd^werlic^ burc^ bie Berufung auf Sm. 1, 2 ff. 
flütjen. — 22: f. o. gu 93. 17. - 52, 5: l. für ib-'Vn'; („fie beulen", wa« ftc^ nur WnfttidJ 
auf Xriumpl^ge^eul beuten lie^e) ^bhflt)'] unb für yi^i'n (nad^ üblid^er 3)euttmg „[ift einer,] 
ber ft(^ oerläfkem laffen mujj") l^»':». — 6 : fireid^e mit LXX unb Vulg. bad gwcite i?b. — 
53, 7 : bie 9Q3orte i'^b nnc^ »bi finb, obfc^on bereite oon ben LXX gelefen, ate irrtümlid^e 
SBi^ber^olung ber gleid^en Sßorte im erften ^alboerd gu ftreid^en. — 8:1. mit Oort für 
ittb ya3 nadj LXX riTsb y.« ; MT nadj üblidjer ©eutung : [ba^ wegen ber Übertretung 
meinet 93olIed il^m [bem ilned^te Sal^wes] $lage gu teil warb. — 9 : bie Überf e|ung folgt ber 
Jtonjettur 9dttd^eriB rt ^'w für 'i'nsar, weld^e^ le^tere um bed ^araKelidmud willen unmog» 
lid^ i^. 9ln lefterem fd^eitert aud^ bie fc^arfftnnige Deutung .®.^offmannd (in beffen „$iob", 
@. 19): „unb bei ben Sleid^en fein ^öl^engrab" (weil ber Steid^e bie ^ö^e D'inn gu feinem 
®rabe aui^^aut: 3ef. 22, 16). 3)ie itonjeltur i-»nba (feinen ober feine ©rab^ügel) wirb 
wegen bed ^arallelidmud mit n'^np immer aufd neue oerfud^t werben, ift aber leiber weber 
oM bem @))ra(^ebraud^e, nod^ m» ben 93erfionen gu begrünben. 2)er MT i-^nua (wad nur 
bebeuten lönnte „bei feinen S^obedarten") ifl gleid^faUd unmoglid^; wir lefen mit ben LXX 



40 ^^ Vropl^et 3efaia. 

infea. — 10: oDc SScrfudJc, -»b^n ju beuten (gefeit aud^, ba^ e« f. o. a. «''bnn fem follte) 
ftnb oergedid^, mag man ed nun mit ym loorbmieren ober bem 'iks)*? unterorbnen (in le^« 
terem ^oDe pflegt man bann auf aEerlei Ummegen bie 99ebeutung ,, unheilbar'' }u geminnen; 
}u biefem Sel^ufe märe jebod^ minbeßend ^bnn gu lefen). — 54^ 11 : I. mit äßeH^oufen 
(beutfd^e 2it.<3tg. 1890, 3tx. 31), mie ber ißaraDelidmud forbert unb bie LXX menigfiend 
für 'Tfcb betätigen: X^i^t 1P^ '^ '^^^^ i^'^' ^'^^ ^^ ^^ Spie^glan} beine Steine ein- 
lagern"). — 15 : L mit Oort nj^by jiatt Dor biß*; (nadj üblicher 3>eutung: „ber wirb bir gu= 
faDen" ober ,,ber mirb im Jlampfe miber bid^ faOen") ^inter ^^:i;, meld^e^ 9Bort ni<^t ol^ne 
aDe iRft^erbeftimmung bleiben fann. — 55, 1 : 1. mit Oort, mie ber Sufammenl^ang forbert, 
für t)DD, meld^e^ irrtümlid^ aud bem jmeiten ^Iboerd eingebrungen ift, nn^. — 4 : L mit 
Oort, mie nad^ bem ^araQelidmud ju erwarten, ü'^'rzyh. •— 10: I. mit anberer SSoIalifierung 
?'itb unb bb«b (ö^nlic^ Oort: yhtb unb b^äb); MT: Samen bem ©äenben unb Srot bem 
(Sffenben. Sber bDl^b lie^e ftd^ bod^ nur {ünfilid^ ald Partie, fut. beuten, mö^renb Sinn unb 
Sprac^gebraud^ beibemale für einen Sitfin. mitb fprid^t. — 56, 8: ba| burd^ ooraud- 
gewelltes 'm DK3 nod^ ein weiterer ®ottedf|nitd^ nad^gebrad^t fein foQte, ift l^öd^ß unma^r^ 
fd^einlid^; 'k dk3 mirb, mie überall fonft bei ben ^ropl^eten, ald S^\<^i i^ ^>^^ oorl^er« 
ge^enben Sprud^ unb bemnac^ 93. 8^ mit Oort ate nad^trogUc^e 3^^^t gu betrad^ten fein, 
mag nun bad Serbum oon ^au^ m^ Y^V^ ^^^ (f^ ^^^) V9121 ^^ Optotit) gelautet l^aben. 
Se^ befrembßd^ erfd^eint meiter am Sd^biffe '^''Se^i^sb ol^ nähere @rllärung gu i^by. 9Rit 
9led^t erblidt Oort in biefem Sd^Iu^morte oon SS. 8 eine SSerftümmelung bed urfprünglid^en 
Xnfangd oon S. 9. 3)iefer lä^t burd^aud ein mit i'TKt poraKelgel^enbeiS SSerbum oermiffen, 
alfo mo^I ia:^)jn (Oort mill für tti« bad Perf. in«, alfo am anfange lieber nr^ajja ober 
«laeai;; lefen). 2)a^ in 56, 9—57, 18* eine $eriIope vorliegt, bie mitten aud einem gang 
onberen 3uf<Ktnmenl^ang l^eraud (oergl. u. a. bie abrupte Sinfül^rung be$ 3iolU in ©ejlalt 
bed Suffti^ed an i^'ar) in ben 3>eutero]efa]a oerpflongt ift, mirb ie^t f aft allgemein gugeftanben ; 
ebenf 0, ba^ bief e $eriIope in ber ^auptf ac^e au^ ber ooresilifd^en 3^t flammen mu^. Streitig 
ip bagegen, ob man mit (Smalb (befonberd megen ber Ainberopfer 93. 5) an bie 3^t 9)tanaf[ed 
(um 680), ober mit SiOmann u. a. an bie 3^t lurg oor bem S^ile gu beuten l^at. Sticht minber 
iffc ftreitig, ob bie Sinfd^altung (oielleid^t oerbunben mit einer leifen Überarbeitung) auf ben 
(ober bie) SSerfaffer oon 3ef. 40 — 66 ober auf eine nod^ fpotere $anb gurüdfgufü^ren fei. — 
11 : 1. mit 3)iEmann D-'Sthri oni (MT: unb ba« ftnb Wirten!). — 57, 2: ergänge mit Oort 
(nac^ LXX) i*iap nad^ »la;. — 8: für nstni (b. 1^. mol^I nad^ ber äuffaffung ber 5IJlafora: 
„unb [ber] bu [oud^ felbft] l^urteft") ifl fd^ um beiS ^aroDelidmud miSen entmeber mit 
Seli^fc^ nstni (»rut eine« @. unb [einer] meldte IJurt) ober mo^I rid^tiger njri gu lefen. — 
12: L mit LXX Alex, unb Sjr., ''r]pjr>i (MT: „beine (Sered^tigleit — b. 1^. nad^ üblid^er, 
aber fe^ Iünft(id^er2)eutung: beine oermeintlid^e®. — miD id^ in il^rem magren Sid^te geigen." 
3n Sßal^rl^eit mirb jebod^ bie 99unbedtreue 3^^«'^ ^^ 9lid^tdnu|ig{ett ber ®ö|en gegenüber« 
gepellt. — 13: ftatt beS fonft nid^t gu belegenben '^'«xirsp (nad^ üblid^er 2)eutung „beine 
Raufen oon ®8|en") l. mit Oort '?j':x*ip«S (beine Sd^eufale) ober *?i':aaö; (beine ©ö^enbilber). 
— 17: vatn i vi beutet 3)UIm. „ob ber SSergel^ung feiner Selbftfudjt" ; y«? l^eijjt jebodj nie 
etmaiS anbered, ate „®eminn", indbefonbere „ungered^ter ®eminn". ^er Xe^t ift offenbar 
oerberbt. Sie LXX brüdfen i9X^ burd^ ßQojcv ti (eine Heine Sßeile) a\x^. gn Ermangelung 
eined oon iiyn regierten ©enetio^ lefen mir mit Oort '1212;.^ unb laffen ba^ingeßeSt, ma$ ur« 
fprünglid^ für i^a::a geftanben l^aben mag. — ^r in^M*] I. bem 3ufammen]^ang entfpred^enb 
HTTDVC) unb für tiatpsn mit Oort ri'iatgi (mörtlidj : unb id^ fd^Iug il^n ein SSer^üIIen [be« an- 
gefügt«] unb 3ümen). — 58, 10: I. mit Oort tjwnb (MT nadj übli<^er ©eutung: „bein 
93erlangen", bad, xocA bu für bid^ felbft bege^ unb nun mit i^m teilft). SHe 2:e^erberbnid 
entftanb burd^ Xbirren auf bad fogleid^ folgenbe «Jcs. j ^n ben LXX ift in ba« urfprünglid^e 



%ov oQf^ov aov nad^träglid^ noc^ beni ^ebräifd^en nod^ (oor aov) ^x qpv^^ einlottigiert. — 
59, 13: I. i^n (MT wal^c^einKclJ M^^^ xacca", ate Inf. absol. Hiph. x>m n^;). — 
18: fiteid^e bad jweite b;i old irrtümlid^e 38ieber§oIung be$ erften; bad überf<^üfftge britte 
gScrdglteb, offenbar eine fpätcre ©loffe, fel^It in ben lÄX. — 60, 19 : I. mit Oort, wie ber 
jpawIIeKgmu« ^rbert, '«»n yab nb^bi (MT: nodj wirb gur ®rleu(§tung ber 3Dlonb bir 
leuchten). — 61, 7: burc^ ©nfeftung t)on n«ä"i; ober ^n^jb für iah; gewinnt ©illmann ben 
Sinn : „baffir bol jwief ad^ war eure ©d^onbe unb Schimpf fte empfangen (ererbt) l^atten afö 
i^en Seil" tc. ; Oort lieft nah; n^b^n ntf a nnn unb ftrei(§t 15b, alfo : ftatt be« Sdjimpfeg 
unb ber @<l^ma(i^ werben fie jubeln, in i^rem Sanbe werben fie ic. — 8 : I. nbi?:^ (MT : 
,,9loub am S5ranbopfer"). — 10: 1. mit SJrebenlamj) u. a. "^süs;.: (Imperf. Hiph, oon nay); 
für itiD*; I. mit Srebenfamp vd; ; MT nad^ üblid^er 2)eutung ,,ber priefterKd^ mad^t [nad^ 
993eife eined $riefterd formt] ben Jtopffd^ud". Sber in:^ ^eijst nie etwad anbered, old 
,,$rießerbienft oerrid^ten''. — 62, 5 : I. mit de Lagarde ba^nS), ol^ne bedl^alb mit de Lagarde 
""^ ju {heid^en; MT lönnte nur bebeuten: ,,wenn (gefegt, ba|) ein Jüngling u. f. w." ober 
,,benn ein Süngling u. f. xoJ'. fibrigend ift ber 9{ad^fa( befremblid^ unb ^öd^ften§ burd^ bie 
Xnna^me ju erllören (S)iIImann), ba| ein 993ortfpiel gwifd^en ben beiben Sebeutungen oon 
by^ „^ oermö^Ien" unb ;,in Sefi| nel^men" beabfti^tigt ifl. 3)er $arallidmu$ lä^t gal^we 
ate @ub]elt bed 9la(^fa^ed erwarten unb Sead^tung oerbient böiger bie AonjdEtur Oorts 
'!j3:3 "^yy^ (nac^ 5ßf. 147, 2). 5Der 5ßlural "^iib?;.!-; brang oielleidjt erft ein, ate urfprüng* 
lic^ed "^isln (t)ergl. "j^jAiP 54, 5 afö Sejeid^nung ga^wed !) irrtümlid^ '^'^s^ gelefen würbe. •— 
63, 1 : L mit Vnlg. i;k; MT ,,ftd^ beugenb", b. i. nad^ unbered^tigter Umbeutung : „mit ftolj 
jurüdtgeworfenem Äopf e") ; in SB. 1*" l. mit LXX npiar (o^ne a). — 3 : 1., wie ba« ooraug* 
ge^enbe unb nad^folgenbe Perf. fowie ri forbert, OD^n»;, dots-ikj unb ts^j; MT will offen»= 
bor: „unb ic^ wiO f^e niebertreten" u. f. w., um fo bie betreffenben ^onblungen audbrüdlic^ 
aU nod^ beoorftel^enb J^injufteOen. Sbenfo lied S. 5 : cs'^aKi unb DunnOKn, SB. 6 : Dia«;, 
fobamt mit oielen ^anbfd^ften unb bem Targ. D'iai^&iii (MT: unb id^ wiE fte trunlen 
machen k.), enblid^ I'^'^iki. — 11 : ftreid^e mit LXX ndTs ald eine grammatifd^ unmügßd^e 
®Iof[e (MT benit oielleid^t '•73'! nod^mate oor '» wieberl^olt) unb I. mit LXX unb Targ. rrs^h; 
MT „famt ben ^irten'', wo^I um au^er S'lofe aud^ Sll^arond u. f. w. gu gebenfen. — 18 : I. 
mit LXX, wie fdjon ber $ßaratteligmu^ forbert, ^üip-Hti — 64, 2 : bie jweite SSerd^oIfte 
lönnte nur, wie in ber überfe|ung gefd^el^en, atö 9(udfage gefa^ werben. Offenbar Hegt ^ier 
aber ein @(^iben)erfel^en (irrtümliche SBieberl^oIung ber Ie|ten oier 9Borte oon Aap. 63) 
^Qx. — 4 : bie überfe^ung bed offenbar oerberbten Xe^ted (wörtlich : über fie [}ümteft bu] 
ewiglid^ unb wir werben gerettet werben) folgt bem ä)orf daläge SSeUl^aufend (S)eutfd^e Siteratur- 
geitung 1890, SRr. 31), nad^ ben LXX r&ya labywa gu lefen. SWöglidJerweife lönnte ber 
Serd mit biefen SeiSarten aud^ bebeuten : bu gümteft unb wir fünbigten [weiter], — über 
u. U. unb wir freoeften [fort]. — 6:1. mit LXX Targ. Syr. «las^ttnn (MT attenfall« : „unb 
liejeft un« l^infc^melgen in ber ©ewalt u. SS.")- — 65, 1 : I. mit Oort «'njj-K'b (wenn nidjt 
oielleid^t rid^tiger mit LXX «ik*^]; ; MT : bad nic^t nad^ meinem Flamen Imoxcai war). — 
5 : für nb» ift oielleidjt mit Oort nby gu lefen („SRaudJ ftieg auf in meiner 9lafe, lobert 
geuer ben gangen S^ag"). Ober ift b? oor nb« au«gefatten („ob fold^er S)inge ift Slaud^ 
u. f. w.)? — 16: I. mit ©illmann beibemal i»l« (MT wol^I „bei bem Ootte be« Slmen", 
b. ^. bem grfüKer ber SBerl^eiftungen). — 66, 5 : 1. mit 5)iIImattn i?.^-: (MT : möge Saljwe 
gee^t fein). — 17 : bem MT gewinnt man einen ®inn ab burc^ bie 3)eutung: fie weilten ^ 
für abgöttifd^en Aultud in ben ©ö^enl^ainen, inbem {te ben in ber SRitte ftel^enben @ö|en« 
priefter nad^ol^men. SCber nn« ift offenbar nur irrtümlid^e 3Bieberl^oIung oon "in» unb ber 
Xest überl^aupt oerberbt (bie LXX bieten anftatt ber brei äßorte : „in ber SSorJ^aOe'') ; xam 
erwartet im erften ®Iiebe bed ^alboerfed irgenb eine Segeugung bei^ ®iferd für ben 3<4n)ebienft, 



42 3^ $topliei Sefajo. ^er ^topl^et Seremia. 

n)el($et bomt im jtoeiten ®Iiebe bie Stfige obgöttifd^en %mheni folgt — 18 : ''nsjn; ergünsen 
nad^ DSi-*ni!3iDn»i : Targ. Sjr. unb viele 3Rinu$!eln ber LXX ; aSerbingd t{l bief e Srgongung 
too^l nur geraten, um bem ol^nebieg unoerßänblid^en Eingänge bed SBerfe^ einen @inn obgu« 
gewinnen. 3Rit iiKä (nad^ bem MT Part, fem.) ift nic^tö anguf angen ; lieft man bie gform 
(nombetont) afö Perf., fo lönnte bieg bod^ nid^t ^ei^en: „e^ lommt ^erbei, ftel^t Beoor'', mie 
man ed ^ot beuten moQen. Oort oermutet tik:;«! „unb id^ miK lommen, um'' k. . . — 19: l. 
mit LXX C3«iE} (oergl. @j. 27, 10. 80, 5); für '^yiyo^ (,,bie Jhinbe oon mir'O l. mit Oort nad^ 
ben LXX '»öti. — 21 : l. mit ©iCmann u. a. ö-^arrbb unb fireidje D">ibb d^ eine ®lof[e, bie 
entmeber auf Siad^al^mung ber im Deuter., Jer., Ez. I^äufigen SBerBinbung „Senitenprießer*' 
berul^t ober au| er ben eigentlid^en ^rieflem aud^ bie Seoiten (erütfftd^tigt feigen moKte (ba- 
l^er oud^ bie LA ,,ben ^rieftem unb ben Seoiten'' in ben alten ÜBerfe|ungen unb jal^lreic^en 
l^ebraifd^en ^anbfd^riften). S)er MT na^m offenbar Slnfto^ an bem ®ebanlen, baj} aud^ 
Reiben ju ^rieftem genommen merben f oKten, tmb brüdCt bal^er cM : unb id^ miS aud^ non 
i^en [meldte] nel^men [jum 2>ienft] für bie ^riefter. 

3)tr ^xüptttt 3eremta« 

1, 14: l. mit Houbigant u. a. tia^ LXX nsn; MT aOenfaSd: bad (im Slorben gleid^« 
fam gefeffelt gurüdfgel^altene) Unheil mirb lo^gelaffen (eigentlid^ ,,gedffnet"), entfeffelt merben; 
offenbar foS aber bad SSerbum eine birdte Srilärung beg mc; SB. 13 fein. — 21 : {treidle 
ben älrt oor ioa oli grammatifd^ unmöglid^. — 2, 30 : l. mit LXX tanngb ; MT ,Jxt 
nahmen nid^t gudjt an". — 3, 7: L mit Stteumann rj«^nD; oudj bie LXX („unb eg fal^ 
il^e Slreuloftgleit bie treulofe 3uba") fc^einen biefe LA ooraud}ufe$en. — 8 : l. mit bem 
©^rer, mie ber 3ufammen^ang burd^au« forbert, K'nni ; MT „unb id^ falj". — 9:1. t|5nni ; 
hcS Qal ift immer intranjttio „entmeiljt fein". — 17: ftreidje mit LXX baS jmeite D'^b^in'^b 
al9 fiberfIüffige®loffe (menn nid^t irrtümlid^e Sßieberl^olung bed erften).— 4, 4: l. mit LXX 
royi ftatt be« Spiural«. — 19: l. rtb^n« (MT: „idj mitt l^arren"); ba« irrtümlidje ©in* 
bringen beS Waw nadj « nötigte weiter ju ber äluSfprad^e rt^'^m». — 28 : l. mit LXX, wie 
ber 5ParatteliSmuS forbert, •»nfet hinter '^nttns. — 6, 9: l. mit®raf u. a. i;; berMT („beinc 
^nb" mit unerträglid^em äBed^fel ber ^orfon) berul^t, ba mieber Eaph folgt, auf SHtto« 
grap^ie. — 15:1. nad^ 8, 12 Dij'^p^B. — 21 : l. mit bem Äetl^ib ^im\ — 27 : bie ^ßunftation 
^^^73 berul^t mo^l nur auf ber unmoglid^en Z)eutung afö „9olln>erI". @d mu^ irgenb ein 
auf bieSRetaSbearbeitung begttglid^er älu^brud barin {ledfen. Ob l^än „[ba^ bu ed] mel^r oH^ 
Slo^erj [prttfcfk]"? — 29: l. mit ®raf, wie ©inn unb 3ufammen^ang forbem, Dbn (MT: 
„war baö 8lei ju®nbe"). — 7, 15: fireidje mit LXX bad erfte -bs afö irrtümlidje 93orauiS» 
nal^me be« jmeiten. — 18: l. mit Äuenen u. a. 'cJn nsbiab ; bie LA be« MT (nadj üblidjer 
Z)eutung ba$ feminin beiS aram. *!{bn „jlönig", alfo gleid^foSd „Jtönigin") meint offenbar 
ben Stat constn oon HD^bn (fonjl nsKb*^ gefd^rieben) unb gwar im ©inne oon '«fn »:i:t 
baiS ^immeldl^eer. — 24: 1. nix^bia (ald Stegen^ non &ab) unb fteeid^e nn^'ivda old er« 
HSrenbe ®loffe ju nias^un. — 25 : ba einfad^ed D'i*' nid^t bebeuten lann „2:ag für 2:ag", fo 
ift eg entweber (als 3)ittograp^ie bed oorl^ergel^enben ü'> !) }u {heid^en ober tir th^ gu lefen ; 
le^terer Stnnal^me folgt bie fiberfe^ung. — 8, 3 : ftreid^e mit LXX bad gweite D'^^MVsn ald 
irrtümlid^e SBieberl^obtng be$ erften. 93. 3^ bfirfte überl^aupt ein fpäterer S^f^l f^n* — 
5: fireid^e ta-'bTÖ'TT^ mit LXX als überflüfftge ©loffe. — 13 : l. D'i^yi'; (oergl. fu ^?a „ai^ 
weiben" 3^- ö, 5 u. a.). MT lönnte nur bebeuten: „bie aber pe ba^infd^ten follen". — 
9, 2: l., wie ber©f)rad^gebraud^ forbert, ^D'in'üi unb giel^e "ip^td mit LXX gum jweiten^lb=» 
oerfe. — 6 : ergänge mit LXX n?*3 nad^ "^sc». — 21 : bie SSäorte ^ag bis Misr^ jtnb bem 
3ufammen]^ange voKftanbig fremb unb fehlen bei ben LXX. — 10, 11 : ber SBeriS, ber m 



%>tt tptop^i Setemio. 43 

fc^on hm^ bie Sprache old na($ttag(id^e 9lanb(emerlung hrgenb eine^ Sefetd )u erlernten giebt, 
{iort ben B^omtnen^ong empfinblid^. 2)ad n^K am@d^Iu^e lönnte ben Aopf gu einer ^ebrSi« 
f($en (ober — in ber 9[udff)racl^e nrb^ — einer aramäifd^en) ^ortfe^ung ber Slanbbemerlung 
gebUbet ^oben. — 19: I. '^'^bij; ouc^ mit bemAetJ^ib ^'bn lönnte ntöglid^ermeife bie Sud« 
f)nrad^ "^bn beobfidjtigt fein. — 11, 2: l. on^an"]; bie (nadj bem S^fö^w^^^öng unmög* 
lid^e) LA bed MT ,,unb rebet'' entflanb burd^ bad irrtümlid^e Einbringen bed ^yjyä im @in« 
gonge be« SSerfe«. — 18: flreic^e müLXX riDüb mnnT» afö überflüfftge Stoffe. — 14: L 
mit LXX mie SS. 12 u. a. Dro^ nja ; MT nadj übUdJer 5)eutung „wegen il^re« Unreife". — 
15: bei ber in bergfu^note gegebenen fiberfe^ung ift D'^s'^ri ftott 0'»a*nn, fpbonn ^^»;! 
'p\ tK "^d ';;n^'^ T^V?, t>oraudgefe|t. 93on Tfc$ -«^ atö urfprünglid^er LA ^at fU^ eine beutlid^ 
Bpm in bem ouffftOigen "^^n^^ erl^olten. Übrigen^ oergl. fi. $. ®raf g. b. @t — 19 : 1. mit 
$i|ig tt. a. mba (oergl. 5 3Rof. 84, 7) ; MT nod^ üblid^er Deutung ,,ben ^bcam mit feiner 
©peife". — 14, 14: {Streiche mit ®raf i t)or b*^b« unb oerbinbe '« aop nad^ Sinologie ber 
beiben poroOelen Xudbrüde gu einem Segriffe. — 18 : I. mit ben olten ttberfe^ungen Kb fite 
«bn. — 15, 10: I. jiott ber Unform •'snbbpo nbD mit oDen Steueren: ''3'^bbj? onbs (oergl. 
©efen. Oromm. § 61, 8). — 14: I. wie 17, 4 tj-ip^isstri ; MT: unb idj »itt beine gfetnbe 
l^infibergie^en loffen in ein Sonb u. f. m. — 16, 7 : bo D*nB oOein ni($t ,,Srot bred^en" be« 
beuten torni, f o muj} mon entmeber mit LXX nnb onftott finb (efen ober (fo in ber über«' 
fe^ung) onb hinter Dnb (nod^ meld^em ed leicht oudf offen lomtte) mieber J^erfieQen. — 
17, 1 : 1. mit ber Vulg., mie ber guf ommenl^ong forbcrt, Dsn-^ninat» (MT: eurer SKtSrc). — 
4 : I. für t{!3^ (nod^ fiblid^er 2>eutung ,,unb gmor burd^ beine eigene Sd^ulb") mit 3. S). 
ajlidjoeli« 2C. tjn; ; gur ©od^e uergl. 5 ÜRof. 15, 2 ff. — 8 : 1. mit LXX «n«: (MT : ber nid^t 
feigen [erleben] mirb, boft ^. lommt). — 18, 4 : bie 3Borte '"^n ni^a ^»ha fmb offenbor eine 
irrtümlich ou^ 93. 6 eingebrungene ®toffe. S>ie oon 99oer in feinen S^remiotq^ oufgenommene 
LA ^tth:a (fo oud^ ed. Mantnana ; ebenf o geugt für fie ber Targnm) mirb oSerbingd oui^« 
brfidSic^ von ber 3Roforo geforbert, berul^t ober mo^I nur ouf ber Xbftd^t, S. 4 unb S. 6 gu 
bifferengieren. Qu überfe|en mSre : „unb mißriet bod ®ef ä^, bod er mit bem X^one mod^te, 
in ber ^b be« Töpfer«". 3)ie LXX brüdfen ou« vx^ M«a? «in ^«5« unb bie« bürfte ber 
urfprfinglid^e Xe^ fein. — 17 : 1. mit LXX dk'im ; MT ollenfoOd: mit bem9lüd(en unb nid^t 
mit bem Ängeftdjt werbe idj fie onfe^cn tc. — 19, 1 : 1. mit LXX nodj fe^n : 'an ^JijTTa ^tr^Y, 
— 11: I. riBha no(^ Änotogie oon minn SS. 18 unb nohn» 35. 14. — 18: L D'^fi^aü 
(ol^ne 3(rtile0 old bie nod^ einf od^fte SSerbefferung bed offenbor oerberbten Xectei^ ; oieüeid^t 
ftonb urfprünglic^ 'o nnorn, oergl. 3ef. 80, 88. 3)ie LXX brüd(en Dn'nfii»&i7a oud. — 
21, 7: fteeid^e mit LXX unb ber ^oOele 41, 10 bo« med^onifd^ mi^er^olte -nMi nod^ 
iMjrj. — 12: L mit bem Qerö OD"«bT5?7a. — 22, 14: I. mit 3. 5). 9RidJoeIi8 unb fofi oOen 
3(u«Iegem l^eo VT\\n ; bie irrige ^erübei^iel^ung be« Waw gu bem Lif. absei, ^idd l^otte 
meiter bie grommotifd^ unmdglid^e 9[u«f)>rod^e oon licD aü Part. pass. gur Sfolge. "^sibn 
tonnte nur l^ei^en ,,meine ^fter'' ; mon gmong il^m boburd^ einen @inn ob, bo^ mon ed für 
einen obnormen Shtol ober $IuroI erSärte. — r 26: I. mit LXX y^iK; ber 3(rtiM i{l mol^I 
ou« 16, 18 eingebrungen. — 23, 18 : 1., mie ber ^oSelidmu« unb bie Xnotogie oon 93. 22 
fotbert, om SdJIuffe y^tir, (MT: . . oemimmt unb [e«] l^ört). — 88 : 1. nodj ben LXX mit 
onberer SBortobteilung Kt^^n Qn»; MT oOenfoII«: „ma9 bie Sefd^mer fei". — 89: I. mit 
LXX Sjr. Vulg. Kis) ^M '"tp^^) ; MT nod^ üblid^er 2)eutung „x^ miO eud^ oerfäumen (oer« 
nodjiofpgen)". — 24, 9 : W'ib xfi nodj ben LXX old erllärenbe ©toffe gu wiTb gu fireid^en.— 
25, 9: bie ®Ioffe ';»i 'r-bN*; lofen bie LXX nod^ nic^t; ofö nod^trügßd^er (Sinfd^ub mirb fie 
f d^on burc^ -bKi lenntlid^, meld^e^ nur (über "^nnpbn tc. I^inmeg !) oon nbti ob^Sngen ISnnte. 
aS. 9*^ : L mit LXX unb 28, 40 V myfy^ (MT : unb gu Krümmern für immer). — 10 : für 
^''.Ql ^^V ift melleic^ mit LXX, bem dufttmmeni^onge meit ongemeffener, ^fe ry^^ (St^nl^en« 



44 ^^ ^ropl^et 3eremta. 

buft) }U lefen. — 11 : ti^'iinb (oon ben LXX ntd^t au^gebrü<It) iDttb fd^n btirc^ boS ^len 
bed ^ oot n);tib oIiS ®Ioffe emtefen. ä(u|}erbem ober bütften bie Serfe 11\ 12. 18^ (!) unb 
14, loeld^e bie mit 93. 8 Seginnenbe unb mit 93. 15 fortgefe^te 3)ro^n>etdfagung in ber auf« 
fäQigften äBeife mtterbted^en, aU fpätere 3^M 8^ Betrad^ fein. — 18: L mit LXX 
n^'^fen«'). — 26*: I. mit LXX n'iDbö'sn o^ne baö grammatifdj unrnSglidJe unb not bem 
Slelatiofoi ööttig überpüfftge yn^irt. — 26* (ben LXX nodj unbefannt) gicbt fidj fd^n 
burd^ ben fogenannten Stbafd^ * in *^'üjoi,r ^^ offenbar aud bem fel^t ff)äten (nad^Iifc^en) 
Aapitel 51, 41 ftammt, aü 3utl^at ju erlennen. — 34: bem fc^on grammatifd^ (noDenbd in 
ber oon 99aer aufgenommenen gform QD'^n'iss'iDn? !) ^öd^ft befrembßd^en äSorte not Dnb&2i ift 
^öd^ften^ burd^ bie äBieberergonjung oon ""tt*; oor^er ein @inn abjugeminnen. Offenbar ift ed 
eine (ben LXX noc^ unbefannte) ®Ioffe auf ®runb ber Srmägung, ba^ nid^t aQe gefd^Iac^tet, 
fonbem ein S^eil oon il^nen überallhin jerfireut mürbe. — 38 : 1. mit LXX Targ. mie 46, 16. 
50, 16 nj'T^rr n'nti; MT: ,,oor ber Olut be« gewalttl^ätigen" [nämlic^ „©djmerte«", wad ober 
niemanb l^ier erraten fönnte]; ber ^el^Ier entftanb burd^ 9(birren auf benSd^Iu^ bed 93erfed. — 
26, 22 : ber ttrfprünglic^e %tj^ fönnte gelautet l^aben : „ba f anbte Sojaüm (Slnaiffan, ben 
@ol^n Sd^bord, unb Seute mit t^m nad^ ^ggptm*', mäl^renb im je|igen S^e^te inK D'^id'^ki 
unb ooQenbd bad nod^malige D'^nsr» [-bx !] äberflüffig ift. S)a jeboc^ bie LXX nur D**»:)« 
ü'^^'iL'D (afen, fo merben bie SBorte insbfimN bis jum jmeiten ü'^'i^'ü ate (Sloffe )u betrad^en 
fein. — 27, 1 : 1., mie 98. 8 unb 12, fowie 28, 1 forbem, tnjRist anflatt be« (irrtflmlidj au« 
26, 1 mieberl^olten) Q]?;'''^> ^i^ urfprängKc^e Überfd^rift gu ftap. 27 ^at ftc^ oielleid^t in 
28, 1 (f. u. ben Xest ber LXX) erl^alten. — 7 : 93. 7 jerrei^t ftc^tlid^ ben 3ufammen^ang 
gmifd^en 93. 6 unb 8 unb ift eine (ben LXX nod^ unbelannte) (9lo{f e ; oergl. oben bie 9bnm, 
3U 25, 11— 14. — 8: ber Stelatiofa^ oon ^v^, bid jum erften b^^ (ben LXX noc^ un« 
befannt) ifit offenbar eine erSorenbe ®Ioffe ju bem bilblid^en 9(uiSbrudf im nad^folgenben SRe« 
latiofal unb I^Stte menigfiend hinter ben le^teren gefteSt merben foSen. @tatt beffen ift je^t 
ber urfprüngUd^e @a^ mit bem grammatifd^ l^öd^ft ftörenben nxi an bie ®loffe angefügt, ^r 
bie nac||trägUd^e (Sinfd^iebung bed erften Slelatiofa^^ed bemeift aud^ nnn9\ meld^ed oon ^^^ 
cax^ nid^t unmittelbar oor bem Sing, in*: fte^en bnnte. — 18 : l., mie bie ©rammatif forbert, 
»^Kb^-^pbab (Slu«faII oon 3ob nad^ 3ob). — 28, 1 : (Sntmeber fmb nur bie brei erjlen SEBorte 
urfprünglid^ (benn ju ,,in jenem Saläre'' pa^t nid^t „im 4. ^al^re"; ri'>tz5M'n2| tc fönnte ouS 
27, 1 [nad^ bem urfprünglid^ Slq^e] mieberl^olt fein) ober ed ift mit ben LXX gu lefen: 
•»ib-^Änn ttSnha ^ »sjbtt 'xb r'»3!''3'n?j n:t6i "»nin («•»nsi nj©a im Singange mü^te bann irr* 
tümlid^ aud 93. 17 eingebrungen fein; l^öc^ften^ bliebe nod^ möglid^, »'^nn n^oa burd^ bie 
©treidjung oon n-'ya'nn natfa ju galten). — 13 : l. mit LXX ■'n'»fe:j'j (MT: unb bu foffft . . . 
madjen). — 14: bie SdJIu^morte oon innn^^i cm, eine aud 27, 6 gefloffene 3^^<^f ftfjUn 
bei ben LXX. — 29, 1 : ^n; mirb burdj ben 3ufomntenl^ang au^gefdjloffen unb fe^It bei 
ben LXX. — 8:1. ftatt ber (burdj Sittogropl^ie bed Mem entftonbenen) abnormen ^orm bed 
Part. Hiph. (nadj üblidjer 2)eutung ,,bie i^r trdumen mad^t''): D^inbh.— 28*: baS auffällig 
nad^ljinlenbe ijjti, offenbar oerbeutlidjenbe ®Ioffe ju nan, fel^It bei ben LXX. — 28^ : I. mit 
3. 3). ÜJlidJaeli« u. a. Ty «^n ■^Db»*) (^n oielleidjt nur ort^ograp^ifdje ßicenj für Kin) ; bie 
LA beg MT yn^n, an ftdj unma^rfc^einlidj, ift burd^ baS nadjfolgenbe 191 (o^ne Xrtilel) 
ouSgefd^loffen. — 25 f. : mie tfsns k. in 93. 26 unb 27 jeigt unb bie LXX beftätigen, ifl bie 
Slbreffe erft nad^träglidj burdj Seifügung bed ganjen 93oIIed unb fämtlic^er ^riefiter ermeitert, 
unb bemgemäl trb S. 26 (obmol^I allein ju tj^ns k. ftimmenb !) in w^TVP, oermanbelt. — 
30, 18: ^'it^ab ifit gegen bie 9(ccente gum 2. ^alboeriS ju sielten. — 31, 9: Db'^n'iM ift gegen 



* (£tne ©e^eimfc^rift, bei ber man ben erfUn Aonfonanten bed 9lpl^a5etiS mit bem legten, 
ben awetten mit bem oorle|ten u. f. 10. oertaufd^te, alfo M mit rv ^ mit V 2c. 



3>et ^ropl^ei Seremia. 45 

bte äiccente }utn folgenben gejogen. — 40 : ftreid^e ben Slrtifd oor "pw, ba bie fptod^Iid^ 
oQenfoad mdglid^e Raffung bed MT = M^ ganje 2:^al, bie Sfer unb bie 9(fd^e'' fad^Iid^ 
unmogUd^ ift. — 32, 8 : ba l^eremia feI6{l ouiS ^natffoi ftammte, fo ift 'n y^Kn "iviK off^u 
^onbgreiflid^e ®Ipf[e. S)ie LXX fteQen toenigftend um (,,meinen 9(dFer, ben im Sanbe SB., ben 
in 9(natl^ot"), BeftStigen aber boburd^ nur bie nad^ttäglid^e @infc^ie(ung oon 'n y^fitrs 'k. — 
9: nnd^ä nvM (oon ben LXX nid^ oudgebtüdFt), oöCig äberflüf|tge unb nod^ baju an bie 
falfd^e Stelle geratene ®Ioffe. — 11 : äBenn „ba^ @ebot unb bie @a$ungen mirlKd^ gum ur« 
fptfinglid^ Siebte geboren (bie LXX btüdfen beibe SBorte nid^t auiS), fo müßten barin Aunfl« 
»örter ber ©erid^tdfprad^e oorliegen, auf beren naivere (SrHärung nix ju oerjid^ten l^ätten. 
S)adfelbe gilt t>on ber Unterfd^eibung bed ,;Oerfiegetten unb bed offenen Aoufbrief^'' l^ier u. 
93. 14. 2)a aber in bem ^ouptberid^te SS. 10 nur oon einem einfad^en, oor 3^g^ oerftegelten 
Kaufbriefe bie 9lebe ift *, fo liegt bie SBermutung m^^, ba| jene Unterfd^eibung erft nad^trdg« 
lid^ in ben Xest l^ineingebrad^t morben \% meil man bad plurale tantum D'^^cp 93. 14, ba^ 
aud^ 1 jldn. 21, 8 unb gang {td^er ^[ef. 87, 14 einen (jufammengefoUeten) 93rief begeid^net, 
mi^oerftonb unb fic^ na^ einem gmeiten Sriefe umfal^ ; neben bem „oerfiegelten" nmrbe nun 
nod^ ein ,, offener'' angenommen unb biefe Unterfd^eibung cM S3. 14 oud^ in S3. 11 gurüd(« 
getragen (bod^ mirb aud^ l^ier '^iban nMi gmor oon LXX Sin. unb Alex, [burd^ xal to 
aveyvwafdevovi], aber nidjt oom Vatic. auSgebrütft). — 12 ; ba "^n^ unmöglidj ol^ne meiterei^ 
fttr ■'l^a liefen lann, fo ift le^tere« (nad^ 33. 6. 8. 9) J^ergufteCen. — 14: bad erfte m-) 
(nad^ üblicher 3>eutung „unb gmor ebenfo ben oerfiegelten'' u. f . m.) bfirfte einfad^ afö6d^reib« 
fel^Ier gu ftreid^en fein ; bagegen muj} nad^ bem gmeiten "lOp nod^mate rijj:))arT geftanben l^aben, 
ba "iDD ol^nä>ied ben 9(rtile( l^aben mü^te. Übrigen^ aber mirb nad^ bem gu 93. 1 1 Semeriten 
alled gmifd^en nb^n unb Dnnsn @tel^enbe afö nad^tr&gßd^e Qui^cA gu ftrei^en fein. äBenn ba^ 
gegen @tabe a. a. D. ®. 178 rrb^n ^DDn nx mit LXX ftreid^t unb burd^ bie LA "idd mm 
••ibasi n»i Dinnn n« ntn rr^p^n einen glatten Xejt l^erftellt, fo bleibt bodj nad^ mie oor 
bie @d^n)ierig{eit, ba| bie plü^ßd^e Unterf (Reibung gm ei er Kaufbriefe unbegreiflid^ ift. — 
85: I. "^b^b unb oergL bie tq^tifd^e Wm. gu 11, 7. — 33, 2: für rriö> lie« mit LXX 
y'iM rre$9 (mie 10, 12 u. a.) „ber bie @rbe fd^afft'*, moburd^ namentlid^ aud^ nD'^Dnb erft 
oerftänblid^ mirb. — 4 f . : bie einf ad^fte 93erbefferung bed ftd^tßd^ oerberbten Xtgte^ bfirfte 
fein, "«Mha (9(udfaO eined Beth gmifd^en gmei onberen) ffir D'^fi^rs gu lefen ; a(fo : „ati id^ er« 
fd^ien, um [in ©emeinfd^aft] mit ben S^olbäem gu ftreiten" tc, — 9 : {heid^e mit LXX &tD 
unb l. iibii}b. — 20 : ba üt2V fonft fiberoS 9(boerb, fo mirb ed l^ier mie 93. 25 ald @d^reib« 
fel^ler (veranlagt burd^ bad fiberaud i^oufige 93orIommen ber ^^ormel nb'tbi '-t „bei Xage unb 
bei 5ladjt") ffir d't' gu betradjten fein. — 25: f. bieänm. gu 93.20.— 34, 5: 1. mD'iöMi; 
aud^ MT lönnte nur bebeuten : „in ber SBeife ber beinen 93(item gemibmeten 93erbrennungen''. — 
12 : rtin'' hm» nad^ ben LXX al$ @d^reiberoerfe^en gu ftreid^en. — 36, 17 : ftreid^e mit LXX 
T»Bti ; erft baburd^ erl^ält baS t>d» in 93. 18 feine oolle 93Aeutung. — 18: T^'^a wirb oon 
ben LXX nic^t audgebrüdCt unb erfd^eint in ber Xl^at ald ein mäßiger Sa^aii ; ed ift mol^I 
(abfic^tlic^e ober gufoQige) änberung ffir ein gmeited nad^brfidlid^ed i'^Bn. — 20 : ba 'n^^n 
l^ier nid^t bebeuten lann „in ben 93orl^of'', fo mu^ ed entmeber nod^ eine anbere 93ebeutung 
^abcn (in« 93orgimmer?) ober e« ift nadj 1 Äön. 1, 15 STj^nn gu lefen. — 28: bie SJäorte 
D-^söR^n unb n3««*nn fxnh offenbar fiberfififfig unb feilten bei ben LXX. — 37, 16: MT 
tonnte nur bebeuten „benn gelommen war ^tcemia*' k. ; I. mit LXX «by. — 38, 10: 1. mit 
^i^ig u. a., mie @ad^Iage unb ®rammatil (0*^0:)« meift auf eine 3^^^^ ^'^^^ 10!) forbem. 



* 2>ie S)entung i&it^igd (im Üommentar g. b. 6t) unb nad^ i^m 6tabe« (ZAW 1885, @. 176 ff.) 
t)on ben beiben Seilen eineiS unb bedfelben Üoufbriefi^ fd^eint und burd^ ben SBortlaut oon 
S. 14 \^ie^i^xn auiSgefd^(offen. 



46 ^^ tßtopl^ Setemio. 

ntfbttj. — 23: l. mit LXX Targ. Syr. ti'nten; MT foff »ol^I au«btü(fcn: hu wirfi ocr« 
f($ulben, ba^ bief e Stobt niebergebrannt toirb. — 39, 4 : M!ri:.')i ift offenbar @d^bf eitler unb 
bafttt mit 3er. 52, 7 iDbf.n (bie «ßorattele 2 Äön. 25, 4 l^at "^jb?;]) ju lefen. — 40, 8 : wie 
2 Aön. 25, 23 ift aud^ Bei 3^^<t (40, 13. 15. 41, 11. 42, 8 u. a.) immer nur oon „So^onon, 
Sol^n Äorea^g" bieSflebe. Somit ift insn für istiT^i oerfdjrieben, aber tro^bem im Siegte 9c* 
laffen »orben. — 41, 1 : '»n '»a'Ti, f($on burc^ bie ärt ber Stnftiüpfwij ((m|iatt 'n ''a'ntti) 
afö gutl^at oerbädjtig, feljlt bei ben LXX. — 2 : bie Suf ä|e 'na '«na '«-i^ unb bai» n a ^ 
^351 fpntaltifcij unmdglid^e in« nw'^T fehlen bei ben LXX. — 3 : bie offenbaren ©loffen 'jitik 
unb ''«3N n« big gum ©(§Iuffe fel^Ien bei ben LXX. — 7 : bie SEBorte 'y^^ bNa^w«-* imb 
ber Sd^Iu^ oon Kirr an, beibed mieber offenbare ©loffen, fehlen bei ben LXX. — 9:1. mit 
LXX patt be« pnnlofen „burdj bie ^anb (SAalja«" Vn^ri nia. — 16V- 1. mit ^i^ig u. a. 
m^ 93. 14 bN2^73U3** r^atz^ "iTäi^ ; ber ©d^bfel^Ier a-nän jog bie irrige Beifügung bed riKn 
nac^ fidj, obfdjon baju nD^tnn-*)» nidjt jKmmt.— 16**: 'san •'TOk ol^ne Sweifel urfpr.®loffe 
gu bem fälfc5ß(§ D'^l'aÄ gelefenen o-^^aa. — 42, 1 : I. mit LXX unb 43, 2 nj^ntan. — 
43, 2 : oerbinbe nadj 50, 29 '»^"^b« gegen bie 9(ccente eng mit ü'^",JTt unb ffceidje ba8 
übeiaud {lorenbe D'^'n»« afö e^pligierenbe ®Io{fe. — 9 : bie LXX bieten für '"»a cab^a nur 
iv TtQodvQOig ; bamad^ f d^eint eined ber beiben l^ebräif d^en SBorte eine erKSrenbe ®loffe gum 
onberen gu fein. 3)ie fiberfe^ung ber LXX fe^t mol^I bie LA D^nna vorauf ; foSte baroud 
pbTaa oerfd^rieben fein? — 12: bie LXX überfe^en ben ©d^Iu^: „unb er wirb Ägypten 
laufen, mie ber^irt feinen ÜRantel lauft". 2)a$ ifl nid^t erfunben, unb md9i unb ntay*^ fomit 
3(nftanbdIorre!tur für ein anbered Serb. — 44, 3 : bie offenbaren ®Io{fen nayb (oergl. S. 8), 
fomie nwn big gum ©d^Iuffe, fel^Ien bei ben LXX. — 8:1. mit LXX DDr^-^^nanb ; ber 
(megen bed fel^Ienben Objdtd) unmöglid^e MT berul^t auf irrtümßd^er SEBieberl^oIung aui^ 
», 7. — 9: I. mit LXX üy^t unb oergl. S. 17. 21 ; bie LA beg MT Jeine SBeiber" 
lörnite I^SdJften« auf bie SBeiber 3uba« gelten, faff« nid^t für '"^abw bie LA '"^bw oorau8* 
gefe|t ift. — 17—19: oergl. bie tejtfritifd^e Slnm. gu 7, 18. — 21 : I., mie ba« nadjfolgenbe 
nbym forbert, Stni«. — 25»: l. ftatt be« fmniofen „i^r unb eure SBJeiber" (meldte LA, ob* 
gefeiten von bem Slüdfblid auf 93. 19, oor allem mol^I baburd^ entftonb, ba^ man dhk burd^aud 
Öls masc. faffen gu muffen glaubte, tro| bed fogleid^ folgenben dd-^d für la'^B) D^ti|n onK 
(für 'sn in«).— 25V Dergl. oben gu 93. 17 ff. — 45, 4: bie fpntaftifdj unerÄftrlid^en SEBorte 
M'^M 'mh ba*nMi fehlen bei ben LXX unb finb mol^I eine@(o{fe im ^inblidf auf bie Aap. 46 ff. 
angefd^Ioffenen äBeidfagungen gegen bie ^eibenoößer. — 46, 9 : ftreid^e baS gmeite ^teon ol^ 
irrtümlid^e SBicberl^oIung be« crften. — 17: I. mit LXX etc. Dti für D^. — 20: I. mit 
LXX etc. na für bag groeite «15. — 25 : bie SEBorte 't-bs^i bid sr^ab» f eitlen bei ben LXX; 
bemeifenb für il^ nad^trSglid^eSinfd^iebung ifl bie Sßieber^olung b«S 'trby^ aü ber urfprüng- 
lid^en gfortf e$ung. Sßeiter aber fe^lt bei ben LXX aud^ 93. 26 ; minbeftend bie erfle ^olfte 
be§fe[ben büi^e erfl nad^träglid^ (aud 22, 25) beigefügt fein. — 47, 5 : l {latt bed befremb^ 
lidjen üpw, (il^rer 6bene?) mit LXX D'^p.j?;. — 7:1. mit LXX, mie ber Sufammen^ang 
forbert, taptin ; ber MT wieberl^olt irrtümlid^ "capiDn au^ 7\ — 4B, 4 : 1. mit LXX STga^i 
unb oergl. 3^. 15, 5 ; ber MT meint »ol^I: [iljr,] feine Weinen! — 5*: I. mit 3ef. 15, 5 
na-Mby: ; ba« fbtnlofe -^aa be« MT entjlanb wol^I au^ bem 98erlefen oon "«a ia. — 5*: •^'n^, 
oon meld^ fic^ meber bei ben LXX, nod^ 3^* 15, 5 eine Spur finbet, mirb old @d^reibf eitler 
gu flreidjen fein. — 8:1. mit LXX -nD«a. — 15:1. mit 3. 5). SKid^aeli« u. a. (nadj 98. 18) 
nniD; MT nad^ üblid^er, aber fd^merlic^ l^altbarer 3)eutung: ,,oem)üftet mirb Stoab unb feine 
@täbte ge^en in fftan^ auf." — 30: oerbinbe p «bi nad^ 3^f- 1^^ ^ 0%^ bie 3(ccente mit 
ma. — 32*: [. mit 3ef. 16, 8 1d; ftatt bed grammatifd^ unnuSglid^en '^n. — 32^: ftreid^ 
mit 3^* 16, 8 baiS gmeite D; ci^ irrige SEBid)erl^oIung bed erften; ^ae^ex lag meit norbd^id^ 
00m toten Steere. — 88 : t für n'j'^n (entftanben burd^ 9(birren auf bad folgenbe SSiort) 



^er ^ropl^et Seremio. 47 

nad^ 3ef. 16, 10 •sj^n^rt. — 44: I. mit LXX nV« (MT: „üBcr fw, über 3RoaB". SWoßKd^ 
wäre oud^, ba^ 3Ki»~bM ®Ioffe ju n'^b« unb 'pe n^i$ Objdt gu k*»!» tDöre ; oergt. ]ä>0($ 
11, 28, 23, 12). — 45: I. mit S. 3). ÜRi($aeß8 n-^M; bie Driginalfteae 4 SWof. 21, 28 
Bietet 'o n^'nRTa „(m8©iclJond Stobt". — 49, 1 : 1. mit LXX etc. Dbbn ; MT: „il^r Äönig'', 
oielleid^t a(ft(^tli($e SBer^üQung bei^ ©ö^ennamen^. — 8:1. mit ©rajf n^ old Sreoiloquen} 
für 1*1 ta? -»ja *n3j (oergl. S^f. 15, 1), wofür oud^ ber ^ßoratteUömu« oon ^15*1 fprid^t; möglidj 
more aud^, ba^ **y aud ^*>2i! oerftümmelt märe. 3)er MT foQ mo^( bebeuten: „ba^ fte }u einem 
Xrümmer^oufen oermüftet morben ift" ; ober *"$ {ommt fonft nur old Eigenname ber meft^ 
jorbonifd^en @tabt äti oor. 2)ie überfe^ung „ha^ 9(i oermüftet mprben ift" berul^t auf ber 
völlig unbemiefenen ä(nnal^me eine^ ammonitifd^en ä(i. — 8 unb SB. 80 : l., mie ber S^"" 
fammenl^ang forbert, ^ip'^Ts^^n ; bie LA be^ MT lömtte nur aü ^erfelt gefaxt werben. — 
10: 1. mit Smalb u. a. nlam (oergl. biefelbe Aonftruftion 93.28); ber MT meint ma^rfd^ein» 
lid^ : „unb foHd er fu|^ oerftedt, richtet er nid^td oud". — 28 : 1. mit®raf nad^ ber oermanbten 
©teile 3ef. 57, 20 d;:? unb für na«^ („im SReere ift aangigleit" ?) entmeber njst'j (parallel 
mit rtti'ia) ober «»> — 80: f. 0. gu S. 8. — 50, 5 : I. mit LXX ik:? ^ be« 3m- 
perotio^ ; bamit fällt bie ^S# froglid^e ^ffung bed ^ibs ald S^^^i^ on^att old $erfe{t 
oon felbft l^imoeg. — 9:1. mit LXX unb einer Slngal^I l^ebräifd^ ^onbfd^riften ^ys>iyn (fo 
oud^ ed. Mant.) ; bie gleid^faQd gut bejeugte LA b')2>TZiQ foK bebeuten „mie bie eined oer« 
maift mac^ben gelben". 2)od^ märe bann e^er b^ti» gu erwarten, benn bad Partie. Hiph. 
bebeutet ^ofea 9, 14 vielmehr „finberlo^''. — 88: ol^ne 3n)^f^I ^^ n)ie fünfmal oorl^er ^*in 
gu lefen unb ^"nh (2^rod(ni$) nur eine lünftlid^e SSoriante in ber @rwägung, ba^ bad @d^wert 
ttid^t baiS SSertrodnen ber ®ewäffer bewirlen lönne. — 51, 2 : l. mit 3. 3). 3Rid^aelid u. a., 
wie ha& SSäortfpiel forbert, d^^t (MT: „grcmbe", allenfall« im Sinne oon „Sarbaren''). — 
3: l. mit Targ. Syr. Vulg. beibe ÜRole bfit für b«; ber MT begwedt wol^I: 1, gegen [ben, 
weU^er ben Sogen] fpannt, fpannt man ben Sogen unb gegen [ben, weU^er] m u. f. w. Sei 
biefer Raffung mfi^te jebod^ minbeftend bog 00m Aetl^ib bargebotene gweite yr^'^ aud^ punitiert 
fein. — 7 : ^eic^e mit LXX bad überflüffige gweite n^^ix — 84 : l. entfpred^enb ben ooran« 
ge^enben ^luralfuffijren, bie erffc oon ber Stafora in Singulare oerwanbelt finb, ^d**.:;';^», unb 
oerbinbe bie« gegen bie Slccente mit bem folgenben SBorte ; I. biefe« ^3Tj'»'nrr, ba 'n-'nrj (afö 
Hiph. oon n^i) nur bebeuten !Snnte: „er ^at \m^ abgewafd^en''. MT: er l^at feinen Saud^ 
gefüllt oon meiner SSonne. — 48 : ftreid^e mit LXX baS irrtümlid^ wieberl^olte gweite y^i» 
(^^!^ greift auf rj'^'njf gurüdt). — 58*: l. mit ben LXX n^ain ^att be« grammatifdj unmog^ 
lid^en Pural«. — 58^: 1. nad^ ber parallele $ab. 2, 18 ne:;'^^; hai grammotifd^ l^jid^fl be^^ 
fremblid^e Perf. cons. ')W*'\ entfkanb burd^ Serfd^reibung bed erften 3ob in SEBaw. — 59 : l. 
mit LXX n«5a (MT: „mit ßebdia"). -^ 52, 7: ergänge nac^ 'T'^fn, wie ber 3wf«nwen= 
^ang unb bie parallele 89, 4 forbert, *^)>täry\ unb oergl. bie te^ttritifd^e Slnm. gu 2 Aön. 25, 4. 
— 12': l. nad^ 1 Ä8n. 6, 1 »fbnb; wäre i|b^b urfprünglid^, fo müftte ba!^ '^b'n al« Oloffe 
gepridjen werben. — 12\- l. mit LXX itiyVba« Perf. be« MT lie^e fidj ^ödjften« afö 3le- 
latiofa^ („ber oor bem Aönige oon S. geftanben l^atte'') begreifen. 3)ie parallele 2 Jtön. 25, 8 
lieffc einfad^ 'a '0 w. — 15»: jireidje mit LXX im ©ingange '2?n mbn»; ber ©djreiber 
irrte 00m Sd^luffe bed 14. S. auf ben gleid^lautenben be« 15. S. ab unb wollte mit S. 16 
fortfahren. — 15*: T)tt«rt bürfte fo wenig urfprünglidjer a:ejt fein, wie in»nn in ber 
parallele 2 A5n. 25, 11. SEBa^rfd^einlid^ ftanb urfprünglid^ y'iH'ri w, fo baj} bie (mit ein^^ 
gefd^loffene) Sonbbeoöllerung oon ber Stabtbeodllerung unterfd^ieben würbe. — 9lm Sd^luffe 
ift nad^ 89, 9 b^a gu ergangen. — 20: bie nad^ 2 jlön. 16, 17 bereiti» oon äll^a« aud« 
gelieferten Stinber finb irrtümlid^ m^ 1 Jton. 7, 44 nad^getragen, nur ba^ irgenbwann D;n 
nad^ nnn aud bem SJegte ocrfd^wanb unb biefer fo oöffig fwnlo« würbe. Sbcnfo iji D-^b^si bD 
'kh gegen bie grammatifd^e 9Röglid^{eit <m^ 2 Äün. 25, 16 (wo ed nad^ minsb guten Sinn 



48 ^^ ^topl^et Serentia. ^r ^top^et $efe!ieL 

l^ttt) am ©d^Iuffc nac^gcttagen. — 22*: prci($c nn^n aü irrtümlid^c Sdadjal^mung uon 
nn»n niTss^n n»ip in SS. 21. — 22*: D^^iiÄli ip wol^I trrtüinß($e aBiAorJ^oIung oud 22*. 
Ober foUte bie 9(udfage analog SB. 21 bur($ &'^3i»ini afö fogen. casus pendens („unh toa^ 
bic Oranatäpfd Betrifft") eingeleitet werben? — 31 : I. flatt be« nidjtgfogenben „im 3^^ 
feineg ÄönigtumS" mit 2 Äön. 25, 27 •i:Db73 nitäa. — 34: ftreid^e mit LXX r-^n '^73'» b:D 
old (nad^ im» &r ny oöUig überflüffige) äisieberj^olung bed ©d^Iuffed t)on S. 33. 

1, 4: TDKrr "^iriTa ift mit SorniU* al§ nad^träglid^ in ben Xe^t eingebrungene Stonb» 
gloff e (jur ©tflärung üon tn^'ip"») juftreidjen. — 10: ergänge mitSom. na^ ö"j»: Dnpn.— 
11: l. mit SM^aufen (Bei ©menb, ber $ropl^et ®}ecl^iel. Seipjig 1880, @. 10; oergl. 
@. IX beö SSormort«) M^-^Dcb ; MT : unb il^re ©eftdjter unb i^re gWgel maren u. f. w. — 
13: l. mit Som. nad^ LXx'nirai (MT fmnio«: unb bie ®e|ialt ber 2;.) unb oergl. 10, 7 ; 
fobarni L mit 6om. m^ LXX 'nrr T^a ni^^j^nntt ö*«*T«Bb riR'ittS ; MT ftnnlod : mie bad 
älti^fel^en ber Radeln ; bie [?] mar l^in unb l^er fal^renb u. f. m. — 14 : ber Serd fe^It ur« 
fprünglid^ Bei ben LXX unb ifl mit Som. u. a. a(§ irrtümlid^e ®Ioffe gu S. 18 gu ftreid^en. 
Übrigen« ift ptari ol^ne S^^f^^ oerfdJrieBen für p*3^x — 15: n'i«»rin nad^ ben LXX olö 
®(of[e gu ftrei(^en; am@($Iuffe t)on S. 15 unb am Slnfange von 93. 16 I. mit 6om. nod^ ben 
LXX HR'i"«?» iny3h«b; MT (,,nad^ feinen viex ©efid^tem") gieBt leinen Sinn. — 16: wie 
bie LXX geigen ift Dn^it^y^ai in 16* unb ün'^ttlTai in 16^ je aai ber anberen Serdi^älfte 
eingetragen. — 17 : hcS erfte ']rp^^ (oon ben LXX nid^t audgä)rüdft) ifl offenbar irrtümlid^ 
au« 17* eingebrungen. — 18: minbejien« Dnb nR'T'i ma^ auf 2;ejtoerberBni8 Berul^en, 
mäl^renb ful^ ber @ingang aUenfaO« erSctren la^i, wie in ber 3toie gef d^el^en ift. Som. Keß : 
örtb tmy\, bann nad^ ben LXX örtb Ti»"]»') „unb id^ fal^ auf pe". — 20: 'bb Sn .^»«5 
ifl mit LXX a(« irrige Sßieberl^olung ber gleid^en SBorte voriger (benn fftr ti^ ifl bort offen« 
Bor wie 93. 12 n)3«S gu lefen ; 9(u«faÜ be« rr oor nad^folgenbem rr !) gu ftreid^. ~~ 22 : L mit 
LXX 9'^p^3; fo aud^ Som., inbem er y*ipi oon ^ed^iel nod^ in ber allgemeinen Sä^eutung 
„(fefte) ^läd^e" gebrandet benft. g^aU« jebod^ bamal« y^^p*; fd^on afö Segeid^nung ber 
$imme(«oefte geläufig mar, more T^p"^^ gu lefen ; bad ^d($ft Befremblid^e »"^im wirb mit 
LXX aK fpätere S^^W i^ jteeid^en fein. — 23: I. mit Som. nadj 83. 11 n'i'TiB (ober mit 
^i^ig n'i*»nt3;, ba bie LXX ba^felBe Sßort ^aBen, wie gleid^ gut^or für ""itsd ; eBenfo geBen fie 
freilid^ aud^ r^i'i'iD miä)er); MT: „gerabe'', ma« unmöglid^ ^^gerabe au«geffa:edt'' Bä)euten 
lann. S)ie Sßorte oom erflen Bi« gum gmeiten tisnb ftnb mit LXX gu fhreid^en. S^t^^f^ 
mürbe tä'^«bi (benn fo.mirb mit Som. für «•'«b gu lefen fein) Bi« nie^rj irrtümßd^ miAer« 
l^olt unb festerem n^rrb Beigefügt; le^tere« ifl bann „<ta^ bem falfd^en S^fa^, mofelBft e« 
notmenbig, aud^ in ben ed^ten Xe^t eingebrungen'' (6om.). — 24 : bie in @Ioffenfd^ft ge> 
geBenen SBörter fehlen in LXX unb finb offenbar fpdtere SnÜffaiea ; für nj^i&hP) I. mit Som. 
nad^ LXX snj^'B'iP). — 25 : ber gange S3er« ift au^er ■^rr'ji (für meldje« Som. nadj ben LXX 
rran ■) lieft) ein ®eröll au« irrigen SBieberl^oIungen : b'ip au« 24% b?» Bi« ö«N1 cM 26% 
ber ©d^Iu^ au« 24^ — 27: bie SQäorte nKi»^ Bi« a'^ao fel^len Bei ben LXX; fte fd^eincn 
irrtümlid^ m^ bem ©(^luffe be« 93erfe« eingebmngen gu fein, nur ba^ 'ib TuA] nad^trSglid^ in 
nb rr^a tjerdnbert ober oerfd^rieBen mürbe. — 2, 3 : I. mit Som. na^ LXX n-'a-b« unb 
ftreid^e gleid^faO« mit LXX ba« fd^on grammatifd^ unmöglid^e D'^i^i al« bogmatifd^e Jtorreltur 
be« Xecte« gur Sefeitigung be« 93ermerfung«urteU« über 3«rael. SBenfo fel^It ba« fpntoltifd^ 
ungefüge *•! «i9qSd Bei ben LXX. — 4 : ber f^ntattifc^ miebemm gang ungefüge erfie ^oIBoer« 



* S. $. Sorniir, S>a« »udj be«:¥ropl^eten (Sged^iel. fieip^ig 1886. 



fe^ft Bei bcn LXX. — 9:1. mit Sotn. na^ LXX rr^i; iebcnfoD« ip ta nadj Simbtti gram* 
matif($ umnoglid^. — 3, 1 : bie mit bem 9lad^f olgenben laum t^ereinboren SBotte bi^K 'n 'm n» 
feigen 6ei beit LXX. — 2: ftreid^e mit Som. r:>n a(d irrige SSieberl^oIung oud S. 1. — 
5 : fheid^e mit Som. nad^ LXX iiiD'b "«-1^:31 ald Eintrag auS 2 SRof. 4, 10 ; ebenfo S. 6 
'b ':>') 'iD '9 olö SSieber^obtng aud bem Sorl^ergel^enben. — 12: 1. mit Sujjatto, ^i^ig u. o. 
für '?|^l^ „gepricfen fei", nad^ n)el($em iwipaTa fd^led^tl^in jtttnio«, D?iia — 15: ber pd^tlidj 
verberbte Xej^t mirb mit Som. einfach fo j^erguflellen fein, ba^ man &*i^t3*»n (nad^ Som. aai^ 
1» ina b«) jireidjt unb für 1«ni (atiNi beg MT iji offenbarer 5RotBel^eIf) 1«» lieft, olfo : 
„nad^ Xel Wkit an ben t^Iu^ Aebar, mofelbft fie mol^nten." — 21 : bad jmeite p^'i'^ x\t mU 
meber }u ftreid^en ober (mie in ber ftberfe^ung gefd^e^en) nad^ Mti gu lefen ; oergL 18^ 
9^"] K^n. ftbrigend erinnert 60m. nid^t ol^ne ®runb, ba^ ber ^n^alt oon 93. 21 fel^r be« 
fremblid^ fei, ba man vor „ bu aber l^afl beine @eele errettet" erwarten mäffe: menn ber ®e* 
redete tro| briner SBomung fünbigt, f mu^ er fierben ! Som. önbert bemgemS^ ben Xest 
ob. — 4r 4 : L mit aBettl^attfen (bei ©menb, ®jed^iel S. 29) ^-»b:?. a)a8 rbaj be« MT 
ISnnte nur auf bie ,,Iinfe ©eite'' ge^en ; aber menn ber $rop^et auf biefer liegt, lann er nid^t 
bie @d^ulb S^^^^dd <^f fi^ 1^8^- fibrigend mirb mit SBeKl^aufen aud^ ''nntDi ffir n^aiDi gu 
lefen fein (SomiO nad^ SB. 5** n^ts;*] unter @trrid^ung bed rby). — 6 : n-^sd, meld^ed J^dd^^* 
ftend nad^ ni^iDi am Pa|e mSre, mirb nad^ ben LXX ald (Sloffe }u ftreid^en fein. — 7 : ba 
bie l^ier gebotenen ^anbbtngen für ben $ropl^eten, menn er feft gebunben baliegt (oergl. 93. 8!), 
laum (ober bod^ l^od^ßend nad^ einer @eite!) ausführbar ftnb, fo mirb ber 93erd mit SomiO 
QU ein (Sinfd^ }u betrad^ten fein, burd^ meldten eine Segie^ung ber f9mboIifd^en ^anblung 
in 93. 4 ff. }u bencn in SB. 1 ff. I^ergepellt »erben foffte. — 9 : jireidje '•• 'm '»-«b« mit 
60m. old ®Ioffe, bei meld^er nur 93. 5, nid^t aud^, mie unbä)ingt }u ermarten mftre, 93. 6 be« 
rüdfui^tigt iß. S)ie LXX brüden ,,190 Xage" qxl^. — 10: fireid^ mit Som. nad^ ben LXX 
^ti« u. verbinbe bip«7Da mit isb?Kn (wofür 6om. h^tun lefen mifl). — 5, 4 : bieSBorte 137373 
OK M^n werben aud^ von ben LXX auSgä>rfid(t, bamad^ aber lefen fie '"^ n*i^.*'b:;-bM t;'iQMi/ 
weld^en offenbar urfprünglid^en Xest SomiK mit Siedet aufgenommen l^at. S)er je^ige Xect 
entflonb mal^rfd^einlid^ fo, ba|man niTSMi auslief, bann aber (mit nod^moIigerSEBieberl^oIung 
bed bd~bM u. f. m.) nad^trug. S)aS erfte bD-b» u. f. m., baS nun in ber Suft fd^mebte, nmrbe 
burd^ 93oranfe^ung bed idm M^n '7373 ergänjt — 7:1. mit 60m., wie 93. 6 (inn:)) forbert, 
I33n'ii73ri; MT: ,,megen eures Xobend". — 11 : y'i:;» ifl offenbar verfd^eben, ba yi^ eined 
erHärenben Seifa^ed nid^t entbel^ren lann ; Som. vermutet ti'i^n^ unb überfe^t bieS „id^ miS 
breinfal^ren" ; berfiberfefter vermutet yjfij „idj miD [brein]fdjlagen". — 15: I. mit Som. 
nad^ LXX n'^'jrj'] (MT : unb ed wirb vorl^anben fein ic). fibrigenS ift ber Xest aud^ weiter^ 
l^in fd^werlid^ richtig überliefert unb lebenfaSd (fo befonberd am Sc^Iuffe) burd^ 3^tl^<Kten über« 
füllt — 6, 6: i73««"'i („unb jtdj verfdjulben") offenbar verfdjrieben au8 ^7a^.. — 8*: MT 
,,unb id^ »iQ übriglaffen", im 3ufammenl^ange beS 93erfed unmdglid^; Som. vermutet n*»:ii 
als urfpr. LA. — 3n 8** l, wie bie ®ramm. forbert, öjn'Tijna. — 9: für baS grammatifd^ 
unb inj^oltlic^ vöQig unmiglid^ ""^"IS^? („i^ (in gebrod^en morben'' !) I. ''n'ido ; ber 
@($reiber fe^te irrtümlid^ no^mols gu ^a\z$3 an. — 11: ftreid^e mit LXX baS grommatifd^ 
unmdglid^e nhy*^ ; au^erbem märe I^Sd^ftenS möglid^, ni^y/in gu lefen unb n*«ä im Sinne von 
rr^as} gu faffen. — 14: L m. 3» 2). SKidJaeKö u. a. Jnnba'i lanwT?, b, 1^. von ber ©teppe im 
@flben Subad bis nad^ Slibla am OronteS, im äu^erften Serben von $aläftina ; MT lönnte 
nur bä)euten „von ber Steppe von S)ibla (?) an". — 7, 2: 1. mit LXX (wie 11, 5 u. a.) 
lb{i vor nb; fobann mit Som., gleid^faHS nad^ LXX, 'p!-i Mi »a yp (wie 93. 6 ; MT aHm* 
faOs : ein @nbe [ift] u. f . m. — 23 : jteeid^e mit Som. C3D03 als bm ^araSeliSmuS ftorenb 
unb von bm LXX nid^t auSgebrüdt; bet @inn beSMT ift mol^I ^voK von blutgieriger Sled^tS« 
fpred^ung". — 24: 1. mit 6mmb u. a. nad^ bm LXX &}9 (MT: bie ^ad^t ber Starfm), 

Stau%]^, MUH Z<fla»t»t. 4 



50 ^er ^rop^et ^efeüel. 

— 8, 2: 1. mit LXX ^-^t^ (MT: „m^ ^euer'') unb {Ireid^e mit @om. nod^ ben LXX ba« 
oud 1, 27 cingcbrungcne ti«^n DOt rDnn. — 8: I. "»Tq^iDBri, jumal ^?tö fogleidj borauf 
(rr^ncn) cii masc. lonfhuiert ifi ; MT meint ma^rfd^einlid^ : bed X^oreS gum imteren [Sor« 
l^of]. — 11 : ftrcidje mit 6om. nadj LXX npV nad^ id« unb I. n»*y für d'»iny ; MT fdjcint 
au^ubrfiden : 70 Slänner u. f. m. fomt bem in il^ra: 9Ritte fte^enben 3- ftonben vor i^nen, 
sc. ben in bie SBonb eingegrabenen Silbern. — 12 : ba Sged^iel nur gefeiten l^at, mad bie 
SlSnner an einem befümmten Drt im Stempel treiben, fo mirb '» 'n^ «f*^« mit ^i|ig ttnb 
Som. ate fpäterer 3uf<^4 S^ pteidjen fein. — 16: I. ö-^iriritin. — 18: ber jroeite ^oÄDer« 
fel^It (ei ben LXX ; offenbar (iegt i^m eine JDittograp^ie ber erflen oier 28orte von 9, 1 ju 
®runbe, bie nad^traglid^ }u bem je^igen Xest oBgeSnbert OKipi) unb ergingt nmrbe. — 
9, 1 : bie gmeite Serdl^älfte ifl mit Som. aU urfprünglid^e ©loffe (ober Variante) gu S «i'^Mi 
'a latDtt in aS. 2 gu jireid^en. — 7 : I. mit Som. nadj LXX n'ist^nn (MT : bie SSor^öfe). — 
8 : bie grammatifd^ (oergl. ®efen.«Jt. ©rammatS § 64, Snm. 4) unb fa($Kd^ befremblid^en 
Sßorte *i3M iM^KD-i fmb mit Som. na^ LXX ate ®Iof[e gu flreid^en. — 9 : gegenüber bem 
oon 93aer aufgenommenen ür^ri l^at bie LA D*i»'j baS 3^8^^^ i>^ meiflm l^ebr. ^onbfd^ften 
für 1t($ ; fftr nt^» lafen bie LXX ^TM7^t^ ,,llnreinigleit", brüden aber gleid^geitig aud^ Dtjr} 
aud; Som. fe|t Ie|tered nad^ 7, 28 ffir rrts» eilt. — 10, 1 : ber in ber ^oupifad^e au9 1, 26 
gesoffene SerS mirb oon Som. mit Siedet afö ein müßiger ®inf($ub, ber bm 3ufammen^ang 
gmifd^en 9, 11 unb 10, 2 geneigt, gejiridjen. — 2: ba« gmeite it3«''1 wirb oon ben LXX 
nid^t au^ebrfldCt. — 8: MT: „ci^ er, ber 9Rann, l^ineintrat". Sntmeber i{t tti'*»^ ober, ba 
biefed burd^ bie LXX begeugt ifl, bad @uffis an Kha gu ffeeid^en. — 5 : mie SomiO mit Stecht 
erinnert, fte^t ber Serd mit 1, 24 (obf($on biefe Stelle bie Sorlage bilbete) in auffälligem 
SBiberfpmd^ : memt bie Aembe ftanbm (mie 10, 5 notmenbig ooraudgefe|t ift), rul^tm oud^ 
t^ t^Ifigel unb liefen fomit lein 9lauf($en oemel^mm. — 7 f. : bie SBorte iii^Dn unb k^d^i 
bid ti'^^rsn famt SS. 8 ftnb fd^on oon ^i^ig aü fpätere SvLÜ)ai erlannt morben. 3)er gnter* 
polator mälzte, ba^ nur einer ber Jterube bad Steuer l^abe l^erauiS^oIm Ünnm. 5Die guter» 
polotion oerrät ftd^ jjebod^ beutlid^ baburd^, ba^ tro^ bed ktd'^i tc bie urfprilnglid^e 9ortfe|ung 
oon IT nb^'^i, nftmlidj np'^\ ^dftti blieb. 5Dagu fommt, ba^ bie LXX sti^ji ni(|jt coO* 
brüden, obf($on ber ©a^ oon «^"^i ai bei il^nen nachgetragen ift. S. 8 enblic^ ifl eine nad^« 
trSglid^ SRotioiemng, mie ber Jtemb jene ^anblung l^abe oerri($tm lönnen. — 9 ff . bie ab« 
gefel^m oon Ileinm Sbmeid^ungm mit 1, 15 ff. g(ei($Iautenbe Sefd^bung ber Aerube nrirb 
mit Siedet oon SomiE ald nad^trSgIi($e 3^l^at audgefd^iebm. 3[te fold^e oerrftt fte ftc^ noment« 
lid^ burd^ bie SSariantm, meldte auf bie SSerbeutlic^ung ober Serbefferung ber Sorlage oM' 
ge^m. — 11 : 1. mit LXX nn» fflr vin» ; märe le^tered urfprünglid^, fo mSre eiS l^inter tsb^ 
gu enoarten« — 12: bad f^ntaltifd^ in ber Suft fd^ebmbe Qn'^afiiM lann urfprfinglitl^ nur 
erHärmbe Oloffe gu dnyai«b fein; oergl. 1, 18. — 14: 1. nad^ 1, 10 iivi anfkatt aTiDn; 
fibrigmd fe^lt ber gange 14. 93erd bei ben LXX. — 19*: bad ebenfo muffige mie flörenbe 
DDK^in mirb mit Som. als S^^^ot eined foU^en gu betrad^tm fein, ber baS Serloffm bei? Sor« 
l^ofi fetten« 3<4n)^ ou^bradBid^ enool^nt fe^ moKte. — 19^: l. mit LXX, wie ber 3u* 
fammenl^ang forbert, innirür — 11, 3: {tatt be« offenbar oerberbtm MT mirb mit Som. 
nad^ ben LXX gu lefm fein taT^än «la^q ^ii)$» Kbn „ftnb nid^t Ifirglid^ bie ^aufer [mi^et] 
aufgebaut morbm?'' aß Sfudbmd bed freoell^aften Setd^tfimt«, in mel($em {te ftd^ ftorl genug 
gur ®mp8rung gegen bie Sl^albfter glauben unb fo fu|er in ber feften Stabt, mie ba« 9Ieif(^ 
im Xopfe. — 15^ für "^nbK^ ifl mol^I mit @menb unb Som. nad^ bm LXX ^riVii gu lefm. 

— 16*: I. mit ©i^ig w. ^pn'j; MT: „feib fem". — 19: L mit LXX »in» (MT: „ ein 
^erg", b. i. nad^ ber üblid^en ^Deutung „ein eintrftd^tiged ^eq'O unb ta^'iRa. — 21 : gu ben 
Serl^ei^ungm ^r bie ®{ulantm (93. 17 ff.) bringt 93. 21 mal^d^einlid^ eine 2>rol^ung ffir 
bie im ®ö|enbien{l oerl^anenbm gemfalemer nad^ ; bal^er oermutet Som. ate urfprüngK«^ 



S)et fropl^et $efe!iel. 51 

Sigt ijVh ü^\ 'p« •»nn« s^^»l »,iiefc a6cr — l^inter il^ren ©rcuelgSften läuft il^r IJerj 
l^'' K.; bomit lel^e bie 9tebe tu il^rem Su^angdpunft &*»tsa&(n rrbfici S3. 2 jurüd. — 
12, 5 : 1. mit Sotn. nod^ ben LXX nM^;i (MT: „fd^affe ^inaud" ; aber m^ 93. 4 foS er bie 
(Seräte fd^oti beiXage l^inaudfd^affen). ^ie f a(f c^e $unItation iß offenbar burd^ bie äbtmeifung 
,,auf ber Sd^ulter foQ^ bu [t&] tragen" (93. 6) veranlagt. — 6:1. entfpred^enb 93. 5 mit 
LXX 2fi^n (MT mieber: „bu foUft ^eraudfd^affen''). — 7:1. entfpred^enb 93. 5 unb 6 mit 
T.YTC -^n«^;; MT: ^fc^affte id^ J^inouÄ". — 12': l mit Som. nad^ 93. 5. 7 «^:.; ben MT 
lönnte man tro| ber äccente nur überf e^en : er mirb im t^inftem auf bie Schulter nel^men unb 
au^ie^en. S)ie LXX brüdCen aud m^-« noby^i. — ^r fi^-'^inb „um [bad ®eräte] l^inoud« 
jufi^^en" I. mit LXX n»atb unb ©ergl. bie SJemerlungen gu 93. 5—7. — 12": I. mit 6om. 
ttod^ LXX n§*T; ah '«n-n^ »ini T:?b r»«*!.*; »b iti« T?»b ; ber burdj guf ammenjiel^ung 
ber beiben SSte entftanbene MT foS mol^I aud^ bleuten : „bamit er bad Sanb nid^t mit 
9(ugen fel^e". — 23 : ber MT lä^t fid^ nur fel^r lünftlid^ fo beuten : ,,ed naiven bie 2;age unb 
[mit i^nen] ber Sn^alt (= bie SrfüKung) jeglid^ Sd^auung". äBaH^^^nlic^ ifl aber mit 
6om. nod^ 7, 7. 22, 4 m^«i für ^^^ii ju lefen: „unb eintreffen mirb jeglid^e Sc^auung". — 
13; 11 : l mit 6om. nsn für n;ri (nad^ üblid^er, aber fprad^mibriger ^Deutung: „ed mirb 
einen Pa^regen geben") unb mit SßeK^aufen rr^ni^ für ti^riMi. S)ie 93erfd^reibung 9on hdn 
in rr;r; ^e jur ^olge, ba^ n^nM mit i jum folgenben gejogen mürbe = „unb ii^r, o ^agel« 
^ne, foQt fallen'' (!). — 18 : L ftott bed offenbaren @(^reibfel^lerd '^n; („für oOe meine 
^anbgeknle") D*;*!;. — 20' : ftreid^e niniob ald irrtümlid^ oom @($Iuffe bed 93erfed 1^ ein« 
gd^rungen. — 20" : ti*«iD&r-nt« ift im 3uf ^inmenl^ang völlig finnlod unb überbied fd^n bun$ 
bie Snbung &i ~^ unb bad t^el^Ien bed 3(rtileld ald unmoglid^ ermiefen. @el^ onfpred^enb 
vermutet ßom. 93erf(^eibung au^ ü'^xitii inl«. S)a^ masc. 'n mü^te barauS erllftrt merben, 
ba^ bei ben nwt^ in ber ^auptf ad^e an 9Ränner gebadet ift. — 14, 4 : 1. mit ^i^ig nad^ bem 
@d^Iuffe von 93. 7 ""Si (etgentlid^ irburd^ mid^", b. ff. birelt von mir aud, in ®eftalt von Straf« 
geraten). — 22:1. mit Som. nad^ LXX ac. &''M*i^'i%)r! ; MT : „bie l^eraudgebrad^t merben, 
Sö^ne unb Xöd^ter". — 16, 6: ^nät; tc, offenbare ^ittograpl^ie (mie fc^on bie !iRitmiä)er<' 
l^lung von 'inä^i bemeift), fel^It bei ben LXX. — 15: Som. erblidCt in in*» ib unb nid^t 
minber in 16" einen verftümmelten überreft bed urfprüngUc^en ©c^Iuffed von 93. 15, nämlid^ 
n'^yj 'iVi rjM:) hb ,,il^m liefeft bu ju unb fein nmrbeft bu" ; erftere 93erbinbung ifl jeboc^ ol^ne 
id)en Seleg. — 19 : fheic^e -^n'^i als fidrenbe ®loffe. — 82 : ber 93erd ftört emp^nbßc^ ben 
3ufammenl^ang unb ift ol^ne 3n)rif^ tnit Som. atö ®loffe ju ftreid^en. — 42 : bie SBorte 
n'iDi K. ftel^en in völligem SBiberfprud^ mit 93. 43 unb lönnen nur eine (mol^I burd^ bad 
äRi^verfte^en von ^inn^ni => i($ merbe rui^en laffen) veranlagte fpStere ^t^at fein. — 
43: I. mit 6om. na^ LXX n-^Ji^ni; MT: „unb mir jümteft". — 45: ber MT („beiner 
Sd^efter") beult mol^Inur an@amaria; ber3ufammenl^ang forbert ';{':rrn(!$. — 53: 1. mit 
LXX 'Jjn'ia«^ •'patii; MT: „unb ba« ©<$idffal beine« ©d^idtfate". — 57: 1. mit 6om. ent« 
fpred^enb ben gef(^i($tli($en X^atfad^en unb nad^ Analogie von 25, 12. 15 ti^M für ü'gM unb 
ftreid^e, gleichfalls mit SomiS, bad fpntoltifd^ l^öd^ft ftörenbe n^^niü'^nD. 2)er MT tonnte nur 
bebeuten: „unb il^re gange Umgebung, bie Xöc^ter ber $^iKfter ic"; le^tere Xppofition aber 
mürbe nac^ fi'^tit mie nad^ &^^, auf einen nonsens l^inaudlommen. — 17, 5 : ftreid^e mit 
ßomitt ba« völlig finnlofe n^j ate ©(^reibfel^Ier. — 7:1. mit LXX ^n». — 9 : gie^e «faji 
(meld^ed als masc. ni($t ben SBeinftod gum ©ubjelte l^aben lann) mit beti LXX gegen bie 
Skcente gum folgenben unb ftreic^e bad nun überpfftge (übrigend au($ f9nt(dtifd^ unbegreif« 
Kd^e) MT. — 21 : 1. mit Targ. etc. nad^ 3)an. 11, 15 T'^tjan (eigentlid^: feine SluSlefen 
= 3(uiSerIefenen) ; ber MT (nad^ üblid^er 2)eutung „feine t^Iüd^tlinge") berul^t offenbar auf 
einem Schreibfehler. — 18, 10 : 1. mit SomiQ nod^ LXX (verg(. 93. 24, mo bie LXX aSer« 
bingd bi9 nid^t, mie 93. 10, mit afiafvi^fÄCcva, fonbem mit aÖLniav, unb 93. 26, mo fte ed 

4* 



52 ^^ $topl^et ^efeüel. 

mit TtaQOTtTwfia TOicbcrjcBcn) : l^bri «b p'^'^Tt v'i» '^I'J^a') V)i:j s^Wyi. S)er je^igc MT 
fönnte aUerl^Sd^flend Bebeuten: ,,(^^9^ ^ <t'^^ ^^en %. @o]^n, ber Slut t^etgte^t unb tse^e! 
t)erü6t, fd^Itmmer ald eind t)on jenen [S)inQen], mSl^renb er [bet Sater] f eI6{l ni($td bergleid^en 
oerfiBt l^at; benn er i^t u. f. n)/' ; bem gegenüber t)erbient aber ber %ti^ ber LXX offenbar 
ben S3or}ug unb jn^ar cax^ bann, n^enn man mit SomiO )3 n» als SBerfd^reibung für '» nn(t 
erlennt, bie aud^ bann [teilen blieb, nad^bem ber Sd^reiber nod^mald rid^tig mit nriM begonnen 
l^atte, — 14: I. mit LXX »h;*] (Somitt »y^y, aber für Perf. consec. fjnHd^t ba« nadj« 
folgenbe n^y «bi); MT affenfattg: ,,unb ba er [e«] fal^, tl^at er nidjt ebenfo". — 17: L 
no^ SS. 8 h^yj2 ; MT ganj jtnmoibrig „oom ©eringen". — 18 : jireid^e mit ben LXX nij, 
bad ol^ne S^eifel erft caüi (bem bereite oerberbten Xe^t von) SS. 10 beigefügt ifl unb m 
unferer Stelle aUenfaSd bie 2)eutung ,X®^^^vmi) an einem Sruber" gulä^. — 24: @treid^ 
mit ben LXX *ini nto^ ; biefe SSorte loffen fu^ gmar aOenfaO^ ald ^^ge beuten (;,mirb er 
[fold^eiS] tl^un uiü) am Seben bleiben ?")r f^ven aber m^ bann empftnblid^ ben Sufammen«' 
^ang. — 28: ftreid^e mit SomiK na($ LXX baS auiS S. 14 eingebrungene tiM^^i; mie 93. 14 
wäre minbefteng eine gorm oon «•i; ftier «'^•»n „unb er fürd^tete fxdj") gu lefen. — 81 : I. 
mit LXX "^a für Da unb oergl. gur ftonftrultion ger. 38, 8 ; MT aSenfaOd „burd^ bie il^r 
abfatt oerübt ^abt." — 19, 4: L mit ^i^ig tc. ^^^ötiüi j MT „unb c3 l^8rten oon il^m*' 
[ober oielmel^r „auf i^n*] SSdBer. — 6:1. mit LXX, mie ber gufammen^ang forbert, in»; 
MT (offenbar nad^SS. 8) „eined". — 7: fel^r anfpred^enb vermutet SRarti für baS fmniofe 
9'^'>^ nad^ 22, 25 an^i „unb er meierte feine SBitmen'' ; baS @uffis mü^te ftd^ bann auf bad 
SoK bejiel^en ober ed wäre (wegen bed nad^folgenben $Iuralfuffi£ed) Dn'i^^sbM gu lefen. — 
9 : für bad ftnnlofe ':i7z^ intta'« brüden bie LXX aud : ^ber brachte i^ in ©ewal^rfam", 
alfo wol^I "i^a^.^^a ^:im:3';i. Snbem fo 9{ebufabne;ar gum ©ubjelt gemad^t wirb, ifit wenigftend 
bie ftdrenbe äSieberl^oIung oon ^hm^*; oermieben. — 11: I. mit SomiS nad^LXX unb 
SB. 12* tia?3 rrb -»riii (ober attenfaCg ti^ sia», bod^ ifl iy wo^I er|l oom ©d^Iuffe beS 12. »erfeg 
l^ier eingä)rungen ; gemeint ift baö ^aoibif d^e ftonigdl^aug). ^ief e Jtorrehur wirb nomentlid^ 
erforbert burd^ bad nad^folgenbe 'inuip, beffen @uffis nur auf einen Singolaris masc, nid^t 
auf bad t^eminin i&| ge^en lann; oergl. übrigens S. 12. — 12: entfpred^enb bem nad^»' 
folgenben @ubidt nts» ift notwenbig tin*]i p^.er^r; gu lefen ; bie $lurale bed ^räbilatiS (bei 
ben LXX nur bed erften !) fmb ein Slnfa^ gur SSeränberung oon ntgn in nisd» (wie S. 11, wo ber 
Pura( burd^ baS nad^folgenbe "«cp.^iä geforbert fd^ien). — 14 : l. mit Somill flatt beS unoer« 
flänblid^en rr^na nsTaTa j[„oom gweig feiner Sfte?") Tit^iyrm, oerbinbe rr^na al8 Dbjdt mit 
üb^M unb jfoeid^e (mit ben LXX) t\^*ig; le^terei^ würbe afö (red^t unpaffenbed) Dbjdt erfl 
eingefe^t, nad^bem baS wirllid^e Dbielt n'^nin als ©enetio gu ncs» gegogen war. — 20, 38 : L 
mit LXX nMh; (3(udfaII oon i oor nad^folgenbem i). — 89 : ftatt bed im 3ufammenl^ang 
unmfiglid^en ^iM („bienet ein jebcr feinen ®ö^en!") wirb mit ßomill ^^'^ayti gu lefen fein. 
SBie fte frül^er i^re Jtinber l^atten „burd^d ^euer gelten laffen'' (oergl. gu biefer Sebeutung oon 
^i'^M^i SB. 26), ebenfo foSen fie nun mit i^ren ®o$en oorfal^ren. — 40 : bad (nad^ tn^ oSQig 
übaflüfftge) ynfija ift nad^ benLXX afö ©loffe gu ftrei($en. — 21, 15: 1. mit ©menb nrrj 
für n;.ri; wal^rfc^einlid^ beginnt aber fd^on l^ier bie Xectoerberbnid, bur($ bie 93. 15^ oSUig 
prailo« geworben ift. — 19: hinter nn'»«'»bti, ba« wir auf fx^ berul^en laffen, wirb gunädjp 
«•^n 'n a^n gu oerbinben unb fobann mit ben LXX onb n^nn nbian bbn a'in abgutcilen 
fein („ein ffiürgeft^wert ift'g, ba« gro^e aBürgef($wert umfreift pe")- — 20\- 1. mit ßomitt 
nadj 3er. 18, 23 D'»bti:D>3n (MT: „bamit ber Slnpö^e [gum ©traud^eln] oiele feien, rid^te idj 
wiber aSe i^re2;§ore ba«91inlen be« Sd^werte«" u.f. w.). — 20*^: I. mit Swalb u. a. *;[(!« für 
ntj ; aud^ bann bleibt freilidj bieSlid^tigleit beraJejtüberlieferung gweifcl^aft — 24* f. : ftreid^e 
mit ©menb {na^ @9mmad^u«, g. %. aud^ ben LXX) ba« erfte K^in a[« ^ittograpl^ie be« 
nad^folgenben [iz)]fi^*ia, ergänge ba« gweite K-ia (wel($e« offenbar erft auf ©runb be« erften 



einbtcmg) gu ti^li unb oer^inbe bte§ mit '^'i'j 93. 25. ^tnter biefetn '^{'nn oBer tfl nod^aliS 
l'^y eingufügen ; bie genaue SBiebetl^oIung ber btei SBorte bient gut Umf c^tet^ung ie& 3)idtri« 
Butiüen (,,ieber bet Beiben ^ouptftäbtc" ; ©ergl. ®efen. (Sramm. ** § 123, d, 2). MT nad^ 
üBKd^er 3)eutung : ,,ttnb einen SSegroeifer l^aue <m^ ; am Slnfonge bed Sßegd na($ einer @tabt 
l^oue [il^n] oud. Sinen 9Beg foSfl bu BefHmmen, bamit u. f. ».". — 25 : I. mit SomiU nad^ 
TiXX; roina D'^^tö^'t^i; MT nad^ fiBKdJer ©eutung: „famt bem feften Serufalem". — 
28: ber MT lönnte aIIer]^o#en^ Bebeuten: ,,burd^ ®ibe t^ereibigte (oerpflid^tete) fhtb il^nen" ; 
wie m bad in ben ^ufornmenl^ang einfügen foD, ifl nid^t aBiufel^en. Sei ben LXX feilten 
bie SBorte; bagegen brüden Aquila unb Theodotion bie Sedart niyrii2i 'ti aud, xoai nad^ 
QmaM (freilid^ re($t lünfUid^er) ^Deutung J^eijsen foQ : fte glauBen 3Bo($en auf Sßod^en gu 
l^aBcn (nämlid^ Bi« gum ®intreffen SleBufabnegor« vor 3«ntfalem). — 29:1. mit ^i^ig nad^ 
LXX für t|sa (,,mit ber ^onb") öna (sc. wegen eurer 6ünben). — 34: I. mit ^i^ig JC. 
ir.rr». 2)ie LA bed MT, bie ft^ gleic^faJOfd nur auf bad ©d^mert Begiel^en lörnite, entflanb ba=* 
burd^, ba^ man in'nn 93. 33^ aU Snrebe fa^te unb Beibe i^h in 93. 34 cax^ auf ^nn anflatt 
auf Xmmon Bqog. — 22, 24 : 1. mit @menb nad^ LXX unb bem ^oraOelidmud fih: n^ntsTa 
(„ba8ni($t gereinigt warb") STjöÄTa ober mit ÄBwerfung ber ?Jr5fise n*ja7a; für h73«a 
(meU^ed wol^l Bebeuten foQ: ,,für bad ed leinen Siegen gieBt'') rrt^v^x — 23, 14: bie ItBer« 
f e^ung oerlft^t bie 3(ccente ; le^tere f (feinen oielmel^r gu forbem : ,,ber Söl^ne SaBefö, (S^aU 
Ha9, il^re« ©eimatlanbe«". — 21: flatt be« pratlofen ^^^n '»» nitoa (,,ba mm von 
%9pten aus beinen Sufen mad^te!'') ifl felBfberjlftnblid^ nad^ 93. 3 gu lefen: S D'iix» nh^92{. 
S)ie oon ^i^ig unb @menb oorgefd^Iagene SBortaBteilung '^73 tini^^i („oü jte, bie Sgppter, 
il^ren 93ufen brüdften'O I9nnte fomeit bad 9ti($tige treffen, ba^ urfprfinglid^ BIo^ DnivdTi im 
Xe^e ftanb, bann aBer D^^i^n ald erllarenbe ®Iaffe Beigefügt mürbe ; einfad^er ift aDerbingd 
bie 9(nnal^me einer 3)ittograpl^ie bei? Mdm. — %üx i^TaV („um beiner ijugenblid^en 99rü{le 
willen") I., gleidjf aH« nad^ 93. 3, 'p'ch. — 32 : bie SBorte nyr]V) (wo^I für •»■^nn, wie 21, 37) k. 
ISnnen nur Serufalem gum @uBid(t ^aBen (nid^t benSec^er, wie e§ im je^igen Jlontest fd^eint !) 
unb ftnb fomit eine irgenb weiter t^erfprengte 9lanbg[of[e, bur($ bie ber 3uf<tmntenl^ang in ber 
florenbften äSeife gerriffen wirb. S)adfeIBe gilt aBer aud^ von 93. 33*. Sieft man bort aud^ 
mit SomiQ KbTan, fo eri^Stt man gwar, inbem nun ber Sedier ©uBjelt wirb, einen guten Sin« 
fd^Iu^ m bad 93orl^ergel^enbe, aBer nid^t an bad Slad^folgenbe. — 24, 5 : I. mit SomiS nad^ 
LXX ^^nytsri (MT : nimm auderlefened Jtt.); für 0*^»^^ (nad^ üBIid^er ^Deutung ,,unb m^ 
ben ^olgfb^ für bie Jtno($en [lege] barunter") I. mit @walb 2c. ü'^'styr} unb faffe i«in ald 
Smperatio. ^r rrnni enblid^, weld^ed unmi$glid^ „fein Sieben'' Bebeuten lamt, l. mit 
@menb unb SomiE nad^ 93. 4 n'^nnr. — 17: bie fiBerfe^ung folgt, wenn oud^ nic^ o^ne 
ftarfe 93ebenlen, ber (Smenbation ©menbd, ber bie SBorte ü'^n» b^K umfteDt ; ber MT ifl 
unüBerfe^Bar. gfür 0*^.;^ I. (ba ,,SeuteBrot" unmoglid^ lurgweg „XrauerBrot" Bä>euten lamt) 
mit SBell^aufen (Bei @menb g. b. @t) ta'^tijK; ber MT ift l^öd^ffaoal^rfd^einlid^ bogmatifd^e 
Jtorreltur gur Sludmergung betS fpäter anftö^igen Sludbrudd. — 25, 13 : i^aTTa (rid^tiger 
oielleid^t mit LXX 'jTa-'n»?) ift gegen bie 9(ccente gum folgenben gu giel^en. — 26, 2 : 1. mit 
LXX Targ. n»bqn ; MT : i($ wiO mi($ füOen. — 7:1. mit Somiff nad^ LXX b??)?:;!) 
Dna»3 0-1735 (toie 82, 3) ; MT : unb [mit] einem ©d^warm unb gal^lreidjem Ärieg^oolf. — 
15 : I. mit SomiH m^ LXX a'in ahJna ; MT : wenn ein ®eme|el angerid^tet wirb. — 
17: I. mit 93ättd^er, SomiD: n:|ti3 (watn nid^t mit @walb, ©menb nad^ 27, 34 n'iätia 
(,,wie warbft bu gertrümmert, l^inweg aud bem 9teere") ; ber MT wiQ wal^rfd^einlid^ m^'' 
brüden ,,bu oon [aSen] 9Reeren l^er Bewol^nte" ; aBer bad 93efu($en bed 9Rarfted oon Xprud 
bmnte nid^t ein 93ewol^nen ^eijjen. ^m gweiten ^alBoerd ift minbeften^ (bie LXX Bieten l^ier 
üBerl^aupt einen lürgeren unb 0l^neSweifeIurfprüngIi($eren2^ejt) ba«|l8renbe ^''5^,'*'] ^''^, J« 
jteeic^en, offenbar eine ®Iof[e, bie gu bem nad^fo(genben $IuraI überleiten foOte. — 20*: I. mit 



54 ^^ $rop(ei l^efeüel. 

Qomü, tote bet ftontest forbert, '^nii'^b» (MT : mit fold^en, bie in bie ®ntft l^inaB|tetgen ; 
-DM ift \&o^ offenbar oxi& ber gioeiten SerSl^älfte eingebrungen). — 20^: bie &be(fe|ung 
folgte wenn oud^ nid^t o^ne Sebenlen, ber Smotbaüon GorniOd (nac^ LXX) "^ptf^nni (im 
engen 3(nf($Iu^ m '^iiDn (tbn) ; bie irrtümliche 9(6trennimg oon -«lai: mar e5enfo leicht mSgli^, 
mie bie Srgonjung bed übrigUeibenben *«nni ju ^nndi. Z)er MT ,,unb x^ merbe eine 3^^^ 
erflellen im Sanbe ber 2." (nchnlid^, nad^ ber fiblid^en Seutung, burd^ bie 9Bid>er^er|MImtg 
S^raefö) giebt leinen Sinn. — 27, 6: 1. ftatt bed ftnnlofen D*>*i^M--na mitSod^art unb allen 
neueren ü^^'^t^Mn^; eigentlid^ märe oCerbingd ju überfe^en: „ou^ Slfenbein in SSud^dboum« 
l^ol} [gefaxt]". — 19: ftatt be§ ftnnlofen b|«iMn ijt jebenfolld mit fafl aSen Steueren btnfii» 
(„oon Ufol an^", oergl. 1 9Rof. 10, 27) au fd^en. S)ann lie^e fid^ gur 3tot fiberf^m: 
,,9ßeban unb Saoan lieferten oon Ufol avS ouf beinen SRorlt''. S(ber i^nd "at» f($etnt nad( 
ben jal^lreid^en 9(naIogieen in unferem Aopitel oielme^r bie gfortfef^ung )u SS. 18^ unb ber 
Xest oon 93. 19 fomit burd^ ben XudfaQ mel^rerer SEBorte unb bie 93erfe|}ung anberer in un« 
l^eilbore 93ermirrung geraten gu fein. — 28 : @noäl^nung oerbient bie Smenbation biefeS 
Serfed oon Steg (®efd$. ber ©tabt ^arran in SRefopotomien, @tro^urg 1892, @. 88 f.): 
^'Itfxn ■'•lÄ-bsi 'iiitij« ^•'teh 1^^ "»aai •j'jtj. ©o mirb in ber S^ot ebenfo ba8 fiSrcnbe njÄ, 
mie K^ti (in SRefopotamien !) tmb oor aQem n^bd auf bai^ gUdRid^fte befeitigi — 27 : (. 
mit LXX Targ. etc. -bDi ; MT aDenfaOS : ,,unb gmar mit ber gangen K." — 84: I. ftatt 
bed ftnnlofen 'iid; rü; („gur Qüi ber gertrümmerten oon ben SDleeren meg" ? !) mit LXX 
Targ. etc. n'iäti; [n^$ unb giel^e D''»- »9»i gum gmeiten ^alboer«. — 28, 12 : bie na^e« 
liegenbe Jlonjdtur 'n &nin mfirbe ftd^ bann empfe^Ien^ xoma im folgenben irgenb etmad fftr 
eine SSergleid^ung bed AonigS oon XifttS mit einem Siegel ober Siegelring fprSd^e. 9D&er bie 
©d^ilberung 93. 18 ff. l^at ein gang anbered 93ilb im 9[uge. 2)ie (bei ben LXX fe^Ienben) 
SB3orte nTa^n «b» finb unter oUeti Umftonben al^ eine aud 93. 8 gefloffene, l^ier aber ^8($ß 
fiorenbe ®[offe gu ftreid^en. — 18 : yrn) ift jebenfaK^ gegen bie 9(ccente gum folgenben gu 
giel^en: ,,unb ®oIb mar bad 9Berf beiner tc", b.l^. fie maren au9 ®oIb gearbeitet — 14: oud 
ber (übrigens giemlid^ fontorten) &berfe|ung ber LXX ergiebt ftd^ menigflenS fo oiel, ba^ füx 
y^mn^i (meld^ed nur l^ei^ lonnte: ,,mib i^ toiU bid^ fe$en") ^""nnd gu lefen ift. gfolgli«^ 
mu^ im 93orl^ergel^enben irgenb etmoS genannt fein, mogu er beßdO^t mar. Ob aber meiter mit 
SomiQ nad^ ben LXX 'on ntD»» lurgmeg gu ftrei($en unb "-tim für n« gu lefen ift (bamad^ 
Gomill: „gum Sl^erubiSgefäl^rten ^atte id^ bid^ beftimmt") fc^eint und fel^r gmeifel^aft. — 
15 : 1. mit LXX, mie ber Jlontest gebieterifd^ forbert, üi*«». — 16 : ftatt *ib7j (meld^eiS gmor 
für ^Mb)) ftel^en aber nid^ tphn gum Subjdt ^aben Knnte) mirb mit SomiD nad^ LXX 
ijKbi) gu lefen fein. — 29, 8 : 1. ftatt bed f pntaltifd^ unmSglid^en '^^'^n'^^y mie 93. 9 ^ri-itoa; 
unb oergl. ®efen.«®ramm. '^ § 117, 4, 9lnm. 8. — 6: 1. mit LXX entfpred^enb ber burd^» 
gel^enben Sbtrebe an ben $l^arao '^n'i-'r; ; bie LA bed MT entftanb burd^ bie irrige 93erbinbung 
mit bem oorl^ergel^enben. — 7:1. mit SomiD nad^ LXX tj^'b:; ; MT : iegli($e (ober : bie 
gange) ©d^ulter. ^r t;*i»^rn (nad^ üblid^er S)eutung : „unb IcÜ^mft") ift jä^enfalte na(( 
5ßf. 69, 24 Jj^StttTl gu lefen. — 9:1. mit LXX unb 35, 10 ^^73» ; bie LA be« MT ent* 
ftanb auf bemfelben Sßege, mie oben 93. 6 bie 8. $erfon ftatt ber gmeiten. — 20 : ber ftirenbe 
9leIatiof at ^i n09 ^m» ift mit 6omiII (nad^ LXX) a(d ©loffe gu ftreid^en. — 30, 5 : bie 
tlberfe^ung folgt ber oon SomiD fe^r mal^d^einlid^ gemachten LA '^n'isn ^^pa ftatt bed uh* 
oerßanblid^en „unb bie ©öi^ne beiS Sunbedknbed'' im MT. — 18: 1. mit LXX etc. n'iCQ»; 
MT: „bie Sod^l^dlger". — 21: bad nad^ n^ian «b ooSig überflüfftge Si^Dinb mirb nod^ 
LXX ate edUrenbe ®Ioffe gu b^nn &«itDlj gu ftreid^en fein. — 22 : bie ®ntftel^ung ber offen« 
baren ®Ioffe 'armMi 'rnn^M mirb oon SorniQ treffenb fo erSort, ba^ guerfl ein Sefer, ber 
in 93. 22 irrifimßd^ eine erneute 2>rol^ung fanb, baiS einf^ränlenbe 'rnn-nM beifügte, morouf 
ein anberer, um ben $IuraI („feine 9(rme") gu erllftren, aud^ no($ ben bereite gebrod^en 



3)er ^rop^et ^efefief. g5 

9itm ^faqufe^te. — 31, 8 : in l^^M, toeld^ed unmSglid^ urf)n:üngHd^ fein lann (nad^ ber frfll^er 
j^ectfc^enben SdlSning foQ bet $ropl^et bem ^l^oroo in bem @tur}e 9(ffurd ein @piegeC6iIb 
feined eigenen Stutjed ootl^alten) erblidte f($on Smolb eine Serf($rei6ung oon i^iudkf) unb 
oerflanb biefed in SerBinbung mit fn« oon ber Sebrelate. SotniO bagegen foniijiett fftr 
ri^: ^i^f^M unb gelangt fo ju ber überfe^ung „eine ftolje Sbe^tanne". 9lun ift in ber Xl^ot 
bie oon (Swalb angenommene Statna-constructas^SSerbinbung fel^r prelftr, unb für bie 93er« 
fd^iebenl^eit bed 93. 3 ff. gefd^ilberten Saumes oon einer Seber fd^eint 93. 8 ju finred^en. 916er 
tro^ aOebem ifl (ei einem prad^tooQen ^caxrn auf bem Sibanon immer in erfter Sinie wx 
eine Geber gu beulen unb bie 93em)anblung bed r>on aEen SSerfbnen gebotenen t'n^ in ^^^n» 
ifk böiger um fo mel^ ein ®emaltftreid^. S)agegen l^inbert ni($td bie Snnal^me, ba^ ^*iii$K tl^at^ 
fU^H(^ ,r9l{fur" fein foK^ nSmlid^ oü eine fel^r alte (ober irrtümliche), cot falfc^er Stelle in 
ben Xest eingebrungene ®Iof[e. — h:t flott bed unerträglid^en nn^tia mit ^i^ig, SomiO 
nai^ ^I^e8(. 4, 18 i^nbtja (in feinen 3^8^") ^^ ftreid^e bamt mit SomiO bad 93. 6 
folgenbe i'^nifi^oa afö erUätenbe ®loffe ju bem feltenen vrh^. — 10:1. mit SomiS im 
SinKong mit bem folgenben: nn^| ; MT „mett bu ^od^ marbfl''. — 15: ftreid^e mit SomiS 
bod in ieber ^infi^t fßrenbe unb überfUiffige "iri^d al& eine aud 26^ 19 flie^enbe ©loffe. 
am &^lu\it l mit SomiO (nad^ LXX etc.) rri;^; (3 Sing. fem. als ^räbifat beS f ft^« 
lid^en ipiurol«) jiatt be8 feltfamen neb?. — 32, 2: I. mit (gmalb ic. tpriiwa (»ergl. 
{^b 41, 12); MT: ,,bu brad^fl l^or (ober lie^eß l^eroorbred^en) in beinen StrSmen". — 
6 : ^d^e mit SomiO 'ürrbM ^^nn» old erKSreid^e Stoffe gu bem bunüen "^ncat. — 18 : L 
für TTh» (burd^ meld^ unmdgli d^ bad oorl^ergel^enbe SRaSfuIin aufgenommen merben lornt 
unb nad^ meU^em nhd^? k. etnfad^ finnlod ift) mit ^^ig k. nnM. Ob bamit fretlid^ bem 
^Utd verberbten Xest oon 93. 18 ff. gel^olfen ifl, mag auf fid^ berul^en. 3Rit Sted^t mad^t 
SomiD geltenb, ba^ ald ®egenftanb ber Sße^Rage ber^^arao felbfl genannt gemefen fein tmxJß. 
»ud^ meiterl^in ifl ber Xect fid^tlid^ flarl überfüQt unb oielfad^ bis pr Unlenntlid^Ieit entfielt. 

— 25 : ber nad^ iKO->i unertrüglid^e Singular ^n:} am ©d^Iuffe bed 93erfed ift entmeber (cü 
irrige SEBieberl^otung beS erften -)nd) ju flreid^ ober menigflend i3n; bafür gu lefen. — 27*: I. 
mit T.xx DViyt?; ber MT tömtte l^öc^flen« bebeuten „cta^ [ber ga^I ber] Unbefd^nittenen''. 

— Sn 27^ folgt bie fiberfe^ung ber ^öd^fl anfpred^enben (Smenbation SorniDd üns^ (nur 
ba| wir ben 5ßlural Drj'iaat — oergl. öma'in oor^er ! — oorgiel^en) ; MT meint mol^I: „aber 
ed lafleten i^ SSerfd^uIbungen auf iJ^renSebeinen". 2>ie gange Sd^ilberung miQ jebod^ offen« 
bar nur (SfycmooUe» oon ben gelben audfagen. — 80 : ftreid^e mit SomiÖ (nad^ ben LXX) 
-^TUf ; MT: ,,mit (Erfd^Iagenen". 9RögIid^ märe inbed auc^, ba^ nK für bM oerfc^eben x% — 
82 : I. mit ßornill, mie bie Analogie oon 93. 28 ff. burd^aud forbert, n>o überall bie 3R e n » 
fd^en ben 6($redfen verbreiten, in;--^!D. 9lur bagu pa^t bad tro| Tina fte^en gebliebene 
Jtdl^ib in**nn ; MT : „benn id^ [®ott] l^abe meinen ©d^eden gelegt auf bad Sanb ber 2." — 
33, 5: L mit SBMl^aufen (beiSmenb) unb SomiQ: i**nTrr; MT fd^eint gu moOen: „mäl^renb 
er old gemomter (f aOd er ft(^ I^Stte mamen laffen) feine @. gerettet I^Stte. — - 18 : (. mit 
6omiB nad^ LXX Alex. etc. unb ber Analogie oon 93. 14 n^nn ; MT märe gu überfe^en: 
,,»enn id^ vom kommen fage: er mirb fidler %tJ* — 15 : ftrei(^e mit SomiD (nad^ LXX) 
boiS o5Dig flberflüfftge, ma^rfd^nlid^ anberSmoi^er m biejfe Stelle oerfprengte nm^^. — 
25: l. mit Somitt nadj 18, 6. 11. 15. 22, 9 ö-^^nn-^?; MT: mit bem »lute (eigentßdj 
gmn 8Iute l^ingu). — 30 : n'«nM nM ti'^K mol^I nur erRärenbe ®Ioffe gur S)eutung bed w,* 
gemöl^Kd^en nn» mk nn. — 31 : bad l^ö($fl ^renbe -^ip, {„^% mein SoK") ift mit SomiH 
(nad^ LXX Vatic. etc.) gu ^eid^en. g^r D'^n^y lafen bie LXX ^d($flma^rfd^einlid^ nod^ 
D'^^Td (ol^e trA? s-iTsn). Siefer ,,bei (Sgec^iel fonft nid^t oorlommenbe $lural oerbarb unter 
bem (Sinfluffe oon b'^SAy 93. 32'' (SomiO). S)urd^ bie Seifügung oon D-^w riTarr fud^te man 
nad^tvftglid^ einen @inn l^ineingubringen. — 34, 3: I. mit LXX etc. a^t^n (MT: ,,baS 



56 :Ser ^rop^tt ^efftieC 

^tii"). — 5 : M jnieite ns-'S-iem tfl mit ConiUt (ua^ LXX) alfl irrige SiAet^oIune beS 
er^ ju fhei(^en. — 16: L mit SomiQ nai$ LXX etc. n^tt; KT: „tceibe ii$ oeT= 
ttldm" (!). — 29 : I. mit LXX a'-iV^ yea (MT : „eine $Panjung jum Shi^me"). ßoniill 
jie^t dVo} 's 001 imb fllietfe(t bieg „teii^riii^e ^ftotgung". 3n 9Ba^c^eit nütbe bied jäoi^ 
au$ nur ^ei^en „ eine unoerfe^rte (in unoecfe^rtem 3uflanbe befinblii^e) " unb beSf elben Sinnet 
ift boi oon ben LXX b^eugte Dibi^ (md^ti in bec St^bung b^ii^ ^^f'' 0''^ 3" 0'°^ 
toerben lonnte, »ie tiVi^ !). — 81 : D']t$ (oon ben LXX nid^ oudgänüilt) giefet m auf ben 
er^en Slid afö eine ni^tsfogenbe ®Uifje gu eilennen. — 35, 6: boft ber HT gcflnbli^ oet* 
bet&t ift, i^ eienfo gtoetfeUoä, nie bie 3^atfad^e, bafi 3). 6^ mit eine Shiplette )u bem ooton« 
ge^enben enthält. 3)ie LXX bieten einfoi^ ei fiijv etg al/ia ^/ioaveg xot alfia ätwietai 
ae, b. i. na^ SomillS fc^orffinniger unb woffl gutreffenber Xieutung ari VjXj^tt 0"^ t6-oet 
^D-i-n-;, — 7 : L pott be« nwümoKgen n^riXö wie S. 8 «. a. mjiöi?. — 11 : [. mit LXX, 
n>ie ber Sufmnmen^ong foibert, "^^ ; MT ttiQtbe ^ei|en „unb loiQ mt(( unter i^nen (ben 
^äraeltten) tunb mai^en ic — 14 : bie überfe^ung folgt ber (im ^inblid auf SB. 14^ ^öi^fl 
ploufibten) ©menbotion GomiU« : «19139 -^s. •'^^'imV ^nnwip:^ ; bem MT („wie fi^" ober uKen« 
foHa „wann fti^ bie gange @rbe freut, miK icfi bit eine SDJüpenei bereiten") i^ lein ©inn oB« 
jugeninnen. — 36, 2 : ftatt bed befiemblii^en rn^2^^ (benn biefe Sqeid^ng bet „Opfer« 
^öben" ^ot gerabe bei @je<(ie[ einen fe^r fiblen ACong) I. mit SorniQ (nai$ ben LXX) risrd. 
3toi^ ba f(^arffmmgen iBennutung Simiills ^at fit^ btefe« n'isv no^ (an fa(f(^er Stelle, 
«amlidi für aM [?]) 9J. 8 ei^en. — 15: ffiie ». 14, reo bie aKofoca felbp -"biiisn in 
"■Vii^n oerbejfert ^ot, ift (e|(tere8 aui$ ^ier gu lefen, guma[ haS Hiphil b'^vn fonft nii^t gu 
belegen ift. 3n beiben ^ODCen iß ba« Jtetl^ib („bu foir|l nid^t me^r ftrou^eln mo^en") loo^I 
fo gemeint, bag bie Serge t^ä>em bun$ ^^nreijung gum ^^enlult baS 33oII gui @finbe Der< 
führten. — 20: l mit LXX etc. i»3y. — 2S: L mit ber Jelfer begeugten unb ba^er qu0 
oonSaer in ben aJejt aufgenommenen fie8artD!T'3''»bpatt „ooreuten^gen".— 37,16:ba8 
^renbe O'^'iDH yT ift, obf^on aud^ oonLXXetc. b^eugt, offenbat mit Sominolä (au« S3.19 
gesoffene) eiSAienbe ®bffe ju ftrei^. — 19 : ftott beS f^ntoltifc^ umnöglii^en yT r» ^•'\>s 
t entneber mit $if ig yy bst •f'^T, mobei bet, nie oft bei Sgec^iel, far bs fiänbe, ober mit 
SomtE einfai^ rriinT-b?. Sm ©t^luife be« SJerfe« (. mit EomiH na^ LXX nn^-yyh ^•<tj] 
nyin^ T^. 3R5g[i(^ mäte oui^ '11^3, boi^ foQ mo^I „in berfonb ^|ubas" bem „in berf^onb 
Qp^aime" votier entffrei^en. MT („unb ii$ niQ fte gu einem €ta&e maii^en unb fte foOen 
einet metben in meiner $anb") ift offenbar auSgnei poroDelen SBenbungen gufammengefe^t. 
— 28: l. mit ©menb arrnbiaiM; MT fmnio» (wegen be« borauf folgenben Meltttiofogeä) : 
„aus oÄen euren 9Bo^fi$en". — 38, 9 : bie Sccente be« MT »erlangen : bo loirp bu bann 
otttüden, lommen tote e. U., nie e. ^Re nirf) bu fein ic. ^ folgenben i|t borni mit 
SotniQ n'>nn, bae erft infolge ber folf^en 3luffaf(ung ber oor^erge^enben 9Borte (ober, nie 
Somill oermutet, ma fß. 16) einbrang, gu ftrett^. — 14 : l mit @naQi tc. (not^ LXX) 
livn ftott beS offenbar oerfd^tiebenen yin, nelt^eä ^ö^endbebeutenlännte: „Seigt bunii^t 
um ba^ Sic^ct=tDoI;iii-n meine« SB, 3." — 39, 11 : oon ben mannigfoltigen 9Jerfu($en, ben 
fic^tlid) ucrbCT&teii Icrt gu oerbeflem, oerbient niebetum berjenige SomißS in erpec Sinie a3^ 
Qc^tung. Gr lieft für baS etfte Diiasri : ö-'-^ayri („ein ^al beS [©ebirges] aborim"), fo« 
bann (j-I. nai^LXXl «-isri-nij IMDT] „unb fie »erben bteSJtÜnbung besSC^ol« oerftapfen" 
(nämli($, um auf bicfc Seife eine unge^eutt ®rube ^wgufteßen) unb ftreit^t D-'l^yrrns ai£ 
nac^träglii^e ergäiiiung be« bereit« gu «-»M noDin entjldlten legte«. So niel f(^nt in ber 
£^at ftc^cT, bag bei ucfprüngli^e 9Iame be« 10)0.19 erft na^traglii^ burdü ben ©in^ug ber 
w'as SB. 14 f. fntftetlt noiben iß. — 14: ßieii^e o-oinTTm« a[« eine butdü ba« ootQn> 
■=*■'-■*'• n— 1=3 üit,m infete 3Jetf<^reibung ffir D-inmarm«. — 26:1. mit ^i^ig ic. i'Oj'i ; MT 
'loa^cfi^eiiUti^ 1K^3-] „unb fte foQen i^te Si^mai^ tiagen tc", na« aber fc^ied^tet' 



7>ex $rop(et ^efefieL 57 

bingd nic^t in bm jtontest paffen rniH. 2)er MT f($eint teils butd^ bie ^äufigleit ber Ser« 
(inbun^ rr^b^ Kts;, teifö butü^ ben 9(n{b^ batan veranlagt, bc^ gdrael aud^ feine einftige 
Untreue gegen ^(äfm cergeffen fott. — 40, 2 : I. für ba« jtnnlofe ajjtt „fübwärt«" (wooon ?) 
mit $i<fig K. na^ LXX laj». — 6 : bie SSSorte t|0 n«i k. werben Don ber LXX nic^t au^ 
gebrfldt; offenbar liegt 3)ittogra|)^ie r>ox, bie nac^trägßd^ burd^ Beifügung beS nn» (mofür 
inbe« ber Sprer in» lai) bemäntelt nmtbe. — 8 : bie aSäorte n-^an» (id vtfn in SB. 9 fmb 
offenbare S)ittograp^ie ; ber6(i^rei6er f prang oon bem "^T^rt in SB. 8 nod^mols auf baiS }n)eite 
•vttfn in S. 7 gurücf. — 10 : 'pn •sj'j'n fiberpüffige ®Ioffe, ben LXX unbefannt -- 16:1. 
mit Somitt (nadj LXX etc.) nia'iVn dV «^ ; MT : unb ebenfo [waren genfier] ben Sor« 
J^oOen (?) unb genfier waren 2c. — 19 : L mit LXX isfcnn anh. — 80 : 98. 80, mol^l aud 
einer irrigen (unb bann no($ weiter oerberbten) SBieberl^oIung oon SB. 29 gefloffen unb iä>en« 
foOd gSnjIid^ ftnnlod, fel^It nid^t nur bei ben LXX, fonbem felbfl in ^ebrftifc^ ^anb« 
f duften. — 82 : I. mit SomiQ nad^ LXX rrafen lywsr-bij ; benn na($ SB. 28 (beffen an* 
fang ber MT irrtümlid^ wieberl^olt) ift ber ^opl^et bereite im inneren SBorl^of. fiberbied le^rt 
bie t^ortfe|ung ,,unb er ma^ bad X^or", ba^ unmittelbar juoor ein Xl^or erwSl^nt fein mu^ 
(oergl. aud^ SB. 85). — 87: I. (wie SS. 81 unb 84) mit LXX ■»»V«')? MT: „unb feine 
Pfeiler", offenbar bloßer @d^rei6fe^(er. — 48: 1. mit 6menb nad^ LXX etc. D'^noto«). pr 
n^33 wirb mit ^ifig tc n:a73 ju lefen fein. — 44 : bie in ber Snmerfung mitgeteilte fiber« 
fe^ung weidet namentlid^ im Eingänge ftarl oon ben LXX ob. 3)iefe brttdfen aud (nad^bem 
fte fd^on 48^ einen total anberen unb fidler nid^t erfunbenen Xe£t geboten l^aben, nftmlid^ : 
;,unb oben fiber ben Slifd^en S)äd^er, um fie oor bem Siegen unb oor ber ^i|e }u fd^fi^en'') : 
,,iinb er ffil^ mid^ in ben inneren SBor^of unb ftel^e, [ba waren] gwei 3^0^ im inneren 
SSorl^of." @id^er ifl weiterl^in mit SomiS nad^ ben LXX nnt^ für 1^»,, 77^39«) für Ds^^a&^p 
nn« für nn^ unb nod^mafö rj'^.je (ßomill n'»Äi) für i?» ju lefen. — 48^ : ergteje nad^ 
•nytfn mit LXX bie gang unentbe^rKdJen SBäorte i?«?; nionp"] n)|» nntoy ya*^Ä ; nur fo 
(14 + 8 + 8) {ommen bie 20 (SOen ber ,,2ange ber SBorJ^oae" in S. 49 ^erau«. 3)ie 9lud« 
laffung entßanb im MT burd^ Xbirren bed @(^reiber9 oom erften ny^n auf bad jweite. — 
49 : [. mit @menb tc. nad^ LXX tnl^y '^rroi ftatt ber auffälligen ungeraben 3<4I ^MV bed 
MT ; ebenfo mit LXX ^w n'ib9»2i ftatt bed ftnnlofen «unb auf ben Stufen, auf weld^en 
man ju i^r emporfKeg" be^ WT. — AI, 8: mit Siecht fteHt Somill nad^ ben LXX ald ur^* 
fprfinglid^ Jejt l^er nfe» '« yatön nfett '» yatf nrnji rhtrfl'] '» «tö 'cn anhi ; atrii 
geriet irrtümlich oor bad jweite nncrr, oerbrängte nion^n unb ndtigte fo sugleid^ }ur SfBeg« 
laffung oon ntTZ jc. — 8 : I. mit Davidson, Ezekiel, Cambr. 1892, 8. 809 : rr^ab «»nFn 
nai. — 22 : 3«fft| wadj ben LXX (n*i»» D^nttj anhi) ; ber ©djreiber irrte oom erften 
ni»M auf bad gweite ab. Statt bed finnlofen i:3'im ,Jeine SSnge'' I. mit SomiS nad^ LXX 
T^n».— 42, 4: I. mit LXX K. n^K ntj» 'ijlh (oergl. 41, 18); MT: „einSEBeg oon einer 
(SDe." — 14: bie SEBorte im^'' Mbi bid nrat'^nrT berul^en entw. auf 93erftümmelung bed urfpr. 
2:q^ed ober ftnb oon anberwärtd l^er oerfprengt. — 43, 1 : bad gweite lyä ifl nad^ ben LXX 
als 2)ittograpl^ie gu ftreid^en. — 8:1. mit LXX einf ad^ titj'n'nn-] ; nad^bem irrtümlich mit '»^1 
begonnen war, würbe wenigftend rrK^Tsn nod^mald nad^gel^olt. ^r ba^ ftnnlofe "^Mha „<d9 id^ 
lam'' I. mit@walb nad^ Xl^eobotion unb Vulg. 'iM^a ; ffcatt bed nid^t minber finnlofen rii^ys 
(„unb Oeftdjte [gab ed]" ?) I. mit SomiO nad^ ben LXX '•n'»«'^ »itiK »-nn nt^yy^. — 6:1. 
mit LXX ttJ''Ä»ny, MT: ,,ein üRann".— 7': ergänge mitßomia nodj ben LXX baS unent* 
bel^rlid^e n**M';^l nad^ ^'7^*--' 7^ bie ÜBerf e^ung folgt ber Smenbation SomiD^, ber (nad^ber 
Vulg. ön'i»aa?i (^iM be« an« @nbe be« Serfed geratenen mna) l^intcr dniata einfdjiebt — 
11 : in'nx-bsJi ifk bcibemalc mit LXX afö überfWffige ®Ioffe (bie oom MT geforberte Slu«» 
fprad^e afö Pural foü wol^I nur bie Tautologie mit n-^nn m^'si abfd^wSd^en) gu ftreid^en. — 
18 (t^i^note): I. mitSmenb unbSomill flatt bed lontorten n»Mn p'^ni („unb bie SBertiefung 

Itoutf^f XUei Zeftammt. 4* 



58 ^^ ^ropl^et $efe!iet. 

bcr ®IIc"?!) n^« *ip*»n (urfpt. mcllcicl^t np"^n), ferner nn« für ntjjjt^ („©ponne be8 
einen"?), enbHcl^'(aIö ÜBcrleitung gu ». 14) '»n tiai nr, (MT: ,bcr SRüdfen bc« «.")• — 
14: r., entfprcd^enb ber SRidJttjffcellung üon SS. 18^ pin» o^nc ßopula. — 17: I. ftatt be« 
unbejrciflidjen S^finittüg ba« Partie. niDfe. — 20 : ba« neben n^tam überfWfftße inn'nMT 
n»irb urfpr. von ben LXX ntd^t oudgebrüdEt unb ift »ol^I erfl im $tn6li(t auf 4 üRof. 16, 83 
beigefügt — 44, 3 : ftrei($e mit SorniU bad äberaud ftörenbe M'*to;, vteQeid^t au($ *nK an 
ber ©pi^e be^ ©a^ed, obfc^on fid^ eine fold^e Hervorhebung bed ©uBjeltd burd^ -tk oud^ 
fonjl belegen lä^t. 3)en MT mü^te man überfe^en: „toai ben ^rften anlangt, fo i{l er g^ ; 
[ald fold^er] foS er u. f. m.'' — 18: bie fd^on t)on (Smalb feltfam gefunbene Xnmeifung 
'••a 'arr» Kbn bürfte mit (SomiH afö nad^träglidje 3«*^«^ gu ftreidjen fein. — 19: bic SBiAer« 
l^olung be^ 'nrr 'nn-bK ift, ba ed fic^ ^ier nid^t um einen 2)idtributio«9ludbrud( i^onbeln fonn, 
einfad^ ald ©d^reibfel^Ier }u betrad^ten. — 25 : 1. mit LXX, mie aud^ im»u'' am @d^Iuf[e bed 
aSerfc« forbert, iN-)!a; jiatt be« Singular. — 28: fkatt be« (f^ntaftifd^ gang ungefügen) MT 
,,tmb ed foK i^nen gum Srbbeft^ fein'' — einer bogmatifd^en jlorreftur, bie ben SBiberfprud^ 
bed urfprünglid^en %ejsie^ mit 4 üRof. 35 unb ^of. 21 befeitigen n)ill — »irb mit SomiS 
bie nur öon bcr Vulgata aufbemal^rte LA önb n^^s^r^ «b rtbrjs'j l^erguftetten fein. — 
45, 1 : baS irrtümlid^ n)ieber^oIte gmeite "yiti^ ift mit LXX gu ftreid^en. §ür n';^^; I. (mie 
fd^on ber ©ingulor e)bM forbert, ba nad^ n^tsy oielmel^r ber $IuraI ftel^en mü^te) mit ^i^ig k. 
nad^ LXX ü'^'^^py. !Rad^ bem je^igen %tst m&re ber 93. 8 abgemeffene Zeil genau fo grojs 
mie bad ®ange ! 3)ie ^erabfe^ung ber 20 000 auf 10 000 miD offenbar bem Seoitenlanbe (93. 5) 
ben Sl^aralter ber $eiligleit entgie^en. — 2 : bie oon SomiD geforberte ttmfteQung ber Serfe 
3 f. unb 2 fprid^t für fid^ f elbft ; ben ®runb ber UmfteQung finbet SomiQ mit Siedet in bem 
Sebenlen, ben Umfang bed ^riefterlanbeiS oor bem bed Heiligtum^ beftimmt fein gu laffen. — 
4 : in bem unoerftänbKd^en 'nb üip»i erblitft SomiO (mol^I mit Siedet) eine tenbentiöf e 
^nberung bed nod^ oon ben LXX beengten urfprünglid^en Xe^ted ^,1Z\ "^1?^^. '^?.?^ ^'^V^ 
„An Ort für Slmtdmol^nungen (oergl. 48, 21) entfpred^enb il^er ^ligleit". ®nmb ber 
^nberung fei ber 3(nfto^ an ber aQgu unoerblümt audgefprod^enen ^eiligleit ber ^riefter. — 
5 : l. mit 6omia nad^ LXX unb 4 SRof. 35, 2. Sof. 14, 4. 21, 2: natib D^^y. Sfladjbem 
rntib einmal in rö^h oerberbt unb fo bie „Stüen" bed MT entftanben moren, mu^te bie 
©treid^ung oon ü^"^» oon felbft erfolgen. Ober foUte bie gange ^nberung begmeden, bie ^erab» 
fe^ung ber 85 Seoitenftäbte (in ^of. 21) auf gmangig tm^ bem Xe^te gu befeitigen? — 
7: nTj; unb rr^j'^llj, offenbar ©loffen gur®rllärung oon '•» riNDM tt. %üx n'Tsy^ l wie anber« 
wärt« n7a?b.— 12: 1. patt be« gänglidj oerberbten MT („20 ©elel, 25 ©cfel, 15 ©elel fott 
eud^ bie 9Rinc gelten") mit Södfl^ (bei ©menb) nad^ LXX cod. Alex. n\^»rj ö-^bpö n^nn 
D5b Jn^rj-? rrj^n bp^tf ö^i^ttm rr-jto D-^bijö sr^toi. — 13: l. rr^astf-j ober (mit LXX) 
rrn'«^ „ein ©edjftel oon il^m" (bem (Spl^a) ol^ne tis'^Nti. MT : „unb il^r foHt ba« @pl^a 
fed^fteln'', b. 1^. in fed^d Xeile teilen; bagu pa^t aber nid^t "luh^. — 14: SBon ber boppelten 
älusfage „10 9atl^ ma^en einen (S>f)/' berul^t natürlid^ eine auf S)ittograpl^ie. 9lber fd^on bie 
eine Sludfage ift nad^ 93. 11 oöQig überflüfflg unb für "nun oielme^r mit ßomill nad^ bem 
©prer unb Vulg. ^s gu lefen. ©menb oermutet ol^ne 3weif el rid^tig, ba^ 'ib gu "^^ oerbarb, 
worauf fid^ löh für ^s unb bie nod^malige 9Bid)erl^olung be« ©a^eö oon felbft einteilte. — 
15 : ftatt be$ feltfamen MT („oon ber bewäfferten ®egenb ^^raeld", ald ob nic^t bie ©teuer 
oon übcraDl^er gu entrichten wäre) l. mit ßomitt nadj LXX '*> ninettäw-b^Ta ntt^^nri, eine 
Smenbation, bie leiner weiteren SSegrünbung bebarf. — 20 : ftatt bed im $tnblid auf bie 
einmalige ©ü^nfeier 3 3)lof. 16 abfid^tlid^ oeränberten Xe^ted (wobei aUerbing« 'ni rryn^n 
„am fieb.enten im 5IRonat" nid^t mel^r ^ebräifdj ift) l. mit LXX «Ynb inwa ■'^•'ia^a. — 
21: für bie 93ermutung ©menb«, ba^ bei ®ged^iel $a{fal^ auf ben 15. be« 1. 3Ronat« fiel 
{^cAi nad^ aQen anberen ©teilen auf ben 14.) fprid^t ber genaue $aralleli«mu«, ben Sged^el 



2)67 $rop^et ^efeüeL 59 

na4 bem urfpt. Xecte jmfd^en bem 1. unb 7. Hltonate burd^fü^tt. — 21 : burd^ bad feltfame 
niy^izi :»ti bed MT (,,foIIt il^r bad $a{fa^ feiern, ein SEBod^enfeft an3:agen; ungef äuette SBrote 
foQen gegeffen nierben", ober aOenfaKd [gegen bie Sfccente] „ein SEBod^enfeft ; S^cge ^inburd^ 
foSen u. f. n>.") foQ, mie man längft erlannt l^at, bad bei Sjed^iel fel^Ienbe SBod^enfeß — 
eined ber brei alten ^auptfefte, bad nachmaß oud^ ber ^rieftercobe^ 6eibel^ielt, — nod^ ge« 
roaltfam in bcn aie^t eingefügt werben. Slatürlid^ ift mit LXX ^ 'n D*»»; nyati gu lefen. 
S)agegen bürfte ^^n, bad fd^on bie LXX hinter nocn gelefen ju l^aBen fd^einen, urfprünglid^ 
(mie 2 3Ho\. 34, 25) oor biefem geftanben ^aben. — 46, 6: 1. mit LXX D'^T^n. ^er (fprac^Iid^ 
unmdglid^e) $IuraI ift offenbar ber Slnfa^ gu einem älu^gleid^e mit 4 üRof. 28, 11, mo für bie 
Sleumonb^tage gm ei garrcn geforbert »erben. — 10: 1. mit LXX, mie ber Äontejt forbert, 
»sr ftatt iRat'' (ba SS. 11 roiÄer mit i beginnt, Dittogropl^ie beö i). — 13: I. mit LXX 
beibemole M^?„:; ber MT („bu foQft l^errid^ten" ald 9(nrebe an ben ^riefter ©gec^iel ober ben 
$riefter überl^aupt) entftanb aud bem Sebenlen, ba^ fd^einbar bem ^^ürften felbft gu opfern er- 
loubt mirb. — 14: 1., wie SB. 13 (f. o.), mit LXX nto?:. «mSdJIuffe bc« SBerfe« I. mit LXX 
bem Jlontei^ entf|n:ed^enb n;^ri unb ftreid^e ö^iy (oeranlagt burd^ bie im ^riefterlobq; me^r 
als 20ma( oorlommenbe SSerbinbung üb')y npn). — 15 : I. mit SomiQ ftatt bed 3m)>eratit)d, 
ben aud^ bie LXX t)orau^ufe^en fd^einen, ^^y'\ (sc. bie $riefter). S)ie 3(nrebe ind älUgemeine 
mürbe nid^t burd^ ben gmperatio, fonbem burd^ Perf. cons. (ünitor)) audgebrüdt fein. S)a» 
bei ift inbed fragßd^, ob nid^t @ged^iel oielmel^r rrtos^i (sc. ber ^rft, wie 93. 18 u. 14) ge= 
fd^eben ^ai. — 16: I., wie SS. 17, mit LXX inbmn; MT: „fo ift bie« fein (be« »e« 
fc^enften) ©runbbeft^; feinen ©Sinnen foH er gcj^ören." — 17: l. mit LXX rbm \iati be« 
grammatifd^ tmmöglid^en MT. — 18: örm«73 ift nad^ LXX al8 eine gu Dniinb nidjt 
poffenbe ®Ioffe gu ftreid^en. — 22 : ftatt niltsp brüdten bie LXX n'iäi;:]? mi (oon SorniQ 
aufgenommen). m!93tpn)3 am @d^Iu^ lönnte ald Part Ho. I^öd^ftend ^^mitSdfen auSgeftattet'' 
bebeuten. 9l6er ber Plur. fem. IS^i ftd^ nid^t gu firu^n^M fonftruieren unb bie 9Rafora felbft 
^ai ba« SSJort (bad aud^ bie LXX nid^t lafen) burd^ übergefe|te fünfte oerbüd^tigt. — 
41, 2 : I. mit SomiS nad^ LXX ü^^ 'sj^nn nähert ftatt ber grammatifd^ unmöglid^en Um« 
liettung im MT. — 8: patt be« oöllig fimilofen MT („in« SReer, bie ^inouSgebrat^ten" ?) 
I. mit ßomitt (nadj Pield) Dtat^rarrn D^wn-bN. gür n-^y^'n fprid^t, abgefcl^en oom 5piural, 
aud^ -bK, nad^ welchem man nu$t einen Solatio erwartet, für D-^siriTanin ber Xl^atbeftanb. — 
9 : 1. mit @walb ü\w (bagegen SomiU nad^ LXX [oergl. aud^ ba« ®nbe be« SSerf e«] bnan) ; 
MT „gwei 5Iüffe"'(?). — 18: ftatt be« fmniofen ©d^eibfel^ler« rrj ift felbftoerftänblid^ nj 
gu lefen. ßbenfo I., wie bie ©rammatil forbert, mit ßorniH biasn. — 3n 15** iji minbejien« 
ber 9(rtilel oor r\'^^'-i al« grammatifd^ unmdglid^ gu ftreid^en. SSeiter aber wirb mit SomiQ 
aud^ nnis: (al« Interpolation au« 4 Hltof. 34, 8) gu ftreic^en unb K'nb, wie 4 3Rof. 34, 8, 
mit nttn (m ber ©pi^e oon SS. 16) gu oerbinben fein. — 16**: I. mit ßornill, wie burdj !?• 
nal^e gelegt wirb, ib*»^ ^'^^H (fo nad^ 3(na[ogie oon 2 @am. 20, 15) ftatt be« befremblid^en 
,,ba« mittlere $ager" bc« MT. — 17: oerfefte mit ßorniH ba« i t)on iissat oor bina (3wetf 
ber Semerbtng i^ bie au«brücflid^e 9lu«fd^lie^ung be« [einft oon Saoib eroberten] ®e(iete« 
oon 3)ama«Iu«), jireid^e — gleid^f all« mit ©omill — 'n bi:ijn al« eine gcgenfkanb«lof e ©loffe, 
bie ftd^ fd^on burc^ il^ 9lad^^inlen al« fold^e oenSt, unb l. für mmi am @(^lu^ nad^ SS. 20 
nKT. 3)er MT lie^e fid^ ^oc^ften« überfe^en: ,,oom Steere nad^ ^.«@., bem ®ebiete oon 3)a« 
ma«Iu« unb immer weiter nad^ 9lorben gu unb bem ®ebiete oon $amat^ unb mit ber fRorb* 
feite." — 18 : bie überfe^ung folgt burd^au« ber fd^orffinnigen unb in l^ol^em ®rabe über* 
geugenben SScrbefferung be« oerberbten ^cbräifc^cn 2:ejte« burd^ SomiC: va ^«« ib-^y ^rtri» 
'p 'b n«T n'jwn >Ji Djri-i? b^-asTa T^üri bs'jfe': y^-nN r?.^ 'ari ra 'n^ yy^ y^in. SRad^ 
bem ber 9lu«gang«punlt irrtümlid^ au«gef allen war, fud^te man bur($ bie LA y^M nad^gul^elf en 
„unb bie« eine y^isiiz gog bann bie brei übrigen nad^ ftd^'' (SomiK). 3)ie @menbationen b->a:;» 



für biaan, f^'?'?^ (n)cl($cö aud^ burd^ S. 19 geforbcrt wirb!) für inTan, fowie n«t für n«i 
(t)ergl. 0. ]u 93. 17) werben fämtlid^ oud^ burt^ bie LXX bejeugi £em gegenüber !ann ber 
MT (,,t)on gwifd^en ^. unb x)on jn^ifd^en 2). unb t)on }n)if c^en ®. unb x)on }n)ifd^en bem Sonbe 

3. [ifi] ber Sorbon; oon einer ©renge am [ober allenfalls „hx^ ivm"] ö^id^en !Dleere foKt i^r 
meffen, unb mit ber Oflfeite") nid^t meiter in 9etrad^t lommen. — 19 : l. mie S. 17 unb 18 
(f. 0.) n«T für nfcji. — 20: I. mit 6omitt wie SS. 18 nad^ LXX b-'aa» ftatt be« pnnlofen 
bia:»73. — 22 : I. mit ^i|ig 2C. nad^ 93. 20 ^V-'b: ; bad Dal bed MT foll »ol^I auiSbrüd(en : 
,,fte werben (o^ne il^r 3ut^un unb Serbienft) in@r(befi| j^ineingeraten." — 48, 1 : Statt bed 
oerberbten MT (,,unb fte [?] foQen il^ gu teil werben, bie Djt^e, bad 9Reer'') l. nad^ älna^ 
logie ber bei allen übrigen Stämmen gebraud^ten ^onnel n^j n»B-ns 'p r\»tro. — 9: wie 
45, 1 (f. bort ba« Sfläi^erc) ift am ©djlu^ tjb» D-^to? patt ber 10000 be« MT ju lefen. — 
10: bie ftorenben beiben inS, fowie "if'ilt nad^ ^^?.?1 f^^ "^4 ^^^ urfprünglid^ 3^este ber 
LXX als ®Iof[en }u ftreid^en. — 11:1. (lebiglic^ mit anberer SEBortabteilung) nad^ LXX 
'3t "^pa D*«Tp*j);;QrT; MT lönnte nur überfe^t werben: ,,ben ^rieftem, bem, ber ba geweil^t tfl 
oonbenS-". — 13: l mit$iftig nad^ LXX ö^jibbi (MT attenfatt«: >ie2eoiten aber 
[liegen] entlang bem ®ebiete ber ^riefter'')- 31m Sd^Iuffe ift wieber, wie S. 9, mit ben LXX 
C)bK D'^'ntD^ }u lefen ; bemt ed f oK bie ®ef amtlänge unb ®ef amtbreite bed t)ereinigten ^riefter« 
unb SeoitenlanbeS angegeben werben. 2>er MT wiS bad (entere nid^t als l^eiligen Sqtrt 
gelten laffen, oerrät aber bie urfprünglid^e Se^rt burc^ Seibei^altung bed b:; oor ':{'ntt. — 
14: entfpred^enb bem ?*i3»7 wirb für 'iäj (attenfaHS „foII man oertaufd^en") n»; ju lefen 
fein (SlbfaO bed fd^lie^enben i vor i !), bann aber mit bem itetl^ib *r)^y;i, wo^renb baS Jtere 
(lonform mit bem Sing, 'in'^) audbrüdt: „nod^ foQ man in anbem9efi| übergeben laffen" k. — 
18 : ber gänglid^ müßige Slad^fa^ rr^rj*; k. bürfte fo entftanben fein, ba^ ber Sd^reiber oon 
nn^jrii nodjmafe auf n»«b tc abirrte; burd^ SJerwanblung oon rirr^m in sr^rti würbe ald* 
bann ein felbjiänbiger Sa$ l^ergepettt (anberg ©omitt, ber rTTn«b ^»Tb rr'^ni tonjijiert). — 
21 : l. für siTSTin mit Smenb tc. (entfpredjenb bem nad^folgenben nTjj'j) rtT^i^p^, fobann 
(wie oorl^er) b«i^-n$. — 22 : 2)er gan}e SBerS ift wegen bed Sd^wan!end ber Überlieferung 
unb wegen beS völlig f elbftoerjiänblid^en gnl^altd mit Stecht oon SorniH für eine ®loffe erilärt 
worben. — 29 : I. mit LXX etc. (wie 45, 1. 47, 22) tibnssi ftatt beiS offenbar blo^ ver» 
fd^riebenen 'tJ2. — 31^: ftreid^e mit SomiQ npca; als einen Sinfd^ub, ber ftd^ erft infolge 
ber irrtümlichen UmfteHung oon 93. 80^ unb 81* nötig mad^te. — 

2)er ^oti^ft ^ofta. 

1,2: S)ie erflen SBorte bed SSerfed finb gegen bie Sccente mit bem ^^olgenben oer» 
bunben. — 2, 8: l. mit LXX ri^^i. — 25: l. ^srriy'in, ba offenbar bie SBicberannal^me 
aller brei Jtinber (in berfelben 9teil^enfolge wie Stap. 1) ^eroorgel^oben werben foQ, fo lann 
bad Dbjelt ju '^r^'iti nur gedreel fein. 2)ad Sufßxum fem. lann nur fe^r lünftlid^ auf bad' 
weibli($ perfonifijierte 93olI b^ogen werben. — 3, 1 : l. mit LXX n^rih ; MT : eine von 
einem anbem geliebte- — 5 : ba§ '72 VnNi erji na($träglidje (jubäifd^e) ©loffe i|l, gcl^t »or 
allem barau^ l^eroor, ba^ ed jwifc^en bie zweimalige 92ennung ^ai^wed eingefd^oben ift. — 

4, 4 : I. na($ Dort * iriiarT -^i'^^ 'Tfmyx Die gewöl^nlid^c Überfe$ung bed MT : „unb (ober : 
ba) bein 93oR ift wie bie, weld^e mit bem $riefter l^abem", verträgt fid^, gang abgefel^en von 
ber Sd^wierigleit bed Sinnet, nid^t mit bem ^olgenben, wo beutli^ bie $riefter angerebet 
werben. üRan erwartet bal^er, ba^ ber $ropl^et audbrüdlid^ ju il^nen übergel^t.— 7": lautete 
nad^ iübifc^er Xrabition (vergl. Seiger, „Urfd^rift unb ftborfe^ungen ber Sibel'^ S. 309 f.): 



♦ «gr. Dort, ^ofea in „Theol. Tijdsclirift" 1890, S. 480 ff. 



/ 



9)er ^rop^et $ofca. gl 

i*T»nn pbija •'T». — 18: *ian ip mit LXX ate fd^Icrl^aftc ©iltograp^ie »on larr« ju 
{beid^en. Statt Tj^^^iT^ l nod^ LXX d^ku». MT nod^ üUi^er 3)eutung: „Sd^rnad^ jtel^en 
oor i^re gfürßen (eig. i^tc ©c^ilbe)". — 19 : ftatt an'inq^n I. nad^ LXX 'atTs». — 5, 2 : bcm 
MT folgt bie (eSen banim oSSig unoetflänbltd^e) überfe^ung Sut^erd: „3!Hxi Sd^Iad^teit tier« 
tiefen fie fx^ in intern Verläufen/' 3i^^ aOgemein ift bie ^mtdfjmt, ba^ ftatt rtrjnti ju 
lefen fei nnnti; bann mirb unter Setgleid^ung von $of. 9, 9 üSerfe^t: ,,9[Btrünnig J^aBen 
fie tief gefreoelt." nrnä (ebeutet aber aud^ ®rube ; oieUeid^t raoQte ber ^ropl^et bur^ bie 
äSorte : ,,{te l^aben eine tiefe ®rube gemacht" (ober, nad^ ber Aonjeltur SBelll^auf end, nn« 
D'*!3T2$n, „bie ^grube oon @ittim l^aBen fte tief gemad^t'') bie Silber bed erften SSerfeS 
(Sd^Iinge, ^angne^) fortfe|en. — 11 : ffir ist bed MT^ bad nad^ gemöl^nlid^er t^affung „@e^ 
bot" bebeuten foU (f. au 3ef. 28, 10. 18), fd^einen bie alten ÜBerfe^ungen entmeber (LXX, 
Targ. Syr.) «itj ober (Vulg. Hier.) nfi$'iat gelefen }u l^aBen. SJcibe« wdre eine ueräd^tlidje 
Sejeid^nung ber ®d^en« 3)ie oorl^ergel^enbe Slebendort nn« "^bn fprid^t für bie LA ber 
LXX. — 6, 5 : l. nad^ LXX Targ. Syr. mit anberer 9(BteiIung ber Jlonfonanten ''QBtdTa^ 
«*; i'iÄD (MT ,,beine ©eridjte ftnb ein aufgel^enbe« 2idjt"). — 7, 4 : 3)ie ÜBerfeftung folgt 
ber Jtonieitttr Dortd ^yatj niaöä*; ^ns» ön i?ln iian 1733 (MT nad^ üBlidJer S)eutimg: „wie 
ein Ofen gUl^enb oon einem Sädter, ber aufl^ört }u ^eijen" (?). — 5 : Dort gieBt a. a. D. 
6. 487 f. gufolge anberer SerBinbung ber SEBorte SB. 5 unb 6 folgenberma^en mieber: ^3(m 
Xoge mad^en bie f^rften unf eren Jtönig !ranl ; lange 3^it glül^t er 00m SBein, er l^olt ed mit 
ben Spöttern, "menn fie in feiner 9flä^e finb tc." — 6 : bie Äonfonanten be« MT lafen Syr. 
unb Targ. DnBM ober De» = ,,il^r Sovn, i^re 98ut''. ^öd^ft anfpred^enb vermutet Kobertson 
Smith (Journ.* of PhUoi. XVI, 72) nac^ 5 5IRof. 29, 19 orjB» -pDy; „raudjt il^r Som". — 
14: L nad^ LXX ^Tj'^an': (MT: „oerfammeln fte fi($").— 8* 4: 1. nad^ LXX '»n'n:^*; (MT 
aDenfaQd: „bamit ed [bad ©ilBer unb ®oIb] ju @r. gei^e'O- —6:1. K«in (o^ne 1). ÜBrigend 
l^oBen bie LXX SB. 5 unb 6 anberä abgeteilt. — 10:1. ibn;'). SXe LA beg MT „unb fie 
fingen an gering (ober : minber) gu merben" ift finnloiS. 3n ber Vorlage ber LXX fd^eint ber 
Sd^lu^ bed SBerfed gelautet ju ^aBen : ü'^iw "^b» mbuTa x:yi^ ibnn'^i, b. i. ba^ fie ein menig 
(ober: gar Balb) baoon ablaffen, fiönige unb ^rften ju falben. — 11 : bad jmeite Mbnb i^ 
ju ftreid^en; bie Beifügung erfd^ien nötig, ald man bad erfte Kt2nb irrtfimlid^ ium SBor^er« 
ge^enben, anjlatt gur gmeiten SBerdl^älfte }og. Ober ift mit OreHi ftatt bed erften 'nb oielmel^r 
Ksanb (}um Se^ufe bed @ntfünbigend, in SBa^rl^eit aber gum Sünbigen) gu lefen? — 12: I. 
^rHiv\ fiott bed mit la*-. unoerträglid^en Singular^. ®rae^, ®efd^. b. ]. 93. n, 1, 469 f. miQ 
•^ijSnn •'^a'si Icfen, ^bie SBäorte meiner JBSeifungen". — 13 : ber MT pflegt üBerfe|t gu werben : 
„(d^ bie Opfer meiner ®aBen opfern fie ^leifd^''. SlBer "»anan in ber Sebeutung „meine 
®aBen" ift fe^ fraglid^ unb bie LXX lafen offenbar nid^t fo. 3lfö fui^ere Seftanbteile be$ 
Xq^ erfd^einen nur bieäBorte: ^toa ibaM'^i nar ^nar.. 2)amad^ ift oben üBerfe^t morben. 
S>er @{^ltt^ bed äSerf ed ift nad^ ben LXX Beigefügt (oergl. mi^ 9, 8). — 9, 2 : l. nad^ 
LXX D^y-j.-; (MT allenfalls: „mirb fte nidjt laben"). ämSnbe be« SSerfe« l. nat^ LXX unb 
in ÜBereinjlimmung mit bem erften SBerdgliebe D!) ftatt rta. — 4 : l. nad^ Jtuenen (Hibbert 
lectures, p. 312 ff.) »la^i?: ober «lai^: (MT : „il^re Opfer werben i^m ni($t angenel^m fein"), 
fomie Dijnb für dryV — 7 : ber ©djlu^ be« SSerfe« ift unoerfiänblid^. Sie erften SKJorte 
,,megen ber ®rö^e beiner SBerfd^ulbung" liegen ftd^ mit SßeQ^aufen (^iggen unb SorarBeiten 
m, 180) als Segenrebe beS $rop^eten auf ben Spott bed SBolIeS verfielen: „3a mo^l, oer«^ 
rfidH über bie®röge beiner SBorfd^ulbung". 2)od^ erwartet man eine f ob^e (Begenrebe in biefem 
Sufammenl^ange ni($t. 3)ie legten äSorte fd^lie^en ftd^ ber ^rm nad^ fd^mer an bad Sorl^er» 
gel^enbe an ; voDenbS BleiBt bann nTstste», baS SB. 8 ^^tgeifen (Ges. thesaums 1. hebr. et 
chald.) Bebeutet, rätfell^aft. Somit ifl notmenbig XectoerberbniS angune^men. — 8 : Si^e^ne 
f erlägt vor, -»nbÄ-Dy» D'^^d» npiat gu lefen, unb überfeftt: ber SB5ödJter.®pl^raim8, ber von 



02 ^ ^rop^et $ofea. 

meinem Ootte beflcttt ift, ber 5ßrop^et — ©d^Iingen wie bie eine« SBogelftetter« pnb u- f. ro. — 
12: I. •'^nda ftatt -^^«liDSi bcd MT, ba« '^^noa ßlct($9cfe^t }u werben pflegt: „wenn id^ ©on 
il^nen meid^e". — fßexi 13* lautet nad^ anbetet Überfe^ung, afö bet in bet ^^note gegebenen: 
,,@pl^raim^ mie id^'d etBIidte iü S^^tud l^in, in einet 3[ue gepflanjt", b. ^. in feinet 99(üte unb 
^etriid^Ieit obet in feinet gonjen 9(udbel^nung. 3)ie @d^mietigleit bed 9(udbtudd liegt auf bet 
^anb. 2)ie T.xx ü6etfe|en abmeid^enb: ,,bie@pl^taimiten^ mie id^ fd^aute, l^oben i^e Ainbet 
)um Siilb (?) gemad^t". 3Rm ftel^t bem jmeifello^ ftotl oetbetbten Xe^te tatlo^ gegenfibet. — 
10, 1 : I. 0^) ibTD v'nB nad^ ben LXX, ma^tenb MT übctfe^t mitb : „bet pdj gtud^t m^ 
feftt". — S. 8 unb 4 ftnb nadj ben LXX fo ju ©etbinben, bafe ftatt S ')ia'=i (,,fte tteffen 
älblommen'Of entfpted^enb bem nad^folgenben nHa (oetgL gu biefem ®ebtaud^ bed Infin. absoL 
®efeniu«*Ä. 25 § 118, 4), S ^a? gelefen mitb. — 5:1. nad^ ben LXX bjyb (MT: „um bie 
Jlü^e ©.'«") unb, gleid^fatt« nad^ ben LXX, ^yysi ftatt be« ©ing. im. — 6 : L '« n^a = 
bie ©d^anbe @p^taim^, nämlid^ bad golbene Stietbilb (Sm. 8, 14; oetgl. ju biefem ®ebraud^e 
oon nisa au($ bie 9{ote ju $of. 9, 10), mitb et (bet Jlönig oon 9(f[9tien) ftd^ Idolen. S)et 
MT foQ bebeuten : ©d^anbe mitb ®pl^taim etlangen. — 7 : rrabn ift gegen bie 9(ccente mit 
SBttnfd^e jum jmeiten ^alboetd gebogen. — 10 : 1. mit ben LXX Diib'iy ftatt bed unoerftftnb- 
lid^en MT. — 18: I. mit LXX '^»'na; MT: ,,auf beinen SBeg, ©anbei". — 15: I. mit 
LXX bK^^to": r-a ; bet MT beult natiltlid^ an ben ©tietbicnfi ju Setzei. — 11,1: I. mit 
LXX unb Targ. rjab; MT: „meinen ©oi^n". — 2:1. nad^ LXX •'«n^s; (MT: „man 
tief"), ©tatt ory'pB» (oot il^en, b. i. x>ot benen, bie fte tiefen) I. nad^ LXX ütrt "»aB» unb 
oetbinbe on mit bem ^olgenben. 93. 8 bringt mit ''sbK') ben ®egenfa^ baju. — 8 : nad^ bem 
S3otf<^Iage Dottd I. tDnjiMi (ba^ &np, bed MT ift eine Unfotm) unb ben LXX entfpted^enb 
'•ny-nt (MT: „feine Sltme"). — 4f.: 3n 35et8 4^ med^fclt ba« 5ßtonomen bet 8. ©ing. unb 
^bxL jut Segeid^nung @pl^taimd in auffaQenbet SBeif e. Sei ben LXX übetmiegt ber ©ingulat ; 
batnac^ läjjt ftd^ oieDeid^t mit folgenben Anbetungen audlommen : umi vrh b? b':^ Di'ip.S) 
ib b"'5iN Tib» (MT: '»rs'^ltja ^mie foldje, bie aufgeben", unb t3«i „bamit id^ batböte"?). 
S)ad 'ib ifl QXL^ bem «b (= nid^t) bed MT oxn 9(nfange oon 93. 5, wo ed unoetftänblid^ ift, 
l^etübetgenommen, fteilidj nid^t ol^ne S3ebenlen. — 6:1. mit Dott Dn^^nnat» ; MT : „wegen 
il^tet Pdne". — 9 f.: ba bie SJebcutung Some^glut obet 9Q8ut füt 'i^y unfic^er ift, miff 
©teiner bafifcr -^yab fe$en unb Dort nad^ 1 ftön. 14, 10. 16, 8 '^-^in« fiatt •'^n» 33. 10 
j^injufagen. — 2ln ©tcffe oon ■j:Db'» 93. 10 oermutet Dort ':jb\ 93gL baju bie in ber 2ln* 
merhtng }u 11, 9 gegebene ftberfe^ung. — 12, 1 : bad ^ier audgefprod^ene 2ob Sitbad bürfte, 
mie Somia (3eitfd^T. fttr bie altteft. Siiffenfd^. 1887, @. 285 ff.) I^öd^fhoa^rfd^einlid^ ge^ 
mad^t l^at, utfprünglid^ gan} anbetS gelautet ^aben; 6otn. oetmutet "i?;^; D'^^n]^ üy^ „unb 
mit ^utetn [oetgL ju biefem Sßotte bie Übetfe^ung oon 5 9Rof. 23, 18] iufammengejod^t". 
3n na($ejnlifd^et 3^t mu^te einem gefe^e^eifrigen Su^äet biefe Slnllage aü gegenftonbdlod 
etfd^einen, unb fo etfe^te man fle butd^ eine 9(u$fage, bie ben Xl^atfad^en bet ©egenmatt ent' 
fptad^. — 5:1. nadj Syr., Aquila, Symmachus, Theodotion 1733; ; MT: „mit unS". — 
13, 2 : I. nad^ LXX n:i»r3. Die 2e$att bed MT bietet eine unmögliche t^otm, bie man 
fel^ gejmungen mit t3n:«iana („nad^ il^tet Sinfid^t") gleid^jufe^en pflegt. — 5:1. mit LXX 
^•»n-^s^n; MT: „i($ etlannte bid^". — 8:1. nad^ LXX d-i^-^ds; d^ DbD«i. S)ie Se^ott be« 
MT „unb id^ miU fie bott oetjei^ten mie eine Sömin'' }etftött ben ^ataEelidmuS. — 9:1. nad^ 
LXX unb 8yr. ^-nT?: "^ö ^ '^'^nn«. ©et MT roitb, obmol^I bie Ie|ten btei SBotte be«93etfe« 
in 9ßa^tl^eit unübetfe^bat ftnb, meift miebetgegeben : „^nS 93etbetben ftütgt bid^, S^tael, bag 
bu gegen midj, beine ^ilfe, bift." — 10: 1. 'sptSBTÖ'^i '^ji'niö-b:?') (Houtsma); MT: ^in allen 
beinen ©tobten, unb beine 3lid^tet tc". — 18: bie in bet gfu^note gegebene anbete Übet» 
feftung folgt bet »u^fptad^e [n]riy -»s. 93etgl. $ef. 28, 48. 5Pf. 74, 6. — 15 : l. mit LXX 
Tiaf ■)» ; MT (^3t-)» mit bem golgenben oetbunben) : ba« ©d^a^i^au« allet fofkboten Älcinobe. — 



^er ^xop^tt 3oeI. ^er $rop§et 9[mod. 63 

14, 9: 1. nadj LXX D-^n^ü^bi ; bie LA bc« MT rotrb gcwö^nKdJ in äl^nRdJem ©innc gefaxt: 
„VDOS ^obe ic^ nod^ mit ben ®iS$en gu fd^affen" ? 

Set $Vfi)i^et SoeL 

2, 8 : „unoufl^altfam" ift üBerfe^t in ber Slnnol^me, bag ol^ OBjelt ju ly^rm*' «b ju 
bcnicn fei ü^'ri ober bergl. („pe Brcdjcn i^ren SBeg nic^t aB"). SSieUeidJt ift jebodj ^yy^'^ ä" 
Icfen: „ol^nc ba^ pc jerfd^nitten werben", alfo „unoerrounbet". — 23: ftatt be« Befremblic^en 
inWÄ'nn brücfen LXX Syr. Vulg. au« njitiK^as) (ober naim-is). — 4, 11 : ftatt be« Be« 
frembßd^en ^ist^];;'), n)eld^ed fcl^n)erli(l^ mit ^i^ig unb @ma[b ald Imper., fonbem nur ald 
Perf. consec. („unb pe follcn pdj oerfammcln") gefaxt werben lönntc, wirb einfadj '•at^i^rj'] 
ju lefen fein. — 21 : I. nadj LXX "»nag?'] unb '»nttg?-«b; bie LA beg MT lönnte nur Be« 
beuten: x^ werbe i^r Slut ungeftraft laffen (ober: für unfd^ulbig erHären). 

1, 11 : 1., wie ber ^axciUelxitmi unb bie ©leid^^eit be€ SuBjettd im {weiten ^alBoerfe 
forbert, mit J&i^ig 'nbin; MT: „weil fein Som Bepänbig gerfleifdjte". — 15: I. nadj LXX 
}u 3^- ^^f 3 Dbb» ftatt DdbTa (il^r Jtönig), fobann nac^ bem l^eBr. Xe^t oon 3er. 48, 7. 
49, 3 rjnb Patt «nti be« MT („fowo^I er felBp ate oudj feine ^o^en J&crren"). — 3, 11 : L 
T^M] Pott 'n a'':ac)?i be« MT: „Sebrängnig unb jwar ring« um ba« Sanb". aJlöglidJ wäre 
üBrigeniS aud^, ba^ ber MT audbrüden wiO ,,unb ttmringung bed Sanbe^". — 12: ®. $off» 
mann (Serfudjc ju 2lmo3 ZAW m, 87 ff.) f dalägt t)or, olle« auf w^^isi^n Solgenbe ju S. 13 
}u jie^en unb ftatt p^ya, audjufpred^en pi^ig*!^. @r üBerfe|t: „^ffx, bie il^r p^et in@d^omron 
(6amarien) in Settetlen unb in 33ama8fui8 in ©opl^a[etIcn] , *®l^ört (midj) an unb legt 
3eugni« aB wiber bag ^au3 S^foB." Sgl. 8, 9. 5, 1. — 4, 3 : ba ber ^ßrop^et offenBar mit 
©träfe brol^t, fo ^at man oorgef dalagen , patt njn^btini (wofür üBrigen« ol^ne S«>^^I 
•jniDbtiri'i gu lefen ip) augjufpredjen in^btin*) : „i^r follt l^ingeworfen (fortgeworfen) werben". 
3n bem folgenben SBorte wäre bann eine Drt^angaBe ju oermuten, unb gwar ber 3lamt be« 
Sanbeg beg Beoorftel^enben ßjifö. SlBer ba« SBort felBp fpottet jcber ®rllärung. — 5, 9 : bie 
LXX fdjeinen ftatt be« erPcn "itf: 'nnti gelefen gu ^aBen unb «"»a; ftatt «in;. ®a3 a-'bn^n 
legt bie Vermutung nal^e, ba^ ber SSerd urfprünglid^ (wie S3. 8) eine Slu^fage üBer bad ^Balten 
©ottc« in ber 5Ratur enthielt. — 26 : bie ÜBerfe^ung folgt in ber Slnorbnung ber SBorte ben 
LXX. 5Der MT Bietet : „unb ben Äewan, eure Silber, ben ©tem eure« ®otte«, ben i^r eudj 
gemad^t l^aBt". ÜBrigen« wirb mit $rof. 3Jloore in Stnbooer oud^ nrsiD ali ®IoPe gu IVD 
gu ftreidjen fein. — 6, 2: bie ÜBerfe^ung folgt berSmenbation ©eiger« („Urfd^rift unb ÜBer« 
fe^ungcn ber SiBel", ©. 96 f.), ber nadj D-^mcan nodj on^^ unb am ©djluffe obiaÄ» DsbaiÄ 
liep. 3lux fo gewinnt man ba« (unentBeJ^rlid^e) ©uBjelt gu Q'^nic^ unb eine burd^au« natür« 
Ii(|e ©eutung t>on nb^n m^bTSTaM. ®er MT („pnb [pe] Beffer, al« biefe Äönigreidje", 
nämlid^ — wie man bann notgebrungen erllären mu^ — atö ^itad unb ^ha, „ober ip i^r 
©eBiet großer, ate euer ©eBiet" ?) Berul^t auf einer bogmatifc^en 5loneItur, um eine für bie 
©päteren aOguanftö^ige ^eraBfe^ung ^«taefö gu Befeitigen. — 3 : ®. ^offmann üBerf e$t a. a. 0., 
inbem er ba« le|te ©lieb onn näti vtonn lieP: „^fyc, bie il^r täglid^ Böfen XriBut (oergl. 
gged^. 16, 33) einforbert unb faBBat^IidJ ungeredjt ®ut erpreßt". — 12: I. mit 3. 33. 
5Dli(|aeIi« ac. Patt D-^'npnn (weldje 5ßIuraIform nur fel^r fpät gu Befegen ip) d; ^^IJ^a. 33ie 
gfoffung be« MT „ober pflügt man ba (auf ben flippen) mit ©tieren'' trägt bie ^auptfad^e 
in beniejt ein. — 7, 1 : I. mit LXX *nat: (35rut, Samen); MT: „er, b. i. ^afftoi, fd^uf 
J&eufdjredfen". gfemer mit LXX pb;i für «fpb; MT wieber „©ommerfaat". — 4: 5Wad^ 
®. ^offmonn pnb bie Jtonfonanten be« MT au«gufpred^en u3k^ n'nb, b. i. „bem (@ngel), ber 



mittel^ beiS t^euerd fireitet, bem ^erengel". 9(m Sd^luffe be€ Serfed L mit LXX nin*< pbn ; 
MT: „bcn Slntcir. — 8, 2: I. mit 0. ^ffmonn yyjn, b. i. We DbPcmte bc8 ^crBfle»; 
MT: «ba« (gnbc''. — 8:1. ni^tf ; MT: „bic SiAcr" (wobei man mcifi an „aicmpcIKAa" 
benit). — 4: bic LXX lafcn natib^, b. i. „iwc am ©abbat". — 8: ftreidjc mit LXX unb 
9, 5 mD^n^^i bed MT (Sebeutung unftd^er; nad^ fiblid^er SidHärung: „toaDt auf"). Statt 
bed itetl^ib rrptssi L nad^ 9, 6 bai» Kere: n2;):;ti^'i. @tatt "ite I. nad^ 9, 5 unb LXX 
S«-;?. — 12 : jicl^c mit giftig lüüi»"» ju 35. 12*. — 14 : l. mit LXX VvJ^ J ^"^ • fö ^^'^^ 
bcr fficg (bic aSattfal^rt?) nad^ 83. [ober: ber Äultug oon ».] lebt — 9,1 1 : L, wie ba« 
5ßluralfuffij an 1ti"'at'nB fotbcrt: nbearr 't^'i^ räD^n«; MT: „bic öcrfaffcne ^üttc ®aoib«". 

Set ^xopfitt D6aD)iL 

S3. 7 : I. oov ^^tib, meld^ed ol^ncbicd in ber Suft fd^ebt, *«b:;tt unb ocrgl. $f. 41, 10 
(n>o cax^ '^'Khhx^ m'^» oor^crgel^t). — 13: I. ftatt ber Unform n^nbvin entmebcr nbuSn ober 
allenfalls (obfd^on fonft »^ bem bei gu folgen pflegt) KjTiboSn. 

Set ^ütft^tt SimiL 

1, 8 : bic SBorte oon "iidm:! bis i^b fehlen mit 9ted^t in LXX Vat. (nad^bem l^ona 
bereits als ber fd^ulbige ermittelt ift, ift bie SBicber^oIung ber f^age auS 93. 7 oöOig gegen« 
flanbS(oS); ma^rfd^einlid^ bicnten fic urfinrünglid^ als 9tanbgIof[e gur SrflSrung beS ungemS^n- 
Rdjen -»ttbÄa JB. 7. 

l, 5*: l. nad^ LXX etc. nsörirjn; MT: wegen ber ©ünben. — 5^: l. mit LXX 
Syr. Targ. Hier., wie fd^on ber ^ßaraDcliSmuS mit bem erßen J^alboerS forbert, riMi^rt *t%3«i 
niiM'' flatt beS nid^tsfagenben ,,unb waS ftnb bie ^ö^en gubaS". ftbrigenS wäre aud^ 93er> 
f(|reibung oon n[i]»:i aus n^'Si möglid^. — 10^ oon ber SeSart '1^2^21 flatt *iD^ ifl oieUeid^t 
in hem^EvaxßifÄ ber LXX eine Spur erl^alten. — 10**: L nadj LXX ^«benr! ; MT liep 
im Äetl^ib '»ntibBr^n. = „idj bcftrcue midj", im Acre "»«bönJi „beftreue bidj" (femin.). — 
12: l. "^t!?^? MT: baS 2^or. — 14: SRoorba (Commentarius in vaticinium Michee 
1869) Ionii}icrt "^^nn ffir *«;p}n; bann wäre etwa ju überfe^cn: „barum foSft bu als SRitgift 
famt bem SJeft^c oon®atl^ ba^ingegeben werben". — 15 f. : SRoorba f dalägt oor, bK^^to^j n'ia:^ 
ju 93. 16 ju gießen unb eS als eine Segeid^nung g^^I^inS ju f äffen. Die überfe^ung würbe 
bann lauten : bis SlbuQam wirb er lommen. ^® : bu Stol} SSraelS, fd^ere bir u. f. w. — 
2, 2 : I. mit ben alten ftberfc^ungen unb oielen ^anbfd^riften t&'^fit (ol^ne *]). — 4 : l. nac^ 
LXX b^na to-; "^73? pbn; MT: baS (gigentum meines 93oIIcS oertaufdjt er (lä^t er ben 
Ferren wed^feln ?). übrigens erwartet man nad^ bem Singange oon 93. 4 ein wirflid^ bn^cS 
Jtlageliä), in bem lange unb hirgc 93erSglieber abwcd^feln. Unter biefer 93orauSfetung l^at 
Stabe, Seitfd^r. für bic altteftam. SBiff. VI, 122 f. mit Senu^ung ber LXX ben Xect fo 
^erjuflellen oarfud^t : 

a-»«!» vsi ^505 *^^- '''5? P^O. 
i3it55 iiixi pbtT» ir'itD nraiob 

Sn jeitem Sage wirb man 2c. anftimmen, inbem man fpric^t : 

Das Sigentum meines 93ol{eS wirb mit ber SRe^fd^nur verteilt, o^ne ba| einer eS 

^inbert, 
9ln bic, bic unS ^inwegfü^ren, wirb unfer g'elb verteilt. 93dDige 93erl^cerung l^at 

uns betroffen. 



8. 7: 1. nad^ LXX v'jiJT; MT: „meine SBäorte". — 12: I. natt-^nM ^a^ jlott ber Un= 
form inta-nn bei» MT. — 3, 8: I. mit LXX ^«03; MT: „gWd^ie". — 4, 18: l. ncu^ 
LXX ^P*irni ; MT: ^unb id^ toill toeil^en''. ftbrigeniS lönnte aud^ bie LA bed MT nad^ 
(Sefen. § 44, 2, 9(nm. 4 aß 2. Sing. fem. tdi&tt toerben ; bod^ meint ber MT felbfl ol^ne 
Sweifel bie 1. Sing. — 5, 4: l mit LXX n^ntanwa; MT: „in unfcre Surgen". — 
5*: I. nod^ Pb. 56, 2 ninnoa; MT: „in feinen ^Pforten". — 5*: melleid^t ijl ib"'a:ri') ju 
lefen. S)ie ftberfe^ung folgt ber Xnnal^me, ba| ber mefftanifd^e JlSnig (ber DBerfelb^err!) 
©uBjeft ifi. — 6: füge noc^ LXX unb Syr. D^iaa (wie ». 7) ^inju. — 18: I. mit ^i$ig, 
mie ber ^oroOelidmud forbert unb 2 (S^t. 24, 18 empfte^K, ^^a:^^ ; MT : „beine Stäbte'' ; 
oBer biefe {omtten nad^ S. 10 unmöglich nod^mald ermähnt fein. — 6, 9: 1. (g. X. nod^ LXX) : 
^j^ntf itt«5, -»K*^-; rTjtiin'i (Roorda). MT nad^ üBRdJer SrHorung : „bie ©timme Sa^we« — 
ber @tabt ruft fie, unb Sßeid^eit l^at bein 9tame im SCuge". SS. 10 mu^ urfprünglid^ mit ber 
^geportifel begonnen unb ti9 (oielleid^t oerf dreien cM ^'^y ?) fomit nod^ gu S. 9 gel^ört 
fyAm. — 11 : l. nsrn; MT: „lorni id^ rein fein". — 18: 1. nodj LXX ^n'iVnri; MT: 
,,id^ ^e fcotd gemad^t". — 16 : l. unter Semi|ung ber LXX "ifatini (MT oHenfaSd: „man 
Beobttc^tet") unb im ©djlu^fa|e D-^w (MT: „meine« SoHe«"). — 7, 12: L ^lat)} "»w; 
MT: „unb bie ©tobte *g9pten«". — 15: I. ^s«^ri; MT: id^ mill il^ fe^en loffen". — 
19: l mit LXX JirnKan; MT: „il^e ©ünben*. 

Set $vo|)^et 9to^ttm. 

1, 8 : L mit Sul^l (ZAW 1885, @. 181) nod^ ben LXX, mie ber ®egenf(4 ju S. 7" 
forbert: i^ty^m MT nad^ üblid^ 2)eutung: „er mod^t il^ [ber ©tobt Slinioe] ©totte ein 
@nbe". 9[ber oBgefe^en booon, ba^ r^^T^ ri^'D nid^ mo^l mit einem jmeiten älccufotio Ion« 
ffeuiert fein ISnnte, gel^t nid^td ooran, morouf ftd^ bod ©uffis in n»*ip» gurttdBqiel^en lonnte.— 
12^ mirb für l^i mit Sul^l (a. a. D.) *ii^a('] gu lefen fein, fei ed, ba^ i oor i aufgefallen 
ober bad nad^folgenbe i gu ^^ ^erflBergugie^en x% — 2, 14: für rqd'i („i^e [ber ©tabt 
92ineoe] SBagen", mirb minbeftend '^siD'n gu lefen fein ; nad^ bem parallelen '^'^n'^cD erwartet 
man ftBrigend vielmehr ein ©uBflantio, meldte« nod^ im Silbe ber SSmen^öl^le Bleibt 

Set $vo|)M S^abatat 

1, 5—11 : ©d^on®iefeBred^t (Seiträge gur Sefajidritil, ®9tt. 1890, @. 197 f.) mad^te 
geltenb, bog 93. 5—11 ben ^ufornmenl^ang gmtfd^en S. 4 unb 12 unteriftred^e unb ein felB« 
{ISnbiged Dralel barßeSe, mdd^eS bie S^albSer et^ onBlnbige unb oor 93. 1 ge^Sre. SBenfo 
Betont Subbe (Zl^l. ©tubien u. ftritilen 1893, J^eft n) bad D-'p» **33n ald einen J^inweiS 
auf boS erße Xufteeten ber Sl^albSer unb gie^t baraud bie ^öd^ft Bead^tendmerte ^Igerung, ba| 
bie S)ro^ung felBfl nid^t ben S^albäem (biefe finb vielmehr bie SSoSfiredkr be9 ®erid^8!), 
fonbem nur ben ISngfl fd^meroerfd^ulbeten Slffpriem gelten lönne. 2)er XBfd^nitt 1, 5—11 
gehöre urfprflnglid^ hinter 2, 4, baS ®ange in bie ^eit gmifd^en 625 unb 607, genauer um 
615. — 5:1. mit LXX unb Syr. D'^^A; MT: „©e^et unter bie »aßer". gemer nad|| 
3ef. 29, 9 iriTjni irtttnr». Sergl. üBer^mipt Oort in Theol. TijdBchrift 1891, 357 ff. — 
8 : ber erfte ©a$ bed gmeiten ^alBoerfe« Bringt einen frembartigen ®d)anlen in bie ©d^ilberung 
unb ein äBerfd^fftged ®lxü> in ben SSer« ; fd||lie^lid^ mad^t i^n aud^ bie auff äOige SSieber« 
Bolung oon rv^'nc ald ®Ioffe oerbäd^tig. — 9 f. : I. mit Subbe a. a. 0., wie bie paraDel 
gel^enben reinen Smperfdte forbem, tiOK-^i, ^aar'^i, niDb'»') (wenn nidjt urfprünglidj Perfecta 
coDsecutiva ftanben) ; bie Imperfecta consecutiva Berul^en auf ber Stnna^me, ba^ Sftngfl« 
gefd^l^ened Berid^tet werbe. — 12: 1. ninn &(b; MT: „wir werben nid^t flerBen". 3la^ jübtfd^er 
Überlieferung liegt ^ier ein fogen. tiqqnn soferim oor, eine aBfid^tlid^e SSeränberung beS 

Jtatttf^, aitei Zcflametit. 5 



Xested m^ veltgiöfen S^enlen. — 3^ legten @a$e bed SSetfeS wirb l«iat gemö^nlid^ mit 
,,gfete" üBerfe^t unb paraOel mit ^af)roe old 9(nrebe an ®ott gefa^. ^e alten ÜBerfe^ungen 
l^oBen jebod^ ben Xe^t onberd gd)eutet. — 17 : MT: „Soll er bed^alb fein ®cm aiuSfd^fitten 
unb Beftonbig [borauf auiS fein], SBöBer ju morben — oi^ne @d^onung?'' 96er ba^ rr cai ber 
@pi$e (offenbar Dittograp^ie bed oor^ergel^enben n) ift mit ben alten ÜBerfe^ungen }u ^eid^en 
tmb für i73^n mit ®iefe(red^t (a. a. D.) ia'^n ju lefen ; enblid^ ift mit bem ©prer bad (mie« 
berum auf 2)ittograp^ie BeruBenbe) n t)or n->»n }u fireid^en unb le^tered jur erften Serdl^älfte 
gu gießen, — 2^ 1 : 1. mit bem ©^rer a*»«?; ; MT: „toa^ idj antworten fott". — 3 : bie LXX 
brüden, mie ed fd^eint^ bie LA n'^tr^^ (ober n'ne?) aud ; bie LA bed MT pflegt üBerfe|t gu 
werben: ^^edfheBt (leud^) bem ®nbe gu"; richtiger märe oieHeid^t: „^ fd^nauBt (Begehrt 
l^eftig) nad^ bem @nbe''. — 5 : oon ben ftonjelturen, gu benen ber oergmeifelte Xest Slnla^ 
gegeBen l^at, mag menigftend biejenige Srebenlampd (Xl^eol. Stubien u. Jtrit 1889, @. 162) 
ermäl^nt fein, ber gu 9(nf ang bed Sof ed unter Senoeifung auf gef . 40, 1 7 1':m3 ddik'] lefen 
Witt (= „unb baljin wie nidjt« ijl ber 3läuBer" u. f. w.). — 13 : l. mit LXX narr • MT: 
„[ift'3] nid^t ffirmol^r oon feiten 3.« ber ^eerfdjaren?". — 17 : I. mit LXX unb 8yr., wie 
ber $arattelidmud forbert, ^r)^t^']. DaiS in**ni ^^^ ^'^ mü^iz als aBnorme Silbung für 
lO'^H'! g^<^^t werben; gu üBerfe^en wcire: „unb bad ®eme|el unter ben Xieren, bad fie [bie 
Xierc] fd^redfte". — 18: l. einfadj h'ni?" für b^ar: ^a:*' („einer ber fein OeBilbe formte"?); 
le^tere LA Berul^t offenBar auf 2)ittograp^ie oon ^i^at*^ (refp. nod^maligem 9lnfa^ gum rid^tigen, 
nad^bem "lat*^ Bereits gefd^rieBen war), ber man bann burd^ bie $unItation -nat'; einen Sinn 
aBgugewinnen fudjte. — 3, 6 : l. nod^ LXX caüi»";] ober üi73in ; MT : „unb er ma^". — 
13: l. mit LXX ?'^.inb; MT: „gum^eif; ber folgenbe äccufatio forbcrt jebodj einen 
tranfitit»en SSerBalBegriff oor fld^. — 14 : bie fiBerfe^ung folgt ber LA ü'^tsyM unb ber 9ln« 
nal^me, ba^ l^ier unter ben „©teden" ober „@täBen" Sangenfd^äfte (ober $feile?) gu verfielen 
feien. S)en MT pflegt man gu beuten: „[einen jeben] mit feinen [eigenen] ©pieken". — 
16: bie einfad^fle SBerBefferung bed offenBar oerberBten S^e^teS wäre bie ©treid^ung bed b oor 
d:^ (als auf irriger SBieber^olung beS oor^erge^enben yh Beru^enb) == „Bis anrüdt baS Sol!, 
baS il^n [ben Swtngl^erm] angreifen fott". 5Rad^ anberen wäre "»Tsyb (SluSfatt oon •» oor *»!) 
gu lefen = Bis anrüdft gegen mein JBoH, ber eS angreift. — 19: l. mit LXX n'iTDa; MT: 
„meine J^ö^en". Sergl. aud^ 2 @am. 22, 34. — 9lm ©d^lu^ wirb wie $falm 4, 1 nhri^sa 
gu lefen fein. MT: „auf (ober ^mit") meinem Saitenfpiel". 

1,3: aus ber ttBerfe^ung ber LXX (bürfte wenigftenS fo oiel ^erüorgel^en, ba| an 
©tette oon nibiDDnn urfprflnglid^ ein SBerB (in ber f^orm beS Perf. consec.) geftanben l^at. — 
4 : l., im Sinllange mit bem fogleid^ folgenben unb nad^ ben LXX (nur ba^ biefe, oielleid^t 
in 9lnlel^nung an ^f. 2, 19, b^nn n'i»izS auSbrüden), Dti für ^Mttj („ben Sleft" beS ^aaU 
[biltuS]). — 5 : baS fpntaltifd^ unmSglid^e t3-'9:iui3rT Vjt als irrtümlid^e SBorauSnol^me beS 
nad^folgenben '^ni gu ftreid^en. ^r D!3b)3a l. mit Syr. Vulg. D2D^na unb oergl. 2 ®am. 
12, 80. 3^. 49, 1. 3. — 2, 1 : biettBerfe^ung folgt ber Slnnal^me, bajs bie Beiben 3tnp^<^tioe 
nid^t auf einen ©tanrnt v^tip, fonbem V9ip (araB. qawisa) gurüdgel^n ; fo würbe ftd^ am ein« 
fac^ften bie (anbemfatts fe^r auffättige) 5piene*©dJreiBung iiönpi (b. i. wipi ober ^ichpi) er* 
Hären. Sead^tung oerbient üBrigenS aud^ bie Jtonjdtur ISubbeS (2;i^eol. ©tubien u. .ftritilen 
1893, II, ©. 396) TOiaj nttättSiann. — 2:1. mit LXX ^ai^ yfeD vnr «b D-ntasj ; ber 
MT, beffen Sntfte^ung aus bem Urfprünglid^en fid^ paläograpl^ifd^ Begreifen lä^t, wäre gu 
üBerfe^en: „Beoor eine©aftung geBoren wirb wieSpreu, bie oorWerfulJr" (!). D'r am ©djluffe 
beS ^alBoerfeS ift mit LXX gu ftreid^en. Der ©d^lu^ beS SSerfeS oom gweiten D-)C3:i an ift. 



oBfd^ti (ereitd oon ben LXX ouiSgebrüdt, eine offenbare parallele gu bem unrnitteKor voxfftt* 
ge^enben. — 6 : flreidje mit ben LXX bad nod^ bem fem. tirr^m unmöjKdJe D;n bnn, ald 
intümlid^ mtd bem Stnfong t»on 93. 7 ^eroufgenommen. Denn S. 7 ifl mit ben T.yy bnn 
d^n 3u lefen. — 15:1. nadj S^f. 23, 7 nKtn (SlugfaB »on rt nad^ rt). — 3, 3 : fkatt ber 
ad hoc erfunbenen Sebeutung ,,aufl^eBen" mirb el^er an ein Piel (denom. von 0*1^) gu benfen 
fein. Db «in^a*; ? („bie be« SKorgen« nidjt [bloiJ] Änodjen benagen"). — 8 : L mit LXX 
Syr. n?b; MT: „jnr SJeute". — 10: ba^ber ©ebanlenjttfommen^ang auf3ef. 19, 19 ff. 
meip, fo liegt e« nal^e, pavaQel mit ben beiben legten SSBotten •»nar '):a''^.)?^ §u lefen. — 
19 : DruDü ift, menn nid^t fiberl^aupt ®Iof[e, l^dc^ftend tlberbleibfel eined je^^t angefallenen 
3;ectbeßanbtei{d. — 20: ftatt be9 f^ntoltift^ unmöglid^en ns^a i{l menigftend n^ä gu lefen. 
S)er fo gewonnene Xejrt iffc aDerbingd fc^erlid^ ber urfptfinglic^. 

Set VroMet fyasiial 

1, 2: l. (g. 2:. nad^ LXX) Ka[n]n? fift; MT: nidjt ifk bie 3eit be« ftommen8(?). — 
2, 5 : ber älnf ang bed SBerfed bid D^^n^rn» f el^It bei ben LXX unb mirb baburd^, mie fd^on 
bitrd^ ben 9Range[ eined f^ntaltifd^en Xnfd^luffeiS an 93. 4, ald ®loffe ermiefen. — 7 : I. mit 
LXX nH»n unb oergL gum @inn 3ef . 60, 5 ff. ; bie LA be9 MT larni badfelbe bebeuten, 
nur mSre ber Singular nad^ bem $lural beiS ^Sbitatd befremblid^. 2)ie mef fianif d^e Deutung 
(bei Sutl^er u. a.) beruht auf ber anberen Sebeutung oon nnnn ,,Sege^ren, Verlangen". — 
16: l. mit LXX eiä tt^yi *"»; MT nad^ ber fiblid^en, aber fprac^Iid^ unhaltbaren SrIlSrung: 
„feit fte [nämlid^ bie 3;age] maren". ^ »^ (aOenfaOd aud^ ,,man lommt") I. beibe 3RaU 
Kä unb Dergl. gu biefen Infinn. abs. oben 1, 9. — 17: l. mit LXX 09:11^ fflr d^dk. Die 
LA bed MT ISrntte gmar aSenfaSd bebeuten: ,,aber i^r mart nid^t gu mir [gemenbet]", i{l 
aber fprad^Iic^ fel^r bd)enKid^. — 18 : DD:i:ib m'^te ift gegen bie Slccente gum folgenben ge« 
gogen. — 19 : 1. mit LXX v ffir n$ unb Mtip für Mto; ; ber MT lönnte l^öd^ftend bd)euten : 
ipUnb fogar ber SBeinftod K. ^at nid^t getragen" — eine ä(udfage, ber im t»orliegenben gu« 
fammenl^ang lein @inn abgugemimten x% 

Der ^op^tt ^atttaxia. 

2, 15: L mit LXX '* für "»b unb «lÄt^'i für •»n»iö'i („unb id^ werbe mol^nen"). 
Se^tered brang mol^I erft ein, nad^bem ib gu ^b geworben war ; "«b erK3rt ftd^ barauiS, ba^ 
biefe äSerl^^g fa^ ftetiS (elfmal) im SRunbe Sal^wed erfd^eint. — 3, 5 : L, wie ber 3u^ 
fammen^ong burd^aui^ forbert, ^^fitf^i ; bie LA bed MT („ba fprad^ id^") tonnte nur ben 
$ropl^eten gum Subjdte ^aben. — ferner mit LXX ^'0'^b ; MT aOenfaOd : „man foO i^m" tc, 
bod^ Vjt biefe Umfd^eibung nad^ bem i'i^'DM 93. 4 fel^r unwol^d^nlid^. — 4, 2 : 1. mit LXX 
nba ; MT: „unb il^r (ber gugel^ge) Ölbehälter", bod^ ifl bie^orm grammattfd^ fe^r gweifd« 
1^0^ unb bad Süffig fiberfüfftg. äBeiter iffc ia9 er^ s^?^^. S^ fbeid^en unb bad gweite gegen 
bie Stccente gum por^erge^enben gu gießen (oergl. gur fton^ruftion g. 9. 2 9Rof. 27, 14) ; ber 
MT oerbinbet n:^nt&i mtiti, wad nur bd)euten ISimte: „fteben unb fteben ®ie^^re". @nbKd^ 
ifl oud^ noMi ba^ i«9M qÜ irrige SSBieberl^oIung au8 bem porl^erge^enben gu ftreid^en ; nur 
ber fiKe^aiter, nid^t bie Sampen beftnben fid^ oben auf bem 2eu((ter. — 10 : bie ftberfe^ung 
von 93. 10 folgt ber Xnnal^me, ba| ber Xt^ad^ bei b:3:aiT f^en foOte; MT: „in ber ^b 
Serubobeä [finb] biefe fleben ; bie Sbtgen ga^weiS — bie f d^wetf en uml^er auf ber gangen 
Srbe". — 5, 5 : bie SSSorte pon ne'^Mrn bid riKt geben ftd^ fd^on burd^ bie {iSrenbe SEBieber* 
l^brng be9 rm i»firi ald ®Ioffe gu erlernten, beigefügt von einem, ber bie S^age beS Pro« 
platten por oDem burd^ ben l^inweid auf ben erfd^einenben Segenfianb beantwortet wiffen 
wia. Statt d;*'^^ bed MT (b. i. nad^ 4 9Rof. 11, 7 oOenfaSd „i^r Sudfe^en'') I. mit LXX 



6g 3)er $top§et ©ad^ario. 

D^hs^,. — 11 : {lait ber Unfonn tirj'^sn'] („unb e^ [b<tö @pl^a] mirb niebergefe|t toetben") I. 
mit TiXX rjn^'öJTi. — 6/ 7 : I. nadj S. 2 D'»>3nKri ; bic LA bc« MT btong offenbar aud 
93. 3 ein^ too ^ ober jur @rR&nmg ber (bereite in S. 6 erroSl^ten) „gefd^edtm'' Stoffe btent. — 
11 f.: ba „Aronen" angefertigt merben foSen unb nod^ ber au^rüdtlid^en SBertftnbigung in 
jtop. 4 oor aQem SeruboBel ald XrSger ober bod^ @inn(ilb ber 3uIunftdl^offmtngen gu be* 
trad^ten ift, fo muffen mit ^it(ig oor ^^v^in*« bie äBorte iSKin^ *^3?'?T ^S&njt »erben. 3^ 
äSegloffung berul^t fd^erlit^ auf SPbfid^t, fonbem auf bem Stbirren bei^ @d^ber8 t»om erften 
iDM-in auf bad jmeite, gog aber natftrlid^ S. 12 bie SSermanblung bed urffn^ngKd^en Dti*>bei| 
in i*«bet nad^ fld^. 2)ie urfprfinglid^e Sedart ergiebt fU^ inbed beutlid^ aus bem @d^Iuffe oon 
85. 13. — 13 : 1. mit LXX irtt-i-^b? ; MT: „auf feinem a;^one". — 7, 1 : bie SBBorte ©on 
ti'^ri bid n^'nDT ftnb mit ber t^ortfe^ung in 93. 2 tmoertrögßd^ unb geben ftd^ fd^on burd^ il^ 
SteSung inmitten ber ^eitbefUmmung, fomie burd^ n'^^Dr'bK (oergl. barfiber unten gu 93. 8 f.) 
afö ®Ioffe }u erlennen. — 2 : bie ftberfe|ung f a^t bM afö Seftanbteil bed f olgenben 9lamend ; 
ber MT meint mo^I: ba fcnbte[n bie Seute von] »etJ^el ben ©. tt. — 7:1. mit LXX b« (nb«) ; 
ber MT märe ^öd^ftend burd^ bie Slmtal^me eined SuiSfaSd t)on Dn9»t2j oor ni^ gu erRoren. — 
93. 8 u. 9* gerflSren ben offenbaren 3ufammen^ang gmifd^en 93. 7 u. 9^ unb geben fid^ fd^on 
burdj n;^5t-bK (ftatt •^b«, mie 4, 8. 6, 9. 7, 4 unb überall fonft, au^er in ber ®Ioffe 7, 1) 
al« fpäterer ®infdjub gu erfennen.— 8, 10: 1., mie ber ^wf^ntmen^ang forbert, nbibKj ; MT 
I5nnte nur bebeuten: «^unb id^ ^e^e" ober ^id^ miO l^e^en". — 12 : 1. mit Jtloflermann '«' ;i;;^t ; 
MT: „benn bie 9(u8faat bed gebend''.— 9, 8: l. mit Jtuenen n:l^7^ (fc^on @malb: Tiii'%'0 
„afö SSBatt"); MT: „gegen einen ^eereSgug". — 10: 1. entfjwed^eiÄ bem nadjfolgenben *iaTi 
mit LXX rr^'iDrr'] ; MT : ,,imb id^ werbe ausrotten". — 11 : ber an biefer ©teile gegenflanb«*^ 
lof e 3ttfa| "i^ ts'^Ta v^ (<^^ ^^ ^ t^ ^»t eine mirllid^e ^if^^nt^ f^^ttt um ein unterirbifd^ ®e* 
fSnpiiS l^anbelte) mirb aliS ®Ioffe (nad^ 1 SRof. 37, 24 ober 3er. 38, 6) gu fheid^en fein. — 
13 : l. mit LXX '»5^; MT: „gegen beine ©ol^ne, Saocn". — 15 : ate urfprönglidjer Xt^t 
iß etma gu vermuten : 'p ""P.^^^ d^i^d«) D^ibb*"*! „unb fie merben fte übermältigen unb unter 
bie ^^e treten, mie ©d^leuberfleine". ©tatt beS f9nt(dtifd^ unm9glid^en «i»r{ ,,fte ^oibm ge^ 
lörmt" l mit TiXX Alex, dtj-j. — 10, 1 : l mit LXX n?a ftatt n?a , fobarai rriVT för 
msT' unb oerbinbe DTtn gegen bie Slccente mit bem folgenben ; MT : „gur Seit be« ®paU 
regen« fdjafft Sa^we 2Betterfiral^Ien" u. f. m. — 6 : I., wie 93. 10, D^'n'in'^ttSrin unb oergL 
bagu ®efen. § 72, Änm. 6. — 9: I. mit LXX «i-^ni; MT: „unb werben leben (ober ,,am 
Seben bleiben'') mit i^en Jtinbem". — 11 : I. mit Jtbffcermann n^'at; MT aOenfoiD^iS: „unb 
er burd^fc^reitet \>cS SReer in S)rangfal". 2)ad im 93erfe fiberfd^fiffige gweite ®Heb iß ol^e 
3n)eifel eine ®Ioffe. S>ie @rwä^nung oon X^rud peranla^te einen Sefer, aud 9, 4 bie auf 
%^vta bqfiglid^en SSorte Db'^n D-^n n^^ni beigufd^reiben ; ob'^n aber würbe nad^mal« in D'^b^i 
„ffiogen" »erberbt — 12: l. mit TiXX «ib^nni; MT: „unb in feinem 9lamen werben fte 
wanbebt". — 11, 2 : bie SfBorte 'ti 'k i^^k bringen wieberum ein überfc^fftgeS ®lieb gu 
bem 93erfe; au^erbem fprid^t aud^ *iti»t fftr eine nad^traglid^e ®[offe. — 6:1., wie ber 3»^ 
fammen^ang forbert, injh; MT: „feine» mdjften". — 7 : ßatt 'arrr '9 pb brficfen bie LXX 
aud )i^^h ; bal^er vextauiei Jtloflermann oü urf)n:finglid^e LA 'atn "T-^^T^^b (ffir bie ©d^af« 
^anbler); ebenfo 93. 11 "»?.??». — 18: I. beibemal mit Syr. ^^i«rj (wemt nidjt ^lafi^n aU 
nur ort^ograpl^ifd^ oon l^ifi^rn oerfd^iebene ^rm) ; MT : „gum Xöpfer", ein 3Ri^erftanbnid 
bed Aetl^ib, bad man oergebUd^ ald fprid^w(h:tlid^e Stebendart gu red^tfertigen oerfud^t l^at. — 
17: l, wie bie eigene ®rittärung bc^Xeste« («a^'n w^*») forbert, a-ih (MT: ^©d^ert")- — 
12, 2 : ftreidje mit bem Targ. bad ftnnlofe -b? oor n^j w. — 5:1. nad^ bem Targ. •»gti"'^ ; 
ber MT (entflanben burd^ 2)ittograpl^ie bed -<) lönnte nur bd)euten: „©tiMe ift mir, i^r 93e^ 
wo^ner 3^rufalemd, tc". — 6: Dboi*i**n (gu 3^alem) ifl entwd)er aü müßige ^rSorung 
gu n'Tinn gu ftreid^en, ober 93erf^bung ovs trh^^ angunel^men (fo in ber ttberfe|ung). — 



10 : bie LA mk -»bM , oBfd^on (eteitö oon ben LXX Bejeugt, fd^eint bod^ burd^ baiS na($' 
folgenbe i*«V2^, lodk^ed l^ier einen unerträglid^en SSied^fel ber ^erfon l^erbetfül^ren oüvbe, m^^ 
gefd^Iojfen. ©er Jtontest forbert vh» ober *itfK-bK ("bsj?) mit ©treidjung bc« n«, unb ed 
bleibt immer fraglidj, ob bem Sitate 3o^. 19, 87 nidjt bodj eine bem entfpredjenbe SSorionte 
ber LXX ju Orunbe liegt. — 13, 9: l. mit LXX '^mttfit']; MT oHenfaD«: „i^ miU [c«] 
ou^gefprodjen ^oben''. — 14, 5 : l. mit LXX unb ben übrigen alten ftberfe^ungen hw ftatt 
bed ßörenben *:\^:fi ald Slnrebe an Soljme, nadjbem biefer eben in britter ^erfon ermäl^nt ift. — 
6 : fftr n'^p,*; , hai in Sßa^^eit nur „lo^aM" bebeuten lonnte, mSre minbeflend mit LXX 
unb Taig. rr^np^ ju lefen (alfo „JtSlte unb ^o^"). Slber audj fo erl^ält man {einen be« 
friebigenben Sinn. — 93. 14^ unterbridjt ouffäQig ben ^ufammenl^ang unb mirb afö eine 
ottd 12, 2 ftammenbe ®lof[e ju flreidjen fein. — 18 : ^eidje mit LXX «b tmb oerbinbe 
Drt**b?3 gegen bie Sccente mit rr^rjn. 

Set $riM)i|et 9lalead|l 

2, 3 : t. mit LXX iS^rn (MT : „bie 2lu«faat") unb D5[-]nKte3^ (MT oBenfaH« : „unb 
man wirb eudj k.". — 12: l. mit LXX •»ti'^jj'öTa') ; MT: „unb einen, ber 3. ber ©eerfdjaren 
Dpfergobe borbringt (sc. möge er iljm ausrotten)". — 15 : bie gmeite in ber ^^te gegebene 
ftberfe|ung fe|t bie LA iT^fi^n unb gmar in enger Serbinbung mit bem folgenben vorauf. 

Sie $falmett. 

4, 4 : l. mit Dyserinck *) : ^b TiDti mn*' Sibört "»^ (oudj Cheyne ** : •»> non) nadj 
$f. 17, 7. 81, 22. 2)en MT pflegt man }u überfe|en: „ba^ 3« ftdj einen ^mmen aud« 
erforen". — 7, 8: l. mit Jischaqi etc. Sinti („la| bidj nieber'', um ®eri(^t ju l^olten); 
MT: „unb über iljr le^e }ur [^immel^]^dl^e jurüd". 2)a aber nodj SB. 9 oom ®eridjt 
Soljmed rd>et, fo iji biefer Slufforberung jur StüdSe^r fein @inn abjugeminnen. — 10:1. mit 
LXX etc. in> (ol^ne i) ; MT allenfa&g: „inbem ein geredeter ®ott Prüfer ber ^erjen unb 
Stieren ift". — 9, 10: in ben MT fdjeinen jmei oerfdJiAene LA guf ammengeflo jf cn : n'inyb 
rt*i3|n (biefer LA folgt bie llberfe|ung) unb n*33ja (oljne mro^b). — 15: L mit LXX etc., 
wie bad ^luralfufpj forbert, ^"»n^riPi. — 17: l. mit LXX etc. bad Perf. Niph. Äßhs; 
MT: „inbem er (Sa^we) ben ®oWfen in bad Sierl f. ^. oerfhiAt''. 3n biefem ^Se wiire 
jebod^ \>a% ^artijii) unmittelbar nad^ n^!f ju erwarten. — 10, 1 : oergl. bie Semerlung }u 
9, 10, — 8 : MT meint mit {robn offenbar f. o. a. ^Vn „bein ^eer" ; ber in 8. 10 über«« 
lieferte ^lural D-^KiDbn (nadj bem MT jwei SBBirter d-'J^ä bn = ©eer »eWmmerter [?]) weip 
jebodj auf einen Singular nsbrj (= "»sbri). — 12, 8 : l. mit LXX is*!»^,^ ^«* '•^'^»n 
(MT : „wirft fie behüten, wirft il^n bewal^ren" ; aber abgefel^en t»on bem befremblid^en SBe^fel 
bed 9lumerud bleibt unllar, auf wen ft^ bie ^onomina b^ie^en f oOen). — 13, 8 : l. mit 
Becker (bei Cheyne, 1. 1. p. 878) u. a, n'"»:!»?; MT: „Slatfd^iage" ober allenfalls „pSne", 
nid^t „Sorgen", wie mm meift umbeutet, ^r dtjV „bei Xage'' ober „ben Xag über" l. mit 
de Lagarde u. a. Di*^ D'r. — 16, 2 : l. mit LXX etc., wie ber 3ufammen^ang forbert, 
''Vfyn^ unb t»ergl. }u bem Aet^ib ®efen. § 44, 2, 9lnm. 4 ; aud^ ber MT bentt fd^werlid^ an 
bie 2. fem., fonbem nur an eine abnorme Sludf^nrad^e ber 1. Sing. — 8: bie in ber ^^uflnote 
gegebene jweite tlberfe^ung würbe nur Serfe^ung bed i oon ''^'«im l^inweg nor D'^vipb unb 
bie 93erbinbung oon nnrn mit bem ^Igenben ndtig mad^. — 5 : ^ '^'^^t^^, xozU^ nttr 



*) 3n beffen „Gritical Scholia'' in ber Seibener Theologiscli Tydschrift, 1878, p. 279 iL 
**) T. K. Cheyne, the book of Psahns (£onbon 1888); oergl. indbefonbere bie „Critical Notes*', 
e. 369 ff. 



70 ^e $fa(men. 

Imperf. Hiph. oon ^TZ'^ fein lönnte, mirb menigftmd bad Partie. Qal "^ti'in ju lefen fein ; 
ä3ead^tung oetbient inbed bie juerfi oon J^i^ig oorgefd^Iagene ftonjeftur n*t»Fi („bu (ifi Be« 
pSnbig mein So«")- — 6 • I- fü'f ri^tl5 (ttadj ben Äccenten : ^aud^ ein Srbe, ba« mir mol^t 
gefällt")/ »i« bct Suf^mnnenl^cnfl fotbert, ['^]nbn3 unb uergl. ®efen. § 80, Änm. 2, b. — 
17/ 3: »erBinbe mit LXX Targ. etc. -»riTat mit fit^san; MT meint too^l: „mein [fd^KmmeS] 
Sinnen üBerfd^eitet nid^t meinen SRunb". Sied mfirbe jebod^ eine Soroui^fe^ung in fU^ 
fd^Iie^en, bie bem $falmi{ten ftd^ fem gelegen l^ot; fd^on bie fd^Iimmen ©ebanlen gdten 
i^m cta oetbommlid^. — 9: verBinbe w^:i gegen bie Xccente mit bem ^olgenben; ber MT 
meint »ol^I: „vox bcnen^ bie mir oon [gonjer] Seele feinb ftnb*. — 10: 8ead^tung oerbient 
bie Jtonjdtur Dyserincks : 'inäb n^n ; bie Xej^erberBnid märe bann burd^ Slbfpringen oom 
erften a auf ba« jweite entpatÄen. — 14: mn*» ^-^ i^ offenbar mit Dfö^otifen u. a. al« 
®lof[e JU "^nin (93. 13) }u Betrod^ten, bie irrtümlid^ l^inter D*^n73» einbrang unb fo bieSBid^er- 
l^olung biefed 98orte§ nötig mad^te. S)ie älccente forbem bie SBerBinbung pon ^ibn» mit 
D'^nTan, oBfd^on fo ein feltfamed ^eBrSifd^ entße^i XBer bie SSerBinbung oon nbn» mit bem 
folgenben (fo ^felb : „oon ben Seuten, beren Xeil in [i^em] SeBen oon ber SSelt ift", fül^rt 
oud^ nid^t meiter. — 18, 2: l. mit Dld^aufen u. cu nad^ $f. 30, 2 ^»%;'^^.; MT: „id^ mill 
bid^ lieben'', aBer bad Qal oon Dnn ift bem l^eBr. ©prod^geBraud^ fremb unb baS Piel mürbe 
Bd)euten: „id^ miH mid^ beiner erBarmen". — ^fir '«n'i^arn? (,,unb meine Sergfefte" l. mit 
LXX Luc. }u 2 ©anu 22, 2 (f.o.S. 19) ^n^naja.— 5: L mit LXX Luc. }u 2 ©am. 22, 5 
(f. 0.) D^^ na»»; MT: „©triefe beiJ %oht^".'— 7 : bie 2 Bam. 22, 7 feljlenben SSäorte 
6tw r)Db fhd) offenbar eine ®loffe jur Sefeitigung bed einem fpäteren Sefer anft5j}igen 
„brang ju feinen Dljren". — 8:1. mit LXX Luc. ju 2 Barn. 22, 8 (f. o.) tP^li; MT: „ba 
fd^monlte tc". — 14: flreid^e nod^ 2 Bam. 22, 14 t&fi< <^r\y\ 'iin ald irrige SEBieberl^lung 
au^ $. 18. — 15: L mit LXX Luc. ju 2 Btm. 22, 15 (f. o.) p'na tD-'R'ja; MT: „unb 
Sli^ in ailenge" (menn nid^t: „unb Sli^e fd^| er''). — 16: l. mit 2 ^>m. 22, 16 d;; 
MT: „bie SBajferBetten". — 30: l. mit Älofkermonn (ju 2 Bom. 22, 80) ^'ij (ober nn|) 
für n<ii^ (©treiffc^ar). — 34: l. mit Jtloftennann (ju 2 B(m> 22, 84) nina ftott „meine 
©oljen". — 20, 10 : oerBinbe mit ben LXX ^bnti mit siy-^Äirt unb l. (gleidJfoJl« mit LXX) 
^^"S^Xj MT: „ber Aonig er^dre und''. SlBer bie 9qei($nung 3<^med burd^ bad Blo^e ^bnn 
märe I^Sd^ft Befremblid^ unb ber plo^lid^e älBfprung oon ber 2. gur 8. $erfon unerttäglid^. — 
22, 16 : l. mit ©roalb u. a. ■'sn ; MT : „meine «raft". — 17 : bie LA be8 MT („nadj SSäeife 
bed Sömen meine $änbe unb ^^e") ^at man ftd^ lünfUid^ fo jured^t gelegt, ba^ oxi einen ba« 
liegenben ju beulen fei, ber fid^ oeqmeifelt mit ^änben unb f^^en mel^ (ald oB bieiS einem 
iSdmen gegenüber möglid^ märe). S)a ober LXX Syr. unb Vulg. oielme^r iikd (b. i., mie 
Cheyne oennutet, «i^m:; für i^^) audbrfiden, fo iß fd^lie^lid^ ma^rfd^einlid^, ba^ bie mafo« 
retl^ifd^e LA "«"i^d auf $olemiI gegen bie d^fllid^e SSenoertung ber ©teile berul^t, ald um^ 
geleiert bie LA i^m^ auf d^rijHid^er gfälfd^ung. ftbrigend unterliegt aud^ le^tere LA ber 
©d^mierigleit, ba| für nid nur bie Sebeutung „graben" (nid^t „burd^bol^") gu enoeifen 
ifl unb ba^ f omit bie eigentlid^e 3Reinung bed ^folmiften bunfel bleibt. — 30 : l. mit ^indler, 
Sätl^gen * u. a. ^innizi': ib "^^ ; MT : „ed a^en unb marfen fi($ nid)er" u. f. m. 9(ber menn 
man au($ ibDfi^ }ur 9tot ald Perf. propheticum f äffen lönnte, fo leineiSf oQd 'ntD*^*) old Futurum. 
9tad^bem ib y^ irrig }u ib^M oerbunben mar, fügte man bem innra*) bai^ Waw couBec. 
bei. — S)en a;ejrt oon SO*" unb 81* rdonftruiert Sätl^gen nad^ LXX ^ -^a?-!! n^^n tsh '»ödd'] 
(Kb, mie öfter anbenoärtiS, nur ortl^ogra|>l^ifd^ oerfd^id)en oon 'ib) ; bagegen Cheyne u. a. mit 
bem Xargum ly^i (unb mer feine ©eele nid^t oxx Seben erl^ieft, beffen ©ante u.'f. m.). — 
^ «iMs; : i'i'nb („bem ®efd^led^t [?] ; fte merben {ommen imb oeriUnbigen k.) l. mit LXX 



*) 7M $fa(men (in ^maO» »fianblomm. aum 91. %.), @dit 189a 



9)te Vfalmetu 71 

M'n; n'inb (paxaM mit nbi3 tu^b). 9btv fo erhält ^inb bie unentBel^Iid^e Üt&J^BefHmmitng ; 
1»:!'' (enil^t offenBcn: nur auf Dittograpl^ie bed nad^folgenben Waw. — 23, 6 : fiatt bet Un« 
form '*n:idi , fftr meldte menigftend ""riritäi (,,unb mein äSo^nen'' ober ,,SIei(en" [wirb fein]) 
2U enoarten märe, L **r):})ä;i. 2)enn nad^ Imperf. ifl in erfler Sinie Perf. consec. )u er« 
morten, unb bie aufföQige ^unltation ''r\^vi] ^at maJ^rfd^einlid^ nur ben S'o>^, auf bad Perf. 
als bie rid^üoe LA ju oermeifen. — 24, 6 : L mit LXX unb Sjr., mieSinn unb ^aÜelid- 
muS forbem : npar **Hb&j[; ber MT ISnnte nur Bebeuten : ,,bie fi(^ um beine [bed 93olIed] ®un{i 
bemühen, o SötoU" — 25, 17: l mit ben meijien neueren 'tD»i an 'in. S)ie falfd^e äB« 
teUung erllärt man meift ouü ber ungemöl^nlid^en Sd^eiBung 'tsi n'^n'nn; rid^tiger bürfte fein, 
ba| -" erft auf (Srunb ber f alf d^en älBteilung Beige^gt mürbe. — 28, 8 : I. mit fa{l aOen 
Steueren nod^ LXX unb $f. 29, 11 iwb; bad „i^nen" beS MT mü^te ^ gleid^faSd auf 
bie S^raeliten Bqiel^en, ifl aBer im 3ufammenl^ang unoerftänblic^. — 30, 8 : l. flatt bed 
f^ntaltifd^ fe^ Befremblid^ 19 -»^^nb be« MT mit bem 2:argum tb "»'n'inb; ber MT foD 
mol^I Bebeuten : „bu l^aft J^ingefteDt meinen Serg (b nad^ aramäifd^er SBeife ald ßinfO^rung 
bed DBjeftd) in ^(^eit''. Stuf ber M^ng bed "^^'^nb aß OBjdft Berul^t mol^I aud^ erjl bie 
LA nn-Tta^n flatt beS urfprünglid^ ^'^rnisysi. Se^^tere LA liegt unferer ÜBerfe^ung ju 
®runbe. — 13: bie fiBerfe^ung folgt bem Vorgang ber LXX, bie "^Tin^ ou^rfiden; bem 
MT ip lein Sinn aBjugeminnen. — 31, 6: l mit LXX etc. rjK?.tö; MT: „idj IJajfe" ac — 
12 : burd^ Streid^ung bed i mirb "^^DiDb jur ^aSele oon '^yn'^nb ; in nhs ^edlt irgenb 
ein @uB{lantio, mol^c^einlid^ (^il^iS ^c.) n'id» nad^ $f. 44, 15, alfo: ,,eine @d^mad^ ffir 
meine 9lad^Bam, ein Segenftanb bed Aopffd^üttelnd unb einSd^reden fttr meine Selannten''. — 
32, 7 : ba yi nur Snfinitio oon i^l fein lönnte unb aü SuBftantio (ooSenbd im $Iural !) 
nirgenbd gu Belegen x% fo Berul^t '^^^ ^öd^ftmal^d^einlid^ nur auf irriger SBi^erl^Iung ber 
brei legten Jlonfonanten oon ''D^atn (Cheyne). OB freilid^ nad^ ©treid^ung oon -«3n ber Slefl 
üBerfe^t merben lann: ,,mit Slettung mirft bu mid^ umgeBen", erfd^eint ^dd^ft fraglid^. — 
8 : Senn n3U^-<M mirffid^ oon y^^ aBjuIeiten ift, fo märe menigflend mit OliSl^aufen u. a. 
'^^9''» gtt lefen. S)a bie LXX audbräden: ,,id^ miQ meine Xugen auf bid^ ^eften'', fo oer« 
mutet Sät^gen (in feinem fiommentar j. b. @t.) nx^K oon nat!^, melc^ed aud^ ®pr. 16, 80 
nidjt ^oerfdjlie^en", fonbem „feji ridjten, ftarren" BAeute. — 33, 7 : I. mit LXX etc. 
^ii:^ (= nw?); MT: „wie einen J)amm" (ober „SkirBenlJaufen") ; bie 5ßunItatoren fanben 
in bem SBerfe ma]^d||einlid^ eine 9(nfpielung an 2 3Rof. 15, 8. — 35, 5: 1. mit LXX dt}^; 
MT allenfalls: ,,inbem ber @ngel g.S einen @to^ gieBt''. ÜBrigenS bürfte mit ^Wffäb u. a. 
Dn^ S. 5 unb Don*! SB. 6 gu oertaufdjen fein. — 7 : ba Dn«*i nnta be« MT fd^erKdJ Be* 
beuten Idnnte „bie mit il^rem 9te^ Bebedte ®ruBe'', fiBerbied ein DB]ett }u inen nid^t ju mU 
Beeren märe, fo i{l mit Houbigant unb ben meifiten Steueren nra gum }meiten®lieb gu gie^, 
mag man ed nun mit Cheyne an bie@|)i|e ober mit Sätl^gen an baSSnbe beiSfelBen gellen. — 
14: oerfefte mit J&u|)felb nad^ Venema ^*rp oor •»nsbnnrr; oergl. 88, 7. 42, 10. 48, 2. 
^ioB 80, 28. S)ie äSerBinbung „id^ mar trauemb (eig. „fd^ai^'' ober „fd^mu|ig'0 gebeugt'' 
entl^ält einen ftörenben $[eonadmud. — 15: L mitOtel^aufen 2c. D'^'^dj; MT nad^ ber üh 
li(^, aBer nid^t gu Begrfinbenben 2)eutung: „fd^agenb''; T^n*« fi^bi mfi^e bann Bd)euten: 
„o^ne ba^ ic^'g wu^te" (ober „merlte")- — 16: ba pSrj irgenbmeldje« oerBale 5Präbifat in 
16' ooraudfe^^en lä^t, fo oerbient am meiften Sead^tung bie JtonjelturSd^maS^'d (<3tfd^^- f^v 
bie altteß. SBiff. 1891, @. 258): Xfjb ^b '^^n&'^n „fte l^ö^nten mid^, mad^ten ein @t^ 
fiammel". @o nad^ ben LXX, nur ba^ biefe '^y^^rrsi anflatt "^^le'nn gelefen gu ^aBen 
fd^einen.— ' 17: 1. mit Dfö^aufen K. Dn^MiST;; MT nad^ üBIid^er Deutung: „oon i^ 93er« 
mfiftungen".— 36, 2: l mit LXX etc. iab; MT fd^eint audbrüden gu mollen: „(SingeBung 
ber @ünbe mirb bem ©ottlofen gu teil, [fagt mir eine Stimme] im Innern meined bergend'', 
ober „Sing, ber @. an ben ®. [ermäge id^] im g. meined ^.". S)ie gleid^faSd angenommene 



72 ^i^ $fa(men. 

f^affung : SingeBung aber bie ©ünbe u. f. n>. oerftS^ ooOig gegen ben Sprad^gebtoud^, nad^ 
toeld^em bieSünbe nur Utl^eBerin (ntd^t ®egenftanb) ber (SingeBung fein lann. — 37, 28 : jie^e 
mit Venema, ^upfelb u. o, taV^^^i 9^0^ ^^^ Xccente i\m Dotl^erge^enben 6a| unb lied fo- 
bann mit ben LXX (u. 93. 88) in^svi^. ta'^bjy. 6o gewinnen voxx nid^ nur bie im je^igen 
Xest in oermiffenbe Ajin-@tropl^e, fonbem aud^ ha^ poroOele ®Iieb }um legten @a|e bed 
SSerfed. MT :,,... unb oerlS^t feine ^mmen nid^t; immetbar nmtben fte behütet, uütb bie 
5Rad^fommen" tc. SCbet Titttaa ip mol^I o^l in i^iz'O^ »enoanbelt wotben, nad^bem Dbv (ob^?) 
nad^ ben gleid^en Aonfononten t»on fibi^b aufgefallen n)ar. — 35 : I. mit LXX (oergl. oud^ 
Sef. 14, 8. ^f. 104, 16) ibab '•t^ks. S)en borou« ©erfd^riebenen MT pflegt man au beuten : 
„mie ein grfiner einl^eimifc^er" (b. 1^. nid^t erfl ^inoerpflangter, fonbem an Ott unb @teOe ge^^ 
madjfener [Saum]). — 86: 1. mit LXX ^b^Kj; MT »ilT maj^rfdjeinlidj au«btücfen: „unb 
er »erging (ful^r bal^in)'\ — 39: ba bie @tropl^e mit n Beginnen mo^, fo lann bad (ol^nel^in 
ftörenbe) i erft nad^trägßd^ eingebrungen fein. — 38, 9 : 1. mit^i^ig tc. ve^^h (XudfoQ bed fi( 
oor nad^folgenbem &t !) ftatt -':ib. S)er MT fd^eint audbrfiden ju moOen : „id^ {löl^e vor XoBen 
meinet ^eqenä". — 20: I. mit Houbigant unb fa^ allen bleueren, »ie ber 5ParaffeB8muÄ 
oon »igtf forbert, Dan; MT: „oBer meine geinbe fhtb leBenbig (?), ftnb saljfeeidj". — 
39, 2 : 1. mit Dyserinck etc. rtq-^totj ; bad M^tt«« be« MT („id^ wiD meinem SDlunbe einen 
3aum Bema^ren'' ?) ift offenBar irrige aßid)erl^oIung bed gkid^en äSorted im erpen J^alB^ 
t)er8. — 5:1. mit ^ixpfdb nad^ ?Pf. 89, 48 •»stj ibri^n» ; bie LA be« MT entpanb burcj 
äkrtaufd^ung ton i unb b unb lonnte nur Bebeuten „toai (mie viel) id^ (nod^ an SeBendtagen) 
ermangelnb Bin'', ober aud^ „menn id^ (gu leben) aufl^orenb Bin" (nid^t aBer: „mie oergSng« 
lid^ id^ Bin"). — 6 : fheic^e nad^ S. 12 bad unüBerfd^Bare b:; (irrige SBorauiSna^me be^ fo« 
gleid^ folgenben) oor barj. — 14 : l, nadj $ioB 14, 6 (meldte ©teile in SSerBinbung mit 
10, 20 unferem ©idjter DorfdJweBt) w»; MT: „üBerftreidJe" (beine Sbigen?). SergL bie* 
felBc gform in ganj anberem Sufammenl^ang 3ef. 6, 10. — 40, 15: jireidje nadj $f. 70, 8 
nmeob old üBerflüfftge ®Ioffe. — 16: jireidje nac^ ^f. 70, 4 ba« ftSrenbe ^^^ nid^ an i^, 
fonbem IJinter i^ l^er ergel^t ber l^öl^nenbe Shif. — 41, 7 f.: ba *ian"» unm8gfidj o^nc (Sr« 
gänjung om Snbe bed Serfe« gejtanben ^oBen lamt, fo mirb an^ 8^ '<^y gu 93. 7 ju jie^ 
fein, ©aburd^, ba^ biefe« ^ba^ hinter itr» geriet (bie LXX jiel^en bal^er Beibe SSSörter jum 
Sorl^erge^enben), mürbe aud^ S. 8 in llnorbnung geBrad^t. 2)a« gmeite ^b:f »erträgt m nid^t 
mit "»b in bemfelBen ©a% unb bürfte bal^er urfprüngUdJ ju iwnbn*» gehört l^oBen. 

3n>eited 9ud^. 

42, 4: 1. nad^ 88, 11 ö^nwÄa; MT attenfatt«: „ba man u. f. m.". — 5 : L mit Aquila 
unb jal^Ireid^en Steueren o^.'n«. ®ie LA be« MT Knnte nur afö ©itl^pael erHärt »erben ; ein 
fold^ed ifi jebod^ burd^ ba« @ufftc au«gefd^[offen. — 6:1. mit ben LXX mie S. 12 unb 48, 5 
•^rf)»-. -»3?; ber MT mü^ crÄärt werben: „bie J&ilfe feine« »ngcTtd^t«" (b. ^. bie »on feinem 
at. au«ge]^t). „D mein ©ott'' u. f. m. — 11 : L mit DÖIJaufen u. a. nadj ©pr. 12, 4 ap'jS); 
MT: „mit (in ber Seife t)on) 8««tÄl»tu«8 «• f- »•"• — 45, 3 : 1. patt ber Unform n-'B-^D^ 
bie offenbar nur burd^ irrtfimßd^e Sittograp^ie ber Beiben erflen ftonfonanten entflanb, n*«D;. 
Cheyne u. a. gieljen nad^ LXX etc. bie LA n-»©; '^t^ (ober n-'D'^ nb;) «or. — 5 : jireidjc 
"l-inni al« irrige SHttograpl^ie be« unmittelbar t»or^erge^enben SSorte« ; bie fiBIid^e Deutung 
be« MT ,,unb in beiner J^ol^eit bringe burd^" ifi fprad^ßd^ nid^t Bered^tigt — @Benf omenig ip 
mit pns ni» im MT anzufangen, fdjon wegen ber grammatifdjen Unform mid? (foD biefe 
auf nns? al« anbermeitige LA ^inweifen?). Sffier aud^ wenn mon nii? Kefi tmb pi^ al« 
^tominalappofttion baju fa^t, erl^ielte man ^öd^ften« „geredete SRilbe", nid^t aBer (nad^ ber 
üBIid^ 2)eutung) „milbe ©ered^tigleit". @ntweber Vjt mit Cheyne (nad^ DI«l^aufen tc.) 
n^}?i pnx ober Bcffer mit ©tabe Bio« nj}?;] gu lefen unb pn^t al« ®Ioffc gu preidjen. — 



2)ie $falmen. 73 

6 : »cad^tung «crbient btc Äotiidtair »dt^gcn«, bcr für nba einfach ^bs (ocmidjtet fmb) Icfen 
»iE. — 7 : D-'nb« lorni, wie bie alten SSerjionen ridjtig erf amtt ^aben, nur Sof atio fein, ijl 
aber bann im ie^igen Äontejt, ba 8. 8 bie Slnrebc an ben Äonig weitcrgcl^t, unbegreiflich. 
Sie 2)eutiing ,,bein ©ottedt^on" (mit nod^moliger (Srg&ngung oon K&d oor D-^nb») i{l nid^td 
aß eine Serlegenl^eitdaudlunft. Sntmeber mu^ man einen ^n^faU me^er Wörter annel^men 
(fo SideD, Cheyne : D-^nb« lü-'prj nnmo'» nDiss ^«do „bein 2:i^ron — fefi iji feine ®rün= 
bung; aufgerichtet l^at il|n®ott") ober man mu^ D-»nbM mit SlSIbde (ZAW 1888, @. 156 f.) 
aü bie ®Ioffe eines Seferd flreid^en, bem ed anftd^ig erfd^ien, bag bem Zitrone eined irbifd^en 
JtSnigd emige S)auer jugefc^eBen metbe. — 46, 4: ba fi(| SS. 8 unb S. 12 je nad^ brei 
SBerfen berfelbe fte^erS ftnbet, fo ift mit Seßimmtl^eit angunel^men, ba| er nad^ S. 4 nur 
irrtümlid^ meggelo^en \% jumal ol^ä»ied gu S. 4 ber 9tad^fa$ gu oermiffen märe. — 49, 12 : 
I. mit Dö^aufcn u. a. D'naj? (anbere nadj ben LXX etc. ö^nnp „il^ OraB")- ®a MT 
(mörtlii^ : „ifyt innere« ftnb il^re Käufer ffir immer'') foH mol^I auSbrfidFen : ,,i^r SSal^n x% 
ifyx ^«ufer [mürben] emig [beftel^en]" u. f. w. — 15: I. mit ®ra| inö; MT nad^ üblicher 
2)etttung „werben fte «erfe^ft" ober, ba nnti fonp tranptio, „T)erfe^t man [jic]". — 20: I., 
wie rm^M forbert, Min\ meldte LA mol^l aud^ ben LXX oorlag. Sie LA be9 MT wirb 
gemdl^nlid^ ald ^rSbilat gu „feine Sedie" gefaxt SBa^rfd^anlid^ ift aber bie 2. $erfon Sing, 
gemeint, als irrtfimlid^e ^^rtfe^ung ber oor^erge^enben Xnrebe. — 50, 1 : bie unerträglid^e 
^fung ber ©ottednamen el, elohim, Jahwe edlort fid^ einfad^ fo, ba^ nac^ bem gu $f . 42, 2 
Semertten mn-» burd^ D-^nbK erfe^t werben fottte, fidj aber neben D-'Sib« im2:este UffoapieU; 
oergl. $f. 59, 6. 68, 19. 80, 5. 20. 84, 9. 12. Sbenfo ift wa^d^einßd^ üBeraS bie SSer* 
binbung mn"» •»)*!« ober S« ^ gu Beurteilen. Unb gwar Behielt man wol^I urfprünglid^ mn^ 
in aOen fold^ gf&Ken unoolalifiert im Xecte Bei ; bie fpätere Seifügung ber üblid^en Solale 
Berul^t alfo auf einer Serlennung ber wal^ren SReinung ber^unltatoren. — 28: 1. mitChejme 
(nad^ ®r&| unb Seiger) '^'i'^tsrn (wSrtlid^ : unb ben unfträflid^en in betreff be9 993anbel9). 
Sen MT (,,ben, ber SSkg gefegt ^at") pflegt man gu beuten: „ben, ber [feinen] 93eg [red^t] 
ridjtet", aber bann wäre minbejien« is'i'i gu erwarten. — 52, 9: I. mit Targ. unb Syr. 
isina (eig. „auf fein SSermögen'Of entfpredjenb bem parallelen i^»y :a*na; MT: „auf fein 
(ober yin feinem^ Serberben''. 2)a bied flnnlod ifl, beutet man meifl: „er po^t auf fein ®e« 
lüfte* ober „er fül^ft fidj ftarl in feinem OeTüfke" — Beibe» finnwibrig. — 11 : 1. mit ^i^ig u. a. 
n^nfiti; MT: „unb x^ will l^arren auf beinen Slamen". XBer 54, 8 geigt, ba^ :iiC3 ''D nid^t 
aliS Aaufalfa^, fonbem als JDbjeftfa| gu f äffen ift, unb üBerbied pa^t gum ^arren nid^t „an» 
gefidjt» betner gfrornmen". — 54, 5 : 1. mit bem S^argum D-^Tr im ßinllang mit 5Pf. 86, 14 ; 
bie ©runb^eOe für beibe ift wo^I 3ef. 13, 11. a)ie (fd^on burd^ bie LXX begeugte) LA bed 
MT Idnnte aDerbingd „gfrembe" im Sinne oon „Sarbaren'' Bebeuten; bod^ eri^ielten wir fo 
leine red^t paffenbe parallele gu 0'^^*i'n9. — 55, 4 : I. mit Dtt^aufen tc (entfpred^enb bem 
parallelen bipTa) r\p^y}t ; bad rt^y bed MT erSort man nur mül^fam mi einem aramSifd^en 
Stamm M „Seftngftigung". — 9: für wo, ba« man nur lünfllidj oü ^Ungepüm" beutet 
(olfo „üor ungepümem fflinbe"), l. mit ©upfelb k. nc«. — 56, 7 : l. mit Cheyne (nadj 
Ibn Ezra) ^n'ir (inlorrdte Orthographie fto i-ii;) unb oergl. ?Pf. 94, 21. S)em i^ia*^ be« 
MT pflegt man biejfelbe Sebeutung guguf d^reiben ; anberwSrt« aber ^ei^t ina „fx^ fürd^ten".— 
8: l. mit^upfelb u. a. nac^ 5Pf. 58, 3 ob» (eig. „wäge bar"), ©er MT („fd^affe i^nen 
gntrinnen" ober „e« i^ (Sntrinnen für fte") giebt feinen Sinn. — 9:1. mit 4^felb u. a. 
n^*»*. MT: „lege meine "Xf^x." tc. ; aber biqu pa^t wd)er ba« oorau«gel^enbe 5Perfdt, noc^ 
ba« nad^folgenbe «bn. — 11: l. m^ S. 5 iw; MT: „ein ffiort" ober „etwa«", »er 
gweite ^alboer« bietet offenbar (oergl. bie »emerhing gu 5ßf . 42, 2) ben urfprünglic^en Xejt ; 
berfelbe würbe irrtümli(^ aud^ bann nod^ beibel^alten, al« bafür bereit« (wie in 93. 5) 0*<nbMn 
'1 'k eingefe^t war. — 57, 5 : nadj ben Xccenten wäre gu oerbinben: „unter flammenfprü^enben 

Jtautf<9, Xlte« XtfiavmX. 5* 



74 ZHe ^ftämm. 

SÖtom". ^«JB3 x^ ci^ einfad^ lliitf($tei6ting ber l.$afon bed Pronomen personale unSbtx* 

fe#t iMiOm; pxc Itonftadtion wrgl- ®efcn. •» § 144, 4, — 7: L mit LXX «ibbä; MT 

i0p^I: „man ^ot gebeugt" (nid^t „gd^eugt tft meine Seele''; beim C)Cd tffc fon{l tronfttin itnb 

1330? toeiblic^). — 58, 2: L mit Houbigant unb ben meiflen Steueren ü\>» unb jmar ab Xn» 

i^ebe, ni(^ an Stid^ter ober ^eibnifd^ Obere Oberhaupt, fonbem (mie bie D'^nbM $f. 82, 1) an 

t>ie &^u|enge[ ber l^eibnifd^en SoSer. 3)ad Sefremblti^e biefer Xu^fage (Xnerfennung non 

(gtdttem auBer ^ol^me !) ^otte nod^mal« bie Xu^fprac^ bed MT jur ^l%e ; boc^ ß^t ftd^ biefe 

nttt fe^ gejnrnngen beuten: „in Serftummung" ober inSerbinbung mit pn^ ,,®ered^ti^td* 

oerfhintmung, nerffatmmte ®ered^ti^t" (?). — 8 : f fix :i>a I. mit Dtel^fen u. a. noc^ bem 

@9rer (ber aDerbingd oud^ bie LA bed MT „im ^erjen" lemtt) ddV; ; im jmeiten ^aStoerd 

titit LXX etc. njoV&n ü^^T, ^^H 0^- »^^^ ^^^ ^<^ ^^^ ®emalttl^ eurer ^anbe"). — 

59, 4: 1. ^"^li; unb oergl. bie tejtfritifd^c Xnmerfung ju 5ßf. 56, 7.-6: D-nb« i|l (gegen 

bie ®rammatil, bie oor niMnat ben Status constr. forberte) ffir rtin^ eingefe^t, le^tercd barni 

ober bod^ beibel^alten ; oergl. bie te^ttritif d^e Xnmerlung )u $f. 50, 1. — 10: 1. mit LXX etc. 

wie 93. 18: n'n^iTK '» "»t:;; MT nad^ übHd^er, aber fprod^lid^ unhaltbarer 2)eutung: „[roaS] 

feine (?) SRad^t [betrifft], id^ ac^te auf bic^ (^alte mid^ ju bir)". — 11:1. mit LXX etc. 

'T^on •'ribei; MT: „ber ®ott meiner ®nabc" (b. 1^. ,ber meine ®nabe ifiO wirb u. f. n>." — 

16- l mit^LXX etc. isiV)«:] ober (Hiph.) ?ir!?üi; MT : „fo übemadjten pe" (?). — 60, 10: 

l mit ber ^araaeipette 5Pf. 108, 10: ^sfi^n« 's •»>?; MT ftnmoibrig: „über midj, o ^^u 

liftSa, ioud^ge!'' S)er 3m))eratit) brang ein, nad^bem '^hy irrtfimlid^ im @inne oon '^^y gefaxt 

mar. — 11 : I. mit Dtel^oufen u. a. •^sns: (8lu«|aD »on ^ nad^ •»); MT: „wer l^t midj ge« 

leitet''. — 62, 3: fheid^e nad^ 93. 7 bad {iörenbe nah (nad^ fiblid^er Seutung: „id^ »erbe 

nidjtfe^ [ober: oieflmonfen".— 9: r.mitSatl^genu,o.nadJLXX Daj nngpte; MT: „oer» 

traut auf i^n ju jeber 3eit, il^r Seute". — 64, 7 : 1. ftatt ber Unform «i^T^n (bie mal^rfd^einlid^ 

ald 8. Plnr« = «iTan gemeint xft) ?D^n. — 65, 2 : l mit @n>alb tc. nad^ LXX Aqxiila u. a. 

n;»^ (qÜ Partie, fem. Qal oon riTan). Den MT pflegt man )u beuten : „bir [gilt] Stille 

(SrgeBung) ald Sobgefang". Sann ^at aber ber S^^^ »»^^f S^^"* Imtn Sinn. 3)a]^ 

anbere menigftend: „bir werbe StiOe, Sobgefang auf S^on'\ — 66, 12: I. mit LXX etc. 

unb faß aSen Steueren Tim'^h ; MT: „in ben fiberf&t^". — 68, 3 : bie abnorme ^utdEtation 

t]^3n^ weift j^öd^ftwal^rfd^einlic^ auf bie boppelte SRöglid^Ieit ^in, entweber C]7.drD ober C)S;2) 

}u lefen. Xud^ ffir C)^3P, weld^ed nur Xnrebe m ®ott fein fönnte (,;Oerjagß bu"), afö foU^e 

aber bem ftonteste wiberfprid^t, wirb gleid^faDd vfr^r (eig. „fo wirb oerwe^t"), oü mrtueSed 

^räbilat )u bem nad^folgenben D**9V}^, ju lefen fein. — 7:1. mit de Lagarde etc. :i*i«)» ; 

MT: „ber wohnen lä^t", woju jebodj np";? nidjt pa^t. — 10: ^nbns iji mit ^upfelb u. a. 

}um erften J^alboerd g^gen. — 18: iK^^ä ->E}bK (ffir y^TOi) i{l o^ne ^weifet eine ®Ioffe, bie 

auf ben ungewöl^nlic^en ®ebraud^ oon Q'inb'i ald ÜRuItipIilatio (nic^t: „§wei SRpriaben") 

l^inweifen wiD. 2)en 9teß bed SBerfed pflegt man ju beuten : „ber ^err ift unter il^nen (aß ob 

bied erfi no(| ber Srwäl^nung bd)firfte!); ber Sinai [ifi je^t] im Heiligtum". Statt biefed 

unter dUm UmftSnben l^öd^ß befremblid^en Xe^ed wirb mit $ott unb gal^lreid^en Steueren 

"^p&t; Kä JU lefen fein. — 19: oergl. }u D'^nbct ald äquivalent ffir baiS nod^^er bod^ im 

Xejrte beibel^altene n; bie testfritifc^e 9[nmer!ung ju $f. 50, 1. — 21 : *«;Sm nad^trSglid^ed 

Squioalent ffir niti'« ; oergl. bie 93emer!ung ju S. 19. — 24 : l. mit LXX etc. unb ben 

meiften Steueren f^n^F} unb oergl. $f. 58, 11. MT lomtte nur bebeuten: „bamit bu ger« 

fc^metterß". — 29: L mit famtlid||en alten ftberfe^ungen D^rfbfi; njat; MT: „bein ®ott l^at 

beine SRad^t entboten" (als ä(nrä)e an S^rael). — 81 : Qi^ft anfpreci^enb ifi bie Vermutung 

StefUeS (Journal of biblical literatnre X, 2 [1891], S. 151 f.), ba^ in bem oerjweifelten 

De'irn, ffir weld^ed ftd^ im SBor^ergel^enben nirgenbs ein älnl^alt finbet, oSn^T; (afö britted 

}u %9pten unb ^tl^iopien in SB. 32) fledt, oergl. 3ef. 11, 11. ^et. 44, 1. 15 tc, (Sbenfo 



2)k ^formen. 75 

bflrfte SlefUe barin 9led^t ^oBen, ba^ S. 81 (mie S. 80 unb 82) urf^rfinglt^ von ber 3)ar» 
bringung t»on ^ulbtgung^aBen burd^ frembe ^rpen unb Stationen gerebet l^aben mu^ ; mit 
mij fei SSMttjto^ gemeint, mit ben Stieren unb Soßerlälbem Opfertiere ; in bem unerhörten 
5ßlttral nia'j)? fledte y^-ff^, natw erinnere an ?Pf.51, 18. 21.— 82: bie »ebeutung „gfeifte" 
xft fOr D''3»iDn offenbar nur geraten. Sad 9Bort ift o^ne 3n'rifel oerfd^eBen, fei ed fär 
D-'tirj „eifaibe" (fo Cheyne u. a.) ober für d"»?»©!? „[pe lommen] mit fetten [®aben]" ; fo 
5RepIe an bem }u S. 81 angef. Ort. — 86 : L mit LXX etc. t^-jutstd ; ber MT („furdjt* 
bar bijl bu, ®ott, oon beinem ^. au8") »firbe nodj nn» nadj «*m3 erforbem. — 69, 4: I. 
nad^ ben LXX btiü». MT: ,,l^arrenb"; bod^ mü^it biefeiS Partie, über gmei @ä|e l^inmeg 
auf ba« Subjeft oon •'n:?^'» gurfldffiejogen weÄen. — 5 : für T'^ttstü ^meine SSerberber" l 
mit bem S^rer, mie ber ^araJDfeligmud forbert, -«nb^y^.; für tm mit de Lagarde -";&;. (MT: 
„bamate [?] ermattete id^"). — 11 : bie Überfe^ung folgt ber Jlonieltur Dtt^aufen«: ti|?«?, 
bie aOein einen befrid)igenben @inn giebt unb burd^ einen feftfte^enben 6prac^gebraud^ 
$f. 35, 18. 8 aRof. 16, 81 ic. geßfi^t ifi. S)er MT märe ^od^flend fo su erHären, ba^ -^t^ 
nad^ ®efen. § 144, 4 afö jmeiteS Subieft (nad^ einem Sinfd^b?) gefaxt mürbe, alfo: „id^, 
mrine @eele, meinte tmter Mafien". — 70, 2: ergange nad^ bem $arallelte£t $f. 40, 14 n^.*^ 
oor D*>nbfit ; biefer 3m))eratio ift für ben @inn mie für ben ^araOeliiSmud gleid^ unentbehrlich. 
2)er MT ISnnte I^Sc^fiend gebeutet merben: ,,®ott, mid^ }u retten [eile], ^afftoe, }u meiner ^. 
eile!" — 71,2: «i ''IiWp ifl nad^ $f.81,2 ald ^renbe Auffüllung bedZested gu {Ireid^en.— 
8 : 1. mit LXX, Targ. u. bem ^SarattetteEt 31, 8 : •nrt^ *iiatV (MT : „ein ffioljlnpatt^gfelfen'', 
bod^ ifl 119» offenbar nur 6d^reibf e^Ier) ; ebenfo mit LXX unb ber ^raDele 81, 8: n'^nb 
nin«i3&^ für n'^iat 'i*<»n Minb ö.ba^ id^ mid^ immerbar [bal^in] begeben lamt ; bu §a{l befohlen, 
mir )u ^dfen'O- 3Rit Siedet erinnert SStl^gen, ba^ ftd^ bie Sntftei^ung bed XesteS oon 71, 8 
aud bem oon 81, 8 unfd^er begreifen IS^, fobalb man bribe in scriptio defectiva (unb 
continna) unterrinanber fe|t. — 5 unb 16: oergl. oben }u ißf. 50, 1. — 20: I. mit de La- 
garde nh«»pnp}73n, wie ißf. 68, 10. 3ef. 44, 28 u, a. MT: „au« ben fehlten ber Crbe (?)", 
aber ninhn fmbet ftd^ fonft nirgenb« cl9 Status constr. ~ 21 : I. mit LXX etc. iixäni für 
ü&n'i (b. i. nad^ üblid^er Deutung ,,unb bid^ [l^ergujmenben")- ~- 72, 5 : 1. mit de Lagarde etc. 
nad^ LXX ^('^'im!'] ; MT : „mSgen fie bid^ fürd^ten". 2)iefe Xnrebe Gmnte jebod^ nur an ben 
Adnig gerid^tet fein, oon bem bod^ oorl^er unb nad^l^er nur in britter $erfon bie Siebe ift. — 
9: für ü^ri moSen Oföl^aufen k., bem ^araOelidmu« entffnred^enb, D'^'nae. — 17: ergSnje 
mit ben LXX nad^ in ba« für ben $araDeIi«mu« unentbel^rlic^e Subjeft ynetr; n'iriB^än-bs; ; 
ber XudfaS entftanb burd^ Xbirren oom erßen }um jmeiten bro. — 18 : oergl. bie teftlritifd^e 
Xnmerlung gu $f. 50, 1. 

2)ritted 9ud^. 

73, 4 : bie ttberfe^ung folgt ber ftonjeltur 3RoxÜ u. a. D13 'i»b ; MT tonnte nur be* 
beuten: „benn nid^t giebt'd Sd^mergen gegen il^ren Xob ^in'' ober „anlä^id^ i^ Xobe«" 
(nad^ üblid^S)eutung aber: „bidguil^Xobe').— 7 : LmitbenLXX 'inj'is;; MT: „au« 
bem ^ette treten i^ Stugen ^eroor " (in SEBo^r^eit mürben bie Sfugen bann e^er gurüdliegen). — 
8 : ptf$9 Vjt mit LXX etc. gum gmeiten ^Iboer« gegogen. — 15 : bie ftberfe^^ung be« oer« 
gmrifelten S3erfe« folgt ber LA n|n 'in^, bie fc^n oon Aquila u. a. oorau«gefe|t gu merben 
fd^ni SMe LXX brüdfen id au«, l^aben aber f d^ erlid^ etma« anbere« oor fid^ gel^abt, al« 
bie LA be« MT („menn id^ backte, ic^ miH oerlünbigen, mie . . . fie^e u. f. m.")* fibrigen« 
tonnte njn ebenfomol^I für al« oor nsin gelefen meiben. — 16 : l. mit LXX etc. nn^Dn^i ; 
MT: „unb fann id^ nad^ — , f war e« tc," — 28: oergl. oben gu ißf. 50, 1. — 74, 14: 
I. mit Cheyne u. a. D"»«;» (o^e b); MT: „rinem »olte, [nämlid^] SBäüpentieren." — 20: L 
mit LXX '^fT-'^iab (att«faff oon :d oor d). — 75, 2 : I. mit Cheyne (na^ Dyierlnck) ^trfp-] 



J 



76 SMe $fa(men. 

(Sfttljgen: '''yp'], tnbem «^p oI« verbum n'b Bc^anbclt fei). MT: „inbem nal^e tfl bein 
9tame". Dann vermißt man aber ,,und'^ unb ber 6d^lu^ bed SSerfed fd^toebt in ber 2uft — 
6: U mit ben LXX (,,gegen ©ott'S inbem fte l^ier wie onbentHirtd l«i^ burd^ „®Ptt" »ieber* 
geben) "i^^ zugegen ben %tl\en [S^raefö]''. @o f d^on Cappellus, neuerbingd »ieber S3ä%en. 
S>en MT beutet man entmeber: „mit fi:ed^em ^alfe'' (aber pna; ift $f. 81, 19. 94, 4 Dbieft 
9on ^^^i) ober man fa|t "iKixin nad^ $iob 15, 26 in bem prägnanten ©imte „mit {tolg empor« 
geredftem ßalfe''. — 7:1. mit @. Saer (in ber 9(uiSgabe oon 1880; oergL bie 6. 108 oon 
il^m angefül^rten Saugen) "^ä^^v.. 2)er MT märe }u überfe^en : „aud ber SfBfifte ber 9erge". 
aiber bann fel^It bem @a^e bad ©ubielt, unb ü'^^T] foK offenbar mit D'^n*' in 93. 8 forrefpon« 
bieren, {ann fomit nur Inf. Hiph. fein. — 10: 1. mit Säti^gen na^ LXX b-^a^;; MT: „id^ 
miO oeriflnbigen'' o^ne Objeft. 9lfö fold^ed lönnte aOerbingd nad^ anbermeitigen Seifpielen 
„ti" ergänjt merben, aber biefed „ei" lönnte ftd^ bod^ fd^merlid^ auf ben ^nl^alt oon S. 9 be» 
jiel^en. — 76, 5 : 1. mit LXX wie 98. 8 u. 18 «^15 ftatt »ii«} („leud^tenb"), ebenfo mit LXX 
'^f'^t^in (t>ergl. ^ab. 3, 6) unb ftreic^e mit ßi^ig tfit} al$ erflärenbe ®Io^e ju bem fälfd^lid^ 
afö „Seute" gebeuteten n:r. 3)en MT pflegt man ^öd^ft f&nftlid^ ju beuten : ,,oon ben Sergen 
mit [bem oon ®ott aufgefpeic^erten] Staub''. — 77, 9: l mit Sleftle (S^eolog. Stubien aud 
SSiürttemberg 1882, @. 242) ry'o» ober mx», ba nsfct nie oon ®otte^ SSiort, am menigften 
oon feinen Serl^^ungen (fo bie üblid^e Deutung beS MT!) ftel^e. — 11: I. mit Chejne 
(nad^ S3id(eK) Ti'ibri; bie ttblid^e Deutung bed MT („mein Durc^bo^rtfein'') fu^t aOein auf 
bem unftd^eren SIest oon $f. 109, 22.— 78, 9 : 93. 9 unterbrid^t in unerträglid^ SSkife ben 
3ufammenl^ang unb ifl mit ^upfelb u. a. ate eine oon onbenoortd l^ierl^ oerfprengte ®loffe 
}u betrad^ten. (Ebenfo ift mit ßupfelb '^rn'\ aU Snterpretament ju *>piDi3 ju fbreid^, melc^ 
bie „SJogengerüfteten" gu „»ogenfcjü^en" madjt. — 60 : I. mit LXX p^ ; MT (jur »e* 
feitigung beg Slntl^ropomorpl^idmud) : „iai 3^^^^ ^^^ ^ ^^^ i^^ ÜRenfd^en mol^nen lie^". 
ä(ber i^tä l^at immer eine ^erfon (ober ben „Flamen'' ^<äfmi) sum DbjdFt. — 69: l- mit 
^i^ig u. a. D'^niiTaa (ober mol^I rid^tiger S»^, fomie V*?^^) > ^^ lönnte laum etnmd anbered 
bebeuten, ato „nad^ SBeife oon ^o#e^enben (3Renfd^en)\ — 79, 7: I. mit ber ©runbfteUe 
3er. 10, 25 unb aQen alten 93erfu)nen ^bDK; MT aQenfadd: „man ^at 3. gefreffen". — 
11:1. mit »ätl^gen (nad^ Syr. unb Targ.) «npin; MT: „lafe übrig bleiben". — 80, 5 u. 20: 
oergl. oben ju $f. 50, 1. — 81, 17: 1. mit Houbigaut unb ben meiften Steueren, mie ber 
5ßaralleli«mug forbcrt, nnb'^D««') ; MT : „unb er fpeifte il^n". — 83, 6 : l. mit Dte^aufen u. a. 
nad^ 1 ß^ron. 12, 38 nn« :ab; MT: „im ^erjen(?) jufammen". — 19: gegen bie Slccente 
ift mit LXX etc. ']n:ib jum jmeiten ^alboerd gegogen. — 84, 9 unb 12: oergl. oben )u 
5ßf. 50, 1. — 85, 5: l. mit LXX -iprji; MT: „unb bridj beinen U. gegen un&\ —9:1. 
mit Sätl^gen nadj LXX nb ü^b "niö -»b^ij ; MT : „nur mögen fie nid^t §u 2;^orl^eit jurüdf« 
leieren". — 86, 11: l. mit LXX "in: (atö blofe rl^pt^mifdje Suffioform an ber ©pii^e be« 
©tt^e«; oergl. ®efen." § 109, 2, ^, änmerhmg); MT: „einige (fammeln) mein $." — 
87, 1 f. : 93. 1^ ifl al^ Objett ju :in> gebogen, ii**^ n^V) gegen bie älccente gum gmeiten 
^Iboerd oon 93. 2. Die 93erbinbung oon 1^ mit bem folgenben ift aSerbingd nid^t unbebenl^ 
lid^. Xber bie Raffung bed MT „feine ®dinbung ift auf l^eiligen Sergen'', morouf in 93. 2 
abermals ein eingliebriger @a$ folgt, ift nod^ bd)enllid^er. SBa^rfd^einlid^ ift nod^ ber 6ber« 
fd^ft etmaiS aufgefallen. — 88, 2 : 1. mit (Srä^ u. a., mie ber ^araHelidmui^ gebieterifd^ 
forbert: 'an (ober •'njja?^^?) 'ar üv -»n^i« "»rTbtfi mn*»; ber tJelJIer ip burdj Dittograp^ie be« 
3ob oon "^nb» oerfc^ulbet. Der Sßortlaut bed MT lönnte nur überfe^t merben: „Sol^me, 
®ott meinet ^eib, am Xage, ba id^ in ber 9tad^t oor bir rufe". — 16 : l. mit Ote^aufen k. 
(nad^ $f. 77, 8) n;«i£)K; MT nod^ üblid^er Deutung: „id^ bin ratlod''. Slber ein 93erbum 
1?B esifüert nid^t^ unb bie überfe^ung ber LXX unb bed ^ieron^mu^ ift o^ne 3n>eifel nur ge» 
roten. — 89, 20 : l. mit ^upfeö) u. a. (nad^ 93. 40, mo mieberum bie Srmo^lung unb bod 



2)ie Vfalmeit. 77 

3)tabem parallel gelten) in ; MT: ,,td^ l^aBe ^ilfe (?) auf einen Q. gelegt''. — 34: l. mit 
Dföl^oufen u. a. i'^D^ ; MT : ^meine ®. wiH i^ nid^t Don i^m (redten (?)". -— 51 : bie Übtt^ 
fe^ung folgt ber älnnai^me ^u)>felbd, ba^ nad^ *b3 bad Objelt ro^n auil^gefallen ift. ^upfelb 
miO botnod^ m^ ü^^"^ Beibehalten, otool^l bann ü'^n» nur ald matte Slppofttion gu D'*:i'n 
(oieler, nämlid^ SSößer) gefaxt merben Knnte ober beffer ali^ ertlorenbe (Stoffe ju Q'*ni gu 
fireid^ mare. äSir {iel^en ba^er oor, nein ffir D'^ni einjufe^en. ScbenfaK^ mu^ jtd^ Iidk 
itnn in 93.52 auf ein gleid^bebeutenbed @ub{lantio gurüdfbqiel^en, unb am näd^ften liegt nad^ 
$f. 79, 12 eben nfi*in. Seac^tung Derbient inbe^ aud^ bie SSermutung Sät^gend, ba| bs 
oud nqb^ oerfd^ben fei. 

Sierted 9ud^. 

90, 1: t. mit Dföl^aufen u. a. für fiant} („SEBol^nung, DBbad^") ny)9. — 2:1. mit 
LXX etc. unb jal^lreid^en Steueren bVinni; MT: „unb [beoor] bu freiftejl mit (Srbe unb 
Srbfceid". S)ie LA ber LXX etc. Idnnte aSerbingd auf einem Slnflo^ an bem aüjidai^nen 
Silbe berul^en, l^at aber ben genaueren $arallelidmud ffir ftd^. — 5 : np/sia ift gegen bie 
ätccentc }tt 5* gqogen (mie ein ©c^laf am 9Rorgen hinter bem @rmad^ten li^). — 6 : L mit 
be SBette bVin';; MT: „am X. fd^eibet man e9 ab" (faS^ nid^t bie intranfttioe Sebeutung 
„oenoeOt e9" ooraui^efe^ ift). — 91 , 1 f. : bie ftberfe^ung folgt ber Slnnal^me Old« 
l^oufend u. a., ba^ an ber Spi^K bed $falmd """iom au^efaiofen unb 93. 2 "inb (in enger Ser« 
binbung mit nin*ib) gu lefen \% ^ MT märe gu fiberfe^en: ,,@i|enb im@d^irm be8 
^öd^ften meilt er (ober ,manO im Sd^atten bed SlOmad^tigen. ^^ fpred^e : bei (?) ^o^me ifl 
meine 3* i<nb meine 9. ; mein ®ott [i{l er], auf ben id^ oertraue". Xbgefe^en von ber uner« 
trSglid^en Xautologie, auf bie 93. 1 l^inausläme, more namentlid^ bad t^^len oon M^n in 2'' 
bebenHid^ unb bie 93erbinbung oon *i»» mit nin*ib unumgänglich. — 9 : ergönje mit Dl9" 
l^aufen:c t^y^t^ oor t-inM. gm MT(,,bennbu, Sal^me, biftmeineg-; ben^dd^ftoi l^aft 
bu u. f. m.") ifl ber älbfprung oon ber 9[nrebe gur 3. ^ßerfon unerträglid^. ^r ^di9» l. (mie 
!ßf. 90, 1) mit Dföl^aufen K. ^^tj; MT: „gu beiner SSo^nung (beinem Obbad^)". — 
92, 10: ftreid^e mit Se9 (bei CheTne) u. a. '7'':i''» nsn *<2 aü offenbare Dittograpl^ie ber 
brei erfien 95Borte bed 98erfc«. — 11 : •»nba lönnte nur Infin. Pi. oon nb? fein. 3)ie üblidje 
S^^utung fe^t T^Va ooraud; bod^ mare bied eigentlid^: ,,id^ l^abe eingerfi^, oermengt". LXX 
Hier, lafen "^hbri (1 !Dlof. 18, 12: mein SBelf werben). SBiS bie SRafora burd^ i^re abnorme 
93etonung auf bie 3RögIid^Ieit aud^ bief er LA (neben "«nVk) ^inmeifen? 2immerl^in märe '^rjba 
ein feltfamed gmeited Öbjelt gu a'-ini. — 93, 1 : l. mit Sät^gen nad^ LXX etc. idn (oergl. 
^f. 75, 4) für fisn („iji fefkgefteHt, fte^t fefk"). — 95, 10: l. mit LXX ffier. etc. ^m 
M<inn; MT adenfaDiS (Stid^tbeterminierung gum 93e^uf ber (Smp^afe): „an xoai für einem 
©efd^lec^t!" — 96, 10: gu ber LA pn für ^sn oergl. o. gu 93, 1 ; ba^ überfd^üffige britte 
93erdglieb fe^lt in ber parallele 1 Sl^ron. 16,80 unb ift mit 93at^gen aü gutl^at aud $f.9, 9 
gu fkreic^en. — 97, 1 1 : l. mit LXX etc. n^i für rrt („Sid^t ifk gefäet" ober „au«gcftreut").— 

102, 4: l. mit LXX etc. Targ. Hier. iuj9,3); aud|| ber MT foll fd^merlid^ bebeuten: „fte fmb 
in Slaud^ aufgegangen", fonbem (mit bem fogen. n essentiae) ,,in ®eftalt oon" ober ,,al9 
9iaud^". — 8: l. mit Dte^aufen, Cheyne etc. nört«}; MT: „unb id^ marb mie k." — 

103, 20 : bad überfc^fftge unb aud^ in^altlid^ ^dd^ft j^örenbe britte 93erdglieb i{l mit Cheyne 
unb Sätl^gen ald®lof[e gu ftreid^en. — 21 : l. 'iM!)^ ftatt bed $lurald, benn bieSprad^e lennt 
nur bie ^Utralform n'iM:)3t. S)er Plural i''fi$^^ entfUmb l^ier, mie 148, 2 (mo id)0($ bad 
Jtet^ib offenbar 'ifi^as; gefprod^en merben foOte), aud SUidfid^t auf ben$lural bed ^mperatiod.— 

104, 6 : l., mie ber 3ufammen^ang forbert, ba ftd^ bad ®uffi|^ an n'^od nur auf \>a& t^inin 
y^^ begießen {ann, rrn'^D:;. — 105, 6 : l. mit Sätl^gen nad^ LXX unb Sjr. unb entfpred^enb 
bem parottelen ^•^•»nsj: v^^?; (MT: „Xbral^am^, feine« Änedjte«"). — 18: l. mitDtö« 



78 ^ie $falmen. 

I^oufen K. bnaä (^(udfaU von s vor n), ba bie Raffung txm bT'nn old Accus, loci gram« 
matifd^ loum mögßd^ iß. — 27 : I. mit LXX etc. ü^ unb Detgl. 2 SRof. 10, 2, mo gleid^« 
foD« Sa^mc ®tt6j|clt ift. MT : „ftc (3Wofc unb Storon) Dcrrid^tctcn" 2C. — 28 : ihreid^c mit 
LXX etc. fi6 ; ^'ntii ift bann al« Perf. frequentativum )u faffcn. äud^ nad^ bem MT roärcn 
mo^I bie £g9pter afö ©ubjelt )u benlen ; nur more ei auffäQig, menn (lo^ in biefem einem 
f^oSe il^re oorü(ergel^enbe Siad^gieBigfeit ernannt mürbe. — 40 : l. mit LXX etc. ^b^tq t 
MT attenfate: ,,man forberte". — 106, 7: l mit LXX etc. ^Dh; MT: „beiner Onaben* 
ermeife'' ; für bai^ cor ,,am Sd^ilfmeer'' ftSrenbe „am SReer" I. mit Sütl^gen (nad^ Venema) 
1'rb^ unb oergl. $f. 78, 17. — 27: l. nad^ ber (fd^on in 93. 26 benu^ten) ©runbftelle 
% 20, 23 yeribi; MT: ,,ju fdtten unter ben SöCtem". 

fünfte« 9ud^. 

107, 4 : ®rgange mit Dfö^auf en 2c. nad^ 35. 40 «b Dor ^'nn ; ber MT lönnte nur Bc* 
beuten: „in einer ®ini)be ^infid^tlid^ be8 SBegi^''. — 17: I. mit Dtel^oufen u. a. O'^Vn ent* 
fpred^enb bem parallelen na$n\ MT märe )u überfe|en: „2;i^oren infolge" tc. ; aber bie 2^l^or« 
^eit ift nid^t bie ^olge^ fonbem ber ®runb il^reS fünbigen SSkmbeld, unb gegen bie Raffung 
„betl^ört oon il^em f. 993." fprid^t mieberum ber $araQe(idmu9. — 25 : (. mit SSt^gen nac^ 
LXX Hier, iby^^; MT: „unb er liefe entftel^en". — 108, 11 : oergl. bie teEtfritifd^e «nm. 
)u 5Pf. 60, 11. — 12: 1. mit 5Pf. 60, 12 ba« Dor n-nb« unentBel^rlidJe nn« nad^ rfbn. ©er 
MT entftanb burd^ Xbirren von m auf k. — 109, 2 : l mit Houbigant etc. (entfpred^enb 
bem n»^73 -d) : yti*; ; MT: „ben 5Kunb eine« ©ottlofen". — 5:1. mit ^upfelb \l a. nad^ 
®pr. 17, 18 i^""«?;]; MT: „fie legten mir SJöfe« auf" (ober attenfaD«: „jie mafeen mir 93. 
5ci"). — 10 : I. mit LXX iti'nh'; ; ber MT mitt roal^rfdJeinKdJ auSbrüden : „unb pe follen 
[99rot] fudjen fem oon i^ren SRuinen". — 17 f. : I. mit LXX etc. (im ©inflang mit '^rjn 
93. 19) irrKhn^, pn^nni unb (95. 18) «nni. MT: ^ba fam er über il^n", „ba Wieb er fem 
oon i^m", „ba brang er ein" — gegen ben Äontejt. — 21 : oergl. oben ju 50, 1. — 22: 1. 
mit LXX b'tn; unb oergl. $f. 55, 5 ; MT nad^ üblid^er, aber nid^t fidler gu belegenber 
SJeutung: „ift burd^Bo^rt". — 28: I. mit SJät^gm nad^ LXX irä'? -^wjj; MT gegen ben 
jtontest: „fte erhoben fid^ unb murbm }u B^anhcn". %aUi i»p, urfprünglid^ märe, müfete 
menigften« ^n;«'] gelefen merben („l^aben fie jtd^ erl^oben, fo mögm fie bann gu&^.merbm" — 
110, 3: I. mit Symm. Hier. u. a. 'p '^y^l^ unb oerBinbe bieg gcgm bie äccente mit bem 
erftm ®lieb. MT nad^ üblid^er 3)eutung: „im l^eiligm @d^mud( lommt bir u. f. m." ; bod^ 
märe bann minbeftm« 'p n*nnria gu ermarten. — 111, 1 : ba^ rr; ibVjJi an ber ©pi^e oon 
5Pf. 111—114 (benn ba« rr^ ibbn amSc^lu^ oon 5Pf. 118 bürfte mit ben LXX gum änfang 
oon $f. 114 gu giel^m fein) unb am ©d^Ui^ oon $f. 115-^117 (oon bm LXX aQerbing« 
aud^ jebe^mal gum 9(nfange bed folgenben $falm« gegogm) erfl nad^trägßd^ ald liturgifd^e 
t^ormel beigefügt ift, ergiebt ftd^ mi ber alpl^abetif d^en Slnorbnung oon $f. 111 unb 112, nad^ 
meld^er ein K ben SInfang mad^m mu^te. — 8:1. mit LXX etc., mie bie 3ufammmfteIIung 
mit nK» erforbert, -nti-^v, MT: „unb al8 reblid^er" (?). — 112, 1. 113, 1. 9. 115, 18. 
116, 19. 117, 2: oergl. obm gu 111, 1. — 118, 12: I. mit SSät^gen na^ ben LXX nad^ 
D'^'nmD :D'^:iipa ©nd i^ä| is'n; MT: „fie umringten mid^ wie 99., mürben (ober ,roerbenÖ 
audgelöfd^t mie ^omenfeuer". S)er MT entftanb, mie 93ät^gen rid^tig erlannt l^at, burd^ 93er« 
mifc^ung oon n :>^ unb unrid^tiger 3ufammengiel^ung be« übrigbleibenbm. — 119, 22: 1. mit 
®ma(b 2c. bem 3ufammm^ang entfpred^mb bit; MT (in irrtümlid^em äbtfd^Ui^ cot 95. 18): 
„bed(e auf" tc. — 24 : ergänge am @d^luf[e beiS 93erfed mit 93ät^gen nad^ LXX nod^ ^""t^ipB 
ober ein gleid^bebeutmbed @td&ftantio ald Subjelt gu '^ '^td^M ; MT : „ja beine S- P^ inein 
@., meine 93erater", alfo ein93enS o^ne parallelismus membroram, mieberen oKerbingd m^ 
fonft in biefem $falm ongutreffen finb. — 108: l. mit LXX etc., mie ber $(ural bed 



SHe 9fa(men. 79 

^Tobifat« forbert, T?^*?*^.? -^T: „beinc S/'. — 117: L mit LXX etc. toic S. 16 unb 47 
y«?P«J»l ; MT: „fo TDik id^ [mit Suji] ^inMidcn auf bcinc©." — 119: 1. mit »ätl^gcn nadj 
Aquila, Symmacbus unb Hier, nnisn; bie LXX brüden bad gleid^e SSerbum in 1. ^erfon 
oud. MT: „al% Beladen l^aft bu jum Sd^meigen gebrad^t (befeitigt) aEe ®. auf ®rben". — 
128: l. mit LXX etc. ^•^nipB ftatt bc8 uttüberfcftBarcn bD •'mpo (oDcScfc^lc oDcr??); 
Sät^flcn ocrmutct nad^ Hier. aU urfpr. SJcjt '»"bsb (fo ba^ alfo b im MT nur an falfd^c 
SteDe geraten märe) unb überfe|t bied mit @rgän2ung von n'jl^ }u '^n^iu?'« : ,>arum manble 
id^ gerabed 9Begd nad^ aEen beinen ®eboten''. — 147 : e]üdn -in»^p fömtte, ba bie f^affung 
„id^ bin frfil^ auf" nid^t )u belegen ift, l^dd^flend bebeuten : ,,id^ lam in ber [3Rorgen«]Sämme= 
nmg guoor" ; eine Srgänjung mSre ober oud^ bei bief er ^^affung f d^mer gu entbel^ren. Sntmeber 
ift t)d5 (o^ne n) }u lefen ober nad^ •^nionp ein SlHufatit) (etwa ^rnö) ju ergangen. — 150 : 1. 
mit aati^gen nad^ LXX etc. nwt ^^h; MT: „bie ber ärglift nadjjagen". — 120—134, je 
SB. 1: mbywn ^'^'O fdjeint gu bebeuten: „ba« SBattfal^rtälieb". ©a bie« nid^t Überfdjrift gu 
einem eingelnen $falm fein lann, fo nimmt mcat gemd^nlid^ an, ba« urfprünglid^e '»n -^'i:''^ 
(ald ©efamtfiberfd^ft ber ©ruppe) fei bei ber Sermenbung für bie eingelnen $falmen in ben 
Singular 'nn *v^ umgefe^t morben. 9Rit Sted^t erinnert inbe« Chejne (Bampton lectures, 
1891, p. 51), ba^ oud^ '»rt ^•'ü nad^ bem ©d^ema nia« rr^a „gamilien" (»ergl. ®efen. 
§ 124, 2, '') bd^euten lönne „bie SBaUfal^rtdlieber''. Sie bamt aSe eingelnen ^falmen bie« 
felbe ftberfd^ft (mag man aud^ „ba« 9BaQfa^rt«Iieb'' fiberfef^en) erl^alten tonnten, bleibt 
babei unerRärt. 3)a« SSSa^rfd^einlid^fte ifl, ba| bie bem ©angen geltenbe überfd^ft ol^nlid^ 
ben Seitenilberfd^ften unferer ®efangbüd^ am 9lanbe ober oberhalb ber ftobtmnen mieber« 
l^lt unb fd^Iie^Iid^ jebem eingelnen ^falrn oorgefe^t mürbe. S)ie93ariante '^a^ *^^^, $f. 121, 1 
ijl offenbar ein (nid^t burd^g^rtmgener, oon Aquila unb Symmacbus aber aud^ $f. 120, 1 
gemad^ter) Serfud^, ber ©d^mierigleit abgu^elfen. — 123, 4: 1. mit bem Jtetl^ib D->D;vMd ; ba« 
Dere forbert unnötigerweife D'»?r "»«Ab „ber ©tolgen unter ben Sebrüdem". — 126, 1 : na*^© 
ift offenbar nur @d^reibfe^Ier für n*"^«^ 0>^^ "^^^)f melti^e« überaE fonft in ber gleid^en 
Sßenbung ftel&t. — 130, 5 f.: ftreidje mit LXX etc. i oor iianb unb oerbinbe Ie|tere« mit 
bem oorl^ergel^enben, bagegen '^nbnin mit bem nad^folgenben "^^ti al« gmeitem Subjelt (nad^ 
®efen. § 144, 4). gm MT bietet gmar 93. 5 leine 6(^mierigleit („meine @ee(e ^arrt unb auf 
fein äBort marte id^") ; aber ber 93er« ift offenbar überfüQt. 93. 6' mirb bagegen nur bann 
oerßänblid^ , menn man mit ^upfelb unb Cbeyne nod^al« '«b'^nhn (beffen 9lu«faD nad^ 
'^nbnnn aUerbing« leidet eriflorlid^ miire) einfügt. — 1S5, 1 unb 21 : oergl. bie Semerfung 
gu 111, 1. — 137, 3: bie üblidje Ableitung be« nur l^ier oorfommenben bb'Tn oon bb*« roe^* 
Sagen (= „ber SEBeJ^Hage bereitet'') ifl l^öd^ft lünftlid^ unb überbie« fprad^Hd^ iaum l^altbar. 
93on ben ga^Ireid^en ftonjelturen ift ^upfelb« i3'«bViiz5 „unfere ^lünberer" bie einfad^fte. 
Hal6vys (bei Cheyne) ^rbbbn (für Vin») „unfere 3;dnger" (al« gmeite« DbjdEt gu ib««) 
fd^eitert baran, ba| man vielmehr eine parallele gu irnnizS gu erwarten f^at — 5 : I. mit 
®rä4 tän^n ; nur fo erl^ält man einen befriebigenben @inn : bie Siedle foQ il^m einf dampfen, 
wenn fie, Seruf alem« oergeffenb, fid^ gur Sntmeil^ung ber 3ion«Iieber l^ergiebt. S)agegen nötigt 
bie oon Cheyne oorgqogene LA ton^r) (eig. „fie verleugne, oerfage") fd^on gu einer gewagten 
@rgängung [il^ren S)ienfl]. 3U>^ me^r gilt bie« oon ber f^affung be« MT al« einer 3(pofiopefe 
(„fo oergeffe m. Sl.")- 3)i« fd^einbar nädjpiiegenbe ^öffung be« MT aber „bu (®ott) mögejl 
oergeffen'' ober (in ber 9lu«fprad^e n:3^n ; fo LXX Sut^er) „fo möge m. 91. oergeffen w." 
lä^t unerllart, warum nur bie9led^te unb nid^t bie gange $erfon oergeffen werben foQ. — 
8 : I. mit Sött($er u. a. rt';'nn;4n ober (ba bie Plene-Sd^ireibung erft nad^träglid^ l^ingu^ 
gelommen fein lann) rrjnten. a)er MT lönntc nid^t bebeuten „bu oerwüftete", ba bie 95er« 
wünfd^ung bann leinen Sinn mel^r ^ätte, fonbem l^öd^flen« .^bu, bie oerwüftet werben foQ" 
(oergl. ®efen.^^ § 116, 2, ^). — 138, 2: ÜRan erwartet eine 9u«fage wie etwa: „bu ^afl 



80 S)ie Vfalmen. 

beinen 9lamen gTO^ gemad^t (oerl^errltti^t) üBer jeglid^ Serl^t^ung ^inau9" unb biefen Sinn 
gewänne man butd^ SBerfe^ung von '^^tiXo dot iS)*-b;. SSt^gen n)tQ burd^ Gtreid^ung von "jnvj 
Reifen ; ober nb^^n I^ntn für m nid^t (ebeuten: ,,bu ffa^Qkofie» getl^on". 3)ie t)on Saer auf« 
genommene ^unltation ~bb (fiatt -b^) miD offenbar einen t^ngo^eig ju einer anberen 3)eu« 
tung geben: „bu ^aft gro^ gemad^t über aOe6 beinen 9tamen, bein SBort". 9(ber f($on bie 
Seibel^altung be^ Maqqeph nad^ bb jeigt, ba^ mir ed babei mit einem erß nad^trSglid^en @in^ 
faS )u tl^n l^aben. — 139, 11: bie überfe|ung folgt ber ftonjettur Smalbd: '^ys(^t'] (fttr 
•^DSD*;). »attd^er u. a. ■'?bi:?'; („möge mid^ oer^üffen") ; ber tranjttioe ®ebraud^ oon t\^^ ift 
jebod^ nid^t }u belegen. MT : ,,möge mx^ germalmen" ober nad^ anberen „nä^t mid^ an* 
fd^nauben" — beibed gleid^ unpaffenb. — 16: bie Überfe^ung folgt bem SSorfd^Iage Satl^genS, 
i'n^'t &*<»-> gunSd^ft l^inter ^'^^'^y gu fleSen unb fo einen $IuraI gu gewinnen, auf ben fid^ Db^, 
meld^ed ol^nebie^ in ber £uft fti^mebt, gurüdtbegiel^en lann. Sluf einen annehmbaren parallelis- 
mus membrorum mu^ man freilid^ aud^ bei bief er äludbmft oergid^ten. — 20 : I. mit ^up« 
felb u. a. ^i'n7^\ ©er MT benft an ^"n^«", aber 'löet nimmt leinen perf8nKdJen äccufatto 
gu ftd^, unb Raffungen mie „bie bid^ nennen" ober „oon bir reben" ftnb fprad^Kd^ iaum ^(dU 
bar. 3n 93. 20^ ift tK^^; o^ne 3n>eifel fo oiel afö ^Kto; (unb gmar mol^l einfad^er Sd^eib« 
fehler), aber bamit ift nod^ nid^td gemomten. ^e S>eutung Sutl^erd u. a. (,,unb beine $einbe 
erl^eben ftdj ol^neUrfadJe") nimmt ^••'ny al3 arapiäif c^e gorm für l^ebrüifc^e« '^f^^^; aber «i®b 
l^ie^e vielmehr ,,fret)entlid^" ober „oergÄlid^", unb bie intranfttioe Raffung oon ^-m^ ift gleich« 
faEd bebenHid^. Se|terer ®runb fprid^t aud^ gegen ^upfe(b9 ^""bs; („^^ erl^eben in ^woel 
[ober ,oergebIid^'] miber bid^'O für '^^'^'^y. km meiflen befriebigt Don aDen Jtonjdturen no($ 
Sottd^er« tjioti für T^^; fo gewinnt mannadj 2 9Rof.20, 7 ben Sinn: ,,[bic] beinen 9lamen 
freoentlidj au^fpred^en''. — 21 : pnai ift offenbarer ©djreibfd^ler für '»hpnpa^. — 140, 9: 
mit ')739'n; am ®nbe beg Serfed ift nid^td angufongen ; benn f^affungen wie „^ Idnnten ftd^ 
[fonfl] überl^eben'' ober (mit angdblid^em f^ortwirfen ber 9legation) ,,bamtt fte fid^ nid^t er« 
^Am" ftnb unbered^tigte 9totbel^elfe. ^5($flwa]^rfd^einli($ gehört iTai'n*' urfprünglid^ an ben 
Xnfang oon S. 10, nur ba^ ftatt beg Dal oielmel^ bad ^ip^il („er^en fte ringd nm mid^ 
ba« ^aupt" ober nod^ beffer mit Cheyne i»*»-.; -b« „la^ fte nidjt ba« ^aupt crljeben") gu 
lefen fein wirb. S)er ie^fige 2;e^ entftanb oieHeic^t burd^ bie irrtümltd^e Sinfügung bed hbD 
oor vSe<*i. gfür ba^ Serft&nbnid oon S. 10 wirb fretlid^ mit aSebem ^öd^ftend bie 93ermutung 
gewonnen, ba^ in bemfelben ber ©ebanle audgebrüd(t werben foQte: ^^faDd fte ringd um mid^ 
[brol^enb] bad ^aupt erl^eben, möge ba^ oon t^ren Sippen angeftiftete Unl^eil il^nen felbft gum 
ajerberben gereichen." — 11: I. mit Jßupfelb tc. nac^ 5Pf. 11, 6: »nt?»:; MT Kethib: „fte 
mögen l^erabneigen", Qerd: „ti mögen ftd^ ^erabneigen" ober „^erabgeneigt werben". — 
12: gegen bie »ccente ift y^ mit ^upfelb u. a. aliS ©ubielt gu im»'« gegogen; MT: „ber 
®ewalttl^atige, ber 8ofe — er (Sö^wÖ wirb il^n jagen" u. f. w. — 141, 8 : oergl. oben gu 
50, 1. — 10 : nn:; ift gegen bie Sccentc gum erften ^alboer« gegogen. — 143, 9 : ber SdJIu^ 
(„gu bir l^in l^abe id^ bebedFt" ; bie angebliche Sebeutung beiS n(;:D „l^imKd^ anT>ertrauen'' ift 
ad hoc etfunben) ift im MT ftmtloS ; l. mit Sdtljgen nadj Sef. 8, 17 Tj-^Än. Die oon ben 
meiften angenommene Jtonieftur Xbulwalibd: '^rptm („fud^ id^ 3uflud^t") Ift^t bie fton» 
ftruftion mit b» (ftatt a) unerllärt. ©a« oon ®rä| oermutete '»r'"!p („idj l^arre") ift gropl^ifdj 
weiter oon •^n-^o^ entfernt, (d§ Ti'^sn. — 10:1. mit ^upfelb u. a. na^ 5Pf . 27, 1 1 rrnka ; 
MT: „in ebenem Sanbe". — 144, 2: ba ftd^ ber gange SerS beutlid^ an $f. 18, 8 anlehnt, 
fo liegt ed am nö($ften, ftatt beS nid^t in ben 3ufammen§ang paffenben '"^lon nad^ bemSd^bi^ 
oon $f. 18, 2 "^pTTi gu lefen (fo fd^on S)9ferind0. S)ad oon 5lrod^maI, Cheyne u. a. oermutete 
■^son „meine ©tärle" ift ein rein aramäifdje« SDäort. gfür •»»? „mein SBoIf" I. nodj ber offen« 
baren Vorlage 2 ©. 22, 48 ü'^w. — 7:1. mit LXX etc. ^n;; MT: „beine ^be". — 
145, 5 : I. mit LXX etc. nan- (alfo in aSerbinbung mit S. 5') ; MT entwd)er „^o^eit ift 



Sb\e $fa(ni«n. Sie ®ptfld^e. gl 

bein J^ertlid^er ®Iatis" ober ,,oon ber ^. beineiS l^errlid^en ®I. unb ber Sfngelegen^eit beiner 
SBSunber toitt id^ fpredjen". — 6:1. mit bem Kethib '5|''nhV>nii (ober tj'^nhb'ta ?) entfprcdjenb 
ben ^-»nwnii im parallelen ©a|e ; MT in unnötiger SRüdfftc^t auf ba« Suffii am ®nbe beg 
8erfe« „unb beinc ®r8^e". — 18: nad^ 35. 13 lafen LXX Syr. nod^ bie fel^Ienbe Nun- 
©troplje T^i95j^-b:}a Tprjn ■»•»^a-'j -bDS msr^ i?}^;. a)a nid^t ber geringfte ®runb erfid^tlid^ 
x% worum in einem fonß burd^oud Ulienlofen klfffahct Nun gefehlt l^aBen foUte, fo ift cm 
eine na($trSgIid^e @rftnbung obiged 93erfe^ )ur Su^füSung ber SüJe (bie im gried^if d^en SCejrte 
gor nid^t ju fpüren war!) nid^t gu beulen. S)a^ ber gmeite ^alBoerd in 93. 17*" nod^matö 
»i^ede^, lorni 6ei bem tompilatorifd^en S^arolter ber meiften alpl^aBetifd^en ^folmen nid^t 
in Setradjt tommen. — 146—150: oergl. üBer rr» ibbn am Anfang unb ©djlu^ ber fünf 
legten ^falmen bie Semerlung oben ju 111, 1 Md 117, 1 ; nur 147, 1 6ilbet bie liturgifd^e 
Formel gugleid^ einen Seftanbteil be$ 2;ectei^. ~- 147, 1 : bie überfe^ung folgt ber SSermutung 
Venemas u. a., ba^ fitatt ht& auffälligen Infin. fem. nn*?^! (benn an eine 2. @ing. bed gm« 
peratio« mirb fd^merlid^ gu beulen fein) i'i^t gu lefen fei. Statt i^-irrbM fd^einen bie LXX 
irrVbMb gelefen gu l^aben. MT: „benn gut ift'd, unferem ®otte gu lobfingen, benn lieb» 
lid^ u. f. m/' a)er @d^lu^ W Serfed ift auffottig abrupt unb oietleid^t nati^ $f. 88, 1 
( n 'a O'^'itf -jb) gu ergangen. — • 20 : l. mit LXX rMt-^t'-^^ t«:)?«»^; aud^ o?.*^T ^5 ö-^öetini 
(fo 9&tl^gen) ergäbe eine angemeffene ^oraSele gum erflen ^alboerfe. MT : „unb Stetste — 
bie fennen fie nid^t". — 148, 6 : l., wie ber 3ufammenljang burd^auS forbert, i^hjp (waw 
geriet irrtümlich Dor, m\taü hinter resch); MT: „ba^ überfd^eitet er (Sa^wej nid^f' 
ober „hmS fiberfti^reitet man nid^t". 

1, 11 : l. mit Dyserinck*, wie ber ^aroEeli^mu« forbert, Dnb ; MT: „wir woBen auf 
i6lut lauem." — 15 : bie ftörenbe SEBieber^olung ber Slnrebe aud S. 10 wirb mit ben LXX 
ald fp&tere Sut^at gu ftreid^en fein. — 16 : ber 93erg fe^lt in LXX Vat. unb ift mit 3lomai 
(bie ©pr. ©alomoniö, 2pg. 1883), Dyserinck, Oort** u. a. aU ©loffe au« 3ef. 59^ 7 gu 
betradjten. — 2, 15: l. mit Dyserinck nac^ 10, 9 D-^jjr»; MT: „beren 5ßfabe fcumm 
finb" ; aber bagu pa^t nid^t ber gweite ^alboer«, in weld^em nid^t bie $fabe, fonbem nur bie 
Jl^oren ©ubjelt fein lönnen. — 18: l. mit Umbreit u. a. ntjti als mil'ra; MT: „pe ftnft 
l^inab'', wogu bann ^r'^21 nur als unerträglid^ mattes ^ßermutatio gefaxt werben Idnnte. — 
3, 8 : l. mit LXX etc. ^1«tf b ; MT : „beinern SRabel". — 12 : l. mit LXX etc. a^p-j (ober 
wo^l rid^tiger ^s'^^^sni, ba baS Fiel nic^t gu belegen ift); MT: „unb gwar wie ein Sater ben 
@o^n IC," — 13: l. für baS gweite D*ifij nac^ SteQen, wie @pr. 6, 12. gef. 2, 9 u. a. baS 
parallele lä*««. — 4, 18 : baS 1 oor n'^ii wirb als S)ittograpl^ie beS legten ftonfononten oon 
93. 17 gu {{reichen fein. Rubere überfe|en: „aber ber $fab u. f. w.'' unb {leDen S. 18 l^inter 
SB. 19. — 6, 5: l. mit anberer ©ortabteilung'^i'iBits *n;>3; MT: „auS einer (?) ^anb unb 
wie etc.''. — 7, 8 : l. mit LXX etc. njB ; MT : „an i^rer ®de", aber bie oerlürgten geminin^ 
formen mit ©uffis finb fämtlid^ gweifell^aft unb fo berul^t aud^ :n}B für nnjB wo^l nur auf 
J{onformierung mit rnn*«^. — 22 : mit bem MT ift nid^tS angufangen. älud^ bie oon 3)eli|fd^ 
oorgefd^lagene SBertaufd^ung oon dd:^ unb b'^i» („unb wie ein 9larr gur 3^d^^P^0 ^^^ t^B- 
feffeln") giebt leinen red^t befriebigenben ©inn. @ine ©pur beS urfprünglic^en 2;esteS lonnte 
jtd^ in einer LA ber LXX (b;Kd an ber Spi^e beS Sa|eS, woraus oielleid^t gunäd^ft b*"*)»!^ 
warb) erl^alten ^aben; man erwartet einen SSergleid^, wie „iM^ einem ^irfd^, ber ins 92e| 



* Job. Dyserinck, kritische Schollen bij de vertaling van het boek der spreuken, in 
^Theologisch Tijdschrift*' 1883, eine Sufammenfleaung ber oon bem S^erf. in feiner flberfelung 
ber Sprühe (^aarlem 1883) au ^runbe gelegten abtoeid^enben £eSarten. 
♦* Oort, Spreuken 1—9 in Theol. Tijdschrift 1885, pag. 879 fL 
Üaulfd^, Site« Xellament. 6 



82 ^^ @|>tfi4e. 

rennt" k. — 8, 2: l. mit ben LXX wie S. 20: ': "^jina ; MT: „am ^aufc ton ©teigen", 
b. i. nad^ ber üBIid^en 2)eutung: ;,beim 3ufammenfto^ von Steigen {om Areujweg)." — 10, 
10 : bie überfe|ung beg jwetten ^alboerfed folgt bem 2;est ber LXX (6 8i iXfyx^^ h^^ 
na^^iag ei^ronout); MT: „unb toet ein Slarrenmoul ^ot, lommt gu ^oQ", olfo eine 
aOiieber^oIung t)on 8^* 3(6er bie ©prüd^e biefer gangen älbteilung treten foft burd^eg in ber 
Sorm ber älntitl^efe auf, unb eine folc^e bietet ber Xq^ ber LXX. — 11, 19 : l nad^ S(na« 
logie t)on SteOen wie ©pr. 15, 14. $of. 12, 2. $f. 37, 3 '^ rr^h. S)er MT tonnte nur be- 
beuten: ;,ebenfo ift ®ered^tigteit ivm Seben''; aber eine fold^e Slnlnüpfung an Sor^ergel^enbed 
märe in biefem Xeile ber ©prüd^e unerhört. S)ie Deutungen bed 12) al^ Sb]dEtio („mer reblid^ 
oon ©er. ifl'O ober old ©ubfiantio (;>ie SRed^tbefd^offen^eit ber ®er.'0 fmb nu|Iofe Xud= 
pii^te. — 12, 12: 1. mit Dyserinck nad^ Analogie oon Sßf. 74, 15 K, in*^«; MT: „giebt", 
mad man unbered^tigtermeife burc^ „d^^t" gu ergangen pflegt. — 18: I. nad^ 6, 2 vip^ 
(Djserinckoi^?»); MT: ,,in ber Sippen 93. [liegt] ein böfer f^aüftrii'' (ffir wen? Überbied 
fe|t ber gmeite ^alboerd oielmel^r einen ©ebanfen oorauS, wie ben in ber fiberfe^ung aM' 
gebrü(ften). — 26 : I. mit 2)öber(ein u. a. nad^ $iob 39, 8 J'n^'^n ; MT [outet no^i ber 
üblid^en, aber unbegrünbeten 3)eutung: „gured^t leitet feinen ^unb ber ^omme". — 28: L 
mit aEen aütn Serftonen ni7)-bK; ber MT foQ mol^I bebeuten ,,3flid^t^2ob" unb entfhmb, 
afö tir^'^na au9 yti'n ober bergl. oerberbt mar; gur 9lot erl^ielt mm nun ben ©inn: «unb bie 
3li<$tung il^re« $fabed (nadj ber LA st:)^.^ = t^na-r):) ift 3ti^U%oh'\ — 13, 1: l. mit 
Djrserinck na^ Snalogie oon 12, 1 k. rsriM ["iD?»] für nfit. 2)er MT Knnte nur bebeuten 
„ifl ht& SSaterd 3^4^" ; ^^'^ bebarf ed aber ber lünftlic^en Umbeutung oon 3ud^t in r/^o« 
bult ber Sudjt" (SMi^jM). — 11 : I. mit LXX brjhö fin unb oergl. Aap. 20, 21 Qerö. 
MT nad^ üblid^er 3)eutung : „Vermögen au^ ©d^minbel (burd^ ©d^m. erworben)" ; aber biefe 
3)eutung Vkfjt bnrr (^aud^, 9lid^tigleit) fd^werlid^ gu. — 16: l. analog 16, 4 bd (old Objelt 
gu ii^y^) ; wal^c^einlid^ lautete ber Xqrt urfprünglid^ üi'^y ntd^*^ b^. MT brttdtt au^ : „{eber 
j{luge". — 17: I., wie ber Sufammenl^ang burd^aug forbert, b-^e:; MT: „fällt in U." — 
21 : I. mit @wa[b nad^ LXX unb bem ^araHensmu^ entfpred^enb a'^tSD ; MT : ,,aber ben 
frommen oergilt er ®ute«". — 14, 1 : 1. wie 1, 20. 9, 1 rhrnn ; bie LA beg MT (niw^n) 
wäre nad^ 9lid^t. 5, 29 gu überfe|en: ,,bie lUlgflen unter ben ^auen". — 14: I. ftott bed 
fdjfedjtl^in finnlofen t»^?» mit Cappellus u. a. rbb?^»^ unb oergl. 3er. 17, 10, wo gleid^* 
fall« V^'^'' wn^ T'bby» parallel jiel^en. Sertl^eau vermutete vb:jBtt, Dyserinck T^b|3|i9ti. — 
82 : [. mit LXX etc. iTsna. 3)en MT pflegt man gu beuten : ber ©ottlof e wirb burc^ ba« 
[erfte, befte] ttnglütf, bai$ il^n trifft, gu ^aU gebrad^t, ber gfromme bagegen finbet [felbfl] bei 
feinem S^obe S^flud^t — 15, 2 : l. mit Dyserinck, bem ^aralleli^muS entfpred^enb, t)*tt9n ; 
MT: ,,mad^t gut @r{enntnid", b. i. nad^ ber üblid^en 2)eutung: „trägt liebliche @rlenntnid 
t>ox\ — 16, 22 : l mit LXX i-bajab bsto ; MT (mit SluSfatt oon b nad^ b) : „bie «lug^eit 
il^re« »eft|er8" (b. i. „beffen, ber fte bcfi^t"). — 17, 26: l. nad^ ?}f. 31, 24 'nn;^-b?; ber 
MT wäre gu überfe^en: „gu f dalagen @ble um SReblid^feit wiDen'' (sc ift nid^t gut), älber 
abgefel^en booon, ba^ bamit ber ^araUeli^mu« aufgel^oben ift, weift fd^on Q| auf eine nad^:' 
folgenbe ©teigerung l^in. — 27: „ber jtaltblütige" nad^ bem Kethib; ba« gang unnStige 
Qere S ^j?«; foB wol^l au«brütfen „ber [SWann] würbecotten ©eijie«". — 19, 1 : l. nqdj ber 
^araBelfieilV 28, 6 ^•'«Jy «istj ; ber MT („unb babei ein a:^or ift") giebt leinen oerftänb« 
lid^en ®egenfa|. — 16 : l. mit LXX nad^ Slnalogie anberer antitl^etif($er ©prfi($e mbi ; 
bad waw ift irrtümlid^ l^inter n geraten ober aud^ nad^ waw aufgefallen. — 20, 6 : bie Aber« 
feftung folgt ber LA k^j?^': unb (nadj ben LXX) nD n td*-«» ; mon be« MT beruht auf ©itto* 
grap^ie bed nad^folg. i. S)er MT will wo^l au^brüdten : „gar wandten SRenfd^en nennt man 
feinen lieben gfreunb'' (fti^werlid^ : „gar oiele SRenfd^en rühmen ein jeber feine Siebe" ober 
„oiele SJlenfdJen treffen [«'ip = STnp] einen, ber gegen fie liebreich ift"). — 16: l. mit bem 



Kethib ö^^P}; MT unnätifl (nod^ 27, 13) „um einer audroärtigen [©ime] »itten". — 21: 

L mit bemQere na($ 13, 11 nbnhq; ba8 Kethib Knnte ^SdMien« „»eraifc^eut" fcebeutcn. — 

80: l m^ 17, 4 y'^tt, benn y^a p'^'nön fonnte fd^roerlid^ Bebeuten „üfm ©äuBerung [cvg. 

„ÄBreiJuttg"] Qtn Saferoidjt". Übrigen« ift p-^nTsn al8 Hiph. Don p^ö nic^t gu belegen. 9Rit 

beut MT ifi wo^I gemeint : „fmb «breibung am ».". — 21, 6 : 1. mit LXX '» '^.]?i» ; MT : 

„ben %oh fudjenbe" (?). — 26 : ba ju m«nn ein ©uBjeft nid^t gu entbel^ren ip (f^on wegen 

be« ®egenfa|e« pon p-^iat), fo ip ba« ginfad^fte, nad^ fß. 25 roieberum baaj eingufe^en. — 

27: I. mit LXX mrt*» n^shn. — 22, 11: ergänge mit LXX Targ, SyT/mn*» oor ober 

nad^ an«. MT: ^wer ben oon ^en Steinen liebt, wejfen Sippen Anmut pnb, beft k." aber 

abgefe^en omt bem Sefremblid^en ber XuiSfage unb bem ungefügen 93erd mirb fo bie offenbar 

beabfid^ttgte fd^Sne 9(ntitl^efe gerftört: gal^me gewinnt ba« reine $erg, ben j{önig anmutige 

ffiwrte. — 17 M. jiatt be« ungefügen MT („ridjte beincn S. auf meine ©rlenntnii^. "3)enn 

liebltd^ ift'd, memt bu fte in beinem 3. bemal^rß; mögen fte aUgumal" k.) mit Dyserinck 

nod^ LXX old ©djlu| Don 38. 17 D'^»''5!3 -»ä n?nb. So er^&It audj S. 18 erft einen be» 

friAigenben Sinn. — 23, 26: 1. mit bem Kethib nj^'in (mit Acc. wie 16, 7); MT: „u. 

beine SC mögen meine 9B. bebten.'' — 24, 5 : 1. mit LXX Targ. T2;» unb nb y^M» ; MT : 

„ein metfer 91. ifl in StSrle, unb ein einfld^tiger 3R. bel^auptet [feine] Jtraft." — 84: 1. nod^ 

6, 11 '!|Vn7^Ä unb '5|-jfar|'3. — 25, 27 : T>on ben 3Serbefferungen be« unüberfe^baren pn'i!33 

^at 3)eli4fd^d JtonjdCtur D'^l^d ben meiften SeifaQ gefunben („aber auf Sd^merfoUenbed 

forf($enb einguge^n, ift @fyte*'). Slber abgefe^en oon bem auffälligen Plur. masc. ifi bief e 

Sniül^efe gu 27* gar gu befremblid^. Sutl^erd t^<^ung „unb mer fd^mere SHnge forfd^et, bem 

mirb*d gu fd^mer'' fe^t flatt ber S(ntitl^efe einen anfpred^enben SSergleid^, Ü^i fid^ aber fprad^« 

lid^ nidjt begrünben. — 26, 7 : I. mit a)eli|f(5 -^iVin ; vb-n be« MT ift eine Unform, bie 

menigftenS in ^b*; ober aKenfaUd <i'^bn (,.eiS fangen l^erob") gu oerbeffem märe. — 10: bie 

gitle|t gegebene Raffung (2)e(i^fd^d) fe|t bie LA b 'nDtoi oorauiS. — 17: ^:i)f ift gegen bie 

älccente mitS)eCi|fd^ gu db; gqogen; MT aUenfoKd: „mer im SSorfiberge^en ftd^ ereifert'' u.f.n). 

ftbrigeni^ lömite *i^ aud^ falf^er Slnfa^ gu ^y!Pr\n unb fomit einfach gu ftteid^en fein. — 

27, 6: Dyserinck fd^lägt n')^'^^^ „fd^redRid^" t)or. — 9: bie Überfe|ung folgt berfton)dtur 

'a -»3»% ; gu «Sbj „S)uft" oergl. 3ef. 3, 20. — 28, 8 : ber Sorfdjlag, lö«^ (ober ti^) für xbn 

gu lefen (^i^ig u. a.), bringt aud^ nur ein müßiges Clement in ben Xest ; bebrüd(en lann eben 

nur, mer SRad^t l^at. •— 6:1. ts'^p';'^. S)en MT beutet man: „afö mer in Squg auf bie gmei 

SEBege (??) oerle^ l^anbelt" ; nad^ bem Sinn biefer SQiorte fragt man jebod^ oergeblid^. — 

16: 1. mit LXX n'iÄiiaPj; MT: „©nftd^ten". — 18: 1. ü^^"^*^ unb oergl. gu bem 5DuaI beS 

MT oben SB. 6. 9m Sd^Iuffe I. mit de Lagarde u. a. nniä^ ; MT nad^ übKd^er S>eutung 

„auf einmal". — 28: l. 'in»; MT Mnnte nur bebeuten: „hinter mir ^ex*\ 5E)ie ad hoc er« 

funbene Z)eutung „einen rüdhoärtdgel^enben Stenfd^en" ^cA an 3er. 7, 24 leine 6tü|e. — 

29, 10: l. mit Dyserinck nad^ $ef. 84, 11 'a 'ivi)^^';, ba ber MT nur bd^euten (önnte: „fie 

tvai^en il^m na^ bem Seben". ätilgu fünftlid^ aber ifl bie Raffung: „unb [mad] bie 91. [be» 

triffi], benen trodUten fie nad^ b. £.''. — 30, 1 : fiatt he& gänglid^ oerberbten MT („Sprud^ 

beiS aXonneS m gt^iel, an Stl^iel unb ttlal'O l mit S)a^ter unb ben meiflen Steueren '^rr^^b 

bD«3 b« -»n*»«^ b«. — 31, 1 : ba ber MT nur bebeuten lönnte: „Semuel«, eine« Äönig«", fo 

mirb *rf^^n ^ergufteQen fein. 3)ie Streid^ng bed Slrtilete erfolgte mol^l megen ber (oon ber 

ÜRafora nid^t onerlannten) SSerbinbung »^72 "^b» „be« jtönigd von SRaffa". — 8: l mit 

Dyserinck ^•^jii für T»5^T unb mit ®efeniu8 w. ninfe\?; MT nadj üblidjer S)eutung: „la^ 

beine ^anblungen nid^t barauf gerid^tet fein, JUnige gu oerberben". Slber abgefel^en oon ber 

oerbäd^tigen Serbaiform (= nhn»nb) märe fo ber ftti^er beabfid^tigte $aralleli«mu« mit bem 

erßen ^alboer« gerfidrt. — 4 : ließ man mit bem fiet^ib hK („unb ben dürften, ober 9taufd^« 

tranl'O, fo fd^leppt ber gange {^boerd unerträglid^ nad^. S)a« Qere fd^eint gu beuten : „unb 

6* 



84 ^<^< 9u4 $U)b. 

ben ^rften [Hege t& nid^t cm, ju fragen]: SEBo tfi 91.". (Sinen leibl^ (efriebigenben 
^oroQeliiSmttd (rhtgt nur bie LA b$ fav i». 

3)ad eitdi ^Uia« 

1, 18: I. wie S. 16. 17 rp; MT „»«l^renb biefer rcbete". — 5, 5: L mit Aquila, 
Symmachus; Syr. Vulg. t3''K»x; MT ,>ie Schlinge". — 6, 18: I. mit (SmoXb u. a. 
'*!! nhn'näi "^riBb*; (eig.: ed {rümmen [Snbem] Aaramanen il^Ten 98eg); MT foQ o^e Qmdfd 
audbrü Jen : k frümmen ftd^ bie $fabe i^red (bet SSd^e) äßegd ; ber jmeite ^olboerd, mo bie 
Säd^e »ieber Subjelt fein müßten, mac^t jebod^ biefe ^<^f[ung unmdglid^. — 21 : bie Übet* 
feftung folgt ber Äonjeltur Don 3. ®. 3Kic^aeIi8 : -«b 'n rt w 15 (für -«b Patt ib fd^einen LXX 
u. Syr. )u geugen). 2)er MT meint ma^rfd^einlic^ : ,,benn nun f eib il^r ju il^ [bem 3^rug« 
bad^] geworben". S)ie LA Mb (fo bad Qer6 nac^ ber fogen. oftlanbifd^en ober babplonifd^en 
Überlieferung, f. o. a. : ,,unb nun feib i^r ein 9{id^td geworben") ift fprad^lid^ nod^ el^er l^alt« 
bar, afö bie LA bb. — 8, 21 : 1. mit ben meiften Steueren nV; ber MT „Big er beinenSR. u.f. w." 
ift (di Sortfe|ung ton S. 20 unmdglid^. — 10, 15: l. mit ®eiger u. o. ^^9 n^y, ber MT 
meint ^öc^ftwa^rfd^. ben Lnper. ,J($aue@lenb!''. Snbere l^elfen burti^ bieälUeitung t>on 
einem angebKd^en t^»*^ „anfid^tig" ober burd^ bie Slu^fprad^e riKh. — 20 : l. mit bem Kethib 
b-jr]; unb n*»«; ftatt ber IgmperatiDe be« MT. — 11, 9: ba ba« masc. n» ^3Ra^'' nidjt gu 
ntD'nM pix^t utib bie 2)eutung oon rr^'n = nn*;» l^öd^ft fraglich x% aud^ übrigen^ ^^^H ^ 
Subjeft t)on riD^K (wie oon ben übrigen 9lb]eItioen) }u erwarten ifl, fo wirb oidme^ n'jn 
ate älccuf. ber naiveren Seftimmung ju lefen fein. — 16: I. mit {^irgel nad^ bem S^rer 
nny '^. (wie 3, 18); MT: ,,benn bu felbft tc", aber biefe Smpl^afe beiS nnM \% ba ^xoh 
fd^on Dörfer ongerebet, unoerft&nbßd^. — 12, 5 : ber ^oraSeli^mud empfiel^lt, für fi^; (nad^ 
üblid^er SDeutung „bereit gefteUt ift fte", n&mlid^ bie SSerad^tung) mit SiSmann (nad^ @walb) 
l'v^; gu (efen. — 8: oon oKen SSerbefferungen ht& 'b n-^iz; (bad bod^ loum bebeuten iorni 
„blidte ftnnenb gur Srbe", sc. um bafelbfl bie Keinen Ziere gu beobad^ten) bürfte Y^^ ^^^ 
bie einfädelte fein. — 13, 14 : ftreid^ mit DK^oufen u. a. bie bei ben LXX fel^Ienben äBorte 
n^-b:; M 2)ittograp^ie bed oorl^ergel^enben nn ^b^ ; ber MT („wogu foQ id^ mein t^eifd^ 
in meine S^^^ nel^men?'') würbe bad ©egenteil oon bem oudfagen, wad ber S>ideter be» 
abfid^tigt. — 14, 16: bie überfe^ung folgt bem SSorfd^lag @walbd (auf ®runb ber LXX): 
'n-b? 'nhyn «b; ber MT („bu adjteft nidjt auf meine ©.") wäre ba« ©egenteil oon bem, wa8 
ber Sufommenl^ang forbert. — 16, 21 : l. mit @walb u. a. "i^a (^a) ; MT nad^ üblid^er 2>eu« 
tung: ,,unb [Sted^t fd^affe] bem SRenfd^enlinb gegenüber feinem SlSc^ften". — 20, 22: l. mit 
LXX Vulg. bny ; MT : jeglid^e $anb oon @lenben (bie er frül^er mi^l^anbelt ^atte) fommt 
über i^n. — 26 : jiatt ber Unform irrbsKn l. inb^xn. — 22, 21 : l. für ^nfinan (weld^ 
$orm nur mit ben alten SSerfionen '^PM^nn gelefen werben fönnte = „baburd^ [wirb] bein 
@rtrag ®uted"), wie ber 3uf<tmmenl^ang forbert, ^Kinr}. S)aiSfelbe begwedtt bie SDlafora mit 
ber Unform ^nK*jnrj. — 23, 2: l. mit LXX Syr. etc. nj; MT: „meine ^anb", b. i nad^ 
üblid^er, aber lünfttid^er 2)eutung: bie auf mir laftenbe ^anb (©otted). — 12: l. mit LXX 
Vulg. etc. '^jpna (oergl. 19, 27); MT nad^ üblid^er ©eutung: „mel^r al« mein ®efe|", att 
bie meinem natürlichen SRenfd^en bel^agenbe ®a|ung meine« eigenen SEBiQen«. Sergl. jebod^ 
35. 14, wo •^Rn in gang anberem ©inne fteljt. — 24, 12: l. mit Syr. D*^n»; MT: „cM bet 
@tabt ber 3Ränner äd^gen fie" ober „au« b. @t äd^gen 3Rftnner''. — 14: bie überfe^ung folgt 
ber Äonidftur oon SKeri (^iob, ©. 182 f.) aj| *^\riy, MT: „wirb er wie ein a)ieb". 2ln 
biefem ©a^e ift gwar nic^t bie 3ufjtoform unoerftänblid^ (oergl. Gesen. Gr. «* § 109, 2, b, 
anm.), tooffl aber ba« „wie". — 27, 18: 3=ür «5:js („gleid^ ber 9Rotte"; aber ba« ®ewebe 
um bie 9Rotte lann boti^ laum ein n'^a ^ei^en) empfiel^lt fic^, mit ben LXX (bie aOerbtng« 
beibe Se«arten au«brüd(en) unb bem Syr. ti^:3^2P gu lefen, faE« nid^t xi:p m^ einem onberen 



2)ad 8u4 $io6. 2)ad ^ol^Iieb. 2)ad 8ud^ 9hti^. §5 

mit »naib parttllcicn Sgäorte öerbcrbt tft. — 19: I. mit LXX Syr. etc. t)''p»f'' «b (MT: „unb 
»iri) nidjt iwflserafft"). — 28, 18 : 1. mit LXX M-n^ (wie S. 24) ; MT, »o^l im JßinWidt 
auf S. 15 ff. : ,,il^ren Jtoufpteid" (eig. 6(^ö|ungdn)ett). — 30, 26 : 1., toie ber ^araDeli^mud 
uttb ber S^föwniett^ang forbert, iibrr»«} ; MT fSnnte nur Bebeuten : „unb Ikonen mitt idj" tc, 
mod buTd^ ben hac^folgenben ©o^ ouSgefd^Ioffen toirb. — 31, 32: L mit aEen dten über« 
feiern n'nhb; MT fdjeint augbrüden ju motten: „naii^ bem SEBege ju". — 33, 13: L mit 
€i*i9 «. «• T*??*! ; ^i« LA be« MT („feine ©orte") fönnte fw^ J^öd^ftenö auf ben SWenfdJen 
in 93. 12 gurfidfbejie^en. — 17 : I. mit ßirjel u. a. ?nb?^^u. (ber @d^reiber irrte Dom. » unb 
n auf bad unmittelbar folgenbe » unb i ab); MT: ,,bamit ber 3Renf(^ ein 3:^un (?) I^inmeg» 
fdjaffe". — 34, 16: I. mit bem Targum etc. nj-'a afö mirra; ber MT Betont e3 al« miPel 
unb fa|t e« fomit afö Lnper. („unb o, oerfiel^e bod^!"). — 18: l. mit LXX etc. ittirT; 
MT: „ifi [erlaubt] gu fagen". — 35, 15: 1. für «cn (ba« man ratenb Mb „um bieälbem* 
l^eit" [ba8 Oefc^mä^j] ober „um ben Übermut'' gebeutet l^at) mit LXX etc. y\D»3. — 36, 22 : 
fiatt be^ bcfrcmblidjen rrnh» (Seigrer, Sel^rmeifier) ift entm. T\y2 (»yn, afferbingS ein rein 
aramäifd^ed SEBort) ober oieUeid^t bxii'n gu lefen (LXX dyn&stss, mit melc^em 3Borte fie aud^ 
Spr. 28, 1 VuJ'j» miebergeben). — 33 : 1. mit ßi^ig u. a. (j. 2;. naii^ SymmachuB u. Targ.) 
njjjtt für n Jj^n unb am ©djiuffc mit Theodotion, Symm. etc. T\\\y ; MT nad^ üblidjer 
S)eutung : „bie {^erbe fogor [melbet burd^ i^r dngftlid^ed ©eba^ren] ben [am ^orijont] herauf« 
ficigenben". — 37, 7: I. mit Vulg. etc. ö*»*;» für "«a»; MT: „bamit äffe Scute feine« 
SEBerld (atte oon i^m gefd^affenen ?) jur (Srienntnid lommen''. — 38, 10: I. (nod^ bem 93or» 
fii^Ittgc ®ittmann3) i)pn; MT: „meine (bie oon mir gemottte?) ©renje." — - 11 : 1. mit LXX 
nni^';; MT nati^ üblid^er S)eutung: „unb ^ier fe|t man [ein Sid\ bem übermute beiner 
asiogen". — 39, 16 : 1. mit ©irjel tc Q-^tiijrj (eig. „f« be^anbelt ^art") ; MT (er ^at ^art 
be^anbelt) giebt leinen ©inn. — 21:1. mit LXX Vnlg. etc. ^bn^ ; MT mitt oietleid^t cM'' 
brüd(en : fte [bie Arieger] fpö^en oorftd^tig im 2;^algrunb, aber ha& 9lo^ freut ftd^ k. — 40, 
5: 1. mit ^i^ig nad^ 29, 22 ^y^»; MT: „unb merbe nid^t antworten''. 

5, 18 : 1. mit LXX Targ. etc. niMiw fkatt be« ©ingular« unb nhbna» fiatt ber „®e« 
TOürjtürme* be« MT. — 7, 10: I. (nadj LXX, nur bafe biefe ü'>w\ •»nB« auftrüdten) 
D-jati-] D-inijto; MT: „über bie Sippen ©djiafenber gleitenb". 

2)ad »ttdj m% 

l, 21 : I. mit LXX Vulg. -«:i n}9, mie ber Sufammenl^ang nahelegt. 2)a9 Ungemo^n« 
Ii(^e ber jtonftruftion bed Pi'el mit n veranlagte mo^I ben MT: „ba bod^ 3- S^pi^ n)iber 
midj abgelegt ^at". — 2, 7: 1. mit öttli* nadj ben LXX (nur ba| biefe n;ifea ftatt rr^aa 
audbrfld(en) : dj^» rrn ^vJ Ntbi ; MT attenf attd : „nun ift i^r SIeiben brinnen (?) ein Sßeil« 
d^en", wa% man gemS^nßd^ beutet: nun ru^t fte fid^ ein menig im S^^^ (?) ^d« ^^^^i ^^^ 
mutet fidler mit 9led^t, ba| n'^nn bittograp^ifd^ ani bem oorl^ergel^enben SBort oerfd^rieben 
ifi — 3, 16: 1. mit ^ebr. ^anbfc^riften, bem ©prer u. ^icronpmu« »nri]; bie LA bed MT 
(«ba lam er", sc. 9oa^) entftanb' mol^I aa^ bem 9(nfto^ m bem nod^maligen K'nni 93. 16. — 
4, 4: L mit LXX etc., mie ber 3ufammenl^ang burd^aud forbert, bK:;n; MT: „mitt er aber 
nid^t Bfen". — 5:1. patt DtfW (einer fd^on Don ben LXX u. bem Targ. bqeugten tenben* 
aiSfen Ifnberung ; oergl. ZDM6 XIV, 743 ff.) nad^ 93. 3, mo nur Ütaemi ben %dex oedauft 



* 6tt(i [u. IRetn^oIb], bie gefd^id^tl. ^agiogrop^en. 9{drb(. 1889. [Itursgef. Kommentar k. 
(etau^geg. vm Bixad u. 3^er, 9. ^eft, 8. Abteilung.] 



86 ^« Klofleliebev. S>et $teWger. 

^ot, unb 93. 10^ mo fid^ ber urfpt. Xe^t erl^alten l^at : n^ bx MT : „unb oon feiten Shttl^d" ; 
bamt f(i^me(t ober bad nod^folgenbe n*«;]; in ber Suft. -— 20 : 1. mit LXX entfinred^enb ber 
nad^folgenben ^orm finbts; bie %oxm ^^bto ift wo^I oud 1 6l^r. 2, 11 eingebnmgen. 

^te Stla%tlithtt*. 

1, 6: l. mit LXX Vulg. d-^Vkä; MT: „ben ^it^^m". — 7 : ftrci<$e mit »ubbe, Sifyc, 
Dys. bie Sßorte von b^ 6i^ nnp ol^ eine bem 93erd6au oSDig frembe, au$ SB. 10. 11. 2, 17 
flefloffcnc Sutl^at. — - 13 : 1. mit Dys. nac^ LXX nan^*T< ; MT fd^eint ju meinen; „unb Be* 
mältigte fte (bie ®e(eine)''. — 16: ftreid^e mit Subbe 2C. nac^ LXX baS jmeite '•r?. <^l^ 
©ittogropl^ie. — 2, 5: baS ©ufpj in n'^nisö'n» fönnte bem ©inne nac^ auf S^n ober 
derufolem (egogen merben ; ba a6er bad nad^f olgenbe i'^^ii^n» auf S^tael gel^t, fo mitb mit 
2ö^r rnia»^» ju lefen fein. — 6: iäs be8 MT giebt leinen paffenben ©inn; "jb» (,,mie 
einen SBeinftodf" ; fo LXX) beffert nic^t«. Dys. (nadj de Hoop Scheffer) : as|S ; ber MT 
ift ^öd^ffaoa^rfti^einlid^ eine abftd^tlic^e SBerftammelung biefer (megen il^rer Sqiel^ung auf 
Sal^me leiii^t anftö^igen) LA. — 7: ba^ '« riTann nid^t ber urfpr. ©d^Iu^ oon 7** fein Knne, 
i)at Sö^r mit 9led^t geltenb gemod^t ; aud^ Dys. giebt menigftend 'TaiK preis. Subbe oermutet 
für lefttere« in"»^2i fTi« („bie £(Ae mit feinem ®efe|") unb nimmt an, baf 'n aud 88. 8 ein» 
gebrungen fei. — 15 : i'ntjM*^^ mirb mit Subbe, Se^, Söl^r aU profaifd^e ®Iof[e ju ftreid^en 
fein. — 18: L mit SJölJr ijbip '^pjfit (bag. Subbe, Dys. nac^ (Sxoaü: ';ia>. -^py^, b. i. etwa 
„rufe IJergKdJ"); ^^ 8^8^ <^tten Äontejt: „e« rief il^r ^erj". — gür rö'in, welche« an^ 
93. 8 eingebrungen fd^eint, I. mit Sd^r, Dys. nac^ SB. 18 nb^na. ~ 19: ber überfd^üfftge 
Stelatiofal am @nbe beS SSerfeS ifit mit Subbe, Sol^r, Dys. als fp&tere 3ut^at (aud 2, IV unb 
4, 1^) ju ftrei<$en. — 8, 14 (^^note): rool^rfc^. ift gu lefen D-iTssn^b^b. ©er MT beruht 
oielleid^t barauf, ba| man megen 3er. 20, 7 S^^a für ben 9lä>enben l^ielt. — 22 : l. mit 
Targ. Syr. etc. mr jiatt ber Unform I57qn. — 56 : 1. mit LXX (?), Symm. Dys. ^ny w-^b 
(MT meint mal^rfd^einlid^ „bei meinem ®efd^rei'0 ; bie Raffung atö äluSruf (eig. „ju meiner 
®rlcid^terung, meiner ©Ufe") nadj Subbe. — 4, 15: preidje ü^iy:i i^ö» mit Subbe, 28l^r, 
Dys. als überflüffige ©loffe, burd^ meldte baS erfte SerSglieb ungebül^rlid^ verlängert mirb. — 
16: 1. mit Dys. (nadj de Hoop-Scheffer) «t!j} u. ijn ; gal^me, nic^t ein unbeftimmteS „fie" 
ift ©ubjelt. S)er MT jog irrtflmlid^ i oon Q'^^pT ju ^m herüber (um eS bann bo($ als Qere 
oor D'^^pT )u restituieren!); ber $Iural ie<tt^ jog bamt oon felbfl mn nad^ ftd^. — 17:1. mit 
Dys. (nad^ de Hoop-Scheffer) ntt-n? (a*« oerfdjrieben auS 72) ; fo wirb alle Duälerei mit 
ben Unformen «li-^nhy („mäljrenb mir nod^ ftnb" ? !) ober rtp^^y (mit Sejiel^ung beS ©uffijeS 
auf bie Sfugen) überflüfftg. — 5, 5 : ber älnfang lautete oielleid^t urfprünglic^ (nad^ Symm.) : 
b; b!^ ,,mit bem 3od^ auf unferem $. tc/'. ®o nac^ 91. SiSd^aqi, be SC&Me u. a. mieber 
Matthes u. Dys. — 10: 1. 179:3? unb oergl. ®efen. ®r.** § 145, 7, h, Anm. 3. 

2, 25 : I. mit LXX lais» ; MT („au^er mir") ift mo^I bogmatifdje Äondftur jur 8e« 
feitigung ber UaSp^emifd^en Raffung „au^er i^m" (anftatt: au^er oon i^m auS, b. ff. o^ne 
ba^ er eS oerlei^t). -— 3, 17 : l. mit Houbigant etc. DtD; MT: „benn eine S^it ac ift bort" 
(wo?). — 19: I. ftatt ber beiben erfien STipw mit ben LXX ben Stat. constr. rrnp» unb 

* 3n ben (Zitaten au ben Jt lageliebem bejie^t fid^ »S5l^r' auf beffen i^bie itlagelieber beS 
SeremiaS' (@5tt 1891), Dys. auf Dyserinck, de Klaagliederen in ber £eibener Theologisch 
Tijdschrift 1892, ©. 359 ff., öubbc auf beffen SCuffaJ .Sum ^ebr. Älagelieb' in ber 8tfd>r. für 
bie atttefl. SSHffenfd^aft 1892, 6. 261 ff. (Stnen großen %tii ber betr. (Smenbationen ^ai inbeS Oubbe 
(ebenba, ü, 6. 1 %) bereits 1882 oerdffentlid^t unb ift beS^alb l^ftuflg an erfler ^^teOe genannt 



ßteid^ n vor bem britten n'ipn (foSd ed nid^t als fog. waw ht& 9lad^fa|ed ju foffen tfl). Ser 
MT (nad^ üUid^er Sieutung: ,,etn SufoB jtnb bie 9lenf(|eniinber unb ein Sufoll bod ^kff" ; 
aber n*^})» bebeutet im Jtol^etetl^ ftetd [tote unmittelbar barauf !] „Segegnid, Sd^idfal'O i{l 
eine bogmatifd^e JtondCtur }ur Sefeitigung ber anfitö^igen ©leid^fteOung t>on Stenfd^ unb 
aSiel^. — 21 : l. mit LXX Targ, etc. nV^rt unb nn'n-'rt ; ber MT („wer fennt ben ®eiji ber 
9R., il^n, ber aufmärtd fieigt, unb ben ®eift bed SB., ber ^iinobfäl^rt" 2c.) ift abermals (f. o. gu 
SB. 19) bogmatifil^ Jtoueltur jur 93efeitigung einer onflö^igen 3(udfage, }umal fte mit 12, 7 
in 9Biberfprud^ fielet. 3)ie ilorreltur verrät fid^ burd^ bas f^el^Ien bed -dk 9or n^'n unb bad 
nad^ beiben $artigipien fie^engebliebene «"^n* -^ 5, 6 : bie überfe^ung folgt bem 93orfd^Iage 
oon S)eli4fd^, D'^bnni unb d-^'i^-i-) umjufteHen ; MT : ,,benn bei vielen Xräumen unb 9{id^tig= 
feiten giebt'« aSSorte in SWenge". — 16 : 1. mit LXX etc. baxi (MT : „bagu i^t er fein Seben 
lang in ginflemi«") unb -»bn (ba waw folgt, beruht ba« ©uffij in vbn o^ne 3TOrifeI auf 
Sittogrop^ie). -— 8, 2 : (Srgänge oor ober nad^ "i^m , mie ber 3uf ammeni^ang gebieterifd^ 
forbert, 'ti'i»«. — 12, 6 : L mit 5PfannIud^e tc pnji ; MT im Kethib : „e^e fem ip", im 
Qere: „el^e gebunben (?) mirb". 

S)ad »ttdj (Sftlier. 

1,8: ba h'^n im gegenmärtigen ^e^t ol^ne 3(nfd^Iu§ an baS SSorl^ergel^enbe ift, fo mu| 
(mie fd^n ber 3ufttntmenljang nal^e legt) ba« nomen regens — ma^rfdjcinlic^ '^ys^] — aug= 
gefallen fein. — 22 : bie in ber ^^te oerfud^te ttberfe|ung folgt ber jtonjeltur ^i^igS : 
iw nito'^b:?. — 3, 7 : l. ftatt bed grammatifc^ unmöglid^en MT nac^ SB. 13 unb ben LXX 
(nur ba| biefe ben 14. ftatt bc« 13. 2agc« nennen) ^inter «jnhb: nttjhbti-b? b'jiarr bfe'in 
'y '«j «5nhb Qv »nijy. ©er ©d^reibcr irrte oom erjlen «;jhb auf baS jrocite ab. — 5, 1 : 
ba ber MT fd^merli^ etma« anbereS bebeuten lönnte, als „ba belleibete ftd^ @. mit bem ftonig» 
tum" (nidjt: „jie Ileibete jtc^ löniglidj"), fo mirb mit Sertl^eau SluSfaD oon «nb nadj «:ib'»T 
angunel^men fein. — 9, 16: l. nati^ 8, 13 DTpisrib (ober oiell. D'ipj; SSertlJeau thpi); MT 
(,,9hil^e gu belommen") fc^eint burc^ SB. 22 beeinflußt, mo n«id aud^ mit i» fonflruiert^ ber 
gange ftonte^t aber ein anberer ift. 

Xüd 9n^ SattteL 

1, 2 : bie SEBorte i'^t-rbK n*in l^aben an il^rer je^igen Stelle leinen Sinn ; fle finb offenbar 
ttrf))rfinglid^ eine ®loffe gu ben brei legten äßorten bed SSerfed, meldte ben Ort ber @(^a|^ 
lammer na^ beftimmen foDte, nad^mald aber an falfd^er SteDe in ben Xe|t geriet. — 12:1. 
nod^ SB. 16 ö''?y'iT. — 20: l. mit Theodotion (oergl. aud^ LXX): Sij-^a? J^'a^HJ ^T: 
„(SinfU^tdmeid^eit". — 2, 7 : l. nad^ 93. 5 u. 6 myäti^; MT: „bie 2)eutung" l bod^ m&re 
old Status emphaticus nad^ SB. 4 tK^WB gu ermorten. — 40 : mie ber 3uf ammenl^ang forbert, 
ip vbK-bs gegen bie Äccente mit bem folgenben tjerbunben; a^rp'ntt— 'n «bt^icisi »irb oon 
Theodotion nid^t au^gebrüdtt unb ift o^ne Sxmfd eine (fc^on burc^ bad waw apodosis oer^ 
bäd^ge) ®lof[e. — 44 : l. mit Theodotion rrn^Db» ; MT : „bad SReid^" in gleid^em ©inne. 
— 4, 6 : füge oor "^itn nad^ Theodotion yi^xi ein« Dbmol^l für ben 3ufammenl^ang unent« 
bel^lid^, fd^int eS in irriger fRad^al^mung oon Rap. 2, mo Saniel oud^ ben 2;raum felbfl er« 
raten muß, audgelaffen gu fein. — 17: erginge nad^ 93. 8 tpü gmifd^en b unb b^. ~ 5, 12: 
L entfpred^enb bem fogleiti^ folgenben Infin. : ^m unb fobann k'^qS» ; MT fd^eint oM^ 
brüd(en gu moDen : „unb ber @d^arfftnn eined Xräume beutenben .... unb eines Jtnoten 
Idfenben''. Samt mSre aber bie SSerbinbungdform ni^nb^^ unerlä^lid^. — 8, 8: l. mit 
LXX tt. Theodotion nh'nnfi; ; bie LA bed MT (aUenfaEd : ,,unb ed ftiegen in Xnfel^nlid^eit 
mer an feiner Stelle auf") ifit au8 SB. 6 eingebrungen. — 9:1. entfpredjenb 7, 8 n'^'^sjs^ n^n«; 



8g Sba^ 8u4 2)attier. 

bie fiBKd^e 3)eutun9 bed MT ,,ein etngelned $om von Heinerer Sri" ober gar „[t^ mud^d ein 
^oTti] oud Seinen Anfängen [l^eroor]" ift fpra(|(i($ unjuISffig. — 12 : bie überfe^ung folgt 
ber LA "^btijni; MT: ,,unb eg merfe ju Soben", inbem bie beiben legten Serbalformen im 
93erfe oo^I old Perfecta conBecativa gefaxt finb. ^n SBol^l^eit aber lann ed ftd^, wie in 
S. 10 u. 11 nur um @d^ilberung oon Vergangenem ^anbeln. — 13: ergftnge mit LXX unb 
Theodotion na($ ^'^lar?! nod^ D'n^^n unb oergl. Bevan, a sbort commentary on the book 
of Daniel [1892], p. 185. — Statt beS ftnnlofen iDnpi nn (nad^ äBIid^er Deutung: ,,bai$ 
Eingeben fomol^I bed ^eered, afö bed ^eiligtumiS'') I. mit Bevan «fnjp inntt ; bie LA bed 
MT entftanb burd^ ben älu^faQ eined » nad^ gmei anberen (Bevans j[nberung oon D»«) in 
W'b mad^t bie Sfnnal^me eines 9(u9faIId üBerflüfpg, mirb ober burd^ ©teDen mie 9, 27. 12, 11 
wiberraten). — 14: L mit LXX u. Theodotion T»bK; MT: ,,gu mir", aber ©aniel i^ nur 
Su^orer. — 24 : bie äßorte ircsn «bi ftnb an biefer SteSe befremblid^ unb l^öc^fhoal^rfc^nr 
lid^ eine auS 93. 22 eingebrungene ®Ioffe, bie nod^mald ^eroor^eben foO, ba^ ber fred^e unb 
rSnIefunbige fiönig (Sntiod^uS @pipl^aned) bem erflen Jtönig (SUe^anber b. ®ro^) m Vta^t 
nad^fianb. jtünftßd^er ift bie 3)eutung^ ba^ er feine Srfolge nid^t mirllid^er 9Rad^t, fonbem 
nur feinen Stänien oerbanite. — 24 f. : l. mit Bevan (a. a. D. ®. 53 u. 139 f.) nad^ LXX 
•jbDtp D'^ti'ijj-by'j ; nad^ bem folfd^ änfa| 'p-d^i folgte ber rid^tige -b?*], aber nunmel^r 
mit SfuiSlaffung oon Q*>)Dip ; ben MT pflegt man ju beuten : ,,er mirb ©emaltige u. bad SoQ 
ber ^(igen ind SSerb. ftürjen. ^^Unb megen feiner jtlugl^eit mirb er Gelingen l^aben tc." — 
27: {heid^e mit ben LXX n "^nv.H^. (^^^ üblid^er 3)eutung ,,id^ mar gang bal^in"); ^ i{l 
o^ne 3n)eifel aud '^n'^bn^ oerfd^rieben unb erß nad^träglic^ burd^ Seifügung von *] felbftänbig 
gemacht. — 9, 17: erganje mit LXX tj-«^» nad^ isttb. ©er MT („um be« ^erm miDen") 
lie^e ^d^ nad^ 93. 19 erüdren; nur more, mie bort, ^^iVA ftatt 'm "piA ju erwarten. — 22: 
I. mit LXX Mb^n; MT nad^ üblicher S)eutung: „er gab Sele^rung''. 3)ann mü^e aber ein 
3(ccufatio ober b folgen; baS abfo(ute in;i tonnte nur bleuten: „er l^atte ad^t" ober „er be« 
griff". — 26: oon ben @rgängungen beiS oerftümmelten @a|e9 ib v^*) oerbient am meiften 
Sead^tung ber SSorfd^Iag f^eUd (Xfib. 2;^eoIog. Duartalfd^rift 1892, €. 855 ff.) nad^ Theo- 
dotion (xai xgifia oAx hntr ir airiS) ib \\^ ^^«1 „ol^ne baf er 93erfdjulbung ^atte" )u lefen. 
9{ad^ Vfit fonnte ^ik leidet auffallen. — 27 : von ben ga^Ireid^en Smenbationen bed oer« 
jmeifelten Xe^te^ oerbient namentlid^ bie oon Bevan (a. a. D. 6. 160 f.) Srmä^nung, ber 
hd§ ffir t^'^, D-'Tqbn für D%)tS7q unb ante für Dn'id oorf erlagt; alfo: „an i^en ^la^ aber 
werben ®reuel gefegt, bid fU^ bann ber fefl befd^Ioffene ®arau$ über ben ergießt, ber fie auf ^ 
gefleOt f^oi". - 11, 1 : ber )e|ige 2:e£t la^t ftd^ (im ä(nfd^Itt^ an 10, 2,1) überfe^en: „gm 
erften ^cüftt 2)ariud bed 9Reberd mar mein Sudeten ci% ArSftiger unb Sefd^^er für il^n", 
b. 1^. : mie mir ÜRid^ael ]e|t beiftel^t, fo id^ bamate il^m. älber obgefe^en oon bem befremb» 
Ud^ ^-mif für "n^^y ift aud^ ber ®ebanle feltfam, ba^ SRid^ael, einer ber oberflen gürflen 
(10, 13), jenen aiü)eren ald Sefd^ü^er gebraucht l^ätte. 3)agegen föQt aEe @d^ieriglett l^in« 
meg, memt man mit Bevan (a. a. 0. ©. 171) 93. 1' al9 eine (na($ 7, 1. 8, 1. 9, 1. 10, 1 
geformte) ®Ioffe ftreid^t unb bie mit ber ®Iof[e gufammenl^öngenben Sedarten '^^ix» unb ib in 
-i»> unb ^\ oermanbelt. — 13: {heid^e D'^nyn dd eine (mo^I aud 93. 14 eingebrungene) 
©loffe unb oergl. 93. 6. — 15: 1. 's v« "'''^ri.S o?"i; ben MT („unb wa3 fein auderlefene« 
[ltriegi^]93oII betrifft, fo . . •'') entftanb burd^ SHttograpl^ie oon t: unb i; aber ein $IuraI 
oon 'iTjn» ift fonft ni<$t gu belegen. — 17': I. patt bed pnnlofen ntoi mit Theodotion 
nte?\ — 17»^: berMT fönnte bebeuten: „unb nidjt fott e« il^m gu teil werben" ; IJöd^^ 
mal^d^nli($ ift jebod^ ib ald S)uplette oon Kb gu flreid^en. — 22 : L, mie ber 3ufammen» 
^ang fbrbert, tp^p^ für t)Ci^ri; MT aSenfaSd (obfd^on fe^r fiknftlid^) : ,;bie überfd^memmenben 
^mt'*. — 24: ftreid^e i oor "«^Tattus; MT aQenfaDd: „unoerfe^end unb gmar in bie f. 
®egenben ber 2. bringt er ein". — 26: 1. C)C)i&':; MT foQ mo^I audbrüd(en: „man wirb fein 



2)a« ^VL^ Daniel 2)ad 9u4 ®dra. S)a9 Sud^ iRe^emia. g9 

$eer megfd^ioemmen", bo(^ n>are bann noc^ bem ^lural nn^nävS^'; toenigften^ 'i^^'! 8^ ^^^ 
»orten. — 31 : ba oate'Ts (ol^ne SrtileO l^dc^ß befrembltc^ x% fo ift wol^I nad^ ätnleitung oon 
12, 11 opisn ju fefcn. Dbcr ift Dwtoa Icbiglid^ eine au« 9, 27 fiammenbe (Sloffe? — 89: 
L mit ^i^ig 2C. Dir für D9 ; bet MT n>ia n>o^( au^btfiden: ,,unb roirb fefte $Iä$e f (Raffen mit 
^ilfe eine« fremben ®otte«". — 41 : I. nia^ (Dergl. gut gönn Sttel^. 7, 71) ; bie LA be« MT 
Idnnte nur burd^ nix'nN ergängt roerben. S(6er bagu pa^t -ibtOD*« nic^t, unb überbie« ermattet 
mcai eine Sludfage, wa^ in gnbäa gefd^e^en mirb. -— 12, 4 : bie in ber f^u^note gegebene 
fiberfe^ung folgt ber LA nV'^n ; oud^ bie LXX fd^einen nrj'in audgubrüden. SSergl. Bevan 
a. a. D. ©. 208 f. — 7:1. mit Beyan (®. 205 f.) nad^ ben im a:eEt ber LXX enthaltenen 
©pirren ytib n: nite^i ; MT : ,,»enn bie S^rtrummerung ber 9Jlad^t bc« l^eiligen SS. coli* 
enbetir." 

S)ad eitdi @dra. 

2, 6: l mit 5Rcl^. 7, 11 iejv'i. — 20: I. mit 3lef). 7, 25 fiyria; MT: „bie ffla^- 
fommen SiBbar«". — 25: I. mit.9ld§. 7, 29 ü^'^^\ — 42: ftrcid^e mit 3td), 7, 45 (unb 
entfprec^enb ber STrt ber Äufjä^Iung in S. 86. 40. 41. 43) «^JS]. — 65: rrV« ift gegen bie 
Äccente gum folgcnben gu gießen. — 3, 9 : I. nad^ 2, 40 !n;pin '»ia anftatt „bie ©ö^ne 
Subag". — 3)er im je^igen Xe^t auffäOig nad^^inlenbe SSer« 9** ift nad^ 8 @«ra 5, 56 l^inter 
njinin eingurei^en. — 10: l. mit LXX u. 3 ®«r. 5, 57 litt?!]. MT: „ba liefen fie (ober 
,,Iie^ man") bie $riefter fid^ auffteQen" ; aber eine Seorberung ber ^riefter burd^ Saien l^at 
ber ß^ronift fieser nid^t berid^ten motten. — 4, 9 : ba SS. 9 offenbar ben Äopf be« Sriefe« 
bringen foQ, fo lann v^k^ bad im je^igen S^e^t finnlo« ift, nur irrtömlid^e 3ut^^t eine« 
fold^en fein, ber (megen SS. 1 1 ?) SS. 9 no(^ für einen Xeil be« Serid^t« über bie älbf affung 
be« Sriefe« ^ielt. — 5, 4 : 1. ftatt ber au« SS. 9 eingebrungenen 1. 5ßerfon mit LXX i'ntt«. — 
6, 4: l. mit LXX srin: MT: „oon neuem ^olg". — 21: ftreid^e mit Äö^Ier (Se^rb. ber 
Sibl. ®cfdj. n, 2, ©. 510 ff.) nac^ bem ©9rcr u. 3 ®«r. 7, 13 i oor -bD u- Drjb« aU irrige 
3ut^at gum urfpr. Xect. %ixx ben S^roniften finb atte, bie nid^t gu ben iibps/n "^sa ober i^ren 
birelten Sbfömmlingen ge^ören^ eo ipso oon ber S^eolratie au«gefd^(offen. — 7, 9 : I. mit 
LXX no; ober n©*;; MT lönnte nur bebeuten: „b. i. bie änorbnung be« Sh^"* — 8, 3: 
ba n**3DtD ''^^12 ol^ne nad^folgenben Flamen in ber Suft fd^mebt, $attu« aber nac^ 1 6^r. 8, 22 
ein ®nfel ©ed^anja« ift, fo mirb -is für •»satt gu lefen fein. — 5:1. mit LXX u. 3 ®«r. 8, 
82 KirT ''jaTa u. »ergl. ®«r. 2, 8. 10, 27. — 10: I. mit LXX u. 3 @«r. 8, 36 na ^:att 
u. oergl. @«r. 2, 10. 10, 29. — 17:1. nadj 3 @«r. 8, 45 'narri rn»*] (waw pcI beibe 3RaU 
nad^ bem gleid^en SSud^ftaben au«); MT oedel^rt: „an feinen SSruber ^bbo, bie Xempel« 
biener". — 24 : ba ©erebja nad^ SS. 18 Seoit ift, fo ift mit 3 ®«r. 8, 54 notroenbig njra'niöb«! 
gu lefen. — 35 : ftreidje nac^ 3 ®«r. 8, 63 nbhjjn -^^a al« erllärenbc ©lojfe, bie an ©tette be« 
ungemö^nlid^en 'ushts b'^^nn (fo bei bem S^roniften a\x^ @«r. 3, 8) bie gemö^nlid^e S3egeid^» 
nung fe^t. — 10, 3 : I. nad^ LXX unb 3 @«r. 8, 90, meldte beibe 9(nrebe an @«ra an^^ 
brüdfen, -«sh« ; bie LA be« MT mürbe [%^ auf ®ott begießen. — 6:1. ftatt be« (fc^on Don 
ben LXX oorgcfunbenen) gmeiten ^b"»i , eine« offenbaren ©djreibfel^ler«, mit 3 @«r. 9, 2 
1>;5. — 16 : bie Überfc^ung folgt ber LA be« 3 ®«ra 9, 16 bb b?.:!!] ; bie LXX Reifen burd^ 
bie LA D-'tijNT nad^. 2)er MT giebt feinen ©inn. — 44: 3 @«r. 9, 36 fe|t linbti-;! 
D'^san-oy oorau« (nadj Äö^Icr, Se^rb. ber SSibl. ®efdj. H, 2, ©. 612 : ü^:i^ ü9 0"»©; ^tf*!?';^). 

S)ad mit 9le^emia. 

1, 1 : njbsn mürbe bebeuten: n^oüS^rot Derpnftert". 3>ie LXX fd^reiben (ob nur Um* 

ftettung au« eup^onifdjen ©rünben?) Chelkia. S)ie2efung rT;b[n]3n ftammt nadj ©iegfrieb- 

Stabe« ^ebr. ffi.*». oon ^. S58^e (5Re^. 1—6. ©tolp 187i). — 3, 20 : 1. mit ber Vul- 

6* 



90 ^^ 9u4 3l^tmia. 

gata rr'^riti; MT nad^ üblid^er Deutung : „et ereiferte m, Befferte aud", bad foHl^ei^en : 
„er befferte eifrig a\x9*\ 9(6er ^"^nn lönnte lautn etmad anbered Bd)euten, ate „er lie^ in 
gom geraten". — 31 : bie tlberfe|ung folgt ber älnno^me, ba^ analog 35. 8 D^enkn-i? ju 
lefen ift (bie ä(uff affung bed MT im gleid^en @inne [= ber iSolbfd^miebjünftige] ift fprad^Iic^ 
iaum l^altbar); nad^ anberen märe 'y:T\, obfd^on eigentlid^ „ber ©olbfd^mieb", aü nomen pr. 
2u betrad^ten. ^^erner ift D-'bDhri mit ben LXX gum Subjelt eined neuen Sa^fed gemacht, d^ 
beffen oirtueSed ^röbifat ip'^Tnn oud bem SSorange^ben ju entnel^men ift. — 4^ 6: bie ge» 
gebene überfe|ung lö^t m fo red^tfertigen, ba^ "iti^, (mie anbermftrtd '^) old @inffl^rung 
ber biräten 9lebe unb ^3'>b:;^ mie oft im @pfttl^ebraifd^en, = ^r'^b« gefaxt wirb. 3)abei i^ 
aOerbingd auffällige ba^ bie guben fo allgemein „ju wx9", onftatt etma Dn'^nMb fpred^en. 
ferner ift oon ooml^erein mal^rfc^einlic^, ba^ "n^DM ^TarrbDt) jufammengel^dren, unb fo ift bod^ 
DieQeid^t mit ®malb u. a. nad^ LXX etc. i^iu3; (ober [f. u. !] ein anbered SSerb in ber 3. Flur. 
Imperf.) }u lefen unb )u überfe^en : „oon aDen ben Orten l^er, mo fie [bie ^einbe] ftd^ gegen 
un8 roenbeten" (urfpr. a^ejt nac^ LXX [dyaßaiyomiy] mo^l ^hyp^ , alfo : „mo jte gegen \xxi% 
anrüdften"). — 7 : ®a« im jeftigen a;ejte fe^Ienbe Dbjdt jum erften T^tjy ki ftedft roa^rfdjein« 
fid^ in nT^nnn» unb jmar na^ SSertl^eau^Slpffel j. b. ©t. n^iaiön» ober niÄisn (2 S^r. 26, 
15)^ b. i. „fünftlidje 3Rafd^inen, ©d^leubermafdjinen". — 10: oor D'^rr»nni mirb mit Sleu| 
nad^ 98. 7 nia'nnn }u ergangen fein. — 11: 9Jlit Stecht giel^en bie LXX 'nn D-^iian ald 
appofttion gum 93or^erge]^enben. 3)ie üblid^e (^Sd^jl lünftlid^e!) 2)eutung: „mad bie Wi, ber 
9R. Sauenben betrifft u. f. xo" mfirbe D'^^iarri forbem. ^^ür baiS jtnnlofe "or^ra aber I. nac^ 
ben LXX {}v SnXoig) D''«?73n. — 16: I. entfpred^enb ber Sifte in Aap. 3, nac^ welcher für 
bie einzelnen Saufbedfen nid^t blo^ je gmei Sauenbe angenommen fein lönnen^ i^n:;: ftatt be$ 
Singular^. — 17: ber MT fönnte nur bebeuten: ein jeber — feine ffiaffe mar ba« SEBaffer. 
3)ie einfaii^fte Smenbation be« offenbar oerfd^riebenen ü^izrt ift 'i^^iy'h ober ''J2'^)a'»2i. 9ladjbem 
n^ }u D gemorben mar, meinte man, burd^ bie Soranfd^idung bed 3(rtilefö einen befferen ©inn 
gu gewinnen. 3l8biger (in ©efcniu« Thesaurus s. v. nbti) liefi nadj 2 (Stft. 28, 10 'm;a. — 
5, 2 : r. mit Honbigant u. »ol^me („über bena:eEt be« 5Rel^emia" [1871], ©. 19 f.) wie 35. 8 
D'^n.'n'y; ber MT („unfere ©öl^ne u. unfere löd^ter, mir jtnb ga^Ircid^") fönnte l^öc^ften« afö 
atnalolutl^ oerjianben werben. — 11 : I. mit ®eiger (3üb. Stfc^r. Vin, 227) u. a. nt^T^ 
(Deut 24, 10); MT nad^ üblicher ©eutung: unb [la^t fahren] ben l^unbertften (= 1 ?ßro* 
gent) be^ ®elbe^ (ald ©d^ulbginiS). — 15: I. mit ber Vulgata nad^ 93. 18 ftatt bed unoer« 
ftänblidjen •nn», roeldjeg nur „l^inter" ober allenfalls „l^interl^er" (unmöglidj: „über") be« 
beuten ßnntc, nn^ nT»b. — 7, 1 : ftreid^e mit ^ergfelb (®efd^. 2, 53) u. a. (fo bef. aud^ 
fiS^Ier a. a. D. n, 2, 628) bie beiben legten äSorte bed 93erfeg ali bie ®(o{fe eines, ber gu« 
gleid^ an bie S^empeltl^ore badete unb gur 93emad^ung berfelben bie ©änger unb bie Seoiten für 
nötig erad^tete. flbrigen« bürfte ber urfpr. SJejt n^^vi« i'ipD-'T „unb e« mürben %f). beflellt" 
gelautet ^aben. — 3:1. patt beS jiörenben Smperatio« nadj LXX (nur ba^ biefe irn«-^! aU 
pafftoe« Smperfelt ouSfpradJen, meil pe bie 2^ore ate ©ubjelt faxten) ith«;-!. — 33 : ftreid^e 
na($ LXX unb @dr. 2, 29 *nnN als eine aus bem folgenben 93erfe eingebrungene irrige 3u« 
tl^at. — 43: l. mit 6Sr. 2, 40 bH-^Tanp*]; MT: „oon Ä/' — 52: patt ber ouS gmei oer« 
fdjiebenen SeSarten lomponierten Unform D-'Dti-D: I. ü'^tntfi^ (®Sr. 2, 50) ober D-ip''D5. — 
65 : l mit LXX u. @Sr. 2, 63 iri> (ol^ne 9(rt.) ; ber MT benft an ben ^o^enpriefter als 
(nad^ Ex. 28, 30) allein bagu Gefügten. — 67 : oergl. bie te^tlritifc^e Xnm. gu @Sr. 2, 65. — 
68 : 95. 68 ip nad^ ben beften 3^0^ ^ nad^trdglid^ (auS @Sra 2, 66) in ben 9le^emiate(t 
gelommen unb bal^er oon 93aer^2)e[i$f(^ meggela^en. S)a er aber nur auS 95erfel^en im 
SleJ^emiate^t ausgefallen fein lonn, fo l^aben mir i^n menigftenS in Alammem beigefügt. — 
70: preic^e mit LXX nifi^ra OTann; biefe 500 pnb fd^on baran als Qnifyai gu erlennen, ba^ 
bie ^unberte ben 3^^nem nachfolgen, mSl^renb pe in biefen Sipen fonp überall oorangel^. — 



^Qd 9ud^ 9le(emia. ^ad erfte $ud^ ber ^tonxt 91 

8^ 7: ftrcidje mit 3 63r. 9, 48 "j oor D'^ibn; bic ©cnanntcn pnb cfccn Scoitcn. — 9: «in 
Mn«-:nn mirb von ben LXX nid^t au^ebrttdt, tfi alfo o^ne 3ti>^ifel ®bffe eined Späteren. — 
9r 17: I. nad^ LXX unb Num. 14, 4, toelc^et SBerd offenbar bie SSorlage (ilbet^ b^'natTSüi; 
MT: „in i^rcr aBiberfpenftigfcit". — 19: ftreic^e m^ 98. 13 n t>ox ^»n'nn; MT aüenfcSii: 
«,um i|nen ju leud^ten, unb gwor ben SSeg k." — 22: obfd^on riKsb aud^ „grenjnieife", b. t. 
^unter 9(nfe^ung beftimmter ®ren}en'' bebeuten lönnte, fo n)irb boc^ mit SertJ^eau^ät^ffel 
M6|t nfiföb (ober rh»ph) oorjujiel^en fein. — 28 : na^ S. 27 ift anjunc^men, ba| ta-a^rj 
vox n'ian audgefaUen ift. — 11, 5 : ba ed f\^ um jubäifd^e ©efc^led^ter l^anbe(t, fo !ann nad^ 
$ere} (93. 4) in 93. 5 nur oon bem ©efd^Iec^te @d^elad bie SRebe fein; I. alfo mie Num. 26, 20 
•»qbTsr:. — 8 : ftatt ber befremblidjen •^bo -»ni wirb nac^ 1 6§r. 9, 8 npa*; gu lefen fein. — 
10: ftreidje nad^ 1 S^r. 9, 10 i?. — 15: I. mit 1 G^r. 9, 14 •^'n^tt ■^?^-T3; nad^bcm "n^Ts 
meggef ollen war, mürbe ■'ari-iö 3u "^an-p oerftummclt. — 17: I. mit einigen ^anbfc^riften 
ber LXX (dQ^cnY^g ^»Cf alyov) nbrrnrf; MT: „ba3 Qmpt be« Slnfangg". — 12, 8: fiatt 
ber Unform nm^n mirb mit DÖI^aufen nadj 1 6l^r, 25, 3 nniti ju Icfen fein. 3«^ ©ac^e 
oergL Slel^. 11, 17. — 22: l. bem Swföwtwi^^i^Änfl entfpredjenb '73-1?; MT lönnte ^öd^ftenö 
bebeuten: „in ber [©efd^id^te ber] SRegierungSariu^'". — 24: für 15 ^i^'^ ^^^ 8/ 7. 9, 4. 
10, 14 K. •'sa }u lefen fein. — 25: ba 'iTatiTa offenbar ju ü'^y^p gci^ött, fo ift le^tercS mit 
n-'^yiö umjuftetten. — 81 : bie fic^tlid^e Süie hinter nbbnni ift nad^ 93. 38 auggufütten 
burdj nsbh rn»r| STj^ntTj. S)er ©d^reiBer irrte oon nsbrifm] auf robn ab. — 38: 
ftreid^e oor nDbit-r ben 9(rtilel afö S^ittograpl^ie unb I. entfpred^enb 93. 31 (v^s^b) mit 9leu^ u. a. 
bsn^b; MT nad^ üblid^er 2)eutung: „nad^ ber entgegengefelten Seite". — 46: bie Über« 
fe^ung folgt bem Kethib ui^'i; MT entmeber: ,,ber ^pter ber Sänger" (auf ^aoib u. 
©olomo 6e}ogen) ober: „maren bie ^äupter ber @. oorl^anben''. 3)er urfpr. Xe^t ift übrigen^ 
mit aOebem fd^merlid^ gewonnen ; ba$ befremblic^ nac^l^inlenbe ü'^'^'o ift [i^ex irgenbmie oer« 
fdjrieben. — 13^ 4: I. ftatt be« miberjtnnigen Singular« („in ber Stüt") mit ßmolb ac. 
'fii 'a n'iDa^ba. — 13:1. ftatt ber Unform !Tnati«T (in ber SHegel afö S)enominatio oon i'^i^i» 
gebeutet = „id^ mad^te jum äluffe^er über bie 93onäte") mit ^anbfc^riften ber LXX unb 
9le^. 7, 2 (gleic^faSd au« ber 3)enlfc^rift 9le^emiad) n^i^Ki. — 16: ftreid^e mit einigen aüm 
ausgaben (ocrgl. a3är« Xtjstau^^aht, S. 119) 1 oor n*»b«i^'^a. 

2)ad er^e eud^ htt S^rontt 

1, 6 : I. mit LXX u. Gen. 10, 3 ns-^^i. — 7:1. mit LXX u. Gen. 10, 4 tti'>«*nm. — 
17: l. mit Gen. 10, 23 ti»i; ber MT nennt nod^mal« ba« 93. 5 unter ben ^apj^etiten auf= 
geführte 93oII 3Refed^. — 2, 18: ber ie^ige 2:ect fd^eint bebeuten ju foQen: „ttnb Aaleb . . . 
erjeugte Xfuba, ein Sßeib, unb S^otl^* ^<t aBer nad^ 93. 1 9(fuba vielmehr ba« SSeib ftaleb« 
ift, fo ift noM offenbar eine alte ©loffe ju ^^^'fy,, meldte oor ber äluffaffung „er erzeugte bie 
91.' toamm moKte, nad^mal« aber in ben Xe^t geriet. — 24 : LXX u. Vnlg. brüdten aa^ 
'» ab^ M^ ; bamit mirb ber befremblic^e £)rt«name unb bie f^ntaltifd^ unerhörte 9(nlnüpfung 
ber nad^folgenben Sä^e glücKid^ befeitigt. S)er @inmanb 93ertl^eau« (bie 93b. ber 6§r.^, 
@. 16), oon ^qron, nid^t oon iRaleb fei bie Siebe, oergi^t, ba^ mir möglid^ermeife nur einen 
abrupten 9lu«}ug au« einem oerftänblid^eren größeren Xe^te oor un« ^aben. — 50: l. mit 
LXX, wie ber 3ufammen^ang forbert, ba brei Söl^ne $ur« genannt werben, "^sa ftatt be« 
Singular«. — 3, 2: ftreid^e mit 2 Sam. 3, 3 ba« pnnlofe b oor mbujaK. — 17 : MT (wie 
fd^on LXX): „unb bieSö^neged^onja« waren: Slfftr — beffen Sol^n war Seoltl^iel — ^® unb 
SRalc^iram'' :c. 3)a aber Slffir fonft nirgenb« erwäl^nt wirb, unb bie Angabe eine« @n!e(« 
mitten in ber Xufjal^Iung ber Söl^ne ^t^onia^ fe^r befremblid^ wäre, fo wirb 'i'^dKn (9lu«« 
fall oon n nad^ n!) ju (efen fein. Sed^onja war „ber ©efangene" katexochen; na^ 2 Aon. 
25, 27 fe^r begreiflicfi. — 19. 21 unb 23: l. (wie 2, 50) bem S^f^^nmienl^ang entfpred^enb 



92 ^ad ^^ ®u4 ber ^^ronif. 

mit LXX •'5:11. — • 4, 3 : L mit LXX Vulg. oq*'? "»pa (ober '9 ••aw '»sa); MT m^ üBlidJcr, 
aber unbercd^tigtcrCeutung: „baSftnbbic [Scfd^Ie^ter] con-Slbi ®tam". — 17: I.mttLXX 
(wie 93. 19 ff.) v.r^i. — 22 : bie Slamendform Dnb •»no-» ift }u feltfam, bafe nid^t Sert^eau« 
Äonjeftur nnb rr^q latiji (ber ©c^rcibcr irrte oon na auf ''a ah unb lic^ bann n-^a einfad^ 
au«) alle Sead^tung oerbienen fottte. — 5, 24: fteeid^e mit LXX 1 vox 15?. — 6, 11: I. 
mit LXX ba« Äct^ib hia unb ftreic^c ba« jwcitc napb« ; ber MT wäre nur l^öd^ft lünfttidj 
)u beuten : ;,Sßa« ßllona betrifft, fo maren bie (gleid^ juoor genannten !) @ö§ne SUana« fein 
©ol^n 3. 2c" — 13: l. nadj 95. 18 unb 1 Qam. 8, 2 -»Döni b«r *nbS|rT; MT: „ber ßrfl* 
geborene SDäagni unb abia". — 39: 1. mit Sof. 21, 10 nac^ biian noc^ njitzS«^. — 42: 1. 
nac^ 3of. 21, 13 t3b]?7asi n-'y. MT: „bie 3uflud^t«ftäbte" ; aber oon ben l^ier genannten 
©täbten ift nur Hebron eine fold^e. — 43: L nad^ 3of. 21, 15 u. 15, 51 libh. — 45: I. 
am ©^luffe mit 3of. 21, 19 in-^tö^^iTsi ; MT: „in (ober „mit'O il^ren Oefd^Ied^tem". — 
46 : ftatt bed unfinnig oerberbten Xe^te« („unb ben übrigen Slac^Iommen Aal^atl^d [mürben] 
oom ©efd^Ied^t it^ ©tammeiS, oon ber ^älfte be« ©tamme« ber ^älfte ^anaffe« burd^ baS 
So« ge§n ©täbte") I. genau wie 3of. 21, 5. — 51 : I. mit 3of. 21, 20 'DOrabi ftatt be« 
finnlofen 'n'D\ %ax ab'tai) („bie ©täbte i^red ®ebiet«" ; e« ftnb aber nur einjelne ©täbte) 
L nad^ 3of. 21, 20 ob^iA.' — 52: I. nad^ 3of. 21, 21 '■ön "1^9 (mie 95. 42); nur ©idjem 
mar ßuflud^tgftabt. — 55': I. nad^ LXX cyba-j u. cergl. bie te^tfritifc^e 2lnm. ju 3of. 21, 
25. — 55*»: r. m^ 3of. 21, 26 (mo ber ©a^ iottftänbig erhalten ift) 'p-«ra nhetiTab; MT 
mürbe bebeuten: „einem ©efd^Ied^te ber übrigen 9tad^Iommen jt.'' — 56: ftreid^e nnsdTsta 
ate Überbleibfel bc« 3of. 21, 27 erhaltenen ooffftänbigen Xe^e«. — 61: für i'iTan (moi^l 
95erme(5feUing mit ber ©tabt im ©tamme affer) I. mit LXX u. 3of. 21, 32 (*n»»7 n'i%n) 
rinn. — 7^ 1 : l. entfpred^enb ber fonftigen ©infü^rung ber ©tämme "^aq^ (ober mit LXX 
Cod. Alex, -»ja nb»"j). 2)er MT lie^e fi^ affenf all« beuten : „unb xoa^ bie ©öl^ne 3-3 be* 
trifft" ; bann mü^te man aber 95. 2 fe^r fünftlidj ate Slac^fa^ f äffen. — 6:1. mit LXX «^aa 
l^jsa (auSfaH oor ben glcid^en Äonfonanten !). — 27:1. mit LXX iia, mic überall fonft. — 
28 : I. mit 99aer nad^ ben beftcn 3cugen n;? ; bie LA be« MT r:j? ifi nad^ Sert^eau oielfeidjt 
erfi ani ben LXX ober bem S^argum in ^cbräifd^e $anbfd^riften eingebrungen. — 32 : I. mit 
LXX unb 95. 34 Itztd. — 35: I. (mie 2, 50. 3, 19. 21. 23) «^.aai ftatt be« ©ingular«. — 
8, 14 : ba 95. 17 ff. ©öl^ne @(paal« aufgejöi^It merben, unb gmar inmitten Don ©ö^nen Seria« 
unb ©imei«, fo mu^ @IpaaI aud^ 95. 14 genannt gemefen fein. @d ift fomit vn^ ^^^bMi 
pi^ufn gu lefen. 9lad^ bem ^u^faD beiS !Ramen$ 'sb» mürbe -i->nM nad^ 95. 81 afö (Sigemtame 
gefaxt — %üx ben Suftanb be« Xe^teg ift bejeid^nenb, ba^ y»« (S. 13) 95. 21 •^y73ti l^ei^t, 
DiXiy^ (98. 14) S. 27 ür\h\ — 29: bx^y; ift nad^ 9, 35 ergänjt (1 Born. 9, 1. 14, 51 
l^eifet'ber Sater beg Äi« abiel). — 30 : ergänje mit 9, 36 lai na^ 95aal ; mie 8, 33 geigt, 
mar er auc^ ^ier mit aufgegä^It. — 34: I. mit LXX unb 9, 40* b?a-'*n73 (b. i. „aJlann" ober 
^$elb 93aald'0- 3)ie LA bed MT ift entm. bloßer ©d^reibfe^Ier ober abftd^tli($e änberung, 
um ben !Ramen aü „Seftreiter bed ^aaV gu beuten. 95ergl. bie te^tfritifc^e Snm. gu 2 Barn. 
4, 2 (mo i Aod^ ridjtiger b^a'^'n» ald bie urfpr. gorm gu begeid^nen gemefen märe). — 9, 5 : 
I. "^ab^n unb oergl. bie tejtlritifc^e Änm. gu 5Re§. 11, 5. — 40»: cergl. oben gu 8, 84. — 
41 : Ttjfi}'] nad^ 8, 35 ergangt ; ber ©d^rciber irrte gum Anfang con 95. 42 ab. — 10, 7 : er* 
gänge mit LXX u. 1 ©am. 31, 7 nad^ "tD; ba^ für ben 3ufammen^ang unentbel^Iid^e ©üb« 
jeft b«^to': •'tiDN. — 9:1. wbti«i u. Dergl. bie tejtfritifc^e anm. gu 1 Barn. 31, 9. — 11 : 
ergange mit 1 ©am. 31, 11 ■»a©-« oor o-^a;. — 11, 11: I. mDbttDn unb Dergl. bie tegtlrit. 
anm. gu 2 ©am. 23, 8. — 15 : I. (nad^ 95. 16) nnat» fiatt „ber ©Sl^le %/\ — 19: ergänge 
nad^ 2 ©am. 23, 17 cabhn oor DmiDSDa. — 20: I. mit bem ®9rer D-^tib^n; ebcnfo am 
©djiuffe be« 95erfcg unb 95. 21». — 21: I. D^b©>r-173 (f. 95. 20), bann m^ 95. 25 unb 
2 Sam. 23, 19 (nur ba^ bort "jssi in "»asi »erfdjrieben ift) larr ftatt ö'^süa. Se|tere« ^at 



3)aj3 erfie :6uc$ ber S^ronit 93 

man DetgebK($ ju beuten gefuc^t (,,t)on ben breien ber jmeiten Orbnung" ! ober „oon ben brei 
über bie [beiben cmberen] jmei"); ed ift «o^l irgenb eine alte Sianbgloffe, bie nad^mald in ben 
SJejt geriet. — 22 : ftreit^e mit LXX ju 2 ©am. 23, 20 ^a Dor »•«« unb I. fobann -^3^ n« 
riKiTsn bK'^nti "»sn; MT nad^ üblicher S)eutung: „er f($Iug bie beiben ©ottedlömen ÜJloaB^" ; 
aber ber Singular bK*«^» märe in biefem ^aUe unerhört — 24: mie S. 20 f. (f. o.) ifi nur 
burd^ bie LA o^'TDb^sa ben ärgften Itünfteleien ju entgelten. — 84 : [treidle "«pa unb t)erg(. bie 
teithitifc^e Sfnm. ju 2 @am. 23^ 32. Db übrigen^ bie Slamenformen bed 1 Suc^d ©amueliiS 
ober bie ber S^ronil ben SSorjug Derbienen, ift nic^t gu entf d^eiben. — 40 : L mit LXX gu 

1 @am. 23, 38 unb entfpred^enb ben fonftigen Srroal^nungen ber ®tabt beibe 3Ra[e ''"inDn. — 
12, 18: I. mit LXX T'JT^^b; MT lönnte afferbing« audj bebeuten „[ie]bem, ber bir ^ilft" ; 
aber megen bed fogleic^ folgenben @a^e^ märe bann bie Segie^ung auf ®ott unoermeiblid^, 
bie boc^ {td^er nic^t beabftd^tigt ifL — 33 : I. mit LXX ftatt bed befremblic^en ^lyb (nac^ 
üblicher ©eutung: „aneinanber gu reiben") *ityb. — 38: I. mit LXX 'n -«^^/y unb oergl. 
oben gu 93. 33. — 13, 2 : bie 9[ccente gießen n^^cs gum folgenben (nac^ üblicher Deutung: 
,,fo moQen mir und beeilen" ; mi^glic^ märe auc^: ,,fo moQen mir nac^ aKen Seiten fc^itfen''). 
aber gu 'k '"»"iTa^ ift ein ?PräbiIat nic^t gu entbehren, unb e« fragt pc^ nur, ob nstnca felbft — 
in ber je^igen Sludfprad^e ober afö Part, fem Niph. — hthtaten lann: „befc^Ioffen" (eig.: 
,,burc^gefe^t") ober ob ein anbereö SSerbum (nac^ @iegfriebs@tabed SEB.^S. oielleid^t n^*nm) 
bafär gu lefen ift. — 6 : (. nac^ bem berid^tigten Xe^t oon 2 @am. 6, 2 (mit einfad^er Um= 
peDung ber SBorte unb Seifügung oon i'^'by am ®nbe) : T»by Sdh aw '•» DO K-^pa ^U5:< ; 
MT oäenfaQd: bie Sabe ©otted, 3a^med, ber über ben lt. tl^ront, melc^er „9lame'' l^ei§t. — 
14: fireic^e 'in'*aa afö nä^erbefttmmenbe ®loffe gu *y'y^9; ^öc^ftend märe noc^ bie Raffung 
bentbar: bei ber g^omilie D. in feinem ^aufe. — 14, 13: ergänge mit 2 @am. 5, 22 n'ibsjb 
nad^ o-^nTDbD. — 14 : bie l!t6erfe|ung fo(gt bem oben @. 15 berid^tigten Xe^te oon 2 ®am. 5, 
23 ; MT : „giel^e nic^t hinter i^nen l^er (ober aUenfaSd: ,,^inter pe") ; menbe bic^ oon i^nen''. 
— 15/15: ccraa mirb oon ben LXX nic^t audgä)rüdt unb ip offenbar urfpr. ®IoPe gu 
Dn-^br, um biefe« nac^ Num. 7, 9 nod^ genauer gu beftimmen. — 16 : ftreit^e nac^ LXX b 
Dor nnxjc ald Sittograp^ie. — 18: preid^e nac^ ben LXX -ja aü irrigen, bann aber fte^en« 
gebliebenen 9(nfa$ eined ©c^reiberd. — 25 : ftreid^e ben älrtilel oor o'^pbh. S)er MT lonnte 
nur bebeuten: „S>aoib aber • • ., meiere ^ingogen, um }c. . ., maren ooQer ^reube". älber 

2 ®(m. 6, 12 geigt, ba| nnnwa gu mbynb gebort — 27 : entm. ip »te^n ^fe ober (nac^ 
93. 22) NtsTaa '^tsn gu lefen ; burc^ bie Sd^reibung ^iD miS ber MT offenbar auf erftere aü 
bie richtige Sedart ^inmeifen. D'^^^onn lönnte grammatifc^ nur Spe^egefe gu KiSTan fein ; ba 
bied in^attlic^ unmöglid^, mirb ed erllärenbe ®(of[e eined Seferd fein, ber KiSTsn (oergL bie 
ä(nm. gu S. 22) oom muplalifc^en Vortrag oerftanb, — 16/13: (. i'*na^ unb oergl. bie te^ 
Iritifc^e »nm. gu 5Pf. 105, 6; MT: „3«rael«, feine« Änec^ted". — 30: I. i3n unb oergl. bie 
te£t!ritif(^e 9lnm. gu $f. 93/1. — 38: ber MT [ä|t pd^ aKenfatt« überfe^en: „Unb Dbd> 
@bom *unb ^ofa' (^c^ni mu| megen Dti'^nMi notmenbig au« bem 2. ^alboer« herauf« 
genommen merben) unb i^re Srüber maren [gufammen] 68, unb 0.»®., ber @o^n 3.«, unb 
^ofa [mürben befteOt] gu X^orl^ütem". SBeit ma^rfc^einlic^er aber ift, ba| in 93. b '» iMi 
noni '"«"la auf S)ittograp^ie berufen/ unb ba| ber gange 93er« urfprünglic^ nur eine gmeite 
Steige oon Dbjelten gu -ary^i (95. a7) nachbringt. — 42: iim-i '\T2Tt (oieHeic^t aber auc^ 
Dniorn) pnb openbar irrig au« 93. 41 mieberl^olt ; infolgebeffen fc^eint auc^ ber übrige Xe^t 
in 93erioirrung geraten gu fein. — 17/ 5 : I. nac^ 2 ©am. 7, 6 'wai bnfc^a ibnnTa. S)ie 93er* 
berbni« oon ^bnnTa in bn»73 gog ba« 933eitere nadj pc^ ; aber 'ai rt'^nt^i lann nidjt Reiften : 
„ic^ geriet oon einem 3^It in« anbere", noc^ märe am ©c^lu^e bie 93eifügung oon ladTa'-bM 
gu entbehren. — 10: 1. nac^ bem beridjtigten a;ejt oon 2 ®am. 7, 11 D'^^rn».^ (o^ne ^i) unb 
in 93. 10*, gleidjfall« mit 2 ©am. 7, 11, rr^a ^a; ber f^ntaltifc^ ungefüge MT entftanb burc^ 



94 ^ad erl^e 8u4 ber G^rontf. 

ÄuSfatt öon Kaph m^ Kaph. — 11 : 1. mit LXX u. 2 ©am. 1, 12 ^"•?7S73 ; ßcgcn bic LA 
bed MT („ber einer oon beinen ®9^nen fein mtrb") fpric^t fc^on bie unerträgliche Xautologie. 

— 18: ergänze nad^ 2 ©am. 7, 20 ^anb noc^ T'l'j unb jkeid^e 'i'Qt^V baö aud imb ocr^ 
berbt unb bann an falfd^e ©teSe geraten gu fein fd^eint, leinedfaHd a(er: ,,}u beiner ®^re" 
ober: ,,t>on ber @^re [gegen beinen ©Kaoen]'' (ebeuten lann. 9tic^t minber ift mit ben LXX 
'^nn9*nK ald irrige Soraudna^me ani bem folgenben ©a$e gu fheic^en. — 19: oergl. gu ber 
^erßellung bed aud^ in 2 ©am. t>erberbten 3:;e|ted bie te^fritifc^e 9lnm. gu 2 6am. 7, 21. 
MT: „tl^ateft bu aOed biefed ^errßc^e, um ade bie ^erriid^ 3)inge ju oertttnbigen''. — 20: 
I. mit 2 Barn. 7, 22 bbs). — 21 : bie ÜBerfe^ung folgt bem berichtigten Xe^te oon 2 ©am. 
7, 23 ; oergl. bie te^tlritifc^e Snm. ju biefer ©teOe. MT : ,,Unb mo gleid^t auf @rben beinem 
Soße %t\n Soll, bad [ber malere] ®ott ftc^ a(d SSoIf ju erf auf en gegangen mare, \xm bir ben 
9tu^m groger unb furchtbarer [2::§aten] }u f($affen, oor beinem Soll, bad bu t>on ben ^gpptem 
loggelauft, SöHer ju oertreiben?" — 24: flreic^e nac^ 2 ©am. 7, 26 bK^tt"» •»nb« afe 
ftorenbe Sormegna^me bed ItemS ber SuSfage; mie 2 ©am. 7, 27 geigt, ftnb bie S&orte au^ 
bem folgenben Serfe eingebrungen, mo fte je|t im S^onilte^e f eitlen. — 25 : erg&nge nad^ 
"^nny mit 2 ©am. 7, 27 '"iab-riK, ba tsct'n aSein fc^merlid^ bie gleiche Sebeutung l^aben lann. 

— 18/ 3 : bad 2 ©am. 8, 8 fe^Ienbe nnTsn ift, obmol^I fc^on oon ben LXX begeugt, o^ne 
3n)eife[ eine ®Iof[e gur 9lä^erbeftimmung ber Sage oon ^ha. — 6 : ergänge nac^ 2 ©am. 8, 6 
D'^i-'a?: hinter ^"»11. — 8:1. mit bem berichtigten 2:est Don 2 ©am. 8, 8 nadj 1 ?Kof. 22, 24 
naüTs*». — 19, 2 : ergonge mit LXX u. 2 k>im. 10, 1 iisn oor iaa. — 3:1. nadj LXX unb 
2 ©am. 10, 8 ^'vn-ntj nac^ •^bnb ; nur fo erflärt fidj, mie je^t nadj bem SwiiS'^w b«* 
Slu^funbfdjaftcn folgen fann. — 8:1. mit ben LXX 'an «:aa^*"bs. S)ie LA be« MT cnt« 
ftanb burd^ bie @m>ägung, ba| bie ©ibborim nid^t mit ,,bem gangen ^eere" ibentifd^ ftnb. 
5Die Smenbation oenät ftc^ jebod^ burd^ ba^ ^^el^Ien bed grammatifc^ unentbel^rlid^en (ba^er 
2 ©am. 10, 7 beigefügten) Slrtileld oor «aar. — 15: mie t^hn ■'üaN geigt, mu| ber urfpr. 
%^ nad^ fi";» nac^ 3Kt -':e73 gehabt l^aben. 3n ber 3^at ^at fid^ bie ©pur baoon in ben 
LXX, wenn aud^ (xa falfc^er ©teile, erl^alten. — 17 : I. mit 2 ©am. 10, 17 (nac^bem $elam 
fd^on S. 16 ermäl^nt ift) n^bn ftatt bc« müßigen „gu il^nen" ; femer mit ^anbfc^riften ber 
LXX unb 2 ©am. nm 'b D^« •jny'»! ; ol^ne biefe Umjieffung müßte onb« yxf'^^ oorl^er ge«^ 
ftrid^en merben. — 20, 2: mie 2 ©am. 12, 80 ^aben aud^ l^ier (menn aud^ neben ber LA 
be« MT) bie LXX bie ©pur ber ridjtigen LA Dbb?: erhalten ; oergl. bie tejtfrit. Sfnm. gu 2 ©am. 
12, 80. — 3: I. für *ite;3 (nadj üblid^er S)cutung: „er gerfägte*, oon ^^b ate einer fonft 
nid^t gu belegenben 9lebenform gu nto:) mit 2 ©am. 12, 31 DtD^n. SR^glid^, baß fc^on ber 
S^ronifl ben %^ auf grauf ame Einrichtungen beutete ; aber ein 3^ä0^ ntit $itfen unb 
ä[jten ift fidjer nidjt bie 5Dleinung be« urfpr. a^ejte«. — ©tatt be« mieber^olten ni^ÄTaii I. 
nac^ 2 ©am. 12, 31 ni*in73:3\ —4:1. mit LXX unb 2 ©am. 21, 18 niy '^rrni; MT: 
„e« ftanb ber Äampf" (roogtc unentfdjieben l^in u. ^er?). — 21, 12 : 1. mit LXX unb 2 ©am. 
24, 18 t;Da; baraud ift neos offenbar oerfc^rieben, ISnnte aber nur ein enbgiltiged „^inmeg« 
gerafft" bleuten. — 24 : I. mit LXX nibynb. — 24, 6 : für Tnx*] wirb unter allen Um* 
ftänben nnMi gu (ef en fein ; benn gefegt, ber MT lönnte bebeuten : „unb jebeSmal gmei mürben 
oon 3. au^geloft", fo möre bad ©egenteil oon bem audgefagt, mag man ermarten müßte: auf 
SIeafar, nidjt auf St^^niar müßten groei Sofc fallen. — 21 : irr'inib mirb afö ©upictte gum 
folgenben gu ftreidjen fein. — 23: I. mit 23, 19 '•»tiwfnn fTiin "»sni. — 27: ftrctd^e i oor 
ono afö S)ittograpl^ie. — 25, 3 : ber im MT fc^Ienbe 6. siame ift an^ S. 17 gu ergangen. — 
4: afö urfpr. S^ert oermuten mir: i^m ati-« ^i^ P7:)3i^t rb'iÄ nn« "»b» '^rsn rr- -^r^n 
niN'^Triü nnin n*"bü. fjolgt man oon '^rhiz an bem MT („id^ l^abe groß unb l^od^ gc* 
mac^t u. f. m."), fo müßte man bie 7 legten äBorte einem anberen poetifd^en f^ragmente gu* 



Xai erfte 8u4 ber (S^tonif. ^ad anleite 8ttd^ bet (S^ronif. % 

»eifen, aU kie brei erften. — 9 : boS von S. 10 ab 22ma( toMbetfel^renbe Virf rnMn vm laim 
S. 9» mir au« Serfel^en audgefaOen fein. — 26, 14: I. Jjnj^^^Tbi. — 16: D'«Dob Scru^t 
utfptfinglicl^ offenbot auf Sittogtopl^ie ber oor^ergel^enben vier Jtonfonanten. SHttc^ SSoron» 
fte&ung bed b unb bie Schreibung ü'XiXä (t>er0l. 7, 12) »arbe kie 3ut^<^t erträglid^er gemad^t. 
— 20 : 1. flatt bed fonfi unbelannten 9l(l^i|a mit LXX Qn*^M. — 28 : [., mie ber 3ufammen« 
^ang taird^aud forbert, «"n^tsTr^ (n>a$ fd^on Sut^er au^brödt) ; ben MT ^at man nur f el^r 
gegmungen beuten IBnnen: ,jeber^ ber meil^te, [ft6erga6 e«] an @/ — 27, 4: I. nad^ 11^ 12 
•n-ia *^y(y». — 28, 1 1 : jireic^e mit LXX -n« cor T»na. ®ie @inf e|ung ift no^I erfolgt, 
tm bie Sejie^ung be« Suffi^ed t)on n^in auf bie Sor^aDe ju erfc^weren. — 29, 11 : gmifd^en 
^ unb bd i{l minbefien« tjb au^gefoDen; bie LXX brfiden aa^i „htnn bu bift $err über 
aKed im $. unb auf @.'' 

2)ad stoette »iti^ htx (Sfyccuil 

1, 5 : I. mit LXX analog $B. 3 dtd ; MT: „unb ben lupfemen SCItar . . . ^atte er ^in« 
gefegt oor bie SSo^ng k." — 13:1. mit LXX nnan» ftott beö offenbaren ©c^rcibfe^Icr« 
'ab. — 16: fteeid^ ÄiTJTa unb oergl. bie tejtfritifd^e 2tnm. ju 1 JWn. 10, 28. — - 17: I. 
i«X2 für '»«••atT» unb Dergl. bie tejtlritifdje Änm. ju 1 Äon. 10, 29. — 2, 9: I. flatt be§ 
Sd^ireibfel^Ierg m^ö („©daläge für beine Seute!") mit LXX unb 1 5l8n. 5, 25 nbbtt. — 3, 
1 : ergänze mit LXX nin'^ nad^ ^tk^^ (bie äSegloffung berul^t mol^I auf ber @m)Sgung, ba^ 
nid^t Sal^me felbft, fonbem ber Sngel ^a^me« bem 2)aoib erf<l^ienen fei ; nad^ @treid^ung oon 
nin*' foDte ber Slefl ma^rfd^einlit^ bebeuten: „ber Saoib gezeigt morben mar") unb fteOe mit 
ben LXX DipTsn oor ^idk , mo e« aOein einen Sinn l^at. 2)er MT fonnte nur J^ei^en : 
„meieren [Serg ÜRoria!] er [@a(omo] am ^la^e S)aoibd l^ergerid^tet l^atte". 9(ber ba« $er« 
richten iffc oor^er in aSen @tüden &a^ 3)aoib«. — 4 : ftatt be« burd^ ben 3(u«f aO mel^rerer 
SHJorte finnio« geworbenen MT I. mit Sertl^eau nadj 1 JWn. 6, 8 : by^rj, "itrb^ msN '«m 

':n "^i^ji^ni ^^n*3 ^'i^^ *^^? ^''^'^' — 10 : l. mit LXX unb analog S. 6 2C. t]?':^ ; MT : 
„unb man überjog fie''. — 4, 5: flreic^e mit Sert^eau b*»^; al« eine ou« 1 j{ön. 7, 26 
fkammenbe ®Ioffe ju p'»Tn73. — 12:1. (wie 35. 12^ u. 18) mit 1 Ä8n. 7, 41 'rir? nib? ftatt: 
,,bie j{uge(n unb bie An.". — 13: oergl. bie ^u|note, fomie bie testtritifc^e 9(nmerlung }u 
1 St&n. 7, 42. — 14: ba ber ganae 3(6fd^nitt 93. 11 ff. mörtUc^ ixa& 1 Aon. 1, 40 ff. entlehnt 
ift, fann aud^ ntjaj nur — ba« erfte au« nfca;, ba« jmeite au« n^^ii}?; (1 Ä8n. 7, 43) — oer= 
fc^eben fein. — 19: jireit^e nad^ 1 Kin. 7, 48 i oor n»; mit natTa-n« beginnt bie auf* 
ja^Iung „Otter ®eräte". — 5, 3: ergänje na($ 1 Äon. 8, 2 t>or ana noc^ G'';^fc?rj tr^ja, ba . 
o^nebie« ber @d^(uj^ be« Serfe« unoerftönblit^. — 10: ergdnje nac^ LXX ju 1 Itön. 8, 10 
rr^^an ninb ©or itö«. — 6, 22: oergl. bie te^tlritifc^e 3lnm. ju 1 Äön. 8, 31. — 26: I. 
dsr^n unb oergl. bie te^tlritifc^e Stnm. ju 1 ItSn. 8, 35. — 28 : 1. nn^a unb oergl. bie te|t- 
fritif($e «nm. gu 1 ftän. 8, 37. — 38: 1. mit LXX (oergl. auc^ 1 Ä9n.'8, 47 ; bie ?ParatteI- 
jlelle 2 Sfyc. 6, 37 |at bort gleid^fatt« ta;ati, meiere« maJ^rfc^einlic^ auc^ nur oerfd^rieben ift 
für) Q^i'^aiD'; ber MT mirb l^ier bur($ ben nac^folgenben 9lelatiofa( unmöglich. — 7, 5: I. 
nad^ 1 JRön. 8, 63 ^]:a D-^rj^jflön nat-n»; MT: „ba« 9linbero|)fcr", aber bem aufjä^Ienben 
•jäxi mu^ '^ija (ol^ne ärtilel) oorangegangen fein. — 17: ftrcidje nad^ 1 Jlon. 9, 4 i oor 
nwyb. — 8, 1 : I. O'^'lfe^vJ Y^p. unb oergl. bie te^ftfritifc^e 8lnm. ju 1 Äön. 9, 10. — 9 : 
ftreid^e nad^ 1 5liin. 9, 22 ^xoi^^ oor Kb; ber MT lönnte nur bebeuten: „unb unter ben 
3«rae(iten gab e« meldte, bie @. nic^t gu Seibeigenen machte''. — 15: L, mie ba« fiet« in^ 
tranjttioe !»10 forbert unb einige ^anbfd^ften bieten, niXTaw (äu«fatt oon 12 oor w). — 9, 
4: 1. mit 1 Ädn. 10, 5 inV:?'; ober beffer i^nVs^n. goß« ber MT („unb feinen ©ötter, ben er 
auf ben Xempel ^al^me« brad^te") auf älbftc^t be« S^oniften berul^en foQte, um bie ®egen« 



wart bcr ^cibin Beim SSranbopfcr }u Bcfcttigcn, fo würbe no($ immer nb?,: (anftatt nbyn) 
ben urfpr. SJest Derraten. Da« ffla^rfc^einlit^fte ifi aber, bafe in-^brn <m^ vnbyi oerfd^rieben 
ift. — 7:1. mit LXX ju 1 Äön. 10, 8 ■rf^tfa unb cergl. bie teitfritifd^e %nm. )u b. ©t — 
14: ergänje na^ bem Berid^tigten Xeit oon 1 Jtdn. 10, 15 (f. bie testtritifc^e Unm. )u b. 6t.) 
«a ntiNtj. — 19: Dergl. gu ber ©treidjung con n^ bie tejtlritifc^e Slnm. ju 1 Äon. 10, 20. 
— 20: oergl. bie tejtfritifdje änm. gu 1 St&n. 10, 21. — 10, 2: cergl. ju ber ergöngung 
von nWbti nts "»s bie tejtfeitifc^e änm. gu 1 Äön. 12, 2. — 5: ergänge mit LXX unb 
1 Äön. 12, 2 ^Db oor n'iy. — 7: ergdnge mit LXX unb 1 Jlon. 12, 7 o'T^ri l^inter o» (nn^ 
entbe^rlidj wegen be« ©egenfafte« Don O'^rj^n^b^). — 10: l. mit LXX u. 1 Äön. 12, 10 
vb»; bie LA bed MT (,,ba rebeten mit il^m" K.) ifi wo^( burc^ bad fogleic^ fotgenbe Hfik 
Deranlaftt. — 14 : bie ÜBcrfeftung folgt bem textus receptus (T«nDn ••a»). S)ie oon Sar 
nac^ ben Beften 3^ugen (auc^ ed. Mantuana) aufgenommene LA n'>aDK ( ..tc^ will euc^ k.") 
lonn bagegen nidjt in Setrac^t lommen. Sie ftimmt weber gu 93. 10, noc^ gur f^ortfe^ung 
(''3K1 „id^ aber" !) unb i{l ben LXX unBelannt. OffenBor entßanb fie fo, bag *»!« irrtümlidj 
audgelaffen, ba$ nun unoerftänblic^e n'^nDn ober in bie 1. $erfon umgefe^t würbe. — 11, 
18: (. mit LXX Cod. Alex. b':n'«3(;i ober '«b; le^tere« würbe noc^ beutlic^er ergeben, ba^ 
nic^t eine gweite ©ema^Iin Stel^abeamd, fonbem bie SRutter ber SRa^alatl^ (ate gleichfalls bem 
^aufe 3)aoibd entfproffen!) genannt werben foD. — 22: ergänge nadj ben LXX 3;Dn hinter 
■»3; bcr MT ift nic^t gu überfe^en. — 12, 9: ftreidje nadj 1 Äön. 14, 26 n oor -pk. — 13, 
2: [. mit LXX T^:^y'q unb oergl. bie 9Inm. gu 1 Äön. 15, 2. — 15, 8: ba nK^isn Seinen 
®enetio nac^ ftc^ bulbet, fo ifl «"^nsri nn^ mit Sert^eau atö überreft einer in ben Xejst ein« 
gebrungenen SRanbgloffe gu ftreid^en, bie ooßftänbig etwa V-ia n'^'^iy nKia: lautete. — 18, 
5 : I. mit LXX unb 1 Äön. 22, 6 (wie ba$ bnnK im gweiten ®(iebe forbert) iht^r: ftatt ber 
1. Plur. — 12: 1. mit LXX (^ier u. 1 Äön. 22, 13) i"ia-^. ftatt "»n^''!. — 13: ergange mit 
LXX u. 1 Äön. 22, 14 -»bM (bad nad^ "»nbtt (eicfit audfaOen lonnte) oor 'iriK. — 14: 1. ent>^ 
fpre(^enb ben folgenben ^luralen mit 1 Äön. 22, 15 bnn:. — 18: I. mit LXX (^ier unb 
1 Äön. 22, 19) 15 K'b; MT: „barum". — 19: ftreic^e mit LXX unb 1 Äön. 22, 20 -inat 
als Überbleibfel ber parallelen LA: 'ai ^in« nji. — 27: oergl. bie tejtfritifc^c änm. gu 
1 Äön. 22, 28. — 33 : I. mit LXX (^ier u. 1 5iön. 22, 34) nöTib^n-in Patt aui bem 
Säger". — 84: I. mit LXX u. 1 Äön. 22, 35 n7:jr. äu(^ bie' LA be« MT würbe be- 
beuten: „ber Äönig war ftanb^altenb (ober: aud^altenb)" ; aber bie intranfttioe Sebeutung 
bed ^ipi^ite oon ^»7 ift fonft nid^t gu belegen. — 19, 8: ftatt bed finnlofen ..unb fte teerten 
nac^ Serufalem gurüdf" ift gweifello« mit LXX S"» -g-O" gu lefen. a-jb-j faffen bie LXX 
einfach „abguurtei(en" ; rid^tiger wöre nac^ ^ef. 1, 17 „im SRet^t^^anbel befcfiü^en" ober (fo 
gewö^nlic^) ^.angreifen, befe^ben . Seibe^ pagt ^ier nic^t in ben Äonte^t, bagegen entfpräc^e 
bem östtärb auf« bepe •'?"'":bi. Durc^ SSerwanblung be« gweiten Jod in Waw (gang wie in 
.'»nc) entftanb bie LA be« MT. — 20, 1 : I. ftatt ber c^r^r, bie bodj nur mit ben ii?:t -»sa 
oor^er ibentifc^ fein fönnten, mit ben LXX D-'^ir^nia unb oergl. 26, 7. ~ 2 : bie LA be« 
MT .,au« %xam" wirb bereit« oon ben LXX oorau«gefe^t, fann aber, wie bie Srwft^nung 
be« (toten) SReere« unb Sngebi« geigt, nur au« c'1^|n oerf (^rieben fein. — 25: (.mit LXX 
nrna ftatt nn^ ; für o— )5^ wirb mit einigen ^anbfc^riften D'»-[ja gu lefen fein, wenn aud^ 
gweifel^aft ift, ob bie oxdXa ber LXX biefelbe LA oorauefe^en. MT ift aQenfafl« gu über« 
fe^en: ..unb fte fanben unter i^nen in Stenge fowo^l t^a^r^abe al« Seid^name unb u," — 
21, 11 : l. mit LXX •^'^ya onftatt ..auf ben öergen". — 22,6: l mit LXX u. 2 Äön. 8, 
29 p ftatt be« finnlofen "»s '; mit benfelben S^%^ '• ""nn«] ftatt be« ©c^reibfe^iler« 
^"?";T?:2. — >0: l. mit IJCSl unb 2 Äön. 11, 1 "»2»rT; MT: „unb rebete mit ber gangen 
lön. g. . — 23, 12: oergL gu ber (Stoffe o-'as-ir: bie tejttritifc^e Slnm. gu 2 Äön. 1 1, 13. — 



14: I. na^ htm (erid^tigten Xect oon 2 fton. 11, 15 '^TV^li ^^' ,,bie ©emufterten beS 
^eered". — tsn n-^su-bK ift n»ie 2 jtdtt. 11, 15 als ftnnlofe ®b)f[e ju ftreic^en, mag fte nun 
Bereite oom S^oniften übernommen ober nachträglich bei il^m interpolirt fein. — 24t, 7: bie 
Sttd^tigleit oon n-*;^ ooroudgefe^t, ift minbeftenS mit LKX 'in gu (efen, um ben Xe^t oer« 
flonblic^ )u mad^en. — 12: mie bie folgenben ^lurale geigen, i{l r^t^y entm. ungemöl^nlicl^ 
Dttl^ograp^ie ober oerfc^eben für ^)f (fo 2 San. 12, 12). — 25: I. mit LXX, mie ber 
3ufammen^ang (93. 21) forbert, n?« Z)ie LA be^ MT entftanb burc^ 2)ittogrQp^ie bed nac^« 
folgenben \ — 27: l. mit bem Eetbib ini; bad Qere foll mol^I bebeuten: „unb xoa^ feine 
@d^ne betrifft, fo möge fid^ ber Studfpruc^ über (ober: wiber) i^n mehren" (b. i. nac^ üblicher 
Deutung: fo möge ber oon Sac^orja 93. 22 audgefprod^ene %lu^ burc^ ba$ Unglüd feiner 
@8^ne noc^ meiter in SrfüQung ge^en). — 25, 19: menn man r^yz» beibehält, fo ift bamad^ 
notmenbig ('')n'«sn gu (efen. S)ie 2. $erfon ift mol^l erft ou^ 2 Jtön. H, 10 eingebrungen, 
nsn aber au« nsn oerfd^eben. — 24: I. mit 2 St&n. 14, 14 -n« npbi, — 28: 1. mit 
LXX unb 2 Äön. 14, 20 ni-j fiatt be« Schreibfehler« nnin-;. $ätte ber ß^ronift Ämagja 
ba« e^ooQe Segräbni« abfprec^en mollen, fo märe oor allem itsk'-ds^ gu ftreic^en gemefen. 

— 26, 5 : ftatt be« befremblid^en MT „ber auf ba« @d^auen ®otte« ad^t ^atte" (bie« mürbe 
intranfitioe« a v^.?? bebeuten !) mirb mit LXX Targ. etc. '«n r\^y;^ 'rn gu lefen fein. — 
28, 8: l mit LXX u. m^ 2 Äon. 16, 3 -^ay^i; MT: „er Iie| feine ©. angünben". — 
30, 21 : ber fd^on oon ben LXX (oud^ Luc.) oorau«gefe^te Xqrt ift offenbar oerberbt; I. mit 
Sert^eau nac^ 1 S^r. 18, 8 iV-bDä unb ftreic^e ba« erfte nin^'b, beffen Sinfe^ung nötig marb, 
al« bie LA ly "bDa entftanben mar unb mit bem gmeiten mrT«b (= „mit ben mäd^tigen 3n* 
ftrumenten Sa^we«") oerbunben würbe. — 31, 6: ftreic^e ba« fdjon oor ber S^t ber LXX 
irrtümlich beigefügte ni5n'«i; bie in Suba anfäfpgen 3«raeliten pnb (wie 1 Jlon. 12, 17) 
oon ben im !Rorbreid^e felbft mo^nenben unterf trieben. — 10: I. ftatt be« unoerftänbUd^en 
MT mit LXX ^in'-^si. — 32, 22: 1. mit LXX fiatt be« unmöglichen MT („unb er leitete fie 
ringsum") onb m;n, mie 14, 6. 15, 15. 20, 80. 1 %. 22, 18. — 81: I. mit LXX 
Q-»n\^^ri ; MT: „bie gu i^m gefanbt l^atten (nad^ bem Sprac^gebraud^ jeboc^ el^er: bie miber 
iljn lo«gelaffen Ratten)". — 38: ber MT mdrc fo gu oerfte^en, ba| ber G^ronift bie be- 
treff enben „Offenbarungen ^efaia«" nur al« Seftanbteil be« ltönig«buc(e« lannte (namlid^ in 
bem äbfc^nitt 2 Äön. 18, 13 ff.). SRun fc^eint aber yn»« 13 '•• tith au«brüdHic^er ^inroei« 
auf ben erften litel be« Scfajabud^e« (1, 1) unb bie LA ber LXX, Targ. unb Vulg. nco-byi 
(a(« ^inmei« auf ben ^araOelte^t im Jtönig«buc^ gu 3ef. 36—39) bürfte bamac^ boc^ ben 
95orgug oerbienen. — 33, 7 : l. ftatt be« ©d^reibfe^Ier« oib^yb mit 2 Jlön. 21, 7 nViyb. — 
8: I. mit 1 Äön. 21, 8 -»nnj; MT lönnte nur bebeuten: „ben ic^ ^abe befielen lajfen". — 
19 : ftatt be« fonft unbefannten ©igennamen« "nn wirb mit LXX (oergl. auc^ 98. 18) o-'Thn 
gu lefen fein. — 34, 6: ftatt be« feltfamen Kethib (nac^ üblicher Deutung: „burd^fuc^te er 
i^re Käufer") forbert ba« Qere cnT^'^na „mit i^ren ©c^roertem" (fall« nidjt urfprünglic^ 
ein St. constr. gu nia^n „Slrümmerfilätten" gemeint ift); l. mit faft allen Steueren 'rbnna. 

— 7:1. ftatt ber Unform pinb, bie unmöglich Infin. fein lann, nac^ Analogie oon 9S. 4 
•p^rn. — 9:1. mit LXX etc. nac^ bem Kethib '^ '•a«^';; MT attenfall«: „unb waren al«« 
bann [mieber] nac^ Serufalem gurücf gelehrt . — 10: I. mit LXX unb 2 Äön. 22, 5 ^tirb ; 
MT aUenfaO«: unb bie 933 ... • gaben e« ^in, um ^erguftetten u. f. w. — 18: bie Über* 
fe^ung folgt ber 9(nna^me, baB ] oor br gu ftreic^en unb 93. 18 eng mit 93. 12 gu oerbinben 
ift. ^eilic^ merben auc^ bamit nid^t ade @<^mierigleiten be« oenoorrenen Xe^te« gelöft. — 
22 : (. mit LXX -)73et hinter -^tsd^ ; ber 9lu«fa(l ift burd^ bie S^nlic^teit beiber Äonfonanten« 
gruppen oeranlagt. — H2 : I. na^ 2 Äön. 23, 8 (nur bag bort ba« Qal oorau«ge^t) am 
©d^luffe be« Sa^e« n^-^aa; wie e« fc^eint, ift v^-^rai erft barau« oerfdjrieben, obfc^on bereit« 

Stau%\df, ftitc« ZeHamcnt. 7 



98 ^Ad a»eite 8u($ her (^^tomf. 

bie LKX ben MT Doxmifelim. — 35, 4: I. mit bem Eediib (uiib LXX) «):isni; MT: 
,,unb Tüffcet )u". — 21 : ergötze noc^ LXX bad unentBel^rlid^ $rSbiIat '^m^ l^inter nn» 
(le^tered bient gut 9)etomnig bed @ufficed in ^""b:;). — @tatt n'*n-bK fd^nt bie parallel* 
{te&e 8 (1) (S^a 1, 26 Doroui^ttfe^en rns-bK (ober "cb^), alfo: ,,fonbem tuu^ bem 
@upl^rat xft mein Angriff [geric|let]" ober: „wn &. fte^t mir ber Aampf toor''. Sljl bied 
mirlli<l^ ber 8rf|irang(ic^e Xe^t? — 36, 8: ergonje mit LXX unb 2 Adn. 28, 88 Qere 
"f^TSTa l^inter D';*n3t73 ; MT : ,,unb ber ASnig Don Sgppten fe^te tl^n in g. ob". — 28 : 1. mit 
LXX unb ®8r. 1, 8 -»n-; fftr Trin-^; MT (ate 3la(^fa|: Sa^we, fein ®ott, iji mit i^!). 



b(t (Sf0enttamett mit beijoefilgtet atmutt Umfd^ttlbma bet 



S>ie ^ebräifd^en ftonfonanten finb in folgenber SBeife utnf daneben: aleph tmrd^ % 
beth u. f. n). bur($ b, g, d, h, w, z (ganj iDcidJc« a, nic^t etwa wie beutfdjc« g ju fprcdjcn !), 
ch (etwa mic dj in bcutfd^cm „SRadJcn")/ t (am ^intcraaumcn gcBilbetc«, l^ärtcftc« t), j, k 
(wenn afpirictt : kh), 1, m, n, s, * (cigcntüml. SUffllaixi), p (afpiricrt ph), s (ftttrfc«, am 
Hintergaumen gebilbeted s), q (fiaried, am Hintergaumen gebilbeted k), r, s (n)ie gemö^n^ 
lic^ed B )u fprec^en), scb^ t. 

SSon ben tBoIalen ftnb bie langen burc^ &, e^ i, 0, a wiebergegeben ; bie lurjen burd^ a, e 
(unbetonteiS Segöl ; bagegen (etonted burc^ Ü), i, 0, u. 2)a^ fogen. schöwä quiescens Bleibt 
au|er Setrac^t ; schewa mobile ift burd^ ö n)iebergege6en, bie fogen. chäteph>£aute burd^ 
&, ä, ö; patbach furtivum (immer nad^ langem Sofal) gleid^faH« burdj ä. 

S)ie ^ebräifi^ SB9rter ^aben ben %on in ber Siegel auf ber Snbftibe. Setonte x>ox' 
le^te Silbe ifl im nod^folgenben Siegifter burc^ einen 9ccent lenntlid^ gemad^t; unb gmar ift 
bann betontet e, i, 0, u] (e, i, 6, ü) immer langer 3iolal, betontet a (&) bagegen nur in 
. . .jäbu, . . .mJlwetb, 'äwen, pä*a. 



Äaron, 'ah&rön 
Äbarim, *&bärTm 
Stbbon, *abdön 
9lbel (Ortdname), 'äbel 
älbel (SRanneiSname), bibel 

(H<utd^) 
aibia, 'äbijjä (auc^ 'Äbijjaba, 

'äbijjäm) 
äbjat^ar^ 'ebjÄtär 
abigail, *&bTgÄjil 
Slbi^u, 'Äbiba' 
äbimael, '&bimä*el 
abimeled^, 'äbTm&lekh 
abifai, 'Äbrscbaj 
äbner, 'abnör, auc^ *&binör 
älbra^am^ 'abräh&m ('abräm) 
9lbfalom, 'abscb&löm 
Slccab, 'akkad 
Sicco, äkkö 
ad^ig, 'Äkhiach 
ai^or, *ftkbör 



älc^fap^, ^akbscbftpb 
St^fib, 'akbzib 
äbam, 'ädÄm (aJlenfdJ) 
Slbama, '&dämä 
Slbma, 'admä 
Slbonia, '&döQiJjkhQ 
äboraim, '&dör4jim 
Stbrammelec^, 'adrammilekb 
älbuaam, 'ädulläm 
3tbummim, '&dammim 
älgag, 'Ägag 
ätflu^/ 'ägar 
3l|ab, 'acb^ab 
äl^ad, 'äcbaz 

älbadja, 'äcbazja, ^&chazj4ba 
ät^adoerod^ 'äcbaschweröscL 
(Xerjeö) 

Sl^ia, 'Ächijja, 'ÄcbijjÄha 

ät^ilam, '&chiqani 
ä^imaaj, *Äcbim&*as 
a^imcle^ 'äcbimMekh 



äl^itop^el, ^Äcbitöphel 
äl^met^a, "acbmßtä (®gb&= 

iana) 
2li, *aj, audj &jjft 
äljalon, 'ajjftlön 
äjin, *&jin 
äfrabbim, ^akrabbim 
älmobab, 'almödad 
Sllmon, ^almön 
»male!, ^Ämalöq 
ämafa, 'Ämasa 
ämajja, 'Ämasja 
Slmmon, *ammön 
ämnon, 'aranön 
3tmoriter, 'amön 
2lmo« (ber ^Propl^et), 'amös 
ämoj (98ater3efaia«), 'amös 
Slmrap^cl, 'amräpbil 
äna, *&na 
anab, 'Änab 
9lnamim^ *&iiamrm 
7* 



100 

3lnaif)0t^, 'änätot 
3ln%m, '&Dim 

araBct, *&rabi 

Arabien, *&rab 

Sltab, "äräd 

9ixam, 'äräm 

atrarat, *&rärät 

ärba, 'arba' 

argoB, 'argöb 

äricl, *&ri'el 

»rfiter, *arki 

ämon, 'amon 

ätroer, *&rö*er, auc^ 'ar'ör 

ärpab, 'arpäd 

Slrpac^fab, 'arpakhschad 

art^o^faftl^a, 'artach- 

schaschtä (älrtaser^ed) 
9(ru66ot^, 'ärabbot 
9trt)abiter, 'arwädi 
Slfa, 'äsä 
Slfa^el, 'ftsäb'el 
ätfon, 'äscliän 
Slfap^, 'äsäph 
Slfar^abbon, 'esarchaddön 
äfafcl, 'Äzä'zel 
SLfc^icra, *äscherä 
äl^ob, 'aschdöd 
S(fela, '&zeqä 
äftma^ 'fischimä 
Sldtalon^ 'aschqäön 
äldlena^, 'aschkSnaz 
äffer, 'äscher 
Sljfur, äff^rien, 'aschschür 
älftarot^, ^aschtäröt 
a^tatte, 'aschtöret 
ätarot^, 'ätäröt 
Slt^alja, 'ätaljä 
äloDa, 9(ma, ^awwä 

Saal, bä'al ($etr) 
Saalatl^, ba'&lath 
Saal @ab, bä'al gäd 
Saal ^amon, bä^al hämon 
Saal ^ajOT, bä^al chäsör 
Saal ^ermon, bä^al chermön 
Saal 'Dleon, bä'al mö'ön 
Saal ^era^im, bä^al pgräsim 
Saal @alifa, bä^al schä- 
liscliä 

Saal S^P^^^/ ^^'^1 s6phon 
Sabel. Sabplon, bäbM 
SaSfa, ba'sohä 
Sa^urim, bachürim 
Sala, bälä 
Salal, bäläq 



Slegifler ber (Sigennamen. 

Samot^, bämöt 
SarfUIat, barzillaj 
Saruc^, bärükh (gefegnet) 
Safan, bäschän 
Sat^fcba, bat-sch^ba* 
Seban, bSdän 
Scer, bß'er 
Seerotl^, b6'6rot 
Seerfeba, be'er schäba' 
Seeft^era, bö*escht6rä 
Sei, bei 
Sela, bWa* 
Selfagjar, belscha'ssar, auc^ 

beltscha'ssar 
Senaja, bSn^ä, bgn^^ü 
Sen^abab, ben-h&dad 
Senjamin, biiuämin 
Sereb, b^red 
Serot^ai, berötaj 
Sefor, bSsör 
Seta4 bätach 
Seien, böten 
Set^ älnot^, bet-'&Döt 
Set^ älraba, bet-[hä]'&räbä 
Set^ »rbeel, bet-'arbe'l 
Set^ ä^manet^ , bet-'az- 

mäwet 
Set^ äloen, bet-'äwen 
Set^ Sara, bet-bärä 
Set^ Sirei, bet-bir'i 
Set^ S^erem, bet-kärem 
Set^ 3)agon, bet dägon 
Setzei, bet-'el 
Set^ @met, be^'^meq 
Set^ @}el, bet-'esel 
Set^ (^aber, betgäder 
Set^ @amul, bet-gämül 
Set^ ^anan, bet-cbänän 
Set^ ^aram, bet-häram 
Set^ ^afttta, bet haschitta 
Set^ ^ogla, bet-choglä 
Set^ ^oron, bet-chöron 
Set^ Serimot^, bet-[ha]- 

j^chimöt 
Set^leap^ra, bet-16*aphrä 
Set^ ^ebaot^, bet-lgbä'öt 
Set^le^em, betlächem 
Set^nimra, bet-nimra 
Set^ ^ajjej, bet-passes 
Set^ $elet, bet-p^let 
Set^ ^IJeor, bet-pe*ör 
Set^ ^e^ob, bet-rgchöb 
Set^ @ean, bet-schS'än 
Set^l'eined, bet-sch^mesch 
Set^ X^appua^, bet-tap- 

püfich 
Set^uel, baü'el 



Set^ulia, betülejäh 

Set^jur, bet-8ür 

Setonim, betonim 

Sqel, bfezeq 

Sejer, böser 

Sileam, bil^ftm 

Sil^a, bilhä 

Soad, bö'az (in il^ [iß] 

©tarfe) 
Soc^im, bökhim 
Sor ^afira, bor hassirä 
Soglat^, bosqat 
Sojra, bosrä 
Sud, büz* 

Saleb, f. Italeb 
S^albSer, Kasdim 
^prud, Köresch 

SaBratl^, däbSrat 

3)agon, dägon 

S)amad{ud, dammöseq 

^an, dän 

S)aniel, dänyjel, dänPel 

Partie, darkömön 

!Dariud, därCjävesch 

3)aoib, dävid 

3)ebora, dßböräh (Siene) 

3)eban, d^däo 

3>elila, d»ilä 

9Dib(at^aim, diblätäjim 

2)ibon, dibön 

2)i{Ia, diqlä 

©ina, dinä 

!Din^aba, dinhäbä 

S)ifa^a^ab, di sähäb 

®oeg, dö'eg 

Sophia, dopbqä 

!Dor, dor 

S)otl^ain, dot^in, dotän 

Suma, dümä 

!Dura, dura 

6bal, 'ebäl 

Sben^aefer, 'oben hä'^er 

@ber, 'eher 

@ben, 'öden, 'öden 

@bom, 'ädöm 

Sbontiter, 'ftdpmi 

ßbrci, *edr6*i 

@glat^, 'eglat 

@glon, 'eglön 

@|ub, 'eliüd 

Sfron, 'eqrön 

@la, 'elä 

Slam, 'eläm 

@lat^, @Iot^, 'elat, 'elöt 

@leate, 'el'älö 



(Heafat, 'el'izär 
Sl^anan, 'elchanän 

«Kefcr, 'Wi'özer 

SKm, 'elim 

«Kfa (SBoIf), 'älischä 

«ifa (?ßrop^et), 'älischä* 

Sllod, 'elqosch 

SOafar, 'elläsär 

(Hon, 'elön 

eit^ele, 'eltSqe 

Smiter, 'emim 

fnal, *&naq 

enaüier (^Rtfyci.), 'änäqim 

Snam, 'enäm 

Sitbat, 'en dör 

Sngonnim, *en gannim 

Sngebi, ^en gSdi 

(Sp|taim, 'ephräjim 

(E))^at^, 'ephrät 

gpl^ron, 'ephrön 

(ht^, '6rekh 

Sfor^abbon, 'esar chaddOn 

Sfmi, 'esäw 

Sdfot 'eschköl 

a^ta, 'ezrä 

S^t^ool; 'eschtä'ol 

@dtl^emo[a] , 'eschtSmö, 

'e8cht6mö'& 
Cpljer, 'ester 
(Stam, ^etäm 
Stl^am, 'etäm 
St^an, 'etän 
Siffbaal, 'etbä'al 
(Stirer, 'Mer 
Sup^rot, pSrät 
(Soa, chawwä 
SoUmerobad^ , 'äwil mßrö 

dakh 
@}ed^ie[, jßchezqe*! 
©jiottjebcr, 'esjön göber 

Saad, gä^asch 
®ob, gäd 

©aßlfta, gäm, gälilä 
®QSRm, gallim 
®amliel, gamlPel 
®areb^ gäreb 
®QXXixm, gerizzim 
®at^, gat 
®a)a, 'azzä 
®tba, göba' 
®eba(, gSbäl 
®ebtm, gebim 
©ebalja, gMaljä 
Qkbtt, göder 



Sie^ifler ber (Sigennamen. 

®ebera, gßderä 

®ebor, gMör 

®e^a{t^ gech&zi 

®crar, gßrär 

®erfotn, ®erfon^ gerschom, 

gerscbÖQ 
®cfer, gözer 
®efur, gfechür 
®et^er, göter 
®i66et^on, gibb^tön 
®i6ea, gib'ä 
®iBeon, gib'ön 
®ibeon^ gid'on 
®i^on, gichön 
®il(oa, gilbö'& 
®ileab, gü'äd 

®ile<^l/ [Nsiigäi 

®iIo, gilö 

®ir9afitcr, girgäschi 
®ittaim, gittäjim 
®o6, göb 
®olan, gölan 
®oßatl^, goljat 
®omer, gömer 
®omon;^a, *&inöra 
®ofQn, gözän 
®ofen, göschen 

^abahtl, cb&baqqüq 
^a6or, chäbör 
^ac^moni, chakhmönl 
^abab^ h&dad 
^ababefer, hädad^^zer 
^abafa, cb&dascba 
^abib, cbädid 
^aboram, h&döräm 
^abrac^, chadräkh 
^agor, bägär 

^agaritcr, hagrim (SWcl^rg.) 
^aggai, chaggaj 
^ala^, ch&lach 
^al^ul, chalchül 
^am, chäm 
^aman, häman 
^arnoX^, cb&mät 
^ammon, chammön 
^anoni, cb&näni 
^anti, chänes 
^anna, channä 
^(Vfl)axam, ch&phäräjim 
^apara, hÄppära 
^axa, härä 
^aran, chärän 
^rob, chäröd 
^facl, chäzä^el 
^aoila, ch&wflä 
^awan, cbawrän 



101 

^Qgar 3(bbar, chäsar 'addär 
Qaioxmaveif), cb&sarmäwet 
^agajon Xl^amar, chftsäsön 

tämär 
^ajerotl^, chäseröt 
^ajor, cbäsor 

$cbräct, 'ibri, SWe^rj. Hbrim 
Hebron, chebrön 
^elbon, cbelbön 
^ellat^, cbelqat, cbelqät 
^eman, bemän 
^ena, bena' 
^eno(^, chänökh 
^ep^er, ch^pber 
^ertnon, cbermön 
^edbon^ cbescbbön 
$et^iter, chitti,. 9Rcl^ra, 

chittün 
^eoiter, chiwwi, ÜRe^t}. 

chiwwim 
Qxllxa, cbilq^jä, cbilqijjähü 
^innom, hinnöm (meift ge 

binnöm, 3^^al ^innom^, 

ober ge ben h., 3:^al be$ 

^iob, 'ijjöb 
Girant, cbiräm 
^x^txa, cbisqijjä 
^o6a6, chöbäb 
^olon, cbölön 
^opI^tQ, chopbra' 
^or, hör 
^oreb, chöreb 
^orma, cbormä 
^oronaitn, chörön^im 
^ofea, hö8ch6^& 
^ul, cbül 

Saalan, ja*&qän 

Sabal, jäbäl 

Sabbol, jabböq 

Sabcö, jäbesch 

Sabin, jäbin 

Sabne, jabn^ 

Sad^in, jäkhin (er [Sott] 

Befefttgt) 
3ael, jä*el 
Sacfer, ja*zer 
^a^ai, jähas, jäbsä 
3air, jä'ir 
Safob, ja'&qöb 
Sanoa^, jänöftcb 
Sapl^ct, jfephöt 
Sap^ia, jäpW&* 
Sarmut^, jarmüt 
Safobeam, jäschob*äm 
3<»ttir, jattir 



102 

Sctoan, jäwän 

gbbo, 4ddö 

ScBu«, jSbüs 

Scbufitcr, jebüsi 

Scdjonja, jökhonjä, jßkhon- 

jähu 
3*0, je*dö 
Scbut^un, jßdütün 
Sc^oag, jehö'äsch 
Sel^OQC^a^, jehö'achäz 
Sc^oram, jöhöräm 
Sel^u, jehü' 
SetciBjCcI, jöqabsß'el 
Scp^ta, jiphtäch 
Sercmia, jirmöjähü 
Serid^o, jßrichö, auc^ jörecbö 
ScroBeam, järob'äm 
Serufolcm, jgrüschaläjim 
äcfaja, jßscha'jähu 
Setl^ro, jitrö 
SiBIcam, jiblS*äm 

Si^tccI, jizrß'el, jizrg'^l 

Snbicn, höddü 

3oaB, jö'äb 

Soad^ad, jö'ächäz 

3oa«, jö'äsch 

SoBaB, jöbäb 

Socl, jö'el 

So^anan, jöcbänän, jöbö- 

cbänän 
Sojadjin , jöjäkhin , jöbö- 

jäkbiQ 
Sojttba, jöjäda% jßhöjädä* 
^ojalim, jöjäqim, jghöjäqim 
Solmeam, joqmS^äm 
Softan, joqtän 
Soft^ccl, joqtg'el 
SonabaB, jönädäb, jSbö- 

nädäb 
3ona^ jönä 
Sonat^an, jönätän, jähö- 

nätän, 
Soppe, jäpbö 

Soram, jöräm (für jöböräm) 
Sorban, jarden 
Sofap^at, jöschäphät, jeUö- 

scbäpbät 
Sofcp^, jösepb 
Sofia, jöschijjäbü 
Sofua, jShöschüä' 
SotBatl^Q, jotbätä 
Sot^äm, jötäm 
Sfaa!, jischäq 
Sföi/ jischaj 
S^Bofet^, 'iscb böschet 
SfcBel, 'iz^bel 



Siegifter bet Eigennamen. 

S^mael, jischmä^el 

3«racl, jisrä^el 

Sffadjar, jissäkbär 

St^amar, 'itämär 

3uBa(, jübäl 

3uba, jßbüdä 

3ube, jßhüdi, SRe^tj. jßhü- 

dim 
Subita, jöbüdit 
3utta, juttä 

jtaBuI, käbül 

Äabed Samea, qädesch 

barnöä^ 
Aabmoniter, qadmöni 
Sta^atff, q^hät 
ftain, qäjin 
Ma^, f. jtelal^ 
AaleB, käleb 
Aalne, kalne, kalnö {om^ 

kalnö) 
AamoS, k^mösch 
Aana, qänä 
Aanaan, kenä'an 
fiap^ira, kgpbirä 
Stap^üfox, kaphtör 
Aartemid, karkSmisch 
fiaftp^ia, käsip^jä 
jta^lu^iter, kaslücbnn 
AeBaY, kSbär 
Äebarcncr, qedär 
Aebemot^, qSdemöt 
fiebed, qädesch 
Aeboriaomer, k^dörlä'ömer 
Aela^, kälach 
Ädla, qß^ilä 
Aenan, qenän 
Stmatif, q^Dät 
Aeniftter, qSnizzi, 3Rel^r}. 

q6nizzim 
Aeniter, qeni, SReJ^rj. qenim 
Äcriot^, qgrijjöt 
JleruB, kgrüb, SRel^r}. körü- 

bim 
Aetura, q^türä 
Äibron, qidrön 
jtinneret^ (jtinnecot^), kin- 

n6ret, kinnSröt 
Äir (^cre«, ^efct^), qir 

(cb^res, chftröset) 
Jtirjat^aim, qirj&täjim 
Stixiatf) Searim, qirjat 

^irjat^ Sepl^et, qirjat s^pher 
Äifdjon, qischön 
Stx^lot^ 3:i^aBor, kislöt 
t&bör 



fttttim, kittim (SReJ^rja^I oon 

kitti) 
Horal^, qörach 
Jlret^er unb $[etl^er, [ba]- 

kSreti [ygba]p$leti 
jtritl^, kßrit 
jtufan Stifotl^aim, köschan 

risch'ätäjim 
jtufc^, kusch 
Jtut^, jtutl^a, küt, kütä 

SaBan, läbän 

Sac^id, läkbiscb 

Said, läjisch 

Samed^, l^mekh 

Sca, le'ä 

Se^i, IScbi 

ScmucI, lömü'el 

Seoi, lern 

Seoit, lewi, SWc^tj. löwijjiin 

SiBanon, l^bänön 

SiBna, libnä 

Sob, löd 

SobeBar, lö dSb&r 

2ot, löt 

Sub, lud 

Su^it^, lüchit 

Sud, lüz 

SRaad^a, ma'äkhä 
^ac^ir, mäkhir 
üRabon, mädön 
SRagog, mägög 
ÜRa^anaim, macb&näjim 
üRalleba, maqqeda 
ÜRaleac^i, maP&kbi 
ajlatnrc, mamre 
SRanaffe, mönaschsch^ 
ÜRanna, man 
^aon, mä^ön 
^ata, märä 
ÜRarefa, märeschä 
ÜRarbad^ai, mordächaj 
üRad, masch 
3!Haixtla, masreqä 
ÜJlaffa, massä 
ÜJlebeBa, medSbä 
SKcbicn, 3Dlebcr, niädaj 
ÜRegibbo, mggiddö 
^eld^ifebel, malki s^deq 
ÜJlempl^id, möph 
SRenal^em, mSnachem 
SDtep^aat^, mephä^at 
3Rep|iBofet^, mepbiböschet 
9JlcraB, meräb 
SKerari, mßräri 



SRerobad^ Saloban, mSrö- 

dakh bal^ftdän 
Ttetom, meröm 
3Rerod, meröz 
3Refa (Ort), meschä' 
9Refa (ftonig), meseha' 
SRefed^, mtechekh 
9Rid^a; mikhä 
9Ri4ad, mikhä'el 
3Rx^(d, mikhal 
SRic^mad, mikhmafi, mikh- 

masch 
SRigboI^ migdöl 
3Rtgn)Ti, migrön 
3ftiVUm, müköm 
Stinnit^, minnit 
9titj|am, mirjäm 
gRifcal, misch'äl 
ÜRigpo, mispä 
9Rispe, mispö 
SRoaB^ mö'äb 
3RoaixUx, mö'äbi 
SRolaba, mölädä 
Stotbec^ai, mord&big 
3Roxt, mör^ 
SRorefet^ ®at^, mörtscbet 

gat 
3Rma, mörüjä 
9Rofer, üRoferotl^, moser, 

möseröt 
9Rofe, möscbö 

9tacanan, na^ämäo 

3tQWca, 3tQ0xan, na'&ra, 
na'&ran 

3laiQl, näbäl 

9{aba6, nädäb 

9laemi, no'ömi 

9{a^oIaI, nahäläl 

9lal^ad, näcbäsch 

3ta^ot, nacbör 

Sla^m, nacbüm 

9{apl^t^ali, naphtäli 

9lapl^tuftter, napbtücbim 
(3Kc^rja^I) 

9la{uaer, näzir 

9lat^n, nätin 

9leBajotl^^ n^bäjöt 

3Ulat, n^bät 

9lebo, nSbö 

Slebulabnejar, nSbükadne's- 
sar (Bei (Sjec^iel unb an 
mehreren Stellen bed 3ere« 
mia finbet {td^ bie ge» 
nauere ^orm nSbökad- 
re'ssar) 

SceBufarabon^ nSbäzar'&dän 



Slegifter ber (Sigennomen. 

9lec^o^ n&bö 
9le^ia, nfichemüä 
9lepl^t^oa|, nephtö&ch 
SRerija, ner^ä 
Sletl^aneel, D^tan'el 
9let^ania, nStaojä 
9letopl^a^ nStopbä 
SRimröb, nimröd 
9tintDe, iiinSwe 
Slidvod^, nisrökh 
5Ro (Simon), nö 'ämön 
3toa^, Döftch 
9loB^ nöb 
92ob, nöd 

Jlopl^, nöpb (= möph, f. 
SRempl^d) 

iOBobja, ^öbadjä 
Dhal, *öbäl 
DBot^, 'öböt 

DB/ 'ög 
Dmri, *omri 
Dn, 'ön 
Dnan, 'önän 
Dno, 'önö 
Dp^el, *öphel 
Dp^ir, *öphir 
Dpl^ta, 'opbra 
DreB, *öreb (SRoBe) 
Dilfnxd, 'ötnPel 

^agu, pä'ü 
$aran, pä'rän 
$aroaim, parwäjim 
^dl^ur, paschchür 
$af[al^, pösacb 
^oäftoi, patrös 
$ela^; p^acb 
^elal^ja, p^acl^ä 
$eleg, p^leg 
5ßeor, pfi'ör 
$erQ)im, pSräsim 
$ct^or, pßtör 
$^avao, par'o 
$|ere{tter^ pSiizzi 
^J^Uijier, pöli8cbtiin(aRc^ra.) 
^iftai^, f. Supl^rat 
^^u(, pul 
$^unon, pönön 
$il^acl^irotl^, pfbacbiröt 
^i^a, pisgä 
$ifon, piscböQ 
$it^m, pittöm 
?ßniel, ^nucl, p6m'el, pßnü^el 
5Potip^ar, pötipbar 
$ut, püt 



103 

WaBBotl^ Stmmon, rabbat 

'ammön 
SlaBfafe, rabacbäqd 
SRaema, ra'mä 
SHol^aB, rächäb ; ote poetif d^er 

3lamt Sg9ptend: räbab 
mai)tU rächel (SRutteYfii^f) 
Stanta^ rämä (^ö^e) 
Slamot^, rämöt 
Siamfed, ra^mSses, ra'amses 
Siap^ibim, rSpbidlm 
SleBdta^ ribqä 

Sted^oBiter, i^khäbim (üRe^t}.) 
SRegucI, rt*ü'el 
9le|aBeam, r^bab'äm 
Stel^oB, rSchöb 
Ste^Bot^ (3t), rSchöböt 4r 
Stepl^aiter, rSpbä'im 
SRefen, rteen 
Slefon, r&sön 
Slegepl^, r^sepb 
9le}in, rtem 
StiBla, riblä 
Slimmon, rimmon 
Slip^atl^, ripbat 
SRogcI, rögel 
Stogelim, rög6lim 
SRo«, rö*8ch 
StuBen, rß'üben 
giut^, rüt 

@aaIBim, scba'albim, 

scha'&labbim 
@aalim, scba'&lim 
SaBBat, scbabbät 
Balia, sabtä 
@aBted^Q, sabtekhä 
Sad^aqa, z&haijä, zSkhiff- 

jähü 
@aI(^Q, salSkbä 
@alem, schalem 
@alep^, Bcbälepb 
@aQum, scballäin 
Salmon, scbalman 
@almanaffat, scbabnan'^er 
Salomo, Bchölömö 
@amariQ, Bchömßrön 
Samgar, scbamgär 
@amfummiter^ zarnznmmim 
Bamud, schömü'el 
SonBoDat, sanballät 
San^eriB, sancherib 
SanoQl^, zänö&ch 
@ap^an^ schäpbän 
Sara, sarä 
Sorgon, sarSgön 
Soron, scbärön 



104 

6atan^ sätän 

6aul, schä'äl 

€e6a (Senjaminit), sch^ba^ 

6e6a (in älrabien)^ schSbä' ; 

(in fiufd^) s^bä' 
€e6Q^ (ÜJlibianiter), zäbach 
6e6na, scbebnä 
@e6ul, z^bül 
6eBuIon, zöbülün 
6cir, se'ir 
Bad (SRünge), scb^qel 

Gern, schem 
Gemaja, sch^ma^jä 
@ep^ar, sSphar 
6q)^arab, sSphärad 
Gepl^aroaim^ sSpharwäjim 
6eral^, zäracb 
Geraia, s^räjä 
Seraphim, sSräphim 
@ereb, zöred 
€eru6aBeI^ zSrabbäbM 
6erug, s^räg 
Sedbajar, scheschbassar 
©ctl^, sehet 
6i6ma^ sibmä 
Sichern, schfikbtoi 
@ibbim, siddim 
Gibon, sidön 
@i^on, sichön 
€il^or, schicbör 
6ilo, schilö 
6i(oa^, scbilö&ch 
@Upa, zilpä 
Simei, scbim^i 
6imeon, schim'ön 
©imri, zimri 
Simfon, schimschön 
@inai, sinaj 
6inear^ scbin^är 
Sirjon^ scbirjön 
&xpf), ziph 
©ifal, schichaq 



9iegifler ber Stgmnamen. 

©ifcra, sisßrä 
@ittim, scbittim 
So, BÖ' 
@od^o^ sökbö 
@obom, sSdöm 
©orc!, ßöreq 
@ua^, scbd&ch 
©uc^ot^, snkköt 
©unem, schünem 
©ur, schür 
©u 
©u 



a{n), schüschan 
Uer, züzim (3Re^i^.) 



%Qhxxmxnon, täbrimmön 
2:arft^, tarechich 
%tl äbib, tel *äbib 
a^etapl^im, tfträphim 
Zi^aona^, ta'&näkh 
a:^ttbor, täbör 
%^a^panf)e^, tachpancbes 
2;|abmor, tadmör 
2:^amat, tämär (5ßalmc) 
SC^ammud, tammöz 
%^aifpuaff, tappü&ch 
SC^ara^, tärach 
a:|cbe3, tebes 
SC^doa, töqöä' 
X^ela^ax, tftla'sär, tölasär 
Xl^tma, temä' 
^eman, temän 
Xl^iBni, tibni 
SC^iöIat^^pIefcr, tiglat 

pir^er (auc^ pClöser) 
a^^imna, timnä 
X^imnatl^ ©eroi^ , timnat 

sprach 
Xl^ip^fadJ, tiphsach 
%^xxf)ala, tirhäqä 
%i)xtia, tirsä 
SC^oIo, tölä* 
ai^ou, tö^ü 

3^uBaIIain, tübal qäjin 
SCira«, tiräs 



Xob, tob 
Zobia, töbujä 
%o%Qxma, tögarmä 
Xubal, täbal 
Xuballain, tübal qäjin 
%ifvixi, sor 

niax, 'ü\Bi 

VLp^a^, 'üphäz 

Ur, 'ür 

llria, 'ür^ä 

Urim unb S^ummim, 'ürim 

wötummim 
Ufal, 'üzäl 
Ufia, ^ozz^ja, 'azzyjähü 

Sadt^i, wascbti 

^aiot, sädöq 

3(tImon, salmön 

Soxpai^, sarSphat 

3art^an, sartän 

3€boim, söbö'im unb s^jim 

3ebab, s6däd 

3ebetia, sidq\jjähü 

Sda, selä* 

3emaraim^ s^mar^'im 

3emariter^ stoäri 

3ep^anja^ sSphaigähü 

3ereba, sSredä 

3iba, sibä 

Saiag/ siqlag 

3in, sin 

3inna, sinnä 

3ion, syjön 

S^PPOxa, sippörs 

3oan, sö'an 

Soox, »ö'ar 

3oba^ sobä 

3ora^ sor'ä 

S«»>^/ Büph 



Ma^t uttb (Setoi4)te im Jllten 9eflamettt^ 

1. Sängenma^e. ^a$ roeitaud am ^äuftgften enoä^nte Sängenma^ ift bie @lle 
(^ebr. 'amAiä, b. i. aud^ ^©Ilcnbogcn" ober „SSorbcrorm")- ©« jcrficl in groci Spannen 
(z^ret, 1 ©am. 17, 4 u. a.), bicfc micber in je brei ^anbbreiten (töphach, 2 9Dlo[. 25, 25 u. a.) 
§u oier Ringern ('esba% 1 Äön. 7, 15). 

3)a gefiel (40, 5. 43, 13) für bie Tla^e feinet 3ulunftötempeld eine (SUt ju @runbe 
legt, bie eine [geroö^nlic^e] (SSe unb eine ^anbbreite lan^ fei, fo nimmt man gemöl^nlid^ an 
(unb mo^I mit Siecht), ba^ ^efeliel an Stelle ber aOmä^Iic^ l^errfd^enb geworbenen Heineren 
@(Ie „\>a^ <^Ite ^a^" erneuert f)dbe, nac^ meld^em laut 2 61^. 3, 3 ber Xtmptl Salomod er» 
baut mar. Streitig ift bagegen, ob bie l^ebröifc^en ^Raf^e ben ägpptifd^en ober ben bab^loni^ 
fd^en gleid^jufe^en finb. Sei ben ^pptern betrug bie gro^e ober „!öniglic^e" @Se (gu 7 $anb^ 
breiten ober 28 Ringern) 525—528 mm, bie Heine (ju 6 ^anbbreiten) fomit ca. 450 mm. 
dagegen mirb bie gro^e ober ,,Iönig[id^e'' @0e ber Sabplonier auf ca. 555, bie Heine ober 
gemö^nlid^e @(Ie auf ca. 495 mm bered^net. 3)er Unterfd^ieb ifi fomit gering; für bie 9e» 
ftimmung ber gemöj^nlic^en ^bröifc^en (SHe bleibt ein Spielraum gmift^en 45 unb 49 cm, 
für bie ^efeüeld gmifc^en 52 unb 55 cm. 

93on größeren Sängenma^en mirb ermahnt : 

a) bie Stute (qän^, b. i. eig. Slo^r, Slol^rftab), bie nad^ ©cfel. 40, 5 (oergl. aufecr« 
bem 40, 3. 7 f. 42, 16 f[.) fec^^ [gto^e] SUen, alfo nad^ Obigem ca. 3 m unb 
20—30 cm mo| ; 

b) bie Stredte (kibrä, nur in ber SSerbinbung kibrat ""^res, b. i. eine Stredfe 
SanbeS, 1 ^of. 48, 7 unb 2 jtön. 5, 19, ober kibrat hä'äref, bie Strede Sanbed. 
ä(n aDen brei Stellen ifl nad^ bem 3ufammenl^ang an eine !urge StredCe, fd^merlic^ 
aber ein beftimmteg 3Ra| gu beulen. 

@benfo ift bad 9laumma| s^med (^od^, eig. ®efpann), bad fic^ 1 Sam. 14, 14 (f. bie 
te^itifc^e @rlöuterung gu biefer SteSe) auf 9(dter(anb, ^ef. 5, 10 auf SBeinbergdlonb be« 
gtel^t, mol^I nur ungefähre Segeid^nung oon fo oiel Sanb, aU man mit einem QMjpann 9linber 
an einem 2^age umpflügen lann. 

2. ^ol^Ima^e. 9lbgefel^en oon bem *ömer unb bem gleit^mertigen Mssäron, b. i. 
mS^^^^^" (f* u-)# f^>^^ fämtlid^e ^a^e für Xrodened unb ^^lüffiged auf bad Sesageftmalf^^em 
aufgebaut unb fomit i^r Urfprung au^ Sabplonien, oon mo ftd^ biefed Softem fd^on me^rer 
^a^t^unberte oor ber @inmanberung ber Hebräer über Serien unb $aläftina verbreitet ^otte, 
nid^t gu begmeif ein. 3)ie im 9Hten S^eftament oorf ommenben !Dla|e ftnb : 



* SergL gu biefem unb ben folgenben Slbfd^mtten befonberd: 3- Senginger, ^ebröifd^ 
Xrc^&ologie (^reib. t. ». u. Seipgig 1894), 6. 178 ff. 

üauli f («, mUi Scftoment. 7 * 



106 9RttBe unb (Bmi^tt. 

chömer (3cf. 5, 10 mit „ÜRaltcr" üBetfe^t, fonft übcroB „Spornet"), ttwc aö SRa^ für 

a:rodfmc« crwäl^nt, = 364,4 1. 
kör (1 ftirn. 5, 2 u. a. für Srotfene«; $cf. 45, 14 für glüffxge«) con ßicicijcm ®el^alt wie 

ber Sl^omer. 
litekh, nur $of. 8, 2 (aU ®etreibema|), nac^ ber (t)iellet(^t nur ratenben ftberlieferung 

ein l^aßer Sl^omer, olfo = 182,2 1. 
*ephä (Sef.ö, 10 mit „©(i^effeI^ ©pr.20, 10 mit „ÜRa^" üBerfc|t, fonft überatt „(Sv^a"), 
bad am l^aufigßen ermähnte 3Ra^ für %xoäfned, ber jel^nte Xeil be^ S^omer ($ef. 45, 
11) = 86,4 1. $ef. 45, 13 mirb ein ®ec^ßel @p^a ermäl^nt. 
bat (3ef.5, 10 mit „eimer** überfe^t, fonft überall „8atl^")/ ^^ fä^ Slüffigc^, ber je^ntc 

Seil bed Rot ({^ef. 45, 14), alfo t)on gleichem ®el^alt mie bad @p^a = 86,4 1. 
sfö, im 3(. Xefl. nur für Xrodened, ein a>rittel be^ @pl^a, = 12,14 1. 
hin, nur für glüffige«, ber fed^jie Seil be« »at^ = 6,07 1. 

'ömer (®omer), ein nur im fogen. $rie{}erIobe| (23Rof. 16) oorfommenbed 9Ra|, ber je^nte 
2:eit bed @p^a, alfo = 8,64 1. 2)ie audbrüdSic^e Srtlärung 2 9Rof. 16, 86 Bemeift, 
ba| ber Slame erß fpäter einbrang. S)adfeIBe 9Ra^ ^ei|t anbermärtd im !ßrie{ler!obec 
'issärön, b. i. S^^^^^ (^^^ @pf)a). ^m Dmer ober Sffaron ftegte fomit (jebod^ erft im 
$rießeribbec!) bad 2)ecimalf9ftem üBer bad alte @9{lem, na^ melc^em bad @pl^a in 
Xeile ober SSielfältige ber @ed^djal^l jerfiel. 
qab, nur 2 Jt9n. 6, 25 („ein Viertel Stab"), ber britte Zeil eines $in, ber fed^fle eines 

6ea, ber at^tgel^te eines Sat^ ober @pl^a = 2,02 1. 
log (nur 8 SRof. 14, 10 ff. als Ölma|), ber oierte Seil eines AaB = 0,50 1. 
3. ®emi(^te. Sßie bie ^o^lma^e i{l aud^ baS ©emic^tsf^ftem, baS bie ^Brüer o^ne 
3n>eifel erft oon ben Aanaanitent üBemal^men, BaB^lonifc^en UrfprungS unb Berul^t mieberum 
auf bem Secageftmalfpftem : 1 Xalent = 60 ÜJlinen = 3600 @elel. 3)aBei mürbe non ben 
SaB9loniem unterfd^ieben gmifd^en bem fc^meren unb leichten Xalent, fomie jmifd^en ber 
fc^meren unb leichten ÜRine; baS leichte ®emid^t Betrug in Beiben ^äSen nur bie ^fte beS 
fc^meren. XnberfeitS aBer mürbe unterfd^ieben {mifc^en bem föniglic^en ®emid^t (nad^ 
ben in ben Sluinen von Slineoe gefunbenen Slormalgemic^ten 1 fc^mereS Xalent = 60,6 kg, 
bie fd^mere ÜRine fomit ca. 1 kg) unb bem gemeinen ®emid^t. 2)iefeS le|tere (mal^r^ 
fc^einlid^ ältere) Softem fanb u. a. aud^ Bei ben ^eBräern Eingang, unb nad^ il^m ftnb bie 
®emic^tSangaBen beS 3llten XeflamentS ju Berechnen : baS Xalent (l^eBr. kikkär, b. i. eig. 
jtreiS) = 58,944 kg, bie ÜRine (^r. mäni), ber fec^jigfte Xeil beS XoIentS, = 982,4 g, 
ber @elel (^eBr. scheel), ber fed^jigfte Seil ber ÜRine, = 16,37 g. 9llS Xetle beS 6eld 
werben ber ^alBfelel (^eBr. biqa% 1 3Rof. 24, 22 u. a.), ber äSiertelfelel (1 ©am. 9, 8) unb 
bie gerä (b. i. „Äomdjen", = V20 SdeO ermäl^nt. ÜBrigcnS würbe auc^ Bei biefem gemeinen 
®emid^t gmifd^ bem fd^mecen unb leichten @elel u. f. m. unterfd^ieben ; festerer lommt 
namentlich für baS ®elbwefen (f. u.) in SBetrad^t. 

SBie Bei ben ^ol^lma^en finbet ftd^ jebod^ fpSter ein ftBergang i\m 2)ecimalf9ftem in ber 
Sered^nung ber SRine }u 50 {latt ju 60 ©efeln. S>aBei mürbe jebod^ nic^t ber ©elel ent« 
fpred^enb fd^merer, fonbent bie SRine unb baS Xdlent entfprec^enb leidster gered^net. ©puren 
biefer äted^nung finben fU^ im 9llten Xeflament erfi $ef. 45, 20 (mo bie älnmeifung „unb }u 
50 ©dein foDt i^r bie Sline rechnen" offenBar etwas BiSl^er Ungewohntes einführt) ; femer 
im $rie{ierfobes 2 SRof. 38, 25 ff. (1 Zalent = 8000 ©e!el, bie SRine alfo = 50 ©elel). 
2 Qfyc. 9, 16 fd^eint bie 9Rine gar ju 100 ©efeln gered^et, inbem als ®ewic^t ber golbenen 
Xartfd^en ©alomoS flatt 3 ÜRinen (1 Jlon. 10, 17) 300 ©elel angegeBen werben. S)od^ liegt 
^ter wo^l (wie fo oft Bei bem Sl^oniften) eine aBfid^tlid^e ©teigerung ber üBerlieferten 9lm 
goBe 9or. 



(Selbioefen. \ffj 

Sie bte neue Sered^mins ber Stine f d^eint (a4 bie Sititetlung bed Sdeld in 20 ®era 
erjl sur 3eit ^efidd aufsebmmen ju fein, ba er fie 45, 12 (f. o.) au^bifidKid^ einfd^. 
2>em entfprid^t, ba^ fte aud^ im $rieftetIobes (2 SRof. 80, 18. 8 9Rof. 27, 25. 9lum. 8, 47. 
18, 16) bei ber Sennrbnung bed .»i^äiisen ®e»id^td'' beftfobig mieber^olt mirb. S)ad ,,^eUtge 
Qleioid^t" (eig. ,,ber 6elel bed ^ligtuntö") fle^t m^ ber Snnal^me ber 9tabbinen im ©egen« 
fat gu bem angeblich ^aü fo fc^n)eren gemeinen ®mx^i, in Sßal^rl^eit aber oielmel^ ju bem 
ol9 3Rfinge umlaufenben, ehoai^ leid^teren SilberfdEel (f. u.). 

5Die Senoenbung ber @beImetaQe aü Xaufd^mittel erfolgte (abgefel^en 9on ber @in« 
ffi^ng perjtfd^er ÜRünjen nad^ bem @|il, f. u.) in ber SBeife, ba^ man ben Setrag mit ber 
Sage (3er. 82, 9) barmog (1 ÜRof. 23, 15 f. unb fo nod^ 3ef. 55, 2). Merbingd ifl ma^r» 
fc^einlid^, ba| fd^on frfil^seitig abgemogene, t)ießeid^t auc^ mit irgenb einem 3eic^en perfe^ene 
Stflcfe oon befHmmtem ©emic^t in Umlauf moren. Sarauf beutet ber fUbeme Siertelfelel 
1 @am. 9, 8, oieSeid^t auc^ ,;bie eUberfiütfe" 1 3Rof. 42, 25. 35, fonrie bie qSslta 1 9Rof. 
83, 19. 3of. 24, 82. $iob 42, 11, bie jumal nad^ ber ^ioSßeDe nur ab SRetakfUid oon 
befKmmtem Semid^t gebeutet merben lann. 2)a jebod^ bad XbroSgen oon ÜRetoEfÜden ju 
einem beftimmten Semid^t nad^ aUtn Spuren ^rioatfac^e mar unb fomit leine (SkmSfy: für bie 
Slic^tigleit bot, fo mar ba^ Ütad^ägen aud^ folc^er StüAe menigfiend bei grd^eren Setrfigen 
unoermeibKd^. %iix bad Sorl^errfc^ bed @ilberd ald Xaufd^mittel fprid^t, ba^ kiseph 
„Silber" im weiteren Sinne aud^ „®elb" ober „Sntgelt" (2 Slof. 21, 11) fiberl^aupt be> 
beuten lann. 

2)ad5DarmSgen beiS ®elbed erfolgte in alter 3eit naturgemS^ in einfad^em Xnfd^Iu^ an boS 
^errfc^enbe ©emid^t^f^flem (f. o.) ; bie Sinl^eit mar aud^ ^ier ber Setel ald ber 60. (refp. 50.) 
Xei( ber ÜJline unb afö ber 8600. (refp. 8000.) Zeil bed Zaientd. 3e me^r aber SRetoIIßfide 9on 
(ejKmmtem ©emic^t in Umlauf lamen, befto ftärler mu^te fic^ ber ftbelflanb ffll^Ibar mad^en, 
ba^ bei bem feftflel^enben SSer^SItnid bed Silbermerte^ )um ®olbmerte mie 1 : 18V8 bie Um^ 
red^nung ber ®oIbfdeI in Silberfelel ober umgde^rt ^9d^{l unbequem mar. 9lad^ bem großen 
gemeinen ®emid^t (f. o. S. 1 06) mog ein Selel 1 6,37 g, nad^ bem Keinen ®emid^t ca. 8,18 g. 
Sinem ®oIbfdel oon Ie|terem ®emid^t ^atte alfo ein Silberftiid oon ca. 109 g entfprod^en, 
einem ©olbfelel oon fd^merem ®emic^t ein SilberfUd oon 218 g. 2)er Sc^mieri^eit ber 
Umrechnung mürbe baburd^ abgeholfen, ba^ man aü GUberein^eit Stficfe fertigte, bie tnU 
meber Vio (fo in Sabplonien k.) ober Vis (fo fa{l überall in ^l^önijien, fomie bei ben 3^ 
raeliten) bed bem ®oIbfeIeI entfpred^enben Silberftüdfd mögen, alfo bei ^ugntnbelegung be8 
Ileinen gemeinen ©emid^td 10,91 refp. 7,27 g, bei 3ugntnbelegung beiS großen gemeinen Qk« 
mid^tö 21,82 refp. 14,54 g. 9luc^ biefe SilberfUde aber ffi^rten allgemein ben 9lamen Seiet, 
obfd^on fie in SfBa^r^eit bem ®emic^t^ ober ©olbfdel um 1,88 refp. 91 g nad^fiel^en. 

2)a^ nun bie ^^taeßten ben Silberfdel t^atfäd^ßd^ einem gffinfse^ntel (nid^t 3^^^^ 
beiS 18V8fad^en ®emid^td bed ©olbfdeld gleid^fe^ten, ergiebt {id^ erjttid^ au9 ber (Einteilung 
in l^albe unb SierteI«SeIe(, bie auc^ anbermSrtd bei ber t^i^erung bed SeleliS auf Vn obigen 
®emic^tiS oorlommt *, teild cax^ bem t^atf&d^Iid^en ®ennd^t ber nod^ jiemlid^ jal^Ireid^ erhaltenen 

* aSemt 2 SRof. 80, 18 baft fogenonnte itopfgelb auf Vi 6e!el, SleJ^emia 10, 88 bagcgen auf 
Vs 6e!e( feßgefeft wirb, fo liegt bei S^e^emia oieOeid^ Xnfd^Iul an bad perPfi^e Spflem oor, mü^ 
auf bem 34nte(fe!e(fu| beruhte unb bemgemft^ (oergL Oenjinger a. a. 0. 6. 198) ben &dü nid^t 
in fiälht unb Sierlel, fonbem in S)ritte( teilte. 2)agegen forberte boiB aRoflabAifc^ 69^, baS 
na4 Obigem auf bem gfanfse(ntelfe!e(fu| beruhte, wieber ben ^Iben 6ele( M Itopffloier (oergL 
SRott^. 17, 24 ff., wo bad S)ibradima ober bie 2)oppeIbra($me bem WkcU einei^ falben &düS ent»« 
fpticbt). 



tt 



lOB ©elbtoefen. 3^tte(^nunf|. 

(gqn:agten) Seid au9 ber 9RaRa5aerseit. 2)adfeIBe fd^wanlt jmifd^en 14^50 unb 14,65 %, 

ballet man afö 2)utd^fcl^nitt 14,55 g angenommen l^at. 

@on>o^I oom ®oIb« wie oom @tI6erfetel mürben 50 (nid^t 60, mte Beim alten ^zmifi !) 

ate SRine gered^net, 60 fold^er 3Rinen (alfo 8000 SeleQ ald Xalent. @e$t man nun ben 

SSert be9 ®o(bfeIefö auf tunb 45, ben bed @il6etfefetö auf runb 2,50 Sleid^dmatl an, fo 

Betrug: 

1 Oolbfefcl = 16,37 g = 45 »eid^^marf, 

1 ©olbmine = 818,6 g = 2250 

1 ©olbtalent ~ 58,94 g = 135,000 „ 

1 ©ilBerfeW = 14,55 g = 2,50 SReid^^morl, 
1 ©ilBermine = 727,5 g = 125 
1 ©ilbertalent =- 43,65 g -= 7500 

SSon geprägten 9Rüngen mirb im ätlten Xeftament nur bie von 3)ariud I. (521 — 485) 
eingeführte 2)arite (^eSr. darkSmön ober fidarkon) ermähnt, eine ©olbmünje oon 8,40 g 
(b. i. ca. Veo ber leidsten gemeinen Sabplonifc^en SJline), alfo im SQerte oon ca. 23 9leid^d» 
marl; oergl. @dra 8, 27 (um 458). 9Benn @dra 2, 69 (!Re^. 7, 70 ff.) Bereite für bie erfte 
Seit bed SpruS nad^ Tarifen gered^et mirb, fo lann bied nur auf SSermed^felung mit einer 
anberen ®oß)milnge Berufen. 1 S^r. 29, 7 mirb bie Slec^nung nad^ 3)arifen fogar ffir bie 
3eit 2)aoibd ooraudgefe^t, ein Semei^, ba^ bie ^ünge jur ^txi bed S^roniften fd^on fe^r 
lang im Umlauf gemefen fein mu^. 

S>ie Suben erhielten bad SRangred^t nad^ 1 3RaIf. 15, 6 erft 139/138 o. %x. unter bem 
$ol^)»riefter unb dürften Simon. 

Hie 3eitce4|tttttt0. 

l.S)ad3al^r. 3)ad alt^eBräifd^e ^a^r mar ein @ o n n e n j a ^ r * oon gmölf SRonaten. 
S)icd ergieBt ftd^ teild m^ ben 9lamen einiger 3Ronate, fofem fte Beftimmten S^^^i^iten an« 
gepa^ fmb, teifö aud ber ^eftlegung ber oon ber Smtejeit aB^ängigen g^efte auf Beftimmte 
ÜRonate. 3)er ^a^redanfang fiel in oorecilifd^er 3eit in ben ^Bft (2 !IRof. 23, 16. 84, 22) ; 
eine Srinnerung baran ift ^öc^ftma^rfd^einlid^ nod^ bie äludgeid^nung beiS 9leumonbiS (b. i. be^ 
erften 3:ageiS) bed fieBenten ÜRonat^ ald be^ .;Xaged bed SörmBIafen^'' (3 SRof. 23, 24. 
4 9Rof. 29, 1). 3m @sU mürbe im Slnfd^Iu^ an bie BaB^lonifd^e Sled^nung ber ^[a^re^anfang 
in ben ^^ling oerlegt; bie 9lrt, mie 2 9Rof. 12, 2 ber ^affa^monat afö ber erfte be^ ^ix\fct^ 
Betont mitb, geigt beutlid^, mie fe^r man bied aU Steuerung empfanb. 

2. S)ie SRonate. %io% ber Slec^nung nad^ ©onnenja^ren (f. o.) Behauptete fid^ bod^ 
gleid^geitig aud^ Bei ben S^raeliten bie oon ben ftanaanitem üBemommene Sled^nung nac^ 
3Ronbmonatcn (oon 9leumonb gu Sleumonb) mit 29 — 30 klagen **. SJafür Bemeift, ba^ 
ber Sluä^rud ffir „^Reumonb'' (chödesch) teild fttr ben erften 3Ronatdtag, teitö ffir „9Ronat'' 



* SIcnn 1 9Rof. 7, 11. 8, 14 (in ber ^rielierfd^rift) bie ^uer bed @intflutia^refi oom 17. %a% 
bed 2. SRonatd bed 600. 3a|red 9loa§d m aum 27. 2:ag bed 2. StonatS bed 601. 3a|red gerechnet 
oirb, fo tfl babet ooraudgefe|t, ba^ man in ber Urseit na^ 9Ronbjla|ren oon 354 2:agen gerechnet 
^be, ba( alfo 11 ^age ^insusuffigen feien, um bad Sonnenia^r (a(d bie flberUeferte 2)auer ber ^l\xU 
geit) oollgumad^en. 

** ^e (8h:gängung ber 12 IRonbmonate (» 354 2:agen) aum @onnenia|r oon 365 Sagen laxm, 
obfc^on barfiber im Vlten 2:eftament ntc^td beaeugt ift, nur bur^ gelegentUd^e CSinf Haltung etn«3 
6dia(tmonatiS (im fpftteren jübifc^en Hafenber beiS 2. ober Hinteren 9bar a(8 etned 13. Sßonatd) 
erfolgt fein. 



Seitrec^mtiig. 109 

fiBer^aupt gebraud^t würbe unb fd^Iie^lid^ bie altfemitifd^e Sqeid^nung bed SRonatd O^rach) 
gan) oerbr&ngte. Sbenfo ^aSen ftd^ oon ben alt^ebräifd^en (refp. lanaanttifd^en) SRonatö« 
namen juf äSig nur oier er^alten^ nämlid^ : 

'äbib (2 SRof. 18, 4. 28, 15. 84, 18. 5 3Rof. 16, 1), ooEftönbig chödesch hä'äbib, b. t. 
ber SRonat bet tt^tm, ber 7. (nad^ fpäterer Sled^nung ber 1.) SRonat. 

ziw (1 Äon. 6, 1. 87), ber TOonat ber [»Iumen«]?ßrad^t, ber 8. (fpäter 2.) SWonat. 

'etänim (1 Hin. 8, 2), b. i. tDaHc^einlid^ ber SRonat ber beftänbtg fliegenben [Säc^e], ber 
1. (fpater 7.) SRonat. 

bdl (1 Hin. 6, 88), ber 2. (fpSter 8.) SRonat 
3n ber legten oorecilifd^en 3rit trat an @telle ber SRonat^namen bie ^S^^Iung ber 
SRonate; fo üBeraQ bei ^efeliel, in ben jüngeren Xei(en be^ SBud^eiS S^temia, in ben ftönig^« 
6ü($em (wo bie SRonatdnamen I, 6, 1. 38. 8, 2 bereite ber @rllärung bebürftig erfd^einen), 
fomie bei $aggai unb Sad^orja. Sod^ brandet le^terer baneben aud^ bereite sweimal (1, 7. 
7, 1) bie neuen, babplonifd^^f^rifd^ Stamen; fdnf anbere werben gelegentlich in ben Suchern 
Sft^er, @^ra unb Slei^emia ermähnt. SoUftänbig lauten bie Slamen : 

1. nisan {3le\). 2, 1. @ft^. 3, 7), ungefähr SRitte SRärj bid 9[pri(, 

2. Mjjar * . . „ „ «pril bi« SRai, 

3. siwän (gft^. 8, 9) ... . „ „ SRai bi« 3uni, 

4. tammüz ,, ,, ^uni bid 3uli, 

5. 'ab „ „ atuli bi« »uguft, 

6. 'ßlül (3td). 6, 15) ... . „ „ «ugufi bi« September, 

7. tischri ,, „ September big Ottober, 

8. marcheschwän ,, „ DItober bid Stooember, 

9. kislew (SadJ. 7, 1. 5Rel^. 1,1) „ „ 5Rooember bi« S)ejember, 

10. tebet (Sftl^. 2, 16). . . . „ „ ©ejember bi« ganuar, 

11. schfibät (@ad^. 1, 7) . . . ,, ,, l^anuar bid f^ebruar, 
12. 'ftdär(edr.6,15. @ftl^.3,7u.d.) „ „ ^bruar bid 9Röi^. 

8. äBod^en unbXage. Slbgefe^en oon 1 SRof. 24,55 (faOd bort in bem Xagjel^enb 
ein ^inmeid auf bie Einteilung bed SRonatS in fogen. 3)efaben )u erbliden i[t) wirb aOqeit 
bie jtebentSgige SBod^e (schäbü'ä, b. i. ein [2^ag«]@iebenb, oorau^efe^t. ^ie 2:age mürben 
uom Sonnenuntergang bid mieber )um Sonnenuntergang gejft^It (bod^ oergl. aud^ 1 SRof. 
1, 5. 8 u. f. m., mo bie Xage oon SRorgen gu SRorgen gejault ftnb). S)ie 3^t oom SRorgen 
big )um 9(benb mürbe ^öd^ftma^d^einKd^ in 12 (je nad^ ber ^afyct^iüi größere ober Heinere) 
Stunben eingeteilt. 3)afür fprid^t u. a., obfd^on ftd^ im äHten Xeftament lein 9(ugbrud( für 
„Stunbe" ftnbet, bie Srmö^nung beiS oon Sl^ad (ma^rfd^einHd^ nad^ affprifd^em SRufter) in 
^erufalem errid^teten Sonnenjeigerd. 

2He Slad^t mürbe in eine erfte (illagel. 2, 19: ,,Seginn ber Slad^tmad^en''), mittlere 
(9lid^t. 7, 19) unb (e^te (2 SRof. 14, 24) 9lad^tmac§e eingeteilt; bie le|te ^ie^ nad^ 1 Sam. 
11, 11 au(( bie SRorgenmac^e. 



Hberfiitit über bie (btf^ldfit ber $»ttitliUti «Ott Utofe bi0 (Ittbe 

be0 2. Jai|tl|ttttbtrt0 «. <tl|r« , 



3a|re 
9. 6^(t. 



$ a ( a {i i n a. 
3 9 r a e (. 



(Sntfle^ung ber 

iSraent. fittteta« 

tutbenfmäler. 



©(eic^Seitiged im 
nifd^en SÜeic^e. 



®(eic(3eittged in 
Jtg9pten 2C 



vor 
4000 

um 
8500 



um 
3000 



um 
2000 



$o§e jtultutfhtfe @9tiend infolge 
ber gletd^aeitigen (Simoirlung fig^p* 
tif(^r unb bab^tonifc^r Jtultut. 



um 
1600 



um 
1500 



um 
1400 



$a[ft{Hna laut ben 2;ontafe(btiefen 
t)on XtU eUKmama (in Jteilfc^rift, 
gef. 1887) an 9(menop§ig m. u. IV. 



3m 4. So^rtau« 
fenb 9lei4e ber 
^roto(^aO>fter in 
IBabplonien mit 
ben ^ouptflftbten 
Uru (Ur b. »ibeQ, 
Uru!((Erec(iaRof. 
10, 10), »ttbilu 
(»Xl^or ®otteä'), 
ÄRab , fiarfam, 
Jtut|a.9eftfetung 
femttif^er (Sin« 
bringlinge Md um 

aooo. 

Um 1900 ®rün' 
bung ber Stobt 
SCffur oon Sobel 
aud (1 3Rof. 10, 
8 f.). 

Um 1650 »abel 
bur4 (If^amvm* 
rabi bie ^aupt« 
{labtDonS^albfta. 

Um 1500 ^err« 
f4aftberllaf4f4i 
(Jlofffter) über 
9{orbbab9lonien. 



$o|e Jlultur in 
ftgppten. 

beginn ber Sg^pi 
5lönigdrei|en mit 
SRenaCaRenednac^ 
®6erd 8892). 

»(ttte bed alten 
9iei4dt)onaßem« 
pl^iä unier @ne' 
fru, @§ufu ((S^e- 

Opg) 2C. 

»eginn ber 500]. 

^errfc^aft ber 
$9!fod (Wirten« 
I5nige) su Xmii- 

mmSSfli^t Ser* 
treibung ber $9!- 
fo9. S)ag neue 
9ieic(. 

(Sroberung^süge 

3)|utmed UL 

bur4 $a(ftfüna 

bid 3um (Sup^rat 



flBetfU^t Aber bie ®ef4ic(te ber S^taeKiten. 



111 



9a^ 
0. S§t. 



3 r a e L 



(^tfie^ng ber 

idtaefit £itteva« 

iurbettfmftler. 



®Keic(aeittge« im 

SfT9nfc(*Qab9to« 

nifc^en SÜeic^e. 



©(eic^Seiiiged in 
&09Pien k. 



um 
1850 



um 
1320 



um 
1280 



um 
1250 



galt) unier äg^ptifc^et ^errfc^afi. 
9lei4 ber Qi^eta (chatti bei ben 
Xff^rient, ^r. dütti, ^eil^iter) mit 
ber j^oupifiabt Jtabef (^ am Oronted. 

(Sroberung^sfioe ber (S^eia unb 
Tongwierige jtdmpfe mit ben tq^p» 
tem; julett Vertrag mit 9lamfed n. 
(Ser^rung beS (l^etareic^d mo^l 
bur4 9Kamfed m. um 1290X 

XudfO^rung bed )8o(!e9 au9 ftg^p« 
ten bur4 SRofe. Seflfe^ung ber 
Israeliten im Ofliorbanlonbe. 



(Eroberung 3eri<l^od burd^ Sofua 
unb aSmAI^Ud^e Seftfe|ung idroe* 
Utifc^er ®tAmme inmitten ber Sta* 
naaniter (3of. 1—12. m^t 1). 

(Srmorbung bed SRoabiterfönigd 
(Egion bur4 ben 9eniaminiten(E^ub 
(9K4t. dX 



^er lanaanitifd^e König (nad^ 9ii4t. 
4 ^Ib^err) ®ifera mirb in ber 
(&htnt 3e9ree( oon einem 2^eU ber 
tdrae(. StAmme unter Sara! unb 
ber v^rop^etin' S>ebora befiegt, 
von 3ae( getötet. 

Sejlfe|ung eines Xeild uon ^an 
in Said (9iic(i 18). Serubbaal 
(dibeon) fc^Cttgt bie SHbianiter unb 
begrünbet ben Stuitui bed golbenen 
Sa^mebiCbeS au Op^ra (Kic^t. 6 
bis 8). 

mmtU^, ber @o^n ^ttuhhaM, 
(errfc^t nac^ ber (Srmorbung feiner 
9rfiber brei 3a§re ald Jlönig über 
eid^em unb bie benachbarten @täbte. 
Suf jlanb unb 9{ieber(age ber @i4e« 
miten. Sbimele4 t 8U %ithe% 
m^t 9). . 



9iic(t. 5 (baS fo- 
gen. 3)eboraIieb). 



2)ie gfabel So* 
t^amS (Sii^t. 9, 
7 ff.). 



@almanaffar I. 
grünbet Stala^ (1 
SRof. 10, 11), ffibl. 
6tabtteilbedf((on 
im 18. 9a^r§. er* 
»Alanten 9Hnua 
(9linepe)L 



Uml260®nbeber 
^errfc^aft b. Kof « 
fäer in 9lorbbab9« 
(onien. S^albAi« 
fc^eSypnofüe'bttrc^ 
Xigulti 9linep. 



Um 1120 2:iglat( 
VUeferl. oonKf« 
fprien. gfelbsug 
gegen bie d^M 
(^et^iter) u. 9a- 
bpionien. 



9iamfeS I. Seit I. 
SiomfeS. IL (9e« 
bräcTer gSraelS?) 



äRemep^tal^ I^ 
$§arao sur 3eit 
beS XuftaugS? 



Oürgerfriege unb 
längere Knor^ie 
in ftg^pten unter 
@eti n. unb Get- 
nec^i 



IBegrünbung ber 
20. (ttebanifd^en) 
3)9nafHe burc( 
9iamfeS m. 



112 



ÜBerftd^t übet bie ©ef^id^te bet S^raeliten. 



3a|re 
0. (S^r. 



3 g t a e L 



®ntftel^un0 bet 

iiSraeKit. £itteta« 

tutbenfmftler. 



®(ei4)eittged im 

S(fT9rif4*IBab9(0' 

nifc^en SÜeic^e. 



®(ei($3eitiged in 
Ji[g9pten IC 



um 
1060 



um 
1020 



3ep|ta aud Oiileab f^I&gt bie 9lm« 
moniier unb opfert infolge eines 
®elflbbed feine %o^itt (Stid^t. 11). 

Simfon and ^an, 93or!ömpfer 
gegen bie V^ilißer (ßx^t 13—16). 

@{i, ^rieflet 3a^n)ed bet $eet« 
fc^aten (3a§n)e 3^baot^) unb bet 
leiligen £abe au @ilo. Samuel 
aus (&p^taim, von feinet SRuttet 
So^ne geneil^t, bient (Sfi su Silo 
(1 eam. 1—3). 

Setluft bet l^i(. £abe in bet B^la^i 
gegen bie ^^ilijlet. (Süd @ö§ne 
$op^ni unb ^ine^ad faKen; ®Ii f 
[Setftötung bed Heiligtums au ^ilo, 
3et. 7, 14. 26, 6?] (1 6am. 4). 

^te ^tiU 2a\>e mitb oon ben $§i« 
Üftetn na4 Oet^femed autüdtge« 
btad^t unb f4(ie|li(^ in Rxxlat^ 
Seatim aufgefteHt (1 @am. 5, 1 
bi« 7, 1). 

@aul, bet @o^n M 5lid aud ®ibea 
in Benjamin r oon Samuel a^m 
5lönige gefalbt, fc^Iägt ben Xmmo' 
niterfönig 9tal^ad oot 3abed in (Bu 
(eab (1 @am. 9—11). 

Einfälle bet $|i(iftet. Sauld 
So§n Sonat^an etftütmt ben $ag 
t)on!9Ri4mad; 9ZiebetIage bet^^i« 
liflet (1 @am. 13 f.). 

Sauld 3^n)aug gegen ben Smale« 
ütetfönig Stgag. Setwüt^nid mit 
Samuel megen bet äSetfc^onung 
SgagiS (1 &am. 15). 

^at)ib, bet So|n 3fai'd aud 
Setl^Ie^em, !ommt ald gatfenfpielet, 
um Sauld S^metmut au bannen, 
an beffen $of unb mitb fein 9Baffen« 
ttäget (1 @am. 16). 

2)aoibd !tiegetif(^e ©tfolge unb 
^teunbfc^aft mit 3onai§an ettegen 
bie @iferfu(^t Saufö. S)aoib ge« 
minnt tto| bet 9(tg(ifl Sauld beffen 
Xo4tet SRtc^al, entf[ie§t, von 3^' 
nat^an gemantt, mit ^ilfe S^tid^ald 



Um 1110 Xtibut 
he& Jtönigd oon 
^9pten an bie 
9lff9tiet. 



Sinlen bet affQt. 
9)2a4t; Sab^Io« 
nien felbfldnbig. 
3)ie (Stobetungen 
X^igtot^^irefetSL 
am@up^tatge^en 
aum %€xl an bie 
9ltamäetoet(oten. 



Setbtängung bet 
Stamefftben butd^ 
bie (St^ebung bed 
t^ebanifc^enObet- 
ptiefietd $ti^or 
aum Jlönig. 9la4 
i§m Obetl^ett' 
f4aftbet21.(tani' 
tifc^en) 2)9naftie. 



übetftc^t über Me ^efd^tc^te ber 39rae(iten. 



113 



3a§te 
0. (S^x. 



3 9 t a e (. 



(Entfielung bet 

UroeUt. Stttero- 

tuvbenhnftler. 



®(eic(3eitige9 im 

9(ff9nfc(-9ab9lo« 

nifc^en Steige. 



©lei^aeiHged in 
ftgppten 2C 



nm 
1000 



3U bem ^riefler'9(|inteKec( oon 9tob, 
fobann in bie @teppe Don Subo. 
®atil (ft^t bie ^tieftet su 9lob bur4 
ben (Sbomiter 2)oe8 töten; nur Xb« 
iot^ar, ber @o|n 9(§imele(|d, ent» 
fCie§t gu S)ai)ib (1 6am. 17-22). 

3)aoib 0(9 Sfreibeuter in ber ®tep|>e 
t)on Suba übt, ohmo^l beftänbig 
t)on @att( t)erfo((|t, ®ro(mut gegen 
i§n (1 eom. 23 f. unb 26). 

S)aoibd $anbel mit 9laba( unb 8er« 
^eiratung mit Kbigail (1 ^am. 25). 

3)aoib fCie^t ju bem f^ilifterldnig 
Kc(i§ t)on ®at(, erl^ftlt bie @tabt 
3if(ag, unb unternimmt a(d Safall 
bed X4id 9iaub)fige in ben ©üben 
(1 Barn, 27). 

dinfaH ber ^^ilifter xn bie (Sbene 
3edreel. IDie gfür^en ber f^Uifler 
nötigen fid^iS, Ibmxh surüd^u* 
fc^icfen. Ott finbet S^^i^^ o^^' 
geraubt unb niebergebrannt, jagt 
iebo4 ben 9lmalefitem ben 9iaub 
»ieber ab unb gewinnt bie Sor« 
nehmen SubaS bur4 S^f^^^u^d 
von Beuteanteilen (1 6am. 28, 1. 
2. Itop. 29 f.). 

6au( mit ben 39rae(iten auf bem 
®i(boa, fu^t 9lat bei ber 3auberin 
wn (Snbor. S^Iac^t auf bem 
®i(boa. €>au( unb feine brei 
@d^e faOem Befc^idung i^rer 
Sei^name burc^ bie Sürger von 
^aia in ®i(eab. 2)a8 ganae 
SSkftiorbanlanb in ben ^dnben ber 
9§i(ifler (1 @am. 28, 4 ff. lt. 81). 



^aoib am König von 3uba su 
Hebron (aber (ö^fhoa^rf^einU^ 
sugbi^ 8af aO ber ^^iü^ [2 @am. 
2, 1 ff.]). 



Xbner, ber gfelb^err Sauld, ergebt 
beffen 6o§n (Efd^baal su SXad^a* 
noixm in ®ileab sum Jtönig oon 
3drae( unb erobert nad^ unb nac^ 

itaulf^, Xltfi Xeflament. 



Kud ber Seit t)on 
ca. 1040 bid gegen 
@nbeb.l0.3a§rli. 
nur oerein§eUe 
9lamen erhalten, 
barunter ein 9le« 
bufabnesar oon 
8ab9(onien. 



eteigenbe SRac^t 
ber meifl aud 
£9bien flammen* 
ben Kafle ber 
@ölbner(Ma),un< 
ter einem eigenen 
Cbergeneral. 



S)at)ib8 2:rauer« 
lieb auf 6au( u. 
3onattan(26am. 
1, 17 ff.). 



Vim 1000 Itrieg 
9mif4en Vff^rien 
unb Sabplonien, 

bann (ftngere 
3)auer bed ^rie« 
bend. 



8 



114 



ttberftc^t über bte Oefd^ic^te ber SdraeUten. 






3 d V a e I. 



dntMung ber 

idraelii Sittera* 

turbenhnäler. 



Olei^seiUged im 

9(fT9rif4'8ab9ro« 

nifc^en Steige. 



©let^jeitigel^ in 



(ober erhält aU SafaU?) au4 bad 
ndrblic^e SBeiyorbanlanb x>on ben 
^(ilifiem aurttcf. Jlänqife anif^en 
ben Senjaminiten unb Subttem 
am 3;ei(^e t)on ©ibeo. ^oabi, bed 
Setterd unb gfelbierm ^ax>M, 
Qruber Kfo^t fAHt bur^ Vbntt 
(2 eam. 2, 8 ff .)• 

Sbner,t>on (Ef((baa( beCeibigt, unier- 
§anbeU mit S>QOib, »irb iebodb ^on 
3oab (Sltttrac^e ffir Sfal^n) im 
X^oxt Don Hebron meuc^lingd er* 
morbet (2 Sam. 8X 



(Sf((baa( t burd^ SReuc^elmorb. 
2)ai)ib »irb su $ebron oon ben 
Somel^men bed Solfed sum Jlönig 
t)on Sdroel gefolbt, erobert bie 
Sebttfiterburg auf bem S^n unb 
ergebt 3erufa(em [ber 9lame om- 
saiim fc^on feit ca. 1400 o. d^t. in 
ben 1887 }u S^eK^eN^lmama auf' 
gefunbenen 2:ontafeln mit StüU 
f (^rift begeugt] jur 9iefiben3 (1 Bam. 
4. 5, 1-16). 

3)aoib fc^Iägt bie ^biUfler (benen 
er bis bo^in mo^( nodb tribut' 
pfCidbtig) smeimal bei Serufalem 
(2 Sem. 5, 17 ff. ; oergl. aud^ 28, 
8ff.X 

Überführung ber §ei(. £abe 9on Stit* 
iat^ Searim auf ben3ion(2@am.6). 

2)reii&^rige ^ungerdnoi Xaoih 
tilgt bie »(utf^uQ) bed ^aufed 
6au(8 burc^ preisgäbe oon 7 @au* 
Üben an bie (SKbeoniten. Sbk %fyii 
9ti3pad (2 eam. 21. S)er Seit* 
punft im 2ibtn 2>aoibd ehtn fo 
unbefKnrait, »ie ber ber )8o(!8' 
gftblung vu $eft 2 6am. 24). 

Unterjod^ung ber $^tlifler unb 
SXoabiter } 6ieg über ben 9ram&er' 
!5nig ^ababefer oon 3oba [unb bie 
Sramäer oon 2)amaS!u8?]. Unter« 
io^ung ber (^omiter (2 Sam. 8). 



3)aoibd Trauer« 
(ieb auf Kbner 
(2 ®am. 8, 88 f.). 



Slbibaal oon Zi^» 
rud (2 @am. 5, 11 
$tram, baber ge« 
toö^nlid^ ald $is 
rom I. begei^net) 
unterftü|t3)aoibd 
^alaflbau burc^ 
Lieferung oon (Se» 
bem. 



Überft^t über bte ©efd^c^te ber SiSvaeKten. 



11& 



3a§re 
0. (S^r. 



3 r a e I. 



(Snt^ung ber 

iSroelit. Sitiera* 

turbenhnftler. 



®(et(^seiiiged im 

S[ff9rif4'9ab9(o« 

nifc^en Stetd^e. 



©(eid^seitiged iti 



^aoibd ©ro^ntut gegen SXertbaoI, 
ben So^n Sonail^aniS (2 @am. 9). 

2)er Srnmoniterfüntg $anun fd^&it' 
bet bie €(efanbten 3)ai)ibd, nirb 
aber famt feinen SSerbünbeten (auS 
Slram u. f. m.) oon 3oab unb SCbifai 
bei fHobhai 9mmon gefc^Iagen. 
Xttoih felbft fd^Iögt bie unter ®o« 
bac^y bem f^etb^erm ^ababeferd, 
oereinigten Krantäer bei ^eCam 
(2 @am. 10). 

3oab belagert 9iabbat SCntmon. 
2)ax)ib8 ^anbel mit Sat^feba, bem 
SBeibe Uriad. 3)er Uria«9rief. 
S)ie Parabel 9{at§and. ^ie ©e^ 
burt @a(omod [Sebibjad] (2 ^cm. 
11—12, 25> 

3)ai)ib beenbigt bie (Sroberung oon 
Stabbo. SöHige Unterjochung ber 
Smmoniter (2 @am. 12, 26 ff.). 

9bfalom (ft|t feinen $a(bbruber 
Smnon n)egen beS gfreoeK an feiner 
Sc^nefier 2:$amar ti(tttt unb fliegt 
au bem Jtjhtig 2:(a(mai von ©efur; 
Soob ermirft bie Segnabigung 9(b« 
falomS (2 eam. 18 u. 14). 

Sbfalomd Empörung 3U Hebron. 
2)aoib fCie^t fiber ben 3orban. Sein 
gfreunb $ufai vereitelt bei Sbfalmn 
ben 9tat SU^itop^e» (2 Bctm. 15 
bi« 17> 

SboDxh oon ^arftOat unterftü^t 
B^la^t bei SRad^anaiim. Slbfa« 
lom t burd^ 3oab. ^aoibS 2;rauer 
um ü^n (2 @am. 18—19, 9). 

Xmita ffiHäle^t; Streit ber 3u« 
bSer unb S^i^oeHten über bie (Sin« 
Rötung bed jtönigd. 2)er Kufftanb 
bed Seniaminiten @eba von 3oab 
gebAmpft (2 @am. 19, 10—20, 22). 

3)amb8 nun ftiteßer @o§n Sbonia 
miQ mit ^ilfe Soabd unb bed $rie« 
fterd aCbJat^ar ftatt bed alterdfhim« 
pf en ^aoib Jtönig n)erben. ^lat^an 



3)ie Parabel 9^0- 
ti^and 2 6am. 12, 
1-4. 



9lamret,;ber Sater 
Sd^ef^onfö, aud 
bem ®ef c^Ied^t beS 
Sib^erd IBuiuna 
an ber Spi^e ber 
Sülbnerfafte. 



8 



116 



thtt^^i ühte bie ©efc^id^te ber SiStaeliten. 



3a§re 
0. d^t. 



um 970 



3 S r a e I. 



(SntflettttH) ber 

ifttoelit. Sittero- 

tutbenhnftler. 



ca. 983 



(im 8unb mit bem $riefiet gabo! tc) 
ernirft burc^ Sai^feba von S)aoib 
bie @infe(ung ®a(omod (1 Jtöiu U 

^ooib f. ®aIomo8 Stacke an S(bo« 
nia, 9(biat^ar, 3oab, @imei (1 KBit. 
2, 16 ff.). 

6alomod Set^eiratung mit einet 
$^taonentoc(tet(l jtön. 3, 1). Dt* 
ganifation ber Senooitung bitrc^ 
(Sinfetung von 12 Sögten (1 Jldn.4). 
(Einführung ttg^ptifc^er Stoffe unb 
SBagen u. $anbe( bamit (10, 26. 28). 
(Smpdrungdoerfttc^ beiS (Sbomiterd 
^abab unb f^einbf efigfeiten Slefond, 
bed Königs Don S)amaiS!ud (1 itdn. 
11, 14-25). 

®a(omod Sertrag mit ^irorn t)on 
Xprud. Erbauung beS 3:enq>eIS u. 
$a(afted auf bem 3üm burc^ idrae« 
atifc^e gfronorbeiter mit ^Ufe tpri' 
f4er itfinftler (1 Itön. 5-8). 



8auten 3ur Qefeftigung 9erufa' 
lemd (9, 24). (Sm)>drung8oerfu(^ 
bed (gp^raimiten Serobeam (1 jtön. 
11. 26 ff.). 

Sfo^rten in bad (Solblanb Dp^ir 
mit ben £euten ^iromS (9, 26. 10, 
22). €>aIomod Steic^tum unb ihtnfi« 
werfe (10, 16 ff.). 2)er 9tuf feiner 
9Beid^eit (5, 9 ff.); »efu(( ber 
jtihtigin von ®aba (10, 1*13X 



Salomo t- €l^n ®o§n SÜel^abemn 
treibt burd( feine leerte Antwort 
auf bie Sefc^ioerben be9 Solfed ^u 
Sic^em bie übrigen 6ttome (aufeer 
bem ffiblic^en 9enj[amin) lum Vb» 
faK t)om ^aufe JDooibd (1 Kdn. 12, 
1-19). 



®(eic(aeitiged im 

9[ff9rif(i«Qab9lo« 

nifd^ 9Keic(e. 



©(einseitiges in 
ftgppten }c 



@aIomod Xempel' 
mei^efpruc^ (1 St. 
8, 12 f.). 



Xnm&^ßc^esaBie' 
bererftarfen ber 
aff9rif<l^en SKai^t 
unter frieblid^ 
$errf<i^em. 



3)er®egen3a!obS 
(19»of.49,l— 27). 
2)ad Qu4 ber 
Kriege 3a§n)ed 
(4 aXof. 21, 14). 
3)aS )Buc( ber 

Siec^fd^offenen 
(3of. 10, 12 f. 2 
@am. 1, 18). 3)ie 

9Ueamdfprü(^ 
(4 a»of. 23 f.). 



2)er @4n)ieger« 
oater €ki(omoS 

nH4rfc(ein(ic( 
ibentifc^ mit $ar 

^ifebd^anu n., 
bem (e|ten König 
b. 21. (timitif«^) 
2)9nafHe. 



^iromL (in ber 
mhd ber IL), ber 
gfreunb @alomod 
(na(( 1 K5n. 5, 15 
fc(onS)aoib8Xttr« 
§eber gUinaenber 
Sauten su^^rud. 



nm 943 Ser« 
brängung ber ta« 
nitifc^n S)9na{He 
burc^ @(^ef4onf 
(oergL ®. 115 u. 
117); biefer «er« 
mft^lt feinen €>o§n 
Oforfon [L] mit 
^ifebd^anu'S H. 
S^o^ter Stomata. 



ätecfii^t Hin bic Stf^tt^te ber SinielUen. 



117 




Sntftetiung bei 

iäraecit. Siltera- 

tutbenfmülcr. 



niftSen fflett^e. 



@Iet(4;ettige$ in 
Ägypten je. 



3erobeamL, 
ber eo^n JltbaiS. 
ItEiitauSägqplm 
jurüd (oeigC. 1 
fiSii. 11, 40) unb 
niTb ffSnig bee 
nörblit^enSleit^ei 
(SätoeUmtnfleten 
@inn;au4 S^^n^ 
ftämmcteiili ob« 
nacEl bem fiaupt- 
flamm Sp^raim 
gmannt) mit bcr 
^ouptftabt ei> 
^m (bo4 14, 17 
M* 15,21u.r.ro. 
X^frio 9le|i)»n)). 
ftullua bec ioU 

boten etine 
(einnbilbec 3a^ 
nKtO iu 9ct^ 
unb 3)an (1 Mn. 
12, aO. 25 fF.). 

»Qbab, eo^n 
3etoB«itm8 , bei 
bcT Oetagnung 
Sibbet^ona tum 
Soefa au8 SHik 
(^ ttmorbct 
KuSiDttuns bd 
^oufeA Setobe* 
ami (1 ftbn. 15, 
25 ff.). 

Siiefa, 6o^n 
SQioB, ititnig «u 
aHlt|a<I5,S8ff.). 
Sotfa blodint oan ERama aud 
Setufalem. fi\a erlauft bie Qilfe 
Ben^babe L Don3>amalIui. Soefa 
bunt tien (Hnf oQ bec Xntmaec |um 
Xb}U0 scnatiflt. Sfa }«#ct Mama 
unb befe^ &eba u. Stigma (1 ff. 
15, 16 ff.). 

Sla, eso^ 0(te> 
fid, ]u Z^iija Don 
®tnttl etuioibet. 
XuStottung bet 

kaufet »aefaS. 



933—917 »e- 

^abeam, flu' 
nig Bon 3ubo. 

928$[ünbening 
:3emfalHnä 
bu[(^ Sifat 

(ei«tr4onI),fiä. 

nig Donäg^pten 

(lfiön.U,21ff.). 

SefUnb-Santiife 
mit 3SiaeI (14, 
30). 

nS-14 Sbia. 
itftmpfe mit 3e- 
tobeom (1 SBr. 
15, 1 ff.). 

913-873 8t fo. 
!Ra(tfSt(n ge- 
gen btn SBIen* 
WertfK15,9ff.t 



Die (ep^raitniti« 
f(6en) ©elbenge- 
f 4t(^ten (Hl u. H) 
im Äic^tef&u^. 



3>ie SerufnCemer 
ISt\^^ün «on 
ZHtDib (-= Je: 2 
©om. 5—7. 9— 

3)ie SlmibAgC' 
f4i4ten (Da) in 1 
©am 16, 14 ff. bis 
1 San. 2. 
SHeSouISgefcbi^' 
ten (S) in 1 Som. 
9ff. 



913-890 »«man. 

Sinti oon Sffut 
(893 Beginn be« 
na4 ec^altenen 
affqi. Sponqmen- 
(onjinS). 



889-64 Xugurti- 
ntnep n. Don 
aflur. 



:DeS$^araoG($e= 
((^ont.SegiUnbere 
ber 22. Eqnaftie 
(ber «ubafHben), 
©rofieningSjug 
na« ^aiaftina (u. 
^wat au{f|, iia<^ 
UuADdd bei M'' 
leiten 6Ubte> 
namett auf einei 
Stauet M Xem* 
peie |u Jtantof, 
fligen 3«roe[). 



3}ie Sla^folgei 
e^efi^DnH I.: 
Dforfon L, Safe. 
lotL, Dforfonll., 
ei^efttanl n. 



0entababl.,So4n 
Xobiimmone, jtö* 
nig oon SomoS' 



118 



Übtx^t übtt bie ^c^id^ie ber 3drae(iten. 



0. (S^r. 



3 iS r a e I. 



3 tt b 0. 



(Snt^^tttt^ ber 

töraeßi Stttera* 

turbenfmäler. 



®Cet(^aeittged im 

9(ff9nf(^«9ab9(o« 

nifc^en SKeic^e. 



©lei^seiüged in 
Jkg^pten tc. 



887 



[887] 

888 MS 

877 



876 bis 
854 



857 



@imri, 7 %<mt 
St'6n\q 9U 3;§iraa, 
oerbrennift(^,oon 
Omri, bem gelb« 
§erm ®fod, be« 
lagert, mit bem 
^olop (16, 8 ff.)L 

Omri, im £ager 
von ®\hbttfy>n 
vom ^eere sum 
JtSnigauiSgerufen, 
mi(^ bem Xobe 
SimriS unb bed 

®egen!önigd 
2:§ibniSQein^err' 
f4er (16, 16 ff. 
21 ff.). 

^bauung @ama' 
riad ald neuer 
^ouptftabt auf 
flarf befefHgtem 
9erge (16, 24). 

Sliab,®o§nDm* 
rid, oemU^It mit 
3febe(,berXo4ter 
(St^booIS, JtdnigS 
von X^ruS. Sfe» 
bei begünftigt ben 
Soaldfultud in 
Si^roel. 3)er $rO' 
p^et (Slia eifert 
für ben So^me» 
fult, fliegt 9or ber 
fRa^t 3febett, 
tritt X^ob megen 
bed 3uf%iam0rbed 
m 9laboti^ Don 
^eflreel entgegen 
(1 ^bn. 16, 29 ff. 
18, 1-19, 18. 
21, Iff.: bo4 
oergl. au(^ 2 Kdn. 
9, 25 ff.) 

8en9ababoon2)a' 
madhiiS belagert 
mit d2,5lönigen' 
@amaria, mirb 
burc^ einen Sud« 



S)ad SunbeSbud^ 
(2 SRof. 21—28; 
9erg(.24,7).3fa]Id 
flc$ 2 <S:§r. 17, 9 
eine @pur beS« 
f elben erl^aiten, f o 
fionunt eS erfl oud 
ber Seit 3ofo* 
p§atd. 



873-849 30' 
fapl^at oon 
3uba, eifriger 
3a§meoerel^rer. 



888-59 Sffur- 
naftr§aba(,ber(^« 
bouer beS norb« 
mefU. ^alafted au 
Jlatoc^ im @üben 
von 9^neoe. 



876 2;ribut ber 
pl^bnia. @täbte 
£9rud, 6ibon m. 
an bie Sff^rier. 



858—829 eatma- 
naffar IL Qa^^U 
reidie gelbafige 
gegen bie SrO' 
mäer, Sabel k. 



885-^54 3tubaa( 
(3t^baO, Itönig 

gemater X^abd 
von 38rae(. 



Jlamodmelec^, Sa- 
ter SRefad, Itönig 
oon 9Roab, SafaU 
3drae». 



$ababefer t). S)a« 
maSfud {rn ber 
SibeK Sen^abab 
P.]). 



thet^^t übet bie CBefd^^ie bet Sdtaeliten. 



119 






854 



854 M9 
853 



858 6U 
842 



3 d r a e I. 



faOber39rae(iien 
unb im folgenben 
3a^re bei Xp^ef 
gefd^togen, etgtebt 
fic^S^abunbmirb 
geöen gewiffe 8"* 
fagen freigelaffen 
(1 Itjht. 20). 

Xro| bet 9(bma$nung bed $rop^e« 
teil m^a, bed eo^ned Sintlad, 
sielet Sl^ab mit 3ofa)>^Qt oon 3u^<k 
(ber bamalg »0(1 Safall 3«taett) 
gegen baS Don ben VntmSem be« 
fe|te Siamoi^ in ®Ueab unb f&St 
im Aam|)f (1 ftbn. 22). 



3 tt b 0. 



Olnlflt^ttng ber 

iSvoettt. Sittera« 

tnfbeiHmftlet. 



®Iei4seitiged im 

9(ff9trif4«8ab9(o« 

nifc^en 9iei4e. 



^er Setftt^, bie 
Dp^rfal^tien |u 
etneuetn, mi(« 

giacii 



Xbfall ber 9Roa« 
biter. 

K^a^ittr 6o(n 
Xlftabd, ^rbt an 
ben gfolgen etned 
6turse8(2jldn.l, 
2 ff.). 

3oram, @o(n 
S^ob«. SBirffam' 
feit bed von &\a 
(1 Itdn. 19, 19 ff.) 
berufenen ^ropl^e« 
ten (Safa. S)ie 
$rop§etent)ereine 
9u 8dl^e( unb im 
®ilga((2je.2-^, 
15). 



3fetb9ug 3oramd u. [feineS Sofal' 
len?] Sofop^otd tt. beS Jlbnigd t)on 
<Sbom gegen StefaoonStoab. SRefa 
opfert feinen ®rfigeborenen auf ber 
SXouer [n)0^( t)on Air (Qeteft]. 
9ifi(fsug ber 3<tae(iten (2 St. 3). 



^ortgefette (Sün« 
fäHe ber 9(ramäer 
von ^omodhtS 
unter 8enbabab. 
^IdlUc^e «Intfet' 
ung beS ^artbe« 
brängten 6ama« 
ria (mo^( burc( 



849— 42 3e^O' 
ram,mit9^abB 
Xoc^ter Xtl^alla 
oerml^tt. 9b« 
faKber(Sfbomiter 
unb ber 6tabt 
Sibna. 



®(ei(^3eitige9 in 
ftgppten }c. 



854 6a(manaffar 
f c^Kigt bei Aarfar 
bie Sramtter t)on 
$amat$ unb S)a« 
madftti tt. X(ab 
von 38rae(. 



SHe ia|»i^f((e 
@kf4i4t8<|tte0e 
(J) im $entateu4 
unb 3ofua. 



9elb|fige ®a(ma« 
naffarS gegen 8a* 
bplonien unb (850 
bi« 846) gegen 
j^obabefer oon 
^omoftltt^. 



S)enffftu(e Slefag 
9.aRoab(in$ari8), 
gff. 1889, bad 
JUtefleS>entma(in 
fogen.p(ihti3ifc(er 
64rift. 



tun 845 «afael 

(burd^ 9Rorb? 
i)erg(.2iedn.8,15) 
9la4foIger »en* 
^ababfl. 



120 



Überfi^t über bie (ief^i^te ber SiSraeliten. 



3a§te 
0. iS^^r. 



3 S r a e I. 



3 tt b 0. 



(M9^n% ber 

iSraelit £ittera> 

turbetifm&Ier. 



®(et(^9eiüged im 

Sff9rif4«eab9(o> 

nif(^ 9leic(e. 



O^Iei^aetttge« in 
ftg^pten IC. 



842 



842 bU 
815 



886 



einen Einfall ber 
Sff^rier). 2A.6, 
24 ff.). 



842 9[^adia. 



Selbsug Soramd mit StoiSja gegen 
$afae( von 2)amadfud. Sorom bei 
Stamaü^ in ©Ueob oemunbet, Ie§rt 
na^ 3«Sreel surfiif. Soramd ^Ib« 
§err, Sel^, im auftrage (Slifad im 
Sager su 9lamot$ sum Aönige ge« 
falbt, tötet SU 3e8ree( 3oram unb 
3febel (2 Stbn. 9). 

Sa§adia,aufber 
Sflttc^t aud Sed' 
ree( auf )Befe§( 
3el^ttS getötet, 
t SU Slegibbo 
(2 Ä. 9, 27 ff.). 



3e^u, Abnig o. 
SSrael (ald SafaU 

ber Kffprier!) 
rottet bie gefamte 
gfamUie unb aOe 
Xn^ftnger ,9^abd 
Stt Sedreel u. BOß 
maria ouiS, tötet 
bei 8ett (S!eb bie 
42 8rüber X^ad« 
iaS, gewinnt So« 
nabab, &o^n Iftt» 
4abSr vernichtet 
in Somaria bie 

8aa(9oere(rer 
unb ben fßoM* 
fuli ediere 9e« 
brdngniS 3drae(8 
burc^ ^afoel t)on 
^ma9!ud (2 jl. 
10, 82; oergl. 8, 
llff.X 



842 X^adiad 
SRutter,Kt(a(' 
ia,mirb Königin 
na4Ku9rottung 
bed 3)at)ibif(l^en 
i^oufeS. 9htr 

3oad, 6o§n 
S^adiad, 9on 

feiner Xante 3o« 
feba(na41(S^r. 
22,ll®ematlin 
beS Oberprie« 
flerd3oiaba)ge« 
rettet u. 6 3alire 
im Xempel oer« 
borgen (2A. 11, 

If?.). 



3ojaba ruft mit 
«ttfe ber £eib« 
mad|e ben 7m« 
rigen 3oa8 aum 

Jlönig aud. 
9t(a(ia getötet. 
Sudrottung bed 
Saaföfultud in 
3eruf a(em (2 A. 
11, 4 ff.). 



S)ie ep^raimiti' 
f^enCrs&^Iungen 
(E) in 1 6am. 4 
bis 6. 



842 ^Ibjug eal' 

manaffard IL 
gegen $afael oon 
3)ama9!ud. 



$afael oon 3)a' 
modhiS ber mtU 
irrige ^niger 
3i3rae(d (f. unter 
3c5«). 



842,3:ribut3el^ttd, 
bed So^ned Oni' 
ri« (I).' (3«tttel 
bei ben SC^priem 
noc( lange „Sanb 
Omri«*). 



8d9eefiegung$a' 
f aelS oon 3)ama8' 
fud burc( bie 
«ffprier. 



883—29 Selbsfige 
6aKmanaffard II. 
im Cflen. 



Ü^etfUJ^t über bie O^efc^ic^te bet SdtaeUten. 



121 



3a^re 
0. @^. 



3 d r a e I. 



814 bid 
798 



798 bid 
783 



788 bt9 
748 



3e^9 , SSroeK 
loitb bur(( ^afael 
von 3)amadfud 
aufs ftu|etfie ge» 
f c^ä4t (2 A. 18). 



3 u b a. 



886-797 3oaä 
(Se^oodX 92eu« 

orbming ber 
Setioenbungber 
2;empc(etn!ünfte 
(2. Ä. 12, 1—16). 

^afael oon 3)a« 
ntadhid nirb 
bur4 ^nen ge» 
nmltigen STtibut 
bed 3oad oom 
Angriff auf Se« 
ntfalem abge« 
bracht (2. ie. 12, 
18 ff.). 

3oad t bur^ 
Serfd^ioihrer. 



(Sntjle^ung ber 

idraelit. £iitera« 

turbenhnäCer. 



3oa8,6o§n3oa' 
i<a\ (Sltfa t- 
3)rei 6iege über 

Sen^ob IL (2 
le. 18, lOff.X 



797-779 »ma §- 
ia. Oeftegung 
ber @bomiter u. 
(Eroberung von 
®e(a (2. 51. 14, 



64(ad(t bei »etJ^femeS. Smoaia 
»irb oon 34oad gefc^Iagen unb 
gefangen. 8refc(e in ber SXauer 
3erufa(ent8; l^o^er Xribut Sntasiad 
(2 St. 14, 8ff.). 



3erobeam n., 
6o(n Si^oai\ 
3urü(!eroberung 
bdS oon ben Xra« 
m&em befehlen 
Gebiets. fiepte 
eiüteseit 3«raeI8 
(2 St. 14, 28 ff .)l 



779Kmasiat3U 

fiac^iS bur4 
Serfd^ioörer. 

779-74(»far. 
ia(nfflaX SBie« 

bereroberung 
bed$afen8(glai$ 
am roten Vleer. 
SCfarja sulett 
audffttig, 3o« 
tl^am SXttregent 
(2. Ä. 14, 17 ff. 
15, 1 U 



3)er [ep(raimi« 
ttfc^e] Gegen SRO« 
fe« 5 aXof. 88. 



(Sp^raimitifd^e 
$ropb^tengef(^ic(« 
ten über (SUad (P) 
tnl.Äön.l7ff.2L 
®p(raimitifc^e(Sr' 
aäi^Kungen (E) in 
1. Aön. 2a 22; 2. 
Äön.8t?]u.6-10. 
@p§raim. $rop(e» 
tengefc^id^tenüber 
(glifa (P^ in 2. 
jldn.2.4— 6.8.18. 
3ef. 15 f. 
Smod. 
S)ie elotifHfc^e 

(Befc^id^tdqueKe 
(E) im $entateu4 
u. 3ofua. 
2)ie ep^roimiti« 
fc^en ®efc(i4ten 
oon @amue( u. 
eoul (SS) in 1. 
@am. 8 ff. 



©Keid^SeitigeiS im 

Xff^rifd^'Sab^Ko« 

nifc^en Steic^e. 



©Ceic^aeitigeS xn 
ftg^pten K. 



828—11 ©amfi» 

Siamman oon 
S(ffur(817)eeginn 
ber fogen. Ser» 
»altungdliflen, b. 
§. (Slpon^menliflen 
mit 8eif4riften, 
bid 728). Selb« 
Süge gegen fdah^* 
(onien. 

810—782 fftQXtt' 
mau'nirar oon 
«ffur; gelbjüge 
gegen SXebien u. 
(806-808) gegen 
Sramäer u. $§ö« 
nisier. 



797 Siegreicher 
f^elb^ugimaSefien 
(gegen ^amadhiS, 
3iSrae(, %^xu9 u. 
GibonX 



781—772 6alma- 
naffar m. oon 
Äffur. 



775 Setbsug ber 

«ffprier gegen 
SCram« 

771—754 «ffur. 
bonilu 0. SCffur. 
15. 3ttni 768 
®onnenfinflemid. 
758—746 «ffur- 
nirar. 



$afae( oon ^a« 
madhtd erobert 
®at^. 



8Küte bed (ätbio« 
pifc^en) Steid^ed 
oon 9lapata am 
oberen ^iU 
^ian^i oon 9la« 
pata erobert Ober« 
ägppien. S^efnac^t 
oon @ai8 bringt 
bielleinengfürfien 
oon nnter((g9pten 
unter feine ^err« 
fd^aft, unterliegt 

aber fd^Iie^Kic^ 
^iand^i (um 770). 



122 



äberfic^t über bie ©efd^ic^te ber Sdroelitem 



3a§te 
D. (S§r. 



3 d r a e I. 



S u b 0. 



@nt{lel|ung ber 

idraelti 2ittera« 

iurben!mft(er. 



(Sleid^seitiged im 

SfT^rifc^'Sab^lo« 

nifc^en Stetere. 



©(ei^settiged in 
&09pten tc. 



748 



74d5iiS 
737 



737 bid 
736 



736 bis 
730 

735 



@a(^aria,@o^n 
Serobeamd n., 
nac( 6 SKonaten 
oon ®aOum ju 
3i5(eam ermor- 
bet (2 St. 16, 8 ff.). 

SaUum, €>o|n 
3abed% na4 1 
9ßonai oon aXe« 
no^em ju Sama- 
ria ermorbet (2 H. 
15r 18 ff.). 

BRena§em,@o§n 
®abid. Tribut an 
bie Sffprier burc( 
Sefleuerung ber 
60000 äBel^rpflic^« 
iigen aufgebraßt 
(2 Ä. 15, 17 ff.). 



$e!ac(ia, So^n 

SKeno^emd, t 
burc( ipefaß (2 A. 
15, 23 ff.). 

$e!a(^, ®o^n 
StemaQad. 



740-36 3o' 
tl^am. iSirbau« 
ung bed oberen 
Xempe(t(or8. 



736-728 Ǥa8. 



$e!a(^ Derbfinbet fid^ mit SIesin von 
S>amad!u8 gegen 3uba (fprifc^' 
ep^raimitifc^er Arieg). Steain er« 
obert ben ^afen (Blaü^. 9Ht bem 
Angriff auf Serufalem bebro(t (3ef . 
7, Iff.) erlauft «^ bie $ilfe 
X^igratt ^ileferft (2 jt. 16, 5 ff. 
17 ff.). 



$ofea, @o|n IBee« 
ri« (Aap. 1—3 
nac( 1, 4 nodb 
unter 3^tob. IL, 
Stap. 4, 14 unter 
BRena^em). 



beginn ber 9Birf- 
famfeit 3efaia8. 

3ef. 2-5. 6. 17, 
1-11. 

? Serfc^melsung 

ber^elbengefßiß' 
ten unb ber ®e« 
f($i(^te ber fog. 
rietnen Wüßter (ri) 
9um Dorbeutero' 
nomifd^en9iic(ter« 
büß. 



3ef. 1? 7— 9, 6. 
11, 1—9. 



747 Qeginn ber 
Slera bed Jtabo* 
naffar in SSab^Ion 
(u. bed $toIe- 
mäifdben Aanon). 
745—728 2|ig* 
rati^-filefer (in 
ber S9ibel aucb 
^luO, Jtdntg 0. 
Äffur. 2:ributoon 
3)ama8!ud , 2:9« 
rud, ^amatl^. 



742-40 8e(age« 
rungu. (Eroberung 
Srpabd burd( bie 
Äffprier. 



788 Tribut SRena« 
(emd von Samo« 
rien (oud^ SlejinS 
t)on 2)amaSIud u. 
^iramS). 



7343ugX^igIat§- 
$i(eferd naß ^a* 
rftftina (f. 3drae0. 



Serbrftngung ber 

ä^t^iopier aud 
Sgppten. 



IBofßorid 
(»ofenranf; 24. 
S)9nafHe). (St* 
neuter (Sinfall ber 
Äthiopier. 



tUerfi^t fi(er bte ®ef(4i4tc b« SStoetiten. 



123 



0. (S|r. 



3 d r a e t. 



3 u b 0. 



734 



(Sin onfe^Iic^et 
%tit ber 8eioo9« 
ner bed tu^rbl. 
SStoel u. bed Ofi:: 
iorbanlanbe9 von 

ben 9(ff9riern 
loeggefü^rt (2 lt. 
15, 29 ff.). 



780 bi« 
722 (?) 



725? 



722 



$ofea, Sol^n 
(Slad, emunrbet 
$eM (im 9(uf- 
trag b. Slffijrier?), 
Safoll @alma- 
naffar« IV. 



$ofea unter^' 
beli l^etmU4 mit 
@en>e von i^p» 
ten, »irb bedl^alb 
oofi €kdinaiui^ac 
IV. dn^^Uxttxt 

Qkmitttitt lutd^ 
bveii&|vi({e¥ 8e« 

(agerung oon 
S^tttgmt ttohttt, 
27280 ^imoegge« 
ffll^rt. Scftebelung 
be0 entodlfevten 
Sotibed burd^ 9(n« 
{ieblet aud bem 
Dften. @ntftel^ung 



732 X^ad l^ul* 
bigi 2:iii0lat^ 
^tiefet §u 9)a« 
mad!u<; fenbet 

bem Vriefier 
Utta bad SRobeK 
eined SUiard sur 
9ta4MIbung (2. 
St. 16, 10 ff.). 
9Btrffam!eit bed 
$top^eten 3e- 
fttio. 



®tttfie(un(| ber 

iSroeltt Sittero' 

tutben!mft(et. 



727-899^18- 
!ia, 9afaa ber 
Xffprier. 9efei« 
tigung ber e^er* 
nm Gelange 
SRofed aus bem 
Zemptl 8efie« 
gung ber 9^i- 
lifier (2. Ä. 18, 
1—8). 



3cf. 9, 7ff. 



aSid^ 1—3. 



3ef.l4,24ff. 17, 
12 ff. 28, 1-6. 



®(ei48^ttge9 im 

9lff9rif4«8a59lo* 

nifc^en 9{ei((e. 



®lei(()eitigei^ in 
Ji[g9Pten K. 



738 u. 32 2)amadü 
!ud oon 2:^tg(atl^ 
$i(efer belagert u. 
erobert, 9teain ge« 
tdtet (2 St. 16, 9). 

^ulbtgung u. 2:ri' 
but von Sau^aji 
(i[^ad),$annooon 
®aaa u. 0. 



731 gelbjug gegen 
8ab9lonien. 
Sl^igfotl^ fßil un« 
ter bem 9^amen 
$ut ($oro9 bei 
$to(em&ud) Itönig 
0. Sabpfon. 



727—723 ©almtt* 
naffar IV. 



fjelbjug ber «ffp- 
rier gegen fiuli 

((SIu(ftu9) oon 
X^ruS u. $ofea 
(„9(uft') oon @a« 
maria (f. SdraeQ. 



722—706 ©argon 
(in ber 9ibet nur 
3ef. 20, 1 er- 
nannt), Itdnigoon 
«fft^rien. 

721 aRerobac^ 
BaUtban erobert 



Ilm728:8egrfin^ 
bungber25.(ftt(iO' 
pifd^en) 9)9nafHe 
bur(( 6aba!o (bid 
717). 



124 



Übetfx^t übet bie Okfc^ic^te ber Sdroeliien. 



dolore 
0. (E^r. 



714? 
(704?) 



705 



S a t a t U 



3 u b 0. 



701 



bed aRif(4t)0»ed 
bev @amatttanev 
(2 Ä. 17, 1—6. 
24— d4). [epäiere 
iSerpftonaungen 
oon Itolüitiflen 
tta4 Samarien 
bur(( 9lffar«l^ab- 
bonum 675 ((SSr. 
4, 2) unb Mnap« 
pac (?) na4 ®dr. 
4, 10.] 



(Stii^unQ ber 

tSraelit £tttera- 

turbenfmftlet. 



? 9ln(egun0 bed 
6iloal^»2;unneId 
(@ir.4849;bo4 
besiegt {14 oieO. 
Won 3ef. 8, 6 
aufbenSunneO- 



3 u b 0. 

Itrant^eit unb ®enefung ^iSfiod. 
®efanbtf((aft aRetobad^ 8a(abanS 
von Sabel (2 lt. 20; bad Skitum 
2 Äött. 18, 13» [3ef. 36, 1] mui 
fi4 utfpr. auf bie ©retgniffe in 
2 Ädn. 20 [3cf. 38 f.] besiegen). 



SlbfoH $tdriaS oon SanJ^erib. 
ȟnbniS mit ft^ppten-St^iopien 
trot bet SCbnui^nung 3e|(^a8 (3ef. 
30 u. 81). 

^iSfia l^ält ben a(d treuen S^afallen 
ber 9l{f 9rter ouS (Sfron vertriebenen 
Itönig $abi au 3erufa(em gefangen. 

6an§erib auf bem gfelbaug gegen 
Ägypten lä|t 3uba oerl^eeren, er« 
obert 46 @t(lbte, bebrol^t 3eruf atem 
von Sad^iS au» burd^ (Sntfenbung 
eined {lar!en ^eered. $i8fta fenbet 
einen ungeheuren Tribut nad^ 
2a^xi, vemeigert ober, von 3efaja 



3ef. 19? 



3ef. 10, 28 ff. 20. 



3ef. 14, 29 ff. 18? 
28-80. 



3ef. 31. 37, 22 ff. 
1? 22? 



Olei^aeitiged im 

9lff9rif4'»ab9lo- 

nif((en 9leid^e. 



8ab9lon, »irb 
von @argon be» 
Pegt 

720 @d»(a4t bei 
9iapl^ia. @argon 

beflegt 6abi 
(Bewt) oon ftg9P' 
ten, f&ngt $anno 
0. ®aia. 

717 Setförung 
beS €^etareid^d 
oon Itarfemid. 



©tad^aeiHged in 
Ägypten IC. 



715 Tribut bed 
„^(arao'anGar' 
gon. 



711 (Eroberung 
Sldbobd burd^ ben 
2;bartan (3ef. 20, 
1). 

710 Itrieg &au 
gonS mit aXero' 
ba(( Salabon. 

7096argonilbnig 
0. »ober. 

705-681 6an« 
^erib, Itönig o. 
«ffur. 

704 Itrieg mit 
SRerobac^ fdala* 
ban; Eroberung 
»abe». 

Untermerfung ber 
p^bnia- etftbte 
unter @anberib, 
au^er ^^rud. 



716-705: @((a« 
bata!a, Stbniq o. 
ftgppten. 



704-6852;a(ar!a 
(3ef. 37, 9: a^ir. 
^!a)5tg.)).Stl^io« 
pitn u. ftgppten. 

S)ie tg9pter M 
Slltaht mm Ban» 
l^erib gefd^fogen, 
&xon erobert 



üeerfic^i Aber bie ©ef^id^ie ber Sdvaeliteit. 



125 



3a§te 
9. (&^. 




(Sntfte^ung ber 

i&xatlii. ^ittera* 

tutbenfm&Iet. 



©(eid^Seittged im 

iCff9rif(4-liBob9(o* 

nifc^en Sieic^e. 



©(einseitige« in ' 



698 bid 
613 



643 Md 
641 

610 5id 
609 



623 



ermutigt, bie Übergabe SerufalemS. 
Xufibfung bei^ aff^rifd^en $eere9 
burc« bie $efi (2 St. 18, 13 ff. 17 ff. 
[baau paraSel 19, 10 ff.] 35). 

SRanaf f e (SofaH ber 9lff tarier) be* 
gänfHgt ben oon 3efaia(u. $i8!ia?) 
beffotpften Stnlt ber 3abne- (u. 
®0|eti'?)bilber unb fonfHged l^eib' 
nif^ed SSkfen. Itinberopfer (ffir 
3a^me ober l^eibnif^e ®5tter?). 
»bitt^oten aXanoffei» (gegen bie 
prop^tif («e fSartei ?) (2 lt. 21, 1 ff.). 



Xmon t bur(( Serfd^roörer (2 5t. 
21, 19ff.)L 

Sofia, oom 9o(!e auf ben 2:i^ron 
erl^oben. 



Sofia oerpflic^tet alled SoR auf 
ba§ oom Oberpriefier $UIia im 
2:empel gefunbene ®efe(bu(ll^ (ba< 
5. »ud^ aRofe in f. urfpr. Oefialt) 
unb nimmt auf ®runb biefed ®f 
fe(ed (oergL bef. 5 SRof. 12) eine 
grünbtid^e Steinigung bed Itultud 
(Oefeitigung ber Opferl^d^en unb 



m^. 6, 1-7, 6. 



9^a^um? 



Serfd^melgungbed 
Sa^niflen u. (SIO' 
l^iften (im ^tat 
u. 3ofua) §u JE. 



Sep^onja 1. 

628 Berufung bed 
$rop^eten Sere* 
mia(3er.l)L Sieben 
aus ber S^t 3o« 
ftaS (2—6). 
3)a<Urbeuterono' 
mium. 



692 3erprung 
bed aufrül^reri« 
fc^en 8abel burc^ 
^anl^erib. 

681 Son^erib oon 
f. @51^nen er« 
morbei 

681—668 «ffar. 
babbon. 9Bieher' 
aufbau 8abeld. 



668—626 Xffurt 
bonipal (Sarba» 
neonat ber (Srie* 
(ben). 



©tnf&IIe ber ^cp« 
tben in S^orber* 
afien. 

(Srflarfen bed mt» 
bifd^en Xeic^ed 
burcb Vl^roorted 
u. It^asared. 

625 9{abopaIaffar, 
felbfiänb. Itbnig 
oon 8ab9(on. 



670 Eroberung 

SgppteniS bur(b 

bie Slffprier. 

S^o^arfa oon ben 

9lff grient befiegt; 

@nbe ber fttl^iO' 

penberrfcbaft (um 

662). 

663-610 $fam« 

meti(b. 

655 @nbe ber 

fogen.2)obe!ard^ie. 



Jtg^pten nurme^x 
aud^ ben Oried^en 
erf(i^ioffen. 



126 



Ü5erft4t aber bie (Befd^ic^ie bes SStaeUten. 



Sa^re 
0. ®^t. 



3 u b a. 



(SntfUl^ung ber 

iSraelit Sittero* 

turbetttmftler. 



©(etc^Seitiged im 

9lff9rifd^8a69lO' 

nifd^en Sleic^e. 



Gleichseitige« in 
ä[g9Pten 2c 



609 



608 big 
597 



605 



602 



597 



aSer 9tefle ^eibnifc^er Itultformen) 
in unb um Sentfalem oor. $affol^' 
feiev nad^ bem neuen ®efe| (2 Itön. 
22. 28). 



Sofia t in ber @4la((t bei SRe- 
gibbo gegen ^l^arao 92e4o. 

Sel^oad, @o§n Softad, na(( brei 
SRonaten oon 9le4o §u 9iibla ah» 
gefett unb na^ ^g^pten gefül^rt. 
$ol^et 2;nbut Subad an^e^o (2 lt. 
23, 81 U 

Sojaüm (bis ba^in (SQaftm), 
6o§n S^ifiad, bur^ S^ec^o Itihtig, 
Saf oll &g9pteng (2 5t. 28, 84. 86 f.). 
Setentia brol^t SerufalemS ger* 
fiörungi »itb int Stempel verhaftet 
(3er. 26). 



Soiaüm na(( ber Qt^lad^i bei 5tar- 
!einid SafaO ber G^albfter (2 St. 
24,1). 



3oi(^m fftUt 9on 9te5ulabne§ar 
ob. Ser^eentng Subag bur4 feinb« 
tid^e ^nf ftSe (2 St. 24, 2 ff.). 



3oia4in, 0o^n Softod, regiert 
brei SRonate. Oefogerung 3^tU' 
falemS. Soiad^in ergiebt fi4 mit 
bem ganzen $of ben <Sl^a(bftem u. 
»irb m^ ^aM gebracht, ^(fin* 
berung bed Ztmptli unb bed $a« 
lafied. (Srfle Sßegffl^rung 
aoi^treidi^er S^omel^mer, ^Hefter 
(barunter ^efefieB) u. 7000 äBei^r' 



$abahi!. 
3epl(anja2>-8,18. 



3eremiad Sieben 
in Ä.7-20(mcifl). 
21, 11 ff. 28, 9 ff.? 
St. 25. [26.] 45 bid 
49(9). 



3er. 11—18, 27. 



(Srjle Slieberf c^rif t 
berSBeiiSfagungen 
3eremia< bur^ 
8aru(ll^,oon3oia' 
Iimi>erbrannt,t)on 
3eremia erneuert 

unb oemte^rt 
(3er. 86). 

(SxfU Slebaftion 
ber M^er ber 
Itbnige (burd^ Dt). 
3er. 14, 1—17, 
18. 85. 



3er. 22, 20 ff. 



609 $$arao 
9led^o ü. (609 biS 
594) f d^Ufigt SoftOr 
unterliegt ^ebu« 
{abnesor bei Rat» 
lemii^am@up§rat 



608 9{abopataffar 
oon SBahü »er« 
bflnbet fl4 mit 
It^asareftoonSle« 
bien. 3etfidrung 
bed affpr. 9leid^ed 
u. (606?) feiner 
$auptftabte ^u 
neoe u. Slffur. 



605 Slebidfabnesor (no($ Itronprina 
fc^l&gt ben $l^arao 3le^o bei Stau 
lemid am (Sup^tat aufiS ^aupt 2He 
jtgppter oerßeren aOe au§mftrtigen 
Eroberungen. 



604—562 92ebu« 
labne^or Itdnig 
(ber^aIbfter)oon 
»obeL 



(Shroberung oon 
@(am burd^ bie 
Werfer. 



Überfi^t über bie ©ef^td^te ber SdroelUen. 



127 



3a(¥e 
9. tt^t. 



3 u b 0. 



(Snt{ie§ung bet 

idraelii. Sitteta- 

turbenfmöler. 



©teic^Seitiged im 

)Bab9lontf($en 

Steige. 



(§)(ei($3eiti0eft in 
&09Pten }c. 



597 5id 
586 



588 



586 



fähiger (2 Ä. 24, 8—16). ^opo« 
@ol^n aRattanja unter bem !ßamen 

Bebetia oon Slebutabnesar auf 
ben 3^(ron erhoben. 



3ebefia empört fi(( trot ber 9Cb« 
ma^ungen Seremiad im Vertrauen 
auf &g9pten gegen Stebufabneaar. 
P/ai&^rige Belagerung 3erufa(em§ 
(nur hira unterbrochen bur^ baiS 
Xnrütfen bed $^rao ^op^ra); Se- 
remia atö oermeintl. Überläufer 
einge!erlert, l^eimUc^ von 3^belia 
befragt, bleibt ald befangener im 
SBac^t^of (3er. 37). 

Seremia oon (Sbeb SRelec^ aud ber 
Cifieme gerettet (3er. 38). 

0ro|e ^ungerdnot in S^ntfalem. 
erftfirmung ber 6tabi gebelia 
wirb auf ber gflu^t bei 3^4o 
ergriffen unb su 9lebu!abne3ar nad^ 
dixbla gebraut. Seine 6d^ne vor 
feinen Xugen gef^lac^tet, er felbfi 
gebtenbet unb in Itetten na^ Öabel 
geführt 

(Sinäfc^erung ber @tabt unb bed 
Xttw^l^ bur4 9lebuf ar « Hbon ; 
aneite Sßegfü^rung ber 8e« 
no^ner nac^ Sobel famt ben ihtnfi* 
werfen unb ©erftten bed 2:empel<. 
Einrichtungen au diibla (2 lt. 25; 
9erg(. 3er. 52). 

3eremia, oon ben (S^albäem oer« 
f^ont (3er. 39), begiebt ftc^ a» 
(Bebalja, ber Don 9tebu{abneaar au 
SRiapa ald 6tatt(a(ter Aber ben 
9reft gefett ip (3er. 40, 1 ff.). 

©ebalja famt feiner Umgebung unb 
ben (S^albäem bei i§m oon 3dtnael 
auf XnfHften bed XmmoniterfönigS 
8aaU< ermorbet (2 5t. 25, 22 ff. 
3er. 40, 7-41, 18). 



3er. 23, 1—8. 24. 
[28. 29.] 27. 30 u. 
31? 

593: Eefeüe» 
^rop^etennei^e. 

[3er. 21, 1—10. 
34. 8 ff.] 

[3er.32,l-34,7.] 



©ro^artige )Bau' 
ten 9lebu!abne' 
aar'iS au )Bab9(on. 



[3er. 37-43, 7.] 



58&— 73 oergeb' 
(i((e ^Belagerung 
oon X^ruiS (unter 
3toba( n.) bur(( 

92ebu!abneaar 
(oergL Eefe!. 29, 
17 ff.). 



594-589 $fam« 
meti($ n. $(arao. 



588—570 ?^arao 
Uap^ra^t ($0' 
p^ra ber 8ibel, 
S^ried b. ®rie« 
($en). 



eolon (feit 594 
Slri^on) organi« 
ftert bie atl^enifc^e 
Staatdoerfaffung 



128 



ÜeetTtc^i üBer bie ®ef((i($ie bet SSraeliien. 



3ai|te 
0. ^^v. 



3 u b a. 



586 



Sflu^t bed 9ie{le8 nad^ Set^Ieüem 
9u unb iro4 Seremtod Xdna^nung 
nadf ftwpten (3er. 42, 1—43, 7). 
Setemia tDa^rfd^. bolb barauf in 
Äg9pten geflorben (nad^ ber 6age 
§u S^J^ol^patK^ed oon ben Suben 
fleflctnigt). 



561 



@oiI SRecoba^ Begnobigt Sojac^im 
nad^ fofl STjft^t. ®efängnid (2 lt. 
25, 27 ff.). 



(Sin 2;eil bet (Ssulanten oerfftfft in 
8aB9lonien bem ©d^enbien^ (oetgL 
r^on $ef. 14, 3 ff. 20, 32), 3cr. 
10, 1. 3ef. 65, 1. 



(Sntfiel^ung bet 

idtaeltt SittetO' 

tutben!mft(et. 



[3er.48,8-44,30.] 

573:9lBf(4tu«bed 
JBuc^ed ^feKel« 
(nur 29, 17 ff. 
!ßa((tra09on571). 

S)ie Itlogetieber. 

Serbinbung ber 
9Betdfagttngen3e« 
remiad mit ben 
Srsft^Iungen über 
il^n (oben in [ ]) 
aunt liBu((e 3ere- 
mia (bur4 9a« 
rud^?). 



(Sntfleliung bed 
ie^igen 5. Suc^d 
SRofe burd^ bie 
beuteronomifHfc^e 
9ieba!tion (Dt), 
no§( gleid^seitig 
mitberSerf((me(« 
aung von JE (im 
9entateu4 u. 3o« 
fua) mit D, fon>ie 
berbeuteronomift. 

9Uba!tion bed 
9ii4terbud^g (Bi) 
u. ber 8b. 6am. 
(Dt) u. itönige 
(Dt*) p einem 
großen ®ef ((id^t9' 
werf. 

Retn bed »$ei(ig« 
teiidgefe^ed' (in 
3. SKof. 17—26). 



®Iei($aeiaged im 

8ab9tonifd^en 

Steige. 



®Ieid»Seitiged in 
fCgppien }c 



568SeIbaüg9lebu« 
fabnegard gegen 
9mafiS o. ftgpp' 
ten. 



561-^ Qbil 
SRerobac^. 



559—56 S^ergttl 

Gareser (9teti« 
gttffttr). 



558 S9ru8, Bo^n 
Itomb^fed I., M' 
nig 0. Verften. 



555-539 9{abO' 
neb, fetter Itdnig 
ber Sl^albder. 

552 Sfinbni« ^a* 
bonebiSmitItrdfuiS 
0. Spbien. 

550 S^rud erobert 
(Sfbatma; (Snbe 



570 Xmafld neben 
$op^ra. 



564—526 99arao 
SCmofU, gefiattet 
Suerfi eine grie« 
d^ifd^e Xnfiebe« 
(ttng(gu9laufratid 
unterl^alb Said). 
SReflauration ber 
alten ttultt; ar< 
4aifferenbe5tun{t. 



Xmafid im 9unbe 
mit Slaboneb unb 
Itrdfud gegen (S/q* 
ruS. 



Überfi^t fi^er bie (Bff^i^ii ber Sdroeliten. 



129 




3a§re 



0. 



(MfÜe^ung ber 

idraelH. Sittera- 

tutbenfmäler. 



®(ei((aeiti0e9 int 
9ab9(onif(l^ u. 
9erfif((en Steige. 



®(ei($Seitige8 in 



538 



520 



516 



2)a8 ®bi!t bed S^rud geflaitet ben 
Suben bie M^x. 

@rfte 9tfi(ffül^ntng oon 423603uben 
nebfi 7537 iBei^eigenen burd^ ben 
S^aoibiben Setubobel u. ben $rie- 
fiet Sofua ((Sit. 2. 9le4. 7, 6 ff.). 

(Srrid^tung bed Oranbopfemliord. 
S)ie Gamatiianer, oon ber 8e- 
teiftgung am Xempelbou jurfidge' 
liefen, l^interireiben ben %tmptU 
hm bei Seb^ten bed (^^mi u. 
5tamb9fe9 ((Sldr. 4, 1—5. 24). 



(Srrid^tung bed ^ol^enpriefiertumd 
(Sofua erfi oon ^aggoi unb 6a« 
d^aria M ^ol^erpr. bezeugt. 



kräftige S^berung bed 3:empelbaud 
auf Betrieb ber ^ropl^etcn Bc^ 
4aria unb ^aggai. CSmeute 615« 
rungen oon ^ariud auf (Brunb be< 
(Sbüt« bed @9rud befeitigi (<i^r. 
5, 1—6, 14). 

®inn>ei4ung be9 smeiten SempeliS 
((g«r. 6, 15ff.)L . 



3ef. 40—62. 

3ef. 21, 1-10? 
13, 1—14, 28. St. 

34 f. 



3ef. 63-66. 
Sepi. 3, Uff. 



$aggai (@epi bis 

3)e€. 520). 
6a<4arj[a 1, Iff. 
(520); 1, 7-6, 15 
(519);Ä.7f.(518)L 



Um 500 SCbfoffung 
M eig. ^riefler« 
fobes (P) in 8a- 
betonten. 



bed mebifc^en 



546 ed^Ioiibt M @arbed; ltr({fuS u. 
bie ftgiiptif^en ^ilfi^truppen oon 
@9rttd beTtegt @nbe bed (9b. Sfiei^g. 

538 Angriff (S9« 
rud' auf 8abe( u. 
6ieg bei Sfiutum; 
9{aboneb gefan- 
gen, 8aber (n>o 
l^dc^fhoal^rf ((. 9ta* 
bonebft6o|n8et« 
faaar ^tomman- 
bant) erobert. 

538—529 €9rud, 
^dnig 0. '^erfien. 



529-^22 Rom* 
bpfed, 5tdnig oon 
Werften. 



521-486 S)ariug 
I.$9dta8pi«,na(l^ 
ber XBtung beS 
3RagieriS®attmata 
Itdnig 0. ^^erflen. 

2)arittd erobert 
badaufrü^rerif((e 
IBttbpIon. 



525ä[g9ptenburd^ 
bie @4Ia4t b^ 

^elufHim oon 
ltomb9feft erobert, 
bleib tperflf($e@a' 
trapie biiS 332. 



Stan%]^, Vltef Xeftament. 



9eginn bed 9luf< 
fianb< ber !(ein< 

aflatifc^en 
(0rie((en gegen 
2)ariud. 

9 



130 



Ü6erf^t fibet bie (Sefd^^ie htx 3«cae(Uen. 




458 



445 



444 



3){e SubOer von ben ^ktmatitanetn 
l^i a^er^ed oedlagt (<Mr. 4, 6). 



3)er $rie1ler unb Gd^tiftgelel^rie 
(Sdra fül^ri mit 9$oIIma4ten XriO' 
j^erseS' L ca. 1500 SubAer unb 
Senjamtniten surütf ((Sdr. 7 u. 8> 



SHe unbarm^aidc £dfung aUex 
gemifc^ten ^en ((Sdt. 9 u. 10) 
bringt ber {üb. Itolonie fd^ioere 
innere genoürfniffe unb geinbfeUg' 
feiten ber Stac^bam, luk^t (»ie 
au« ®dr.4, 7 ff. 92e§. 1 8U erf d^Iielen) 
bie Serfldrung ber aRauem Seru« 
foIentS. 

fUt^tmxa, aRunbf^en! XriaserseS L 
8u @ufa, wirb mit Idniglid^en SoO« 
matten al& Statthafter nac^ 3e« 
rufalem gefanbt, ooHenbet tro4 ber 
gfeinbfd^aft eanbaKat«, SobiaiS, 
Oef emd u. a. in 52 Za^ta bie ffttUß 
befefUgung Sentfalemft (9le|. 2, 
1-7, 3). 

Serdffentli^ung bed oon (5dra oud 
beut (SsU mitgebrad^ten «(Befet* 
bud^ed SRofed' (b. i. beS bur($ 
onberc Stade erweiterten ^riefler« 
tohti). gfeier beft Soubl^ilttenfefied 
nad^ brm neuen ®efe4 unb Qer' 
pflid^tung auf baftfelbe mit Unter« 
f(5rift (9le5. 7, 78b— 10, 40). 



geierlid^e ^inwei^ung ber neuen 
aRauem (9le^. 12, 31 ff.). 



Olntfle^ung ber 

i<rae(ii £iitera- 

turbenfmftler. 



SRakac^i. 

Xeitoeife Ser« 
fc^metsung beft 
$riefter!obes mit 
bem ^eiligleitd- 
gefet. 



®it\^iüi\%H im 
^erfif^en Steige. 



^ie aram&ifc^e 
DueIKenf4rift(Q») 
in (Hxa 4—6. 



3)ad 8uili 9htt4. 



ftftefieGammlung 
gotteftbien^li((er 
aicber(?f.8-41). 



2)en!f($rift ®firaiS 
(E)in(Sldr.u.9{e4. 



485-65 XerseS 
(Xd^afd^oerofd^ber 
»ibef). 



®leid»)eitige» in 
Sg^pten )c 



465-424 Xrta« 

SerseiS I. Songi* 

manuS (in ber 

»ibet Xrtal^- 

fofiW. 



9Sad^fenber (Sin» 
fluf frember (nam. 
gried^if^er) Sölb- 
ner im perfifc^en 
^eere. 



490 ec^tad^t bei 
SRarat^on. 



480 ed^Iad^t fm 
ben 2:^ermop9(en 
unb Seefd^lac^t 
bei 6a(ami9. 



Xtt non ben St« 
h^ttn unb einer 
atl^enifcben ^tte 
unterftütte Xuf« 
ftanb ber tgppter 
(feit 462) gegen bie 
Werfer »irb ornn 
Satrapen SRega* 
b9)Ud nieberge« 
fd^Iagen. 

Seit ber ^ö^ftsn 
»(fite ber Xi^U 
tunfi, ^(afti! unb 
SRalerei 8U 9t§en. 



ÜberMt fito bie eefd^ic^te bet SStaeUien. 



131 



3a§re 
9. ®l^v* 




<Sitifile(ung ber 

iftcoeßi Sitteta« 

tuYbenfmftlet. 



®(ei($9eitiged im 

$erf. tt. SRafebO' 

nifc^en ffin^e. 



®(ei((seitigei^ in 



432 



332 



320 



314 
312 

311 
301 



9{e^iad stoeiter Sufent^olt in 
3€rufalem. KbfteSung Don aSertei 
SRifibrttud^en (9t^. 13, 4 ff.). 8et- 
treibung bed ^d^niegecfol^nefi San« 
boOatd; na^ 9le§. 13, 28 i^ ber 
Vertriebene ein @ol^n gojabaiS, 
€n!e( beS $o§en|)r. (SQafib, itatb 
Sofepl^ud (Slltert. 11, 7, 2 u. 8, 
2 fif.) nrenlel (EQafibd, 9lantend 
aXona^e. 

Um 400: 2)er ^ol^epr. Sol^onon 
ermorbet im Ztmptl feinen Sruber 
Sofua; sur Strafe legt ber perf. 
Statthalter eine §ol^e SIbgabe auf 
bie t&glic^en SammeAopfer (9of. 
»tert 11, 7, 1). 

Hm 350 oiele Suben nad^ S^i^u 
fanien »eggefül^rt, »al^rfci^einli^ 
»egen Seteiligund an einem Sluf« 
fianb gegen bie $erfer. 



2)te Suben unterwerfen flii^ Sde« 
sanber bem ®r.; ^ai&ftina unter 
mafebonifd^en Statthaltern. 



Onia I. ^o^erpriefler. 



$toIemäu8 Sagi überrumpelt 3eru« 
falem. Begfflbrung oieler Suben 
na4 fk099ten. 

Xntigonud erobert $a(ftfHna. 

$toIemAttiS Sogt buril^ bie ^t^loi^i 
von Oaja ^err bed SonbeS. 

$alä{lina »ieber unter SlntigonuS. 

$o(ftjHna infolge ber S^lad^t bei 
3pfu8 »ieber unter $ioIemftu8. 
Olüteaeit unter ber milben $err» 
fc^aft ber ^tolemiier. 



Dbabja? (auf 
®runb eined ftl« 
teren Drafeld [fß. 
1—9]). 



S)enrf(4rift fH^e» 
mxa» (N) im Ouc^e 
SZel^emia. 
Um400:«bfd^Iu| 
bed $entateu4 
bur(( Serfd^meU 
aung9onJE,D,P. 

S^Iuftrebaftion 
beiS »u^d ber 
Sprüche. 

3oe(? 

3ona? 

(Snbeberperfif^en 
3eit: Sammlung 
beS 2. u. 3. Sud^d 
ber $fa(men. 

^iob? 

^ol^edlieb? 

3cf. 24-27? 

XaerteiBufftteau 
ben älteren $ro» 
pl^eten« 



$fa(men ber 
gried^. 3eit. 

S)ad ^^i^i»r 
xottt beS (S^ros 
niflen ((SliBro — 
9le5. — e^ronifa). 
Sa^arja 9—14? 



431—404 $el0' 
ponneftfd^eritrieg 
9Birffam!eit bed 
SofrateäsuXtl^en. 



423-404 3)ariud 
II. 9lot§ud, leönig 
0. ^erfien. 

404—359 «rtoj. 
II. aXnemon. 



SBirffamleit 
$(atod 9u Sltben. 



359-538 «rtaj. 
m. Dc^ug. 

336-^331 3)ariug 
HL Sobomannud, 
unterliegt Slles. 
b. ®r. 



(Srbauung bed fa« 
maritanifc^en 

2;empeig auf bem 
®ari3im na(( 

ftbemo^me beS 

ißentateud^ oon 

ben 3uben. 



323 ille;. b. ®r. 
t au Sobplon. 
^erbillaft Sleid^d- 
oermefer (f 321). 

Sefiftnbige 
It&mpfe ber ^ia* 
bödmen. 



323—285 9tole« 
mftug I. Sagi, 9e« 
grfinber ber 9)9« 
naftieberSagiben 
au SEIesanbrio. 



8egtnnberSeIeu' 
übenl^errfd^aft in 
Serien u. ^db^* 
lonien mit Seien« 
htd L 9lieator 
(312—280). 



(3n3talien5tnege 
ber Stömer mit 
ben Samnitem 
343-290.) 



9» 



132 



ftaevMt ütor bie Ocfd^ld^ bet SScoeliten. 



Saläre 
0. (S^r. 



t 

) 



264 Md 

248 



248 



218 



217 



3 u b a. 



Erneute It&mpfe um $a(AfHtta 
)i9tf4en bem f^rifd^en unb ft^^pt 

9{evm&§Iung Xntioc^ud n mit Oe* 
reitice, bet Xo^Ut bed $toIemftu8 
$§i(abe(p^ttd (S)an. 11, 6). 

92eue Itämpfe an'ift^ $to(e- 
ntftud in. (SuergeteS unb GeleufuiS 
^taffinifttd (S)an. 11, 7 ff.). 



202 
200 

198 
197 



SCnHoc^uS m. ber ®x. befe^t 
^aUfüna, loirb aber but($ bie 

^dfla^t bei 9la)>l^ia oon $to(e« 
miSaa TV. ^l^iCopator sunt 9iüc!8Ug 
senötigt (9)an. 11, 10 ff.). 



idroelit Siitera- 
tttrbenfmäler. 



$aUt1Hna von Slntiod^ttd m., 

von @!opad, bem gfelbl^eirm $tO' 
(emdu9 y. (Spipl^aneS, 

abermals oon Xntiod^ud m. er« 
obert (2)aiu 11, 13 ff.). 

Viitiod^ud' in. %o(iUx Itleopaira 
{mit $to(emdud V. oerlobt (2)an. 
11, 17). 

^tßamftina bleibt unter f^nfc^er 
(feleutibif^er) «errfc^oft. 



^rebiger? 
ftberfe^ung beS 
$etttateu(b ind 
@(rted|if(be (nacb 

festerer ^bel 
burd» 70 [eig. 72] 
S)olmetf(ll^er); ba* 
mit ifi ber ®runb 
gelegt jur fogcn. 

ale^anbrinifd^en 
Überfe^ung ober 
@eptuaginta. 

Um bie SRitte bed 

3.9a(^rl^.Xbf(bluB 
M 2. 2:eil8 bed 
^ebr. ItanonS, ber 
nebilm ober ^ro« 
Poeten. 



®lei($)eitiged im 
S^rif^enSleid^u. 
in ®rie(benlanb. 



280 u. 279 (Sin« 
f eme ber iSaSier 
in SRalebonien u. 
* dried^enlonb. 
Sl^re überrefle 
»erben 6dlbner 
bed ItdntgS oon 
8itl^9nien u. be* 
oöQtem bann bie 
nachmalige £anb' 
f(baft ©alatien. 



OKeid^^eitigeS in 
Ägypten }c 



Xntioibud IIL b. 
®r. 3n ©riechen« 
lanb SBlfiteseit beS 

fttolif^en 

9unbeiS; Itampf 

beffelben mit bem 

280 erneuerten 

a(bSif(i&en 9unb. 



196 ^lamininuS 

oer!ünbet ben 
©riechen bei ben 

ifÜ^ifd^en 
Spielen bie gfrei« 
beit. 

187—175 6eleu« 
fttd lY. 94ilopa« 
tor, oon ^eliobor 
ermorbet. 



285-246 Vtole* 
mdud IL $§ila« 
belpbttS. Unter 
il^ fc^reibt ber 
^riefterSRanetbod 
oonGebenn^toSd 
8b. ftgpptif^et 
®ef4i4te(na431 
2)9nia{Hen georb< 
net). 



246—221 ^tole« 
mäud m. (Suer« 
geted. 

221-204 Vtole^ 
mftu« IV. ^bilO' 
pator. 



204-181 «ptole^ 
mftud Y. (Spi* 

(Seit ca. 280) 

»Iflteaeit ber 

alesanbrinifcben 

®ele$rfam!eit(ber 

ff®rammati!er' u. 

©loffatoren). 



Üfwc^^t übn bie OteW^ie ber SdraeUteiu 



133 



0. (S^r. 




törodtt. «utero« 
turbenimäler. 



(Sleid^SdÜgeft im 
Gprifd^Stetc^u. 
in (9rie((en(anb. 



©lei^aeitiged in 



176 6eleufud IV. ^I^ilop., oon bem iflb. 
2empe(oorfle(er Sinum (oud ^a( 
gegen ben ^o^enpriefier DnioS m.) 
oufgeßac^It, trad^tet oergeblid^, ftd^ 
bur(( ^eliobor ber Sempelf^ä^e 
in Serufalem 9U Bem&c^tigen (2)an. 
11,20). 

175 Slntiod^ud IV. (Xan. 11, 21-45) 
beginnt mit ber gevaltfamen ^tU 
lenifterung SubSoS. S)er ^o^e* 
priefter Oniod m., boft $aupt ber 
ftrenggefetlic^en Partei (ber char 
Bidim, b. i. gfrommen), muB ftuf 
9lntii>4u«' »efel^I feinem »ruber 
3afon (eig. Sefud), bem ^oupt ber 
grted^ifd^ ©eftnnten «eichen. 

171 Safon von TtenOmü, bem äRörber 
OnicA lU., oerbrängt. 

170 Sofrni überrumfielt 3enifa(em; 
Slntiod^ud, oud ^g^pten aurtt(^ 
fe^enb, nimmt (169) blutige Städte 
an ben Semo^nem unb piflnbert 
ben Tempel. 

168 9ntiod^ud betreibt mit J^b^fter 
®raufmn!eit bie Sludrottung ber 
iflb. Sfteligion u. eitte (@abbatdf eier, 
8ef((neibung unb 8efl4 be« ®efe(' 
buc^d bei Xobedfirafe verboten), 
^ieberreifung ber aRmiem Sern« 
falemS, f^rifc^e 8efa|ung in ber 
ftor! befeftigten 8urg. (Srawingung 
^eibnifii^er Opfer in oOen €t&bten 
SubttoS. 

3m ^a- I^ (Srri((tung eines 
Xltard bed olpmpifd^en S^^f ^^ 
nunmehr ber Xtmpü gemeint, auf 
bem Sranbopferoltor 8U Serufalem 
(,baiB oenoüfünbe 6(^eufa(' Xan. 
11, 3L 12, 11)l 

167 ^er ^riefler 9Rattl^atiad au SRobein 
Qett et-Med^e, dfU. oon Spbba) 
tbtet einen Beamten bed Xntiod^uS 
unb organiftert mit feinen fflnf 



Um ISOSIbfaffung 
ber äBeiS^eit 3e« 
fud Gira($d (eig. 
3., &o^n 6ira'd) 
in ^r. Sprache. 



175-164 «ntio. 
c^ud IV. (Spipl^a- 
ned, ber Reiniger 
ber 3uben. 



IDer 3. malebon. 
Itrieg ber 9Uhner 
gegen ^^ilippin. 



181-146 $toIe- 
mfttt« VL ^j^ilo- 
metor, vertraute 
naii 3ofepli c. 
Apion. 2, 5 fein 
ganaed 9iei4 ben 
3uben an. 9)ie 
3uben DniaS u. 
2)ofUl^eu8 befeh- 
ligten baS ftg9pt. 
$eer. 



170—164 regiert 
Vtolemftud Ul. 
gemetnfom mit 
feinem (nad^l^er 
aud Sg^pten oer« 
brftngten) Sruber 
^tolemäud (Vll.) 



134 



flberMt Übn bie &tW^U bev Sdvoelttm. 



0. (S^t. 



166 



165 



164 



163 



162 



161 



3 u b a. 



(j^tfie^ung bec 

iSroelit Bittero« 

tutbenfmftlet. 



@(ei($)eiHged 
im Gi^ttf^en 



©(einseitige» in 



161 bis 
143 



153 



Sdl^nen ben 9uf{ianb. S^^l^^^^ung 
ber (eibti. SUtäte, 2:dtuno ber ab' 
trümtigen Suben^ 

äRott^oHag t- @ein 6o^n Suboi», 
ber »aRaRobder', f c^Iftgt »ieber^ott 
fprif^e 9^n)l^etten (SorgioiS bei 
^mmoud, 165 £9flaS bei 8ei( 3ur) 
unb befeti 3erufa(em (au^et bev 
öutg). 

S)ea. ^eietlic^e (SintDeibung bed 
toieber gereinigten Xempeld. 

Siegreiche 3^0^ bed 3ubag in bie 
benaibbarien Sftnber. 

S^fiod fd^lägt bie SRaÜobfter bei 
Setb'Gacbarja fdb(. von Serufolem; 
Belagerung bed 3i^* 



Si^fiad genftbtt ben Suben freie 
SüetigionSübung. 

2>emetriuS L ernennt XlYimuS, bad 
$aitpt ber J^eHenifi. ^rtei §unt 
^ol^enpriefier. Itftntpfe anifd^en 
SQKmud u. SuboS. Be^terer fcblttgt 
9K!anor, ben gfelbl^erm bed 2)eme' 
triud, bei Kap^ar'Salama u. ooS« 
fiftnbig 

bei8etbboron(9H!anort). S^ertrag 
Subod' mit ben 9i&mttn. Subad f 
in ber ungUitfticben &^la^t gegen 
SDemetriud' gfelbberm 8a!d|ibe8. 
$errf(baft ber grietb. Partei unter 
b. ^ol^enpriefier XI!imud. 

Sonat^an, SubaiS' 8ruber, er« 
{JHnpft äümmd^ ber maüab. Partei 
bad Übergenicbt, befe^t, 

oon S)emetriud umworben, Serufa« 
(em, »irb von 9lles. 8ala< ^um 
^o^enpr. ernannt u. mit $urpur 
u. 3)iobem belehnt. 8efeitigung 
ber griecb* Partei. 



2)ad 9ud| 2)anie( 
(»obl im San. 
164; nacb anberen 
@nbe 165). 



164 XntiocbttS Y 
(SuiMitor. £9ftaiS 

Sormunb unb 
Steid^dDemefer« 



162—150 S>eme> 
triud L (6oter), 
(ftlt «ntiO(buS V. 
u. SpfiaS ermor« 
ben. 



3)aS 9u(b @jl^er? 



153 a^Ies. »ala«, 
^rfttenbent gegen 
2)emetriu<. 



150 3)emetriuS 
fftUt gegen Xle;. 
8a(ad. 



3)er itud 3eruf. 
ent|lobene$rie{ier 
Onia grünbet su 
)Beont»poIid unter 
SerufimgaufSef. 
19, 17 ff. einen 
iüb. ZempeC (ItuU 
tud in bemfelben 
bis 73 n. <S§r.). 



Ü6eirfl4i fibet bie Okf^i^te her SiStaeliten. 



135 



da^re 



0. 




(Snifiel^ung bet 

idraelti. £iitertt« 

ttt¥ben!m&(er. 



. ®Iei($8eitige« 

im S^rifc^en 

Steige. 



^(et^iettiged in 



145 



142 

142 bis 
185 



141 



ia9 



135 



185 m 
105 



128 



108? 

105 M 
104 

104 bis 

78 



Sonaten, hx^tx ^arteigttnger be9 
Sites. BaM, etiro^t oon IDeme* 
ttittd IL S^ergtö^ening feines (Sk' 
bietö u. steuerfreist, ge^t bann 
bo4 3u %v^p^o über (f. ^oC mX 
wirb ober oon i^m in ^tolemais 
gefangen genommen it. fpftter er« 
morbet 

Simon, Sonoi^anS Sruber, 
ftol^e i yi iejl cr u. Sfürft, erCangt oon 
SDemetriud bie llnerfemtung ber 
eelbttbibigleit SiibAad (142 be- 
ginnt bie S^tv^nung no^ So^vtn 
Simons). 

Tlüi 142 (Einaug Simoni in bie 

von ben Syrern übergebene 8urg 
oon derufalem. 

Simon bunb SoüSbefc^Iul erb« 
Hd^er ^o^erpr., gfelb^err u* 8o(l0« 
fttr^ (2)9nafHe ber ^oSmonfter), 

oon ben Stbmem anerfonnt. 



oon feinem Sd|n)iegerfo§n ^tofe' 
mfittS ermorbet 

So^. $9r!anuS L, Sol^n Simons 
unierliegt SCntiod^uS Vn. SibeteS, 
erobert ober unter bem fd^toadlen 
^emetrittS IL feit 

einen Xeil ber umliegenben £&nber 
u. s»in0t bie Sbumäer sur 9e« 
fd^neibung. 9ubda oon Svrien 
odKig unab^Angig. 

Um 120 unterwirft Sol^. ^prfanuS 
bie Samaritaner u. aerfibrt i^ren 
Tempel auf bem ^ktriaim« 

(Eroberung u. S^tfttrungSamariaS. 

Xri^bul L, So^ beS Sol^. $9r!., 
^ol^erpriefter unb Itönig. 

9Ies. SamtttuS, iBruber VriflobuIS, 
Itbnig. 



Um 150 bie 5 
9fl(ber beS 3afon 
oon Stiftent übet 
bie malfabftifd^en 
5tftmpfe (barauS 
im 1. 3a^r§. n. 
a^t, baS 2. »udi 
ber S^aÜobfier 
e(cerpiert). 



Sammbmg beS 4. 
u. 5. fßu^ ber 

$falmen unb Xb« 
f(blu| beS Sfa(' 
terS. 



?3)aS)eui|3ubit( 
(urfpr. I^ebrftifct). 
Um 180 Überfei- 
ung ber Sprüche 
3efuS Sirad^S inS 
(Sried^ifd^e buri^ 
ben(Snfe(beSSer« 
fafferS. 



Um 90 baS 1. 
9ttd) ber aHaüo- 
bSer. Segen (SInbe 
beS Sa^rl». bie 
^äBeiS^t Sa(o« 
moS". 



147 ^emetriuS n. 
(Segenfönig, 145 
5t9nig. ©egenil^n 
balb Slntiod^S 
(VI), Sobn beS 
SCIes« 8a(aS, oon 
f. Sormunb Sr^« 
pl^o atS (Segen- 
fönig aufgefteOi 

%V9p^o nad^ (Sr- 
morbung Xntio« 
d^uS' YL «egen- 
fbnig gegen 9)e- 
metriuS. 



188-128 «nHo- 
4uS vn. SibeteS. 



S)emetrittS IL 
nod^molS Itdnig« 

124-118 unb 
111-96 Xntio- 
diuSYin.0r9poS, 
ntbtn i(m 118— 
95 «ntiod^uS IX. 
5?9Si!enuS. 



146—117 $toIe< 
mftttS vn. fßbpd' 
Ion (oergL o. S. 
188X na^ Sofepb- 
c. Apion. II, 5 

S^erfolger ber 
Suben (im fog. 8. 

SRalftibfterbucb 
»irbbiefelbeXl^at 
^tolem. IV. au- 
gefc^rieben). 



SSBie (ei anbeten SSöIlem i{it auc^ in l^drael ber älteften Sitteraturpeciobe eine 3^ bed 
SingeniS unb Sagend t^otMigegongen. Sie SBebingungen^ an bie )u aller 3^^ ^^ Sntfld^ung 
einer eigentlichen Sitteratur gdMipft ift — obenan bie weite Serbveiüing bexJhtnffc bed @d^rei* 
ben9 unbSefeniS, @e^l^aftigleit unb verl^SItnidma^ige 9EBol^Ifal^rt bed Solid — , waren für 
Sdrael frül^efiend gegen Snbe ber fogenannten SKc^terjeit oori^anben, nic^t aber raS^renb bed 
SBttflenjugd ober in ber 3^^ bed beflänbigen Stingend ber @tSmme um iJftt (^{ieiq nac^ ber 
Sinwanberung in ftanaan. 

Damit ift jeboc^ ein eifriged Gingen unb Sagen für jene frül^ere 3^t nid^t oudgefc^Ioffen. 
9EBeI(|em Snl^alt ed gegolten l^at, lonn immer nur aud ber nochmaligen Sitterat ur, unb 
graar auf boppeltem SBege^ erfd^loffen merben: einmal oud ben nad^traglic^en wörtlichen 
Slu^eic^nungen ber Stefte alter SoRdbic^tung, wie fte entweber bem 93olIdmunb ober bem 
SRunbe berufdmS^iger Sänger gu entnel^men waren, anberfeitd oud ben freien Um^» unb äbtd« 
geßaltungen alter Sieber unb Sagen^ wie fte und gleic^faKd in ber nachmaligen Sitteratur er» 
galten ftnb. 

SEBad mm bie erjlgenannte Xrt, bie wörtlichen Stufgeic^nungen alter SSolIdbic^tung, bt^ 
trifft, fo beft^en wir minbeflend gwei audbrücRic^e 3^0nifICf ^^^ ntan in Sdrael frül^geitig 
auf bie Sammlung fold^er Überrefie bebac^t war. 4 9lof. 21, 14 wirb bad ,,9ud^ ber firiege 
Sal^ed" ald DueKe für ein bort mitgeteilted, fibrigend fel^ bunlled Sieberfragment citiert 
SEBol^rfc^einlid^ ifl bemfelben 9uc^e aud^ bad Xriump^lieb ber „Sprud^bic^ter" auf bie Stieber« 
läge ber SRoabiter 21, 27 ff. entnommen ; oieUeici^t aud^ bad fogenannte Srunnenlieb (93. 17 f.) 
unb einige anbere ^agmente, wie bie ©runblage oon 2 üRof. 15, 1 ff. unb bad Sieb SRiriamd, 
oon bem 2 9Rof. 15, 21 nur ber 9lnfang mitgeteilt fc^t. Sllle biefe Spuren weifen auf 
eine Sammlung oon Siebem gur SSerl^errlic^ung ber tapferen Xl^aten bed SSoKd, oor cüetti 
aber Sal^wed ald bed Jtriegdgotted unb eigentli^en ^eerffi^rerd in ben ftSmpf en, bie gur ®r« 
oberung unb 9e|auptung bed von il^m verliehenen Sanbed gu befleißen waren. 3n'ciinal wirb 
eine anbere Sammbmg erwS^nt, „bad 9ud^ ber Slec^tfd^affenen" (wörtlich : r,bed 9l.")- ^^ 
eigentlid^e Sebeutung biefed Stiteld ifl flreitig ; wal^rfc^einlid^ foKen bamit Steber auf tapfere 
unb fromme ®liä)er bed SSolId bqeic^net werben. S)a^ ed ftc^ abermald um eine Sieb er « 
f ammlung l^anbelt, wirb burd^ bie beiben Srwäl^nungen gweifellod: 3of. 10, 12 f. wirb ed 
ald Duelle für gwei SSerfe citiert, in benen ^^a ben grttnblic^en Sieg l^droeld ober bie 
Slmoriter oerl^errlic^t, 2 Sam. 1, 18 ald DueOe ffir bad Xrouerlieb S^aoibd auf Saul unb 
Sonatl^on. Se^^tered Seifpiel geigt, ba| bie Sammlung nid^t blo^ Solldpoefie, fonbem auc^ 
Aunßpoefte enthielt, unb gwar aus einer 3^^, in ber bereitd ber ®runb gu einer eigentlichen 
Sitteratur gelegt war. ^a, wenn bie SSermutung richtig fein foKte, ba^ im urfprfinglid^ 



X6n| bor e^^i^tt M altteßamentli^en e^nftiitiiid. 137 

Zect x>on 1 itön. 8, 13 (oetgl. @. 28 ber testfritifd^en (Erläuterungen) nic^t bad »Sieberbud^", 
fonbem M^ 9u(^ ber Sted^tfd^offenen" ctttert tocx, fo Irninte bie Sammlung frü^eßen« in 
ber 3ett Solomod tieranftoltet fein. 

Ae^ren mir gu ben fi&erreften ber nod^glic^ aufgejeic^neten Solldpoejte }urfld(, fo ift 
ed eine nid^t genug ju bellagenbe X^a(^, ba^ und oon i^ nur fo menige, gum S^eil arg 
ent^te unb ft^er gu beutenbe 2:rfimmer erhalten finb. Sa^ ed fo ift, morb burc^ einen 
bopfielten Umftonb oerfd^et S)ie äUeften {ufammenl^ängenben S)arfteIIungen ber Solfö« 
gefd^id^te fonnten nod^ auf jene Sammlungen alter Sieber als jebermann }ugängli(^ oermeifen. 
(Ein iuijed Gitot genfigte, um an ben gangen (etreffenben Sbfc^itt bed Sieberbud^d gu er* 
innem. Sogu lommt nod^ ein anbered, bad man ffir bad SSerftänbnid ber altteftamentlic^en 
Sitteratur nid^t nad^brfidtlic^ genug betonen lann. Sie SKfaffung unb noüenbi^ bie fc^Iie^Iid^e 
Sammlung unb itononifterung biefer Sitterotur ift fo gut mie audf(^Iie|Iid^ unter bem reli« 
giöfen (Seftd^tiSpunlt, in religiöfem Sntereffe erfolgt. 9Bad SSunber, ba^ man in ber ^aupt« 
fad^e alled Beifeite liejs, refp. nod^ bei ber Sd^Iu^rebaftion audmergte, mad lebiglid^ ber Se* 
fricbigung meltlid^ gerid^teter iSi^egierbe ober gar ber (Erregung ^fd^Iid^en Kationalbfinleld 
gu bienen fd^ien. 

Xuler ben bereit« «matten ^agmenten (2 SRof. 15, 1 ff. unb 21 ; 4 9Rof. 21, 14 f., 
17 f. unb 27 ff. 3of. 10, 12 f.) bürften ber oorlSniglid^en Seit no(^ folgenbe Srud^ftfitfe 
unb $eriIopen gugumeifen fein: 1) bad fogenannte Samec^dlieb (1 üRof. 4, 28 f.), mie ed 
fc^nt, ein alted SBoDdlieb, meU^d bem troftigen $od^en auf ben Seft^ oon SBaffen unb ber 
fteten Sereitf(^aft gu Blutiger Stacke XudbruÄ verleiben miU. ttBrigen« trägt bad breioerfige 
Siebc^en Bereit« aOe Jtenngeid^en ber ^eBröifd^en $oefie an jtc^ : genauen .^^raOeßdmu«'' ber 
Beiben ^cUften eined jd^en Serfe«, fd^ngooOe, r^ptl^mifc^e Siebe unb ben ®eBraudi Befon« 
berer, ber 2>i(^terfpra^e eigentfimlid^er ffiSrter. — 2) 9>a« poetifd^e (oieUeid^t bem ,,9u(^e 
ber Ariege Sa^ed'' entftommenbe) ^agment 4 9Rof. 10, 35 f. ^r ba« l^o^e Sllter biefer 
SSerfe fpric^t beutlic^ bie Xrt, in meld^er l^ier oon ber ^eiligen Sabe bie Stebe ift ald einer 
Sfirgfc^aft, um nic^t gu fagen: einer Steprftfentation ber perfSnlid^ ©egenmart 3<^toe«, — 
eine Suffaffung, ffir bie un« nod^ weitere alte B^g^^ff^ Begegnen merben. — 8) 2>a« poetifd^e 
^agment 2 9Rof. 17, 16 ; oon il^m mirb fpftter nod^mal« bie Stebe fein. — 4) 2>a« fogenannte 
S)eBoraIieb (9tid^t 5, 2 ff.)- 

9Rag aud^ bie Verleitung bief e« Siebe« oon 2)eBora felBft (SB. 1 — neBen Sarai !) nur 
auf ber irrtümlich Sf^ung von 9S. 7 (,,Bi« ic^ aufftanb" u. f. m.) Berui^, in äßal^rl^eit 
aBer burc^ bie Xnrebe an S)eBora in 8. 12 au«gefd^Iof[en fein, — ba« ffcA noc^ niemanb ge- 
leugnet, ba^ un« ^ier eine mit ben Sreigniffen fc^ gleid^geitige, au« felBfkerleBten, nod^ frifd^en 
(Einbrüdten gefloffene SHc^tung oon unfc^S^^arem SEBert erhalten ift. XSerbing« ffat ber Xe;t, 
mie meifit in f olc^ ÜBerreften oxA ber oorlitterarif d^en $eriobe, f (^mer gelitten ; la, bie Serf e 
8 — 14 Bilben eigentlid^ nur nod^ einen Raufen oon rätfel^aften SCrfimmem. 3(Ber ba«, roai 
fieser gu oerftel^en i% Berechtigt boc^ ooKauf gu bem Urteil: ba« ift ma^^afte, gro^ $oefie 
unb lä^t un« a^en, mie oiele« nic^t minber Sebeutenbe fpurlo« für un« oerloren gegangen 
ift. Unenblid^ mid^ger aBer al« ber äft^fc^e SBSert be« Sieb« ift ber Hare SinBUdt, ben e« 
un« in bie gefd^id^tlid^ unb oor aSem bie religiSfen 3uftänbe jjene« fernen 3<i^^nbert« ge« 
mä^. aStr f c^auen in eine 3eit f d^erer S^rSngni« be« Solfe«, ba« auf 40 000 me^^ige, 
in ber Zl^t aber maffenlofe 9Rftnner (S. 8) oeranfc^lagt mirb. ^e Strafen finb oeröbet, 
meil niemanb feine« SeBen« fUfyfx ift (SB. 6), Bi« DeBora burd^ Begeifiemben Sprud^, 9aral 
burc$ Iü|ne X^at bie eigenen unb bie nSd^o^nenben Stämme gum 9efreittng«tam)>fe fort« 
reigot. 9tod^ ift e« offenBar eine ^^t ber 9Birrfa(e unb S^P^itterung. 9tur bie unmittelBar 
oon bem mäd^tigen Jlanaaniter Bebrol^ten nörblid^en Stämme unb il^re näc^flen SBenoanbten 
raffen fid^ gum ftampf e auf ; oon ^iuba ift Befremblid^enoeif e mit feinem SBorte bie Stebe. 



138 ^(MB het (Befi^i^ie beS alttefiatneittlii^ S^rifttum«. 

9(nberfeitö aber geigt bod^ bet $o^n über 9luben, ber ed nur }tt fd^toerm Überlegungen brad^te^ 
bann aber «orgog, bem Jtlonge ber ^irtenfUten ju {oufd^en, ba^ man ftd^ etgentlid^ eine« 
Sefferen 9on i^m ^fttte oerfel^en foDen, ba^ e« il^m $fltd^t geioefen wSre, ber Slot ber äSoR«« 
genoffen ju gebenlen. äBar er bod^ bun^ ein Saitb mit i^nen oerbunben, bad ftd^ flSrfer ^ätte 
ermeifen muffen^ aü irgenbtoeld^ menfd^Iid^e 9unb ober Sertrog, — bie Serd^rung bedfelben 
®otted. 3>em Siege feiner @ad^e galt ber Aampf ; il| m gebfll^ ber Sht^ bei^ erfoc^tenen 
@ieged (93. 2. 3. 31). $at er bod^ in feiner furd^tbaren ^RajeflSt ben Serg Sinai, feinen 
^eiligen SGBo^nft^, oerlaffen (93. 4 f.), um fid^ in $erfon auf bad @d^lad^tfelb ju begeben, unb 
feinen glud^ «erbient bie @tabt (93. 23), bie i^m, bem 93orIänipfer feined SoOS, „ni($t )u 
^ilfe lam unter ben ^Iben". 

®an} anberer ä(rt, aber ein gleid^faEd bd»eutfamei^ unb gweifellod ec^ted flhjeugni^ ber 
oorloniglid^ 3eit ift 5) bie ^abel ^ot^amd (9K($t. 9, 8 ff.). a)ie Jtunftform ber ^bel tritt 
und ^ier auf einer fold^en $ö^e unb mit einem fo feinen Sarfadmud burc^tränlt entgegen, 
ba^ fid^ abermals bie 93ermutung na^e legt, fie muffe ISngft }uoor eifrige ^ege erfal^ren l^aben. 

ans eine gmeite DueKe für bie (Ermittelung ber Überlieferungen aud ber oorlttterorifd^ 
^ßeriobe bed 93olfö begeid^neten mir bie Um« ober Sludgeflaltungen alter ®efd^id^ten unb Gagen, 
mie fte und — oielfad^ in boppelter ®e{}alt — in ber eigentlid^en Süteratur nod^ erl^alten ftnb. 
@d liegt in ber 9latur ber Sad^e, ba^ mir ua^ ^ter auf einem weit weniger {td^eren Soben be« 
wegen, ald oben. 3>ad l^ei^t: ed ift im einjebten $alle fc^mer gu fagen, meld^ 3ttge einer Sr* 
go^lung ber uralten Überlieferung, meld^ ber fpSteren äludgeßaltung, ia oielleid^t erffc fel^ 
fp&ter Steflesion entflammen. Smmer^in fel^lt ed nid^t gang an Jtenngeid^en, mdd^e bid gu 
einem gemiffen ®rab ein Urteil ermdglid^en. @o Hingt nid^t feiten in ben je|igen ^fa« 
ergä^lungen unoerlennbar bie einfüge poetifd^e @eftaltung bed Serid^td nad^ ®an) gmeifeOod 
ift bied in fallen, mo und bie poetifd^e Vorlage felbft nod^ erl|alten ifi, mie 2 9Rof. 14, 29 
neben 15, 8; 3of. 10, 13b neben 12b f.; Slid^t. 4, 17 ff. neben 5, 24 ff. Xber aa^ fonf} 
fel^lt ed nid^t an ©puren fold^er poetifd^ 93orlagen ; fo 2 9Rof . 14, 24 ff. bei ber 93emid^tung 
bed $^arao, 3of. 3, 16 beim StiOeflel^en bed Sorban, 6, 20 beim Sinfhtrg ber aRouem oon 
Serid^o burc^ Jtriegdgefd^rei unb Xrompetenfd^aE. SlnbermSrtd bürgt und ber 3ufammenllang 
mit uralten Überlieferungen anberer Sdlfer (1 9Rof. 4, 20 ff.), bie 93orfttl|rung unburd^ftd^« 
tiger ober fonfi oerfd^oDener 9{amen (9{aama 93. 24 !), gang befonberd au(^ bie Seimifd^ung 
eined mpt^ologifd^en Slementd (1 SRof. 6, 1 ff. 29, 10. 82, 25 ff.) für bad l^l^e SUter ber 
betreffenben @rgä^lung. Slid^t feiten liegt aud^ äinfnüpfung an uralte lolale Überlieferungen 
(fo 1 9Rof. 19) ober gefd^id^tlid^e Erinnerungen (fo 1 9Rof. 84, 25 ff., beflStigt burd^ 49, 5 ff.) 
oor. 92ad^ alld^em merben mir ben grS^ten S^eil bed oon ben alten DueOenf duften (f. u.) 
im $entateud^ unb ^ofua gebotenen @toffd auf Sted^ng t^tfüd^lid^er Überlieferung aud ber 
oorlitterarifd^en ^ßeriobe gu fe^en ^aben, mag aud^ bie enbgiltige Xudgeftaltung g. S. ber 
^ßatriard^energäl^lungen innerhalb eined feflen genealogifd^en ®9{iemd erffc ber $eriobe bed 
audgebilbeten @d^fttumd angel^dren. 

3um Sd^lu^ aber bürfen mir und ber 9eantmortung einer ^age nid^t entgiel^en, bie in 
mand^em Sefer longft aufgefKegen fein mirb. SEBie ^^t ed mit ben 3eugni{fen ^r oon 3Rofe 
felbft l^errü^renbe @(^riftbenlmäler? @inb nid^t eben biefe le^teren ald ®runblage unb älud« 
gangdpunit bed gefamten idraelitifd^ @d^rifttumd gu betrad^ten? 

3>a^ ber $entateud^ in feiner l^eutigen ©efialt m^er burc( eine überfd^ft ober Unter« 
f d^ft, nod^ fonftmo 9(nfprud^ ergebt, in feiner ®efamtl^eit für ein SBSerl 9Rofed gu gelten, barf 
^ier ald brfannt ooraudgefe^t »erben. Srffc in ber fpüteren nad^ecilifd^en ^^t, fo namentlid^ 
bei bem S^roniften, begegnen mir biefer Slnnal^me. Dagegen berid^tet ber ^tateud^ aüer« 
bingd an oier ©teilen, ba^ 3Rof e etmad gef d^rieben l^abe. 5 3tof. 81, 9. 24 berid^tet 
ber S>euteronomiIer, refp. ein im Seil lebenber SlAaltor bie älu^eid^nung bed beuteronomi* 



»Vit ha «efi^id^te bed alHeffaunentli^en Si^vifttumd. Ig9 

fd^ Sefe^ed, 4 SRof. 88, 2 ein nod^esUifd^er StdMiftoT bie %i^^xmti ber aSfifieitflationen 
btttd^ Slofe. S)a oBev ba« S)euteroiu)mi]itit nid^t x>ot bem {teienten ^ol^rl^unbevt entftanbm 
fein Imrn, 4 SRof. 38 l^dd^^al^c^etnKcl^ gu ben ifingfien Sefianbteilen bed fßentaieud^ gehört, 
fo muffen obige älngaben l^ter ouler Setrad^t bleiben. 

atnberer %xt Tnib bie beiben anbeven ©teilen. 3>er Si^&i^Iet oon 2 9Rof. 17, 14 ff. mujs 
bie outinrüdHid^e Itberliefentng (o6 im 8ud^e ber Jtriege 3<t^n)^?) oorgefunben l^aben, ba| 
9Rofe felbft bie Jtunbe oon bem Senat ber 9(maläiter unb mo^l aud^ ben 93. 16 angefül^rten 
Srol^fprud^ in ein 9ud^ (rid^tiger oieOeid^t nad^ 4 3Rof. 5, 28, too fid^ genau berfelBe 9(ud« 
brudf finbet, ,,auf ein Slott") gefd^eben l^obe. 6ber ben Umfang unb ben SSiortiout biefer 
«eretngelten Xu^eid^nung ift lAo^ näl^ered nid^t gu ermitteln. (SBenfo mu^ ber Sendet« 
erßatter «on 2 3Rof. 24, 4 ff. eine beffcimmte Überlieferung gdannt l^aben, ba^ SRofe feöft 
ein ,,Sud^ bed Sunbedgefe^eS" gefd^eben l^abe. Sine gong onbere ^age ift jd>od^, wie oiel 
und Don bem 993ortIaute biefed fogenamtten ,,8ttnbedbud^d" im l^eutigen $entateud^ erl^olten 
geblieben iß. Sloturgemä^ l^at man frül^er in erfler Sinie an bie ge^n ®ebote old bie ®runb« 
läge biefed »unbedbud^ g^cu^t, obfd^on i^re Xu^eid^nung 2 üRof. 24, 12. 34^ 1 nid^t 9Rofe, 
fonbem ®ott felbft gugefd^rieben wirb. Xber nel^men mir einmal an, ber 993ortlaut ber gel^n 
(Bebote lag im Sunbedbud^e 9Rof ed unb ooSenbd udlunblid^ auf ben beiben ©teintaf ein vüt : 
mie ifl ed bann gu ertlftren, ba^ gmei bei aller Übereinfümmung bod^ aud^ fo oerfd^iAene (Be« 
flaltungen ber gel^n ®ebote, mie 2 SRof . 20 unb 5 9Rof . 5, entfielen lonnten ? Sin giemlid^ 
freiem ®ebaren mit bem Urtext, namentlid^ im Sereid^e ber erften Xafel, mftre jebenfaDd gugu^« 
gefle^. 3lo^ grd^er »firbe bie @d^ierig!eit, wenn bie fd^on oon ®oetl^e aufgefteSte unb 
l^eute oon ben meiften gforfd^em geteilte SReinung rid^tig mSre, ba^ „bie Sunbedgebote, bie 
ge^n ®ebote'', beren Xu^eid^nung SRofe (2 9Rof . 84, 27) befohlen mirb , oielmel^r in ben 
S3. 14 — 26 oorange^enben, oielfad^ fiarl oon 2 9Rof. 20 abmeid^enben @af ungen (aliS bem 
alteren, fogenonnten jal^mifHfd^en 2)dalog im ®egenfaf gu bem elol^iflifd^en) gu erblidfen feien. 
%m la^t aDerbingd bie Stelle 2 SRof. 34, 27 ff. aud^ eine anbere Deutung gu. Sie lamt 
fid^ urfprttnglid^ (in anberem 3ttf ammenl^ge) bod^ auf unfere gel^n ®ebote begogen l^oben ; 
ber Slebaftor aber moOte biefe im je^igenSufammenJ^onge nid^t nod^mald mieberl^olen. S^mer« 
^in bleibt aud^ bamt bie ^ge nod^ bem Urbdalog eine oermidelte unb ifi nod^ ieinedmegd 
fprudjreif *. 

9luter bem SMCalog aber ^at ber <Ergai^ler oon 2 SRof. 24, 8 ff. (oergl. S. 3 mit 21, 1) 
offenbar aud6 bie Jtultud« unb ,,9le(^tdfa|ungen'' in Itap. 20, 24—28, 19 im Xuge, unb bie 
Steueren pflegen ben Slamen „Sunbedbud^" ald Xitel ber älteften Slufgeid^ng oon ®efe$en 
eben auf biefen älbfd^nitt gu befd^rSnlen. 3>at ed nun l^ier mie anbermörtd m fpSteren (meift 
f(|on am ®ebraud^ bed $lurald in ber älnrebe lenntlid^en) 3ut^<tten nid^t fe^lt, mag auf fid^ 
berul^en. Slber aud^ abgefe^en baoon finb gegen bie burd^gSngige birdte Verleitung biefer 
Slec^tdf af ungen oon ber ^anb SRofed er^eblid^e Sebenlen laut geworben. Sine gonge Slngal^l 
oon il^nen (fo bef. 22, 4 ff. 20. 24. 28. 23, 9 ff.) ermeift ftd^ auf ben erften Slidf ald Jtobi« 
figierung «on ®emol|n^eitdred^ten unb ®runbfftten, bie fid^ erfl nad^ längerer Slnföffigleit im 
Sanbe, inmitten ber Pflege oon 9ldfer« unb Sßeinbau, entmideln lonnten. 

2)ad Srgebnid ift fomit, ba^ gmar an fid^ ber Xnna^me fd^ftlid^er Stufgeid^nungen 
!Dlofed nid^td entgegenflel^t, ba^ mir aber barauf oei^id^ten muffen, von bem und (Erhaltenen 
irgenb etmad feinem Sßortlaut nad^mit ©id^er^eit ald mofaifd^ gu begeid^en. 3>aburd^ 



* S^etgr. 3U biefer Streitfrage auger bem gtünbUd^en Kommentar )u ben Suchern (Ssobud unb 
Seoiticud von 9. 2)iamann (Seipsig 1880) noc^: 9tot^ftein, Xai »unbeSbuc^. ^aUe 1888. — 
»ubbe, »emerfungen ^um »unbeSbud^ (in ZAW 1891, @. 99 ff.). — 8ftnif 4, S)ad »unbedbuc^ 
@S. 20, 22—28, 83. ^aKe 1892. — SRei^ner, 3)er 2)e!arog. I (ber 3)e!. im ^e^ateud^). S^aHe 1893. 



140 9(bvife ber ®e^\4ie M alttt^tmmili^n 6((ttfttum<. 

ift felBftoerßc&nbltcl^ nid^t audoefd^Ioffen, ba^ fid^ in ben Überlieferungen üBer bie 9InI&ffe ju 
bem SSSerle 9Rofed, ü6er biefeS felbft unb feine gnmblegenbe SM)euittng für bie gefamte ®^ 
fd^id^ gdraeld viele »a^id^oft gefd^id^tlic^e @rütneningen erl^ten l^oÄen. Jtein Solf ffai je 
fid^ f elift o^ne ®runb nad^gef agt^ \>a% ed non einem anberen f d^mä^lid^ gebied^tet n>orben fei ; 
leined f)cA je bie Xage feiner Befreiung t>ergeffen. Unb fo le6te in S^^k^I t^urc§ <^ 3<^¥' 
l^unberte unou^Ufd^lid^ bie Srinnenmg fort, ba^ ed bereinft oon ^afyxte, bem ®otte feiner 
Sdter, mit jfaxrfer $anb unb aufgeredetem 9lrm aud %9pten, bem Sflonen^oufe, audgeffil^rt 
nmrb, ba^ ed Befonberd bei bem Suge burd^ bad Sd^ilfmeer ben inäd^tigen 6d^tt| feinet ®otted 
)u erfal^ren tdam. 9lte feinei^ SBerl^eugd aber l^atte fid^ ^ol^me eines SRanned bebient, ber 
nad^maliS nie mieber f einedgleid^en gefunben. Sr l^atte fein Soß geleiert, feinen l^dd^ften @tols 
barin }u erblidten, biefed ®otted Soß gu l^ei^en, feine ^Sd^fie $reube barin, i^ gu preifen 
unb burd^ Opfer unb ®a6en gu oere^ren. Unb menn fd^mi bie älteße Überlieferung old felbft- 
oerftdnblid^ betrad^tet (Slid^t 17, 13), ba^ ber $riefterbienft eined bem Seoiflamme Singe* 
^drenben jebem anberen meit oorgugie^en fei, fo Id^t fid^ bied nur aud einem Umftonb er» 
Hären : man erad^tete ben Stamm Seoi allein im Seftf e ber ed^ten^ auf 3Rof e f elbfi gurfld» 
gel^enben Aunbe, mie ber ®ott S^taeld rec^t gu oere^en, mie in feinem 9lamen Stecht gu fprec^en 
urb oor allem, mie bei befonberen ^^agen unb älnliegen fein SEBiKe mittele bed ^eiligen Sofe^ 
(ber „Urim unb 2:ummim") gu erforfd^en fei. 

2. Sie Stii M tmgeteilien ftdnigtiuiid« 

(Stma aix^ ber SRitte ber Slid^tergeit mirb (Slid^t. 8, 14) eine Xl^atfoc^e überliefert, bie 
auf eine allmd^lid^e SSerbreitung ber @d^reiblunft aud^ unter bem gemö^id^en Soße fd^lie|en 
lä^t. 3)anad^ ift begreiflid^, ba^ man bie Slnfänge einer eigentlid^en Sitteratur fpäte^d in 
biefe fßeriobe — bie gmeite ^fte ber Stid^et^eit — oerlegen gu muffen geglaubt l^at. Sie 
9Rdglid^Ieit, ba^ fd^on bamald, etma an altberü^mten Heiligtümern, mie benen gu Silo unb 
9et^el, im Jtreif e einer erblid^en, Iftngft angefeffenen $riejlerfd^ft SCu^eid^nungen alter Sieber 
ober ber @efd^id^te bed betreffenben ^eiligtumd unternommen morben ftnb, mujs gugeflanben 
merben. @in mirilid^er Semeid aber la|t fid^ bafür nid^t fül^ren. Sielmel^r 1^ ei^ allen Xn« 
fd^ein, ba^ mir fogar nod^ für bie 3^t 2>aoibd auf fpätere älu^eic^nungen beS bamald $ro« 
bugierten angemiefen finb. 993enn nad^ 2 @am. 1, 18 2)aoib gebot, bad S^rauerlieb auf Soul 
unb S^natl^an bie gubäer gu leieren, fo ifl baburd^ aSerbingd nid^t att^efc^loffen, ba^ er f elbft 
ed aufgeid^nete unb in SCbfd^riften verbreiten lie^. Smmerl^in fd^eint ber ^ö^ler nur non 
einer Stufgeid^ng im (fp&teren) ,,9ud^e ber 9led^tfd^affenen" gu miffen. 

3>ie gelegentlid^ geäußerten Sebenlen gegen bie Sd^t^t bed Siebei^ * ftnb je^t oer jlu u unt ; 
gu aQer S^it ober ^at man mit Siedet eine ma^rl^afte ^le l^ebrftifd^er $oefte in il^ er!annt. 
SHed gilt ebenf oon bem fo einf ad^en unb bod^ fo rül^renben ^t^olt, mie oon ber bid^terif d^ 
$orm. Son bem nal^qu gleid^lautenben Jllageruf im Singang unb am Sd^uffe finb fed^ 
Strophen oon je gmei gmeigliebrigen Serfen umrahmt SSon biefen entfprid^t bie fünfte in 
feinem ©egenfaf e ber erften, mäl^renb bie gmeite unb vierte bie eigentlid^e Xotenllage, bie 
brüte ben $reid ber gefallenen gelben fingt. 9lber nad^ bem, wa^ aSe in gleid^er SBeife be« 
megt, ^at ber 2)id^ter nod^ ein perfdnlid^ed 9[nred^t auf tieferen Sd^merg, bemt alle bie anberen, 
geltenb gu mad^en : in ber Snrebe an ben ^eunb, ber il^m fo l^olb, beffen Siebe i^m munber«» 
famer mar, ald ^auenliebe, giebt er b ief em Sd^merg Studbrud. 9tuf ben bunSen politifd^en 
$intergrunb mirb in ber erften Strophe nur oon fem ^ingebeutet : bie Xrauer um bie gelben* 
mutig für i^r 93oß Gefallenen läßt fürs erfte bie fortbauembe Slot bed Sollei^ oergeffen. 2)ad 



* über ben Urfprung ber (irrtümlichen) ^e^eic^nung v8ogenIieb' oergL bie terthittfd^e Umn. 
gu 2 6am. 1, 18. 



relioiSfe @Iemeitt fel^lt gatij in bem 2id)e. Xto iDeU^ed Senimal l^ot 3>m)ib banim bod^ in 
i^ bon ftinige, bun( ben er fo oid eibtilbet, bem ^Ibenjangling cot feiner Seite imb nid^t 
minber ftd^ fettfi gefegt! 

gfOr bad Zrouerlieb S)aoibd auf XBner (2 Bauu 3, 83 f.) »trb leine Duelle citiert; bie 
OSd^t^eit unterliegt barunt nid^t bem leifeften 3v>^* 9htr bod nrn^ gefragt n>erben, ob und 
in biefer einen^ oOferbingd in fic^ gefd^Ioffenen Strophe bad gaiqe Zrauerlieb unb nid^t blo^ 
ein Fragment (ber STnfong?) erl^ten i^ 

S>ie Überlieferung, nrie fte und nod^mold befonberd in ber 6^nil, f o»ie in ben über« 
fd^ften }u 78 (in ber griec^ifd^ 9ibel fogor 83) $falmen entgegentritt, mod^t Saoib oud^ 
jum Segrünber unb ^oufitoertreter bed geifttid^ ®efangd^ ber $falmenbid^tung. 3Rm f^at 
gefagt : biefe überliefming tonnte nid^ in fob^ Gtärle unb Seftimmt^eit auftreten, n)enn 
fte bed l^^rifd^ 6hunbed ermangelte. 3ttm finb in ber Zl^at bie Beiben Xrauerlieber ooO« 
gfiltige 3<ugitiffe für bod bit^terif d^e Jldnnen Z)aoibd, unb baji ein fo eifriger SSerel^ Sa^ed, 
bed SSoItegotted, aud^ geifUid^e @tof|^ bel^nbelt l^abe, würbe an fid^ feinem Sebenfen unter« 
liegen. Sber bie Zl^atfad^e, ba^ bie SEuffd^ft ,,oon Saoib" im $falm(ud^e jal^lreid^en nad^* 
meidlid^ e^ttifd^ ober nad^esilifc^ $falmen beigefügt ift, jmingt und, oon jenen überfd^riften 
fd^Ied^^n al^uf el^en. ZHe 9R9gK«((dt, ba^ in bie nad^ecilifd^en Sidberf ammlungen aud irgenb 
einem ooreiilifd^ Sid>er6ud^e tl^atfftd^lid^ baoibifd^ Sieber ober bod^ Srud^de fold^er 
l^erübergenommen motben finb, ift baburd^ nid^ audgefd^Ioffen. 9tur beffffen mir leiber leinen 
ÜRaPab, um fteald baoibif(^ gu erlennen. 5Denn bie mirllid^ fheng gefd^ic^ic^e über« 
lieferung lennt S)aoib, abgefel^ non ben obenerm&l^ten Xrauerlid^em, nur ald gefd^id(ten 
€aitenfpieler (1 6am. 16, 18 u. a.), oieOeid^t aai^ ald Srfinber oon SRelobieen ober (nad^ 
onberer SrüSrung i^on Xnu 6, 5) oon Stufitinfkrumenten ; jebenf aOd beutet le^tere Stdie 
nid^t auf feine SReifterfd^oft in geiftlid^em ®efang. 9tun werben aDerbingd in ben Xn« 
gangen gum 2. 8u(^ Gamuelid jmei Sieber (ilap. 22, ibentifd^ mit $falm 18, unb Aap. 23, 
1 — 7) audbrfidtlic^ S)aoib gugefd^rieben. Xber in betreff bed $falmd rm^ ongeftd^td jal^I' 
reid^ Stellen (fo bef. S. 23 ff. 81. 50 f.) gugeftanben mesben, ba^ bie je^ige ®eftolt ^»d^d 
oud ber Snoeiterung unb Umgeftaltung eined baoibif(^ itemd }u einem (Semeinbelieb 
l^eroorgegangen fein fönnte. SBon ben fogenannten ,,Ie^ten SBorten" aber (28, 1 ff.) unterliegt 
f d^on 83. 1 fd^weren S^benlen, teifö ald offenbare Slad^bilbung ber Sileamdfprfic^ 4 9Rof. 24, 
8. 15, teite megen ber Sdbßbejeid^nung S>aoibd ald ,,bed Sieblingd ber SoBIid^er Sdraeld". 
S)iefer erße Serd ifi aber fo f el^ besfelben ®ei{ied unb &AU mie bie nad^folgenben unb bcqu 
fo menig ald Soroudfef^ung oon 93. 2 ju entbehren, ba^ man unmöglid^ ein Siedet l^at, il^n 
.für eine fpätere Seifflgung }u erBären, um fo bie birdte Verleitung bed 2. bid 7. 93erfed oon 
3)aoib SU ermSgßd^en. ^xdmäft lann bad ©anje nur aü freie bid^terifd^e SSiebergabe eined 
baoibifd^en Xudfimtd^d oerftonben werben. Xld ein fid^eved überbleibfel aud ber 3rtt Dooibd 
mu^ bagegen bie Parabel 9latl|and (2 @am. 12, 1—4) betrad^tet werben. SBie Stid^t. 9, 8 ff. 
bie Jtunfiform ber gfabel, fo tritt und l^ier bie ber Parabel auf einer ^Sffz entgegen, bie 
wieberum auf eine lange unb rei(^ $fkge fd^Iiejsen Ift^t. 

Xud ber S^i @alomod be{t|en wir ein aut^entifd^ed Senhnal in beffen 3;empelwei^ 
fprud^ 1 ftdn. 8, 12 f. 9lad^ ber gried^fd^en überfe^ung (ben fogen. Septuaginta) ift er ^»bem 
S9ud^ ber SiAer" entnommen; wa^d^einlidi ift baffir (nad^ anberer Sedart) ,,bem 8ud^ ber 
9led^d^affenen" ju fe^en; oergl. über biefed oben @. 136. 

Xu^bem aber ^at man einen ^inweid auf eine reiche Sitteratur oon ber ^onb Salomod 
finben woDen in 1 Jtön. 5, 9 ff. ^ier wirb guerft oon ber UAetm^ gro^ SEBeid^t Salomod 
in aOgemeinen SBSenbungen gerd)et. SBeiter aber wirb i^m nad^gerül^mt, ba^ er aud^ bie ffieid« 
l^eit ber gegen SRorgen SBo^nenben unb ber Sgppter überboten ^abe. 2)ied fd^eint auf affcro^ 
logifd^e (ober gar afhonomifd^e?) unb md^iginifd^e ftenntniffe, fowie auf magifd^e Jtfinfie unb 



(Sel^eimle^ten ^iitgubeuten. 3>o<l^ ftnb bad aQeS nur Vermutungen, |unto( und über bie S. 11 
namentlich aufgefül^rten SBeifen cM alter 3eit nid^td bdtonnt ifL Son einer £ttteratur über 
bie oben ermähnten ®ebiete toirb nid^td gef agt ; jebenfaEd märe fte bid auf bie U^U 6|mr für 
uniS nerloren. 9ßo^( aber fd^eint eine umfSnglid^e falomonifd^e Sitteratur auf einem anbeten 
®ebiete ooraudgefe^t^ mnn ed nun meiter l^ei^t: „er rebete 3000 ®fnrä<^, unb feiner £iAer 
waren 1005''. Selbft eine ungefftl^re S<^U toxt 8000, gefci^ige eine fo befümmte, mie 1005, 
mar bod^ nur anzugeben, memt man bie Sprudle unb SiAer in @d^rift befa^. jtonnte alfo 
ber Qh^äl^Ier nod^ ein falomonifd^ed @prud^« unb Sieberbud^ oon fold^em Umfang? Ober 
l^otten fÜ^ bie genannten S<^^^^ ^ aUm&^Iid^ in ber Segenbe oon bem meifen Itonig fefib« 
gefegt? 2)er gleid^ barauf folgenbe Xuämtdt: „er rAete über u. f. m." fc^nt mieb«: nur 
Don ber münblid^ betl^ätigten ffleidl^eit SalomoiS gu miffen. übrigend ift bei bem Sieben über 
aDe ^ffonjen uxA Xiere offenbar nid^t an naturmiffenfd^aftlid^e (Srirterungen, fonbem nur 
etma an finnige 92aturbetrad^tung ober an $roben aufmerffamer Staturbeobad^tung gu beulen. 
SPber mie bem aud^ fein mag: non einer etmoigen Sitteratur biefer festeren äbt befSfen 
mir im beßen ^aQe nur nod^ geringe Überrefte, faDd nftmlid^ bie l^ierl^er gel^örigen Stellen in 
ben „©prüd^en @aIomod" i^m felbft gugufd^reiben ftnb. SSon ben il^m gugefd^riebenen $falmen 
(72, einem ®ebet für ben 5tonig, unb 127, in meb^em man bad „^m^^ S. 1 aUgu mt^ 
nifc$ oom Stempel oerftanb) ift l^ier gänglid^ abgufel^en. 

SBenn nad^ oUebem eine namhafte Sereid^erung ber al^ebräif(^ Sitteratur buni^ eigene 
@d^riften 3>aoibd unb Salomod nid^t gu ermeifen ift, fo ift barumbod^ bie^ge bered^tigt, 
ob nid^t onbermeitige Sitteratuibenbnaier in bie baoibifd^'folomonifd^ $eriobe gu verlegen 
ftnb. Unb in ber X^at, bie SSoraudfe^ungen für bie Sntftd^ung einer eigentlid^en Sitteratur 
bürften bereite unter 3>anib, gefc^eige unter @alomo reid^Iid^ oorJ^onben gemefen fein. Sie 
einftige 3^pKtterung ber Stämme, bie nod^ unter bem StammedKnigtum Sauld fortgd>auert 
l^atte, mar nad^ ber Seenbigung beS Sfirgerhiegd enblid^ einem !räftigen Sufammenfd^Iu^ bed 
gangen SSoHd unter bem mäd^tigen unb glüdHid^en ©cepter 3>aoibiS gemid^en. Sie gemaltigen 
biegerifd^en (Srfolge bed ftönigd, an benen bad gange Soll ru^mreid^en Slnteil gel^abt, fomie 
bie fortgefe^te Se^errfd^ng ber umliegenben Sdtter, ber einfKgen Reiniger, mu^ ein natio= 
nalHi ^od^gefü^I ergeugen, mie man eS guoor nod^ nie gelaunt. SoOenb« aber fd^uf bie S^t 
SalomoS eine ^üSe neuer Anregungen : einen glängenben ^of^alt, ein prftd^tigeiS !oniglid^ 
Heiligtum afö @i| bed altel^rmürbigen $aKabiumd ber Sabe ga^med unb mit ^eßem, bie 
gu ben oomel^mjlen Beamten bedftönigd gä^Iten, bagu mannigfad^eSerü^rung unb regen Ser« 
fel^r mit fo l^od^tioierten 9lad^barfiaaten mie £g9pten unb Xyßm^, [a felbfi (burd^ bie Dpl^ir» 
fa^en) mit ben fflunberlSnbem beS Sübend unb Ofiend. äRu^ nid^ bad äät» bagu 
brüngen, {td^ inmitten ber Segnungen eined langen gebend bed mül^fam (Errungenen ooO 
bemu|t gu merben, oon ber erllommenen ^if)t aud auf bie ftämpfe unb Siege gurüdgufd^auen, 
bie foU^en Xufftieg ermSglid^t Ratten, unb bie nod^ frifd^e (Srinnerung an fte aud^ für lünftige 
(Sefd^Ied^ter in SBSort unb Sd^rift gu fixieren? 

3n meld^ Umfange bad festere bamald mirSid^ gefd^el^en, entgiel^t {td^ abermald einer 
ftriften Semeidfül^ng. S^nn^^tn befi^en mir eine gange Sleil^e oon SenlmSIem^ gegen beren 
9(nfe|}ung menigftend in ber 3^t Salomod nid^td Stid^l^altiged eingumenben ifi unb bie bo^er 
am beftat fd^on l^ier befprod^ merben, memt aud^ bie 9RdgIid^t einer fpätecen SntfU^ung 
bamit nid^t in Slbrebe g^eKt merben foD. SSon poetifd^en Si^eugniffen reiben mir l^ierl^er — 
abgefe^en non ben bereite oben (S. 186 f.) ermähnten Sieberfammlungen, bem l^id^al^rfd^ein« 
lid^ iubäifd^en ,,9ud^e ber 9le(^tfd^affenen" unb bem „Sud^e ber jtriege ^ofyßM" — ben 
„Segen SafobS" (1 SRof. 49, 1-27) unb bie Urgejialt ber »ileam«fprüdje (4 SKof. 28, 
7—24, 19). 

S)er fogenannte „Segen Salobö" fpnci^t in ber §orm oon äBeidfagungen bed fterbenben 



@rs90terd teild l^erBen Zobel (S. 1-— 7. 15)^ teild Sobfprüd^e unb ®tü(Idoerl^ei|ungen ü6er 
fämtlid^e gsodlf 6tämnte ouS. Dod^ ift bie SinOeibung nid^t fo fheng fejlgej^olten, ba^ {td^ 
nid^t m^betl^olt ber »irRid^e Gtanbpunit bed 2)td^terd inmitten hex l&nsft in Jtanaan an« 
f äfftgen Stamme unbefangen äu|e(te. So namentlid^ in bem ^inmeid auf gen>if[e gefd^id^t« 
iid^e (Sreigniffe; folc^ »erben S. 15 unb 28 ff. nid^t gemeii^fagt, fonbem (im fogen. Imper- 
fectnm consecutivam) e r ) ä ^ 1 1. 

gfflv bie 9[nfe|ttng ber unter aUen ttmftanben altert&mlid^en unb l^od^oetifd^en ©prüd^e 
in ber booibifd^falomonifd^en S^ fprcd^en folgenbe ©rünbe. Ser gfreoel @imeond unb Seoid 
aa ben Sid^iten^ 9on bem {id^ oud^ 1 3Rof. 84 eine Aunbe erl^alten l^at, fd^eint nod^ in 
jiemlid^ frifd^ Slnbenten ju ftel^en. SebenfaQd n>ei^ man no4 genau, ba| er ben faft doQ» 
flonbigen Untergang ber einfk ooQbilrtigen beiben Stämme »erfd^ulbet ^t. S)abei ift jebod^ 
^Sd^ft befrembßd^, ba|s ber Sid^ter aud^ bei Seoi nur von bem ^lud^ ber S^iiit^ung in S^rael 
mei^, auf bie fonftige Sebeutung bed ©tammeiS aber ald bed @rben ber Überlieferungen oon 
9Rofe f^ mit feinem SSBorte ^inmeift. SEBar bied nod^ benibar in einer S^^f nio älbtommlinge 
bed Stammet &oi (ängft in l^ol^em Xnfel^ an bem lonigUd^ ^eiligtume gu Serufalem bed 
$rie|iertumi^ walteten? Xnberfeitd entl^aUen bie SSerfe 8—12 offenbar einen ^inmeid auf 
bie ^elbent^aten 3>aoibd unb bie burd^ ü^n begränbete Sorl^errf d^aft gubad. fflenn bann bo(^ 
aud^ Sofepl^ (ald Sufammenf affung non (Ephraim unb SDtanaffe) in überfd^menglid^ SSkife 
oer^lid^t unb gefegnet mirb, fo lä^t ftd^ aud^ bad am h^m aud einer S^t erllären, mo aEe 
Stammedfe^ben fd^miegen, ein unb berfelbe Sid^ter fic$ in gleid^er SBeife bei^ 9tul^med unb bed 
@lfidfed afkx freuen tonnte. 2)enn bie Xnnal^me, ba^ entn)d)er ber 6prud^ über 2luba ober 
ber Aber Sofepl^ erft nad^träglid^ beigefügt morben fei, bürfte an ber offenbar urfprüngßc^en 
Bmdlfgal^I ber ©prüd^e fd^eitem. gfür eine fpötere @ntfte^ng bed Qkmgen, in ber S^t beiS 
geteilten Sleid^i^, ffat man fid^ namentlid^ auf S. 23 f. berufen ate einen angeblid^en ^inmeid 
auf bie tapfere SSerteibigung bed ndrbltd^ äleid^ed gegen bie SKramfter im 9. ga^rl^unbert. 
Sie Sludfage lautet jebod^ oiel gu aOgemein, aü ba^ man nid^t ebenfogut an frül^ere rü^m« 
lid^e Aämpfe ber Sofep^flömme beulen Idnnte. 9Beit gemid^tiger ift ein anberer (Sinmanb gegen 
bie Snfe^ung in ber baoibifd^falomonifd^en 3eit, bie Segeid^nung Sofepl^d ald bed ,,$ürften 
unter feinen 8rübem" (S3. 26). Jtann bad mit ,,f^rft" miebergegebene äBort mirllid^ nur 
ben ,,2)iabemtrager" im eigentlid^en Sinne begeid^nen, fo mSre bie Segie^ung auf bad burd^ 
Serobeam I. begrünbete ep§raimitif(^e Königtum unumganglid^. 3>od^ ifl obige Sieutung bed 
9Borted nid^t unbä»ingt ftd^^ unb ber 6prud^ über Seot mürbe im 9. 3Ql^t^uni>^ nod^ weit 
befremblid^er fein, afö er ed fd^on für bie S^t ©alomoiS ift. 

^ft in noc^ ^bl^erem ®rabe ald ber Segen galobd ftnb bie oier erjlen Sileomdfprüd^e 
burd^ unb burd^ oon nationalem ^od^gefü^l, oon bem Senm^tfein einer mSd^tigen ®emein» 
fd^aft bed SSoUd unb oor aSem oon ber ftolgen ^reube über bie erfoc^en Siege unb bie 
überreid^en Segnungen ga^meiS erfüllt. Unoerlennbar ift 24, 17 ff. ber ^inmeiiS auf bie 
Siege unb (Eroberungen Saoibd. 3>ad religidfe Clement, bad und 1 3Rof. 49 abgefel^en oon 
bem Stoffeu^er S. 18 nur in bem Sprud^ auf Sofepl^ 9S. 24 f. begegnet, tritt in ben 
Sileamdfprüc^en be^errfd^b in ben Sorbergrunb. 9Benn mir übrigens nur ben ftem biefer 
SileamSfprüd^e ,bem 3^talter Salomod gumeifen wollten, f o fu|en mir babei auf einer faft 
allgemein anertomten X^atfac^. Stop. 28 bilbete in ber ^auptfad^e einen 9eftanbteil ber 
alten elo^ifUfc^, Aap. 24, 1—19 einen fold^ ber ial^miftifd^en $entateud^elle. i>a nun 
ber 3n^alt ber Sprüd^ in ben beiben ilapiteln bei aller Serfc^id^en^it bod^ aud^ auffällige 
Serül^rungen aufmeift (oergl. befonberS 28, 22 unb 24, 8), fo mirb foum gu begmeifeln fein, 
bag und in Aap. 23 unb 24 gmei oerfd^id^ene Bearbeitungen berfelben älteren 2)i(^tung oor« 
liegen. @ine genaue äSieber^erfteSung ber le^teren ift natürlich je^t unmöglich ; bod^ bfirfte 
Aap. 24 (oergL indbefonbere bod tü^e Silb in S. 8 b) ber urfprünglic^en @eftalt nä^er 
fommen, ald Aap. 23. 



144 ^^^ ^ 0ef4i4ie M otttefimeftttid^en 64tifttum9. 

3* 3)ie 3eit bed gcteUtoi Kei^d M imr Bcfflinmg 6t»tritiS. 

3)ie etma um 988 erfolgte Sleid^altitng i{l m(^ nur für )ne äußeren Qkfd^tdfe ber 
Beiben Steid^l^älften, fonbem ox^ ffir bie SeiterentoidUung ber Sitteraiur oon tiefgreifetfber 
Sebeutung gemef en. SBBor f d^on unter S)aotb mit ber Gentrolifterung bed ^eermefen^ unb ber 
9legierung in ber neuen ^ouptflobt Serufolem ein (rftftiger S^nfang gemad^t n)orben^ fo J^otten 
«oOenb^ bie 9Ra|regeIn @aIomo^ bad il^ge get^on, ben ©lanj biefed SRittelpunIted auf 
Jtoften bed gefamten übrigen Sleid^ed pi erl^ö^en. Sin meitered ^^mrtfd^eiten auf biefem SBeg 
^tte notmenbig bagu fftl^ mfiffen, bojl aOe übrigen Stftmme }u bebeutungdlofen 9(n^SngfeIn 
an Suba l^abgefunlen^ aOe bie alten Heiligtümer burc( ben ®Iang bei^ Xempeld ju gerufalem 
fd^lie|Iid^ gonj in ben Sd^atten gefteSt morben n^ären. S>ie Steid^fpaltung gaB ben ndrblid^ 
Stimmen, ooron bem nunmel^rigen ftdnigftßamm dplftaim bad frü^e Selbflbe»u|tfein 
jurüdf ; alte, rul^mreid^e Erinnerungen lebten mieber auf unb »erlangten bamad^, jur Belebung 
bed nationalen Sinnet in @d^rift oerfa|t }u werben. Sor allem aber mar Serobeam I. barauf 
bebad^t^ burd^ bie (Srl^ebung ber altberül^mten JtultflStten oon Setzei unb ^an }u Idniglic^ 
Heiligtümern (9lmo^ 7, 13) 3RittelpunIte für einen nationalen 3a^md>ienfi ju fd^affen. S)a« 
mit moren aber jugleid^ aud^ Srennpunite für bie Pflege ^Sl^erer Silbung im 6d^o|e einer 
angefel^enen $riefterfd^ft gegeben. 9Rit ber SuffteKung ber golbenen Stierbilber erneuerte 
Serobeam o^e 3^)^^ i^ur eine lüngfl eingebürgerte^ im jerufalemer ftultud jd^od^ oerpSnte 
t^form ber Sal^meoerel^rung. 9Bir lefen ntrgenbd baoon, ba^ fie felbß einem Sliad ober SKfa 
unb il^ren Jtreifen }um Jtrgemid gereid^t l^fttte. ScbenfaOfd erl^oB man aud^ im ndrblid^en 
9leid^e ooDen Slnfprud^, ju bem „Soll ^affwei" }u gel^Sren. ^a, bie au^fd^lie^li<$e Über« 
tragung bed alten S^ennamend gdrael auf bad nSrblic^ 9leid^ le^ beutlid^, ba| ftd^ eben 
biefeS ald ben maleren <Srben fomol^l ber SRad^t, mie beS Stul^md bed ®efamtoolte9 Betrachtete. 
3n ber ^abel bed ftonig^ Se^oad oon ber 2)i^l unb ber Sd^er auf bem Sibanon (2 ftSn. 14, 
9 ff.) ift biefer Sluffaffung ein üBeraud braftifd^er äludbrud verliefen. Unb ber @ftnger bed 
@egend 9Rofed lemtt (5 9Rof. 83, 7) leinen ^öl^eren Segen^munfd^ für Suba, ate ba^ ,,3a^me 
i^n jurüdEBringe ju feinem Soir. 

3n ber 3;^at fianb Suba mit feinem Seinen unb menig oolheid^en (SeBiet S^roel jiem« 
lid^ mad^tlo^ gegenüber. 9(Ber fein ^ortBefitonb , ja feine immer }une^menbe geifHge unb 
religion^efd^id^lid^e Sebeutung mar burd^ Sorjüge geftd^ert, bie bem mSd^tigeren S^rael 
gSnjlid^ abgingen. 3^^^ ^^ ^^^ ^^ ^^^ ~ ^ lanbläufigen SReinung gemäjs — eine 
reinere ^orm ber Sal^meoere^rung ;iu gft^len fein. Sie Sluffaffung ber ^ligen Sobe ald einer 
fid^tbaren Slepr&fentation gal^med bürfte nod^ lange in ben Areifen bed SSoRd eine grobfhm« 
li(^ gemefen fein ; l^at fid^ bod^ nod^ in einem 3ttf<4^ S^ Seremia (3, 16 ff.), ja unrniDfürlid^ 
fogar im fogen. $riejterfobes (3 9Rof. 16, 2 u. a.) eine 6|mr biefer Sluffaffung erhalten. 
Unb menn Aönig Slfa gegen ben ©d^enbienß feiner SRutter einfd^tt (1 ftSn. 15, 13), fo 
l^inberte bied bod^ nid^t, bag man auc^ in Suba ^aSfm in bilblid^ (Seflalt oerel^. 9tod^ 
Sefaja (2, 8. 18. 20. 10, 11. 31, 7) mu^ gegen biefe Serirrung rifem. @rinem ßinfbil ift 
e9 mo^l aud^ jujufd^ben, ba^ ^Mxa enblid^ bie eherne @d^lange zertrümmerte, meld^er „bie 
Sdraeliten bid ba^in geräud^ert l^atten'' (2 Hin. 18, 4). 

Drrierlri aber ^tte 3uba tJ^atfftd^lid^ vor S^rael ooraud : Seruf alem, ben f alomonifc^en 
Xempel unb bie fortbauembe {^rrf^^^ft ber baoibifd^en S^pnafHe. S)ie größten unb ru^m« 
rrid^ften Erinnerungen beö Sollte tnüpften ftd^ eben bod^ an bie 3rit, ba 2)aoib nad^ 9{id>er« 
merfung aller g^einbe ringsum auf ber 3ionfSburg gethront unb bie ^ulbigungen femer Jt9nige 
entgegengenommen l^atte. Unb ber falomonifd^e Stempel mar eben bod^ bad prSd^tigfk Heilig- 
tum, bad bem ®ott S^taeliS jemald errid^tet morben mar, bie l^eilige Sabe, bie ed umfd^lo^, 
ein 2)en{mal ber großen 3^^^ ^^ B<^^i S^rael oon ^o^toc ol^ bem Sci^lad^tengott oon @ieg 
)u Sieg gefü^ mürbe. 2)ie Jtunftmerle bed 2^empett unb bed $alafied galten ald rine älrt 



VMi bet def^i^te M aliteflament(t<(<n 6ii$tifttumd. 145 

SBBdttiounber ; ging bod^ oom X^rone @aIomod bie Siebe, ba| „berartiged nie angefertigt 
»orben fei für ivgenb ein Jtdnigveid^" (1 Jt9n. 10, 20). Unb nmd bie @teügleit ber 3>9na{Ue 
anlangt unb oQe bie SorteUe, bie eine foU^ ber ätt|eren SBSol^Ifa^, wie ber geiftigen Itultur 
eineg SoBeg ju bringen vermag, fo genfigt ed, auf eine X^atfac^e ^injuweifen. Sen gwölf 
S)ambiben, bie bid 722 auf bem 3ion tl^ronten, fte^en in gdrael neun S>9naftieen mit }u« 
fantmen fteüje^n Jtönigen gegenüber. @ieben ber le^teren ftnb oon i^ ^Rad^olgem ermorbet 
worben ; 6inm oerbrannte ftd^ felbft mit bem non Omri bebro^ten ^lafi lingefti^td f old^ 
3uftänbe begreift man, ba^ bie iubftifd^ ®efd^ic^tdauffaffung eiS nid^t gelten lie^, nenn ^drael 
in ber Steid^ffKiItung eine Xremtung Subad t)on bem ®efamtiH)lI erblidte. @ie «ermod^te in 
i^ nur einen 9(6 fall S^raeld t)on guba unb bem ^fe S)ambd ju feigen (gef. 7, 17. 
1 Aon. 12, 19). Slit aSebem aber l^angt nod^ ein SInbered gufammen, ma^ midier ift, ald 
aDed bidl^er (Erm&^nte: nur 3uba fomtte ber SRutterboben ber 3bee merben, bie in ber Stdigion 
Sdraeld bie ffcärifte S^riebbaft entmidfelt ^t, — ber @rmartung bed meffumifd^en Sleid^ed. 
SMefed \% menig^d in ber frft^eren 3^t, in ber {^tfad^ ald eine SKeberlel^r bed baoibi« 
f d^en Steid^ed unter bem ©cepter eined oon ®ott gef anbten unb in befonberem SRa^e von i^m 
audgerfifteten Sambiben g^ad^t; bie 3>auer ber baoibifd^en S^^naftie ifl fomit feine unum« 
gftnglid^e 93i>raudfe(ung. 

2>er Sefprec^ung ber litterarifd^en Sqeugniffe beiber Steid^e ift bie Semerlung Doroud« 
jufd^iden, ba^ eine genaue Datierung irgenbmeld^ed {DenbnaliS bid meit in bad 8. ^afyc* 
fyivhcci l^inein unm9glid^ ift. 3n ben meißen f^en mu^ ein Spielraum oon ^unbert unb 
mel^r ^afycm offen gebffen n)erben. 9lur bie Xlterd f 1 g e ber in bie je^igen ®efd^id^tdbfid^ 
eingearbeiteten Dudlenf duften lä^t fid^ nod^ mit einiger Sid^^eit beftimmen, unb gmar 
menbete {td^ ber litterarifd^e Sifer, nad^ bem nod^ Sorl^anbenen }u urteilen, in erfier Sinie ber 
®efd^d^tdfd^bttng ju. !3m ndtblidi«n Steid^e fmb eS naturgemäß bie mit bem l^eimatlid^en 
Soben verinfipften (Erinnerungen aui^ ber oorföniglid^ 3^t, bie ber 9(u^eid^nung vor oHcm 
toert erfd^ienen, in ^jvba bie (Erinnerungen an bie $erfon unb bai^ $aui^ beS großen Segrfim 
berd bor baoibifd^ Sbrfmfdt. @o entfielt in (Epl^raim bie ältefte Sd^id^t ber im je^igen 
Stid^erbud^ überlieferten (Erja^lungen (am Staube ber Überfe^ung mit H unb HS b. i. $dben« 
•gefc^ic^ten, in ben 9lad^ trägen Aap. 17 — 21 mit N unb N^ begeid^net), in guba bie ältefle 
@4i(^t ber Sqül^ngen oon S)aoib, bie und in ben Samuelidbüd^em vorliegt (in ber Über« 
f ef^ung mit Je, b. i. Scrufalemquelle, bejeid^et) *. 

ZHe ,,{^elbengefd^id^ten" befd^äftigen ftd^ oudfd^ließlid^ mit ben fogenannten großen 9lid^« 
tem: (S^ub (8, 15 ff.), S)ebora unb Sarai (4, 4 ff.), ®ibeon (Itap. 6—8, mogu bie ®efd^id^te 
Xbimeled^ in Jtap. 9 eine Xrt Slnl^ang bilbet), Sep^tl^a (11, 1—12, 6) unb Simfon (Aap. 13 
bis 16). 3n i^ gegemoSrtigen ®eßalt finb fte vielfad^ mit S^Hen verfemen unb in einen 
Stammen l^ineingefteDt, ber il^en von {^ aud fremb ifl. Äod^ ift bie Xudfd^eibung faft 
überall mit @id^l^t ju vollgießen, mag oucß ber fo gemomiene 3ttf<nnmenl^ang nid^t immer 
lüdenlod fein. 3>aß und in biefen @qSl^lungen aKe Überlieferungen m^ ber 9Ud^tergeit er« 
leiten feien, mirb f d^merlid^ jemanb behaupten moOen. S^ Xufnal^e ber ©ibeonergSßlungen 
fd^eint vor allem bad Sntereffe an bem SKltar bed ^Id^^al^me gu Op^a (6, 24) unb bem 
Jtultud bed mi erbeutetem ®olbe gefertigten Sal^mebilbed (8, 24 — 27 a) geführt gu ßaben. 



* Sffir bie 9efHmmung unb Oeurteilung ber verfd^t^enen G^id^ten innerl^alb ber ©efd^id^td* 
büd^er ift auger ben baßnbrec^enben SuffteHungen S&el(§auf end in ber 4. Sluflc^e von 9leef0 (Sin* 
leitung in bad %lit ^efiament (IBerlin 1878), @. 181 ff. (toteber abgebrudPt mit ^^ac^trftgen in ,2)ie 
leompofltion bed ^e^ateuc^d unb ber ^iftorifc^en Sfic^er bed IClten STefiamentd.' Berlin 1889), foioie 
ben §ier^er ge^drenben Partien in ®tabea Sefc^ic^te beS 9o\M 3drae( (Berlin 1881 ff.) unb 
Aitteld (Sefd^id^te ber ^ebrtter (Sotßa 1888), nomentltc^ 8ubbe, ,3)ie Sfic^er ftid^ter unb eamuel, 
i^re DueOen unb i(r Sufbatt"* (ßvtittt 1890) bemi(t »orben. 

ilatt|f(9, Xltei Zcnoment. 10 



146 ^Mi bet ®ef4i4te bei olitefUiinetttli^en e^tiftttttnd. 

ä(te {td^e jtetmjeid^en bet allen (Srjällungen im ®e|}enfa|e ju ben gal^beicl^ ®Ioffen unb 
Smeiterungen {tnb indbefonbere bie ^)l0enben gu betrad^ten. 2)en fpftteren 9lä)aItoren (Ri 
unb R) gelten bie fogenannten 9tid^ter gerobegu cü SRegenten bei ganjen Solti; ba^er bie 
ftete Sd^Ut^fotmel, bie fdbffc bei einem @imfon nid^t fe^It: „unb er trid^tete (b. 1^. regierte) 
Sirael . . . 3<^^"- ^^^ o^^^ Si^lungen bagegen fennen bie fogenannten 9tid^ter nur oli 
$e(ben, bie fid^ in einer befonberen 9lotIage vom ®eifte Salbei getrieben mi bie 6pi|e bei 
eigenen Stommei (fo ^tp^ifya) ober einei Xeili beifelben (fo in ber älteren ®e^t ber 
©ibeonerjä^Iung, f. u.) ober l^dd^fteni einiger gleid^mS^ig bebrol^ter @tftmme fleOen (fo S^ub, 
S>ebora unb Sarai) unb Sefreiungitl^aten oerrid^ten, um alibann, (Unlieb ben ^er)5gen ber 
germonifd^en SSorseit, »ieber in ben oorigen @tanb jurüdtgutreten. 9lur ®ibeon fd^eint baoon 
eine Xuinal^me gu mad^en ; ba 9, 2 eine ^errfd^aft feiner fiebgig @d^e ali X^atbeftonb er« 
n)ä§nt nrirb, fo mu|s fd^on ®ibeon felbfi eine Sfrt Stammeifönigtum oufgerid^tet l^aben. Da« 
gegen l^interlaffen bie Simfoniei^S^lungen burd^aui ben dinbrudC, oli l^abe er ben ftampf 
mit ben ^^Uiftern oOegeit auf eigene ^ft geführt. aRinbe|!teni lel^ bie Srgäl^lung 15, 9 {f., 
ba^ er bei feinen Soffigenoffen in Suba fd^led^terbingi leinen Stfid^alt f anb. 

S)ai religidf e Slement fe^It ben alten Srgai^Iungen feineimegi. 9(ber im 6iegenfa| gu 
bem fogenannten t^eolratifc^en $ragmattimui ber 9UbaItoren, ber jAe ^einbeinot oui bem 
unmittelbar oorangegangenen (SS^enbienft, i^e Srrettung aui ber unmittelbar oorangegangenen 
9u^e bei SoIIi unb ber auibrfidKid^ Senbung einei 9letteri burd^ Saline erSärt, tritt ei 
in einer eigentfimlid^ urmiU$figen, ja biimeilen groteiten ®eftalt auf. Die Serel^rung 3<^ei 
in einem Silb erfd^eint offenbar nod^ gang unoerfftnglid^. 2)a^ <9ibeon aui bem;erbeutetcn 
®oIb einen (Sp^ob, b. i. eben ein 3tt^v><bUb, anfertigen Iä|t, gereid^t il^ nad^ ber alten 6r« 
gSi^lung ftd^tlid^ gum Slul^m ; erft ber 9t Aaltor l^at bai ScmerfungAirteil fiba biefen Slnto^ 
gur älbgStterei, ber für ®ibeon unb feine Familie gum ^aOftrid gemorben fei, i^ingugefOgt 
übrigeni aber giebt Sal^me in ben alten (Sqft^lungen nic^t S^rael ben t^nben preii, fonbem 
biefe ben giraeliten (8, 28. 4, 6 ff. 14 ff. u. a.). Der ®ei{i ga^ei erfc^nt nid^t feiten ali 
ein magif d^ei ®tmai, bai plö^id^ über bie {^Iben fommt unb i^nen 9Rut unb 6tärle oerlei^t 
(6, 84. 11, 29. 13, 25. 14, 6. 19. 15, 14). Sei 6imfon ift fein »eft| unb bie bun( i^ 
gemirlte Stiefenft&rle an bai unbefd^orene {^auptl^aar gebiüpft ; mit biefem i{} aud^ ^oijm von 
il^m gemid^ (16, 20). Diefer feltfamen Sluffaffung bei Slajiräati entfprid^t bie ebenfo 
mec^anifd^e oon ber abfoluten Serbinblid^Ieit bei religidfen (Selflbbei, Iraft meld^er 3ep|t|a 
(11, 80 f. unb 84 ff.) Sa^me bie eigene Zod^ter opfert. Doi religiSfe unb ftttlid^e Urteil 
über bie Sreigniffe tritt fo gut »ie gang gurfidt. 9htr 9, 56 f. mirb bai Q^xitfal Slbimeled^ 
unb ber ©id^emiten auf gittlic^ Sergeltung infolge bei ^d^ei Sotl^i gurüÄgeffil^. Sa^ 
blutige unb gnntr aud^ meud^mdrberifd^ 9lad^e an ben f^nben bei SoRi ober Stammei ben 
®i^a^lem ali berechtigt, ja Ubli(^ gilt, fonn im Slidt auf 8, 20 ff. 4, 18 ff. nid^t beftritten 
»erben. Dagu fKmmt, ba| 6imfon bie Jtraft gu feiner lef^ten Sflad^etl^at (16, 20 ff.) oui« 
brüdRid^ erfl oon ^ciffiot erbittet 

9htr in einer @qft^lung tritt bai religidfe (Element, ber fogenonnte t^eolrotifc^ $rag« 
matiimui, fiärfer l^eroor ali fonfi : in ber erjten Srgft^lung oon (Bibeon 6, 2 ff. bii 8, 8. 
Xber gerabe l|ier lä^t ftd^ leidet geigen, ba^ mir ei mit einer jüngeren Xuigeßaltung ber alten 
Überlieferung gu tl^un ^aben. Die lef^tere ifl uni nod^ in bem Srud^ftüdt 8, 4 ff. (H^) er« 
l^alten. Der je|t meggefd^nittene (Eingang bie fei Serid^ti iß oM S. 18 ff. unfd^mer gu 
enaten. 9Ribianitifd^e Häuptlinge l^atten einen Slaubgug nad^ bem nSrblid^en $al&fKna unter« 
nommen unb babei etlid^e Srüber ®ibeoni getdtet. 3ur Slutrad^e oerpflid^tet, ruft ®ibeon 
fein ®efd^led^t, SIbiefer (oergl. bagu oud^ 6, 34. 8, 2), gur ^eereifolge auf, überf ällt bie nid^ti« 
al^nenben 3Ribianiter im @üben bei Ofljorbanlonbei unb ooKgiel^t an i^ren Häuptlingen mit 
eigener ^anb bie Slutrad^e, nad^bem er nod^ guoor bie Sewo^ner oon Suttotl^ unb $eniel 



fÜMi ber ^ef^i^te M aiüeßamenilt^en e^tifttumS. 147 

iDCgen i^ unbrflberßd^ Ser^ol^^ ^^ gegflc^tigt l^at SSad in biefer (S^ä^Iung afö ein 
biird^ bie Umftftnbe erjnmngened ^riootunteme^men (Bibeon^ unb feinet Sefd^led^tö erfd^eint^ 
nrirb in bet ifingeren &tfiffbmi ^^^ Xngelegenl^eit bed ganjen Solid. !Die 9Ribianiter finb 
eine bmtembe Sanbplage ; benn ^o^n^e ffot ^ixaid oerfto^en unb bief en ^einben preisgegeben. 
9>tun ober erfd^eint ^affwt in ®eftalt beS r#@ngefö 3a^»ed", um ®ibeon mit ber Srrettung 
S^aeli |U beauftrogen (6, 18 ff.). 2)abei befte^t jd^od^ m^ l^ier bie Sotaudfe|}ung, ba^ 
(Sibeon ben ^»0 nur mit 300 Seuten vom Sefd^Iec^t Slbiefer unternimmt. Sine nod^ jüngere 
©eftolt ber Srgai^Iung IS^t bem Aufrufe (Sibeond 82 000 ouS gan} Sdrad ^olge leiften, fteOt 
ober 7,- 2 ff. ben (BinKong mit bem älteren Serid^t ^er burd^ Sntloffung erfl oon 22 000, bann 
ber übrigen bid auf 800, bie gleid^ mit ber ^nge SEBaffer geledt l^aben, anftatt ed mit ber 
^anb )um Shtnbe }u ffi^ren« 

SBenn Stid^i 6 — 8 bie beiben Srsft^Iungen aufeinanber folgen, fo ba^ fid^ ®ibeon 
8, 4 pI9|Iid^ nri^er biedfeitd bed Sorbon befinbet, wSl^renb er bod^ 8, 1 ff. bereits von feinem 
3uge jurfldgelel^ ift, fnb im erften Slnl^ang {St. 17 f.) bie ^oraDelberid^te (N unb N^) 
burd^meg ineinanber geflod^en. 3>ie jüngere ^Bearbeitung fennt (S. 80) bereits baS Seil von 
722 (ober 784?); ber urfprüngßd^e 9erid^t bagegen niei| nur oon bem SUtfl^en beS JtuItuS 
am Xempel )u 6Uo. S^enfaDS l^ot in erfter Sinie baS Sntereffe on bem JluItuS beS ^ofyaot' 
bilbeS gu S)an Xnla^ }ur 9(ufna^me biefer Sqft^Iung gegeben. Sei bem jmeiten Slad^ag 
(ft. 19—21) ifl bie otte ®runblage nur in bem verl^aitniSmäjiig altertümlich (jebod^ mo^l 
bereits 9on 1 9lof. 19 abl^ftngigen) ftapitel 19 nod^ rein erhalten. Sagegen gel^Srt Hüp. 20 
unb 21 einer gan} fpSten Überarbeitung im ®ei^ beS ^ejlerlobec, ja ber 6^nil, an, bie 
ben ffiortlaut ber urfprünglid^en Srgftl^Iung nur l^ie unb ba nod^ burd^bliden Ift^. 2)a^ 
übrigens ber je|ige Xest t)on §tap. 20 mieberum burd^ Serfd^mei^ung gmeier paraOet g^enber 
Sendete entflar^en iß, ^iä>en mir bereits in ben Xnmerfungen ju 20, 8 unb 86 l^eroorge^ben. 

XDe bie biSl^er befprod^enen alten Sr}ä|Iungen beS Äid^terbud^S berid^ten auSfd^Iie|Ud^ 
über i^ttn unb Sd^itffale ber tt9rb(i(^ @t&mme unb bfirjften bal^er inSgefamt aud^ auf 
beren Soben entftanben fein. S)er 6tamm 3uba mirb in i^nen faft ganj mit StiSfd^meigen 
fibergangen. Um fo eingel^enber befd^ftftigt fid^ mit il^m bie DueOe, ber mir juerft 2 @am. 5, 8. 
6. 8 ff., bann in ilap. 6, meUeid^t aud^ in ber ®runblage oon Aap. 7, fid^ aber in ber langen 
Steige oon (Srjd^Iuttgen ilap. 9—20 , 22 begegnen. 3>er @d^aupla| ift faft auSfd^Iie^Iid^ 
Seruf dem ; im Slittelpunlt ber Sreigniff e fle^t überall 2)aoib unb feine ^amitie. 

über bie Sorjüge biefer DueKe l^errfd^t Ungfl nur eine Stimme. Sie gel^drt }u bem 

SoOfUnbigjien, Xreue|ien unb SoDenbetften, maS mir auS bem 9erei(^ ber l^braifd^en, ja 

fiberl^aupt ber antifen ®efd^id^tsfd^eibung beft^en. S>a xft nirgenbS eine Spur oon Xenbenj 

ober gured^tmac^ng : bie Xufeinanberfolge ber (beigniffe ooQjiel^t ftd^ mit innerer Slotmenbig« 

leit, alles liegt tlor unb oerftftnblid^ oor unf eren Slugen ba. SenmnberungSmürbig ifi oor 

aOem bie S^arafterjeic^nung beS JtdnigS. (Sr ift ein 9Renf d^ unb menfd^Iid^er Sd^mäd^e, ja oer» 

bred^fd^er Seibenfc^aft nid^t unjugftnglid^. S)er <Er}&^(er ift meit baoon entfernt, bieS ju oer« 

^mlid^ ober gar }u befd^dnigen. Sielmel^r fd^i&ert er (Aap. 11) mit ergreifenber pf9(i(o« 

^V^^ SBo^^eit, mie S)aoib burd^ ben ^btd^ ber einmal begangenen Sünbe oormArtS ge« 

trieben mirb, — erft )u nid^riger Sift gegenüber bem gehftniten SMener, um Sd^ulb unb 

Sd^anbe momSglid^ nod^ im Z)unlel }u begraben, bann gu l^eimtüdtifd^ 9Iutt^at unb ber 

fd^Iec^t oer^e^Iten ^reube über i^r ©elingen, bis il^m fd^lie^ßd^ fein X^un oon !Rat^ in 

feinem malten 2id^ g^eigt mirb. Sbenfomenig gel^t ber SrjS^Ier über einen anberen bunllen 

$unlt im S^oralter 2)aoibS mit StiDfd^meigen l^inmeg, baS ift feine Sd^mä(^e gegenüber ben 

Sfinben feiner ftinber. Sie ift red^t eigentlid^ baS SSer^&ngniS feines ^aufeS, ber Snla^ gu 

einer ganjen Jtette f d^merjlid^er (Sreigniffe. Sr gerät in heftigen 3oni über ben gfreoel 9(mnonS 

an 2^amar, aber er lann feinem Sol^ne nid^t me^t^un. !DieS l^at }ur ^olge, ba^ Xbfalom als 

10* 



148 ^^i ^ €kf4i4te bed alttefiamenaic^en e^tiftiumd. 

ber natütlid^e Sntoalt feiner ©d^wefter eine 9(rt Slutrad^e an 3(mnon ä(t. 2)ie aufrä^renfil^en 
$Iäne S((faIomd n^erben offenbar aud^ burd^ ben @ebanfen genä^, ba^ er im fd^Iimmflen 
gfaUe oon bem SSater, ber bem Srubermörber oeriiel^en ^atte, nid^t bie äu^erfle Strenge er« 
fal^ren »erbe. 3n ber Xl^at ift ha^ ®e(aren 3>aoibd nad^ bem Xobe Slifalomd ber Strt, ba| 
i^n 3oab nur burd^ l^orte 3>rol^ungen }um Sinlenfen (efKmmen fann. 9(6er tro| aUüem vmi 
und ber Srjä^Ier nid^t nur x>oüz 2;eilna^me unb 9(d^tttng für eben bief en Daoib aBsugeminnen, 
fonbem (eibe aud^ fortgefe^t }u fteigem. Sßtr ffi^Ien und unmilUürUc^ mit berül^ oon bem 
3au(er, ben er mie oDe wa^r^aften f^rften auf feine Umgebung audfibt. 2)ie fd^nboren 
äBiberfprüd^e in feinem (S^aralter löfen m fd^Iie^Iid^ in bem l^armonifd^ Sefamteinbrud 
auf. SGBir oerfte^en ed, mie er jugleid^ gro|s unb ebel unb bod^ oud^ mieber l^artn&Kg utib 
eigenfinnig^ jugleid^ aufrid^tig fromm unb bemütig (6, 21 f. 15, 25 f. 16, 10 ff.) unb boc^ 
oud^ ooK Iluger Sered^nung fein fann (15, 27. 88 ff. 19, 12 ff.). Die grö^ ))f9d^o(ogifd^e 
3Reifterfd^aft aber bürfte ftd^ in ber 3etd^nung feined Serl^tniffed |u feinen Settern 3oab 
unb älbifai offenbaren. @in gel^eimer, mi gänjlid^er SSerfd^ieben^eit ber Sl^oraltere fkammcnber 
ä&ibenoille gegen beibe mirb fortmä^renb burd^ bie ftaatdlluge @rmägung niebergel^alten, ba^ 
er i^re SSerbienfte nid^t leugnen unb il^re 2)ienfte nid^t entbehren fann. ©elegentlid^ aber moc^ 
fid^ bief er Unwille (mie fd^on 8, 89 in anberer Quelle) in fd^arfen SQiorten Suft (16, 10), unb 
nad^ ber Srmorbung 9Ibfalomd ermannt {td^ S)aoib fogar gu bem Sntfd^Iuji, 3oab burc^ 
älmafa }u erfef^en. S^ber er tm^ bann bod^ ben @reigniffen i^ren Sauf laffen, ald Xmafa oon 
3oab ermorbet unb biefer aDein im ftanbe ift, ben gefä^rlid^en Xufflanb bed Seniammiten 
®Aa flu bftmpfen. Saoib vxai bid an fein Snbe ben SRann ertragen, ber ein rauher @oIbat, 
babei aber }ug(eid^ eine Serlörperung bed monarc^ifc^en $rin}ipd ift. 9Rit {altem Sbtte jetgt 
er fid^ graufam gegen ben 3Renfd^en S)aoib, mo er folc^ed gum ^le bed ftönigd ffir nötig er« 
ad^tet. 2>er SRdrber bed @o^ned jmingt mit l^arter Siebe ben Sater, ber {td^ im tiefpen 
@d^merg um ben Verlorenen minbet, fld^ unter bad 2^or gu fe^en unb bem Solle fd^on gu 
tl^un, unb ber Jldnig mu| in fold^er @tunbe miQenlod bem ge^ord^en, mad ber Untert^an 
befiehlt. 

^IRand^erlei 9(ngeid^en fd^einen oQerbingd bafür gu ffnred^en, ba^ ber Srgäl^ler fd^on burc^ 
einen längeren 3^traum oon ben @reigniffen getrennt iß, über bie er bertd^tet. ®o ber ^in« 
meid auf bie ^ortbauer einziger Benennungen ,,bid auf ben heutigen 3;ag" (6, 8. 18, 18; 
oergl. aud^ bie Semerlung 16, 28). Xud^ bad mu^ gefragt merben, ob ein fo ununnounbener 
Serid^t über peinlid^e SorgSnge im ^aufe S)aoibd in 3uba verbreitet werben lomtte gu einer 
3eit, mo bie beteiligten ober bod^ i^re Jtinber unb näd^jien Sermanbten nod^ in giemlid^er 
ä(nga^I am Seben maren. S)iefe ^^age mürbe o^ne meitered ^infSDig, menn bie gange DueDe, 
mie einige neuere Jlritüer moDen, urfprünglid^ einen Seftanbteil bed fogenannten ja^mifUfd^en 
©efd^id^tdmerfd (f. u.) gebilbet ^fttte *. Slber gefegt, ed lie^e ftd^ bied oon ber jetzigen ®efbi(t 
bed Serid^td bemeif en, fo mürben mir barum bod^ urteilen muffen : fold^ed Sertroutfein mit 
ben Qingel^eiten ber Creigniffe, oor aDem eine fold^e @id^erl^eit in ber 9(ngabe ber Kamen fafl 
aSer l^anbebiben ^erfonen mar reid^Iid^ ^unbert ^äifx^ fp&ter aud ber SoIldüberKeferung nid^t 
me^r gu gewinnen, fonbem lamt nur aud fd^ftlid^en Slufgeid^nungen eined folc^ ftommen, 
ber feinerfeitd noc^ aud bem Serid^t oon Xugengeugen ober bod^ oon jüngeren S^'^^^ 
Daoibd gefd^dpft ^atte. Sied mag bie Sefprec^ng ber Je«ClueIIe in bem 3^traum unmittet 
bar na^ @aIomo rechtfertigen. 

Xn bie ,,^e(bengefd^i(^ten" unb bie „Serufalemqueüe" fd^Iie^en fid^ ber 3^t nad^ bie 



* ©egen ben feit 1830 wieber^olt, julett rateber oon (SomiH unb Subbe oerfuc^ten ^a^xotx^ 
einer ($ortfe(ung ber pentateud^ifii^en CtueOtenf^riften in ben alteren ^d^ic^ten ber Sucher 9iic^ter unb 
Samuel oergl. Jtittel in ben X^eol. Gtubien unb Jlrittlen 1892, @. 44 ff. 



--J 



STbri^ bet 9ef4i4te he% aItteflamentH4en e^tifttumiS. I49 

„SottI«8efc^ten'' (8) in 1 Som. 9—14 imb bic „JDaDibögefd^ic^tett" (Da) in 1 6am. 16, 
14 (id jum @(j!ilu^ von 2 ftdn. 2 an. Seibe entl^ten eine gfODe guoerl&ffiger gefd^ic^tlid^er 
fifiediefentngen, fmb nAtt gegenmSrtig vielfach mit Einlagen <md einer ganj anber^ottigen 
Oitede (88) unb mit St^ftioniSsutl^aten oerfe^t. 3^r Soterlonb ift nur mit 93or6e^aIt }u 
be^nnnen. Sbt jid( Uge ed nal^, bie GauI^ueUe von einem Seniominiten, alfo einem Sn« 
gehörigen beS nflrblid^ Steid^, bie SoDib^eDe von einem gubSer Zuleiten. SOIein bie 
früher oielfad^ bel^auptete ^Sarteina^me ber einen C^iuiält für Soul, ber anberen für 2)avib 
Ift|t ftil^ in äSkk^^t nic^t (emeifen. 9(Serbing^ »ei^ bie {DooibdqueOe aud^ oon bem bdfen 
®ei{i pjL erja^Ien^ ber @aul befallen l^at ttnb gu grimmiger Siferfud^t unb felbft }u Saaten ber 
Slad^gier antreibt 9[ber nirgenbd geigt fU^ in bem Serid^t irgenbmeld^e ®el^äffigktt gegen 
Soul; SonatJ^on l^ot unter ber geifHgen Setbttflerung feined SSaterd ebenfo gu (eiben (1 ®am. 
20, 80 ff.) mie S)ai)ib. älud^ ber Serid^t über Gould @rlebnid bei ber 3<u<berin oon Snbor 
(1 eom. 28) begnfigt fid^ burc^oud mit ber SRitteilung ber Xl^atfad^. Unb ba| ber Serid^t 
über Soutt 9tieberlage unb Selbftmorb 1 6am. 81 nid^t etma ben 3^0^ oerfolgt, fein 9In« 
beulen }u fd^ftnben, ergiebt fid^ unmiberleglid^ auiS ber Xufnal^me bei^ Xrauerßebed 2 @am. 1, 
17 ff., fomie aud ben Serid^ten in 2 ©am. 2, 4 ff. unb 4, 10 ff. 9lad^ aUAem ifi leineSmegd 
audgefd^hrffen, ba^ beibe OueEenfd^riften aud ein er ^anb unb fiberbieS ouiS einer g^t flam« 
men, in ber bod Urteil über bie beiben erften Jt9ntge lüngft geHSrt unb bur^ teinerlei Sifer» 
fud^t ber Stämme me^ getrübt mar. S>a}u fKmmt, ba^ 1 6am. 27, 6 (Da) offenbar fd^on 
mel^rere „ftSnige oon ^jvba" lennt. SMed mürbe |d^od^ nod^ nid^t ba}u nötigen, mit ber Sin« 
fe^ung meit über 900 ^erabjugel^en. Sl^er fönnte bad fiarle ^eroortreten bed erbaulid^en 
(flemente in Stelen mie 1 Barn. 24, 10 ff. für bie fpätere @ntfte^ung ber 3>aoib«gefd^id^ten 
geltenb gemocht werben. 3>od^ ift fe^ ftaglid^, mie oiel oon biefen erbaulid^en Sieben, mie mir 
^e l^er unb 26, 17 ff. finben, auf 9le(^nung einer fpftteren 9bt^eftoItung ju fe^en ifi. 3)er 
urfprfingli(^ (Stylet tonnte unmöglid^ fortfal^ren, mie er 1 Som. 27, 1 tl^ut, menn er lur} 
juoor 24, 17 ff. gefd^eben ^atte. SUiberfeitd ergiebt fid^ bad oerl^ältnidmä^ig l^^e SUter ber 
Sauldergd^brngen oM einem boppelten Umjlanb. 3>ad Königtum ift ein Segen S^^n^ed ; er 
felbft ^ot auf ben Hilferuf feinet SSoIIeS Saul gum ftönig benimmt unb bem Samuel §uge<« 
fanbt, bamit ber Sebrüdhmg gdraete burd^ bie $l^itifter ein @nbe merbe (1 Som. 9, 15 ff.). 
Sad ifi ein gong anberer Stanbpunft, ald ber 1 Sam. 8. 10, 17 ff. unb Jlap. 12 oertretene, 
bem bad SSerlangen bed fßotU nad^ einem JtSnig als ein äSerrot m ^o^tot gilt, bal^er i^m 
Samuel nur mit bem Su^erften SBibermiOen no^giebt. Unb weiter: nad^ ber jüngeren ä(uf< 
faffung ift Samuel oor ber jtönigtoa^ ber Slegent bed SoIK, na(^ ber 9Bal|I aber ber 93or« 
munb bei^ Jlönigd, ber i^m ben Sefel^I 3al^med anfünbigt (1 Sam. 15, 1 ff.) unb il|n l^art 
anlaßt, ald er eigenmächtig ge^anbelt l^at (S. 14 ff.). 3« ben ;,SauI^efd^i($ten" bagegen ift 
er ein „&^tt*\ ber bei bem SSoIIe l^od^angefel^en unb oon Sal^me gemürbigt ift, ben neuen 
JtSnig gu falben, gu beffen 9eruf ed aber gelegentlid^ aud^ «äfixt, für ein menig Srot ober 
einen Siertelfrfel Silber Xudbtnft gu geben, mol^in fid^ jemanbed Sfelinnen oerlaufen ^aben 
(1 Sam. 9, 6 ff.). 

SlOe biiSl^er befproc^en S)enlmäler gehörten entmeber bem Sereid^e ber 3>id^t{unfl ober 
ber ®efd^id^tdfd^bung an unb geugten für eine frül^geitige l^ol^e Xudbilbung biefer Sitteratur* 
gebiete. {Dagegen fd^eint und bie ältefte 9(u^eid^nung oon 9ted^tdfa|ungen — mol^I aud bem 
Snfang beS 9. ga^l^nbertd — in bem fogenannten „^vbeSbui^" oorguliegen, oon bem 
mir f(^on frü^ (S. 189) in anberem ^ufammenl^ang gu reben Ratten. SBir (äffen ^ier bie 
Streitfrage, in meldte ber großen $entateud^queDen (J ober E) biefeS ®efe$b)rpud aufgenom« 
men unb ob i^m bereite ein JDdalog ooraudgefd^idt mar, gänglid^ beifeite unb befd^äftigen 
un« lebiglid^ mit bem Snl^alt oon 2 9Rof. 20, 24-28, 19. S)a| ber je^ige 2est oielfad^ 



oon (Stoffen* unb SlAalttondjut^atm bitrd^)ogen tft, wuvbe fd^on oben bemerlt. 9ttd^ mmbet 
Cel^ ber 9(ugenf(l^tn^ ba| bie wrfptfinglu^ 9(norbnung bev Soffungen me^rfad^ (fo nament« 
lid^ 21, 87 ff.) in Senoirrung geraten ifl. Sotoeit m nod^ aOebem ber urfinAnglid^ Zect 
nod^ ermitteln IS^t, fteKt er, wie }u erwarten, nid^t eine bad gefomte Solttleben untfponnenbe 
®efe^gebung nad^ tl^eoretifd^ ®runbfS|en bor, fonbem eine ftobiftjienmg oon Srotu^ unb 
@itte, oon ®e»o^nl^eitdred^ten, wie fte ft^ im tägUd^ SSerle^, indbefonbere oon 9lad^ }u 
9lad^bar, entmtde(n mußten. 3>al^er nehmen bie fogenonnten ^^Sd^enKogen" wegen SRorb, 
Xotfd^Iag, SRenfd^enraub, Jldrpero^e^ung, Siebflo^I, Senoo^Iofung oon gfeuer, älder« ober 
SSie^befd^fibigung ben breitefien 9laum ein. Daneben mad^ fid^ Jebod^ aud^ ber religi5fe unb 
et^ifc^e ®efid^td)mnlt geltenb, unb jwor nid^t blo^ in ben ©a^ungen, bie fid^ fpqieD auf ben 
jtultud (20, 24. 22, 19. 27, 29) ober auf bie Steckte ^ebräifd^ Stlaoen unb SKaoinnen 
begießen (21, 1—11), fonbem flberl^aupt in ber gfOrforge für SRaoen (21, 20 f. 26 f.), 
gtonblinge (22, 20), 9(rme unb Sebfirftige (22, 24 ff. 28, 10 f.), fowie in bem SSerbot ber 
3auberei unb bed Snceftö (22, 17 f.)* 3>a« @abbat«gebot wirb (28, 12) lebiglid^ cM ber 
^umanitätdpflid^t begrfinbet Sor aSem aber tritt und ein ^l^er etl^ifd^er @tattbpunlt in ben 
SefUmmungen (28, 4 f.) entgegen, we^e gebieten, gegebene^ ^ed ouii^ einen perfdnlid^en 
^einb oor @d^aben }u bel^ttten. 

Sud meld^em Äreif e aOe bief e 6af ungen ^eroorgegangen ftnb unb oor allem, burc$ weU^ 
öffentlid^e äluftoritftt i^re genaue Befolgung oerbürgt war, ift für und odDig in Sunfel gel^fiKt. 
Unb bod^ mu^ eine f old^ 9(uItoritat ooraudgefe^t fein ; ol^nebied l^ätten bie genauen Straf« 
unb Su^befUmmungen oon ber ftebenmal ongÄro^ten Zobedfbafe unb ber Sd^bung bed 
@(^abend am Seibe bed @d^ulbtgen (21, 28 ff.) bid l^erab }ur ®e(bfbafe feinen @inn. Xber 
fo nad^brfidßd^ aud^ (28, 1 ff.) ®ered^tigfeit unb Unparteili^feit in Stec^td^fobeln eingefd^fcft 
wirb, fo fe^It ed bod^ gftnglid^ an einer Sfnbeutung, wer eigentlid^ pm Sled^tfpred^en ober gur 
Überwad^ung ber ©selution bed SKd^terfprud^d berufen fei. älOerbingd wirb gweimal geboten, 
iemanben aud 9(n(a^ einer 9le(^tdfad^e „oor ®ott", b. ^. gu einem Heiligtum, gu ffi^ren, bad 
eine Stal (21, 6), um eine f^mboßfd^ ^anUung mit rec^tlid^ SEBirfung oorgune^men, bad 
anbere Stal (22, 8), um ein Oralel gu erlangen; aber felbfi in biefen gfäOfen ifl nid^t oon 
^itteldperfonen, etwa $rieflem**, bie 9lebe. Offenbar ftnb alfo in betreff ber (Serid^dßfttten, 
ber 3uf ammenfe|ung bed ®erid^td, bed $roge|gangd (fo namentlich bed S^g^m^l^td) unb 
ber @|eIution ISngft eingewurgelte Sräud^e ooraudgefe^t, fo ba^ bie 5tobiftgierung nur begwedfte, 
eine größere ®(eid^ma^igleit in ber Beurteilung ber Sted^tdfSQe unb ben gu oerl^Sngenben 
93u^ ^erbeigufai^ren. 9Benn bie 9(ngabe 2 S^r. 17, 9 aud rid^tiger Überlieferung gefbffen 
ifl, fo fönnte bie 9(uffleIIung unb Verbreitung biefer Slec^tdnormen burc( 3of<^'^ftt oon 3uba 
erfolgt fein. 2)od^ wSre au^ möglid^, ba^ fte oielmel^r auf bem 9oben bed ndrblid^en 9letd^ed 
entflanben finb. 

Sie ®efd^id^tdfd^bung l^atte fid^, wie wir fa^en, gun&d^ft ben Sreigniffen ber erftei 
jlönigdgeit, im norblid^en Sleid^ aud^ ben gelben ber älid^tergeit gugewenbet 2>ie Urgefd^ic^te 
bed SSoIId, fowie bie 3^^ ber $atriard^en, bie Sefreitmg aud ^[g^pten burd^ äRofe unb bie 
Eroberung bed oerl^ei|senen Sanbed, fd^eint bid minbeflend in bie falomonifd^ $eriobe ^ab 
nur ber münbßd^en Überlieferung unb Xudgeflaltung überlaffen geblieben gu fein. SHe altefle 



* 9Id folc^e oerraien fid^ burd^ ben &thxciu^ M ^lurold nomentlid^ 22, 20 b. 21. 23. 24 b. 
80. 28, 9b. 13. 

** ^ie noc^ oon einigen 9{eueren geteilte SReinung, ba^ in biefen @ teilen anftatt »oor 
@ott' oielme^r (load fprac^lid^ möglich) »oor bie @ötter' (fo auc^ Sut^er) gu überfe(en unb biefer 
9Cu0bnt(f auf bie Oberen ober ^riefler gu begieß fei, ifl gftnglic^ unhaltbar. (S^v bfirfte gu fragen 
fein, ob nic^t ber Sudbrudt aud einer Seit flamme, wo ®ott nod^ an iebem ^eiligtume burd^ ein 
9ilb, bad mit bem Ora!elwefen in Serbinbung flanb, repräfentiert war. 



und |ug8n0lid^e fd^riftlid^e ®e{ialtung liegt und in ton ^etvlid^en ®ef d^id^tdwetb oor, bad 
man wegen bed üBenoiegenben unb fd^on in \>et @(^opfungdgefd^id^te on^enben ®ebraud^d 
bed ®otte9namend 3al^we old bad jal^wiflifd^e (J) gu (^d^nen pflegt*. 3m gegen« 
»Artigen Zecte fe^t bet ^afftoV^ 1 Stof. 2, 4 b ein ; bod^ fc^eint bev mitHic^e Anfang (vieReic^t 



* KuS bet ^ef^id^te bet f^entateud^* (geimitet, ba aud^ bod 9u(9 Sofua flat! in Setto^t fommt: 
^esoteuc^*) Rtitif, bie nad^ mmmigfa^en Sttgftngen lo&^enb eined 3elttaum8 »on 140 3a(ten 
fc^KefeHd^ eine anfel^nlid^e Steige oon f^led^t^in fefl{le§enben (ih^e(mffen genonnen ^at, mag an btefet 
@teSe nur bad Sfolgenbe mitgeteilt feim 9{a(^bem fd^on in früheren go^r^unbetten oeteinsette 3n>^f^( 
gegen bie ^ut^enticität beS ganaen ^entateud^ laut getootben waren, machte ber franaöfifc^e 9rst ^tan 
Slfhuc SU IBtontpeUiet, ein frommer Raif^olif, bie grunblegenbe (Sntbedhtng, ba( im 1. f&u^ 9Rofe bie 
®ottednamen dlo^im (b. i« v®ott') unb Sol^ioe in auffSOiger Seife tDec^fe(n, unb grfinbete barouf bie 
99)»ot9efe, baB 9Rofe fe(6fl (bie Ventoteu^ftiti! ging alfo !eined»eg8 oon bet Setmerfung ber 
Xttt^ticit&t ouSI) anei i§m oorliegenbe $au)>tttt!unben (mtooiresX eine elo^iftifc^e unb eine ie^O' 
oiflifdie, neBeneinanbet gerefft unb i^nm fobann in einer 3. unb 4. ilolumne aud^^Sru^flütfe aud 
10 anberen Urfunben 5eigefüf)t ^a(e. . ^urc^ bie Serfc^melaung biefer vier ilolumnen fei bie je^ige 
©enefld entftanben« üfhuc perdffentUd^te biefe ^ppot^efe 1758 au 9rü{fel in einem anonpm er* 
f^ienenen Oud^e (Conjectnres rar loa m^moires, dont il paroit qne Hoyae a'est servi poar com- 
poser le livre de la Gtenese; bcutfdl Sfran!f. 1789), fonb iebo<9 in gfronftei^ i^eine fleod^tung. 

9{ad^ ^eutfc^Ianb mutbe bie 99)»ot^efe nomentlid^ butd^ 3. (3. (Sid^^otn oeq>f{anat (Einleitung 
in« %ite 2:eftament, auetfi £eipatg 1780 ff.) unb erfuhr (ier f d^ärfere »iffenf c^aftli^e 8egrünbung unb 
6atb auc^ weitere 9[udbi(bung. @o entbetfte 3(gen (,2)ie Urhtnben beS ierufalemifd^en 5Cenq>e(ar(l^io9 
in i^ret Utgeffcalt.' 18b. ^aOe 1798), ba( neben bet ie^oniflifii^enUtfunbenid^t eine, fonbetna»ei 
felbPnbige elo^ifHfc^e au untetfd^eiben feien, fieibet f^äbigte et felbfl biefe butd^oud ti^tige <Sr« 
fenntni^ butii^ bie Snnal^me oon 17 felbfiftnbigen (Stnaelutfunben in bet ^knefU, bie fld^ na^ i(m auf 
tene btei S^tiftfteOet oetteUen foOen. 

SCUe bie oetf^iebenen ®e{taltungen, bie 9fhucd ^ppot^efe 5i0 auf 3(gen etfa^ren ^tte, pflegt 
man unter bem 9kmten ^dXim UtYunben^ppotl^efe' anfammenaufaffen. 3§nen atten ifl bie 9nnabme 
einet gana äu^etlidlen Setf^mei^ung mei^tetet felbfiftnbiget DueSenfc^tifim gemeinfam. (Sin ameited 
6tabium Mlbet bie fogenonnte 8rtagmenten99pot9efer b. i bie $etleitung bed ^entateu^ au0 einet 
gtofien 3a(I einae(net unaufammenl^ftngenbet gftagmente, bie etfl in fpfttet 3eit oon einem Sammlet 
au einem ®anaen oeteinigt mutben (fo 8atet in feinem Äommentat übet ben ^entaieuc^, ^aOe 1802 
big 1805. 3 Sbe.). 3m weiteten 8etlaufe bed 6tteitd etfu^t bie äUete Utfunben^ppotbefe oud^ bie 
SRobififation, ba^ bie bem ^entateud^ au ©tunbe liegenbe e(o^i{Hfd^e Uthtnbe (bie fogenannte ,r®tunbi> 
f^tift") oon einem 9tebaftot mit Stoffen aud einet anbeten DueUenfc^tift, bet Je^ootfüfd^en, etgftnat 
wotben fei. Snbem man obet fd^Iie^lid^ ben (Stgdnaet mit bem 3e§ooiflen ibentifiatette, gelangte man 
aut (Stgttnaungd^9pot$efe. 8on be SBette ootbeteitet, oon <toalb 1881 atö 8etmutung ^in* 
gemotfen, oon 8(ee! unb ^tet o. 8o|(en audbtfidtlid^ geltenb gemalt, fonb biefe $9pot^fe im »Jtom* 
mentat übet bie (üenefig" oon $. ^u4 ($alle 1888) einge^enbe wiffenfd^aftlic^e 8egtünbung unb wegen 
i^tet gtoten (Sinfa^^eit balb aud^ faft allgemeine Slnetfennung. Sta^bem iebod^ ^pfeKb (v3)ie 
ClueSen bet ®ene^d unb bie Stt i$tet 3ufammenfe(ung.' 8et(in 1858) ttfUit^ bie fd^on oon 3(gen 
gefotbette Untetfc^bung ameiet elo^ifHfc^et Uthtnben a(d bete^tigt etwiefen, an>eiten8 abet aud^ 
bie Sebeuiung bet ie^ooifHf^en S^tift a(g dnei felbflftnbigen ©efd^id^tdwetlS übet jeben 3weife( et* 
^oben §atte, entftanben auf (Stunb biefet beiben (Stfenntniffe nad^ unb nac^ alle bie oetf^iebenen 
Sotmen bet «neueten Uthinben^ppot^efe". 3$nen aUm ift bie Xnna^me oon oiet utfptüngKd^ fe(b« 
flftnbigen $auptqueQen (nftm(id$ au^et bem ^e^wi^ [beffet 3a^n)iflen] unb ben beiben <Slo§iflen 
nod^ bed 3)etttetonomifetd P] im gtbfeten 5Cei(e bed 5. 8uii^ed 9Rofe) eigentümüd^. 3n bet %^ai ift 
je(t bie 8ietaa^(, fowie bet befonbete (£§ataltet biefet ^ouptqueUeufd^tiften ndt fo unwibetlegü^en 
(Stünben enoiefen, baau aui^ in bet DueOenfc^bung im einaelnen ein foU^e0 SRa( oon äbeteinfüm* 
mung untet aKen lompetenien gfotfd^etn etaielt, ba( bie Slb^nung obiget (Stgebniffe aut 3eit nut 
mx^ aus a«)^ (Stünben etflfttt wetben fann: entwebet aud bet Unbelanntfc^aft mit ben 2;iiatfad^en 
obet aud bem ein füt aKemal gefaxten (Sntf (^lu^, fi^ butd^ feine ©ewalt bet 2;^atfadien in bem geß« 
f^alttn an (dngß wibetlegten 8otuttei(en beitten au (äffen. 

dagegen ^ettfc^t auc^ untet ben 9n^ngetn bet neueten Utfunben^ppot^efe übet amei fünfte 
noc^ immet Stteit. (StfUiii batübet, oh bie oiet $aupt(|uellen hi% an ii^rer Sereinigung burc^ ben 
(nadj allgemeiner Knnal^me nac^eiilif^en) SÜebaftor felbfiftnbig nebeneinanber ei^ftietten, obet oh bet 



152 ^^^t ^ «efi^ie bed oltteftomentri^eit e^tifttumS. 

liegen feiner Stoeid^ungen von ber tKnrau^el^enben Jbdino0ome bed fogenaimten ^efter« 
lobec) toeggefd^nüten }u fein. SSon 1 9Rof. 2 ob fliegt unfete OueOe teid^Iid^ im gonjen 
1. unb 2. Siui^e Slofe, fobann wieber von 4. 3Rof. 10, 29 ob. Ob fte im 5. Sitd^ SRofe (omi 
jlap. 81 ab) Derireten ift, i{l }meifel^aft. 3m 9ud^ gofua ift i^re Xu^fd^bung mit ffo^ 
@d^»ieri^eit oerbunben ; il^ leisten fidleren ®p\xx begegnen mir in ben beiben er^ ftapiteln 
beiS Stid^terbttd^. @ie bqmedt ^mit eine ®efc$id^te ber idvaelitif d^ 2^eo(ratie oon 9(nf ang 
ber äBelt bid gur Seflfe|ung bed äSolfe^ im Sk^orbonlonb. SSmt gefe^Iid^en ^ortieen ifi i^r 
mit Sid^erl^eit nur ber Xbfd^nitt 2 9Rof. 84, 14—26 juiumeifen. 

über bie urmüd^ftge ^fd^e unb Sebenbi^eit, ben fd^dnen §lu^ in ben ^ol^Iungen bed 
So^miften ^errfd^t litngft nur eine Stimme; @tfid(e mie 1 9Rof. 3. 18 f. 24. 44 unb oiele 
anbere finb mol^r^afte SRufter tlaffifd^er, l^ebrftifd^er $rofa. ä(ber nid^t minber l^d^ ift ber 
®ottedbegtiff unb ber fittlid^ 6taiü)punlt biefer DueSe mijufd^lagen. gn beiben verröt m 
fd^on aEer Orten ber mäd^tige Sinfbt^ ber propl^etifd^en ^een, burd^ meldte bie la^mifHfd^e 
äSoH^religion oEmäl^nc^ oon grobfinnIi(^en, ja jum Xeil ^eibnifd^en Xnfd^ouungen gereinigt 
unb il^er ^ol^en Seftimmung jur SBeltreligion entgegengefül^rt mürbe. SQIerbingd ifi Sal^me 
}un(ld^ft nur ber ®ott S^roel^^ in ber Urseit unb $atriarc$enseit ber ®ott ber audermä^Iten 
Familien, oud benen bad 93oS 3drael l^eroorgel^en foK. S^nen mirb fein befonberer @d^u$ 
unb feine befonbere ^tforge gu teil. 9(ber barum ifi bod^ Sal^me sugleid^ ouc^ $err unb 



Sa^wift (J) unb ber i$m pertDonbte (Slo^ifi (£) bereite an einem Oan§en oerf4mo(§en waren, M baS 
2)euteronomiuni (D) mit il^nen vereinigt würbe; bad (efte Gtabium ber Steboftion n>dre barat bie Ser< 
einigung von J£D mit bem anberen (Slol^ifien (P ober bem ^riefterf obes) burii^ ben Itl^Un 9tebaftor (R) 
gewefen. 3n unferem Slbrifi ift, nie f^on in ben (Sef^id^tStafeln, bie sn>eite 9(nfl4t att bad Süd^tige 
angenommen. 

SweitenS aber — unb bied ift weitaud bad Sßi^tigere — ift nodf immer bie ^eitli^e 9teil^folge 
ber oier ClueSenfd^rifien ftreitig. 2)ie filtere Xnfiii^t ftanb unter bem 8anne bed SorurteilS, ba^ bie 
auerft (1 9bf. 1) vorgefahrte CtueOe, ber priefterlid^e Gfol^ifi, oud^ bie ftltefte fein mflfTe. ^afür fd^ien 
vor aQem audj an fpred^en, bab fte (nenigfteni^ im 1. 9u4 9ltofe) tl^atfftd^KcJ^ ben Stammen bilbet, in ben 
ber gefamte @tofF eingefügt i^ Unb fo giebt eS noc^ ^eute namhafte ©ele^rte, bie biefer @c^rift (P) 
i^ren !P(a(, wenn nid^t an ber 6)nte, fo bod^ (wie 3)iamann) nad^ £ vor J unb D ann)eif en. Xnbere 
fbeSen anar E unb J (ober J unb E) an bie ^pi^e, behaupten aber fflr P ober boc^ einen Xei( beSfeCben 
bie aeitlid^e Priorität vor D. (flber bie (Sntftd^ung biefe0 (enteren im 7. ga^r^unbert ^errfc^t babei fo 
gut wie v9Sige ttbereinftimmung.) 

XHen ben ebm erwähnten SReinungen trat jebod^ immer nac^brfidKic^ bie 9(nna§me entgegen, 
hai ber priefterUc^e (Sto^ift (P) vielmehr aule(t (in unb noii^ bem (S^iO entfionben fei unb fomit bie 
lette (Sntwidklungdfhtfe innerhalb M ^e^ateudi barfteOe. Suerft 1838 von &. fftta% (in 2:^efen fflr 
feine Su^brer) auSgefproc^en, bann 1885 gCei^aeitig von Satfe (^S>ie Sieligion bed Xlten ^lefUmtentS.'* 
I. Berlin.) unb ©eorge (,,2He älteren iübif^en ^e le." Berlin.) vorgetragen, war biefe ^vpotl^^ 
bereits fo gut wie verfc^otten, att fk 1866 von €kaf (ba§er feitbem bie ,r®raf 'fii^e $9pot$efe' genannt), 
einem G^fller von 9ieu(, aunfic^fi fflr bie gefe^li^en, nad^matö aber aud^ fflr bie gefd^id^tli^en fbt* 
ftanbteile ber ^riefterf li^rift erneuert würbe. 9iu^ Jeft anfangt nur von einaelnen ^kle^n (unb a»ar 
aud^, wie von bem großen ^oSflnbifc^en Itritifer ^uenen, auf (Srunb einge^enbfter eigener grorfcbung) 
angenommen, §at fle fd^Ke^lid^ vor allem burc^ bie glAnaenbe Seweidffl^rung SBeK^oufend (im 1. Stoibe 
feiner ,®efc^i(bte 3drae»', 8er(in 1878; bie 2. unb 8. Auflage ffll^rt ben Zitet „4^ro(egomena aur tk« 
fii^id^te SdraetS') in immer weiteren itreifen ICnerfennung, ja no^eau Weinl^rrfc^aft erlangt. S>ie 
®rflnbe, warum au^ wir fie fflr ^^le^i^n unumflb^Kd^ ^altenf werben im weiteren Serlaufe unfereS 
Xbriffed vorgeffl^ werben. 3n betreff aller ber (Sinael^eiten, auf benen bie Ctuettenf^eibung berul^t, 
verweifen wir auf ben ebenfo reic^l^altigen wie auverUlfftgen tßentateud^fommentar von 2)iflmann 
(@knefld, 6. «uft. 1892; (Sjobud unb £eviticud 1880, Numeri, Deuter., Sofua 1886), fowie auf 
$ol|ingerd »(Einleitung in ben $ecateu4' (Sfreiburg unb Seipaig 1893), an beren 6cb(u^ bie <^eb« 
niffe ber nom^ofteften gforf^er in 14 grofeen XabeSen Aberfid^tlid^ vorgeffl^rt werben, ^rd^ ver^ 
fd^iebenen S)nitf ift bie 3nfammenfetung beS 1. Su^eS SRofe onf^aulid^ gemacht in i,S)ie (ienefld mit 
äußerer Unterfii^eibung ber Duettenf^riften flberfett von itaut^fd^ unb 6ocin' (2. Hüft. ^reib. 1891). 



9(M% ber 0eff(i4te beS a(tiefiamenta<$eii 6d^ttfttumd. I53 

Stieltet oDer SSelt: er oemid^tet bie entartete Slenfd^l^eit bed erjlen äSeltoIterd burd^ bieSint« 
flttt, er ^raft (m^ ben uneri^orten Greuel ber Semo^er oon Sobmtt unb ®omottffa burd^ i^re 
gftttglid^ Vertilgung. 0r I&^t ben ^l^arao feine Vta^t füllen unb jwingt i^n fo }ur ^i« 
gebung feinet SoKed. SBemt fid^ bane&en bod^ aud^ 3^0^ fmben^ bie einen »eit 6efd^öntteren 
®0tted6egriff oerraten, jja, bie nur (»ie 1 9Rof. 6, 1 ff. 82, 25 ff.) aü Ü6erBIeiBfeI alter 
m^t^Iogifd^er ätnfc^ungen Begriffen werben ISnnen, fo (emeifl hxe^ fflrd erfle nur, »ie »eit 
ber Sal^ift n^ tum ber mec^ifd^en Unterwerfung unter ein mol^Ierwogened tl^eologifd^e^ 
69{lem entfernt ift. ÜBrigend aBer tritt uni^ oud^ bie Ifil^nfte SSermenfd^Ii^ung ^affme^, wie 
fie 1 9Xof. 2 unb 8 unb oor oDem Aap. 18 Dorliegt, immer in einer ®efialt entgegen, bie ben 
SittbrudC gattlid^er 3Ra]efttt unb (Erl^aBen^eit 9oU Befleißen IS^t a>a^ ®ott ben SRenfd^en 
fic^tBar mirb, OBeraS unmittelBar l^anbelnb eingreift, bient nid^t BIo^ baju, bie S^arfteSung 
bromotifd^ Bewegter gu geftalten, fonbem oor aOem bagu, ben SinbrudF von gal^we ald einer 
leBenbigen unb barum SeBen fd^offenben, freubigen (BIouBen unb ooOe ^ingeBung forbemben 
$erfdnlid^teit ju eri^3|en. 3u biefem S^tdt tarnt wal^l^aft religiöfe Smpftnbung ber 
fogenomtten Sntl^ro))opat^idmen unb Xntl^ropmnorpl^i^men nid^t entBel^ren. @rft einem viel 
fpSteren, in t^eologifd^er XBfhattion geflBten S^tolter war ed vorBel^alten, fold^e Sermenfd^ 
lid^ung ®otted anflöfiig ju finben unb nad^ Aräften m^ ben alten (Srsftl^Iungen l^inweggubeuten, 
bamit aBer aud^ einen guten Xeil bed 3^Berd, ben fie auf bad unBefangene religidfe ®emüt 
audflBen, }u jerßSren. 

Sßie ber ®ottedBegrifp, bürfen aud^ bie fittlid^en Xnf d^ouungen unf erer DueOe nid^t nad^ 
bem fkengfken 9Ra|fitoB c^fißc^er (St^ü gemeffen werben. 3^^^ if^ ^ burd^aud unrid^tig, 
wenn man bem So^iften ein ffiol^IBel^agen an bem Setruge ^citoh^ gegenüBer @fau (bed 
Sdraetiten gegenüBer bem Sbomiter!) ^t gufd^Ben woSen. SSielmel^r Bqeid^net gerabe er 
bad Serfa^ ^OoH (1 SRof. 27, 85) aü ^interlifl, unb bie StoOe, bie @fau in Aap. 88 
fpielt, iffc eine weit rü^mlid^ere, ald bie galoBd. Xnbered, wad und l^eute anftSjsig erfd^einen 
mag, erleWgt jid^ burc^ bie Slad^t ber SoRdfitte, ber aud^ bad 3^talter bed ^[al^wiflen nod^ 
unterworfen x% 9)ied gilt namentlid^ oon ben IteB^en unb aKebem, wad fie im ®efoIge 
^oBen. 2)od^ BleiBen aud^ bann nod^ einige Snftö^e, bie man nid^t mit bem Sinwanb Be« 
feitigen larni, ber Sa^ffc l^aBe ftd^ mit oBjeftioer SBerid^terflattung Begnügt unb ein audbrütf« 
lid^ SSerwerfungdurteil für unndtig gel^alten. 98ir red^nen ba^in bie ©efä^bung Sarad 
(1 9Rof. 12) unb SteBelad (Jtap. 26) burd^ bad unwal^re SorgeBen il^rer (Satten, femer bie 
ftBerliffatng SaBand (bed Z9pud ber oerl^a|ten Xramfter) burd^ bie fd^Iauen ftünfte ^^foBd 
(1 aRof. 80, 87 ff.) unb nid^t minber bie SerauBung ber I[g9pter 2 9Rof. 12, 86. ^e ÜBer« 
oorteibtng beiS SSoQdfremben gilt eBen unter Umftftnben aß gutes Sted^t. 9lBer wad woDen 
ff^ße|sKd^ aDe biefe (Singel^eiten Befagen gegenüBer bem ©efamteinbrudf, benwiroon 
ber ungd^d^Iten gfrömmigleit unb bem fittlid^en @mfl ber l^anbelnben $er[onen unb bamit 
bed (ErgSI^Ierd felB^ empfangen! „^^ Bin nid^t wert aller ber Sßo^Itl^aten unb aOer ber 
Xreue, bie bu beinem 2)iener Bewiefen l^afl", — biefeiS Selenntnid 3<tIoBd (1 3Rof. 82, 11) 
ifl offenBor gugleid^ ald ein Selenntnid bed SSoUeS gebadet, baiS feinen 9lamen trägt. Unb 
wemt bem gal^iften Opfer unb ®aBen oon Xnfang ber 9BeIt an aü felBftoerftönblid^ Sud- 
brudF frommer Sefmnung erfd^einen, wie anberwörts bie Sefragung bed gdttlid^en Orateld ate 
uralter Sroud^ (25, 22), fo lel^rt bod^ fd^on bad aDererfte Opfer (4, 8 ff.), ba| eiS nid^t auf 
bie ®aBe, fonbem auf bie ©eftnnung antommt, unb 9[Bra^am werbm nid^t Opfer ober fonffcige 
Sßerfe, foitbem bad glSuBige Vertrauen auf baS SBort ^affrotü aU ®ered^tigfeit gugered^net 
(15, 6). 

SSir ^aBen Bisher oon ber jal^ifHfd^en DueSe üBeraQ aü oon einem einl^eitlid^ S93erfe 
gefprod^. SMe fi^ärfere ^fung ber Seftanbteile l^at jebod^ ISngfl gegeigt, ba^ wir ed mid^ 
^ier mit oerfd^iebenen Sd^id^ten, alfo mit bem Sßerl einer jal^wiftif d^en @d^ule gu t^un 



154 ^^i ^^ 9ef<$i4te bed aliU^mtnüi^tn 6<(rifitumd. 

ffcictt. 3)et (Silier von 1 9Rof. 4, 16—24 toei^ oon lernet <Sint^t; betm et fe|t ootaud, 
ba^ oITe Ritten, Sluftlet unb @<l^mtd)e in ununtetttoc^enet 9te^e ooti ben 6d^en iamt^ 
ftammen. 1 9lof . 9, 20 ff. ^et|en bie @öl^ne 3toaffi, bie ttod^ in einem 3clte mit i^m mo^nen, 
nod^ bem urfptfinglid^en S^e^t @em^ Sop^et unb Stmam, unb biefe Slamen flehen l^ier in 
einem anbeten, n)eit engeten Sinn, old anbetmättiS @em, (^am unb Sopj^et. 1 9Rof. 11, 1 — 9 
ifl bie 3^tteuung bet SRenfc^^eit fibet bie Stbe nid^t (mie in Aap. 10) mt il^te Sbftttmmung 
von ben oetfd^iebenen @d^en 3toa^, fonbetn an bie Don ®ott Det^ängte @ptad^etmittung 
getnüpft. 9lad^ aSebem ^atte man guten ®tunb, {mifd^en einet cUteten unb iftngeten (Seflolt 
von J (J^ unb J') }u untetfd^eiben *. 9eibe et^si^Ien bie Utgefd^id^te untet bem (Sf^ii^ 
punit einet (^eildgefd^id^te, abet J^ atö bie Utgefd^id^ gdtodd unb o^ne Sotoudfe^mtg bet 
Sintflut, J^ ald Utgefd^ic^te bet SReufd^l^eit unb mit Sin^tung bed ®int^t(eri((t0« S)et 
(e^tete Seneift, obfc^n oon aDen mpt^ologifd^en 3ut^oten fotgfSItig geteinigt, füt eine nft^ete 
9e(anntf(^aft mit bet Sobplonifd^en Utgefc^id^te unb bamit fÜt bie fpStete (Sntfle^ng von 
J' im Setgleid^ mit bet fpejififd^ ^eBtäifd^en (1 9lof. 6, 1 ff. noc^ ^ mi^ologifd^ gefOtbten) 
übetliefetung von J^ 93on bem äBtigen @tjS^Iungd{loff (von 1 SRof. 12 ab) mitb meitoud 
bad meifie fd^on J^ ange^ött ^en. Seibe Stecenfumen mutben na((mald, mo^I im 8. 3a^ 
l^unbett, butd^ eine iubftifd^e ^b (J^) }u bem S^t^niii^^ vetfd^Ijen, mie et uniS je^t im 
SSeteic^e bed ^entateud^ ootliegt. 

^it biefet Xmta^me ifl aud^ am einfad^flen bad St&tfel getofl, bad übet bet ^mat bed 
2|a^mi|len fd^mebt. ttbetaD ift in ben ^attiatd^enetjS^Iungen bad gtö^ ®emul^t batouf ge^ 
(egt, bie 9Bei^e bet alt^eiligen @tStten butd^ Stfd^einungen Sal^ed unb befonbete (Etlebniffe 
bet ^attiatd^en ju edKSten. Qu biefen ^eiligen @tStten obet geboten aud^ bie fpegififc^ i^ 
taelitifd^ ^Uigtümet. SEBie mäte «S ba ju vetfle^en, ba^ ein 3^ biet — ju einet 3^^, 
mo beteitd bet Xempel @alomod ffcanb, — in fold^et SEBeife bie l^eUigleit von @id^em, Setzei 
unb $enie[ ^etootge^oben ^ätte,. mie ed 1 3Rof. 12, 6. 28, 18 ff. unb 82, 81 ff. gefc^ie^t? 
Xnbetfeitd abet ifi bie @rinnetung an Sbtal^am unb mo^I aud^ an 3aIob fafi butd^aud mit 
$ebton Doritnüpft; in bet ^ofepl^dgefd^id^te ift Iguba (nic^t Stuben, mie bei E) bet Obmann 
bet Stfibet, 2 9Rof. 82, 1 ff. liegt l^ad^flma^d^einlic^ eine jubaifd^e Setutteilung bed idtae(i« 
tifc^en @tietbien^0 oot. XSe biefe fc^nboten SEBibetfptfid^e etlebigen fid^ [Ao^ von \db% 
wenn man in J' (gefd^eige in J') eine jubäifd^e Stecenfton bet von J^ gebotenen ep^taimiti« 
fd^ Sotlage etblidEt. 

93on bet leiteten ^at natutgemä^ aud^ bie genouete SefKmmung bet (Snt^l^ungdgeit bet 
jal^mifKfd^en DueSe audgugel^. Xld obete Stenge bietet fid^ uni l^iet bie 3^t Salomod; 
benn auf il^n mitb 1 jt9n. 9, 21 bie Seibeigenf d^aft bet Jtanaanitet gutüdgeffi^tt, bie 1 9Rof. 
9, 25 f. (Detgl. aud^ 12, 6 unb 18, 7) ootaudgefe^t ift. SlBeitet l^at man oXi obete Stenge 
1 9Rof. 10, 11 ff. geltenb gemad^t, monad^ bet @tgS^Iet beteitd bad oon Xffutnaftt^abal 
(888 ff.) neuetbaute unb gut Sleflbeng etl^obene JtaU^u (ftelad^), bagegen nod^ nid^t bie Sauten 
@atgon0 (722 ff.) in 9b)tbnineoe temte. S)o(^ ift ftaglid^, ob 1 SRof. 10, 8 ff. beteitd gu J^ 
gel^dtte. Sbenfowenig ift aud 27, 40 etmad @id^ete^ gu etfd^Iießen. ®e^9tt bet gange Setd 
J^ an, fo mütbe et aOetbingd fftt eine Selanntfd^aft beiSfelben mit bem S^bfaK bet Sbomitet 
untet Sotam (um 845) fpted^en. 9(bet bie gmeite (ptof aifd^e !) Setd^älfte mad^t gang ben 
Sinbtud eines Bufa^eS 8U bem bid^tetifd^ @ptud^, unb biefet mei^ (mie 25, 28) nut oon 
bet2)ienftbatleit SbomS. 

®inb mit nad^ aOebem füt J^ auf ben 3^ttaum gmifd^en 950 unb 850 gemiefen, fo 
fel^It eS bod^ nid^t an gemiffen ©puten, bie übet bie 3cit SalomoS ^etabfü^ten. S)ie Set* 



* Setgl. ^ietgu bie ba^nbte^enben Untetfu<$ungen von Subbe, ,r^ie ^ihlii^t Utgefc^ic^te 
• (®en. 1—12, 5).' ®ie(en 1888. 



ICStit bet Sef<$i<$te M attteßmneni(i4en e^rifttumS. 155 

^lid^ng 3ofep^d in ber gefomten Sofep^efd^icl^te, nod^ beutlid^ bie SeDotjuguttg be^ 
lungeren Sp^taim oor Stanoffe (1 3Rof. 48, 17 ff.) fe|t ol^ne 3meifel ben »effamb bed ndrb« 
Itd^ äteid^ed unter jtdnigen aud bem Stamm Sp^raim vorauf- Sor aQem aber bemeifl für 
bo^ 9. Sal^^unbert ber fd^on oben l^eroorge^obene, fiberoK fpürbore @influ^ )n:opl^etifc^er 
Sbeen. S)ie 3rit bed Sleligumdtampfe^, ben SItad mit bem S9aal führte, fd^nt Bereite ba« 
^inten ju liegen, ber 2la^mehUt unangefod^ten, ja in 9Ifite ftel^enb. 2)ie ^reube m i^m 
flingt überaQ burd^, ober nid^ minber bie ^reube cot ben Segnungen, bie ^al^we über fein 
Soll audgefd^fittet, an ber f((^&nen ^mat, bie er i^m verliefen ^ot. 3)ie ASmpfe, bie gu 
i^ ®eminnung ou^fed^ten maren, liegen fc^on meit surfid. ®eorbnete 3u{lSnbe, fonfte 
Sitten ^ben bie Ober^onb gewonnen. S)er 93er(e^r mit ben benad^borten Stammen unb 
SöQem ifi fafi oudnal^mdlod ein frieblid^er; bad freubige Semu^tfein ber gewonnenen SRad^t« 
fteOung ift burd^ teinerlei falfc^en 92ationaIbflnleI entfteOt, mol^I ober (1 SRof. 12, 3 u. <l) 
mit ber er^ebenben Sl^nung verbunben, ba^ 3drae( oon feinem ®otte nod^ gu etmad ©rS^erem 
befümmt fei, ald gu einer e^enooKen polilifd^en Stellung in ber SBöIIenoelt (Sine genaue 
SefKmmung oon Ort, 3rit unb Serfaffer ifl notfirlid^ unmdglid^. 2)ad meifte aber bftrfte, 
memt mir eine Vermutung magen foSen, bie Sbife^ung um 855 ffir fld^ j^aben. 2)amald 6e« 
flanb bie oon Omri erlSmpfte SRad^tfteDung Igdraeb nod^ ungefd^mftd^t fort. S>er Angriff ber 
Xramäer nntr bei Somaria unb bann bei 3ipffd flegreid^ gurfitfgefd^Iagen, unb bad ftu^erfl 
freunblid^e SBerl^SItnid gu Sofop^at oon 3uba lomtte eine lange 2)auer biefer günftigen Qu* 
ftänbe gu oerbfirgen fc^einen. 

SBie bie ®runb(age ber jal^miftif d^ OueSe, fo f d^einen aud^ bie fonfügen, giemlid^ um« 
f&nglid^en Überrede ber ®efd||id^t0fd^reibung unb 2)id^t{unfi bed 9. unb 8. 3<^rl^unbertd, bie 
und nod^ im ^tateud^, oor aSem aber in ben Somuelid« unb JtdnigdbiU^em erhalten finb, 
f&mtlid^ bem 8oben bed ndrblid^ 9leid^ gu entflammen. So bie (Ergäl^Iung oon bem Serlufl 
unb ber 3urüd(bringung ber ^ligen 2abe (1 Sam. 4, 1 b — 7, 1 ; in ber flberfe|ung mit £ 
begeid^net), oieUeic^t Srud^ftfidC einer ®ef(^id^te bed ^eiligtumd gu Silo. %üx bad äUter ber 
$eriIope bfirgt namentlid^ bie Suffaffung ber l^eiligen Sabe unb ber in i^ verborgenen magi« 
fd^en JtrSfte, bie und 4, 6 ff. 6, 8 ff. unb 6, 19 ff. entgegentritt. ®ang gmeifeKod ep^raimitifd^ 
ifl femer ber fogenannte ,,Segen SRofed" (5 SRof. 38). 2)ied geigt bie überaus fd^ungooDfe 
Ser^errlid^ung Sofep^d 93. 18 ff., mS^enb ffir 3uba nur ber äSunfc^ ber 3Biä)eroereinigung 
mit bem übrigen Solle unb ber Srrettung oon feinen Sebröngem bleibt. 2)ad Jtraft« unb 
Siegedbenm^tfein, bad aud S. 17 unb befonberd au<^ m^ bem Sd^lu^ S. 26 ff. §eroorleud^tet, 
erilirt ftd^ oielleid^t aud ben Siegen 3oad' (798 ff.) über »en^abab n., bie ber langen 9e« 
br&ngnid gdroeld burd^ bie Xramfter oon 3)amadlud ein Snbe mad^ten. ^r bie l^erhmft beiS 
Segend aud $riefter(reifen geugt ber Seoi gemibmete Sprud^. 98ie man aud^ ben fd^mierigen 
(Singong bedfelben beuten mdge, cM S. 10 f. fprid^t beutlid^ ein fräftigeiS Semu^tfein oon 
ber äSid^tigleit bed l^l^en SlmteiS, aber aud^ oon bem feften 3ufammenfd^lu^ unb ber SRad^t 
bed $riefilerfl an bed aKen feinen ^einben unb paffem gum Xro|. Ob übrigen^ ber ,,Segen 
3Rofed" afö Seflanbteil eined gr9|eren 9Berl0 (ber älteren elol^ifKfd^en ^entateud^queOe?) er« 
l^alten geblieben ift ober erft oon einem ber fpftteren Slebaltoren eingefügt marb, lä^t ftd^ nid^t 
entfd^eiben. 

(Siner befonberen Quelle bürften bagegen bie $ropl^etengef(^id^ten über Sliad entflammen, 
bie mir je^t 1 Aon. 17—19 unb 21 lefen (in ber überfe^ung mit P begeid^net) unb bie man 
mit ben etwad lungeren Slifagefc^id^ten (P') in 2 jtdn. 2. 4, 1—6, 23. 8, 1—15. 13, 
14—21 unter bem 9lamen ,,$ropl^etenfpiegel" gufammengufaffen pflegt. Der Xnfang ifl und 
nid^t erl^alten; Sliad tritt 1 StSm. 17 oöSig unoermittelt auf ben Sd^aupla|. 9)agu leiert 
18, 4, ba^ ootl^er etmad über bie blutige Verfolgung ber ga^meprop^en burd^ 9l^abd ®e« 
ma^lin Sfebel ergäl^It mar. 9lber mag und fomit nur ein Sludfd^nitt aud bem (Sangen erl^alten 



156 ^^^( ^ ®ef(i^i<$te bed altieftamentlid^at ed^ttftiumd. 

unb btefe^ felbft oon lesenbenl^aften 3ut^<ttett nid^t freige(Ite(en fein, fo ifk bantm boi^ ba§ 
Urteil bered^tigt; bajl toit in ben Slia^efd^id^ten ein BebeutenbeS 2)en!mal jenes gto|en 
SteligümdtantpfeS Seft^en, ber eine 3rit lang mit bem @teg ober bod^ bem ftaxlm ttbergemui^t 
bed SBooIdfuItuS in ^9tad gu enben bto^te. Stid^t ate ob eS m babei um eine DöQige Seug« 
nung !S<^»ed gel^anbelt ^e. 9Bd)er lann 9(l^ab, beffen brei Itinber mit 3a^[we] }ufammen* 
gefegte Flamen tragen (oergl. aud^ bie fftoUe, bie er 1 Jt9n. 22 fpielt !), ein Sa^eoerSd^ter 
gewefen fein, m>^ tann bad SBoR fd^Ied^t^in mit feiner ganjen Sergangenl^eit gebrod^en l^aben. 
Slber fd^on baS ,,$infen auf beiben Seiten" (18, 21) mar fd^Iimm genug. Snbem man smar 
Sal^me vereide, ed aber aud^ mit bem 8aal, bem oermeintlid^en Spenber aDer ®aben beS 
^d^tlanbed (oergl. $of. 2, 7) nid^t oerberben moSte, gog man ^cS^xot ^ab in ben Sereid^ 
ber Saale unb oerfperrte bamit ber gröjsten unb mid^tigflen aller ))ropl^etifd^en S^een, ber Don 
ber Singigteit 3<^^n)ed ober bod^ gunSd^fl oon feiner aQe ^eibengStter meit überragenben 
SRad^t unb ^ol^eit ben 9Beg. Unb ber gro^e Siferer fOr biefe SBa^eit, ber unter aOen (St* 
fkalten bed alten SunbeiS nur in 3Rofe, laum nod^ in Samuel, feineiSgleid^en l^at, bal^er eine 
fpätere S^i nac^ SRaleac^i 8, 28 eben i^n aü SBorIftufer bed „Xaged ^(äfw^" erwartete, — 
er l^at in bem Srgäl^kr von 1 Jtön. 17 ff. einen 9)ar{}eD[er gefunben, ber feiner mfirbig mar. 
^ad ©el^eimnidooSe an ber $erfon beS (Slxa^, fein bli^fartiged Srfd^nen unb SBerfd^minben, 
bie großartige ^erbigleit feiner Sieben, mie bie @nergie feines ^anbelnd : bad SUIed mirb und 
mit fo munberbarer $tafKI unb bramatifi^er Sebenbigteit oorgefüi^, baß und auf Sd^ritt unb 
Xritt bad ®efül^I eined Xujserorbentlid^en begleitet. 

gm Sergleid^ mit ben @Iiadgefd^id^ten geigen bie 2 Jtön. 2 beginnenben Slifagefd^ic^ten 
eine geringere firaft ber 9)arfteDung. 2)ad Segenben^afte nimmt fafi nod^ einen breiteren 
Slaum ein (oergl. befonberd 2, 8. 24. 6, 8 ff. 18, 20 f.), unb einige $eriIopen fd^einen auf 
Slad^al^mung ber entfi^red^enben Sliadergäl^Iungen gu berul^en. Sei alUbem gemSI^ jeboc^ 
aud^ biefe StüdFe mand^en mid^tigen SinbKtf in bie religidfen unb politifd^en 3uflSnbe jened 
3eitalterd unb finb barum aud^ ald Sefd^id^tdqueOe oon erl^eblid^em SBert. 

3lo^ mel^r gilt bad Se^tere von ben ungef&^r gleid^geitigen (StgS^Iungen aud ber 3eit 
a^abd, Soramd unb Se^ud in 1 Rän. 20. 22. 2 jtön. 8 (?). 6, 24 — 7, 17 unb (mit aOerlei 
Sutl^aten) Jtap. 9 unb 10. XOe biefe StüdFe geigen ftd^ aud^ mit @ingel^eiten ber um etnm 
gmei 9Renfd^enaIter ^inter i^nen liegenben ©efd^id^te mo^I vertraut unb miffen biefe mit großer 
ätnfd^aulid^leit unb Sebenbigleit gu erg&^Ien. ^Sd^ftma^d^einlid^ finb fie Seflanbteile eined 
größeren ®efd^id^tdn>erfö ; il^ Sufnal^me in bad Jldnigdbu^ oerbanlen mir o^ne Sto^fd nur 
bem Umflanb, baß il^nen aSen irgenbmeU^ed religiofe gntereffe anhaftet. 6o ifl 1 Hon. 20 
(abgefe^ von ben nac^trftglid^ eingeflod^tenen $rop^enffn:üd^) ein Senhnal bafftr, baß 
Sal^e, ber Serggott (S. 28), mit feinem Soll aud^ in ber @bene gu fiegen vermag. 3n 
Aap. 22. 2. Jt9n. 3 unb 6, 24 ff. fpielen $ropl^en eine ^auptroQe ; Stop. 9 unb 10 miib 
berid^, mie gel^u, im ätuftrag Slifad gefalbt, ben 2)rol^fprud^ bed (Sliad über bad ^ud 
9(^abd in SrffiOtung bringt uitb gugleid^ bem Saaföbienfl in ^drael grönblid^ ein @nbe ma^i. 

Stber aud^ ber grauen Soi^eit menbet ftd^ nod^ einmal bie epl^raimitifd^e ®efd^id^td« 
fd^reibung gu. @tma um bie Glitte bed 8. Sal^^unbertd entfte^t bie gmeite ber großen $enta« 
teud^queOen, bie man megen bed burd^gSngigen ©ebraud^d bed ©ottednamend „&loffxm" (b. i. 
®ott) ald bie eCol^iftifd^e (E) gu begeid^nen pflegt. S>aß mm biefe, im je^igen ^tateud^ nur 
im Xui^ug mitgeteilte QueKe erfl aOm&I^Kd^ von bem gang anberd gearteten priefterlid^en 
(Slol^iften unterfd^ben gelernt ^at, ber btd 2 ÜRof. 6 gleid^faOd ben (Sottednamen ^a^me ver« 
meibet, mürbe fd^on oben (@. 151) in ber Überfid^t fiber bie ®efd^id^te ber $entateud^fritil 
enväl^t. 2)ie erjle fidlere Spur ber DueEe E begegnet und 1 9lof. 16, alfo in ber (Sefd^id^e 
Xbra^amd. (Sine Urgefd^id^te (entfpred^enb ben ja^ifKfc^en Stfidfen in 1 ÜRof. 1—11) 
fd^eint fte fomit nid^t entl^alten gu l^aben. 2)agegen mu^ fie in ber ^triard^engefd^id^te, ber 



SQbtil ber @efd^t((te M a(tteflatnentri<$en @(((tfltumd. I57 

(Befd^d^te bed ätudiugd unb bet (Sn)(emiig Itanaand faß burd^ioeg bem Sol^toifiken poroDel 
gegangen fein. 2)ie« ergtebt fi(^ att(( otid bem StfiAIid, ber gof . 24 mit ben SEBorten biefer 
OueOe Aber bie ganje 3^t von ber Sinmanbentng 9l6ra^amd bid }um 2;obe äofuad gegeben 
mtrb. Z)a(na(( begmedte oud^ biefed äBevI, eine ®ef(^ii$te ber SSorbereitung unb SSegranbimg 
ber i«rae(iüfd^ XJ^eotratie su geben. 2>a^ jii$ feine 2)arfiteaung aud^ nod^ Aber bie 9li(^ter« 
jeU unb bie frfil^ere Aönig^eit erftredK l^abe, mußten mir fd^on oben (@. 148) oI« minbeßend 
unma^rf (^etnlic^ begeid^nen. 

fi6er feine {^erlunft oud e))l^raimitifd^en $riefterlreifen l^errfd^t längft oSfeitige 
äbereinfHmrnung. gn ber Z^at IS^t bie ^e l^eroorl^ebimg ber großen idroetitifd^ ^Kg^ 
tOmer, obenan bed ^igen Steine« von 9et^, bie StoQe 9iubend old bed Dbmamted ber 
Srfiber wib mangels anbere nur biefe Xnnal^me gu. Streitig i{l bogegen^ ob £ erfl nod^ bem 
Sa^mi^ unb nid^t melmel^ oor i^m entftanben fei. 8e|tered l^ot man namentlid^ oM bem 
grd^eren Steid^tum an f onfl oerf dienen Stamen unb (Eingd^eiten folgern moDen. ^em ftel^en 
iebo(( fe^r erl^ebli((e (Srfinbe fOr bie Priorität be9 SaJ^miften unb bie Xnfe|ttng 9on £ erft 
um bie SRitte be« 8. ga^rl^unbertd gegenüber. SSie ber ®otte$begriff, fo ift aui( ber fittlic^e 
Stanbpuntt oon £ meit reffeKierter^ aü ber bed Sa^miften. 3uni Sirmeid bofftr mfirbe f d^on 
bie faß burc^Sngige Sermeibung bed Sal^enamend genfigen ; fte erinnert lebhaft an bad 
fpätere SSerbot, biefen %mm audgufprec^en. ferner iß e8 gemi^ nid^t gufSSig, ba^ ®ott in 
biefer DueQe nii^t mie beim 3<4mtßen oon $erfon ju $erfon mit ben 9Renf(^ oerle^rt, 
foiA)em oom l^immel ^er i^nen guruft (1 9Rof. 21, 17. 22, 11) ober aud^ ftc^ ber Sermitte^ 
bmg buri^ (Sngel bdiient (28, 12). SMe Xrt, mie ätbral^om 20, 12 oon bem 93ommrf ber 
Sfige, 21, 11 ^. oon bem ber {^e gegen ^af/ox unb S^ntael gereinigt, oor aDem aber, mie 
31, 6 ff. ber 9etrug gatobd gegen Saban in eine Übervorteilung galob« burd^ Saban um« 
gefef^t mirb, geigt beutli(( bad Seßreben, ben ßttlid^en Xnßo^ an ber älteren, aud^ bem @r« 
gä^Ier mol^Ibelannten ^orm ber Überlieferung gu lieben. 2)agu iß ed nid^t aud ber Suft ge« 
griffen, rnenn man in biefer OueSe ni<^ nur ben ßie^enben, f ((mungooSen <StU, fonbem oxt^ 
bad nationale unb religiofe^^d^effii^I bed l^al^mißen oermijtt unb ßatt beffen einen g^Snqiften 
Xon unb beforgten Sinn in ü^ gefunben l^at SSol^l iß t& fo gut prop^etif c^e ®ef(^id^t0^ 
f<^eibung nrie bie bed 9a^miften. 9(ber ße mac^ ald (Bai^ed nid^t me^r ben Sinbrudt eined 
ßegedgemiffen XudbUdd auf eine ruI^mooOe S^i^unft, fonbom e^ ben eine« 9lftdEbIi(te auf 
eine bal^inten liegenbe ®efd^id^te mit oie(en trfiben (Srfal^rungen. So Singt gang befonberd 
burd^ bad Sd^Iu|Ia))iteI (3of. 24) bod Urteil: nod^ iß eS oieOei^t 3eit, burd^ ernßli^en 
9ruf^ mit bem SS^enbienß, ungeteilte ^imoenbung gu Sa^me ben Untergang au^u^alten, 
unb bad äSoQ gelobt folc^ed auf ben emßlid^ Sorl^alt ^o^iuA. Xber gofua f elbß lamt 
nic^t red^t baran glauben : bie JKuf t gmifd^en ber unantaßbaren ^eiligieit Sal^ed unb ber 
f(((immen Xrt be9 SoSed iß gu gro^, ald ba^ nod^ eine Teilung ber tiefen Sd^ben gu er« 
märten märe. 2)ad Sorgeben bed Soßed, Sal^me aOein bienen gu moSen, mirb f((Iie^id^ nur 

gu einem ,,3^(P^i^ 0^^ ^ f^f^''- 

2>a^ ßd^ übrigen« im Saufe ber 3^t aud^ m biefe Duelle fetunbSre Seßanbteile an« 
gel^ftngt ^aben, ba^ man alfo mie oon einer ja^ißifd^, fo aud^ oon einer efol^ißifi^en Schule 
rd>en famt, mirb fd^ burc^ bie Srmftgung na^e gebgt, bo^ ba« SEBerf offenbar frül^gettig auf 
iubaifd^ Soben oerf>fIangt mürbe unb l^ier naturgemäß eine Überarbeitung erfuhr, bi« e« 
fi$Ue|Ii(^ mit bem Sdl^mißen gu einem Saiden oerf^molgen mürbe. 

3n bie letzten ^aiftiäfnU bed Striche« 3drael gel^Srt mo^I aud^ bie 9iogra)ri^ie Samuel« 
unb Sauß, bie nn^ in 1 Sam. 1 — 8. 8. 10, 17—24. 15. 17 unb (oielfad^ mit anberen 
@Iementen oerfe^t) oud^ Jtap. 18 f. 21 f., bann Stop. 26, gulef^t mo^l in 2 Sam. 1, 6 ff. er« 
galten unb cm Staube ber Überfettung mit SS begeid||net iß. 9Bie fd^arf ß(( ber Stanbpunit 
biefer QueDe oon bem ber älteren Samuel«« unb Saul«gefd^id^ten unterfd^et, iß bereit« 



158 ^^^i ^ ®ef<$ici»te bed olHefiameiitKd^en 6<$tiftittinS. 

oben 6. 149 ongebeutet. 2>ad JtSnigtum ijl bturd^oud !etn Gegen, fonbem ein gflud^ ffit ba^ 
SoH. 2)enn baS Serlangen nad^ i^m tommt einer Semerfung 3^1^«'^ i^^^ ^nb ifk un^ 
geachtet ber emfUid^ften SSemomung (1 Som. 8, 10 ff. 10, 17 ff.) bem Gelder, ber hxi^ an 
@otte9 Statt bad SSoII regiert l^at, o&getrotft. &^ ber erfte ftSnig l^at bie fi^Iimmen Se« 
füri^tungen, bie gegenüber bem ftdnigtum gu liegen »oren, ooSauf gered^tfertigt. Sieben 
biefem t^Iogifd^en $ragmatidnntö finbet fic^ anbenoftrtiS ein fold^ Xnfd^Iu^ an bie t^i 
9oIIdtümIid^e 9(ui^ unb Umgeftaltung ber älteren, gefd^id^tlid^en ftberlieferung (ein gerdbegu 
floffifd^ed Seifpiel bofttr ift 1 &am. 17 !), ba^ baS UrteU bered^tigt fein bfirfte: tu ftnb in 
biefer S>arfteQttng fe^r mannigfaltige Überlieferungdelemente fa einem ®an|en vereinigt ttnb 
ium Xeil einer Seurteibtng etwa vom Stanbpuntt ^ofea^ aud unterworfen. Stur mit oOem 
Sorbel^alt wagen wir fd^ließlid^ bie Vermutung, ba^ bie Sludarbeitung biefer DueDfe in 3tt» 
fammenl^ang jianb mit ber Std^oftion bed fogenannten ^^oorbeuteronomtfd^ Stid^terbiM^iS", 
bad ottiS ber Serfd^meljung ber alten epl^raimitifd^en ^elbengefd^id^ (f. o. ®. 145) unb ber 
o^ne3n>eifel weit jüngeren (in berüberfe^img mit ri bqeid^eten) Xu^&I^Iung ber fogenannten 
,,Ileinen Stid^ter" l^eroorging. 

XSe biefe ®efd^ii$t^merfe l^atten, oDerbingd in oerfd^iAener SEBeife, oor aDem aud^ ber 
Pflege bed religidf en SebeniS in S^rael bienen moSen. Unterbed mar aber noi$ ein anberer 
ftämf^fer auf ben @d^aupla$ getreten, ber biefed felbe 3i^l <u>f birdtem Sßeg unb mit weit 
mirff ameren 9Ritteln verfolgte : bie f d^ftfteOembe ^rop^etie. 

S>er l^rftifd^e $ro))^etidmuiS J^at belanntlid^ mamtigfad^ Xnalogieen in anberen 9t^ 
ligionen, unb gmar bineiSmegd blo^ auf femitifd^em Soben. 9(ud^ bie ®ried^ unb 9t9mer 
f annten @e^ unb Geigerinnen, bie, von i^rem ®ott ergriffen, im Ütamen bief e9 ®otte9 rd>eten 
unb Ober ®egenm8rtiged unb 3^t^f^ifl^f Sffentlid^e unb inrioate SMnge Xudbinft gaben. 
Z)ad aber ifl ba$ Sinjigartige an ber idraelitifd^en $ropl^e, ba^ fte fU^ von ber anfänglich 
SSerquidEung mit ber 9tantit ooSfl&nbig loiSgelSJI unb audf d^Iie^tid^ in ben SHenß ber 9teligion 
gefkdlt ^at, — genauer, bajl bie mal^rl^aften ®ottedpro))l^eten nur gu fold^em 9)ien{i von i^rem 
®ott berufen unb au^erüflet mürben. 

3n alter 3^t tritt und eine bo))pette ^orm ber $ropl^e entgegen. S)ie eine berül^rt 
fid^ nal^e mit bem $rieftertum. S>enn aud^ i^r ®ef(^Sft %% auf Sefragen in allen mdglid^ 
Slngelegenl^eiten ,,9Seifung" (törä) ju erteilen, nur ba^ fid^ ber $ropl^ bagu nic^t Su^mr 
9Rittel bebient, wie ber ^ßriefter bed ®ottedbilbe0 (ephöd) mit ben llrim unb Zummim, 
fonbem l&iglid^ m^ ber firaft bed ®ei{le8 xAtt, b« i^n befeelt. 2)abei ifl fibrigend nid^t 
au^ef d^loff en , ba^ ber ^rop^et aud^ m^ freien Stüden einen ®ottei^prud^ oerffinbigt. 
Samuel mei^ auf Sefragen XuiSlunft ju geben, bajs fid^ bie oeiiorenen Sfelinnen beis Aid 
miä^ergefunben ^aben, l^at aber gleid^tig fflr ben ^^ager aud^ einen ®otte8fprud^ in Sereit» 
fi^aft. iDerfdbe X^ia von Silo, von bem bie ®ema^lin ^erobeam« I. (1 itdn. 14) f&r je^n 
Srote unb Aud^ unb einen Jlrug ^onig einen Xudfprud^ Aber il^ren (ronlen So^n )u er» 
l^alten l^offt, ^at guoor (11, 29 ff.) Serob^m burd^ eine fpmbolifd^ ^anblung unb begleitenben 
Sprud^ bad llSnigtum oeriflnbigt. 2 ftön. 4, 28 wirb ooraudgefe^t, ba^ man auc^ einen 
@lif a an ben Sabbaten unb Üteumonben in $riimtangelegenl^eiten gu befragen pflegte. 9tai^ 
allebem wirb angune^men fein, ba^ auc^ „ber ^ropl^et" Stat^an unb ®ab, ber „Sd^" 
S>at>ibd, von benen und gufaSig nur ®ottedfprüd^e oud freiem älntrieb berid^tet werben, bie 
Srteibtng von ^^SBeifungen" auf befragen ald einen 9eruf audgefibt ^aben. gfel^lt H boi$ 
nid^t an f old^em 9efragen ber ^ropl^eten bid in bie 3eit ^efield l^inein, nur ba^ ed fid^ babei 
fpäter nic^t mel^r um Privatangelegenheiten, fonbem nur um ^agm bed dffmtlic^ Sßo^d 
ober religidfe gntereffen l^anbelt. 

Sieben ber bid^er befprod^enen gform ber ^op^etie gel^t jebod^ eine anbere nebenl^er, bie 
l^öd^ftwal^rfd^einlid^ jEanaanitifd^em 9obm mtfpmngen, aber aud^ in S^ael }u Sebeutung 



9ihxii bet «efd^idftie M otttcflasiieiiil^en e^tifitiimS. 159 

gelangt ift. 2>a0 ift ber Sttft<ntb bet Segeijibtng, bet Sinjelne, am liebften abet ganje @d^en 
von Sa^ioeoetei^tetti tote tnit fibetntenfc^ßd^ ®eioaIt etgteift uttb ju 9td>eit uitb 9b^atett ber 
SetgftAtitg attiteibt^ alfo ba^ aud^ ^^ntet^el^e butd^ il^ ISetfpid ju gletd^ettt Zl^un fott» 
gettflfett toetbeit S>et ailefte Setid^t biefet 9(tt bärfte 1 @am. 10, 5 ff. uttb 10 ff. t)ot(iegeit. 
9lod^ toeit btaftifi^er toixb uitd eitt foU^ Sotgaitg 19, 18 ff. uttb gtoot uniet ^etemjie^uttg 
aud^ bet $etfon €attmeld gefc^Ubett. 92ad^ 4 9Rof. 11, 24 ff. (J) eteigttete ftd^ Sl^ttli^ied m^ 
eitttital to%ettb bed Sßüftengugd. 92ad^n&ttge au^ ber fiötiigdgeit ftttb 2 Adtt. 8, 15, ttac^ 
weld^ @td[e ftc^ (Eltfa in bet 9lege( butd^ Saitenfpiel in einen Suftanb ber ^geifterung i>tt* 
fe^en Ite|, unb 9, 11, um) bte Dfftjiete ge^d ben t>on dlifa gefanbten $topl^etenjiUtget (urj« 
»eg aU einen ^Settüdtten'' begeid^nen. Sa| bie utn dlia^ unb @Iifa gefc^atten ®eno{fen« 
fd^ften t^on „$top^eten]itngetn" tto^^bem nid^t mit jenen ,,jal^mettunfenen" @i$aten bet S^t 
Samuels in ^ataDele gefkOt werben bütfen, mag nur beilSu^g bemetit fein. 

Offenbat eignete nun bie nochmals allgemein Abliefe Segeid^tmg bet $top^eten oü 
nibi (VU^itißfyl nebum) utffwftnglid^ DOt aSem jenen Seqüdten. S)ad SEBott bebeutet eigent« 
lid^ einen 9iufet, genanet einen, bet in l^eiliget SetjfidEuttg 9iuf e, tiieKeii^t aud^ nut unattilu« 
lierte Saute audftö^t. S)ad t»on bem {^auptmott abgeleitete 3^tmott (bithnabbe), bad nod^« 
matt einfa($ ,,meiiSfagen'' bebeutet, ftd^t 1 €am. 10, 5 ff. u. a. beutlii^ nod^ im @itm oon 
,,ftc^ wciüit gebStben". (Song fem liegt bem Sßotte (mie fibtigend tttf))tttnglid^ aui( bem 
gtied^ifc^ „prophetes") bet Segriff beS Sotl^agend bet 3ubmft. 

1 &am. 9, 9 mitb tmd ouiSbtfldHid^ bezeugt, ba^ man in altet ^i bie $topl^eten bet 
juetft von tmd beffnrod^en Xtt nid^t nebiün, fonbetn ,,6e^et" genannt l^abe. 2>agu ftimmt, 
ba^ no(^ Xmod (7, 14) fid^ oetbittet, fät einen ^pl^eten (nabi) obet ^topl^etenfd^ület ge« 
^en }tt metben. Dffenbot l^t bad SBott no^ immet einen mi^id^en Stebenfttm ; ed etinnett 
an jene $etiobe, mo bie $topl^etie noc^ t^ielfad^ mit SRantif, bie fflei^f agung mit SEBa^tf agung 
t)etquidEt mat. 5bo» gemö^nlid^e Soll ^at ftd^et niemals f d^atf jwifd^en beiben ^otmen untet« 
fd^idm. @o begteift fid^, mie fd^ße^ii^ bod^ nabi atö algemeine Segeii^nung butd^btingen, 
ja jum S^emtamen bet eckten ®otte9|M:op^eten »etben lonnte. SMe utfptünglid^ Sebeutung 
ift abgeftteifi S)et nabi ifl ^bet @pted^", bet auf ®el^^ ®otted unb gettieben oom ®ei{le 
0otted, abn nid^t oetjOdt, fonbetn nut feietßd^ tebet. So lann baS SBott fc^lie^id^ aud^ 
ben aSottffl^ ffit einen anbetn SRenfd^en (2 SRof. 7, 1 ; oetgl. 4, 16, mo ftatt nabi einfach 
,,9Runb" ftel^t) obet ganj allgemein bie jum ^le bet X^eobatie enoft^lten SBiet^euge ®otte^ 
(5 9Rof. 84, 10; t»etg[. 18, 18), ja nod^ aDgemeinet bie Setttauten unb Sieblinge ®otted 
(1 9Rof. 20, 7. $f. 105, 15) bqeid^nen. 

S)a, mo bad äa^me^^topl^etentum auf feinet ^S^e ftel^t, ^ai ed übetaQ bie unmittel« 
bäte unb audbtfidKid^ Serufung bed ^f^eitn gu feiner SSoraudfe^ung, wemt eine f oU^e aud^ 
nid^t oudbrüdKid^ t^on einem jeben berid^tet mirb. IHefe 9erufung ifl vMbtx an einen be» 
fordeten Staub obet eine befonbete 9i(bung, nod^ an ein befUmmted SUtet, ja nic^t einmal 
an bad Sefd^Ied^t gebunben. Sieben ben |Stie{letn ^etemia uttb (S^xü ftel^t Slmod, bet l^itt 
t»on ZSfdoa, neben bet langen Seilte oon ^topl^eten bie ^top^etin {^ulba. S>et ®eift ®otte9, 
in beffen jltaft bet $topl^et td>et, etfi^eint balb ffit einen bestimmten %aS unb Smeä oet« 
liefen, oieOeid^t etß nad^ anfSnglic^ Slatloftgleit unb Ifogetem SBatten be9 ^top^eten 
(oetgl. boju bie methoiitbigen gfSOe Set. 28 unb 42, 4 ff.), balb al9 Stac^nritbtng bet bei 
bet 9etufung etfolgten ®eifte8mitteUung, bie ben $rop^eten ju einem „9tann bei» [©otteiS*] 
®eifted" (^of . 9, 5) gemacht ^at. Xber mie ber vif^ bed ®eifte« nic^t oon bem SßoSen be« 
$ropl^eten ab^Sngt, fo ift anbetfeitd feine (Eimoitbrng auf ben $topl^eten eine fd^Iec^tl^in un« 
toiberfte^Iid^e. 9Bie ba^ ©ebrfiK bed Sflmen m^ ben S^apferften unmURfirlid^ ergittem mad^t, 
fo jmingt bie Stimme ^al^med ben oon i^m berufenen gum SßeiSfagen (Xm. 8, 8). Unb 
»oQte er aui$ oerfuc^en, baiS Sßort ga^med in fid^ nieberjul^lten, fo mfirbe ed „in feinem 



160 ^M% ber et^^x^U ht» atttefkomentfi^ 6<$rifttumd. 

Simem mie lobembed gfeuer", bad er nimmer ouSju^oIteii vermöd^te (3er. 20, 9). Xn Wefeit 
unb anberen Seftfkjeugntffen ber $ropl^eten ia|t fu^ m<^ bre^en unb beiitdn, ma% m^ bie 
Sri ber ®eifitedmitteilune, ber Hergang bed |»rap^fd^ „Si^aum^", aOcgett ein ®el^etmitid 
bleiben. 3)ie Snfptroüon ber $rop^eten Vjk bad ^erj ber ottte^amenilic^ JDffenbofitng, i^ 
gonje Srfd^einung überl^aupt bie mäc^tig^e Sürgfd^oft für bie (SnoS^Iung unb (Sciie^ung 
S^roete old eine Befonbere Seronfkoltung (SotM, ciü ben Xnfong fetner (^eittmege mit ber 
^Renfd^l^eit. 

2)ie äBIu^ Unterfd^bung oon ^ropl^eten ber Z^at (wie Sliad unb @Kfa) unb bcd 
993ortd (b. 1^. vor oBern aud^ bed gefd^ebenen SSBortd) ffot nSl^er betrachtet nur relative 8e« 
red^tigung. S>ie Xrt, mieSefajIa (7, 8 ^.) bem Aönig Xl^d ober au(| einem Gebna (22, 15 ff.), 
mie Seremia ben Jtonigen, dürften, ^^xk^tm unb bem gonjen SoQe feiner Qdt gegenObertritt, 
oerbient aud^ „^aV' )u (ei^. 3)a)u fel^It ed aud^ bei ben @((riftprop^^en nic^t mt f^m« 
bolifd^en ^anblungen, mögen fie in älterer 3Ät aud^ nur f))ärlid^ (bei 3<^aj|a nur in it 20) 
unb in fel^r einfad^er, leidet gu beutenber ®efiUilt auftreten, mSl^b fk fpSter (fo nomentlid^ 
$efel. 4 f.) jum Zeil in fo {ompligierter ®ejlait erfd^einen, ba| man fie nur nod^ old fd^f^ 
ftellerifd^e (Sinfleibung lel^r^after ®ebanlen ju begreifen oermog. Sei oDAem i^ jAo^ bie 
J^ouptform bed prop^etifd^en SBirfend, menigfien« in ber oorecilifc^en 3^t, bod münUi^e 
äBort, fei e9 in Sejptalt ber eigentlid^ äRol^ unb 3)rol^rd)e (mie g. 9. 3ef. 1) ober ber 
^obel (mie 3^. 5. 28, 28 ff.). 3n le^terem gfoDe ift borni eine me^ ober weniger au^ 
ffi^rlid^e ^Deutung nid^t oudgefd^Ioffen. Übrigend aber ifl mol^I mt Sid^erl^eit «ijimei^men, 
ba| bie und erl^altenen Orolel ber oorectfif d^en 3^ größtenteils auf ber nad^träglic^en, memt 
auc^ fel^ freien Xufteid^nung wviüdt gehaltener 9leben beru^. 9lod^ 3c)^^<t Wf ^i^ 3<^* 
86, 1 ^. leiert, erß nad^ 28iai^ger Z^tigleit alle bie ®otte9n>orte burd^ Sorud^ au^eic^ 
laffeu; bie feit ben Zagen ^oftad m xfyx ergangen maren. 2)agegen waren bie efilifd^en ^^ 
pl^eten naturgemftjs mel^r auf ein SEBirlen burd^ bieSd^rift angewiefen. S>afÜr ift d^andtterifKfi^^ 
baß auf^ biefenige gform ber Offenbarung ®otted an bie ^p§eten, bie in alter 3eit nur f par« 
lid^ (bei ^^c^a g. 9. nur Aap. 6) unb bann in erhabener Sinfod^l^eit auftritt, nSmlid^ bie 
Sifion, nunmel^r ®egenftanb lompligierter Iftnftlid^ Xu^eftaUimg wirb (fo namentlid^ 
^el. 1). 3n ben Stac^tgeftd^ten Sac^arjad (1, 7—6, 9) erfi^eint fie fogar als bie eingige 
2)arPeIlungdform. 

2)ie ältefte $robe fd^ftfteaember $rop^etie bfirfte und 3ef. 15—16, 12 vorliegen in 
einem @tüd( oon unbelannter ^anb, bad ber ^pl^et Sefaja att ein „bereinft" (ober „oor« 
längft") gefprod^ened begeid^net unb nun (16, 14) mit ber erneuten Xnlünbigung feiner bal« 
bigen SrfüQung oerfie^t. S>ie urfprfinglid^ Situation ift offenbar bie, baß bie äRoabiter, 
burd^ einen oon Xorben ^er eingebrod^en gfeinb (mal^d^nlic^ Serobeom 11 oon Sdrod) in 
fd^mere S^angnid oerfe|t, in ber l^öd^ften 9tot 3uba um @c|^ut angeben, oon biefem aber 
abgemiefen werben. 2)ie Xrt, wie ^ 16, 5 um bie fflunft Subad werben, oerrät famt ber 
Antwort in 93. 6 beutlid^ einen iubüifd^^ ^pl^eten ate Serfaffer, unb gu einem foU^ 
würbe ed aud^fe^r wo^l fKmmen, wennSRoftb wegen einer oon ben Sdraeliten caO^ 
ge^enben 93er^eerung fo innig bemitleibet würbe, wie ed ftd^tlid^ ber gfaS i{i. SSenn übrigens 
bie ^pl^etie in biefen Aapiteln in auffälliger SBSeife mit ber §form ringt, fo tarn bieS un- 
möglid^ barauS erllärt werben, baß fie bamald überl^aupt no(( imGud^ nad^ ber ent fp r« ^ 
ben §form begriffen gewefen wSre. ^ttte bod^ bie 2)id^tlunfl ISngft rine foU^ ^ö^ erfUegen, 
baß fie oxt^ für fol^ Stoffe gar wo^l bie gerigneten gformen bn^bieten oermod^te. 9Ran 
wirb alf (abgefe^ mm ber ftorlen Sefd^Sbigung beS ZesteS) vielmehr m rine (Eigenart eben 
biefed $rop(eten gu benfen ^aben. 

2)er erfteSd^ftprop^et, ben wir mit rinigerSic^^t gu batieren oermögen, ift SlmoS. 
äOIerbingS wiffen wir oon friner $erfon nid^t mel^, als waS uns in ber flberft^rift feines 



Sibxii ber ®efd^i((te befi amtfiamntU^en ec^tiftiumd. 161 

9ud^ unb in ber gefd^id^tfid^en Spifobe 7, 10 ff. mitgeteilt toirb : ba^ er ein Stinberl^irt unb 
9Rait(beerfeigen}fid^ter ju X^efoa »ar, oeld^ed ol^ne 3n>^ifd ibentifd^ ift mit bem heutigen, 
gioei Stunben ffiblic^ oon Set^lel^em liegenben Taqüa*; ba| i^n 3a^»e oon ber ^be n)eg 
old ^p^eten gegen fein Soll gdrael entfanbte, unb ba^ er bemgemä^ on bem ^^ptl^eilig« 
tum Sdroett gu 9et^el ald 9u|prebiger auftrat, bid i^n 9lma}ia, ber Dberpriefter oon 9etl^el, 
bei 3^o(eam II oeidflagte, meil er 3^ael bad djnl unb 3^n)5eam ben Zob burd^ bad Sd^mert 
ongAro^t ^obe. Die Xntmort be^ fiönigd mitb nii^t überliefert, ifl aber mol^I in ber 9lnrebe 
Xmajjad an ben @e^ entl^alten, bie i^n ju fc^Ieuniger e^Iud^t nad^ 3uba oufforbert. Offen» 
bor moDte man ftd^ bed unbequemen Su^r&iger^ fo rafd^ mie moglid^ entld)igen, fd^eute ober 
io^ ®m<di ober gor Sbttfd^b. Smod antwortet unerfd^rodFen mit bem ^inweid auf ben 
göttlid^ Stuftrag. 9)oi$ ift mol^I nid^t gu bejmeifebt, ba^ er bem [triften Sefe^l Xmagjad 
^Ige (eiften mu^te, nad^ guba jurfidKel^rte unb bort iai und erl^altene 9ud^ rebigierte. 2)a^ 
Ie|tered erft mehrere Saläre fp&ter gefd^al^, le^rt bie S>atierung in ber Überfd^rift: ,,3n'ei Saläre 
9or bem @rbbeben/' 2)iefed Srbbeben wirb und aud^ burd^ @ad^. 14, 5 ald ein Sreignid ber 
3eit Ufftad, bed S^^^^ff^ ^erobeomd II, begeugt. Xud 6, 14 gel^t l^or, ba| S^rael 
mieber imSeft^e bed gefamten Dfiiorbanlanbd mar, ba^ alfo bie glüdflid^enUtiege Serobeamd II 
bereite bal^intenlagen. 9{ad^ aOebem micb man bad Xuftreten bed 9[mod van 760 angu»' 
fe|en ^aben. 

SSknn einft ^ieron9mud ben ^irten oon Z^eloa ald imperitus sennonc (^ber Siebe un- 
tunbig") begeid^netJ^at, foifkbied offenbar ein ooreiliger 9tfld(fd^Iu^ aud feinem länblid^en 
Seruf, oielleic^t aud^ aud ffinf bid fed^d groben ungemSi^nlid^ JDrtl^ograp^ie. SRit oiel 
grS^erem Steckte l^at man bie Oralel bed Xmod neuerbingd dd SRufter guten @tifö unb leben« 
bigfter 9tä)e begeid^net unb ben Steid^tum an Silbern bemunbert, bor il^m gu ®ebote ftel^t, mie 
fiberl^aupt bie SSeite feined ®efid^tdfreifed. SBid^ger aber, aü biefed Sturere, ftnb bie bal^n« 
bred^enben ®ebanlen, bie 9(mod audgefprod^ ^at. 3tx^i ald ob bie ^orberung oon Sted^t 
unb ®ered^tigleit ald ber ®ott mo|IgefäSig{len Set^tigung bed religiSfen @inned guerft oon 
i^m erhoben morben märe. (Sr I^Stte fie unmöglid^ mit fold^ (Smfl unb 3la^htud fleOen 
lönnen, menn fie ein burd^aud 9leued für bad Sott gemefen mSre. Xber nca mar ber ®eban!e, 
ba^ ber «Xag ^ciftoti^", ber oon bem SoSe ald ein Xag bed ®erid^td über feine oudm&rtigen 
geinbe ungebulbig l^erbeigemünfc^t mürbe, feinen furd^tbaren @mft oor aOem gegen bie (Sünber 
im Sötte felbfl leieren merbe. 9leu mar ber ©ebonle, ba^ bie {^ligleit ®otted überaD unb 
unter aüm Umftanben über Unred^t unb ^eoel triumphieren muffe, mie bei ben fremben 
Söttem (1, 3 ff.), fo oor allem in gdrael felbfik. '^^a, bie freoell^afik l^eroudgeforberte ^ilig« 
!eit ®otted fd^retft oud^ oor bem bentbar ^u^erften nic^t gurüdF. (Entgegen ber Sottdmeinung, 
nad^ meb^er ber Sottdgott im entfd^benben 9(ugenblid(e bod^ für fein Sott unb Sonb ein» 
f (freiten mu^, um bie eigene 6^re gu retten, lünbigt ber $rop^et an, ba^ fid^ ^o^me vielmehr 
ber ^einbe bed SoHd bebienen merbe gu beffen Semid^tung. 3Rag ed unterge^, gal^me mirb 
bleiben unb fein SOSiOe aud^ meiter^in gefd^e^en. 9)amit ift einer gang neuen, unenblic^ l^dl^eren 
älnfd^auung oon ^afftot unb feinem Ser^Itnid fomo^l gu gdrael, mie gu ben anberen killten, 
ber SBeg gebal^nt. 

Xn 9(mod fd^Iie^t ftd^ ber 3«it toie bem Snl^alte nad^ bie $ropl^etie ^ofead an. über 
feine $erfon ift und fd^Iec^terbingd nid^d belannt. 92ad^ ber oon irgenb einem Stebaftor ftam» 
menben SKngabe 1, 1 ^at er unter gerobeam II gemeidfagt, unb in ber X^at mirb 1, 4 ber 
Seflanb ber JD^nafitie Sei^ud ooraudgefe^t. @ie erlofd^ erfl mit ber l^albj&l^gen Slegierung 
Sad^ad um 743. 9(ber ^ofea lennt na^ 7, 7. 8, 4. 10, 3. 13, 10 aud^ ben rafd||en SBSed^fel 
ber jldnige feit gerobeamd Xob unb bie l^erbeirufung ber Xffprier burc^ SRenal^em (5, 13. 
7, 11. 8, 9. 14, 4). äBeiter ^erab fül^rt id)od^ teine @pur; indbefonbere mei^ {^ofea nod^ 
nid^td oon bem Sünbnid ber SramSer unb gdraeliten gegen guba. @omit ift bie anbere 9ln^ 

itau4f(9, Site« Zeflament. 11 



\Q2 ^^ft ^ (Sefd^i^te bei attteßamentUd^en @<$rifüum8. 

9abe oon 1^ 1, nac^ ber er fogat nod^ unter ^iilia gewtrit l^oBen foK, ttid^t aufredet pi er« 
l^cUten. Steinte^ gd^ört Aap. 1—8 in bie 3eit vor 748, Jtap. 4—14 in bie 3eit vor 786. 

3)a^ ^ofea bem ndrbKd^en Steid^e angehörte, ergiebt ^, oBgefe^ oon 7, b, wo er oom 
Jtönige S^roeld old oon „tmferem Jtönige" ]pxU^, ou« bem gefomten S^^It feiner Ski^ 
fagungen. @d iß fein SSoß, um baiS er in tieffler Seele Bangen mu^, beffen Sfinben i^n {u 
^eiligem 3om l^inrei^ unb für bad er tro$ allä>em nod^ in letzter Stiutbe ein @r(armen 
®otte8 erl^offt (11, 8 ff. 14, 2 ff.). So fc^monft feine Siebe {wifc^ gurd^t unb Hoffnung, 
älnSage unb 3;rS{hing Sefianbig |in unb ^er, o^ne ffcrenge ®ebanIenfoIge , oft me^r ein 
S($Iud^}en, ald ein Sieben, unb oielfad^ {aa^ wegen ber XestoerberBniffe) fd^wer au beuten. 
2)ie alte Streitfrage, o5 in ben Segebenl^eiten Aap. 1 — 8 wirfiic^e (SrIeBniffe bed $rop^eten 
}u er6Iid(en feien unb nid^t mdmefft 5Io^ eine fc^ftfleSerifd^e SinSeibung prop^ifd^ ®e« 
banlen, ift ol^ne 3meife[ ju ©unjlen ber erftgenannten Z^eutung ju Beantworten. 3Bie bem 
^rop^eten geremia (82, 8), fo ging aud^ 4^fea nad^trSgßd^ ein Sic^t baraBer auf, ba^ Be« 
fkimmte SSorgftnge in feinem SeBen einer Befonberen SSeranflaltung @otted entflammten. Sie 
Untreue feined SBSeiBeiS unb il^e bennod^ t)on®ott oerffigte äBieberaufnal^me foKte hc^u bienen, 
bie feiere SSerfd^ulbung bei^ Sollet unb bie tro$ aOebem nod^ nii^t gu (Snbe gegangene er« 
Bormenbe SieBe ®otted aBguBiben. 

^aBen wir im Sud^e be^ XmoS ein S>enfmal jubftifd^er $rop^etenwirffamfeit auf frembem 
Soben fennen gelernt, fo tritt fk und nun in äefaja auf il^rem l^matlid^ Soben entgegen 
unb }war in einer f o flBerwdItigenben ®rö^e, ba^ man im ^ereid^e bed alten Xeflamentd wÄer 
vorder nod^ nad^^er i^red ®Ieid^ ju nennen vermag. Unb e9 ftnb leinedwegiS aSein bie Be« 
rühmten SSkidfagungen in Aap. 9 unb 11, jene ®runbpfeUer ber 9Reffiadl^offnung burd^ mel^ 
benn fieBen Sal^^nberte j^it^urd^, bie bie Segeid^nung Sefajad oü bed @oangeIiflen ober 
aud^ bed Adnigd unter ben $ropl^eten rechtfertigen. (Sd ift eine 3rit enblofer fiftmpfe unb 
fd^werfter ®efal^ren, in bie er mitten J^ineingefteKt ift. 9CBer er lennt aSegeit nur ei nen SRa^ 
ftoB, bie 3ei(^en ber 3eit gu beuten, nur e i n e n 9Beg, ber gur Srrettung unb gum t^ä>en ffi^rt, 
bad ift bad felfenfefte Vertrauen auf feinen (Sott unb ber unoerBrüd^ic^ ®el^orfam gegen 
feinen l^eiligen SßiQen. (Sr fie^t Stram unb Sdrael oerBfinbet gegen bad wieit fd^wäd^ere 3uba 
anrfiden : i^m mad^t bad teine ^rd^t ; nur ber AleinglauBe lann ,, wegen biefer Beiben rauchen« 
ben Stummel von ^euerBrdnben" oei^agen. @r fte^t Beibe burd^ bad Sinfc^eiten ber Xffprier 
unfd^äblid^ gemad^t, aBer er erBKdtt barin lein ^l für Suba. ^bmn ber UnglauBe bed Xl^ad 
^atte bie Xff9rier l^erBeigerufen i^m feCBffc gum ®erid^t. @r fielet Somaria, ,,bie fiolge Arone 
ber Xrunlenen @p^aimd" faDen, aBer i^r'Sd^idCfal gilt il^m nur a{d ein SKngeid^en bed ®e« 
rid^td, bem aud^ 3uba nimmermel^r entrinnen lann. S>od^ Bei aSebem ift bem $ropl^en un« 
erfd^fitterHc^ gewi^ : aud^ Xffur ift nur ,,ein Stod beS ^m^ unb eine ähtte bed (SdmoM in 
ber ^anb" ga^wed. SEBenn ed wSl^nt, au? eigener 3Ra((tooDIommen^t gu l^anbeln, — nad^ 
9eIieBen vertilgen gu !9nnen, wo ed nad^ bemäBiQen 3^1^^ nur gfld^tigen foO, — fo 
ifi bad gerobe fo tl^öric^t, aU woSte „bie 9(ct bem tro^Kn^ ber mit i^r ^aut, ober bie SSge 
gro^ tl^un gegen ben, ber fte gie^t". SBenfo gro^ erfc^eint freilid^ bem $ropl^eten au^ bie 
3;i^or^eit berer, bie burd^ irgenbweld^e nod^ fo Üug erfonnene fleifd^lid^e SRittel, voir aDem 
burd^ Sünbniffe mit £g9pten unb anberen SSRem ben SSieltpIan ®otteiS burd^Ireugen woSen. 
9ßie Sa^we f dBft feine Stunbe aBwartet, ed Bis gum iu^erften Kommen Iä|t, Bid er „\>a^ ®e- 
gweig l^erunterfd^ISgt mit Sd^redtendgewalt, bad SHdKd^t bed Sßalbed mit (Eifen nid)erf((I&gt 
unb ben 2iBanonwaIb (baiS affprifd^e ^eer) faden mai^t'\ fo gilt eS aud^ für 3uba, g^ulbig 
gu warten, BiiS bad auf il^m laftenbe ^o^ l^inweggenommen, ber StodC bed XreiBerd gerBroc^en 
wirb. 9(ud^ bann, ald ed nad^ bem Xobe Sorgond (705) in gong Sorberaften gu gäl^ren Be« 
gann, lebermann bie Stunbe ber Befreiung gelommen glaubte unb oud^ ein l^idlia ftd^ gu 
ABereiltem Xl^n fortreiten lie^, BlieB ^efaja unerfd^fltterlid^ Bei feinem Spruc^ : nid^t vom 



9CM^ bet <8efd^i<$ie bei olttefiamentHc^en 64tifiiumS. IS3 

^l^avoo, md^t 9on &g9pten Uime l^ilfe lonnnen, fonbem Jn VimUfyc unb Stulpe (efid^e t§r 
4)ctl, in StiOe unb Serirouen il^te {^Ibenlraft". Ilnb an fob^em Sertrouen ^idt et aud^ 
baim nod^ feß, att ^onl^B in ber 9läl^ Don 3erufalem ftanb, bal Sonb tingiSum fütd^terlic^ 
Dcr^cert mar unb (^t^Ka vergeBlic^ 8^fft ^otte, btml^ einen ungeJ^euren XriBut »enigflenl 
bte fibergoie bet {^auptjtobt a(]moenben. Sßäl^b bet ItSnig feine bleibet }ettei^t unb oOel 
oetbten gloubt, ^ 3^<qa nut ^ol^n unb Spott für bal XitSugen bei Xffprietd. Unb fein 
Slottlk Bel^ ben 6ieg : bad off^tif d^ l^eet wirb butd^ bte $e{l aufgerieben, bie $topl^etie 
fetett il^ten ^d^ßen ZtiunqD^. 

SKet bad Set^aitnid Shtbad ju Xffut ifk nur ein Stud^teil ber ®d)anienn)elt, in bet ftd^ 
bet $top]^et beipegt* S)aneben umfajit fein SbletblidC ebenfowo^I bie gegenmSttigen 3u{tSnbe 
bed S0B9, bie Setlottetung bei 9ted^l untet beut Stegiment von 9B3ei6em unb 9uben, »ie bie 
ferne 3>Amf^# n>o „^(äfm bie Stenfd^en in bie ^eme gefd^idtt l^at unb bie Setdbung gro^ 
geuHwben i^ inmitten bei Sonbe^", wo m^ bad getettete 3^ntel obetmall bet Vertilgung 
an^mftDt, (il enblii^ oon bet gefSQten 6id^e nur ein Stumpf geblieben ifl — bet ^eilige 
Same bei neuen gdtael. 

Unb in meld^' ^intei^enben SBotten metben aOfentl^Ben bie l^o^en ®ebanlen ootgefOl^tt ! 
9Sie gemaltig mei^ bet $top^ gleid^ in bet etßen St^e gu gfitnen, mie etfd^fittetnb um bie 
ein^ fo tteue Stabt ju Hagen, mit mie futd^atem Stnfle ben 9tanb angubtol^n, ben nie« 
manb gu ISfd^en oetmag. Xbet mie lieBIic^ mei§ et bann xoiAtx vom SBeinbetge gal^mel ju 
fingen, nrie ^imtig gu ttdilen, ben manfenben (Blauben ju flStlen ! Unb mad ba$ SSunbet» 
(at^ i^ unb nitgenbl in bem Vta^t miä^e^: übet aS bem mSd^tigen Stfitmen unb 
993ogen, ben monnigfad^ med^felnben gfotmen jef ajanifd^ Stebe oetlft^ uni^ leinen Xugenblid 
bod @tfm, baf leintet aUAtm ein jmat innig mitffil^Ienbet unb mitttauetnbet, abet feinem 
Sc^anlen unb leinet Untul^ untenootfenet, meil feinet ®otte8 gemiffet unb in feinem ®otte 
feiiget (Beifl fte|t. 

5Gabei mfiffen mit ed abetmald auf bad Ziefjle BdKagen, ba^ un« fibet hit $etfon unb 
boS Su^ Beben biefed gewaltigen 3^0^ f^ 8^ tom^ flBetItefett i^ Jescha^jäbn (b. i. 
n^cfyoe ^ilft'Of bet Sol^n bed Xmog, wollte unb mitfte aDe S|mten na^ oudfd^Iie^Iid^ gu 
Scntfolem. Sie et felb^, ttagen aud^ bie beiben S5^ne, beten et 7, 8 unb 8, 8 gebeult, be« 
beutungiSooDe Flamen. Xte ben 3eitfmnlt feinet Setufung nennt et (6, 1) bol XobeiSjal^t bed 
Uffia (ca. 740 0. (Sfyc.). SMe le^te Sput feinet Sßitifamteit beftffen mit in ben Dtaleln m^ 
bet 3ett bei SinfaOl Sanl^etibl (Aap. 80 f. unb 87, 22 ff.) im ^afftt 701. 9)ie (SfyctmO' 
logie mOtbe fomit lein ^inbetnid Silben, bie Sage oon bem SRätt^tettob ^efajad untet 
SRanoffe (unb gmat butc^ SetfSgung, »otan oielleid^t fd^on $eBt. 11, 87 anfpielt) glaubl^aft 
gu finben. SEBa^d^etnlii^ ifl fte jebod^ nut ata 2 il6n. 21, 16 l^etaui^gefponnen. S>enn ed ift 
bo(^ fd^met gu glauben, ba^ fi^ oon fob^em Xu^ang einel Sefaja got leine gefd^id^tlid^e 
Jtunbe et^alten ^aben foKte. 

2>aiS 9ui$ Sefaja (Aap. 1—89 ; oon Xap, 40—66, bem f ogenannten 2)euteto]efa]a, mitb 

oiel fpStet gu l^nbebt fein) ift und in einet CSießalt fibetliefett, bie mannigfad^e 9lAcrftionS« 

t^Stigleit in meit audeinanbet liegenben S^Un vettftt. 9QIe Xnfltengungen, eine butd^ge^be 

c^nologifd^ obet fad^id^ Snotbnung nad^gumeifen, ftnb ali^ gefc^tett gu bettad^ten. Qtß« 

lid^ gilt ed, eine Stei^ oon $etiIopen aui^gufd^eiben, bie entmebet auf nad^&glid^et @!tmeite« 

tung ed^tet Dtalel (11, 10—12, 5. Aap. 82 f.) obet auf bet Xu^eßaltung eined jefaianifd^en 

AetniS (Aap. 28) obet enblid^ auf bet itttfimlic^ Sinmifd^ung ecilifc^et unb nad^lifd^ 

DtaM betul^en (18—14, 28. 21 ? 84 f. ; et{l aud fpStet nac^ecilifd^et 3eit bfitfte baiS eigen« 

tämlid^e apolal^ptifd^ Stfidf Aap. 24—27 flammen). S>et l^iflorifd^ Sn^ang Aap. 86—89 

ifl oon itgenb einem 9lebaItot cM 2 Adn. 18, 18—20, 21 (eigeffigt, teifö megen bet barin 

11* 



164 ^^ti% ber ^ef^i^te M a(tteflament(i((en e^nfttumS. 

üBedieferten iefajanif d^ Ovalel, teil« al0 ein 6d^IflffeI jum gefd^ic^tlid^en Seififtnbmd ber 
ätttdfprad^e Sefaiad, bie ftd^ auf ben SinfoK @an^d 6qie^. 

SBa« na(( aOen biefen XBjügen übrig bleut, lö^t fid^ uiifd^toer in bvei (Stufpea jeriegen : 
1) Aap. 1 — 11, 9, lauter Drolel fi&er l^uba unb Serufolem. Snnerl^aK biefer Qkvppt bilbet 
^ap. 2 — 4 ober 5 beut(ii$ eine Sonberfammlung, mit befonbever ftberfd^rift von Sefaja« 
eigener ^b ; fie blieb aud^ bann flehen, oi^ ber unoergleid^Iid^ ^log Aap. 1 an bie Spi^fe 
gefleUt unb mit einer befonbeien Überfd^rift oerfe|en mar. S>er älteflen Sammlung in Rap. 2 
bid 5 lie^ Sefaja, mie ed fd^eint, nad^mald eine jmeite folgen, bie burd^ ben 9erid^t Aber feine 
Berufung (bie fogenannte Snauguraloijton Aap. C) erSffnet marb. @o odKSrt jtd^ am ein« 
fad^fkn, mie Aap. 6, bad man burd^aud m ber Spitze bed Sanjen enoorten foKte, in bie 
9Ritte ber erflen ®ruppe ju ftel^ !am. — 2) Aap. 14, 24—22, 25 abgefe^ oon ben beiben 
JDrafebi in Aap. 22 burd^meg (mie aud^ bie oben au^efd^Aenen Orolel 18 f. 21. 28) gegen 
audmärtige Sblfer gerichtet unb oon einem Stebaltor grS^tenteite mit ber befoitbeien 9^^' 
nung massä, b. i. [feierli((er] Sudfprud^, oerfel^. — 3) Aap. 28—31, ber fogenannte 
affprifd^e (Sißa^. Aap. 28, 1—6 fe^ft nod^ ben Seflanb 6amariad ooraud; mal^rf(^eiiili<^ 
l^at ]Aod^ ber ^ropl^et bief e Sitere ^eriiope nur att Einleitung ooroudgefd^tdEt, um fobann 
eine $rebigt barfiber folgen gu laffen, ba^ ft(( 3uba in ber gleiten äSerbammni« beftnbe. 
Somit tonnte aOed oon 28, 7 an ber 3^t nad^ bem Xobe Sargond angehören ; Aap. 30 unb 
81 fmb offenbar oon ber Aata{lrop§e (701 o. S^r.) ni((t mdfK meit entfernt. 

3n gleid^em ®eiße mit S^aja unb in berfelben ®emi|^t bed gdttlid^en Xuftragd, merni 
aud^ an SRajefUt ber 9tM il^m nod^fle^enb, mirlte fein 3^tgenoffe äRi^a (eig. MlkUgab, 
b. ^. : mer [iß] mie 3a^[me]) aud Slorefet^ [bei] ®at^ in ber jubSifd^en ÜtiAerung. 9lad^ 
ber ftberfc^rift 1, 1 ^Stte er aud^ unter 3ot^<nn unb Wj^i gemirlt; aber nad^ bem gewichtigen 
3eugnid 3er. 26, 18, mo Siid^a 8, 12 mSrtlii^ citiert mirb, fSOt feine SEBirlfamleit erfl in 
bie 3^t ^idliad. Z)abei ifl jebod^ o^ne S^fd, eine frühere unb eine fp&tere $eriobe ju unter« 
fd^eiben. 2>ie Aapitel 1—3 bilben eine {ufammenl^ftngenbe unb — fomeit ber ftart oeiberbte 
%^ ein Urteil suIS^ — Su^erjl feaftooSe 9id)e, in ber erft Samaria (alfo oor 722 !), bann 
aber aud^ l^uba unb gerufalem megen bed gSnglic^ SBerfaDiS oon Stec^ unb S^^p ^ot aDem 
aber megen ber tiefen 93erberbni« aler Seiter be« SoOft unb be« fleifd^Iid^en Vertrauend auf 
bie Sinmo^ng ga^med bie Semid^tung angebro^t mirb. 

i^errfc^t in Sejug auf biefe brei Aapitel (abgefel^ oon ben, oieUei((t nur an fatfd^e 
Stelle geratenen, Werfen 2, 12 f.) feinerlei fcitifd^e« SAenlen, fo ifl bagegen nod|| fe^ ^tig, 
mie oieleS in Aap. 4—7 Slid^a abjufpred^en fei. 9Iur barflber i{i man fo gut mie aOgemein 
einig, ba^ Aap. 7, 7—20 mit feinen o3Sig anberen 8orau0fe|ungen frfi^efiend im dj^ (menn 
nic^t in fpät^nac^ilifd^ S^t) entfUmben fein Unat. Aap. 6, mit ber ergreifenben 3»« 
fammenfaffung aOer propl^fd^ SBeifung in S. 8, unb 7, 1 — 6 miiib aKgemein in bie 3eit 
üRonaffed gefegt, o^ne barum oon aSen Stid^a abgefprod^en ju merben. Son Aap. 4 unb 5 
ift allgemein anerlannt, ba^ in bem ie|igen Zest gan} oerfc^iAenartige Seßanbteile }ufammen« 
gearbeitet ftnb (oergl. bie ^e ^^note auf S. 659 ber Überfe^ung). 3)a 9Rid^a feCbfl 3, 12 
mit Sid^l^eit bie 3<^ntng ber Stabt in XudfU^t nimmt, f o ttmtte i^ gar mo^l 4, 9 f. 
14 unb 5, 1 — 8, fomie bie urfprflnglid^ ®eftalt oon S. 9*-14 ange^Sren. 3)agegen fd^eint 
bie (mit 3ef. 2, 2—4 faft gleid^Iautenbe) $eriIope 4, 1—4 }u bem 3wed( an Aap. 1 — 8 an« 
gefügt, um e9 nid^t bei ber troftlof^ äbtdfid^t oon 3, 12 bemenben ju laffen. 4, 6^8 ba^ 
gegen fd^t ein 3uflanb tiefer {Demütigung ^erufalemd unb ber Serlufl ber ,,frü(eren ^err- 
fd^aft" oorttu^efe|t. 

4. Von ber B^^nwf eowaria« M Bwn iSj^tL 

ÜRit bem ^imoeid auf bie fpStere ffiirlfamfeit gefaiad unb SRid^aiS ^aben mir bereit« 
über bie gro^e Aatafhopl^e be« ga^re« 722 l^inaudgegriffen, bie Samoria ben längfl ange« 



hto^Un nntergang Brachte, Stiba aOein auf htm Sd^oupla^ juvüdlie^. SBeld^e neue Soge ba« 
mit gefd^affen n>ar, ba^ ftd^ fortan aSe (Srinneningen an eine gro^e Sergongen^eit, a&er ouc^ 
aSe Sutun^^l^ffnungen auf 3uba aKein 5ef(§täntten, ba$ ifk in bet bangen S^t txm 722 Bt$ 
701, ber ^en ^uvc^t 90t einer pIB^Iic^en 3^d^tnetterung burc^ bie riefenl^aft angewad^fene 
SRad^t Slffur^ ofjtmBar nur wenigen fum Senm^ein gelommen. Xfö bann ber ®ott, ber auf 
bem 3ion tl^nte, bie unerf<^tter{id^e Serl^ei^ng feineiS $rop^eten wa^r gemad^ unb in 
einer Stallet Aber bie 9R9riaben Xffur^ triumphiert ^atte, ba iflUit ^ — fo miK ed und 6e< 
bfinlen — eine tiefe Semegung, baS SBenm^tfein einer ungeheuren ^anledfd^ulb bed gangen 
SBoIM bemSd^tigen unb ed jum ®e^orfam gegen bie magren Sottedpropl^eten miliig mad^en 
mfiffen. Xber nad^ aSem, toai mir m^ ben fp&rlid^en unb mit allerlei fpäten ^ut^aten ver- 
femten Überlieferungen über bie B^t 9Ranajfed erfd^Iie^en lömten, trat etmad gang anbered 
ein. Stid^t bem &otU Sefajlad, ber aSe SSITer nad^ feinem Eiligen SBiUen }u lenlen oermod^te, 
fd^eb man bie Stettung gu, fonbem bem Solfögott ^draeld, ber feinen 9ßo^nfi| nid^t fc^än« 
ben, bie gehäuften Opfer unb ®aben, bie man i^m bargebrad^t, nid^t unbelol^nt (äffen moSte. 
XOe bie Smmmgen ÜRanoffed, bie nad^mafö lurgmeg ald ®5|enbienft gebeutet mürben, ein« 
fd^Iie^id^ ber Itinberopfer, berul^en ^dd^flmal^rfc^nlid^ auf einer Sleaftion gegen ben SSerfud^ 
^idfiaiS, bie SBere^rung gal^mei^ von allerlei Überbleibfeln bed einftigen naturaliflifd^en unb 
grobfinnlid^en Aultud ju fSubem. 9)ad viele unfd^ulbige Slut, bad er nad^ 2 Jtön. 21, 16 in 
Serufalem vergoß, bftrfte oor aSem aud^ fold^en angel^5rt l^aben, bie ftdü in ber Stad^folge eined 
Sefaja ober 9Rtd^a bief er SEBenbung ber Dinge nid^t fügen moSten. 

3>ie fd^on oben ermähnten $eriIopen SRic^a 6 unb 7, 1— -6 laffen in bie 3upnbe unter 
3Ranaffe einen tiefen SlidC t^un. Slu^erbem aber ifk und aud bem gangen ^^itraum oon 
^efaja bid 3^^<tn]a nur no^ ein 9)en!mal ber $rop]^ie erhalten, bie überaus fd^ungooüe 
Skidfagung Üta^umd bed SRoftterd oom Untergang 9ltneoed. 9ta($ ^ieronpmud l^ätte SItod 
in ®aIUäa gelegen. 9htr Idnnte Ütal^um bedl^alb nid^t Sdraelit gemefen fein ; oielmel^r (äffen 
Stellen mie 1, 11 (offenbar eine Xnfpie(ung an ben (SinfaQ San^eribd) 1, 13. 2, 1 nur an 
einen Subäer beulen. Die genauere Seftimmung ber Sntße^ngdgeit bed Draldd ift fbeitig. 
9(uf ber einen Seite empfftngt man ben (SinbrudF, M ob ber ^ropl^et ben (SinfaK ber Xffprier 
nod^ in frifi^er (Erinnerung l^abe (1, 11. 2, 8), böiger frühere ftritiler 9la^um bid ind 8. ga^r« 
ffavbeti l^inaufrüdfen moQten. Xnbeierfeitd aber meift ber gange Xon bed DxoMi auf eine 
aud näd^fter 9lftl^e brol^enbe ®efa^ für Stineoe, ba^er bie neueren Jtritiler meift an ben Se* 
ginn ber 9e(agerung bur<^ jlyasared unb !Rabopa(affar beulen. Dod^ ift immerhin frag(id^, 
ob Stellen mie 2, 2 unb 3, 14, auf bie man ^ babei l^auptfftd^(id^ geftü^^t l^at, nic^t oie(« 
mel^ auf Sied^nung ber bid^terifd^en ftunfl gu fef^en ftnb, bie ftd^ bad SuH^^ftiQ^ (utf bad Seb« 
^aftefte gu vergegenmSrtigen oermag. Stimmt man nod^ l^ingu, ba^ bie 3, 8 ff. ermftl^nte 
3$erl^eerung bed ög9ptif((en Zl^ebend offenbar aud frif^er (Srinnerung fliegt unb ftd^ l^öd^ft« 
mal^d^ein(id^ auf bie Eroberung 2^6end burd^ Xffarl^abbon ober 9(f[urbanipa( Begießt, fo 
mirb man el^er geneigt fein, mit ber Xnfet^ung Sla^umd bid in bie 3^t gmifd^en 670 unb 660 
l^tnaufgttgel^en. übrigens gi(t 9lal^um mit 9ted^ für einen ber fd^ierigften $rop^eten ; biefe 
Sd^ierigleit ^at ebenfomo]^( in ber bid^erifd^ fil^nen, ia feurigen Slebemeife, mie in mannig« 
fad^ Serberbniffen bed Xeited il^ren ®runb. 

9Rit mel^r Sid^eit a(d bie $a^umd (ä^t ftd^ bie 3eit 3ep^anjad bestimmen. SSenn 
1,1 fein Stammbaum bid auf ^idfia M feinen llrurgro^ater gurüdgefül^ mirb, fo ift ba» 
mit f(^mer(id^ ein anberer a(d ber Jtönig ^idlia gemeint. SEBar Xmarja, ber Urgro^oater 
3epl^aniad, bei {^idfiad Zl^ronbeßeigung fd^on geboren, fo Knnte bie ®eburt 3epl^antad um 
655 faSen. Son feinen Dra{e(n ift menigftend üap. 1 mit feinen fc^arfen 9tfigen bed ®dtfen« 
bienfted unb ber @emaltt^aten, bie in ^uba im Sd^mange ge^en, ber 3eit oor ber Jtu(tud= 
reinigung Softad (623) gugumeifen. 9tad^ einer oon 9ie(en Steueren getei(ten SReinung ^&tte 



ber (SinfaD ber Sqit^en (um 628) ju ber 8uB)>vä)igt S^^<^V^ Xnla^ gegeben unb il^m }u« 
gleid^ gu bet ©d^Ubenrng bed furchtbaren ®eri((tdtagd Sal^ed bte gforben geltel^. S)o(i^ ifk 
froglid^, ob 8, 6 (»eU^ äSerd befonbet^ bafar gelienb gemad^t wotben ifl) nic^t vielmehr bie 
Siege ber 3Reber unb Sl^albäer im Suge ff(d, jumal oud^ onbere ®ränbe bafflr ffwed^en^ ba| 
Aap. 2—3, 18 erft nad^ ber Aultudreform SoftoS angufe^en finb. Z)a^ bie ^Perilope 2, 4 — 15 
l^öc^flmal^d^einlid^ als ein fpäterer (Sinfo^, 8, 14—20 ober ald ein aud ber erften 3^ nac( 
bem (Ssil jiommenber S^fc^ ju betrad^ten fei, ift bereits gur Überfe|ung @. 672 unb 673 
oement. 

aOSie meit in biefem ganjen S^troum oud^ bie ©efd^id^tdf^reibung gepflegt mürbe, — 
ettoa burd^ bie erneute Bearbeitung unb (Srganjung alterer SEBede, »ie fte einer ^anbfd^ftlid^ 
f ortgep^angten unb faß burd^d bem religidf en 3nteref[e bienenben Sitterotur natärlic^ \% — 
entgiel^t ftc^ oöHig unferer jteraitnid. SEBol^ aber bef^ mir ein S^gnid bofftr, ba^ bie 
älteren 3)en{mäler biefer %xi bereite eine %xi lononifd^ 9[nfe^end genoffen. Ol^nebied mftre 
nämlid^ fd^mer gu begreifen, ba| man auf eine fo forgfältige SSerfd^elgung gmeier älterer 
®efd^id^t9merle bebad^t fein lomite, mie fte un^ in ber Sereinigung bed 3a^miflen (J) unb 
älteren Slo^iften (E), mol^I msi ber gmeiten^fte bes 7. ga^^unbertiS, vorliegt« Ser ^upt« 
grunbfat bed 9leb(Aord (man p^t il^n mit JE' ober Bjb gu b^i^en) mar ol^ne ^mx\&, 
fomeit mäglid^ nid^td gu Soben foSen gu laffen, mad irgenbmie nod^ ben SJ^oroIter einer fdb« 
pnbigen Jßotig trug. Sidmeilen lä^t er längere ^6X nur e i n e r DueSe bad SEBort ; ber 9erid^t 
ber anberen mirb bann entmä)er gelegentUd^ nad^ge^It (fo g. S. E 1 SRof. 81, 4 ff. als 
parallele gu J 30, 31 ff«) ober aud^, menn bie 9(bmeid^ung gu gro^ festen, gang meggelaffen. 
Stimmen bagegen bie $araSe[beri4|te im mefentlid^en flBerein, fo mirb oielfad^ ber 99Sort« 
laut b eiber QueOen (namentlid^ aui^ mit Beibel^attung ber ®ottednamen) in fo enger unb 
gefd^idter SBerfled^tung oorgeffil^, ba^ bie QueKenfd^ibung nur auf Steunb forgf&Itigfter 9)e^ 
obad^tung beS einer jeben DueKe eigentfimlid^en S93ortf((a|e0 unb Sprac^gebroud^ gelingen 
lonnte. 9{id^t feiten aber oerfagen biefe Aenngeid^, unb man mu^ ftc^ bann mit ber 3»^ 
meifung an JE begnügen, mie bied l^äufig am 9lanbe ber Überfettung gefd^en ift ^nnner^in 
läfit f d^on biefe le|tere einen aufmerifamen Sefer bie mannigfod^ %wa unb 9^te erlernten, 
bie bei ber Sneinanberrei^ung fafi gl^lautenber Serid^te notmenbig entfielen mu|ten. @o 
fe^t 1 9Rof. 27, 24 (J) unoerfemtbar no^ einmal ba ein, mo fd^on S. 21 (E) eingefef^t l^tte. 
Aap. 87, 28 lommen mibianitif d^e J^änbler an ben Srfibem Sofep^d oorfiber; ba leiten 
fte Sofep^ aud ber Sifleme l^eraud unb oerlauften il^n an bie ^dmaeliter (oergL ^iei^u 
bie DueDenfd^eibung oxa Staube ber Itberfe^ng) — ein glängenbed Seifpiel bafür, mie ber 
Sl^altor bidmeilen aud^ ba auf einen Sludgleid^ ber 2)ifferengen oergid^tete, mo er i^n mit 
größter Seid^tigleit ^ätte ooQgie^en tonnen. 2)er eigenen gutj^aten bed äUbaftord bOrften fiber« 
l^aupt nur mentge fein; ald ein ftd^d Seifpiel biefer Slrt betrod^en mir 1 9Kof. 20, 18. 

®tma gleid^geitig mit biefer ^erfieUung eined lanonifd^ ®efd^id^tdmerte fiber bie lUgeit 
trat man im Jtreife ber ^ropj^enjfinger an eine anbere äbifgabe t)on l^d^fler äSBu^tigfeit 
l^eran : bie ^erfleDung eined umfaffenben Jtorpud oon Aultui^ unb Sioilgefe^en gum 8e^f 
einer Umgeftoltung ber im ©taat unb im Aultud l^d^enben $rast0. S)er SRfttffall in bie 
naturaliftifd^ gerid^tete SoKdreligion unter 9Ranaffe l^atte gelel^, ba| an eine Sefferung ber 
3u^nbe nid^t gu beulen fei, fo lange ber Sal^mdhtlt aSer ber aSiOiar unb all bem ao&er« 
glauben, ja ber Serfe^ung mit allerlei altererbten ^eibnifd^en Brauchen preisgegeben blieb, 
mie fie ringS im Sanbe an ben lofalen Heiligtümern, fo namentlidU auf ben gum Xeit uralten 
Dpfer^öl^en (bämöth) im @d^mange gingen. Sem gegenüber fonnte nur eines ^fen: bie 
^enge 9ef d^ränfung ber Opfer unb ^efte auf e i n legitimes ^igtum, b. 1^. f elbftoerfiänblic^ : 
auf ben Xempel gu gerufalem. Sie ^d^t biefer @rmägungen mar bie ®runbgeflalt beS 
le^igen 5. 9ud^ 9Rofe, baS fogenomtte Urbeuteronomium. 



Utift ber (^^^tt beS oateftameiittid^m G^fitumd. 167 

9Ran ^ot ISngft erfatmt, ba^ bod im 18. Sollte bed ^ofta vom O^ecpriefter ^iXRa im 
Xem))el mifsefunbene Oefejfbtd^ itid^ ber gefomte ^entotau^, fonbem eben nur bie Uvgeftalt 
bed S)euten)nomium gemefen fein («m« Sef^tece Xmta^me mttb burd^ ben au^fSl^ttc^ 9e« 
rid^t 2 Jlön. 22, 8 ff. &^ü fftr 6d^ betätigt ^ilfia mad^ guerß bem Gtaat^fd^er 
Bap^an bei beffen gebgetitlid^et SCniDefenl^t im Xempel SRiüeUmig 9on ber Stufftnbtmg bcd 
(Befe^bud^d, flbergieSt t» &affyxn tmb biefer ließ ed. 3" ^i^^in auc^ mtr fUid^ügen S)urd^kfen 
bed ^entttteud^ toben aOerminbeßend 5—6 Gtunben erfotberIi(( gemef en ; gu ber bed Ur« 
beuteronomium reid^te jid^Iid^ eine l^olbe Stunbe oud. hierauf begid&t fid^ Gopl^an jum 
fidnige, erflottet biefem bxci 9ertd^t über bie Xuiric^tung feines Sbtftrae« unb fftl^ bamt 
fort: „Ser ^riefter l^ilfia ^at mir ein 9ttd^ gegeben.'' Unb Gap^an UA ed bem ASnige oor. 
S)er ABnig ifl über ben Sh^alt oufd äuferße erfd^oden. Sr gerrei^ feine Itleiber unb ent* 
f enbet ben ^rießer mit onberen jur ^ifytün ^jnäba, um burc^ fie einen Xudf)>ru(^ Sa^ed 
über biefed Su^ gu erl^alten. 6obann aber oerfommdt er oDe Some^en f amt aOen ^ßrieflem 
unb $rop^eten unb bem gongen SoSe gum Xenqiel, liefl i|nen ben gefomten gnl^alt be9 neu« 
gefunbenen ®efef(e8 oor unb oeqifli^tet ^ mit bem gangen 93oDe feierlid^ gur ftrengfien 9e« 
obod^tung bedfelben. S>er bann folgenbe Serid^ Aber bie Itultudreinigung im Xempel, in 
Serufolem unb bem gangen fibrigen Sanbe bringt mal^l^ft unglauBlic^e {Dinge gu Zage. 8B3ir 
ecfel^ 00» xfym (unb gmar au^ oM bem urfprftngßd^en 8erid^, mit Xbfel^ oon ben oielen 
oa:fd^enben ^uti^aten oM fpüterer ^^t), ba^ m^ nur bad platte Sanb, fonbem aud^ bie 
^auptflabt unb ber Zempel fdrmlid^ ooDge^pft maren mit ben a)lerl||ei((en eined naturalifK« 
fd^en 3a^melult unb fd^ted^tl^in l^eibnifc^ ®3$enbienfteiS — unb baS alled unter ben äbigen 
eines fo frommen jtdnigd mie l^ofta utd> unter ben Sbtgen ber Xempelprie^c^! 

Offenbar erKSrt jt(( nun bie l^eftige 9en>egung, ber tiefe Gd^ei^ bcS JtflnigS nur barauS, 
ba^ er bei bem Serlefen bed 0efe|bui$S etmaS gang 9leued oemal^, baS mit ber l^errfd^enben 
gratis in oöDigem ffliberfprud^e ^anb. SHef eS 9{eue ifl eben bie fjforberung ber Aoncentriemng 
bed JtultuS auf einen JDrt unb gugleid^ bie ^orbenmg beS grfinblii^ Xbifyxn& aQer Über« 
refte beS einfügen Slaturbienfted. 9eibeS tovA gleid^ an ber ®pi^ bed eigentfi«^ ®efet« 
brpuS (Hap. 12) auf boS Stod^brfidSid^fte eingefd^rft. S>em entfpred^ mirb 2 Jt9n. 28, 
21 ff. ftarl ^eroorgel^oben, ba^ feit ben Zagen b« 3tväftn gum erftenmal unter Sofia eine 
fireng gefe|Kd^e ^ffal^feier (nSmlid^ bed gangen SoKs am SentraG^eißgtum) ffatttgefunben 
^abe. ^e Siteren $eßgef e^e miffen eben nod^ nid^ts oon einer f old^ gfoiberung ; erft 5 3Rof . 
16 mirb fie — unb gmar beutlid^ cü eine Steuerung — auSgefprod^ 

2)er Umfkanb, ba^ baS ®efej}bud^ oon bem Obevfmeßer ^Ufia aufgefunben unb oon il^ 
bem StaatSfd^reiber — natfirlid^ gur Sßeitergabe an ben ftdnig — flberreid^t nmrbe, l^t bie 
Sermutung na^e gelegt, bajl ber ^efter fd^on bei ber Xbfafjung bie ^anb im Spiele gel^abt 
l^abe unb baS (Sänge fomit auf einen ,,frommen Setrug" l^inauSgelommen fei. 9(De9 enoogen 
bfirfte jebod^ müxMfyc gu urteilen fein, ba^ {^ißia feKfl burc^ bie 9btffinbung fi(errafd^t »urbe. 
2)ie Teilung ber ^e^er ifl im SDeuteronomium feinedmegS ber Sbt, ba^ fie einen Befonberen 
(Eifer berfeCben ffir bie Xbfaffung unb (EinfO^rung biefeS (Sefef^ed begreiflich erfd^einen lie^e. 
XOetbingS fieberte bie Jtoncentrierung bed JtuItuS ben ftrießem gu geruf akm einen Bebeutenben 
3unKid^S an 6in^^ unb ( ginlo n m it n , mod^ au(| bie Stbgaben an bie ffeiefter an fid^ noi$ 
fe^ ma|ig fein (5 SRof. 18, 8 ff.). 9ber oOe etmaigen Sorteile merben burd^ bie auSbrfidf« 
lid^e Se^mmung 18, 6 ff. l^infäEig gemad^t, ba^ fbrtan aud^ ben bisl^erigen Sanbpriefiem 
ein Xnred^t auf ben $rie|ta^ienft im Zempel unb bie $rießergefäEe gufü^en foOe. iEBir 
merben aDerbingd fe^en, ba| biefe Seftimmung auf bie S>auer nid^t burd^brang ; fd^on 2 ItOn. 
28, 9 mei^ nur oon einem Anteil ber Sanbpriefter an ben SpeiSopfem, nid^ oon il^rem 9(n« 
red^t auf ben ^rieftecbienft. Xber bem S>euteronomiler mar eS offenbar ®mft mit ber SefHm« 
mung 18, 6 ff., unb eben bied ift ein Semeid, ba^ er nid^t in benitreifen ber^efler, fonbem 



168 9(]^n| ber €lef((id^ie be« aliteftomentlid^en e^riftiumS. 

ber $rop^eten ju fud^en iß. 3)affit, ba^ bad Sitd^ t^otfäd^Iid^ oon utibdaimter ^anb im 
Xempel niebergelegt mar^ in be( fkl^eren ^offnung^ ba^ ed früher ober fpäter gefunben unb 
bann feine Seßintmung erfüllen weibe, fprid^t erßßd^, ba^ ed bei ®elegenl^eit (oulid^ 93er« 
(inberungen im Xem|>el }um SSorfc^ein lam. 3w^tend cibet ift nid^t abjufel^en, warum man 
unter ben benKor gönftigften Um^Snben für eine ftultudreform (id in$ 18. ^afft bed Sofia 
gewartet ^a(en foOte^ auf fold^em äSege ein 9B3erI gu oerSffentlid^, bad bod^ fd^on (angfl ein 
bringenbed Sebürfnid fein mu^te. Siefe ^age erlebigt fid^ von felBft^ wenn man annimmt, 
bo^ bad Sud^ in fd^merer S^r oicKeid^t nod^ unter Slanaffe, verfaßt unb in Hoffnung auf 
eine (effere 3^t beponiert, ber äSerfaffer aber oieUeid^t barüBer geftorben mar. 

Sa^ fibrigend bad ®efe|bud^ aud^ in feiner urff)rfingtid^en ®efialt ben Xnfprud^ er^ob, 
auf einer 9td)e 9Rofed an bad Soß ju berul^en, bie er unmittelbar vor feinem @d^eiben ge» 
l^alten, iß jmeifellod anjund^men. @benfo tann ftd^ ber Serid^t 31, 9 ff., ba^ 3Rofe ,>iefed 
®efe|" niebergefd^eben unb ben ^rieftam gu bereinftiger SSorlefung je am Saubl^üttenfeft bed 
Qxla^afyc^ übergeben l^abe, nur auf ba§ Urbeuteronomium bqie^en. Ser weitere Sd^bt^ 
aber, ba^ biefeiS fomit ein SEBer! bed 9etrug§ fei, überfielet eine längfl anerlannte Zl^atfad^e. 
3n Segug auf Sieben, bie älteren Xi^ritöten in ben 3Runb gelegt werben, iß ber Segriff 
bed litterorifd^en Eigentums ben altteßamentlid^en Sd^riftftellem, wie überl^oupt bem SUter« 
tum, burd^aud fremb. ©obalb nur bie Überjeugung bered^tigt erfc^eint, ba^ bad SSorgetragene 
im Sinn unb ®eiß jener ^öl^eren Slultoritüt fei imb bem SoH iura ^eile gereid^en muffe, iß 
aud^ bod Sieben in i^em 3lamen berechtigt. Sad gilt oom Urbeuteronomium fo gut, wie oom 
fogenannten $rießertobes, ber an gal^llofen ©teilen gleichfalls 3Rofe rä^enb einführt, wie oom 
„^rebiger", ber einen Salomo bie @itelteit aller Singe bezeugen lä^t. Sabei laffen wir gang 
bei @eite, wie oft ber S)euteronomiler (fo gleid^ 12, 2 in bem $erfelt „oerel^ l^aben" !) bie 
Sinlleibung au^er Sd^t unb beutlid^ burd^blidCen l&^t, bojs er ßd^ in ffla^r^eit an ein Iftngß 
fejs^afted, inmitten einer giemlid^ J^od^geßeigerten Jtultur lebenbeS Soll wenbet. Sie ^ge 
nun, weld^e 6tüd(e im je|igen 5. Sud^ 3lofe fd^on bem Urbeuteronomium angel^ört ^aben, 
iß eine ^Sd^ß oerwidfelte unb je länger je mel^ Oegenßanb bed ©treitd geworben. Sa^ ber 
Prolog biiS 4, 40 ober bod^ Rap. 1—8 nur aU eine Bearbeitung bed urfprünglic^en ißrologd 
betrad^tet werben lann, ergiebt ßd^ fd^on aud einer Sergleid^ung oon 2, 15 einerfeitd unb 
5, 8 ff. 9, 7 ff. 22 ff. unb 11/ 2 ff. anbererfeitd. S)er nod^ weiterge^enben Behauptung, bag 
bad Urbeuteronomium nid^ mit Jtap. 5, fonbem erß mit Jtap. 12 (aU bem Anfang ber ©e* 
f e|gebung) begonnen l^abe, iß oon naml^aften ^orfd^em bie anbere gegenübergeßeOt worben, ba^ 
bie ..(Srmal^nungen" in Jtap. 5 — 11 gwar erß nad^ ben ®efe^en, aber oon berfelben $anb oer* 
fa^t feien. Sagegen iß giemlid^ allgemein anerlannt, ba^ ftap. 27 unb ber Spilog oon 28, 69 
an au^er etwa 81, 9 ff. bem Urbeuteronomium nid^t angel^ört ^aben larni. Xber man wirb 
nod^ einen Sd^ritt weiter gel^ muffen. Sine fd^ärfere Betrachtung bed gefe|lic^en Xeite ^at 
gelel^, ba^ wir ed in bemfelben mit aQerlei Sßieber^lungen }u tl^n ^aben, bie ßc^ nur auf 
einem Sßege wal^rieaft befriebigenb erKären laffen. Sa$ Urbeuteronomium mu^ }wei oiel« 
f ad^ übereinßimmenbe, aber bod^ am^ wieber oerfd^iebene Bearbeitungen erfahren l^aben ; unfer 
^eutiged Seuteronomium iß bie ^c^t einer Berfd^ei^g beiber im Berlouf bed Babp« 
lonif^en S^itö, wobei ed nid^t o^ne aSerlei le(^te 3ut^aten abgegangen fein bürfte. 

Surd^ aOeS bied iß nid^t audgefd^loffen, ba^ aud^ bie je^ige ®eßalt bed ftemd bed Seu« 
teronomiumd (in ber Überfe^ung mit D bqeic^net) fad^Iic^ einen faß burd^oud ein^eitlid^en 
(Sl^aralter trägt. Unb }war iß eS — etwa abgef^en oon ber ^ßeritope 14, 1—21, bie leb^ft 
an bad fogenannte {)eiligleitdgefe| (f. u.) erinnert unb fd^werlid^ bem Urbeuteronomium an* 
gel^Srt l^at — ber ®eiß bed $ropl^etidmud, ber und allenthalben in biefen ®efe(^en entgegen« 
tritt. @r offenbart ßd^ einerfeitd in bem Sringen auf bie ^auptfai^e, b. l bie ungeteilte, ge« 
^rfame Eingabe an ben ®ott ber Bäter. 9luf bie Sinfd^ärfung ber grunblegenben SBal^r^eit: 



«3<K^»< iß UTifer ®oü, ^alfm aüm" (6, 4) folgt fogleid^ bie ^otbentng^ il^n von gangem 
4^en, oon gan)ct Seele imb oud aDer Araft gu lieben. Diefe Siebe gtfinbet ^ auf bte 
innige Z)an!borfcit bed Solted bafttr, ba^ ed tro^ aDer feiner Unwütbigleit oon ®ott giterit 
geliÄt^ jtt feinem (Kgentum enoä^It, oitö ber Jtned^tfd^ft erOffc unb reic^ gefegnet worben ifk 
(8, 10 ff. 9, 5). ttnb nid^tö forbett ®ott ald ®egengabe ffir aOfeiS bieiS, ald.ba| bad Soll 
i^n n)iä»erum Kebe^ in feinen 9Begen nanble unb befd^nittened bergend fei (10, 12 ff. 11, 1. 
13 tt. 0.). 

Xnberetfeitö offenbart ftd^ ber ®eift beS ^rop^etidmud in ben go^Ireid^en Seftimmimgen, 
bie eine fo ebk unb »o^r^ofte ^monitat, ja einen fold^en ftttlid^en 3<>3#nn oerraten, baft 
man mit ooOem Siedet oon einem eoangelifd^en Sug in biefer ®efe|gebung gerebet l^t. SBie 
ed feit 9(mod bad 9 unb ber ^mp^etifd^en $rebigt mar, auf bie Übung oon Siedet unb ®e« 
red^gleit gu bringen, oor Sebrfidhtng ber Xrmen unb ^ilßofen gu tocxntn, fo ifl aud^ ber 
2)euteronomiIer unermablid^, ffir SCrme, Sßitmen unb ffiaifen, ja für bie ^^remblinge unb 
&Uaoea eingutreten. SSSeld^ Slidt in bad 4^erg biefed Sefe^geberd (äffen Xnorbnungen mie 
bie 24, 10 ff., aber aud^ mie 24, 19 ff., tl^un, menn man fie mit ben fonfi im SUertum 
l^errfd^ben ®emol^^ten oerglcid^t! 

Die naturgem&^e ^(ge ber großen Steuerung, ber 9(bfd^ffung bed ^ö^enbtltud, mar 
eine gang ntut Setrad^tung ber gefamten twrangegangenen ®efd^id^te. S^mx auf bie ^eit oor 
bem S^empelbau Salomod erftredte ftd^ bie beuteronomifd^e ^orberung ber itultudein^eit nid^t. 
Sie trat erft in Jltaft, a(d ^a^rne feinem Soße oor aOen ^nben ringsum Stu^e oerfd^afft 
unb fid^ eine Stitte ermä^It ^atte, an ber er feinen Slamen moDte mo^nen laffen. Seit bem 
Xempetbau aber mar aOer Aultud au^er^alb bed Xemf>e(d Sfinbe ; bied galt namentlid^ aud^ 
oon bem itultud im nihrblid^ SReid^, gumal berfelbe nod^ mit Stietbienfi (ber ,,Sflnbe 
^erobeamd'O gepaart mar. S>ad SSBert mm, in meb^em biefe neue Setrad^tung ber Dinge ben 
entfpred^enben ä(udbrudf fanb, iß bad ,,9ud^ ber Jtönige". Urfprünglid^ ein 9ud^ mürbe ed 
in ber griec^ifd^en unb loteinifc^ 9i(e(*, bamac^ m^ in ber beutfd^en unb (feit 1518) fo« 
gar in ber ^bräifd^en 9ibel in gmei gefpalten. S)ad ftdnigdbud^ umfaßt brei gro^e ®ruppen : 
1) bie ®efd^i((te Salomod 1 IL 1 — 11 ; 2) bie ®ef(^id^te ber getrennten Steige hxi gur 3^^ 
ftSnmg SamoriaiS (1 St. 12 biiS 2. Jt. 17), abgefd^Ioffen burd^ eine längere Sleßecion über bie 
.®rfinbe feines %aUi unb burd^ Xngaben Aber feine 9EBieberbefid)eIung ; 8) bie ®efc^id^te Subai^ 
bis gur Segnabigung Sojac^ind 561 o. (Sfyt. (2 SL 18—25). Sftmtlid^ 5t5nige finb genau 
nad^ ber 9lei§enfoIge ber Xl^ronbefleigung georbnet. So folgen auf Serobeam I bie brei il^m 
gleic^geitigen JtSnige oon 2luba, bann bie fed^d JtSnige oon S^rael, bie bei Sebgeiten Sfad ben 
X^ron besiegen, u. f. m. 

S<^ ein oberflSd^Ud^ SinblidC le^, ba^ bad 9ud^ nid^t ein Jtompenbium ber Süßeren 
®efd^id^te 3draeU fein miD. ^r biefe. tonnte ber Serfaffer auf anbere DueOen oermeifen. 
@r fe(6ß miD eine Xrt oon Airc^engefd^ic^te geben, oor aDem eine ®efd^i((te ber $rop^eten« 
midfamteit in beiben Sleid^en. 3» biefem 9e^ufe ^at er ben Stoff m^ umf&nglid^eren SEBerten 
eicerpiert unb gugleid^ fiber fömtlid^e Jlönige, oft am^ Aber eingetne ^nblungen berfelben, 
fein Urteil abgegeben. Der ÜRa^flab, nac^ bem er urteilt, ifi aOent^alben bad Deuteronomium. 
Der ®eift unb Sprad^gebraud^ bed (enteren mad^t fid^ in einer SEBeife geltenb, baf bie StuS« 
fd^eibung ber oom Serfaffer beiS A9nigdbud^ felbß l^erftammenben Safe faft fiberaO mit 
Sid^erl^ gu ooDgie^en ifL Damad^ ift aud^ bie Segeid^ung beS Serfafferd unb ber i^m oer« 
manbten S(^ftfleOer ate „Deuteronomiflen" burc^auS gerechtfertigt. 



* IDte grie^ifc^e unb (ateinifc^e 93tbel jä^Ien unfere 2 fßü^et @amueUft unb Jlönige atö oier 
»Sucher ber Kdnigreid^'. Unfere Jtihtigdbäd)er ftnb a(fo hau 3. unb 4. 9u(§ ber Königreiche (ober 
furiweg »ber Jtönige'X 



Sei ber @infü^rung famtlid^er ildnige von 3uba unb S^roel voith mit ))einli(l^er 9tegel^ 
mäßigt eit ein unb badf eüe @d^a Befolgt : ^Datierung ber 3;^ronbe{leigttng nod^ bem 9te« 
gierung^jQl^r bed gleid^jettigen Ädnigd be^ anbeten Sleid^ unb bie S>auer ber Slegierung, bei 
ben jub&ifd^en Jl9nigen aud^ bad Slter (ei ber S^onbejteigung unb ber 9lame ber SRutter, (ei 
aOen fobann bad Urteil Übte iffxm re(igi5fen Sl^arafter. S>iefeiS lautet Bei ben itonigen oon 
S^roel fte^enb : „er tl^ot, wa^ ^cfyoH miffiel" ober ,,er nninbette auf bem SSkge ^erobeam^ 
unb in feiner @finbe^ gu ber er 3^rael oerffil^rt ^atte". Die JlSnige oon Suba voeAm oer» 
fd^ieben Beurteilt, Bisweilen unter Sergleid^ng mit i^ren Sorgängem ober (fo ^tätia) mit 
2)aoib. älllen aBer, oud^ ben Seflen, wirb Bid auf 3^ old S^del angerechnet, ba^ fie ben 
^ol^enbienfi bulbeten (I, 15, 14. 22, 44). S)er Serfafjer fe(^t eBen ooraud, ba$ alle ftSnige 
bad beuteronomifd^e ®efe^ I^Stten lennen unb Befolgen foEen. 

^agen vir nun : mol^er nol^m ber Serfaffer ben ®ef((id^t^ff, ben er Biftoeilen oud« 
fü^rlid^, meift oBer (mo nid^t $ropl^etengefd^i(^ten ind Spiel tommen) in ber beidBar tnappften 
f^orm mitteilt, fo mirb }u antworten fein : m^ ben SEBerlen, bie er faß audnal^mdlod Bei cMm 
jlonigen für aEed, „wa^ fonft nod^ oon einem jeben }u fagen Vjt", cttiert, b. 1^. bem ,,9ttd^ 
ber ®efd^id^te ber Jl9nige oon 3uba" unb bem ,,9ud^ ber ©efd^ic^te ber ll9mge oon Sdroel''. 
S>enn aud^ bad 1, 11, 41 citierte „9ud^ ber ®efd^id^te Salomo^" (Sa am Katibe ber ÜBer« 
fe^ung), fomiebie ep^raimitifc^en ^opl^etengefd^id^ten unb fon^geniErjS^bmgen (P, £, P'), 
bie mir Bereite oBen G. 155 f. Befprod^ ^aBen, lagen unferem Serfa^er ^dd^flma^d^einli^ 
nur ald Seßanbteile jener ®efd^id^tdBfid^er fiBer bie JtSnige gdraeli^ unb 3^ad oor. 3a, 
felBß bad vxa^ gefragt werben, oB mir tl^atfäc^lid^ cot jmei oerf((i^ene Sßerle unb ni((t oiel« 
mel^r an e i n Jlönig^Buc^ gu beulen l^aBot, \>a9 ber Serfaffer nur unter oerfd^iä>enem 9lamen 
citiert ^ätte, je nad^bem ed ftd^ um Adnige oon 3drael ober S^ba l^anbelte. S)a un^ biefe Sln< 
nal^e fe^r mol^d^einlid^ bfinft, werben wir bad fBkd im folgenben einfach cü „bad gro^ 
Stinxiibn^" Bqeid^nen. 

9lu9 oerfd^iebenen B^fft^en ju ben (Zitierungen biefed SEBerld in unferen JlSnig^Bfid^ 
ergieBt fld^, ba^ ed fowol^l üBer Ariegdtl^aten nad^ au^en (fo g. S. 1, 14, 19. n, 14, 15. 28), 
wie üBer SBerfd^w9rungen (1, 16, 20« n, 15, 15) unb 9tegierungdma^eln (fo namentlich 
Sauten: 1, 15, 28. 22, 89. ü, 20, 20) im Snnem Berid^tet l^aBen maf^. %xt einmal (II, 
21, 17) wirb ber ,,@ünbe'' (gemeint ftnb ol^ne Si^^f^ SSerfd^lbungen gegen ben rechten 
Jlultud) eined ftdnigd gebadet. @d ifl ieboc^ fraglid^, oB biefed religidfe Urteil fd^n im großen 
itdnigdBud^ oorlag ober erffc oom Seuteronomifbm gefSEt warb. 

älud weld^en Duellen bad gro^e JlSnigdBud^ g^^^Pft i^ot/ en^ie^t ftd^ großenteils unferer 
Beurteilung. SEBemt wir oon ben oBen erwSl^nten Sludgfigen oBfel^, bie wai^d^nlid^ f^on 
ber Serfaffer bed gro^ itönig^ud^d aud umfaffenberen fdBftftttbigen Sßerlen gemad^t ^oi, 
fo BleiBt außerbem nod^ eine giemlic^e Xngal^l eingelner Slotigen, bie ben Stempel gro^ 
@d^lid^tl^eit unb eBen barum 3uoerlSfftgIeit tragen. SiefeKen ftnb, wo fte bem 9ßortlaute 
nod^ Dorguliegen fd^einen, cm Staube ber ÜBerfe|ung mit K Begeid^et. 2>0(^ ge^rt l^ierl^ 
no(^ allerlei, wad ber S>euteronomift in feine @ingangdformeln oerflo((ten 1^, fo namentlid^ 
bie SlegierungAauer unb (Bei ben jübifd^en jtönigen) ber Stame ber SRutter. SBial^rfd^einlu^ 
iß aSer biefer oon und mit K Begeid^ete Stoff einer 9lrt oon G^onifen entnommen, bie 
frfil^geitig in Beiben fÜA^m angelegt, fobann — unb gwar mel^rmald, wie g. Z. unfere mittel« 
olterlid^en Sl^roniten — Bid gu einem fpftteren 3^un!te fortg^rt würben. @o larni g. 9. 
bie 92otig U, 8, 22 („Bid auf ben heutigen 2^ag") nur oon einem aufgegeic^net fein, ber oon 
bem Siege Xmagjad (14, 7 ; oergl. 16, 6) nod^ nid^td wußte. ^oBei ift lebo«^ ol^e Qm^fü 
gang oon ber nod^ immer l^errfd^enben SReinung aBgufe^en, jene (Sl^onSen feien mit ben amt< 
lid^en 3[nnalen Beiber Sleid^e ibentifd^ gewefen. Qim Srweife bafür Berief man fkl^ auf bie 
angeBlid^e @rwSl^nung eined ^.Steid^dannaliften" unter S>aoib (2 Sam. 8, 16. 20, 24), Satomo 



(1 Sün. 4, 3) unb ^itfia (2 Jl9n. 18, 18. 87). 3n SSial^eit fann iebod^ ber betveffenbe 
Xttdbnid (mazlür) nur einen Secmtten (ejeid^nen, ber bie StegierungiSangelegeni^etten oor bem 
ftontge ,,in (Ermftl^nting bringt", alfo einen oortragenben 9tat, entfpred^enb bem SBiefir ber 
noi^omm^anifd^ ^errfd^er, unferem „ftonjler". Saju {Kmmt, ba^ ber 9Ra^ir unter ben 
^((flen Beamten, im 2. 9ud^ SomueliiS nod^ oor bem Oberpriefter oufgegä^It »irb. fibrigend 
ober wirb bie Slnnol^me amtlid^er Slnnolen in Sdroel fd^on burd^ ben beßanbigen (oft burd^ 
SReud^morb ^erbeigefOl^rten !) SBkd^fel ber S^^noftieen f e^r unn>a|rf(l^etnlid^. @benfo finben 
^^ aber oud^ bei ben jübifd^ jtönigen Stetigen, bie ^dd^fboa^d^einlid^ bem großen Aonigd« 
bttd^ entnommen finb nnbi oon benen bo(§ fd^«^ onjune^men \% ba^ jemeilen ber @o^n bed 
betreffenben Aimigd für il^re Su^eic^nung in ben offtgie&en Xnnalen Sorge getragen l^aben 
foDte. S>ur4 oOed bied ifl nid^ ou^efc^loffen, ba^ ber SBerfoffer beiS gro^ ftSnigdbud^d 
mel^rfod^ fe^r alte Uriunben unb äbt^eid^nungen benu^t l^at (oergl. unter anberem I, 4, 1 ff. 
4, 7 ff. 5, 2 f. unb bie ^Datierung bed Xempelbaud mit ooreiilifd^ SRonat^amen 6, 87 f., 
oieSeid^t einer Snfd^rift am Xempel entnommen). 3n einigen ^SUea fto^en mir auf ^oraKel^ 
berid^, oon benen f((ioer gu fogen x% meld^ ^ifiorifd^ SQSert fte beft|en unb ob {te bereite 
oon bem SBerfaffer bed großen ftSnig^bud^d ober eriß oom S>euteronomi{ten aufgenommen 
nmrben (I, 9, 28. 11, 18 ff. n, 18, 14 ff. 28, 8^ unb 19 f. ; manc^ed anbere ber Xrt ifl in 
ber Überfettung befkimmten OueOen, jj^od^ mit ? gugeteilt). XDgemein anerlannt ift, ba| in 
n, 19, 10 ff. (in ber fiberfe|ung K>) eine burd^ S. 9^ in ein felbfiSnbiged (Sreignid oer* 
nHtnbelte $araDele ju 18, 17 ff. vorliegt. 

Sie SSermeifung auf bad gro^e JtSnigdbud^ finbet {td^ bei allen JtSnigen ^iSraete attjler 
bei Soram (offenbar meil in ber jj^igen Slnorbnung bed Stoffs !ein 9bmm baffir mar) unb 
bei bem legten Jl9nig, ^ofea. ^Dagegen fe^It fte nid^t bei ®imri, ber eine 9Bod^e, unb bei 
SaHum, ber einen 3Ronat regierte. (Ebenfo fe^It fte bei {einem ber jubftifd^en Jtonige bis auf 
Sojafim, au^er bei Vfya^ia (au^ gleid^em (Srunbe, mie bei Soram oon SdraeO unb bei goal^ad, 
ber in SBial^^eit gar nid^t jur 9legierung lam. S>a fkl^ bie Ie|te SBermeifung bei goicdim 
{tnbet, fo ijt anjune^men, ba^ ftd^ bad gro^e itonigdbu^ bis auf beffen Siegierung erfiredFte, 
unb ed bleibt nur bie grage, mann ber Seuteronomift fein (Sscerpt anfertigte. 

2)ie Sntmort fc^eint leidet: n, 25, 27 ff. mirb bie Segnabigung Sojad^inS im d7.3a^e 
nad^ feiner SBegffi^ng (661 o. (S^x.) ergä^It, übrigens aud^ fd^on fein Xob oorauSgefe^t. 
Xlfo fdirrieb ber Seuteronomift frfi^efkenS um 660 im (S^. S>agu ftimmt, ba|| I, 5, 4 oon 
allen JlSnigen meftlid^ oom Sup^rat als oon benen ]enf eits beS Stromes bie 9tebe ift, unb 
ba| an oerfdJiAenen SteKen (I, 8, 44 ff. 9, 1 ff. H, 17, 19 f. 21, 7 ff. 22, 15 ff. 23, 26 f.) 
beutlid^ bie SsUierung beS SoHS unb bie 3er|iarung SerufalemS oorauSgefe|t \% Xro^^ alle« 
bem ^at man (öngft ertannt, ba| ja^Ireid^ anbere SteOen ebenfo fidler ffir ben ooresUifd^ 
Stanbpunit bcS »euteronomifien geugen (fo I, 8, 16 ff. 11, 29 ff. n, 17, 21 ff. unb 41), 
unb ^at mit Siedet bemerlt, ba^ bie fluItuSreform unter Sofia f o nur oon einem foU^ ergäl^It 
mecben tonnte, ber nod^ bie Hoffnung auf bie Siettung beS Staates baron Infipfte. 

Somit ^at man gmifd^en gmei Siebaltionen ber ie^igen Jl9nigSbfi((er gu unterfd^eiben. 
Sie erfle (etma um 600, in ber Überfe^ung Dt) reid^te bis minbeflenS n, 28, 80, mal^rfd^ein« 
lid^ aber bis 24, 1. Sie gmeite (oon unS mit Dt« begeid^net) fagte ben S<^Iu^ bis 25, 80 
unb fonft allerlei (f. o.) I^ingu. 3§r religiofer Stonbpunft ifl in einem fünfte nod^ ftrenger, 
als ber beS erften SlebaftorS. SDSäl^renb biefem (I, 8, 2) ber ^^ienfi oor bem siempelbou 
als unoerfänglid^ gilt, betrod^tet eS ber gmeite Sländtor (S. 3) als einen SRoIel an Salomo, 
ba( er auf ber großen ^fft 91 ®ibeon opferte, unb lä^t i^n S3. 15 menigftenS nac^trftglid^ 
Qv4 oor ber SunbeSlabe SBranbopfer unb ^Sopf er barbringen. 

äluf Sted^nung beS gmeiten StebaltorS ift enblid^ ein Sefianbteil ber JlSnigSbüd^er gu 
fe^en, ber gu oielem Streiten unb Snoägen 9lnla^ gegeben l^at. SaS finb bie fogenannten 



172 SArit bet ©ef^i^te bed altteftamenttt^en ec^rifttumd. 

69nd^romdmen, b. 1^. bie 2)attming ber jubäifd^en itSnige noi^ ben Slegienmgdia^ren ber 
ii^raelitifd^ tmb umgdkj^rt. SlOerbtngd »uibe auf biefetn SBege ber SRongel an irgenb einer 
£ra audgeglid^en ; aBer ber Z^oKeflonb le^rt^ mit fd^»ieri(| bie Sbt!^fft|ning max. Xuf bie 
ftönige von Stiba entfallen vom Xobe Salomod 6id jur gerftörung Somariod 260 3a^, auf 
bie von ^^rael inner^alB bed gleid^en 3eitrauntd 241 SM^re 7 9tonate 7 Xage. ^ier liegt 
alfo ein Sled^nungdf^Ier oor. 3^ bemfelBen @rgeSnid gelangen »ir bttrd^ bie Sergleid^ung 
ber ajtonomifc^ gefiederten S^ronologie ber aff^rifd^en Jteilinfd^ften. Stac^ biefen Kimpfte 
9D^a6 von gdrael nod^ in ber @d^lad^t (ei Jtarlor (854 o. üfft.) mit ; von ba M gur 3er* 
ftSrung ©amariod oerfloffen 132 go^re. ^n ben itönigdMd^em oBer »erben b^ ItSnigen 
von 9iffab^ Sol^n äl^adja Bid mit ^ofea 157 Raffte 7 Stonate }ugetei(t Stimmt man no(( 
l^ingu, ba^ bie 3^1^ f^ ^i^ ^ten ai^t Adnige 38rae(d (aBgefel^ oon Simri) fo lauten : 
22. 2. 24 (urfpr. vooffl 22). 2. 12. 22. 2. 12, fo liegt ber SBerbad^t nal^e, ba^ l^ier bie S<^i 
12 aU Surd^fd^nitt^al^I gu ®runbe gelegt ift. @ie felBfl finbet ftd^ jmeimal , n)al^renb brei« 
mal bie 22 burd^ 2 gu 2 X 12 ergängt fd^eint. 3ta^ oK^em lamt nid^t Beßritten merben, 
ba| bie S^onologie unb gmar gang Befonberd bie ©pnd^rontdmen mel^ad^ lünftlid^ gured^t* 
gemad^t ftnb. S)agtt nötigte teifö ber Stangel an üBerlieferten 3<t^I^ (fo namentlid^ Bei ben 
i^raelitifd^en JtSnigen), teild bie SSerberBnid ober aud^ bie SBiberfprüc^e in bem, wad fiBer« 
liefert mar. Sc^Iie^Iid^ l^at auf bad ®ange nod^ ein eBenfo fpdteS mie fünflttd^ed Softem ein* 
gemirtt, beffen Spuren und 1 Stin. 6, 1 , fomie in ben Jtdnigi^a^en felBft oorliegen. 9lad^ 
1 Hin. 6, 1 oerfloffen oom Xu^ug Big gum XempelBou 480 :3<4ve (b. 1^. 12 Generationen 
gu je 40 3al^). äSon ba Bid gum @nbe 3ebeliad entfallen auf bie Jtönige 3uba§ 430 Sa^re, 
auf bod @cU 50, ergieBt mieberum 480 ^ofyct, ^mmerl^in i{t fraglid^, oB fd^on ber gmeite 
Slebaltor biefe Studbel^nung bed S^ftemiS oon je 12 Generationen auf bie 3^t oom Stempel« 
Bau Bid gur SßieberBegrfinbung bed Staate^ im Xuge gel^aBt ^at. 3Ran mü^te bann annel^en, 
ba^ feine Xl^ätigfeit erfl in bie nad^e^ilif d^e 3cit fiel. S)ad aBer bftrfte nic^t gu Begmeifeln fein, 
ba| eBen biefed Softem auf bie enbgiltige t^i^ierung ber 5tdnigdga^len eingemirlt l^at. 2)iefe 
Snna^me ^ot um fo weniger ©d^mierigfeit, aü o^ebied eine giemlid^e HRenge oon 3ut^oten 
(in ber ÜBerfe^ung mit Z Begeid^net) gu bem urfprünglid^ Xecte bed AonigdBud^d gu vex» 
geid^nen ftnb, unb gmar nid^t BIo^ folc^e, bie Bereite oom gmeiten Stebaltor oorgefunben unb 
in ben Xe^t aufgenommen fein Ginnen, fonbem aud^ gmeifeHod na^tj^i^^t, bie fid^ entmd>er 
burd^ il^re STnle^nung an ben ^efierlobei im $entateud^ (fo I, 8, 4^) ober burd^ il^re S(B« 
meid^ung oon ben eigenen 9[udfagen bed Seuteronomiften ober enblid^ burd^ il^ren mibraf<^< 
artigen Sl^aralter (fo 1, 12, 21^. unb 33 ff. n, 1, 9 ff.) atö f päte 3ut^Qten gu erfennen geBen. 

@d mar bie @timme eined ^rop^eten, bie aud allen ben $ropl^etengef(^id^ten unb ber 
gefamten 2)arfteIIung bed ftönig^Bui^d an bad 01^ ber oerBIenbeten Stenge fc^Iug, eine er* 
f^üttembe $rebigt üBer bie enblofe Serfd^ulbung bed iBoIId unb feiner ftonige unb bie Song« 
mut ®otted, bie ftd^ bod^ fd^on einmal — Bei bem ©ertd^t üBer 39rael — erfd^dpft gegeigt 
^atte. 9(Ber leine ^ropl^etenfKmme lonnte mel^r auf Italien, mad fd^on S^faja (6, 9 ff.) ald bie 
malere, oon ®ott felBfl gemoDte SEBirlung ber Su^prebigt Begeid^et ^atte, — gefteigerte Ser* 
ftoAtng unb bamad^ bad Gericht. Sine anbere SBirlung ei^ielten aud^ bie ^ropl^etenfümmen 
nid^t, beren mir no(^ au^ ber S^it gmifd^en 623 unb 586 gu gd)enlen l^aBen, bie ^Bahtld 
unb — eined ber größten oon aKen — Seremiad. 

ÜBer bie 2)eutung unb Xnfe^ung ber Sßeidfagung ^aBabifö l^errfd^te früher fafl oSDtge 
ÜBereinflimmung. £er ^inmeiS auf bie furd^tBare 3Rad^t unb bie ®emalttl^aten ber Sl^albaer 
(1,6) fd^ien feine anbere Datierung gugulaffen, cii bie nac^ ber @d^Iac^t Bei ftarlemid, burd^ 
mel^e 9{eBuIabnegar gleid^fam bie ^errfc^afk fiBer gang Sorberaften angetreten ^atte, alfo um 
604. 3)iefe Suffaffung BlieB fftr Hap. 1—2, 8 au^ bann Befielen, afö Stabe (3eitfd^ft für 
bie altteft. 9Biffenf(^aft 1884, 6. 154) 2, 9—20 einem nad^eiilifd^en ÜBerarBeiter gufd^rieB 



mxi% ber ©efctid^te bed ottiffiamentti^en e^rifttutnd. 173 

unb Jt 8, ben fogenaimten {^obolulpfaltn, gleid^faOd fttr ein nad^esUifd^ed ®emeinbelid) er« 
lUhrte. Son btefen Sbma^men fanb (efonbctd bie jioeiie f a{l aSgememe SufKmmung (jumal 
bie mufSalif d^en Sloitjen in ber ÜBerfd^ft unb Unterfd^ft auf bie erfi nad^trfiglic^ fyvübet^ 
nefynt mxS einer 2id)erfammlttn8 ^inneifen), »S^renb Subbe (f. u.) von St. 2, 9 ff. n>emgflend 
S. 9—12 unb 15—17 ffir bad urfpvünglid^e Drafel in Kufinud^ nehmen »iO. Seitbem 
jäK4 ©iefefoed^t (,,9eitra0e )ur SefaioMtil". ®6tt. 1890, G. 197 f.) unb — unaBl^ängig 
von il^m — aud^ 9ubbe unb 9tot^fkin geltenb gemad^t ^aBen, ba^ {^6. 1, 5—11 ben 3u« 
fornmen^ong gmifd^ S. 4 unb 12 fprenge, ftnb auf biefe 9eo(ad^tung n>eitere ^^pot^efen 
gegrünbet motten, bie un9 gleii^foOd ermfti^nendwert fd^nen. (SKefebred^t fe{B{i urteilte, ba^ 
bie SSSeidfagung 1, 5 — 11 (,,ein in m gefd^IoffeneiS Drald, bad bie G^olbäer erfl anffinbigt") 
vor S. 1 gebore ; xoai übrig Bleibe, Bin>e ein felBfianbigeiS &tüi, unter bem Z)rud( ber (SJ^oIbäer« 
^errfd^aft, raal^c^inlid^ im @si( oerfajlt. S)agegen erbHdtt Subbe (X^eolog. Stubien unb 
IhitSen, 1898, @. 888 ff.) in bem Sergemaltiger ber ^mmen nid^t ben S^albäer, fonbem 
ben Sffprier, bem burd^ bie neuouffbreBenbe 9Rad^t ber G^olbäer ber Untergang angebrol^t 
merbe. Unb gmor l^e ber ^btoffiptui^ (1, 5—11) feine urf)>rfinglid^e 6teKe hinter 2, 4; 
bod gonje Oralel aber (au|er ben fpäteren 3uf^^ 2/ ^^ f. unb 18—20) gehöre in bie S^i 
um 615. Slotl^flein enblid^ (Xl^Iog. ®tubien unb Aritilen 1894, @. 51 ff.) lommt ju bem 
SrgeBnid, ba^ bai^ urfprünglic^ Drofd ^aBotuId (um 605) bie S^n^e feiner 3>ar^ung 
gegen bie üBer^anbnel^menbe, burd^ Sojafimd Slegiment gefSrberte inner]ubAif(^ ®ott(ofigIeit 
unb ®en>altt^atigleit rid^tete unb ba^ burd^ bie Ö^oftfter J^erBeiguffil^renbe Strafgerid^t üBer 
bad oBtrümtige Sanb unb Soll aidflnbigte. S)iefed Orale! (nad^ ber urfinr. Slnorbnung: 
1, 2—4. 12». 18. 2, 1—5». 1, 6—10. 14. 15») fei al«bann von einem Sp&teren (im^Q 
berort umgearbeitet unb erweitert morben, ba^ ed menigfiend in feinem gr9|eren Xeile gu 
einem JDralel gegen 9aBe( mürbe, ^r jebe ber Beiben [e^tgenonnten ^ifpoi^m finb triftige 
(Bribibe geltenb gemocht morben. XnbererfeiiS unterliegen freilid^ Beibe bem 9d>enlen, ba^ fie 
eine 93erfe(^ung Don minbeflend fünf Serfen innerl^alB bed urfprünglid^ Draleld annel^men 
muffen. Sine Sntf((eibung i^ ba^er fc^mer gu treffen. 

3Rit ber Sefpred^ung ^abild l^aBen mir jebenfaOd meit über ben Xnf ong ber SSirIfam« 
feit Seremiad ^inaudgegriffät. SBer mit gutem ®runbe gä^Ien mir feiner erft j[e|t, ate bed 
großen 3^8^ ^^^ ^^ ®ered^tigleit unb unontaflBaren f^eiligteit feined ®otted am Sudgang 
ber ooresilifc^en S^* S^nt mar bad unfflglid^ fd^mere Sod gefaDen, ^ofycit^ie ^inburd^ ben 
Zobedgudungen bed Sat«rtanbd gufe^en gu muffen in ber ®emi||l^eit, baf mi^ bie Erbitte 
eined 3Rofe unb @atnud ed nid^t mel^r gu retten oermöd^te. Sefaja, 3Ri(^a l^atten ben Untere 
gong Subad nod^ in giemlic^ meiterSfeme gefd^aut; S^temia l^at i^n mit aSen feinen @d^retfen 
perfdnlid^ erlebt. Unb fo ifl feine Siebe von Xnfang Bid gu @nbe 9oEer SCnSagen, Sro^ngen, 
Itummer unb Jammer, gimtejal^u (b. i. nad^ üBlid^er 3)eutung „^affxoz grünbet'', rid^tiger 
mol^I ,,®ott oermirft") flammte nac^ 1, 1 (oergl. aud^ 32, 6 ff.) von ^iffia, einem ber ^riefter, 
bie gu ätnat^otl^ in Benjamin (je^t 'Anäta, eine Stunbe norbfifKid^ von ^erufalem) mol^nten. 
I^m 13. ^afyct bed Sofia (628 o. Sl^r.) in noc^ jugenblid^em Stiter (1, 6) gum $rop^eten Be^ 
rufen, mirlte er feitbem BeßSnbig gu gerufalem (2, 1. 7, 2 2c.). S)atiert ift m^ ber Qüi 
Softad nur bad Oralel 3, 6 ff. ; bod^ fagt ^eremia felBfl 25, 3, ba^ er oom 18. ^al^re Sofia« 
ab nunmehr 28 ^oSfxt unermübßd^ gum Solle gerebet ^aBe. Unb fo bürften menigftend bie 
jtapitel 2—6 al§ 9lieberf(^lag oon Sieben auS ber 3eit Sofutd gu Betrad^ten fein. Sin rül^men« 
bei» Urteil bei» $ropl^eten über Sofia lefen mir 22, 15 ; nad^ 2 Sl^on. 85, 25 l^at aud^ er nad^ 
ber @(^lad^t BeiJRegibbo ein Xrauerlieb auf ben oielBemeinten ftönig gebid^tet. 9Rit So<t^<t^ 
(unter bem Flamen SaDum) Befd^aftigt ftc^ aSein ber @prud^ 22, 10 ff. 

Smmer büfterer geftaltete ftd^ bie Sage bei» Staati» unb mit i^r aud^ bie bed $rop^ten 
unter Soj^^li^^ ^^ unmürbigen Slteften Sol^ne bed eblen Sofia (22, 18 ff.). S^ ^^ Xnfang 



174 SHMt bet Off^id^ie bed ottleflttiReiitlid^eit @(^fitumB. 

feiner Slegientng fäOt toa^rfd^etnlid^ bie f9mBoIifd^ {^anbbittg ntt bem linnenen ®firtel 
(18, 1 ff.) unb fid^ eine oxibext, \>ai 3<i^ttftmmem eined itbenen Jttugd im Z^k ^inmmt 
f omt ben boran gdhtfifyften S>col^nsen. Die SBi^ber^limg bei leiteten im SSor^f be8 Xempeld 
^at jur Solge, ba^ ^S^ux, ber Dberouffe^ bed Xem)>eC<, ^eccmia fd^Iagen iinb eine 9ttt^ 
ffxnbw4 in ben Slod legen IS^t (20, 1 ff.). Sofar neidfagt il^m ber ^xop^tk, bog er felbß 
oSe @d^en ber @ro5erung SerufoIemiS edAm, bann aber mit feiner gfamilie in 9a69lonien 
fterSen werbe. 3n jener Kad^t ber (Sinlederung ftnb ol^ne S^o^fdC Me Keiben ergreif en ben 
@tad(e 20, 7 ff. unb 14 ff. entßanben, baS erfite faß eine anRage ^dfyoM, ber i^n bet^ 
unb ber allgemeinen Serl^^mmg preidgegeien l^abe, ein XudBrud^ ber SSeqibeiflung, aud ber 
ftd^ ber ^p^et bann bo(^ mieber ju neuem Sertrauen, jja gum Sobpreife ®ott l^inburd^ngt, — 
bad anbere eine Serflud^ung feinet ©eburt^tagiS unb beffen, ber feinem Sater bie Jlunbe wn 
feiner ®eburt überbrad^t ^abe. 

Sine faß nod^ grd^e(9efä^rbung beS ^rop^eten ald ftap. 19 f. berid^tet ^. 26, gleid^ 
faOd aud bem Xnf ang ber Stegierung 3<>i^n<9- Erbittert burd^ bie S)rol^ttngen, bie er in bem 
von gfeflbefud^em erfüllten Sor^ofe be9 Xempett gegen le^teren unb bie @tobt audgefprod^ 
l^at, ergreifen il^n bie ^riefter unb $rop^en unb ber gange (^fe mit bem Stuf: bu mu|t 
ßerbenl Suf bie Jtunbe boDon eilen bie Oberflen gubad, bie mir tm^ fonfl bem ^p^eten 
geneigt fel^, ^bei unb leiten eine orbentlic^ ®eric(tdoer^anb(ung ein. geremia geigt ftc( 
babei in feiner gangen ®rd|e. Gegenüber ber Slnflage ber ^riefter unb ^^»pl^eten beruft er 
fid^ unerf d^tterlid^ auf ben Sefe^I 3a^me8, ber il^ f old^ed gu meidfagen geboten ^abe. 9R5(^ten 
fte bal^ ben Stuf gur 8u|e nic^t unge^trt Der^aKen laffen. Übrigen^ aber fei er in il^ ®e> 
malt unb laffe Aber fid^ ergeben, mad i^nen gut bunte; nur mdd^ten fie bebenten, mel<$e Sbtt* 
f d^uD) fein Xob über fte bringen werbe. 

6ol<$e SSorte unb fold^ ^^t übermütigen bad SoH. Samt ben Dberßen ergreift ei» 
$artei für ben $rop^eten ; etliche ber Some^men erinnern fiberbieiS an einen Sorgang unter 
^itiKa, nämlid^ bie SDro^meidfagung 3Ri((ad, bie iäM)d^ nid^t ben Xob bed ^pl^eten, fonbem 
Su^e bed SoRd l^erbeigefü^rt ^abe. 6o entrann S^K^niia, namentlich burd^ ben @d^u^ 9§i* 
famd, be9 Sol^ne^ Gapl^and, bem bro^enben Xobe. 

Seit ber Gd^lac^t bei Aarlemid (605) oerlünbigt geremia unermfiblic^, ba^ hta ®erid^t 
über 3uba von Seiten ber S^albSer lommen merbe. 9t^ wu^ bad Sanb gur SEBüfle, bad SoS 
ein ®egenßanb be8 (Entfe|ett$ unb be8 ^o^ed merben unb 70 3^1^ bem itünige oon 9abel 
bienen, e^ aud^ über biefen baiS ®erid^t ®otted ergebt unb umgetd^ fein Sanb gur SBftfle 
mirb (Jtap. 25). 

3n ba^felbe ^oSpc 605 fiel bie erße Xufgeic^nung oon Droleln Seebad. 3>ad 6d^id(fal 
ber oon 8aru(( nad^ bem S>iftat be9 $ropl^en bef(^ebenen 9loDe mirb und Xop. 86 ebenfo 
anf((attli(( nrie ergreifenb gefc^ibert. 5l>ie Semid^tung ber StoOe burd^ 3o]aIim ^atte übrigen^ 
nur bie gfolge, ba| Seremia oon Sarud^ eine neue anfertigen tte^ unb bem Sn^alte ber erfien 
nod^ oieU 9Uben gleid^ Xrt beifügte. 

3)er van 602 erfolgte 9lbf aO SojaKmd lomtte nid^t foglei(( oon 9ldftufabnqar geal^nbet 
merben. @d iß fogar fraglid^, ob Sojcdim ben Xnfang ber Belagerung ^erufalemd nod^ er« 
lebt l^at. SKerbingd mirb il^ 3er. 22, 18 ff. unb 86, 80 ein fc^mpflic^ Xob gemeidfagt 
unb ein fold^ I9imte il^n am el^eflen bei einem XudfaQ gegen bie S^albier ereilt ^aben. 5Die 
Setagerung f d^nt erß nad^ bem perf9nli(^ (Eintreffen SlebuIabnQard energif((er betrieben 
morben gu fein. ZHe freimillige Untermerfung Soiac^ind, bie oieOei((t auf ben fHai, jebenfaDd 
im Sinne Seremiad erfolgte (oergl. 22, 20 ff.), fe^te i^ ein @nbe. Sßie 3eremia über bie 
bamalige Sage urteilte, ba| i^ bereite mit biefer erßen SBegfül^rung ber Untergang bed SoQed 
befiegelt f^ien, erfie^t man aud bem ®eftd^t oon ben guten unb fd^led^ten feigen (l^ap. 24) 
aud bem 9lnfang ber Slegierung 3ä)diaiS. ^r bie SBeggefü^rten erwartet er infolge il^rer 



VMi ber «efd^i^te bed attteßameittti^cn ed^riftiumd. 175 

9u^e Segnobigung unb ffliebetle^ ; für beit fiBeneß in 3ub&a unb äfg^pten oerBIeibt e9 (ei 
oDfn ben früheren 2)ro^ttn0eti. 

3m oierten 3^1^ 3c^i<t^ W^ ^9^) finb bie ®ef<mbten ber umliegenben Keiiteren 
Söffet in Scntfolan oerfommelt^ offienBar, um {id^ gegen bie Sl^fter §tt oerfc^mdren. 2)a 
er^t Seremia SBMfung oon ^afym (Rap. 27), ftd^ @tri(Ie unb Sod^^ol^er an ben ^d }u 
legen unb ben Königen ienev Söffet Sotfd^oft }u fenben, ba| fie nur burd^ bie viQige Unter» 
n>erfung unter bie G^oIbSer bem pöBigen SerberBen entrinnen würben. S)iefelBe SSBeifung 
rilltet Seremia aud^ an 3ebeKa, bie $riejter unb bad gonge Soff, gugleid^ mit einbringlid^en 
SSkimungen vor ben Sügenprop^eten , bie il^ tl^örid^ten Öffnungen f((meid^(n unb bie 
Balbige ^urüdCBringung ber entführten ^ligen ©erftte ver^ei^en, »ä^renb in SBal^it oud^ 
ber Stefl, ber Bidl^ nod^ oerfc^ont BlieB, nod^ 9aBeI manbem mu(. Solb borouf (28^ 1 ff.) 
meidfogt ^nonja, ein ^rop^et (M ®iBeon, im Xempel oBermoId, ba^ Binnen jmei galten 
Sojoc^in famt ben XempelgerSten }urfidSe^ren werbe, geremia, oBfd^on nid^t frei oon SSt* 
beiden, BehSftigt bie« mit einem ,,Smen'' ; ja^ er ia|t ed gef((e^en, bajl i^m ^anonja bad 3o(§ 
00m ^olfe; nimmt unb ed jerBrid^, iwax 3^^f i>tt^ ^ov SlBlouf jmeier ^cfyce bod 3od^ 
SleBubbnesdrd am ^olfe ber SöUer jerBrod^ »erben foDe. Aoum oBer l^at geremia ben 
Mim gemonbt, ba ergebt an i^n boi» SBort ^oi^ed : an bie Stelle beS gerBrod^enen l^ölgemen 
3od^ »erbe oielme^ ein eifemeiS treten ; {^an]a aBer f oDe al^ Sügenprot»!^ nod^ in Um» 
felBen 3<^ve fterBen. Unb ^anonja florB in felBigem 3^1^^ im fieBenten ÜRonot. 

S)ie SBomung oor 2ügen))ri)i)^eten f)>ri((t S^i^^mia an^ in einem ungefS^r gleid^geitigen 
Senbfd^eiBen cai bie Ssulonten in SoBel caxi (29, 1 ff.). <Sr »irb beiSl^alB oon bem $ro< 
Poeten Semaja Bei ben $rieftem in 3^ttl<m oerKagt^ antwortet oBer nur mit einer Sro^«» 
weidfogung gegen Semaja. 

^ai Snrfidbn ber S^albSer um 588 oeranla^t 3ebe{ia (21, 1 ff.), burd^ gmei XBgefonbte 
* ein Oralel oon Seremia gu Begei^ren. Sie erl^alten fc^limmßen IBefc^eib. 2)em Söffe aBer rät 
ber $rof)l^, gu ben Gl^albSem gu flie^ ; bemt nur bie ÜBerlSufer mürben il^ SeBen retten. 
Unb ald ftd^ im gmeiten ^ofyct ber Belagerung ein ^offnung^f^iimmer geigte, inbem SleBu» 
labnqar wegen beS XnrüdCend bed $^arao ^opl^a bie Belagerung auf^oB, BßeB bod^ ^eremia 
unerfd^erlid^ Bei feinem @pru(^. ®r erll&rt ben SBgefanbten S^^^^^ ^^^ '^^ »m feine 
gffirBitte angeben foDten: bieC^a&fter werben wiAerlel^, bieStabt eroBem unb oerBrennen. 
3a, wemt man a^ ba^ gange {^ ber Sl^albSer f erlüge, fo ba| nur wenige Serwunbete üBrig 
BtieBen^ fo würben fid^ bief e in i^rem 3dt er^en unb bie Stabt oerBrennen. 

Salb barauf (87, 11 ff.) wirb Seremia Bei einem Xudgange au^ ber Stabt oon einem 
Z^l^ter ergriffen unb aü oermeintlid^er ttBerlSuf er tro^ feines SBiberfpnu^d gu ben DBerflen 
geBrad^t. SHefe (äffen i^ {ISupen unb im ^oufe bes StaatSfd^Berd 3^nat^an in einem 
unterirbif d^ ®ewöIBe einferlem. (Er|l nad^ geraumer 3^t, nad^bem untetbeS bie Belagerung 
wxAtt aufgenommen war, ia|t i^n 3d>e{ia l^mlid^ in ben $ala{l ^olen, um ein SEBort S^l^mei^ 
oon i^m gu oeme^men. 2)ie 9(ntwort lautet wie immer: bu wirfl ber Gewalt beS itönigd oon 
SaBet üBerliefert werben! B^gleid^ ober wiK Seremia oon S^bdKa wiffen, womit er bie Sin* 
lerlerung oerbient l^e, unb fle^t i^n fd^liejIUd^ an, er möge il^n weniges nid^t in bad ®e< 
fängnis Bei 3onatl^n gurfiilBringen loffen. S^^^ ^ i^n fortan im Sßod^tl^ofe oerwal^ 
unb i^m tSglid^ einen SaiB Srot reichen, Bid aOted Srot in berStabt aufgegel^ war. SEBäl^b 
beS äbifent^altS im SBod^tl^ofe aBer wirb Seremia burd^ einen merbofirbigen Sorgang (Aap. 82) 
Belel^rt, ba^ l^inter alten ben S)rangf alen, bie ber @tabt unb bed Soffen warteten, bod^ auc^ 
bie tröfUid^e Hoffnung auf bie 9Biä>erIe^ ber SerBannten unb bie 9ßieberaufri((tung beft 
Staates fte^e, — eine Sei^ei^g, bie in ben Jtap. 88 folgenben Sprüd^en nod^ weiter auS< 
gefül^rt wirb. 

3n bie Ie|te 3^t ber Belagerung werben wir in Aap. 38 geführt. Seremia wirb aud^ 



176 ^Mi bn ©efi^ii^te M alüefiomentUd^en @(^nfttumi. 

im 9ßa((tl^fe nt((t mabe, feine Ungifidbweidfagung ju toteberl^olen. S>a »eiben enblid^ bie 
DberfÜen bet @a(^ üBerbrfiffig ünb fotbem oom Jtonige feinen Xob, ba er bod^ nvix bad SoH 
nmüoi mad^e. S^fl^erjig gie(t i^nen 3<^dKa ben ^opl^eten pteid. Slber fte ^oben bann bo<$ 
nid^t ben 3kai, fid^ an feinet ge^igten $erfon }u vergreifen. Um il^n ober wenig^d un« 
f d^Sblid^ gu mad^en, laffen fte i^n an Stridfen in eine (Sifiteme im SBad^tl^ofe l^inab, bie fo doO 
@d^(amm mar^ ba^ ber ^rop^ barin einfanl. 09 ifl ein 3^0)^^^ ^^ fkftrlßen Xrt ffir bie 
©erec^ti^eit bed ®oite^eri(^tö an guba, ba^ fid^ in biefer Stitnbe niemanb be« Stftrtprerd 
erbarmte^ als ein ^rembling, ber itffiopt (Ebeb-SReled^, ein JtSmmerer beS JtSnigd. Zitefer 
enoirft oon S^belia bie Befreiung geremiad; baffir oer^ei^ i^m htt ^xop^ (89, 15 ff.) 6r« 
rettung oom @d^merte ber S^atbäer. Seitbem befanb fid^ ^eremia »ieber im SBad^t^f. 

2)erfeKe S^^^ <^^^f ^ ^^ oor^er fo leichtfertig preidgegeien, lä^t i^ (38, 14 ff.) 
bann bod^ mieber ^eimlid^ l^bei^olen, um i^n ju befragen, unb fd^ört il^ fflr jAm gfal 
Gid^er^t ju. SMermold erl^ält er nur ben 9iot, burd^ freimilige ttntenoerfung fein Seben 
unb ben Seßanb ber 6tabt ju reiten. Q^^a ift jebod^ feinet mannl^aften @ntf((Iu|fed f S^ig ; 
er fürd^tet, im Sager ber (Sl^alb&er ben jfibifd^ Überläufern preisgegeben gu werben. XDed 
3ureben 3^emiad frud^tet nid^td. @tott einer Slntmort gebietet i^m 3^eKa nur ftrengeS 
@tiKfd^meigen über bie Unterr^ung unb giebt i^m ffir ben gfoH, ba^ er bod^ oon ben Oberften 
banac^ gefragt werbe, fettfk eine Xudfbtd^t an bie ^anb. geremia ge^on^t, unb fo bleibt ber 
^anbel oerborgen. 

Aber baS Sd^ictfal bed $rop^en nad^ ber (Sroberung ber Gtabt liegt und ein boppdter 
Serid^t oor: ber eine (me^rfad^ burd^ fpätere ßinfd^altungen unterbrochen) in 88, 28^. 89, 8 
unb 14; ber anbere in Aap. 40, 1 ff. Seibe laffen ftd^ fo oereinigen, ba^ ^eremia nac^ ber 
Sinnal^me ber @tabt oon ben c^albäif d^ Offijieren (oieDeid^t auf Senoenbung ®ebalj[a8 ; 
nac^ 89, 11 f. auf 9efe^( Slebulabnqard) in Sid^l^it gebrad^t, bann aber bod^ mit ben ^ 
fibrigen befangenen nad^ Stama fibergeffl^rt mürbe. @rft l^ier mad^te il^n 9lebufar«S(ban, ber 
unterbed mit ber 3^törung ber Stobt befd^äftigt gemefen mar, audftnbig unb Ia|t i^m bie 
SSBa^I, ob er unter feinem Sd^u^e mit nad^ Sabel jiel^en ober ftd^ gu ©cbalja nad^ 3Ri)pa be« 
geben moDe. 3eremia mä^It bad le^tere unb 9lebufar»9ß^an entlaßt i^n mit einem ®naben« 
gefd^enf. 

9lad^ ber @rmorbung ®üolia^ unb aDen ben traurigen Sorgängen, bie und ftap. 40, 
7—41, 18 berietet werben, waren aud^ 3^i^mi<t unb Sarud^ mit bem überreße bed SoSd 
oon 3Rigpa nad^ Gflben geflogen. SBiai^renb einer 9laft in ber 9tä^ oon SetJ^b^em begehrt 
bad SSoII (42, 1 ff.) oon ^eremia gffii^itte unb bie Befragung ^al^wed. 2>er ^op^ oer« 
fprid^t, tl^nen oon ber Antwort ®otted nu^td oorent^alten gu woOen, unb fte f elb^ oerpflid^ten 
fid^ eiblid^ gum ©e^orfom gegen ben ®ottedfprud^. 9lad^ gel^n Xagen ergebt m Seremia bad 
äBort Sa^wed : nur burd^ bad Serbleiben im Sanbe, nid^t burd^ bie beabftd^tigte ^v^i na^ 
Sg9pten wfirben fte il^ Seben retten, ftaum aber ^ot ber ^p^et biefen Sprud^ mitgeteilt, 
fo erl^en ftd^ (48, 1 ff.) fred^®timmen: bad fei Süge unb ni^t @lotted ®ebot; 9arud^ l^abe 
ben $rop^eten aufgereigt, bamit fte nod^ aOe ben S^Ibüem in bie ^onbe fidlen, fturg, fte ge* 
^ord^en nid^t, fonbem giel^en ab unb gwingen aui( geremia unb Sarud^, fk nad^ $[g9pten gu 
begleiten. 3» Z^pan^ed, b. i. nad^ ber grie^ifd^ Sibel S)apl^ne bei $eluftum, alfo bid^t 
an ber ®renge, laffen fte ftd^ nieber. ^ier wirb ber ^rop^et angewiefen (48, 8 ff.), feinen 
Sanbdieuten burd^ eine f9mboKf<$e ^nblung unb beren Z)eutung bie bereinfüge Ser^eerung 
ä[g9ptend burc^ 9lebulabnegar anguMnbigen. SrffiKt ^at fid^ biefe 9Beidfagung erft 525 im^ 
ftambyfed. 

3>ie Ie|te @pur ber Sßirffamleit ^eremiad liegt und in Aap. 44 oor, in ber @trafrebe 
an bie ägpptifd^en Suben wegen il^red SS^enbienfled, wie il^n nad^ S. 15 befonberd bie SEBeiber 
trieben unb nad^ $. 17. 25 fd^on oor ber (Sinwanberung gelobt l^atten. S)a il^nen aOed @tenb 



ii ber ®ef4iil^ bed attleliamentti^cn e^nftiumft. 177 

bed SoSd nod^ nid^t pxm toamenben Ssempel gd)ient l^e, fo foDe mm aii4 ber lef^te 9teß 
undontmen« gtcd^ enoibert bad 93o(I: gerabe umgelel^ oetl^alte ed fic$. 60 lange fie bet 
^immeldlöttigin geopfert, ^tten fie Sroted genug gelabt unb lein Unl^ gefel^. @rfi feit 
biefe Opfer unterblieben feien (b. ^. feit ber JtuItuiSreinigung Softad !), mangle ed an allem 
unb Rotten Sd^mert unb ^nger fie aufgerieben. 

2)ie Xntmort geremiaS ift für und ber Sd^manengefang bed ^rop^eten. 9b>d^ einmal 
legt er 3^^i^ 9^^*^ bie SBeräd^ter (Sottet ab. SRogen fie il^ freoel^afteS ®elübbe galten, 
nur foOe fortan niemanb me^r ben 9lamen ^a^med in ben 3Runb nehmen. 9tur ein geringer 
Slefl merbe bereinft nac^ 3uba jurüdRel^ren, bie übrigen aber in |[g9pten undommen. Sknn 
merbe fid^ offenbaren, meffen SEBort SBa^r^t gemefen fei, bad feinige ober bad il^re. 

2)a| ^eremia biefen Sorgang nid^t lange überlebt ^aben lann, [e^t fd^n eine ungefähre 
Sered^nung feinet SKterd. 9Bar er bei feiner Serufung 628 gegen 80 3a^re alt, fo bei ber 
3erftorung 3^<^Icind minbeßend 70. Unb wad mar in biefen Ie|len 3<t^ren an ftummer, 
Sntbel^ng unb ÜRi^anblungen über il^n ergangen ! 9lad^ einer jübifd^en S^robition mftre er 
fd^Iie^id^ bod^ nod^ na^ 9abel abgefül^rt morben. SEBeit ma^d^einlid^er ift jjebod^ bie anbere, 
nad^ ber er von feinen eigenen SoUdgenoffen ju Xl^ad^an^ed gefteinigt marb. Sßie lebhaft 
ftd^ aber nad^mald bie (Srinnerung bed SSoKd mit ber ©eftalt bed gro|en 2)ulberd bef^ftftigte, 
baffir liegen uniS in 2 35101. 2, 1 ff. 15, 14 ff. unb noc^ in aRattl^. 16, 14 fpred^enbe ^eug' 
niffe oor. Sd ftnb oerfd^iebene ®rünbe, bie ed erllärlid^ mac^, ba^ bie S^eutung gerabe 
biefed ^rop^eten in ber f^oIge)eit immer l^o^er gemertet mürbe. 2)arunter ift fidler ni^t ber 
le|te, ba| und lein anberer !ßrop^et perfönßd^' fo nal^egerüdtt, fo menf d^Kd^ oerftSnblid^ ifl, mie 
Seremia. 9Bo^I begegnen und aud^ bei ^ofea leife Spuren von bem 3miefpalt jmtfd^ bem, 
mod er feinem natürlid^en SRenfd^en nat^ l^offen unb münfd^ möd^te, wrib bem, mad il^ ber 
®eiß ®otted 3U ermarten unb anjubro^en notigt. Sei Seremia aber gie^t fid^ biefer 3miefpalt 
in ergreifenber 993eife faft bun| feine ganje SEBiäfamieit ^inburc^. 9lid^t ald ob ber $rop^et 
ie bem göttlich Sefel^Ie (1, 18) untreu gemotben märe, ftc^ ald eine „fefle 9urg unb eifeme 
&Qvlt unb eiserne ^Ringmauer gegenüber bem gangen Sonbe, ben Jlonigen ^ubad, feinen Oberfkn 
unb ^rießern" gu erjeigen, — aber meldte 9Iid(e t^un mir babei in fein eigenem gramerfüOted 
^erg, mie ed bem ^eiligen 30m über feined Soßed Sünbe unb bod^ guglei^ bem tiefften 
@d^merg über feined Soßed Untergang faß erliegen miO. 2)iefer enblofe Jtampf gmifd^en ben 
gmiefpältigen ^öd^ten in feinem Innern prögt {t(^ bid gu einem gemiffen (Srabe aud^ in feiner 
Sprache aud. Dbfd^on meit entfernt oon bem mäd^tigen Sßogen iefajanifd^er 9tebe, mei^ bod^ 
am^ fie in befonberer äSeife burd^ il^ren elegifd^en Xon bad |^g gu ergreifen unb gu rül^ren ; 
mit gutem (Shitnbe l^at man ^eremia „ben er^ Sid^ter bed ®efü^b unter ben $rop^eten" 
genannt. 

S)ie @nt|le|ung bed je^igen Sud^ed Seremia Ift^t fU^ in ber ^auptfad^e auf fünf 
9leba{tiondftobien gurüdfü^ren ; bie erßen oier metben und burc^ bad 9ud^ felbß begeugt. 

9tad^ 36, 2 begann ^^^ntia feine fd^riftfUDerifd^e X^äti^eit im vierten ^a^re 3oi<dtmd, 
inbem er 9aru(§ alle JDralel aud ben gai^ren 628—606 biltierte. S)iefe StoDe mirb oon Saruc^ 
bem SoUe oorgekfen, oon Sojatim |lüdtmeife auf bem fto^Ienbeden verbrannt. SBieoiel fie 
Don bem je|igen Sn^alt bed S^temiabud^ ent^elt, läft ftd^ nur oermutungdmeife be|Kmmen. 
Xu^er einem Serid^ über bie Berufung gum ^pl^eten gel^drte l^ier^er mo^I ber größte Zeil 
von Staip. 2—20. 21, 11—22, 19. 25, 1—14. iDa^ ftd^ baran aud^ OraM gegen audmftrtige 
aSößer fd^Ioffen, ergiebt ftd^ aud bem38ortIaut oon 86, 2. S>afür fpri^t oui^, ba^ bie gried^ifd^ 
9ibel bie Orolel gegen bie fremben SSöBer, bie im ^rftifd^ geremia in benitapileln 46—49 
gu lefen ftnb, hinter 25, 18 einreibt, mfti^renb fic^ im ^ebrüf<^ %t^ nur 25, 15—88 dd 
{^inmeid auf bie einfKge Stelle biefer Ordfel erhalten ^at Sei oOdem mu^ iibod^ bie %taf^ 
offen bleiben, mie oiel von bem ]e|igen 3nl^alt ber jtap. 46—49 bereitd ber erflenSammfung 

Jlaii|f4, Uttü SMamnt. 12 



1^8 mti( ber OleW^te bed a(ttefiatitent(t4en S^nfttitmd. 

^etemiad angel^ött l^aben lann. Sei ber @meuening ber oon Sojatun vetüannien SloKe 
tDurben nad^ 36, 32 nod^ „viele 9td)en äl^nlid^et 9(rt" (u. a. tool^l aud^ ber @pru(^ an Sarud^ 
ftap. 45) Beigefügt; in il^r l^aBen »ir alfo ein gweited ©tabium ber Slebaftion bed Suc^ed }u 
er6IidFen. @in britted wirb vm^ burd^ ben je^igen Prolog gum (Sangen (1^ 1—8) Bqeugt. ®r 
batiert bie nad^folgenbe Sammlung guerft aud ben Xagen ^ofiad unb ^oiotimd (fo »eit reid^te 
oieDeid^t bie ttBerfd^rift ber erften unb gmeiten Stoffe)^ bann aBer weiter (i$ gum fünften Slonat 
be^ elften ^a^xe^ S^^^^^' ^i^ Slebaltion biefer Sammlung fällt alfo Bereite in bie SAi 
nad^ ber S^^ntng Serufalemd; ob fte non ^eremia felBft roäl^renb bed gmeimonatlic^ 
STufentl^altd (ei ©ebalja ober erft in ffg^pten ooDenbet nmrbe, lä^t fid^ nid^t ausmachen. 2)a 
fie aber ber Oralel in Aap. 42—44 unb üBerl^aupt ber Sreigniffe feit bem fünften Monate 
nod^ nid^t gebeult, fo ijl fie wol^I gu unterfd^eiben oon ber vierten 9lebaItion9ftufe, Bei ber 
au^er Stop. 40—44 nod^ oerfd^iebene anbere Serid^te über @reignif[e im Seben ^^temiad Bei« 
gefügt tourben. 2)iefe Slebaftion fäOt oieQeid^t nod^ in bie erfte i^älfte bed (SjAÜ unb lann 
(oergl. jebod^ bie 9{ote) oon ber ^anb Sarud^d l^errü^ren. ^ebenf aDd Berufen biefe Grgä^Iungen 
f aft burd^meg auf gang oorgüglid^er Ignf ormation , mie fie nur aus eigenen Sufgeid^ungen 
^eremiad ober Sarud^i^ ober ben SRitteilungen oon Xugengeugen gewonnen werben lonnte *. 
ä{uf ein fünftel unb Ie|te9 Stabium fül^ren enbßd^ bie mannigfad^en 3ufä4(e (in ber ÜBer< 
fe^ung in runbe itlammem eingefd^Ioffen unb mit Z begei^net), bie g. 2:. erß ber nad^e^ilifd^ 
3eit entflammen fönnen. @i^er gei^oren bal^in bie au$ irrtümlid^er 9(uffaffung bed S^' 
fammenl^angd flie^enben Sinfd^altungen in Aap. 39 (oergl. bie erfte 9lote auf @. 543 ber 
ÜBerfe^ung), fowie Aap. 52 (oergl. gu biefem bie britte 9lote auf @. 562) unb bad Dxcitl 
gegen SaBelf in Aap. 50—51, 58. Se^tere^ ift etwa um 400 auf ®runb ber älteren, oielfad^ 
mörtlidj Benu^ten Dralcl gegen «aBel (3ef. 13 f. 21. 34 f. u. f. w.) in 3ubäa »erfaßt**. 

5. ^e 3eU U9 Csi»« 

9läd^ ber frül^er l^errfd^enben Xnfid^t wäre bie 3^t bed @2:ite — etwa oBgefel^ oon 
@ge^ie(, ben Alageliebem unb einer Slngal^I oon Alagepfalmen — in ßtterorifc^er Segiel^ung 
eine 3^it bed Xobe^fd^Iafed gewefen. 3n SEBol^rl^eit ^at jebod^ gerabe in biefer 3cit eine gro^e 
litterarif d^e SHegfandeit gel^errfd^t, ein ftd^tlid^er @ifer, bad ®rBe ber oore^ilifd^en Vergangenheit 
gu orbnen, unter einem Beftimmten ©efid^tdpunlt gu üBerarbeiten unb bad 3ufammengel^örige 
gu einem großen ®angen gu oerbinben. daneben aber fel^It e^ aud^ nid^t an grunblegenben 
9{eufd^öpfungen, unb gwar auf gwei fd^einbar gang oerfc^iebenen ©ebieten: bem ber ®efe^» 
gebung unb bem ber !ßrop^etie. 3a, in $efe{ie[, bem Sinbeglieb gwifd^en ber oore^ilifd^ 
unb ber e^ilifd^en igeit, fteEt ftd^ und bie meriwürbige @rfd^einung eined !ßropl^etiiSmud bar. 



* 3n ber 3eittafel 6. 126— 128 fmb bie Betreffenben Kapitel in ecfige Itlammem eingefc^loffen. — 
2)ie @rünbe; für biefe 9[ntta^me einer e^ilifc^en 9%eba!tiondftufe ftnb namentli^ oon Kuenen (in bec 
2. 9l^f(age feiner ,l^t{lortf(§'!rittfd^en Unterfud^ung ber IBüd^er beg alten Sunbd', II, 255 ff.) über« 
geugenb bargelegt worben. 9lamentli(§ wäre bie oielfad^ fel^r befrembltc^e 9[norbnung ber Orafef, 
f^wte' bie ^orm 9lebu!abnegar (ftatt ber oon Seremia felBft gebraud^ten rid^tigen ^rm 9{ebu!abresar) 
bei ber ^etfeitung oon Seremia — aOerbingS aud^ oon 8arud) — fc^ioer begreiflich. 9ta^ Auenen 
ftnb u. a. oud) bie Aapitel 18—20. 26—29 unb 34—44 auf äte^nung biefeS 9leba!tord gu fe(en. 
9u4 etabe.(ZAW 18d2, @. 276 ff.) nimmt eine weitge^enbe X^&tigleit biefed Slebaltord an unb 
g^igt an Aap. 21 unb 24 f., bie er (tote 26 unb 28 f.) an^ einem erg&I^Ienben )Bu(^ über Seremia 
l^erieitet, ben fefunbären ^^arafter berfelben. gn infhultioer äDeife ift neuerbingd ber 6toff oon 
ä^iefebred^t'CAommehtor über bdS 8ttd^ geremiar ®öttingen 1894) auf bie brei Stubrilen »Seremia, 
)Banid|, Bearbeiter' oerteilt toorben. 

. ?** 9ergL ben naiveren Kac^weid ber 3ufammenfetung biefed (aUerbingd im Spornen Sercmiod 
,e!;l(i{{enen u^ bal^er »ol^l oblic^tlid^ >or bem äd^ten ®tü(f 51, 59 ff. eingefd^obenen) Orafeld bei 
läubbe, in ben »Sa^rbüd^em für beutfc^e 3:$eologie' )Bb. 28, @. 428 ff. 



'a»ti| bet ©efd^id^te bei dttieliaineimi^eit GdMfttumS. i79 

ber gefe^jgetotfd^ auftritt unb babuYd^ für bie Üteutegtflnbung bed jübifd^en eitiaU» otd einer 
^^X^eofeatie" von unerme^Iid^er Sebeutung wirb. 

Jechftzeqely b. i. ®ott ftSrlt, 6o^n SuftS unb priefterlu^en 6tanb9, toca bereite 597 
mit Sojad^in ^inweggefü^rt toorben. Seine Berufung ^m ^rop^eten fiel nad^ 1, 2 * in bad 
fänfte ^afft na^ ber SSBegffii^ng goiad^ind, ctlfo 593 o. 6^r. ^efdiel befonb ftd^ bomold 
unter ben @iulanten ju Xel Sbtb (3, 15) ctm f^Iuffe JleBar im Sonbe ber Sl^äer (1, 3), 
alfo ol^ne S^f^ i^ eigentlid^en Sabplonien. 9lad^ 3, 24. 8^ 1 berool^nte er bort ein eigene^ 
Q(M: 2>a^ er verheiratet mar, ergiebt fid^ oud 24, 15 ff. : im 9. Saläre na^ ber aßegffll^rung 
mürbe il^m fein 993ei(, ,, feiner Xugen Suß'V burd^ eine Aranfl^eit genommen. Sud 8, 1. 14, 1, 
mo bieSomel^men be^SoRed oor i^m ft|en, pflegt man ju fd^Iie^en,' ba^ er Bei ben@|[ulanten 
in (efonberem Xnfel^en geftanben ^abe. 2>od^ ift bie SReinung mo^I nur, ba^ fte i^n (fo mi^ 
brfidnid^ 20, 1) aU ^ropl^eten besagen moOen, mie i^n anbermSrtd (24, 19. 87, 18) Seute 
(oa bem 8oRe Befragen. Son einem auftreten in gr8|erem Streife Berid^tet 11, 25. 

' SBie alt l^efdKel Bei fetner Serufung gemefen, mirb nirgenbd angebeutet. 2)o4 lä^t feine 
offenBar fe^r genaue fiernttnii^ bed Xempefö vermuten, baf er nid^t fd^on in jugenbUc^ SIter 
Serufalem oerlaffen, fonbem mol^I noc^ aü ^riefler bort gemirft l^atte. 2)ad fpitefte JMam 
feineiS'Sud^ ift (29, 17) bad 27. ^cS)t [m^ ber SEBegfa^ng], alfo 571. 2>ie iDauer fetner 
^rop^etenmirlfamleit umfaßte fomit 22 gal^r^. %xo1i be« gfin^gen Urteils, bad 3er. 24 flBer 
bie Ssttlanteh im Sergleic^ mit ben 3urfid(geBIieBenen gefSKt mirb, ^at bo(((^efäieI (14, 
3 ff. u. a.) aud^ fd^mere Jttagen fiBer feine Seibendgenoffen gu führen, mie il^m benn fd^n Bei 
feiner Berufung (2, 6 ff. unb 3, 8 ff.) Bittere Srfol^rungen t)oraudgi^agt mer1>en. 88, 30 ff. 
entmirft er eine Begeid^nenbe ©d^ilberung von ber 9irt, mie fle fein SSort aufnel^men „mie ein 
SteBedßeb, äfö eines, ber eine fd^Sne Stimme l^at unb trefflid^ bie Saiten fpielt'V bann a&er 
bod^ nid^t bamad^ t^un. 

SMe Xnlage beS Sud^eS ^efeliel ifl fiBerauS burd^ftd^tig ; für bie finl^eitlid^Ieit 
fprid^t fiBerbieS, ba^ ber !ßropl^et burd^meg in erfler !ßerfon rebet. 2>ie erfte (^ouptgruppe 
(jttfp. 1—24) ent^SIt SStfionen, Sieben unb f^mBoIifd^e l^anblungen <m9 ber 3rit oor ber 
3erft9rung SerufalemS unb }mar (nad^ ber Datierung ber Aap. 1. 8. 20. 24) in d^ronologi« 
f(^er ^olgie aus bem 5., 6., 7. unb 9. Sa^re nac^ ber 993egffi^rung. 3n ber }meiten ^tmpU 
gruppe (Aap. 25—32) ftnb bie (meiflen) Dralel gegen bie auSmSrtigen S5IIer in geograp^i» 
fd^er Xnorbnung jufammengefleSt, nur ba^ ber größere SpfluS ber gegen $[g9pten gerichteten 
aSeiSfagungen anS @nbe gerütft ifl 2)atiert ftnb biefeDrdfel: 29, 1 mi bem 10. Sal^, 
26, 1. 30, 20 unb 31, 1 aa^ bem 11. Sal^r; 82, 1 unb 17 auS bem 12. ^a^r ber 9Beg« 
fOl^ng. Sie 2>at{erung 29, 17 leitet eine Xrt oon itorreltur ju bem Oralel gegen X9ruS 
(Itap. 27) ein. S)a^ biefer 9lad^trag erft bem BerritS fertigen Sud^e Beigeffigt mürbe, ergieBt 
ftd^ fc^on barauS, ba^ bte2>rol^ung gegen S^^ruS nid^tSbeflomeniger unoerSnbert fie^ett Blieb. 
Sie brttte ®ruppe (5tap. 33—39) umfaßt meifl 3u{unftSreben, barunter auc^ bie großartige 
SBeiSfagung oon ber SBieberbelebung ber erflorbenen ®eBrine (b. i. beS im @si( BegraBenen 
SöRs) in ftdp. 37 unb bie SBeiSfagung oon bem legten Xnffatrm ber ^eibnifd^en SRad^te, 
(?ogS unb fetner SerBfinbeten, gegen ben Bereits midier oufgerid^teten ®otteS{laat (Aap. 38 f.). 
datiert iß oon btefen Dra(e(n nur 38, 21 auS bem 12. gal^re (oergl. pho^ bie erjle Slote 
auf S. 603 ber fiberfe^ung. SIS oterte ^auptgruppe folgt enblid^ Aap. 40—48 bie große 
S^iftbn oon ber !ReugeflaItung beS ®otteSjlaatS, namentlid^ beS 3;empeIS unb beS ®otteS* 
biettfleS, in ber mefftanifd^en 3rit, aus bem 25. Sal^e nad^ ber SBegfü^rung. 



"u. 



<;* 2)ie 1, 1 oorangel^be 3)atientng auS bem 30. 3a^re p^t man auf irgenb eine BaBptonif^e 
9(era» etwa bie beS 9labopa(affar als ItdnigS oon 8abel (625), lurüdtauffl^ren. Sßa^rfc^eittU^ ftanb 
ie.bo(^ ber SeriS utfprüngltc^ am Eingang eineS für unS verlorenen DrafetS auS bem 80. So^ir.e n^^ 
ber SBBfegfttl^rung Sofa^inS. SCnbemfaQS i{l ^r überl^aupt nid^t au begreifen. ' 

12* 



9ttt Sbiüial^iite omt 26, 1, wo huM^ ein Sd^beroerfe^ ber SRimat (nt^t bcr SRotutli« 
tag !) fel^U, erfolgt bie Sattenmg flBeraO itod^ ^ofyc, Stonot tmb Zdg. S>iefe tttii{|cn alf o 
jetoeilen oom $to)»l^eteii aufeeseid^et tootben fein ; in einem ^aSe (24, 2) »tfb ä^m bied 
audbtüälid^ geBoten. 3n meld^ Umfange (^diel biefen Xu^d^mmgen nm| fonflige 
9b>ttjen beifttgte, miffen mir nid^t. Stur lel^rt bie burd^gftngige Sinl^tUd^leit ber Syrod^ 
unb ber QMmdm, fomie nid^t minber ber gelegentlid^e XudUicI auf f)>fttere (Etetgntffe (fo 12, 
18 auf bie 9(enbutig gebeliaiS ; 19, 12 ff. auf bad (Enbe be« Jtdnigtumd), U% bie etgetitfu^ 
Xbfof^ttg bed Stt^d ol^e grd|ere S^i^i^enpan^m er^ im fpöleren Setoi bei» ^^^etnt er« 
folgte. 

JDod Urteil fiber ben fc^ftßellerifd^en Gl^arolter {^etield ^anb e^ebem burd^ou^ unter 
bem Sann bed Sorurteil«, ba| il^ ber ^tateud^, obenan bie prießerlid^ 8efe|gebttng in 
bemfeften, fd^on abgefd^Ioffen oorgebgen ^abe. Sei biefer Soraui»fe|ung tonnte man aSer« 
bingS oon eigenen ®dMmIen nur menig bei ^feliel entbedEen unb fid^ l^flc^ften« «ermunbem, 
mie er — ab $rie|ler ! — borauf oerfoDen mar, in Rap. 40—48 bai» aU^ige 8efe| oiel« 
fad^ in anbere gformen umgugie|en. 3^ ^^em gang anberen Urteil gelangt man fcbod^, menn 
man, ber (Bemalt ber X^tfad^ meid^enb, bie (Sntftel^ng bed fogenanuten ^eperbbec im 
^[ientateud^ in bie egilifd^ unb nad^tfd^e 3eit oerlegt. Samt entl^t ^. 40—48 nid^ 
eine fd^mer begreiflid^ UmBilbung, fonbem oielmd^r ben ®runbri^ ber prießerlid^ (Bcfef^« 
gebung. Ser oermeint[i<$e Stubengelehrte mtrb §um ©d^opfer originaler QMonfcn, nam 
Sai^nbred^ für eine neue Orbnung ber Dinge, bu^ ju einem Wonne bed prattifd^ SBirlend 
nnb gmar etnü fBxdM mit au^erorbentltc^ Srfolg. 

S)ie StcOung unb bie legten S^ l^elield laff en ftd^ nur auf Strunb eined 9UUIblidte 
in bie feit 628 oerfioffenen 3al^ rid^tig mürbigen. Z)ad 623 aufgefunboie ®efe|btt<( ^otte 
ben ^^enlult (menigftoid feit bem Xempelbau) ate eine Serfel^lung J^ingefleDt, mit ber fortan 
gtfinblid^ gebrod^ merben muffe. Smmerl^in geigt babei bie Slrt, mie bie bidl^erigen ^dj^* 
priefter ber Slilbt^fttigteit be9 SoBeiS empfohlen merben, jja mie il^nen 18, 6 fogor ein Xnr«^ 
auf ben ^riefierbienß gu ^erufalem eingeräumt mirb, ba^ ber Seuteronomiler ben {^dJ^enbtlt 
fomt allem, toai mit il^m §ufmnmenl^ing, nid^t ab eine fd^led^t^in unffi^are 6d^ bed 
SoOed betrad^tete. 9lod^ fd^ eS i^m nid^t gu fpftt, eingulenlen unb burd^ bie eifrige $fkge 
eine9 ®ott mo^lgefäSigen fiultd ben Seßanb be« Gtaated gu retten. Xber ber meüere Serlauf 
ber 2)inge ^atte ein anbereS Urteil gef&Dt Sd^er ^atte ^d^ ber oon oben angeregte leforma* 
torif(^ (Eifer nac^^altig ermiefen — oon melc^ gö^enbienerifd^ ®reueln im Zempel mei| 
nid^t ^diel Jtap. 8 gu ergo^Ien! -— , nod^ liefen bie unterbed ergangenen (Serid^ auf eine 
SRinberung ber 6d^ be« Sollen f c^Iie^. ^ier f e|en bie ®ebanlen ^elield Aber bie gonge 
Sergangenl^t be9 SoUed ein. Sie gilt il^m, mie Jtap. 16 unb 28 in me^r ald brafKfd^ 
Silbern bargebgt mirb, oon Xnf ang an ald eine ununterbroc^ne Jtette oon l^bnifd^ Srcueln, 
eine enblofe Xn^fung unffi^nbarer Sd^. Z)a^ giebt e« für bie Sd^ulbigen aud^ leinerlei 
(Erbarmen. 9s^ merni bie Stobt fomt bem Zmpd oerbramtt i^, memt gfeuer, Sc^mcrt unb 
Serbanmmg i^e Arbeit geü^ ^aben (5, 2 ff.), lonn an bie Segnabigung be9 geringen unb 
Oberbted no((maId g^teten Steßei» (5, 8 f.) gd)ad^t merben. 3>ie SEBiAereinpflangung biefe« 
SlefleiS aber, bie Sßi^eraufrii^tung bed Staates unb ®ottedbienfle8 mu| in formen erfolgen, 
bie ein für oKemal eine fBHAatäft jener fo fd^er gebfi|ten ®reuel oudfd^lielen. ,4^eilig|ett", 
b. i.gfreil^ oon jj^ber Xrt Sefbdung, f oS ber (S^oralter be« neuen ®ottcifiaate« fein, 4^g' 
feit nid^t blof bed Xempel«, fonbem bed gangen Xempelbegirld, ja beS gangen Sanbe« unb 
SoKd. Unb bie ffia^rung biefer ^eiligleit mirb oerbürgt burd^ eine Sleil^e oon Svmbolen 
unb unoerbrfid^lid^en Dtbnungen in Segug auf bie l^igen 9t&ume, Seiten, ^krfonen unb 
j^anblungen. SBol^l ftnb biefe Orbnungen an fU^ nod^ nid^t gleid^bebeutenb mit ber redeten 
Xnbetung (Sottet, aber fie fii^ bie unerl&^ic^e SorbAingung ffir eine folc^e. So i^ l^efiel 



ber &^ipffx be9 6erinumtal0efe(^, ber gei^ge Satcr bor toittfc^ Sttd^g im ^ubeiitiim 
gcHMNfbeit. SMe ®mnbltmeit berfeüen liegen un«, loie tmUfnt, in ben neun letzten jtq)iteln 
femciB Snd^ mnr. (B9 »ar ein fd^erer Strtum, in ben ^tbentngen, bie ber $top^et bort 
ottf^Dt, lebiglid^ XOegorieen unb Spmbole }u erbliden. SBo foI(^ vorliegen^ »ie itap. 47^ 
1—12^ fhib fte imfd^er }u beuten. 2)ad meiffce aBer mU M entfigemeinte ^rberung bed 
SfiwpffeUn oerfianben fein unb ^at, fofem nic^ bie Stad^t ber überlieferten Sitte ober fonßige 
nmfUtebe ^emmenb entgegentraten, in ber (»rieflerlid^en ®efe|geiung feine SSenoirdid^ung ge« 
funben. IDie nni^igfte aDer Steuerungen wirb in Jlftp. 44, 6 ff. ongeBa^nt Xn SteOe ber 
un6ef(^ittenen gtemblinge, bie hx^lftx ben nieberen %>mfk int ^{igtum oerrid^tet l^aben, 
foBen ttnftig bie oomudigen ^^fmefter (unb beren 9lad^mmen) treten. ®ie erleiben ba« 
mit bie oeibiente Strafe baffir, baf {te einfi baiS SoS Bei feinem (S9|enbienft unterfUi|ten. 
SM $rie^erred^ finb fte oerht^g ; biefeiS Bleibt fortan ben 3abotdfd^nen, b. i. ben W>- 
ttamtttngen ber jjeruf olemtfc^en ^triefkerfamilien, aDetn oorbe^alten. 2)iefe gforberung ^efetield 
ifl bie SBBttrgel ber Unterfd^eibung oon ^rieflern unb Set^iten, bie noc^ bod 
Seuteronomium nid^t tennt, m&^renb fte im imeflerlid^ Sefe^ eine fiberouS mid^tige Stoffe 
ffrieit. 2>tefer God^^t tfk oOein audrei<i^b^ bem fogenomtten ^efterlobes feine richtige 
6teBe — noc^ gefiel — angumeifen. 

Sie 8c|Nni)itmtg, ba^ ^äte( au^^b ber legten neun ftaiKtel «Her OriginoKtAt bor, 
ober ba^ ,,ber $rofi^ oom Sd^riftfteOer erbrüdCt" morben fei, ift nur infofem bered^tigt, M 
fy^fM m ber Z^ol aÜ ber erfte ber (im engeren Sinne fo ju nemtenben) ,,fd^ftfteSemben 
^rop^eten" begeid^et werben mtt|. 3li^ ald ob bie gerobe 9on {^dicl fo oft ^eroorge^bene 
einrnirfung he» (Bottedgeifted nur oorgef piegelt nnire, ober ben Sifwiten im^t ein t^ftd^Uc^ 
jtem ju ®runbe Iftge. Xber foI(^ 9eftanbteile bet Sifumen, bie (oergL befonber» 1, 11. 15 ff.) 
ttid^ o^rfhdfbor, unb fymbolifd^ J^nblungen, bie (oergl. 4, 4 ff.) nid^ ou^fft^bor ftnb, 
fSnnennttr M fd^riftfkeKerifcbeXudgeftoltung prop^f<^ ttcbonfen betrautet loerben. 
SMbet fe^h e0 fibvigeni^ in ben fnn>ii^etif(^ Stäben nid|t m aOcrfei neuen Silbern unb 
Seigkid^en, unb über bem ßkingen fd^mebt ein fo tiefer flttlid^ 6m{t, ein fo Bored 9emu|t* 
fein oon ber iierfdnlic^ Serantmortlid^lett eined Sdmt fftr fein X^un unb Soffen (itop. 14. 
18. 88X bo^ t» ein grobem Unrecht gegen ben $ri^^eten |et|en mu^, über Jtap. 40—48 bie 
oorottgelenben 89 gu tiergeffen. @r, ber gum SeintidmuS ben 0runb gelegt ffot, mei( boc^ — 
goiti im 4tetfte ber alten ^p^eten — nur von einem SRittel, bie erftorbenen (Bebeine neu )u 
beU&cn, — bod iß ber Dbem Ootted, ber in fie f ft^rt, bie SBicbeMrpmtbenen auf ben J^mot« 
Ii(^ Soben gurüdfbringt unb bort einen gfridiewMhmb mit i^nen fd^lie^ oon ewigem Sefkonb 
(37, 14. 26). 

3n md(|er (Be^t bad ^dKelfc^e 3i*(u*^^Mg«<ninn nad|mott tNnotrRid^t mürbe, 
mitb fh^ und bei ber 8ef)nm^g be0 fogienonnten ^^etKgfcittgefe|09'' unb bed ,,$riefter« 
tobii'' engcben. Sßxwt ^ben mir e8 noi( mit einer 9tei^ von liltetarifd^ ^bulten gu 
t|Mn, in btnen nic^t nur ber Sinrac^ebnnu^, fonbem omi^ ber ®eifl beS Deuteronomiumd 
fortmirft. Sßir rechnen bo^in t^on poetifd^en d^eugniffen bie iKagcIid>er, auf bem ^elbe ber 
(BefdMd^tifdM^hmg bie beuteronomiftif<|e 9iAaItion fSmtlid^ ©efd^d^tdbüd^er, auf bem ber 
^Itro^l^ ba9 Xrofft^reiben be0 ^grofien Unbebmnten'' (^ef. 40 ff.) unb einige anbere bem 
]e|ifl^ Sefqobuc^e einuerbibte fnwp^fd^e Stftdte. 

Sie ftlageliebef, in ber ^Stfc^ »ibel bie brüte ber fünf „SfeßroOen" ober 
SRcgiOeii (genouer bie SRegiOe bed 9. Xb, bed Zagd ber Serbremtung bei^ Xmpdi), verraten 
faft burc^meg eine fo frifd^e (Erinnerung an bie Ie|te 3^t ber Sdtgcfuns uitb bie Sroberiutg 
Serufalemd, ba^ fte (menigflend jum grSt^n Xeile) nur oon einem 9(ugengeugen ober bocb 
lungeren ^tgenoffen biefer @reignif[e gebid^tet fein (omten. Sie Soroudfe^ung, ba| 3^^i<i 
ber Serf Aff^ f^^ ^f^ ber ^ebröifc^en 9ibe{ unbelannt. Sie finbet fti( erft im (Eingänge ber 



Igg Mril hit (Bef^i^te beS attteßameittlid^en ©^tifttum». 

XagdxAtx m ber 8ried^f($en (unb bomad^ au^ in ber loteinifd^en) SiBd unb (entl^t oiel» 
leidet nur auf ber imgen Seutung oon 2 S^ron. 35, 25. Ser Ort ber XSfaffung ift ^^ 
ix)a§rf((etnlid^ SoBylonien, nid^t, loie anbere n>olIten, ä[99pten. 3n Betreff ber olpl^abetifc^en 
Xnorbntmg unb bed ,, JtlagelieberoerfeiS" in ben vier erften fiapiteln oenoeifen n>ir auf bie erfte 
9lote au 6. 864 ber ü(erfe|ttng. Sie frül^ere Xnna^me, ba^ oOe fünf Sieber oon berfelben 
$anb fUtmmen, i{l neuerbingd florf erfd^üttert »orben. Stad^bem bereitö @tabe ((Sefd^id^te be^ 
93oIted S^ael, @. 701) ftap. 3 einer oiel fpäteren 3eit jugemiefen ^otte, unterfd^ieb Sü^r 
(,,Sie jÜogelieber", ©dttingen 1891) jnifd^en bem, üSeroE §ur @tabt rebenben S)id^ter oon 
itap. 2—4 unb bem oon ftap. 1 unb 5, ber burd^ biefe Srgängung bie Sieber 2—4 für ben 
®otte9bien{l ^ht nu^Bor mod^en »oOen. S)iefelbe, ol^ne SmÄfd rid^tige, Unierfd^eibung oer« 
tritt aud^ Somill (Einleitung ind 9ate a^efloment > €. 246 ff.), nur baB er afö ben „älteften 
unb n»ertooKften" Xeil nur Jlap. 2 unb 4 gelten lä^t, bann aber Aap. 1 unb 5 gleid^foQd oon 
einer ^anb herleitet, ttbrigend lommt oud^ in biefen ber Jammer fi(er bie no^ immer fort^ 
bouemben troftlofen B^il^be unb bad brüdtenbe Sewu^tfein einer noc^ immer ungefül^nten 
Sd^Ib bed SBoIfö gu ergreifenbem 9(udbrud(. 

3n (etreff ber St^eugniffe ber beuteronomiftifd^en ©efd^id^t^fd^reüung ^oben mir an bie 
oben @. 168 ^eroorge^obene X^atfad^e anjuinfipfen, bajj bad jje^ige Seuteronomium erfl im 
(Seil bun( bie Serfc^ei^ng unb teilmeife Überarbeitung oerfd^iebener Kecenfionen bed Ur« 
beuteronomiumd entflonben fein fann. BRit biefer Slebaftiondtl^ätigleit ftonb nun ffi^pnd^x^ 
fd^einlid^ eine oiel meiterge^enbe im engften 3ufammen^ang, namlid^ bie äSerfd^eljung bed 
Gammelmerb JE (oergl. Aber bie Sntfle^ung biefed le^teren oben @. 166) mit bem Seutero« 
nomium unb bie beuteronomißifd^e Überarbeitung unb Srgängung ber ®efd^id^tdbäd^ oom 
9ttd^e ber Stid^ter bii» jum 2. Sud^e ber itönige. 

3n ben oier er^ Sfid^em bed $entateud^ finb bie Spuren bed Seuteronontiften oer« 
I^Sltnidmaiig feiten; ^^fhool^rfd^einlid^ gel^üren ^ier^er 1 BRof. 26, 5. 2 SRof. 18, 3—16 
unb 15, 25 f. (beibe le|tere ©teilen foDten in ber überfeffung mit Dt anftatt mit D begeid^net 
fein!), femer 34, 10*— 13 unb 4 SDlof. 21, 33—85, fomie mand^ed anbere im 5Pentateud^, 
\>ai mir ber Sic^er^eit megen etnfad^ mit E (9ld)a{tor) begeid^et ^aben. 6e^r bemerlbar i^ 
bagegen bie ^onb bed Seuterononriften im 8ud^ Sofua, unb gmar finb l^ier feine 3utl^<tten 
bii^eilen fo eng mit bem @toff oon JE oerflod^ten, ba|| bie DueDenfd^eibung mit großen 
@(^ierigleiten )u ISmpfen l^at unb nid^t feiten auf ein ftd^ered Ergebnis oergid^en mu|. 
Knberd im Sud^e ber Siid^ter. ^ier fmb bie beuteronomißifci^en (in ber Überfe|ung mit Bi 
begeid^eten) (Snoeiterungen bed oorbeuteronomiftif d^en Stid^terbud^ed (oergl. aber biefen oben 
6. 168) an oerfd^iAenen Stertmolen, nic^t gule^t an i^rer ©leid^artigleit mit ben ent« 
fpred^en Sefionbteilen ber ASnigdbfid^er, giemlic^ fidler gu erlennen. Släd^fl ber Sbtffoffung 
ber 9lid^ter oü eigentlicher 8e^errf((er bed gangen Solid mit lebenslänglicher Slegierungd' 
bmter, fomie bem fogenamtten „tl^eofratifd^en ^agmatidmud", b. 1^. ber ^urüdfOl^rung aller 
Sd^idfole bed Solls auf fein rdigiSfeS Serl^alten, iß oor allem baS fefte d^ronologif(^ 
@(^a auf Sied^ng biefed StebaftorS gu fe|en. Unb gmar liegt babei bie.fd^on oben 6. 172 
ermahnte Sered^nung bed^eitraumS gmifd^ bem SluSgug unb bem Xempelb^m gu 480 go^ren 
gu ®runbe. SSemt im ]e|igen äti^terbud^ ftatt beffen oielme^r 593 gal^re fOr ben gleid^oi 
3eitraum angefe|t merben '*', fo rfi^ bied ba^er, ba^ oon bem letzten Stebidtor (f. u.) gegen 
bie Xbftd^t beS 2>euteronomi{len aud^ bei DtJ^niel unb ben fogenamtten. Ileinen Stid^tem 
Sflegierungdjal^re (gufommen 110) bered^net, ai^erbem aber aud^ bie brei Saläre Slbimdec^S 
(nod^ 9, 22) in Xnfat gebrad^t finb. 



* gu ben 390 ^o^ren, bie bie Xbbition ber Qa^Un befi 9li(^ter6u(^S ergiebt, fhib nSmltd^ nod^ 
Je 40 So^re für SKofe, Sofua, dlx, &amwl unb ^aoib unb bie brei erfien So^re @alomo8 gu rennen. 



Uri^ ber «ef^i^ie M olttefiatiienfli^en G^rifttumS. \^ 

3n ben @amueltebad^ent finben ftd^ — oBgefe^en von ben c^onologifd^en Slotijen unb 
fonfkigen Spuren bed im Stid^tetBud^ mit Bi bejeid^neten SiebaltoriS, ber feine Bearbeitung ber 
alteren ®efd^id^te iid jum @nbe @amueld unb @auld gefül^rt ju l^a(en fc^eint, — nod^ einige 
anbere d^orolterifitifd^e Stade oon beuteronomiftifd^er ^nb. ®o enthält 1 @am. 2, 35 ^. 
einen unleugbaren ^inmeid auf bad Sc^idfol ber nid^tgabolitifd^en ^riefter nad^ ber Jlultudf 
reform bed Sofia, ^r bie fpäte ßntftel^ung oon 1 6am. 7, 8 ff. bemeifl, ba^ l^ier (93.. 13 f.) 
bie hxi in 2)aoibd 3^t f ortbauembe Sd^r&ngnid burd^ bie ^l^ilifter ignoriert mirb. . ^ 
1 @am. 12 fd^eint bie überarbeitenbe $anb befonbenS am @c^Iu^ l^eroorjutreten. 2 @anu 7 
ift fte^ abgefe^ oon bem gefamten 2;on ber Siebe^ oor aSem an 93. 12 f. erlennbar. ^ierift 
ber urffnrünglid^e (nod^ in 93. 27 feftge^altene) SBortlaut: nid^t bu mirft mir ein ^au^ bauen, 
fonbem id^ bir! in ben anberen umgefe^t: nid^t bu, fonbem bein 6obn! S)er leftte beutero» 
nomifUfd^e ßinfa^ innerl^alb ber alten S)aoibdgefc^id^ten ift 1 Aon. 2, 1—9, bad fogenannte 
Zeftomentd SDooibd. (9egen feine ^uge^örigleit gu ber S)aoibdqueSe (Da) fprid^t oor aSem^ 
baft in biefer (93. 13 f[.) bie ^inrid^tung ^oabd unb @imei$ nid^t mit bem SSefel^I 3)aDibd, 
fonbem m^ anberen Sniäffen begrflnbet mirb. SBeld^en 3n)ed bie @infd^altung oerfolgte, ift 
fd^er )u fagen. Sollte Salomo, ber Srbauer bed 2;empefö, auf biefem äOege oon 99Iutfd^ulb 
freigefprod^en merben, fo mar bamit anbererfeitd SDaoib eine fold^e 9lad^gier, ja ^eimtüde auf- 
gebürbet, ba| ffir i^n ebenfooiel oerloren, mie für Salomo gewonnen marb. über bie ()n)eite) 
beutetonomi^fd^e Stebattion ber Jtönigdbfld^er oergl. oben @. 171 f. SBal^d^einlid^ ift auf 
i^re äted^nung aud^ bie 93erpf[anjung oon 1 Aön. 1 unb 2 aud bem 93erbanbe ber S)aoibd> 
gefd^d^ten (oergl. oben 6. 149) an bie Spi^e bed Adnig^bud^ ju fe^en. 

S>ad jufommen^ftngenbe ®efd^id^tdmert, meld^ed burd^ bie Semfil^ungen ber beutemtno' 
mifKfd^ 9ld»aItoren (benn fd^merlid^ l^oben mir bei oOebem nur an eine ^onb )u bitten) 
eniftanb, umfa^e bereite etma gmei 3>ritte( bed gefamten Stoffe in ben ®efd^id^t9bttd^em oqu 
1. SRofe bid mit bem 2. Sud^e ber ildnige. SEBie md^rfad^ ermähnt, tragen aOe biefe (^ 
gängungen unb Überarbeitungen ber älteren Sitterotur ben Stempel bed SeuteronomiuloS/ 
ber ®efe^ebung im ®eifte bed ^ropl^eti^mud, an ftd^. 2)a^ aber biefer ®eift f etbft nod^ lebendig 
unb gu fd^öpferif d^ X^at fä^ig mar, bafür geugt und ein munberbared 2>enlmal feinet SBirlenS 
oud bem legten 93iertel bed (E^ild : ber fogenannte 2)eutero]ef ajja *, b. i. Stop. 40 ff. bed ie|igen 
99tt(^3efaia. 

@iS finb bie gemaltigen Sreigniffe ber 3^it um 546 o. S^r. -^ bie Üliebermetfung beS 
mebifd^en unb l9bifd^ Steid^ed burd^ 69rud — , bie ftd^ gunäd^ft in Stop. 40—48 mel^r oto: 
meniger beuttid^ miberfpiegetn. Die 3^^ bed Xrofted ift gefommen, bad Strafgericht^ übet 
3uba gu @nbe. ®emä^ uraltem Statfd^lu^ unb längf} ergangener propl^etifd^er 93erf(inbigung 
mirb ber dlmäd^tige, unoergleid^lid^e ®ott fein 93otI l^eimfü^ren unb bie ®df^ ber Reiben 
gu Sd^anben mac^. 3um SBertgeug ber 3i^d^tigung 99abeld unb ber Befreiung S^raeld l^at 
er 69rud enoäl^lt. @ben biefe Befreiung eröffnet ^9tad bie 9R2gtt(^Ieit, nun erft oödtg ben 
Sliffumdberuf gu erffiOen, ber t^m burd^ ben emigen Slatfd^Iu^ ®otte0 gum $eile ber 93öller' 
melt übertragen, burd^ feine eigene Sünbe unb 93erblenbttng gel^mt, aber barum nid^t er« 
lofd^en mar. 9Rit ber ßmeuerung bed S3olIed aber foO fi^ feine ^errlid^teit ate bie eined 
priefterlid^en SSolIed offenbaren, eine ätnbetung (Sottet im ®eifite unb ber SSa^rl^eit an bie 
Stdle bed toten SEBerlbienfted treten. DaiS neue Serufalem ifl bad 93orfpiel einer Erneuerung 
beS ^immeld unb ber@rbe; bie Sßieberoereinigung aOer 93erfprengten, emigei^^eil für bie 
®rld^ unb emige $ein für bie ®ottlof en bilben ben Sd^bt^. 

* !S)tefer 9tamt (wörtlich i^gioeiter Sefoia') toiK nic^t bie Vermutung oudbrtiden (bie atterbiiigd 
au(^ auSgefproc^en toorben ift), ba| ber Serfaffer biefer neun Kapitel au^ Sefaia ge^ei^en ^obe, 
fonbem nur bie fetteren a(d felbfkttnbigen gneiUn XeU bed Sefaiabu^ei^ b^eic^nen. 



184 ^<^B bev ®ef4i4ie beS altieflamenttid^ e^rifttum». 

9Kt oDebem ifl jebod^ nur ein bfirftiger Segriff von bem fibetfteSmenben Steid^m ber 
pto))^ettfd^en ®ebanlen in biefen 27 Stapxtdn gegeben. @ine genauere Darlegung bed 3n^<Klt6 
»irb burd^ ein 2)op|>e(teiS fel^r erfd^n^ert. !Rirgenbd finbet ein fireng [ogifd^er@ä)anfenfortf(^tt 
ftatt. Xnllagen unb Stagen med^f ein mit Xröftungen unb Serl^ei^ungen ; auf l^offnungdfreubige 
Sprudle folgen fold^e^ bie — mol^I mi Xnlo^ neuer Sreigniffe — eine gdyrfldfte Gtimmung 
oerroten. Xud^ bie Süßere %oxm n>ed^felt jwifd^en einer gemäl^Iten $rofa unb rein bid^terifd^er 
Siebe. S)ie anbere Sd^n^ierigleit liegt in bem Sd^monlen ber ätudfagen über einen ber mid^^ 
tigften begriffe beS gonjen S9ud^d, ben „Aneckt 3<^med''. S)iefer (egeid^net in einer 9lei^e 
oon Stelen (41, 8. 4A, 1. 21 u. f. m.) ebenfo gemi^ bad Sott S^rael, mie er anbermftrtd 
(49, 5. 50, 10) beutlid^ oon i^m unterfd^ieben mirb. Serftel^t man ntm Ie|tere Stdlen, mie 
notfirlid^, oon bem geifÜid^en 3^rae(, ben ma^^aft t^eotratifd^ ®efinnten, benen ber SRiffion^« 
beruf am eigenen Söffe mie an ben Reiben übertragen ift, fo entße^t eine neue Sc^ierigfeit 
hux^ bie berül^mte ^Serifope non bem unfd^Ibig leibenben Aned^t Saumes 52, 18 jf. 9tid^t 
nur, bo^ l^ier bie S)eutung ber einjelnen 3üge auf eine SRe^r^eit, anftatt auf eine (Ein)elperfon, 
überoud fd^mierig ift, — ber $ropl^ fe(bft, ber bod^ fidler ju bem geifUid^en ftem beiS So(fö 
ju red^nen mfire, {Idlt fid^ felbfl (58, 2 jf.) bem Jtned^te gal^me^ mit gegenüber. 9tad^ Aap. 53 
aber iß nur nod^ (54, 17 k.) oon Aned^ten Sal^med bie 9lebe. 

SHe f(^ non Sid^l^om gemad^e Seobad^tung , ba| ftd^ ein Xeil ber SbtiSfagen bed 
S^euterojefajja nur aud ber erften 3rit nad^ ber StüdRe^r erflüren laffe, ifl neueibingd midier- 
^olt unb eingel^enb begrünbet morben. 9lur barüber l^errfd^t nod^ Streit, mo bie (Brenfe 
jnnfd^en ben ecilifd^en unb nad^ecUifd^ ®tüd(en gu gießen fei. SEBfti^b Stabe (®efd^. 
3irac{iS n, 70 f.) nur Aap. 68—66 ald minbeftot^ überarbeitet begeid^, gelangt Auenen 
(CtnI.' n, 286 ff.) nomentlid^ aud^ burd^ bie Seobad^tung be^ @tUd unb Sprad^ebroud^ ju 
gu bem Srgdtnid, ba^ ber 586 au« 9ob9(onien mitgebrad^te 3:eU (mo^( 40—49. 52, 1—12) 
ber Aem einer weiter fid^ auittreitenben Sammlung nmrbe, gu ber oieDeid^t aud^ ber urfprfing* 
(id^e Serfoffer nod^ bcifteuette, bi« enbHd^ — ma^rfd^einlid^ nod^ im fed^ften Sa^unbert — 
oKeS gu einem (Bangen oerbunben unb einigermaßen georbnet nmrbe. Stag ^ buxd^ triefe 
4^ot^e mand^ Sefremblid^e genügenb erOären laffen, fo l^at bod^ bie Xnsm^me 9erfd^tä»ener 
^ftnbe fd^on non Aap. 50 ab angeful^td ber meitge^enben fibereinfUmmung ber ®ebanlen mie 
ber ^orm i^ Sebentßd^ed. 9Hd^tiger mirb man mit Stabe tmb SomiQ (SinL' S. 153 f.) kie 
(ffgingung ober bod^ Überarbeitung burd^ eine anbere ^anb nur für Aap. 68 — 66 annehmen. 
Sobei ffSÜ übrigen« Somiü für möglid^, baß aud^ Aap. 49—62 erft nad^ ber StüdBe^r (tebod^ 
mm bemfdben Serfaffer, mie 40—48) niebergefc^rieben finb. 2)ul^m (Aommentar über ba« 
Sud^ äefoia, «8tt. 1892) fd^t bem (nad^esilifd^) „2:rit0]efaia" Aap. 56—66 gu. 

Äie fd^ oon 3efu« Sirad^ (48, 27) 9oratt«gefe|te ^leitung biefer 27 Aapite( tum 
äefaia, bem 6o|ne bed Xmog, ^at im Zeste feftft nid^t ben leifefkn «n^alt. Slirgenb« finbet 
ftd( eine Spur, baß ber Serfoffer für Sefaja gelten moQe. Sielme^r befc^reibt er bie Srit« 
um^be, in benen er lebt, mit fo beutlid^ jßorten, ba^ nur eine burd^ bie falfd^e Xrabition 
trregebitete Sudbgung aud^ in biefem Stüde SB3ri«f agung finben fornite. Seruf alem liegt nod^ 
in Xrfimmem ; bie Xngerebeten fc^od^ten nod^ im dj^l (40, 2. 44, 26. 45, 13. 47, 6. 48, 20. 
52, 2 f. 11. 64, 9 f.). S>ie UnteiMlder fmb bie (^albSer, beren ^miptftobt »aM (48, 14. 
47, 1. 5. 48, 14 u.f.m.). ^ta SSkrIgeug ber Sefrriung ift S9ru« (Aorefd^; berfeKen Stamend* 
form begegnen mir aud^ 9§x. 1, 1. 7 f. 5, 18. 2 6^r. 86, 22 f.). 9lad^ oDebem iß e« gerabegu 
t^Srid^, gu behaupten, ber S>eutccQ]efaja merbe burd^ bie 9(nfe|ung am (Enbe be« (Spü für 
eine p[f(^ng erftOrt. SMe irrtümlid^ Serbinbung mit bem (burd^ Aap. 36—89 beutlid^ ab* 
gefd^enen!) Sud^e Sefaja ift l^d^fhoal^d^einlid^ fo gu erKären. 9lad^ riner nod^ burdji bie 
Stteßen beutfd^ unb frangöfifd^ ^bfd^ften beengten jjübifd^en Überlieferung mar bie 
urf^nglid^e Drbnung ber ^rop^eten biefe : geremia, $efe(iel, gefaia unb ba« S9ud^ ber di9iUf. 



Sei biefer aitüthtung imd^ bet (Brt^e ber 9äd^ ^otte ber 9)eutetojefct]a feine rid^tige 6telte 
|iDtf<|en defaja unb ^fea. 919 nun Sefaja au« d^nologifd^en ®rfinben an bie 6))t(e ge* 
flcOt nmtbe, na|m man auil^ bie einer id>en ttberfd^rift emongdfnben 27 Aopitel mit ^erflBer 
unb fd^ttf fo eine Xtabiüon, bie jtd^ feitbem tro^ il^ Sninbloftgfeit mele ga^l^nberte ^in« 
butfl^ SS^ ie^auptet ^at. 

®anj betfelben Xoned unb ®eißeiS, mie ber SDeuterojefaja, bal^ von mond^en i^m jU0^ 
fi^eben, finb bie Jtopitel 84 unb 85 bed SefQJabud^eiS, eine DroJ^ng gegen bie Sbomiter 
wegen i^ Serfc^Ibung an ^entfolem (nftmlid^ (ei ber (Srobentng unb BerftSrung be^feKen ; 
oergl. biqu $f. 187, 7. ftlagel. 4, 21) unb bie Ser^ci^ung glficflid^ ^eimle^ nad^ bem 
3ion fftr bie (Exulanten, ©treitig \% o( beibe itopitel ein gufammen^ftngenbed Orolet (ilben ; 
über bie Xnfef^ung im dpi ober bod^ balb nad^ bemfe(ben fann bagegen lein S^^U^ befielen. 

etmaiS onberer Xrt ifit bad gleid^f ald gef aja gugefc^ebene Dratel vom Untergonge 9abel« 
3ef. 18—14, 28, ^tnfid^tlid^ ber bid^terifd^en itunß eine ber gro^artigßen Sd^Spfungen inner* 
^olb bed alten Zeflomentd. 3>ied gilt nomentlid^ 9on bem Gpottlieb auf ben gefallenen itSnig 
von 8abel (14, 4 {f.). 9ßie im S>euterojefa]a ifl ber gefd^id^tlid^ ^intergrunb (fo namentlid^ 
18, 19) beutlid^ oon ber Sßeidfagung ju unterfi^ben. SMe SeCagerung 9abe(d burc^ bie 
fRcber unb $«:fer ^t unmittelbar beoor unb mit i^ bie (Srltfung be^ fo lange ge* 
(nei^teten 9oVU». 

Steift mirb enblid^ aud^ 3ef. 21, 1—10 in biefelbe 3eit (bed ^aOe« »abefö burd^ bie 
oerbflnbeten ^ierfer unb SRcber; oergl. S. 2) verlegt. S>od^ ift bie Seutung ber fd^mierigen 
$erilope ou^ ben fieitoer^ftltniffen um 710 d. 61^. nid^t fd^Ied^in unmdglid^ unb fomit aud^ 
bie Verleitung oon Sefqa nid^t oudgefi^Ioffen. 

XSen biefen ^rop^etenfkimmen einf d^ic^id^ bed S)eutero]ef aja ging o^ne fitoeifel bereite 
ein SBerl ooron, bad an bie anberdgeortete ^rop^etie in ilap. 40—48 ^efdiel^ antnfipft, bail 
fogenannte „^eiligleitiSgefe^" in 8 SRof. 17—26. 2)iefe oon Aloftermann l^errft^renbe 9e* 
leid^nung jlammt aud ber Sfter mieberle^renben 8egrttnbung ber gdttlid^en ®ebote burd^ ben 
&a^: ,>enn id^, ^affwe bin ^ig" (20, 26. 21, 8 k.) ober ,,id^ bin So^me, ber eud^ (ober 
,fte') l^eiKgt". 2>er (S^aralter eined prieflerlid^en, oor oHtm bie Aultudbebfirfniffe befriebigen« 
ben ®efe(^d fpringt gleid^ im @ingang in bie Xugen. S)ie beuteronomifd^ gforberung, nur 
an einem Heiligtum Opfer gu bringen, mobei j^od^ nac^ 5 SRof. 12, 15 Sc^Ia^ten unb 
^leifd^effen an jÄem beliebigen Orte geftattet mar, mirb ]e|t ba^n oerfd^Srft, ba| jd^ed 
Sc^lad^ten gugleid^ aliS Opfer gu gelten ^at unb fomit nur an bem einen legitimen heilig« 
tum gef<^en barf. S)ie Jhtltu9ein^eit, bie ber Deuteronomiler erfl fOr bie S^^ ^<^ ^^^ 
Xempelbou forbert, ift alfo ^ier bereit« in bie Qüi be« äBüfiengugiS oerlegt. S)ann folgen in 
buntem SM(fel SefHmmungen Aber ben Qfenu^ oon Sbit unb XaiS, oerbotene C^egrabe unb 
llnguc^dfftnben, 8e^anblung ber Opfer, ber Slad^lefe, ber Steckte bed 9Iftd^ften in allen mSg* 
lic^ 9qie^ungen, femer über bie ^id^ten ber ^riefter unb bie gfeier ber religiSfen ^e, 
bie Sabbot^ial^ unb bie Subelja^re — aSeiS unter bem ®eftd^t«pun(t, ba^ bur^ bie Über« 
tretung biefer (Gebote ba« Sanb oerunreinigt unb bie gottgewollte ^ligleit beiS SSolfö unb 
bamit bie(j>eiligfeit3a^ed felbfl gefd^ftnbet merbe. S>abei finb bie (Bebote fSmtlid^ aliS mftnb* 
lid^e Xnmeifungen @k)tted an 9Rofe — gur Weitergabe an fiaron unb bad Soll — etngeffi^. 
2)er 6(^auplaf ber ®efe(;gebung ift nai$ ber tlnterfd^ft 26, 46 ber Serg 6inai, ba« {ieilig- 
tum fomit bad „Offenbarungi^elt" (bei Sut^er „bie ^fltte bed Gtiftd")- ^i^ ®eijle9oemKmbt« 
f(^ft mit ^feliel Aftp. 40—48 iß eine berartige, ba$ biefer $rop^ oon namhaften Itritifem 
gerobegu fikr ben Serfaffer be0 ^ligfeitdgefe^ gel^alten morben ijl. 

^«bc» tmt bisher oon biefem ®efe4^biu$ ab einer Iitlerarifd|cn Knlett gefprod^, fo tft 
nun nod^ nad^gidlolen, bo^ auc^ l^ier näinbingd fe^r oerfd^icbene 9e|lonbteile, fomit fpfttere 
ftbetavbeitung einer älteren Sorlage, enoiefen morben finb. 9tur über ben Umfang ber letzteren 



(meifl iiad^ bem SSmrgange Aloßemiatmd mit H, b. i. ^iligteit^efet^, oon 2>il[m(mn mit S^ 
b. i. Sinaigefel, oon Jtuenen mit PS b. i. erfte @(^id^t bed ^rieftergefe^ed, begeid^net) l^ettf^t 
nod^ Streit. Sbgefel^ baoon, bo^ bie ttrfprflnglid^e Suge^örigleit aud^ einiger anberen @tüde 
(8 SRof. 11, einiget in Aap. 18—15; nad^ S)iamann aud^ 2 SRof. 31, 13 ff. 8 SRof. 6, 1—6. 
21 {f., 4 ÜRof. 10, 9 ff., 15, 38 ff.) gu bem urfprflnglic^en ^eiligleitdgefetf ma^rfc^inlid^ ge^ 
mad^t oorben x% ffaib oud^ innerhalb ber Stop. 17—26 bie ©renjen gniifd^en ber SSorlag^ unb 
ben S^tifaUn fe^ oerfd^ieben g^gen morben. 9lad^ 2)iQmann (Aornmentor gu 9lum. 5id 
Sofua, 6. 635 ff.) liegt in biefen Aapiteln bie rebaftioneOe Serfd^nei^ung gioeier oerfcbid^ener 
Bearbeitungen bed (nad^ S)iIImann fel^r alten) @inaigefe(e^ oor. Dagegen mü bie neuefte 
Srdrterung biefer oermidtelten gtage (Bänfd^, S)aiS ^ligleitdgefet, Srfurt 1893) bie ftapite( 
18—20 (H^) ate nod^beuteronomifd^, aber ooreged^ielifd^ oon ben nad^qed^ielifd^en ©nippen 
H' (Aap. 21 unb 22) unb H^ (Aap. 17 unb 26) unterfd^eiben. 3:^atfad^e ift unter aOen 
UmfUlnben, ba^ bad gange Aorpud fein ]e|iged ©eprSge erft bur^ eine ^b bebmmen ^at, 
bie gu bem ober ben Serfaffem bed eigentlichen ^rieftertobec in engfter Segte^ng ftanb. Se« 
fonbenS beutlid^ tritt bied 23, 36 ^eroor. ^m @inllang mit 5 3Rof. 16, 15 unb ^. 45, 25 
ifit l^ier urfprfingUd^ (93. 34) eine pebentägige gfeier bed ^erbftf efteS geboten ; ber Überarbeiter 
fügt entfpred^enb ber Sorfd^rift be^ $rießerfobes nod^ ben ad^ten Xag ^ingu. Sä^enfaOd aber 
ftanb aud^ baiS urfprfingßc^ ^eiligfeitdgefe^ tro( ber Serfil^rungen mit bem 3)euteronomium 
biefem menig^ nal^e, al6 bem balb borauf in gleid^em (9eiflte in Angriff genommenen ^riefter« 
lobes. Unb barin mag ed an^ frine Sled^tfertigung finben, menn mir in ber Überfe|ung auf 
eine ^eraudl^ebung biefed Aorpud aud bem Sereid^ oon P (ber ,,$riefterfd^ift'') oergid^tet 
^aben. 

6. Sie M#ecair#e 8tH. 

2)urc^ bad Sbilt bed Q^xu^ (538) mar ben SSerbannten ber SBeg in bie ^eimat aufget^an. 
ÜJlit meldten Hoffnungen il^n menigftend ein %eH ber ^eimlel^renben betrat, ift aud propl^eti^ 
f^en äSorten mie 3ef. 35. 62 unb 3ep^. 3, 14 ff. gu erfel^en. 3[ber balb fteHten ftc^ fd^roere 
Hemmungen ein, bie ben Seflanb ber neuen ätnftebelung gefäl^rbeten unb ben freubigen ÜRut 
ber Hrimgete^rten tief l^erabflimmten. 3^ bem Xempel mürbe nad^ @dr. 3, 10 ff. baß) nac^ 
ber 9lüdRe^ ber ®runb gelegt ; aber erfl feit 520 mürbe ber Sau {räftiger betrieben.' ^n bie 
3uftänbe unb Stimmungen biefer (enteren 3rit laffen und bie gleic^geitig mirlenben ^rop^eten 
Haggai unb Sad^arja le^neid^e Qßde tl^un. 

Seibe merben uniS @dr. 5, 1 unb 6, 14 ald eifrige ^drberer bed 2;empelbaud genannt. 
3n ber 2^at befc^äftigen ftd^ brei oon ben oier Draleln ßaggaid, bie fämtlid^ genau nod^ 
ÜRonat unb 2;ag m^ bem gmriten Sa^re bed S)ariud (520) batiert finb, mit biefem ®egen» 
fitanb. 1, 1—11 ermahnt er Serubabel unb ben ^oi^enpriefter 3ofua gu größerem @if^ in 
ber Setreibung bed ^au^ unb miberlegt bie Xudrebe, ed fei nod^ nic^t an ber 3^ii bamit 
Der Xn^ong (S. 12 ff.) berid^tet Aber ben guten @rfoIg biefer SRal^nung. 2, 1—9 trdftet er 
bie gfül^rer unb bad übrige Soll, gumal bie, meiere nod^ bjen 2;empe( @aIomoiS g^^^^ über 
bie Srmlid^Ieit bed neuen Saud. !Rod^ fielet bie @rfüDung ber alten Serl^ei|ungen mi ; buic( 
fie foK bie H^i^Irit biefed gmeiten S^empeld größer merben, aü bie bed ^{len. Aap. 2, 
10 — 19 le^rt ber $rop^et, ba^ alle Opfer nid^td l^elfen, menn babri bie ^flid^t eifriger Se^ 
treibung bed 2;empdDbaud oerle^^t mirb. 2)ad nterte Dratel (2, 20 ff.) oerl^ei^t Serubabel, ba| 
er bei bem Umfhirg ber Hribenmelt, b. 1^. itxm älnbrud^ bed mefftanifc^en Slrid^d, ein Siegel« 
ring f rin merbe in ®otted QQxä>. 

HM^fboa^rf d^einlid^ gelitte H^^ggai felbft gu benen, bie nod^ ben frül^eren Xempel gef e^en 
Rotten; et mfi|te brnm 620 über 70 ^ofyct alt gemefen fein, gn ber Xl^at ift feine gange 
Stebemeife bie med ®reifed; aud^ an ge^beneren Stellen bemegt fU ftd|i nur in $rofaform. 



»til ber Oefd^i^te bc0 aUteflamentlicIeii e^rtfttumt* \Sft 

Bai^a, ber Scrfaffer tion @ad^. 1—8 (bem fogenaimtctt ^totofM^orja; oon Stop. 9 
6td 14, bem „SeutCKofad^otja'^ nttb fpäter ju r^en fein), toirb 1, 1 old @o^n Seied^jod, 
be« BofftM 3bbo«, (ejet^et, bogegen @dt. 6, 1. 6, 14 ald 6o^n Sbbod. &|tere Sugo^e 
l^ot fd^iDerlid^ ben QtD^, bte 3tt0^M0l^t be^ ^ropl^en ju bem $rie{ltetgef d^Ied^i, baiS 
ftd^ nod^ S^bo nannte (9tel^. 12, 4. 16), ^emoqu^en. Sielme^r lönnte @ad^. 1, 1 ,^@o^n 
Serec^jad" nod^trSglid^ eingefd^oben fein, — m^ ber Sevmutung Jhtenen^ oud einer e^e» 
maligen überfd^ft gu Aap. 9—11 entfernt, meld^ biefe Jtopitel einem Sac^orja, 6o^n 
Sered^iaiS, gugefd^eben ^abe. 

^ Prolog (1, 1—6), batiert aud bem achten äXonat bed 3^^^ &20, ermal^nt bod 
gegenmftriige ®efd^Ied^t, ben Stuf gur Su^e nid^t gu überl^dren, mie i^ SSter, bie baffir bad 
3omgerid^t (Sottet gu erfal^en betamen. Soron fd^(ie^ {td^ 1, 7:-6, 8 bie {teben (ober, 
merni man 2, 6 ff. a(9 fdbfianbigen ätbfd^nitt faftt, ad^t) 92a^tgeftd^te, batiert vom 24. Xoge 
bed 11. SRonatd 520. Dbfd^on in ber Slad^t gefd^aut, (ommen bod^ aOe biefe oerfd^iebenen, 
bem $ropl^en oon einem @ngel gebeuteten Silber auf trdfUid^e Ser^^ngen in betreff ber 
ooOen Segnabigung Subad unb ber 2)emfittgung ber ^geiben l^inau^. Sbenfo bietet ber 9[n> 
^ng 6, 9— 15 eine 93ertrdftung auf bie meffianifd^ S^U S)er gmeite ^ptteil (Aap. 7 
unb 8) ent^SIt einen propl^etifcfien 9efd^eib in betreff ber bid^ beobad^^ten Xrauerfoflen. 
3a]^ begel^ biefer Sf^^f^c (ff^ (Erinnerung an bie (Eroberung Serufalemd unb bie (Er« 
morbung &Aali^) nid^t, oielme^ foOen fte in (Srmartung ber Segnungen ber meffianifd^ 
3eit in Sfreubenf e|le oermonbett werben. Dbfd^on in feiner fHAe tt»a9 lebhafter, ab ^gai, 
ergebt fi^ bod^ aud^ @a(^arja nur fel^r fe(ten über bie ^faform. 

S)er letfte ^op^et, ber mo^( nod^ oor bem großen SBenbepunIt bed ^icäfwi 444 (f. u.) 
gemirft ^, i{i 9Ra(ead^i. S>iefer Stame fSrntte oerUbgt fein au9 9Ra(ad^i]a (fo bie griec^fd^e 
SibeQ, b, i. ,,9ote 3al^me9". Xber mit Siedet ijt erinnert morben, ba^ ein neugeborener 
Jhuibe fd^merlid^ fo genannt metben ionnte. S>agu lommt, ba^ SRalead^i 1, 1 nid^t einmal 
ald ^rop^et begeid^net ifl unb baft bie brei Überfd^ften 6ad^. 9, 1. 12, 1 unb 3M. 1, 1 
offenbar oon berfeUen ^anb geprftgt ftnb. SDomad^ ifl mo^( nid^t gu begmeifeln, ba^ mal'äkhi 
(^mein Sote") 1, 1 nur ein nM 8, 1 entnommene^ Stid^mort iji S)a| fid^ l^inter bemfelben 
lein (Seringerer M (Uta verberge, iß eine alte, fid^ aber mfifige SSermutung. 

2>ie Stebe bed fomit unbefannten $rop^eten rOgt bie Serunel^rung Sa^med burd^ feiner 
unmfirbige Dpfergaben. Unb gmar foQ ber ^lud^ oor aOem bie $rie{ler treffen, bie f o ben 
ffoftm 9eruf unb Sorgug 2eoiS oergeffen (2, 1—9). ^ber Xobel trifft fobann bie, bie l^b< 
nifd^e trauen heiraten unb ,,ba9 äBeib i^rer Sufl^" oerffa)^, fomie fold^e, bie Sal^me burd^ 
3meifel an feiner ®ered^tig^eit (ftfkm (2, 10—17). Slber Sa^e wirb frinen 9oten (b. i. 
nad^ 8, 28: (Eliad) fenben, bamit er i^m ben SBeg berrite; berni er mirb nun balb erfd^rinen 
gum Serberben fttr bie man<$er(ri Slrten oon ©finbem im Solle, aber gum ^I ffir bie 
{frommen. 

2)ie frfil^ ^errfc^enbe Xnnal^me, ba| in ber gangen ^op^etie bie Sßirlfamtrit iüxa» 
berritd i>oraudgefe|t merbe, ift neuerbingiS * gu Ounßen ber 9lnfc((ung oor (Edra befiritten 
morben. XSerbingd erinnert ha9 Dringen auf firenge Seobad^tung ber Dpferoorfd^ften 
(1, 7 ff. 18 f. 8, 10) an bad (Eifern ffir bad @efe|, mie z» mit ber Serpflid^g auf bad 
priefierH(^ älefe^^bud^ (Edrad an^ob. Smmer^in ^at ed fd^on oor dexa gefe|(id^e Sorf<^ften 
gegeben ; 8, 22 mirb au^brfldflid^ an bie „(So^ungen unb Orbnungen" erinnert, bie ®ott auf 
bem ^oreb gegeben, — offenbar ein ^inmrid auf bad S)euteronomium, mie fU^ benn aud^ 
fonfi ber ®rifi unb Sprad^gebraud^ biefed @efe((bud^ bri SRabac^i bemerlbar mod^t. Stur 
mar ed bid^ mit ber Seobad^g ber 9tttualgefe|e, f omeit f oU(e bereit« oor^anben, nod^ 



* eo nmnentli<( oon 6tabe, Okfc^itte 3droe(9, n, 138. 



mUHk f# fbnifl y MtiumH twAm. Kad^ ber SecpfKc^ttmg auf ha» 9rießergefe| (444) iDSten 
te<( StepAH »i^ M^ ^^- 1/ 7 ff. unb 18 f. gerftgten, f<$ioer benlbor. SBenfo ffaib Sujlanbe, 
nrie fU 2, 11 ff. oofaitfgefe(^t loccben, tiod^ ben bratomfd^en ^^regdn <E8ra9 ((E0r. 9 unb 
10 ; um 457 o« S^.) unlegmflid^. $5<(fien^ (oimte man mit einigen Steueren m bie 3rit 
iNNT bem gneticn Sufcnt^t 9ld^emia9 (432) benfen^ ba oud^ biefer nrid>er mit 9lifd^el^ 
(9Ie^. 18, 4 ff.) wA SenuM^Ofligmig bed 3e^nten (9le^. 13, 10; Derg(. 9tal. 3, 10) ju 
ttapfen i^otte. 9SaH<(^i<^ ^^^ f^^ ^^ ätnfe^ung SRoIeoc^d dot 458. 

Sigentfimlid^ ifl ber 9td>e biefed $rop^eten, bie fu$ übrigen^ gang mie bie ^oggaid unb 
6aii^a«ia9 bbiglid^ in $tPofa (emegt, bie Smdiiebe ffir eine Xrt von 2)iaIog imifd^en ®ott unb 
bem Sott; fo 1, 2. 6. 7. 2, 14. 17. 3, 7. 8. 13. 

2>ad ^Jsogtomm |u ber Xl^tratte ber 3u{unft — mir lönnen turj f agen : lum ^riefier* 
floate — mar mm ^efeKel entmorfen morlen. Ibtt erße SSerfud^ einer älu^ffi^nmg biefeS 
$C9gramm9 lag im urf^yrfingKd^ „^^fß^H^^" (f- o. G. 185 f.) oor. 3>od^ ift und 
f(^le4^terbingd ni^lS barftber belannt, ba( bad ^Iigleitdgefe( na<$ ber Stfidte^ im Jhdtud 
SU Sentfolem offiiieSe ®e(tttng erlangt ^tte. SBo^l aber I&^ jtd^ etmad äinbered bemeifen : 
ba| oui^ mu^ bem Seil in ben $riefierlreifen, bie in Sabplonien jurfidgeblieben maren, auf 
bad (Eifrigfte an bem weiteren SbiAou bed $rieflergefe|ed gearbeitet mürbe. Sir fagen : in 
ben ^M^fterlreifen. fknn ed mirb ftd^ seigen, ba| ed nic^t an SMfferengen fel^lt, bie auf «er* 
fi^iebene X|cmen unb fomit auf 9erf(|febene bei bem SBorle beteiligte ^ftnbe unb Jtreife ^in* 
metfen. S)a9 yriefterlid^ ®ef<$i(l^t^ unb ®efe|^d^ im ^^entoteud^ unb gofua ift ald 6r* 
jeugnid verfd^iebener babplontfc^, na<$mdd <m^ jjerufalemifd^ ^rie^c^ulen in bem S^U 
romn oon ca. 500 —400 o. 8|fr. entfloiAen unb lA|t, abgefe^en von bem mit eingearbeiteten 
,,^ig|feit^e|'V bc«tlii| filgenbe Gi^d^en unterf<$eiben : ben eigentlid^en ^eßerbbei 
(um 500), ba« ftMI/fimäiK^4^nl%^ von Odra felbß rebigierte ,,®efe4^bud^ Stofed" (444 Der* 
iffentli(|t) unb bie G^btf «Aatttan mo^ bei (Selegen^t ber Serfd^fung beS ^efter« 
gefe|ed mit bem Siteren (Befd^id^dmert [JED] um 400 o. S^. übrigen« aber tragen alle 
Zeile ^tnfM|llid^ be« (BeifM, ber fie bun^me^, unb ber Shrunbooroudfe^ungen, vtm benen fte 
ottdge^, ein fo ein ^cil li d^e« ©q^rOge, ba| mir «n« in ber Überfettung burd^meg mit ber 9e< 
jeic^ng P, b. t. ^|hric|ierf(^ft, begnftgt l^aben. S>iefe Cin^tlid^eit mag ed m^ re(^< 
fotigen, menn mir ^a junkd^ eine (H^orafterifKI be« je^t nn« oorliegenben (Banjen oer* 

9ik( bie ^rieflerfd^ft beginnt, mie J unb £, mit einer Sorgefd^id^ be« Sott«. Xber 
fte giebt Mefette in fo au^erft tnttn>en tlmriffen, ba^ fte nur begreiflid^ mirb, menn man bie 
audfftl^lic^ 2)aifteibmg oon JE flberaD ald aDbelannt mwaudgefe^t beult. Xuf bie itodmo* 
gonie (1 SRofe 1), in ber au^ bem tunftooQen Xufbau ber fed^ Xogemerle befonber« ber 
^od^eMtariifelte OotteAegriff bemertentoert i% folgt Stop. 5 ein Serjeid^ni« ber ^otriard^ 
oon 9bam bid Sloal^, barni ein ^Uitberid^t in einem gang anberen d^ronotogifd^en Stammen, 
aU bem bc« So^miflen, unb ber fogenonnte %oa^unb (ftap. 9). S>aron fd^lo^ ftd^ eine, nur 
pm Zeil in ita^i. 10 erl^altene, Sillertafel, ein Serjeic^i« ber $atriar<l(en oon Sem M 
Xftca^am (Aap. 1 1) unb gang tui^e Stotijen über bie Zrennung Xbro^am« oon Sot unb bie 
Ocbust 3dnwete. SuftfA^lid^ mirb nur ber Sefc^eibungdbunb mit Xbra^am (Aap. 17) 
uA btr Aauf be0 (Brbbegrabniffe« bei {)ebron (Aap. 28) be^anbelt ; Mrjer ber Zob Xbra* 
f^oM, bie emfenbmg gabb« nod^ Slefopotamien unb feine 9Uldtte^r, unb ftu^ turj Sfoud 
Ziinnuiig oon 9aM/ be« Ie|ttien ^tnabgug nod^ i/gifpUn, fomie fein Zob unb fein 9e« 
«rtbnü in ber ^iffk bei Hebron. XBerMng« ftnb in biofer 9lei^ oon Stetigen einige SM» 
btmerttmr; oor 25, 26^ mu^ bie Oebmrl 3aloto unb (Sfaud, nod^ 28, 7 irgeitb etmo« über 
ben Xufent^lt Satob« bei Saban bemerlt gemefen fein. (Ebenfo ma^ irgeiÄmo oor 46, 6 
Sofep^ ermähnt gemefen fein. Slber aDe biefe SfidFen moren gmeifello« burc( fo Inappe Kotigen 



aitS0ftfMt, ba^ bet Ie|te 9l^ft(Mr, ber bod^ fmtfit bte ^ttefterfi^ forsfäliig berücfftc^tidt, 
auf fU nei^lett lonnte. ^ bie Sri ober, tote P beii 3n§alt omt JE ooraudf e^t itnb 
ba^er ^<^d in ttt^eflct ^om vefopituKert, tfl lein Seif|)tel (e^vtetc^er ald 1 ^f. 19, 29. 
SDiefer einiige Setd gte(t fa^ ben ganjen gn^att twn 1 3Rof. 18 unb 19 mteber. 

Xud^ im 2. Sitd^e SRofe nnvb bie SSotgefd^td^te Md gut (Sefe^gebung am Sinai jiemlic^ 
btapp be^anbelt 9Rit ftap. 25 aber beginnen bie großen jufammen^ftngenben ®efe|e«Iötper, 
bie ^d^ faß ol^e tlnteiribved^ (bod^ f. 2 9lof. 82—34) Bi« 4 3Rof. 10, 28 oudbe^nen. 
Shtd^ nad^l^er begegnen und nod^ audfül^rlid^e ®efe|e unb @r}ä^lungen oud betfelben dueDe, 
jmn XeU in engor ^Ser^Ied^iung mit JE. 3>en @d^Iu| bilbet im »nd^e Sofua (noc^ langen 
Xudfü^rungen über bie Serteihing beS l^eiligen SonbeS an bie einjeinen Stamme unb bie 
Stengen bofelben) ber Seric^t Aber ben Xob Sdfuad unb @(eaf<^* Unb bied mar ol^ne 
3meifel bad S^^, ^i^ 8» meld^ fid^ bie ZyarfleKung bet Urgefd^id^te etßteden foDte. 

^agt man nun, auf meld^ SRethnoIe ftd^ bie Bumetfung ganjet ftopitel, abet auc^ 
eingelnet Setfe uitb Serdteile an bie $tiefietf(^ft gtftnbet, fo ftnb (abgefel^ oon bet Set* 
meibung bed ®ottednamend Sa^me bid 2 9Rof. 6, 2) eine gange Stetig foU^et oot^onben, — 
gum Xei( fo i^alterifiifd^ unb unnetlennbate, baft bei bet ätudfd^etbung getabe biefet Sc^id^t 
im ^entateud^ unb Safua aDmöl^id^ faft oSBige Übeteinftimmung etgielt motben ifi. dvM 
bet notne^mjlen 9RetIma(e ift bet Stil mit feinet unetmfiUic^ Steite, fetner Steigung gu 
etfd^if^fenben Sufgo^ngen unb „jutiftifc^ ^mnulietung" (netgl. 1 9tof. 1, 11 ff* 16 ff. 
S. 26 unb 28), ja gum teinen Sd^ati^mu« (vergl. 1 9Ri>f. 5. 11, 10 ff. 2 Stof. 88, 21 ff. 
4 9lof. 1. 2. 26. 28. 29. 81, 26 ff., oor aOem aber Stop. 7, 12 ff., mo fec^ Serf^ gmölfma( 
mieberl^lt ftnb). 2)er Sorliebe jüx genaue atajle unb S^^ entfptid^t oud^ bad Streben 
nad^ einem moglid^ft genauen d^imologifd^ Stammen. SSSft^b fUfy ber So^if} mit fo aD* 
gemeinen Xngaben mie 1 SRof. 18, 11 begnfigt, bereij^et P auft genauefte bad SIter Xbta« 
f^ami bei bet (Sinmanbetmtg (12, 4^), bei bet ®eburt S^moeliS (16, 16), bei bet @infe|ttng 
bet »efc^etbung (17, 1. 24), bei bet ®ebutt Sfaal« (21, 5) unb bei feinem Zob (25, 7). 
6benfo gel^öten aud^ anbenoättd bie genaueten d^nologifd^ Xngaben fämtlid^ P an. 

SBid^tiget ald biefe lUt^etlid^Ieiten ifl bet fd^atf au^geptSgte tdigidfe Stanbpunit bet 
^eßetfd^ft. Sd^on oben mat bie Stebe baoon, auf melc^ $3l^e und gleid^ im (Singang, in 
bet Itodmogonie, bet ®ottegbegtiff entgegenttitt. ,,@t f^nrad^ : ed metbe Sid^t ! unb t» matb 
Sid^f' aSie l^iet bie fd^öpfetifd^e XOmad^ (itotted leinet Sotbeteitung nod^ Sermittelung be« 
borf , fo etfo(gen aud^ onbenoättd feine Offenbatungen einfad^ butd^ bad 9EBott. SBäl^renb ber 
^affwift aud^ oor ftorler Sermenfd^lid^ung @k)tted nid^t gurtt<(fdM^ (1 9Rof. 3, 8 ff. 18, 1 ff. 
32, 24 ff. u. a.), mirb in ber ^rieflerfd^rift bad (Srfd^inen @lotted bei auferotbentlid^ 9e* 
legen^eiten gletd^fam nut oon fem angebeutet (1 SRof. 17, 22. 35, 9. 18). 9m Sinai iß 
bie „^ettlid^eit ^affnM" (b. i. feine Offenbatungdetfd^einung, bie abet gleid^fam nut einen 
Zeil obet Xbglang feinet ooOen ^^dnlid^Iett batfteSt) butd^ eine ffloOe oet^Dt (oetgl. 
2 9Rof. 16, 10 unb befonbetd 4 9Rof. 9, 15 ff.), gebe nftl^ Sefd^eibung mitb ftteng oet- 
mieben unb nur eine Sergleid^ung ber ^errlid^feit gal^med mit oetgel^enbem ^er geoagt 
(2 Slof. 24, 17). 2>amit oergleid^e man nun ben Serid^t, mie SRofe, Xaron, 9labab, Xbü^ 
unb bie 70 Somel^men ben ®ott gdtaeld fd^ten, bei JE 24, 9 ff. ! 

Sn meld^ SRafte bie ®efta(ten ber Urgefd^id^te für bie ^riefierfc^ft fd^ mit einer 
Xrt oon ^eiligenfd^n umgeben finb, le^t bie offenbar gefliffentlid^e ttbergd^g aller ber 
Sftge, bie bad Xnf el^ ber ^ttian|en l^abguf e|en f d^ienen. 3a(ob fliel^ ni(l^t oor ber mXß* 
oerbienten Sla^e (Bfaud, fonbem mirb oon 3f aa{ in aDer Stu^ nad^ Stefoimtomien entfonbt 
(1 ^f. 28, 1 ff.). a>er Settug galobd (SUvf, 27) mirb olfo nid^t ooroulgefe|t, bo^ oud^ 
bie Sritber nod^ galobd 9lütfle|fr frieblid^ beifammen moJ^nen unb fid^ ratr megen ber (Bcöf e 
i^ Sie^ftonbe« fteunbfd^ftlid^ trennen (36, 6 ff.). 



"190 9EMB bet Okf^i^ie hed oltteffainentricten Gd^tifttttmB. 

3n Betreff be« toettaud tmd^ttgflen Xetld ber ^eflerfd^ft, ber ®efe|e, gilt suiiäd^fl 
cSte», noa^ oben über ben (Sl^arafter bed ^Iig!eitiSgefe^ed^ ald ber erfiten umfoffenberen Ser« 
toirKid^ung ber ^efelielfd^ (Sk^ie, ju (emerlen war. S)ie ®runbgAanIen {^fdield tperben 
ie|t ix^ }u i^ren legten Aonfequenjen verfolgt unb bte ©efef^gebung bementfpred^enb ouiS« 
gebaut. S)äbei tann ed gefd^el^en, ba^ — eben um ber Jtonfequenj nnSen — Z^eorien auf' 
gefleOt werben, beren Shinl^ffll^rung (mie j. S. bte ^ter ber fogenannten Subeljal^ 8 9Xof . 25) 
einfad^ unmöglich war, fo ba^ fte nad^ bem 3ugeflSnbntd ber iübif d^en Überlieferung niemals 
aud^ nur nerfud^t würbe. 

3)ie ®runbgeban!en felbfl, nad^ benen aOed Singeine im ftultu^ wie im bfirgerlid^ 
Seben geregdft wirb, finb au^erorbentlid^ einfad^. Sad gange Serimonialgefe^ ^at fheng ge^ 
nommen nur ben einen S^md, ben Sfirger bed ®ottedftaatd burd^ mand^erlei ^onblungen 
begeugen gu (äffen, ba§ er ^afftot atö ben ^erm aOed 9laum9, aOer 3rit, oSe« Seft^ed unb 
aied Sebend onerlennt. Somit foOte il^m aOed bieS gong unb ffir immer geheiligt, b. ^. ate 
unantaPared (Eigentum gu alleinigem ®ebraud^e gugeeignet fein. S)a bied unmöglich, U^t 
ftd^ ®ott an ber Studfonberung eine^ Xeifö beö Slaumd, ber 3rit u. f. w. gum Sel^ufe un« 
bebingter Heiligung genügen. @o ifl ber Xl^eorie nad^ aUed £anb @igentum ^a^wed; 
aber ti giebt nur einen Ort, baiS Offenbarung^elt mit ber ^eiligen S<ä)e, ber unbebingt 
l^eilig ifi unb bal^er alein ald Statte ber Serel^rung (Sottet bienen fonn. SRit biefer Soroud« 
fe^üng wirb in f old^em ®rabe @mft gemac^t^ ba^ in ber gangen 3^^ o o r ber ®rrid^tung beö 
Offenbarung^gelted unb bed Sranbopferaltard irgenbwel^er Jhtltud gang unbenfbar erf^eint. 
{Die $rie{lerfd^rift lennt leine 9D[täre unb Opfer in ber ^atriard^engeit, ba^er au(| nid^t ben 
Unterfc^ieb reiner, b. ff. opferf&l^iger, unb unreiner Xiere in ber Xrd^e 3toaff^ (1 Hof. 7, 14 ff. ; 
anberd ber ^a^wift 7, 2). S>agegen wirb bei ber (Befe|gebimg am Sinai guerfl (25, 8 ff.) 
ffir bie Sefd^affung hei ^eiligen Orted aU ber unerUt^Iid^en Sorb^ingung ffir ben Jtultud 
geforgt. 2)a| bad SBo^nen ®otted in biefem ^ßgtum nid^t aliS eine ®inwo^nung feiner 
DoDen ißerfSnlid^Ieit gebadet ifl, würbe fd^on oben betont. 9Bol|I aber ^at eS i^m gefallen, 
fortan nur an biefer Stelle (bie natfirlid^ immer ate Sorbilb be$ Xempefö gu oerflel^ ifi) ft(( 
gu offenbaren unb bie Opfer unb (Saben S^raete entgegengune^men. 3>en aSer^eiligfien 
SRittelpunIt bilbet (2 ÜRof. 25, 22) bie fogenannte Aapporet^, ber 2)edfe( ber ^eiligen Sabe 
im SDerl^i(igften. Xn il^n fd^Iie^en fid^ mit abnel^menber ^ligleit bad ^ißge unb ber SSor^ 
i^of. DaiS 9(Eer^eiIigfte barf (fo fd^eint e9 wenigfiend nad^ 3 Slof. 16; eine etwas freiere 
Zl^eorie finbet ft($ nod^ 4 SRof. 18, 7) nur ber ^oi^epriefler unb gwar nur am großen Ser« 
fö^nungdtage betreten, bad ^eilige nur bie ^efler (4 ÜRof. 4, 5. 15. 20. 18, 8), nid^t bie 
Seoiten. 

■ 3n berXl^eorie oon ber l^eiligen 3^it erfd^eint aü bie ^auptfad^e, bafi9tul^ge 
oudgefd^ieben werben, an benen man ftd^ nid^t gu eigenem 9ht(en an ber 3<^we geheiligten 
3eit vergreifen barf. Sied gilt oom wSd^entlid^en Vertage, bem Sabbat, wie oon ben f onfUgen 
•gfefttagen. Unb gwar, je ^eiliger ber3:ag, beffa) ftrenger ift alle Xrbeit verboten ; an gewöhn« 
(id^en ^^eßtagen nur bie Berufsarbeit (3 Hof. 23, 7 f. 21. 24 tc), am Sabbat unb am 
^0^ SBerfSl^ungStage jeberlei Xrbeit (S. 3. 30). Sei adebem ifl noc^ ein doppeltes be» 
mertenSwert: bie gefleigerte S^^ ^ %^ un^ ^^^ 3uTüd(ffi^rung fafi aOer auf religiSfe 
(tl^eolratifd^e) SRotioe: S)ie filteren ®efe|e fennen nur bie $flid^t, ^affm breimal im gal^re 
ein ^eft gu feiern (2 Hof. 28, 14. 84, 23. 5 Hof. 16), unb gwar ftnb biefe brei ^ 
Statur^ b. 1^. vor aQem @mtefefte. SaS ftebentfigige ^ ber ungeffiuerten Srote im flfftm^ 
monat gcdt nad^ 5 Hof. 16, 9 (oergl. bagu aud^ 8 Hof. 28, 10) urfprfinglid^ bem Seginn 
ber ^mie ; ber erfle ber fieben Xage ift baS $affal^, urfprfingßd^ wol^I baS ^ ber 2)ar< 
briiigung ber '(Erftlinge vom Siel^. 2)08 SEBod^feft feiert bie glfiddid^e Seenbigung ber ®t^ 
treibeemte, baS i^erbffcfefit (in alter 3eit „baS %^" fd^led^^in genannt) bie ber DbfU uttb 



Setnlefe. 3m ^rieftergefe^ (8 atof. 28. 4 3tof. 28. 29) gel^t bad $affa^ ben fte&en Xdgeit 
ber ungefäuerten Stote oIS felBftonbtgeiS ^ ooton unb gilt fomt biefen mi^fd^Iie^ui^ bec 
(Srinnerung an bie gdttßd^e Sewol^ng, bie bad SoR 6eim XuSgug au^ Jtg^pten erfüllt. SaiS 
^({tfeft ifl glttd^faQd ad^ttägig unb ber Srinnerung an bad SEBol^nen in £auBl^fitten n^äl^renb 
bed äBfiftenjugd gemeint. Stur ba« Sßoc^» ($fingfi«)9efl ^at im Xtten Xeflament nod^ feine 
t^eoftatifd^e Segrünbtmg. 9Ud neue %t^ lommen ^inju: ber Xag bed ©^äd^tnidblafend am 
1. bed 7. ÜRonatd unb ber gro^e Serfö^nungdtag am 10. besfelben 9Ronat0. SEBie biefe 
legieren werben nunmehr au(^ bie alten ^e genau batiert ($affa^ am 14. bed 1. 3RimM, 
2auB^fitten oom 15.— 22. bed 7. SRonatd), mft^renb fte in alter S^i je nad} bem Staube ber 
Smte aufgerufen mürben. 9tn fteben oon biefen gfeiertogen (nad^ 8 3Rof. 28, 8 überbieS an 
aOen Sabbaten) foO ,,l^lige SBerfammlung" bed ganjen SoRd am ^ligtum ffcattftnben — 
eine (^orberung, bie nur an fold^e gerid^tet merbm lonnte, bie mie bie nad^e^ilifd^ jübifc^e 
®emeinbe bem einen Heiligtum na^e mo^nten. Son befonberem gntereffe ift enblid^ber 
Sudbau ber SabBatfeier in 8 9Rof. 25. Xud^ 2 9Rof. 21, 2 ff. mei^ von ber gfreilaffung bed 
l^ebröifd^en SHaDen nad^ fed^iS|äl^rigem 3>ienfl unb 28, 11 von ber ^reidgebung be0 Xdter« 
ertragiS im je 7. ga^re (alfo nid^t von aOen^Ibem jugleid^!) an bieätrmen unb bad 
SSilb. 5 9Rof. 15 gebietet, aOer fteben ^ofyct ein Srla^jal^r ju Sunflen l^äifc^ Sllaoen 
unb armer ©d^ulbner gu feiern, ^n ber $rieflerfd^ft bagegen taud^t ein gang neuer ®eftd(td^ 
punft auf : bad Sabbatdja^r ift vox aUem ein Sabbat, eine 9lu^geit, bie bad Sanb felbfl 
^a^me feiert. S)ad ^e(b barf nid^t befäet, ber äBeinftodt nid^t bef<^nitten, ba9 freimiDig (Bt' 
mad^f ene nid^ geemtet merben. S)ie le^te Jtonf equeng ber Sobbatdibee ifl bie gfeier bed ^tihtU 
ober ^ja^red (3 üRof. 25, 8 ff.) im je 50. ga^e, b. ^. nad^ Sblauf von fteben SabbotSja^» 
mod^en. Xud^ bad ^aDja^r ift eine Sbtl^efeier hei Sobend unb gugleid^ ein Xermin, an 
meU^em aOer irgenbmie t>erSu|erte 9eft( mieber an ben urf^nrünglic^en 9eft|er gurfidf&Bt. 
2)aiS Wtoüv biefer feltfamen SefHmmung mirb S. 28 Aar audgeffm)d^en. 9Birni<$en Seft^ 
giebt e9 für niemanb. fSUtS Sanb ift nur ein Se^en Sal^med; bie Stfldtgabe an ben, bem er ed 
guerft oerlie^en, ift eine Xnerfennung ber Sel^endl^Iid^Ieit Sa^med. 

2)amit ftnb mir bereite bei bem britten jener {^ouptgrunbfSfe ber ^eflerfd^rift ange* 
(angt : ^a^me ifl ber mirüid^e ßerr aOed @igentum9, beffen fUfy ^iBrael irgenbmie rühmen 
lonnte. S)er S(nerlennung biefer Xl^atfad^e gilt ein fe^r großer 3:eil ber Sorfd^ften über bie 
Opfergaben. 9[ud^ bie älteren ®efe$e miffen uon Srftlingdgaben unb Opferfpenben an ^afyne. 
aber biefe ®aben ftnb teifö fel^r geringfügig (5 9Rof. 18, 8. 26, 2), teito merben fte (mie ber 
fogenannte 3^^nte 5 ^of. 14, 22 ff. unb bie Siel^erßlinge 15, 19 ff.) uon bem ®eber imb 
feiner ^amilie am Heiligtum t)ergel^rt. 9lad^ bem ^rieflerlobec bagegen ftnb von aSen ^iU« 
opfern bie Sruft unb bie redete Jleule, oon aUm Sünb« unb Sd^ulbopfem bad gange ^leifd}, 
femer aOe Siel^erfUinge unb bie (SrfUinge t)om ®etreibe, 3Ro% ß( unb Srottrig an bie $riefler 
abgugeben, au^erbem ber 3^^>ite uon aOen ^elb« unb 9aumfrfid^ten, ja nad^ 8 3Rof. 27, 82 
fogar oom Sid^, an bie Seoiten. Sd^Iie^id^ mirb ber ©runbfa^, ba| oon allem Seft^ ein 
Xeil für 3^^^ audgefd^ieben merben muffe, in ber X^eorte ba^in audgebel^nt, ba^ ben 
^rießern unb Seoiten — gegen ben ilteren, in P nod^ 4 9Xof. 18, 20. 26, 62 oertretenen 
©runbfa^ — 48 Stftbte famt ben gugel^drigen ®emeinbetriften flbermiefen meiben (4 SRof. 85. 
Sof. 21). 

3n betreff ber Opfer unb ®aben an gal^me mag gleid^ ^ier nod^ eined anberen tief« 
greifenben Unterfd^iebed gtoifd^en ber älteren $ra|id unb ber bed $rieflergefe|e9 gä)ad^t fein. 
SEBar bad Opfer nad^ ber älteften äluffaffung bie älnerbietung erfreuenber Speife an bie ®ott* 
l^eit, bal^er nic^tiS geopfert merben lann, au^er was aud^ bem Stenfc^ gur 9lal^rung bient 
(mobei nur nod^ 93ebingung ift, ba^ bie ®abe aaS bem ti^atfSd^lid^ Seftijf bed S)arbringerd 
ftaihmt), mar infolgebeffen bad frö^i(^ ÜRal^l gu 2>anl unb (S^ten ber ®ott^eit, „bad Cffen 



m nt^ ber aiefc|ic|ie beS oatefUmeniß^en ec|tifituiti. 

itnb Xrinleit oov bem Xngeftd^t ®otted", b. 1^. am l^ligtum, bie ^ouptf«^, fo tritt bogegoi 
in bet $nefikerfd^rift bie Sefi^entäu^entng in ben Sorbergrunb. S)ie alten SRol^Iopfer geüen 
i^ gleid^fam old Opfer jn^eiten ®rabd ; ald meit oid^tiger tinb mirlfamer erfd^einen bieSranb« 
opfer unb noc^ oor biefen bie @finb« unb Sc^ulbopfer. S>ad ^leifc^ ber (enteren ift „^^- 
ffMx%" unb barf nur oon ben ^rieflem an l^eiliger Stätte genoffen werben. Sie niUfot Unter« 
fc^bung biefer Opferarten ftammt oielleid^t f d^on aud älterer S^i ; einen fieberen Seleg für 
i^re (Srwäl^nung in ooresilifd^er Sni giebt ed iebod^ nid^t S)ad gro^ ®mx^i, bad auf fte 
ge(egt wirb, ift ein fpred^enbed 3^pid f^^ ben büfteren, oon tiefem Su^emft unb Sfi^ne» 
bebttrfniiS erfüllten S^arafter bed nad^esilifd^en Jtultud. 3)ie SEBertlegung auf einen regel- 
mäßigen, mit peinlid^ Seobod^tung bed Slituald audgefül^rten Opferbien^ prägt fu^ no<^ in 
einem anberen Umftanb aud. S)ie ooresilifd^ S^^ l^nt }mar täglid^e Opfer bed Aonigd 
(2 JUn. 16, 15), aber erft bei ^efeKel (45, 17. 22 u. a.) werben bie täglid^en unb bie ^- 
opf^ iH^^ f^ ^^ ®emeinbe bargebrad^t. gm $riefitergefe| aber (oergl. bie OpfertabeDe 
4 Dlof. 28. 29) ftnb bie offijieKen, b. 1^. bie oon ben $rieflem im 9tamen ber ©emeinbe bar» 
gebrod^ten Opfer in einer SBeife gefleigert, ba^ bagu jäl^Iid^ 113 junge Stiere, 1086 Sämmer, 
36 ffiibber unb 29 Södte, je mit Seigabe eined 6pei^ unb Xranlopferd oon genau befUmmtem 
3Ra|, erforberlid^ ftnb. 

aSie Slaum, 3^t unb Seft^ {tnb aber aud^ aOe ^^onen Sol^e geheiligt. 3)iefer oierte 
®runbgAanIe finbet feinen Su^brutf teiliS in ber altüberlieferten ^^igung aDer (Srftgeborenen, 
tetld in ber Auferlegung be« Aopfgeß)^ (nad^ 2 9Rof. 80, 18 ff. einer Steuer )ur Söfung ber 
^affine oerfaDenen ^^onen), teild enblic^ in ben Seftimmungen über ben Dienft ber ^riefter 
unb Seoiten. ^n ooregilifd^er 3eit waren prieflerlid^ Verrichtungen nid^t an einen bepimmten 
Stanb gebunben. geber {^ludoater {onnte unb pflegte )u opfern ; oon 2)aoib unb Solomo 
wirb unbebenflic^ aud^ bad berietet (2 Sam. 6, 18. 1 Jtön. 8, 55), ba| fie bad Soß fegneten. 
Ibex Seruf^priefter an ben Heiligtümern beburfte man oor aDem jur Sriangung oon Oraleln 
mittele be0 ^eiligen SofeS. Xber aud^ an ben größten Heiligtümern, wie bem )u ^mx^aUm, 
gab es nid^t einen „Hol^enpriefter" im Sinn ber $rieftorfd^rift, fonbem nur einen (unter Saoib 
unb Salomo jwei) Oberpriefter. Siefer ge^rt gu ben oberften Seamten bed ilonig^, l^at ft(| 
feinem Sefel^le {bilt ju fügen (2 Aön. 16, 10 ^.) unb lann wie irgenb ein anberer Seamter 
entlaffen werben (1 fton. 2, 26). 3)abei lehren SteDen wie fHx^ 17, 5. 2 Som. 8, 18. 
20, 26, ba| bod Ißrieflertum leinedwegd an bie XbfUtmmung oon Seoi gebfipft war, wemt^ 
fd^n nad^ Slid^i 17, 13 ber Seoit einem anberen $riefter oorgejogen würbe. 9Bie fobmrn 
burd^ bad Seuteronomium bad legitime $rie{lertum aDein auf S^^Iem befd^äntt, burd^ 
HefdKel Aap. 44 ber ®runb gur Unterfd^eibung oon ^rieftem (., Salinen 3abote") unb Seoiten 
(ben einfHgen {^^enprieflem) gelegt würbe, ^aben wir bereits S. 181 befprod^en. ^ ber 
^ßriefterfd^rift nun iß biefe ttnterfd^bung enbgiltig ool^en unb in ein wo^urd^bad^ted 
Syßem eingefügt ; in le|terem ftnb natürlid^ burc^aud bie nad^ilif d^en 3uftänbe ooraudgef e^t. 
gfolgenbed ^td) bie ®runbgüge biefed S^flemiS. 

2>er 3bee nod^ foDte gong S^ael ^riefterbienft tl^un. S)a aber bie bogu erforberlid^e 
boitifd^e Sleini^eit — obgefel^en oon anberen Sebingungen — unmöglid^ oon allen gewahrt 
werben tann, fo l^ot ga^we eine SteDoertretung georbnet in ®eflalt ber „Söl^ne Slarond", 
b. i. be«^ innerl^alb beftimmter ^milien erblid^ $rief}ertumiS. Sie 3urüd(fül^ng aller auf 
Xoron, refp. auf beffen Saline Sleafar unb Stl^mar, foQte offenbar eine Erweiterung bed 
jtreifed ber „Sd^ne 3abofö" ermoglid^en; aud ®rünben, bie für und nic^t burd^ftc^tig ftnb, 
mu^ bie Xnerfennung einiger Slid^tgoboKten unumgänglid^ gewefen fein. 2)iefe würben nun, 
wie bie 3^oIiten oon Sleafar, oon gtl^amar abgeleitet. SEBerben nun fd^on an bie gewöhn« 
lic^ $riefler in betreff i^rer leoitifd^ Steinigt ^ol^e Xnforberungen gefteDt, fo ooDenbS an 
i^ SpilK, ben (gleid^faDd erblid^) ^o^^tiefter. 3n feiner ^[Serfon finbet bie DarPellung 



K5ri( ber ©ef^ic^te M altteßamentUt^en Sc^rifttumd. 193 

bed tmeßerlid^en unb jugleid^ löniglid^en SSoRd il^en eigenften unb DoSenbetften Slu^brud. 
®o nomentl^ in ber übmeid^en S^mbolil feiner S(mtöIIeibung (2 SRof. 28, 2 ff.)* 9[uf bie 
foniglid^ Sßürbe beutet ber blaue unb rote Purpur, aud bem fein ®emanb befte^t, unb bad 
golbene S)iabem an feinem jlopffd^mudf ; auf bie DarßeKung bed priefter(icl^en SSoKs teite bie 
Sluffc^ bed S)iabemd („S^^e geJ^eUigt"), teil« bie 3iamm ber ixoblf Stämme, bie er in 
ebelfieine eingegraben auf bem Sd^ulterlleibe unb bem Sruftfd^ilbe trägt, äßenn eS nod^ 
eineiS Semeifed bd)ürfte, ba^ ber $o^epriefler burd^ alled bied ate ba$ fouoeräne ^aupt beg 
$rieflerftaated l^ingefteKt werben foOte, in einer SSeife, n»ie fte vor bem ®idl gegenüber einem 
töniglid^en Seamten niemanbem in ben @inn fommen fonnte unb aud^ ^efeliel nod^ nid^t in 
ben @inn gefommen x% fo mdre er burd^ 4 9Rofe 85, 25 geliefert. 9Rit bem S^obe be$ ^o^en^» 
prießerd erlifd^t bad Xnred^t bed Sluträd^erd. 2)ad ^eijlt: mit i^m enbigt eine (eftimmte 
^ßeriobe bed flaatlid^ SebeniS mie anbermartd mit bem Xobe bed ^^rflen. 

9Sie bie priefterlid^e, fo fliegt aud^ bie Xmtdbefugnid ber Seoiten (ebiglid^ oud ber ein 
für aUemal getroffenen gittlid^en Slnorbnung. 92ur irrt bie nod^ immer üblid^e Sluffaffung 
barin, bafi fie bie Seoiten, meil gleid^faKd (mie 9Rofe unb 3(aron) bem Stamme Seoi an» 
gel^drig, für fßriefler nieberen 9tanged l^ölt, gletd^fam für bie (reite 9aft9, auf ber ftd^ bad 
eigentlid^e ^rieftertum bis gur l^ol^priefterlid^en @pi^ erl^ebt. S(ber bied ift nid^t bie üRei« 
nung bed ^eßerlobec. 9lad^ i^ ftnb fte oielmel^r (4 3Rof. 8, 6. 8, 16 ff. u. a.) eine ®abe 
bed SBoRiS an bie $rie{ler jur Sebienung berfetben, ba^er nac^ 4 3Rof. 8, 9 ff. bei il^rer 9Beil^e 
gan} in ber 23eife eines fogenannten ,,9Bebeopferd" Sal^me (unb an feiner Statt ben ^rieftem) 
barjubringen« Snfolgebeffen oerrid^ten fte nun aDe bie nieberen S>ienfte am Heiligtum, bie 
eigentlid^ ha& SoR felbft ober genauer bie @rflgeborenen oerrid^ten foQten. S)iefer ®ebanle, 
ba^ eigentlid^ leber einjeCne Seoit olS SteKoertreter eines Srftgeborenen feinen SDienfit t^ut, 
finbet einen fpred^enben XuSbrudt 4tIRof. 8, 41 ff. pr bie 22273 Srftgeborenen ftnb nur 
22 000 Seoiten a(S SteSoertreter oorl^anben; 278 muffen fomit nod^ befonberS „gelöß'' 
merben. 2)ie Seoiten aber ftnb Iraft il^rer äßei^e befähigt, jmar nid^t im Heiligtum ju 
amtieren, mol^I aber, baSfelbe ju umgeben unb fo als eine 9lrt Sd^u^manb bie profane SRenge 
oor ber oemid^tenben {^eiligleit ^a^meS }u ftd^em (4 9Rof. 1, 58 u. a.). 

3iel^en mir nun auS aOebem, maS über bie ®runbibeen ber $riefterfd^rift unb beren 
ätuSfü^rung ju fagen mar, baS t^acit, fo lautet eS ol^ne SBiberrebe in Aürge alfo : 2)aS Sor« 
^anbenfein beS $rieftergefe^eS in ooresilifd^er 3^it Unnte nur behauptet merben unter ber 
gletd^jeitigen Xnna^me, ba^ lein SRenfd^, unb jmar aud^ nid^t bie geiftlid^en Seiter beS 93olIS, 
mie g. 83. bie ^riefler 3^^<^ unb ßefdiel, oon i^m gemußt i^oben. Sßöre nun fd^on bieS 
eine unge^euerlid^e Slnno^me, fo nid^t minber bie anbere, ba^ eine fo tief« unb fetnftnnige 
S^mbolif, eine folc^e erfd^opfenbe XuSfü^rung ber religiflfen ©runbgebanten ben Slnfang ber 
Aobifttationen gemad^t l^aben foDte, um bann bod^ günglid^ unbead^tet )u bleiben. SßaS in 
aDer SEBelt l^ätte bann bie Sö^e 3^boIS gu gerufalem bemegen foQen, nid^t lieber biefeS 
®efe^ etttgufül^ren anftatt beS fd^lid^ten prop^etifd^en ®efe^es im Urbeuteronomium ? Unb 
maS I^Stte ^efetiel beioegen foQen, mül^fam einen neuen (Srunb ju legen, menn baS gange ®e« 
bäube in ber mfinfd^enSmerteflen ®eflalt unb SbtSbel^nung bereits oorl^anben mar? Dagegen 
jleDt ftd^ uns aDeS in befter Drbnung unb mie felbftoerß&nblid^ bar, menn mir bie Aobifila« 
tionen in ber Sleil^enfolge Seuteronomium, ^efeliel 40—48, 4^ligfeitSgefe|, ^riefiterfobe^ 
entßonben benlen. S>iefer le^tere ^ot — menn aud^ nid^t, mie mir unten fe^en merben, in 
feiner )e(;tgen ®eftalt — burd^ @Sra offigieDe Geltung erlangt unb ift feitbem für JlultuS 
unb Seben unb bie gefamte ®efd(id^tSauffaffung ber Suben ma^gebenb geblieben; mar er 
bod^ in ber aOmä^Iid^en fd^riftlid^en SluSgeflaltung ber SebenSorbnungen für ^^xad baS 
letzte äSort. 

Stavi%\^, %UH Zefkament. 13 



294 ^^^B ber ©ef^i^te bed ameflamentlt^en e^rtfttumiS. 

%xt eine ^age tonnte nod^ aufgeworfen werben; unb jmar in Betreff eined ^ouptpunlteft, 
ber Stellung ber Seoiten. 3ta^ ^efeüel 44^ 10 ff. war bte SSerurteilung ber einf]Kgen^5^en« 
priefter )u bem nieberen S)ienft am Heiligtum eine oerbiente ©träfe ; nad^ bem ^riefterlobe^ 
ift ber ^ienft ber Seoiten traft göttlid^er Seftimmung ein (Sl^renamt, auf ba^ fte ftolj fein 
bürfen. 9Bie reimt ftd^ bad guf ammen ? 3)ie ®ef d^i^te ber nad^esilifd^en 3rit gieBt und bie 
äCntmort. S)ie Stid^tgaboliten waren fo wenig geneigt^ bie i^nen Don ^diel jugewiefene 
fRoUt }u üBemel^men, ba^ fid^ j. 9. unter ben 458 mit (S^xa 3urüdRe]^renben anfangiS nid^t 
ein einjiger Seoit Befanb unb nur burd^ (efonbere SRa^egeln @dra$ (8, 15 ff.) nod^ 38 gum 
äRitgie^en Bewogen würben. 9tud^ in ber @rgft^Iung von bem äCufftanb ber Aorad^iten^ bie 
ie^t in 4 SRof. 16 mit einem älteren Serid^t über einen poKtifd^en ätufftanb ber ShiBeniten 
oerfd^molgen ift, fpiegeln fid^ beutlid^ bie heftigen (nad^mate mit tiefem StiQfd^weigen Be« 
beäten) Jtämpfe aB, bie ber äBiberwiKe ber !Ric^t}abotiten gegen bie 9(rt il^rer Serwenbung 
Beim Aultud ^eroorrief . 3ta^ aSebem ift ed felBftoerftänblid^, ba^ bie ^rieftertreife wenigftend 
}u einer anberen SBegrünbung ber SteSung ber Seoiten genötigt waren. 

SBeld^en Umfang ber urfprönglid^e^ etwa um 500 in SaBpIonien oerfa^te ^riefterfobe; 
gehabt ^at, ift ftreitig. 3)od^ ^at man minbefteniS fel^r wa^rfd^einlid^ gemad^t, ba^ er ein 
Aultu^efe^ in ^orm einer (Sefd^ic^te ber (Sntfte^ung ber ^eiligen Orbnungen — wo^l 
fd^on mit @infd^Iu^ ber Sorgefc^id^te — enthielt; fo ba^ olfo bie audffi^Kd^eren 3;i^eorieen, 
wie bie fogenannte Dpfert^ora 3 9)lof. 1—7 (in ber übrigens felBfl wieber mehrere Sd^id^ten 
beutlid^ }u unterfd^eiben finb), gefd^weige wie 4 3Rof. 35 unb ^of* 21, erft einer jüngeren unb 
jüngften @d^id^t angehören lönnen. 

^a^ mit ber offigieDfen @infü^rung bed ^rieftergefe^ed Bio 444 gegögert würbe, erSärt 
fid^ wo^I aud^ nur au^ ber oben erwö^nten @d^wierigfeit ber fieoitenfrage. ©anj Befonberd 
Befremblid^ ift, ba^ @dra, ber bod^ nad^ ®dr. 7, 14 bad ®efe$ (Sottet Bereite 458 aud SaB^« 
lonien mitBrad^te, nod^ 14 gal^re mit ber SSeröffentlid^ung }ögerte. Offenbar fc^ien trft nac^ 
ber @infe$ung Ste^emiad old Statthalter ber geeignete 3^tpunft getommen. 3n bem ^od^» 
intereffanten urfunblid^en Serid^t über bie @infü^rung bed nmtn (Sefe^ed 3ltff. 8 — 10 wirb 
beutlic^ ein boppelted t>orau$gefe|t : erftlid^ (8, 1), ba^ baS ©efe^Bud^ Bid^er nur non @^xa 
perwa^rt, olfo t>on i^m au^ 9aB9b)nien mitgeBrad^t war. S^Aieni^ ba^ ber gni^alt bem 
SSoIIe Bid ba^in burd^aud unBefannt war. @o mu^ gu ber neuen 9lrt, bad SauB^üttenfeft ju 
feiern, nad^ 8, 14 ff. erft burd^ öffentlid^e Sudrufer aufgeforbert werben. Slud biefer ©teQe 
mit i^rer audbrüdtlid^en ^Berufung auf 3 9Rof. 23, 40 lernen wir gugleid^, ba^ bad ®efe^Bud^ 
@drad mdf Seftanbteik bed ^eiligleitdgefe^ed enthielt. Sa^ ed onbererfeitd nid^t mit ber 
gangen je^igen ^riefterfd^rift ibentifd^ gewefen fein lann, ergieBt fid^ baraud, ba^ SiSra nid^t 
in einem Sltl^em fo heterogene Seftimmungen treffen tonnte, wie fie fid^ in ben oerfd^iä>enen 
6d^id^ten bed $rieftertobe£ finben (oergL g. S3. 4 SRof . 4, 3 mit 8, 24 ; 2 9Rof . 29, 7 unb 

3 aRof. 8, 12. 21, 10, nad^ weld^en Stellen nur 9(aron gefalBt wirb, mit 2 üRof. 28, 42 unb 

4 9Rof. 3, 3 ; @dr. 9, 4 fd^eint nod^ immer oorau^gefe^t, ba^ aBenbd nur ein Spei^pfer gu 
Bringen ift, wäl^renb 2 3Rof. 29, 41 u. a. ein 2amm geforbert wirb). SoUenbd unmöglich ift 
nad^ aSebem bie früher ^errfd^enbe Snna^me, ba^ baiS @efe|Bud^ (Sixai ber gange je^ige 
$entateud^ gewefen fei. S)agegen ift ed burd^auiS oerftänblic^, ba^ man, nac^bem ein priefter« 
[id^ed (Sefe^Buc^ im ®eifte ^efetield Bereite einige ^a^i^e^nte in Geltung gefianben l^otte, 
nun noc^mald $anb anlegte, aOed SSorl^anbene gu einem großen Aorpud gu oereinigen. 
^aBei Begnügte man ftd^ jebod^ nid^t bamit, bad ®efe$Bud^ @$rad mit JED (f. o. @. 182) 
gu oerfd^melgen. äSielmel^r würben ]e$t aQe bie Aobifitationen mit aufgenommen, bie teitö atö 
Seitenftüdte gu früher aufgenommenen 9lBfd^nitten (fo g. 33. 2 9Rof. 35^40 neBen Stap, 25 
Bid 31), teild gum Se^ufe weiterer ätudfül^rung ber ©runbgebanten oor unb nad^ @dra in ben 



Sbci( ber ®ef4i(|te bed aliieflamenta^en S^rifttumd. 195 

$rie|iechetfen entftanben roattn *. Sobei (e^anbelte ber Stebahor bad altere Jtorpud (JED) 
im allgemeinen mit großer ©d^onung. @r Ue^ ben äBortlaut bedfelBen oud^ ba Befleißen, wo 
er bem gefd^id^tlid^en Sendet nnb ben X^eorieen ber $rte{iterfd^rift miberfpra4 9Ran überlief 
ed fortan ben Sd^riftgelel^rten, bie 6(|mierigleiten ju lieben, bie burd^ bie äSerfd^melgung fo 
mannigfaltiger unb bod^ gleid^mä^ig aü lanonifd^ geltenber Xeile entftel^en mußten. Slnber« 
märt« (fo j. 9. in ber @intf[ut«gefd^i(^te 1 9Rof. 6 ff.) mürbe ber 9(nfto^ bur^ gefc^idte Ser« 
fied^tung ber oerfd^iebenen Sendete gehoben. 92ur feiten fd^eint ber Stebattor )um legten 
9Rittel, ber äludlaffung abmeid^enber Sendete, gegriffen )u l^aben. Sid^er ift bied j. 9. 2 SRof. 
38, 6 ber gfaO, mo ber Sendet oon JE über bie Anfertigung beS Dffenbarung^elted inmitten 
ber beiben großen $eri{open ber $rieflerfd^rift, bie bemfelben ®egenftanbe gemibmet maren, 
unmöglich beibel^alten merben fonnte. ^n meld^er Sßeife aber baiS enblid^ abgefd^Ioffene 
Aorpud — mo^( nod^ oor Slblauf bed fünften Sal^r^unbertd — ffir fanonifd^ unb nad^ aSen 
feinen 2;eilen ma^gebenb ertlärt mürbe, bad entgie^t ftd^ abermald gönjHd^ unferem SBiffen. 
9lur bad ift jmeifellod, ba^ fid^ bie Aanonifierung gundd^ft nur auf ben $entateud^, mit äluiS« 
fd^Iu^ beg Sud^eS Sofua, erftretfte, obfc^on aud^ in bief em bie SSerfd^meljung oon P mit JED 
gleid^jeitig mit ber @d^Iu^ebaItion ber fünf 9ü(^r 9Rofe erfolgt fein mu^. 9[ber bie Samari« 
taner lernten afö ^eiliged 8ud^ nur ben ^tateud^ ; alfo mu^ gu ber S6i, too fte biefen oon 
ben Suben übernahmen, bad Sud^ gofua bereite abgetrennt gemefen fein. Siefe Abtrennung 
fte^t aber mo^I in ^ufammenl^ang mit einer legten Überarbeitung ber ®efd^id^tdbüd^er oon 
3ofua bis 2 fiSnige Aap. 25. SDabei ift — gang nrie im ^entateud^ — ber SBortlaut ber 
beuteronomifKfc^en Stebaltion (f. o. @. 182 f.) fa^ überaO unangetaftet geblieben. 2)er Stebahor 
(im Sud^e ^o^ua, bem S3uc^e ber Slic^ter unb ben €amueIiiSbü^em oon und mit B bqeid^net) 
begnügte fid^ im allgemeinen mit ber Sinfd^iebung eingelner SSerfe. @o in Slid^t. 3, 1-^8. 
6, 7 ff. ; feiten in ben Samuelidbfid^em (bod^ oergIei($e bie überaud c^arafteriftifd^en Seifpiele 
1 &am, 6, 15 unb 2 &am. 15, 24). Z)iefe ^ut^aten enthalten teild religtöfe Urteile, teifö 
(^onologifd^e Angaben ober erläutembe Semertungen, BiSmeilen aud^ einen Audgleid^ oon 
äBiberfprüd^en in ben oerfd^iebenen Sd^id^ten. Z)oc$ f el^lt ed aud^ nic^t gang an felbftänbigen 
Sntl^aten, bie entmeber bem SSoItemunb (fo mo^l 1 @am. 19, 18 ff.) ober jüngeren, erbau» 
liefen @d^riften entlehnt fein bürften. 3^ ben Seifpielen ber le^teren Art gel^ort au^er 
1 @am. 16 namentlid^ aud^ bie Umarbeitung einer älteren Sorlage in Siic^t. 20 f. im ©eifte 
ber $riefterf(^ft. 3n ben Aonigdbüd^em ftnb bie ^ut^aten bed ober ber legten Siebahoren 
(mie bie ber beuteronomiftifd^en Slebaltion) mit Z begei^net. Sie ftnb unoerlennBar in gfäQen 
mie I, 8, 4^ aber nid^t minber aud^ in Abfc^nitten, mie 1, 12, 21 ff. unb 33 ff. (oergl. n, 
23, 16 ff.) ober n, 1, 9 ff., bie burd^aud ben S^aralter beS SRibrafd^ (f. u. bei ber Sl^ronil) 
an ftd^ tragen. 

Z)<id gro^e, burd^ bie bidl^er befprod^enen Semü jungen entftanbene SBerl fteOte ben ®e« 
fc^id^tdoerlauf oon Anfang ber SBelt bid gur Befreiung ^ojad^ind (561 o. 61^r.) bar. @d 
mangelte fomit nod^ an einem Serie, bad über bie SEBieberaufrid^tung bed jübifd^en Staate 
unb namentlid^ aud) über bie Sieformen d^xa^ unb 3lt^emxa^ auf ©runb bed priefterlid^en 
@efe$bu^ Audlunft gab. S>iefem Sebürfnid mürbe im Saufe bed fünften gal^r^unbertiS burd^ 
oerfd^iebene @onberfd^riften genügt, bie und gum S^eil nod^ in ben Sudlern @dra unb Sle^emia 
erhalten ftnb. 3)ie le^teren ftammen jebod^ in i^rer je^igen @eftalt oon ber ^anb bed Sl^ro« 
niften unb bilbeten urfprünglid^ mit ben beiben ,,93ücl^em ber Sl^ronit'' ein ®anged. Unb 
gmar ^at ber S^ronift l^öd^ftma^rfd^einlid^ guerft bie Sudler 6dra unb 9{e^emia rebigiert unb 



* 3u ben etft oom legten Siebaftor ^errü^renben Stac^trttgen gehört toa^rfc^einltc^ au^ bad 
merhofirbige 5tapitel 1 9Rof. 14, loelc^ed einem SRtbrafc^ über bie ^atriar^engefc^tc^te entnomtnen 

iu fein fc^eint. 

13* 



196 ^^^^ ^ ®ef4i4te bed alttefiamentlic^en e^rifttumS. 

erft bann aud^ bie ältere ®efc^ic^te einer 9leubear6eitung unterjogen. 60 entftanb ein SBerl, 
bad fortlaufenb bie gonje (Sefd^id^te oon Slbam BiiS jum jmeiten Xufentl^alt Sle^emiad 432 
borfteate. gfür biefe Slei^folge, S^nil — @dra — 92e^ta, fprid^t m^ ie|t ber Umßanb, 
ba| ber ©d^Iu^ ber S^ronil, ber mitten im Sa^e ahbu^i, im Eingang be9 @8rafot(^ n)id)er* 
aufgenommen unb DerooHflänbigt mirb. Sie jje^ige Stei^folge ift tooffi fo ju erKaren, ba^ 
@$ra unb Sle^emia (nad^ benen junäd^fi allein ein Sebfirfnid oorlag) bereite in ben britten 
Seil bed Aanon aufgenommen maren, aü man fid^ entfd^lo^, aud^ ber S^ronil f elbf} nod( einen 
$I<^4 ju gönnen. 

3n meld^em Seifte ber Sl^ronift bie il^m oorKegenben QueOen rebigiert, refp. feI6fl ®e« 
fd^id^te gefd^rieben ^at, mirb meiter unten gu erörtern fein. SSBenben mir uniS junod^ft ju ben 
©onberqueQen, aud benen ber Sl^ronift in ben 9üc^em Sdra unb Slei^emia * gef d^öpfi ^at. 
@d finb bied, abgefel^en oon mehreren einzelnen Urbinben, eine oramäifd^e DueSenfd^rift aud 
ber 3Ritte bed fünften ^a^rl^nbertd (Qa in Sdra 4—6), fomie bie eigenen 2)entoürbigleiten 
@dra$ unb SVel^emiad (E unb N). 3n betreff aOfer biefer DueDen ift gu Bemerfen, baji fie ber 
S^ronift (refp. bie SSorlage beSfelben, f. u.) offenbar nid^t immer nad^ il^rem äBortlaut, fonbem 
me^ ober meniger überarbeitet mitteilt, ba^er in ben Stanbbud^aben gmifc^ Q, Qa, E, N 
einerfeitd unb q, qa, e, n anberfeitd unterfd^i^en werben mu^te. @o unterliegt gleid^ in bem 
Sbilt bed Sprud bie SBqeid^nung Sa^med ald beiS ®otted bed ^immeld (Sdr. 1, 2) fd^meren 
Sebenlen. SDadfelbe gilt von gemiffen äBenbungen in ben SSriefen bed Xl^atnai, SDoriud unb 
älrtaser^ed I. Aap. 5, 7 ff. 6, 7 ff. unb 7, 12 ff. S)aiS urfombKd^e äSergeid^ni« ber mit @eru« 
bobel unb Sofua 3ttrüdtgele^rten ftammt nad^ 3teff. 7, 5 aud ben S)enfmürbigleiten 9le^emiad. 
2)a^ ed ber S^ronift oon bort^er (ober noc^ ma^d^einlid^er auiS einem ©efd^id^tdmerl, in 
mtld^ed 3ld). 7 ff. aufgenommen mar) entlehnt ^at, gel^t barau^ ^eroor, ba^ @dra 3, 1 nod^ 
mit 9lel^. 7, 73^ fortgefahren mirb, mdä^ex ^alboerd eigentlid^ ben Eingang oon Aap. 8 bilbet. 
S)ie aramäif d^e DueOenf c^rif t in@dra 4, 8—6, 18 unb 7, 12—26 geigt ftd^ mo^I unterrid^tet; 
bod^ ift 4, 6—23 00m S^roniften irrtümlid^ gu frül^ eingereil^t (oergl. bie erfle 9lote gu 
@. 910 ber Überfe^ung). t^^oglid^ ift, ob bie je^ige ©eftalt einiger Urbmben in biefer Due&en« 
fc^ft (f. 0.) fd^on auf Slec^nung bed aramäifd^en SdSiriftfteSerd ober erft auf bie bed (Sffto^ 
niften gu fe^en ifL 

äBäl^renb fic^ ber erfte Seil bed SiSrabud^ed mit ben Sreigniffen oon 588—516 befd^äftigt, 
berid^ten Aap. 7 — 12 über bie ^eimle^ Qiva^ unb einer gmeiten Sd^ar oon Ssulanten im 
3a^re 458, faft burd^meg nad^ ben eigenen SDenImürbigfeiten @draS. 2)iefe ermeifen ftd^ be» 
fonberd ba, mo fie im SBortlaut oorliegen (Sdra 7, 27—84. Aap« 9) aü eine oorgüglid^ 
DueDe ; bod^ ftnb aud^ oon ben Xbfd^nitten, bie burd^ bie {^anb bed Sl^roniften ober feined 
©emöl^r^manned gegangen fmb, einige (fo namentlid^ @dra 10 unb 3ltff. 8—10) oon größter 
iffiid^tigleit. SaiSfelbe gilt oon allen Steilen ber Senfmürbigleiten !Rel^emiad, bed 9Runb^ 
fd^enten 9lrta|ersed I., ber 445 ald löniglid^er Statthalter nac^ ^erufalem lam unb bie fd^mer 
gefa^rbete @tabt burc^ ben rafd^en SEßieberaufbau ber SRauem oor weiteren Angriffen ber 
feinblid^en Slad^bam ßd^erte. 2)iefer ,,9erid^t Sle^emiad, bed @ol^ned ^alaljaiS", liegt und 
3ld^. 1, 1—7, 5. 11, 1. 2. 12, 31 f. 37—40 über feinen erfken aufcnt^olt (445—433), 
13, 4—31 über ben gmeiten (432) im äBortlaut oor unb feffelt in l^ol^em ®rabe burd^ bie 
anfpruc^iSlofe, guoerlöfftge S)arfteDfung ber (Sreigniffe, mie überl^aupt ald Senimal einer energi« 



* 9lu(^ na(^ ber S^rennung oon ber (S^ronif tourben dixa unb 9le(emia oon ben Suben (fo 
oon Sofep^ud c. Apion. 1, 8 unb im 2:almub) ald ein 8uc6 gegft^U, oon Drigened unb in ber lateu 
nifc^en SdxM ald &xa I unb II. 2)age0en ja^It bie griec^ifd^e fßihü ein opofrpp^ed grie^ifd^ed, 
oud bem leiten Sa^r^unbert 0. <S(r. fiammenbed (in ber (ateinifc^n fbxM ald (Sdra III gegft^lted) 
8u(^ a(d (Sdra I. ^od fogenonnte oierte @dra5u(^ ift ein faft nur in Ü^erfetungen erhaltenes Xpo- 
fr9p§on wa^rfc^einlic^ aud ber 3eit ^omitianS. 



SIbriB ber ©ef^i^te ht» altteftamentlic^en ec^rifitumS. 197 

fd^en unb bobei butd^ unb butd} tpol^t^aftigen unb frommen ^erfonlid^Ieit. älud berfelben 
DueOe ift o^ne 3n>^M <^^ l^f ^ff* entnommen, eine Sifte aud ber ^^t @eruBa6efö, bie 
fc^n @malb ald bie urfprüngliii^e 3^ottfe|ung ju 7, 73^ er!annte. S)ageg*en bürfte ba$ ur^^ 
lunblid^e SSevseid^ntd in Jtap. 12 aud bem SB. 23 ermähnten ,,9ud^e bet 3eitgef d^id^te'' flammen, 
einer Q^xonit, bie bid auf go^anon, ben @ol^n (nad^ 93. 22 : ®nlel) ßljaftbd, a(fo etma big 
}um ®nbe beiS fünften gal^^unbertd reichte. Ob ber S^ronift (b. f). ber Stebaftor unferer 
Sudler @dra unb Stel^emia) biefer DueHe aud^ ben 93erid^t @$rad in 9le^. 8—10 ober über- 
l^aupt bie Su^fige aud ben Denfmürbigfeiten @^ra$ unb Ste^emiad entnahm, mu^ ba^in ge« 
fteKt bleiben. 

Sefd^änlte ftd^ bisher bie X^ätigleit beS ß^roniften, jumal im 93uc^e Ste^emia, nur auf 
einje(ne 3ufä|e ober unmefentlid^e @ingriffe, fo tritt er bagegen in ber S^ronif * felbft in gong 
anberem Sinne ate SSerf affer auf. 3"^ ^^^ 3^ril (1/ 1—9) mirb bie ©efd^id^te bi« auf 3)aoib 
burd^oud in ®efta(t oon Stammbäumen oorgefül^rt. 2)er jmeite Xeil (1, 10—30) bel^anbelt 
bie @efd^id^te S)aoib«, ber britte (II, 1—9) bie @efd^id^te @a[omod, ber oierte enb[i($ (II, 
10—36, 21) bie OSefc^id^te 3uba^ feit ber Sieid^^fpaltung bid jum babpbnifd^en @ci(. Über 
ben Sd^btji (36, 22 f.), ber erft @dra 1, 3 oerooDfftönbigt mirb, oergl. oben ©. 196. 

S>ie S^ronil miD in SBa^i^eit nid^t eine ©efd^id^te S^raetö, fonbem nur eine fold^e ber 
baoibifd^en D^naftie mit befonberer SerttdFftd^tigung be€ Xempelfultd geben. 3)er @tanbpunft 
ifl ber bed fhtngften Seoiti^mud in einer ©eftalt, n>ie fte ftd^ erft nac^ längerer ^errfd^aft be^ 
^rieftergefe^ed ^erauSbilben fonnte. 2)a^ ber SSerfaffer fe(bft gu ben Seoiten unb jmar ju ben 
S^empelfängem ober «SRufifem jä^lte, mirb burd^ bie auffäDige $eroor^ebung ber le|teren 
}meifeIlo^. 2)ie 9lrt, mie ber Sl^ronift bie alte ©efd^id^te im ©eifte be^ Seoitidmud umformt, 
tritt und befonberd ba überaud d^arafteriftifd^ entgegen, mo mir feine 3)arfteIIung auS ber oon 
il^m benuften SSorlage in ben Sudlern Samuelid ober ber Jlönige genau fontroSieren lönnen. 
Da fpringt und oor allem bie med^anifd^ S)urd^fül^rung bed ®runbf a^ed in bie Slugen : aDe 
Serfc^ulbung jiel^t balbige 9(^nbung nad^ fid^ unb aSed 9Ri^gefd^id( ift Strafe für Sßerfd^ul» 
bung. SRan oergl. 1, 10, 13 f. H, 12, 1 f. 16, 12 (im Sufammenl^ong mit SB. 7 ff.); 19, 
2 ff. (ate Urteil über 18, 2 ff); 20, 35 ff. (in bire!tem ffiiberfpruc^ mit 1 ftön. 22, 49 f.) ; 
24, 2 (gegen 2 Jtön. 12, 3) unb 24, 17 ff. ate Urfad^e bed S. 23 ff. berid^teten ÜRi^gef c^idd ; 
femer 25, 14 ff. unb 21 ff. ; 26, 16 ff. ; 33, 11 ff. (mo bie Sünben ÜRanaffed gebü^renb ge« 
fttaft, gugleid^ aber bie 55jftl^rige 3)auer feiner ^Regierung burd^ feine Sefel^rung erflärt merben 
foO)- 9tad^ 35, 21 ff. fiel Softa, meil er bem äBorte ®otted nid^t ge^ord^t ^atte, bad burd^ 
ben $^arao SVed^o an t^n ergangen mar. 

Umgele^rt fe|t jmeifellofed ®Iüd eine maIe((ofe ^^^römmigteit ooraud. Salier berid^tet 
ber e^ronifl nic^td über bad Seben S)aoibd ate Sanbenfül^rer ober ate SafaU ber $^ilifter, 
nid^td über feinen @^ebrud^ unb ben Urial^anbel, nid^td über bie traurigen SSorgönge in ber 
Familie 3)aoibd, nid^td über bie 9lrt ber 21^ronbefteigung Salomod, oon ber und 1 Jtön. 1 
berichtet Sad oSt^ l^ängt aSerbingd gugleid^ mit bem Seftreben juf ammen, Daoib, ben eigent« 
lid^en Url^eber bed 3^empelbaud, mit einer 9lrt oon $eiligenfd^ein ju umgeben, ytux bie SJoIfd« 
jä^Iung mirb I, 21, 1 ate eine SBerfd^uIbung anerlannt, ju ber i^n ber Satan angereiht f)abt. 
S)iefe Srjäl^Iung mar nid^t gu entbel^ren, meil bie SBeil^e bed nad^maligen 2;empelp(a$ed burd^ 
Saoib mit il^r oer!nüpft mar. Denn Daoib, nid^t bem ©o^enbiener Salomo (obmo^I oon 
bem (Sd^enbienft felbft ni($td berid^tet mirb), foSte aUz^ jugefd^rieben merben, mai jur SSor- 
bereitung bed S^empelbaud unb ber jtultudorbnungen erforberlid^ mar. 9Iid^t meniger ate 



* liefen SRamcn §ai fiut^cr oon ^icrongmud („chronicon totius historiae divinae") über* 
nomtnen. 3n ber grte^tfc^en 8tbel ^ei(i baS 9Berf (benn bie @§ront! bilbete urfprüngHd^ nur ein 
)Bu(^) paraleipomena, b. §. [in ben früheren 8ü(^ern] Übergangened, bei ben Suben g^xt^t^^x^ie" 



198 ^^^i ^ ®ef4i4te bed alttef^amenUt^en ®4rtfttum9. 

fieben Aopitd (1, 22—26. 28 f.) futb bem Setid^t Ober bte Xnfammlung oon Saumoteriolteit 
(bonmter allein ®oü unb ©über im Seirage oon faß neun SRiOiotben 3Rad) iinb bie fonfUgen 
Snorbnungen SaoibiS gemibmet Sogar bad SRobell ju bem 3^empel nnb aOen XempelgerSien 
mirb @aIomo oon 2>aoib übergeben, f amt einer fd^rifttid^en Snioeifung oon ber ^nb ^a^meS. 

2>er med^anifd^en Xnfd^auung, nad^ weld^er bad (SKüd unb bie ^ad^ ber Jlönige in 
genauem Serl^ältnid ßel^en mu^ ju bem ®rab il^rer gfrömmigleit, entfpred^en aud^ bie Xn« 
gaben über bie S<^^1 xfycet Jtrieger. 2>ie frdmmften Äünige oerffigen über bie grö^ ^eere. 
@o ^at S)aoib über IV2 SRittion ftrieger, gofap^at über eine atiOion, Xfa 580000, Xbia 
400 000 (gegen 800 000 S^aeKten, oon benen bann Vi 3RUIion im Streite fallt), Ufia 
307 500, älmajia 800 000, Sle^abeom nur 180 000. 3n äBal^rJ^eit bienen übrigen^ biefe 
^eere eigentlid^ nid^t ium Jtämpfen, f onbem l^öd^fteniS ivan Serf o(gen ; oergl. bie brafUf d^ 
Seifpiele n, 18, 13 ff. 14, 8 ff. unb 20, 1 ff. SCnbemfaSiS mdre einer ber oome^mfien ®runb« 
fft|e t^eolratifd^er ©eftnnung oerle^t, ba^ namßd^ iebed Vertrauen auf äBoffen ober fonfKge 
äußere ÜRittel anftatt aKein auf ba^ unmittelbare Singreifen Sa^med fd^Ied^tl^in fünblid^ i^. 
33on gang befonberem gntereffe ift baiS le^termo^nte Seifpiel (TL, 20), eine ooKßftnbige Um« 
bilbung oon 2 Aon. 3 im ®eifte bed fogenannten üRibrafd^ (oergl. bie jmeite 9tote }u @. 984 
ber fiberfe^ung). äCngefid^tiS ber Sorlage oerflel^t ed ftd^ oon felbft, ba^ ein berartiger 3tibrafd^ 
unmoglid^ ben Xnfprud^ erl^eben lonn, aliS gefd^id^tßd^er 9erid^t ju gelten, mag aud^ bie Soßd« 
anfd^auung (unb mit i^r mol^I aud^ ber S^ronift felbft) frül^jeitig beibe^ oermifd^t ^aben. 

Xfö gang felbftoerfkänblid^ gilt femer bem S^roniftot, ba^ baiS priefterlid^ ®efe| (ald 
®efe$ üRof ed !) oon Xnf ang an in ®eltung geffcanben l^abe unb bal^er afö Sta^fiab ber 9e« 
urteilung aller Sorgeinge gu betrad^ten fei. 9Bo fid^ bie Xl^atfod^en ben 9(nforberungen bed 
^rieftedobes nid^t fügen moKen, merben fte entmeber befeitigt ober — unb gmar oft in fe^r 
lü^ner SBeife — gured^tgefteKt. 2>ie^ mar befonberd ba nötig, mo bie Sorred^te ber $rie{ier 
vaü Seoiten in Setrad^t lamen, gumal nad^ bem früher 2)argelegten bie oore^ilifd^e 3rit oon 
einer Unterfd^eibung beiber nod^ nid^tiS mu^te; oergl. bagu: I, 6, 18 ff. (gegen 1 @am. 1, 1); 
15, 2. 15. 18, 17 (gegen 2 @am. 8, 18); n, 6, 18 (gegen bie S. 12 citierte Vorlage 1 Jtdn. 
8, 22 !) ; 11, 18 f. ; 13, 9 ff. unb gong befonberd ü, 23 unb 24, 4 ff. (gegen 2 Jtön. 11 f.). 
S)iefer SorauSfe^ung oon ber ^errfc^aft bed $rieflergefe|;ed entfprid^t ed aud^, ba^ nid^t blo^ 
^idlia, fonbem aud^ anbere fromme A5nige (fo Xfa unb Sofapl^at) ben ^öl^enbienfi (ber bem 
Sl^oniften ebenfo mie ber idraelitifd^ @tierbienß hn^meg aü ^o^enbienfl gilt) abgefd^afft 
l^aben. Sofia aber ^at nid^t erft in feinem 18. gal^r, fonbem bereitiS in feinem 12. ^cSft 
(b. ^. fobalb er gro^jSl^rig mar!) bie Aultudreform oorgenommen. 2>agu miS freilid^ ber (cM 
2 jton. 22 aufgenommene) Serid^t n, 34, 8 ff. nid^t {Kmmm. 2>od^ l^at ber S^ronifl 
menigftenS infofem nad^ge^olfen, ba^ er @ap^an 93. 18 (gegen 2 A5n. 22, 10) „aud" bem 
©efe^bud^e oorlefen lä^t. 2>enn biefe« ®efe|bud^ ift für ben S^roniftm ibentifd^ mit bem 
gangen ^entateud^, unb biefen lonnte @ap^an alerbingd nid^t in einem Xt^em oorlefen. 

3ta^ aKebem lonn ed nid^t SBunber nel^men, mmn man über bie ®laubmürbig{eit ber 
Sl^ronil als @ef d^id^tdqueUe f d^on fel^r l^arte Urteile gefällt, ja gerobegu aKed über bie Siteren 
®efd^id^tdbü(§er ^inaudge^enbe für erfunben erllSrt ^at. üRe^r mirb man febod^ bem Z^at* 
beßanb geredet, menn man anerfennt : ^tli(§, ba^ ber S^onift einm Zeil feine« Stoffe« mirl« 
lid^ au« ben fo reid^lid^ oon i^m citierten OueEm entnommen l^at^ unb gmeiten«, ba| fid^ 
unter biefem Stoff noc^ allerlei bead^ten«merte , ja unanfed^tbare überliefemngm erhalten 
l^aben. 9Ba« ben erftgenannten $unlt betrifft, fo ifi aSerbing« rid^tig, ba^ tenbengidfe 9e* 
rid^te baburd^ nic^t glaubhafter merbm, ba^ fte irgenbmeld^er Vorlage entnommm ftnb. 
Smmer^in ift e« nod^ etma« anbere«, menn berS^ronifl in gutem ©lauben au« feinen Vorlagen 
aufnahm, ma« feiner unb feiner Umgebung S)enl« unb 9td)emeife auf ba« Sefte entfprad^, al« 



«bnt her Otefc^i^te bed ottteftamentli^en e^tifttumS. 199 

loenn er feKft Sendete etf unben unb {td^ baBei gut ^eroomtfung eined falfd^en Sd^ned 
ouf angeblid^e Duellen berufen l^otte. 

S)aBei I&|t übrigeni^ ber Sl^aratter bed @toffd ein ai^^ ftd^ered Urteil über ben 
naiveren (S^orolter ber vom @l§rmii{len angeffil^rten CUteOen ju. 9Cm ^Suftgflen »irb bod Sud^ 
ber Aonige von 3uba unb gdrael (ober: ber JUnige von ^drael unb ^uba; aud^ abgdüi^t: 
ber ftdnige oon gSrael ober ,,®efd^id^te ber jldnige oon ^^xad"), jule^t bei ^ojalim^ citiert. 
3)iefed SBerl lann nid^t ibentifd^ fein mit unferen Sudlern ber JUnige, mo^I aber mit bem 
n, 24^ 27 (oergl. aud^ n, 13, 22) nac^ feinem oolftänbigeren Xitel angeführten „ÜRibrafd^ 
)um Suc^e ber Adnige'\ alfo einem @ammelmer{, in melc^em (mo^l erft in nad^e^ilifd^er 
3eit) ber Stoff unferer Samuelid« unb JtönigiSbüc^er^ gum Xdl oiellei^t au(§ @toffe aud bem 
fogenomtten „gro|en Jtönigdbud^" (f. o. @. 170) gum Smed ber Srbouung umgeftaltet moren. 
9tid^t minber mol^rfd^einKd^ ift ferner^ ba^ bie reid^Iic^ citierten ®inge[fd^rifi«n (I, 27, 24. 
29, 29. n, 9, 29. 12, 15. 18, 22. 88, 19) ou^ etma ber Siograp^ie Uftad oon Sefaja 
(n, 26, 22) nur Seftonbteile jened großen Stibrafc^merled gemefen fmb, gumal bie n, 20, 84 
angefül^rte @d^ft audbrfidlid^ aü „in bad Sud^ ber jtdnige Sdraeld eingerüdt'' begeic^net 
mirb. 3n a^nlid^er 3Beife mirb 82, 82 auf ^ef. 86—89 unb 2 fton. 18—20 oenoiefen. 

Sieben bem mibrafd^^ortigen @toffe finbet ftc^ iebo(§ caid^ nod^ einiget onbenoärtiS nid^t 
erhaltene, urbmUic^e ^Rateriol (fo namentlid^ in ben ©enealogieen Stop. 1 — 9), bad ber 
G^rnjl cM guter gefc^ic^tlid^er Überlieferung gefd^opft ^aben lann. Sie Sntfd^eibung über 
ben tl^atfäd^lit^en äBert biefer Slotigen mu| in tebem eingelnen gfalle ber tritifd^en @noägung 
vorbehalten bleiben. Seiber ifi ber 2^e£t ber S^ronil (obfd^on in eingelnen Rollen beffer er« 
polten, ald ber feiner Sorlagen) im allgemeinen in einem fel^ oenoa^rloften 3uftanbe. 

SBad enblid^* bie 9(bfaffungdgeit ber S^ronil (famt >en tej^igen Sudlern Sdra unb 
Sle^ia ; f. o. @. 195) betrifft, fo mürbe fd^on I, 29, 7, mo für bie 3eit Daoibd nad^ perft« 
fd^ Daritoi gered^net mirb^ auf eine fe^r fpftte 3^t fül^ren. (Sin fold^er Slnad^ronidmud mar 
bod^ nur möglich, menn jene SRünge feit unbenflid^en 3^ten umlief. Sbenfo fü^rt bie Segeid^« 
nung bed S>ariud Sobomannud att „2>ariufS ber $erfer'' (9le^. 12, 22) in bie gried^ifd^e 3cit 
^erab. 3)agu {ümmt, ba| ber 9le^. 12, 22 enoäl^nte {^ol^enpriefter ^^bbua nac^ Sofep^ud 
(ällteri 11, 7, 8) nod^ unter Stleconber b. ®r. amtierte. Ob man noc^ weiter l^erab (nad^ 
ftuenen fogar bis ind lej^te Viertel bed britten ^a^rl^unbertd) gu ge^en ^abe, l^ängt namentlid^ 
oon ber Xestfritil gu 1 S^r. 8, 19 ff. ab. $aOd ber urfprünglic^e Xtjst l^ier mirKic^ nod^ 
11 Generationen nad^ @erubabel lonnte, märe ber (S^ronifl frül^effcend um 250 o. S§r. angu^ 
fe|en. Sine anbere 2>eutung oon 1 Sl^r. 8, 19 ff. finbet jeboc^ bort nur 6 — 7 ©lieber nad^ 
Serubabel ermahnt, unb bied fü^rt gu ber SCnfe^ung oon 6dra'9le^emia«6^roniI um 300 
0. (Sfyc, 

2)ie legten (Si^eugniffe ber ^ebräifd^en ©efc^id^t^fc^reibung, beren mir nod^ gu gebenlen 
l^aben, fpiegeln nod^ einmal bie beiben großen äüd^tungen bed ^ebröifd^en Sd^fttumd mieber, 
bad Süd^lein Shitl^ bie propl^etifd^e, bad 9ud^ (Sß^er bie fpqifif(§ ]übif((4eoitifd^e. 

2>ad Sud^ Shtt^, oon einem ®oetl^e atö ,,bad lieblid^fte Ileine ®ange'' begeid^net, ,,bad 
und epifd^ unb ib^Qifc^ überliefert morben x\t'\ lann nad^ oerfd^iebenen Spuren erft in na(§« 
esilif d^ S^i entflanben fein. Xbgefe^ oon gemiffen fprac^lic^en Jtenngeic^en bed perftfd^ 
3ettalterd, bie ftd^ gmar nid^t in ber Srgd^lung, mo^l aber in ben fHAm ber l^anbelnben ^« 
fönen finben, le^rt befonberd bie ©teQe 4, 7, ba^ feit 5. SRofe 25, 9 eine geraume 3sit oer< 
floffen fein mu| ; benn ber Srgä^ler mu| ald einen ,,oor 3riten" in gdrael geübten Sraud^ 
erOftren, mad im 2)euteronom offenbar nod^ ald aSbelannt oorauiSgefe^t mirb. S)agu lommt, 
ba^ ftd^ ber Urfprung bed Süc^leind aud ben SSorgängen nad^ ber Stüdlel^r ®drad (458) oor« 
güglid^ ern&ren lä^t. 2>ie unbarm^ergige Strenge, mit ber @dra (Aap. 9, 1 ff.) bie SSertrei» 
bung aller audlänbif (§en gfrauen ergmang, rief in ben beteiligten Familien oielf ad^ i^eftigen 



200 S^ti^ ber ©efc^t^te beS alttefiamentlid^ e^tifttumS. 

unb fd^Ke^id^ für ^erufolem oerJ^ftngnidDDlen äBtberfptud^ ^eroor (f. o. 6. 180). Unb fo 
Begtoedt tool^I auc^ unfer Sb^S — oielleid^t auf ®ninb perfMid^ftec Sebtimtfc^aft mit einer 
anberen 9lut^ ! — ben @if erem bie loeif e 2e§re )u ge(en^ ba| nid^t oOe fremben ^ouen ber 
gleid^en SSerbommniiS unterliegen, ba| ed vidmel^ oud^ fol(^ unter il^nen gebe, bie wegen 
i^rer treuen Eingabe an ben ®ott ^^rael^ unb an ©lieber feined SSoKed bed ^id^ften 8o(ei$ 
n)ürbig feien, ^afür ift fd^on 9hit^, bie Stammmutter bed baoibifd^en {^aufed, voOgiltiged 
3eugni3. 

3ft bied bie eigentlid^e Xenbenj bed Süd^Ieind, fo ifi bie 9(nnal^me unumg&ngßd^, ba| 
ftd^ ber SrjaJ^ler fflr bie ^auptfac^e, bie Slbftammung S)aoibd von 9hit^, auf mirUid^e Ü6er« 
[ieferung Berufen fonnte. Dafür fprid^t aud^ bie Stennung OBebd 4:, 17. DB aBer biefe fiBer« 
lieferung eine ftreng gefc^id^tlid^e mar ober nur auf einem SRibrafd^ (gu 1 ®am. 22, 8 ?) Be* 
ru^te, mu^ ba^ingeffcefft BleiBen. ^ebenfaSiS lamt Bei ben Flamen ber frü^oerflorBenen @5l^ne 
Slimeled^iS: SRad^Ion (^^©ied^tum'O unb Jtiljon (,,$infd^n)inben'0 bie freie Srfinbung nic^t 
geleugnet merben. S(Ber ber gefd^id^tlid^ SBert bed Süd^Ieind liegt für und nid^t in ber äJe« 
lamttfd^aft mit ben Sonnen @limeled^d, aud^ nic^t in ber mit ben Ureltem uvb bem ®roB« 
oater 2)aoibd, fonbem in bem merhoürbigen 3^0^^^ bafür, mad jur 3^t (förad tro| aOem 
SeoitiiSmud ,,bie Steligion im SeBen'' gu Bebeuten l^atte. Denn menn caxj^ bie gange @r» 
gä^lung ald lel^r^afte Did^tung gu Betrad^ten mSre, bie ^arBen ftnb {Id^tlid^ bem SeBen ent« 
nommen, unb fo mürbe aud^ bie Did^tung gu einem (S|renbenlmal ber Sleligion^ bie in ben 
redeten S^raeliten fold^e t^^d^te, in ®eftalt inniger ^^ömmigleit unb opferfreubigen ©inned, 
gu geitigen oermod^te ! 

@in gang anberer ®eifi mel^t und aud bem 9ud^ Sft^er, ber g^oQe bed $urimfefited, 
entgegen. OB biefem Sud^e irgenbmetd^er gefc^ic^tlic^e ftem gu ®runbe liegt, entgie^t {id^ 
gänglid^ unferem Urteil. äBad mir in il^m lefen, fteUt eine 9(rt Don ^iftorifd^em Sloman bar, 
ber nirgenbd bie $roBe aud^ält, mollte man il^n aU gefc^id^tlid^en Serid^t Betrad^ten. Dafür 
bürfte fc^on Aap. 1 ben burd^fd^Iagenben Semeid erBringen. ütod^ Aap. 2 Übt ber unter 
Sojad^in (597) meggefül^rte ÜRorbed^ai famt feiner Safe nod^ unter 9(d^afc^oerofc^, b. i. Xer^ed, 
um 480. Da^ ^man Aap. 8, onftatt turger^^anb SRorbec^ai ^inrid^ten gu laffen, alle 
3uben gu vertilgen Befc^Ue^t unb nun im erßen 9Ronat gleid^ für aBe gmölf üBrigen bad 2od 
merfen U^t, um ben geeignetften Xag für bad ÜRorben gu ermitteln, ifl nod^ meniger munber« 
Bar, ald ba^ gleid^ barauf (alfo 11 SRonate Dorl^er!) ber umoiberruflid^e 9RorbBefel^I in aEen 
^rooingen Belannt gemacht mirb. Unb fo gel^t ed munberBar meiter — üBrigend in Aap. 4 — 8 
mit äu^erfl gefc^idter Steigerung ber Spannung — Bid gu bem ^bffcpurdt in Aap. 9, mo 
üBer bie 9{id^erme|elung oon mtfjßc benn 75 000 perfifc^en Untert^anen burd^ bie Suben Be* 
rid^tet mirb unb (Sftl^er bem ©angen baburc^ bie Arone auffegt, ba^ fie oom Aönige nod^ einen 
gmeiten SRorbtag erBittet ! 

Der S^^ ^^ Sud^ed iffc beutlid^ 9, 19 ff. angegeBen. @d foll ber Urfprung bed $urim* 
fefted im ÜRonat ätbar erK&rt merben. 9(Ber bie SlngaBe 8, 7, baJ3 pur (bod^ mo^l im $erft« 
fd^en) f. 0. a. „£od'' Bd)eute, [ft^t ftd^ fprac^Iic^ nid^t Begrünben, unb üBerbied l^at mm längft 
loafjx^i^mli^ gemacht '*', ba^ ber Slame vielmehr mit bem perftfc^en ^^rbiganfeft gufammen* 
l^änge, einem t^^ßngd« unb Sleujal^rdfeft, bad gugleid^ gum äCnbenlen an bie SerfbrBenen 



* Sergl. ba)u 5ef. be £agarbe, ^urim (9(6§anblungen ber ©öttinger ®efeaf(^. ber SBiff. 1885), 
na(^ loelc^em fardigan bem perftfc^en farwardKgan, bem (urfprüng(t4 ber Sludtreibung bed 2:obed 
geraibmeten) !Reuia^rdfefte ber SRagier entfpric^i S)age8en ge^t nac^ gimmern (ZAW 1891, @. 157 ff.) 
ptirim auf (ab^ lonifc^ed puchru, b. i. 9)erfamm(ung (nämlic^ ber @dtter am ^Reuja^rdtage jur 9e« 
ftimmung ber B^xdjalt), aurütf. 9Rorbe(^ai erinnere an 3Rarbuf. 9la^ Senfen enblic^ (3^tf4r. 
für bie Aunbe bed 3RorgenIanbd 1892, @. 70) entfprt(^t $aman bem elamttif^en ®ott ^umman, 
Saft^i einer elamitif^en Göttin, ©ft^er ber Sf^ar. 



9ibtii bet ®ef(9i(^te bed altteflantentUd^en S^nfttum^ 201 

gefeiett iDtrb unb bei bem fid^ bte $eyfer nod^ je^t einonber ®efc^enfe unb ©ü^igleitcn ju« 
fotbcn (oergl. ba}u @^l^ 9, 19). SEBeld^ anbete Unlofß für bte Suben gut ^eier biefed ^e^e^ 
au^erbem Dorlag unb »te toeit fid^ imSuc^eS. nod^ eine@pur btefed änlaff ed erl^alten ^t, tft^ 
toie gefogt, nid^t audiuntad^en. 9tiir bad mu^ gefogt »erben, ba^ bad 9ud^ }ugleid^ ein 2)en{« 
mal bei^ fpegififd^ jübifd^en (Seifted i% nie er f^ unter bem garten Srud ber t^embj^errfc^aft 
in ber nad^esUifd^en 3eit aUmö^lid^ ^audgebilbet l^at Diefer ©eifit ift f elBfioerftänbßd^ nid^t 
ein irreligiSfer. Senn ba^ im Sud^e (SfÜ^er ber 9tame @otted abfid^tHc^ t)ermid)en ift (fo gan$ 
beutlid^ 4, 14), ffcA feinen @ninb offenbar nur in ber ängftlii^en Sd^eu, i^n bei ber oud^ 
getaffenen gfeier bed ^efted gu oerune^ren. Sei al[d)em ift bad ^eft boc^ ein Sonlfeft oud 
9(nla^ bed göttlichen @d^u|ed^ ber, burd^ breitägiged t^aften erbeten^ bem SoUe in fß^^ec 
Sebrftngnid )u teil »arb. SB3o^I aber fpric^t ftd^ in bem ®anjen ein fold^er nationaler 2)ünlel 
unb ein fold^er {^a^ gegen bie anberen SöUer aud, ba^ man ed begreifen lann, menn felbft bei 
ben Suben (bie bod^ nod^mate biefeiS 99ud^ l^ö^er ate aKe ^rop^eten gef d^ö|t ^aben f), ge« 
fd^meige bei ben S^riften, ftarle Sebenfen gegen bie Jtanonicität erl^oben morben ftnb. Stm 
meiften mirb man mo^I bem Sud^e geredet, menn man ed nad^ bemfelben äJla^ab beurteilt 
mie bad 99u($ ^ubitl^. Seibe ftnb red^t eigentlich SBoIfdbüd^er, eine Selbftoerl^errlic^ung bed 
Sollet unb eben baburd^ geeignet, bad @Ienb ber ftned^tfd^aft eine SEBeile vergeffen gu mad^en. 
äCber gegenüber bem inegeleiteten apologetifd^en @ifer, ber um ber jübifd^en 3^rabition »Ulen 
bem 99ud^ Sftl^er bie gleid^e SBürbe unb ©eltung guerlennen min, mie ben ätudfprüd^en eined 
Sefajja ober S^^^^in^a, l^at ein Sl^rift bad Sted^t, an bad SBort bed $errn gu erinnern: Sßiffet 
il^r nic^t, melc^ed ©eifted Jtinber i ^ r f eib ? 

sin betreff ber älbfaffungdgeit laffen fic^ nur Vermutungen magen. 2)a^ ber SRorbec^ai« 
tag 2 SRott. 15, 86 bereite für bie 3eit um 160 o. (S§r. ooraudgefef^t ift, bemeift nid^td, ba 
bad 2. 9ud^ ber SRoRabäer laum nod^ in oord^riftlid^er 3eit entftanben ift 2)agtt ftimmt, ba^ 
Sefud 6irac^ bad Sftl^erbuc^ nod^ nid^t gu lernten fd^eint 2)er ®rab oon Stbfc^ßefsung gegen 
anbere Solfer, oon bem bad 9uc^ 3^^^^ ablegt, erfd^int erß nac^ ben mallabaifc^en 
jt&iqifen begreiflid^. Somit bürfte bie ätnfe^ung in ber gmeiten $ä(fte beiS gmeiten Sa^r« 
^unbertd oor (Sffx. bad Stid^tige treffen. 

^oben mir biiS^er bie gefe^geberifc^e unb ^iftorifd^e Sitteratur bid gu i^ren legten 9(ud^ 
löufem verfolgt, fo bleiben und nun nod^ brei anbere Gattungen bed nad^e^ilifd^en @($rift« 
tumS gu befpred^en übrig : bie iRad^triebe ber prop^etifc^en Sitteratur, bie überrefte ber eigent« 
lid^en (religiofen unb meltlid^en) ^efte in ben $falmen unb bem ^ol^enlieb, enblid^ bie 
@i^eugni{fe ber fogenamtten „SSeidl^eitdlitteratur" in $oefte unb $rofa, b. i. (abgefe^en t>on 
einer grd^eren ätnga^l oon $falmen) bie Sprüche, $iob unb ber ^rebiger. 

aSenn eine altüberlieferte 3Reinung SRalead^i afö ben legten aller $rop^eten begeid^net^ 
fo trifft fte bamit vielleicht infofem bad 9Kd^tige, ald üRalea^i au^er burd^ bie Sd^rift ani^ 
burd^ bad münblid^e SCBort gemirlt ^oben lann. 3)agegen merben aKe bie ^ropl^etieen, bie und 
nad^ üRaleac^i nod^ entgegentreten, aü rein fd^riftfteHerifd^e ^robulte gu betrachten fein. 2>a« 
für fprid^t oor allem, ba^ fte (abgefe^en oon bem eigenartigen ^onabud^) faft burd^eg ftarl 
oon ben oore^ilifi^en ^rop^etieen ab^öngig ftnb. 2)ied mag bie oben gebraud^te Sqeic^nung 
„Slad^triebe ber propl^etif^cn Sitteratur" red^tfertigen. @ine genauere djronologifd^e ©eftim* 
mung biefer ©elften ift unmöglid^ ; felbft bie 3leil^enfolge, in ber mir fte vorführen, ift nur 
auf SBermutungen gegrünbet. 

a)tt« 35rol^orafeI Dbabia« gegen bie Sbomitcr fe^t 38. 10—14 gmeifello« bie ger* 
jiörung ^erufalemd burd^ bie S^albüer ooraud. 2)agegen muffen bie neun erften Serf^ ^ner 
meit älteren 3eit (oielleid^t fd^on bem 9. ga^rl^unbert) entflammen, ba fte bereit« geremia 
Aap. 49, 14—16. 9, 10. 7, alfo in anberer Reihenfolge unb überhaupt minber genau al« 
im Dbabja, oenoertet werben. 2)er je^ige Dbabja beruht fomit auf ber ©rgängung einer- (aud^ 



202 ^^^B bet ®ef(^i4te be8 artteftamentfi^en e^tifttumd. 

^inftd^tlid^ ber ©prad^e altertfimlid^ (räftigen) Zhro^ioeiiSfagung gegen bie Sbomiter burd^ 
eine erneute 2)rol^iing, bie auf bie SSerfd^ulbung (Storni im Saläre 586 jurüd' unb auf bie 
Sergeltung in ber mefftanifd^en 3^it l^inauiSBlidt. S)ie Xrt^ nrie S. 15 ber ®erid^ldtag 
^a^med über alle Söller erwartet wirb, fü^ und in bie 9la^e goetd, iebenfaOd ind 
5. Sa^rl^unbert ^era6. Übrigen^ aber ift fraglid^, ob fu^ nic^t auc^ in 33. 15—21 no(| 
tlberbleibfel bed alten Oraleld erl^alten ^oben, unb ebenfo fraglid^, ob ber 3tamt Dbabja S. 1 
ben @rgän}er ober ben Serfaffer bed urfprünglid^en Oraleld nennt. Qu letzterem fonnte ber 
Abfall ber Sbomiter unter gel^oram oon 3uba (um 845) 9(nla^ gegeben ^aben. 3)ie ^nb« 
feligleit ber (Sbomiter l^at ftd^ jebod^ au(| bei onberen ®degen^eiten ben Subäem fo oft fUäfU 
bor gemacht, ba^ man auf eine nS^ere Sntfd^eibung oergic^ten mu^. 

Sticht geringere Sd^mierigleit bereitet bie ^nfe|ung ber Sd^rift ^odi, bed @o^ned 
Ißet^ueld, bie in bem hereinbrechen einer gemaltigen ^eufd^redCenpIage bie Stngeid^en bed „[®e^ 
Tid^tiS«]Xaged ^al^med'' erb(idt unb 3^<^^l bringenb ermal^nt, burc^ emßlid^e Su^e ben 9[ud* 
6rud^ bed göttlid^en Soxnti abjumenben. ^n ber Xl^at la^t ftc^ ^afycot erbitten (2, 18 ff.). 
Sie SSerl^ei^ng erneuten Smtefegend ge^t Aap. 3 in bie Serl^ei^ung anberer Segnungen in 
t)er meffianifd^en 3eit über: ber Xu^ie^ng bed ®eifted ®otted über aUe ®Iieber bed Solbd 
^drael unb ber enbgiltigen Errettung ^^raete burc^ bad Strafgericht über aKe SoIIer im 
X^ale Sofap^at. 

3n betreff bed Serfafferd ergiebt ftd^ aud Stop. 1 unb 2, ba^ er in ber 9töl^e bed Xempetd 
lebte unb (megen bed gro|en ®emic^td, bad er auf bie Speid« unb Zranlopfer, bad ^aften 
unb bie Serfammlung am Xempel legt) l^öd^ftmal^rfd^einlid^ $riefker mar. S>a^ er ber früheren 
Dorecilifd^en Sät angehört l^abe, l^at man lange aud ber %ic^termS^ung ber Xramäer unb 
Sff^rier Unter ben f^nben bed Solfö gefd^bffen. 3)ad auffällige Sd^meigen beS ^erufalemerd 
über ben Jldnig erllarte man aui ber 3^t ber 9tinberj[ä^rigleit bed ^oad oon ^uba (um 835). 
Sie äCnfe^ung goefö im 9. ga^r^unbert fc^ien überbied aud^ burd^ feine SteQung fafl an ber 
Spi^e ber Seinen $ropl^eten empfol^len. XQe biefe ®rünbe finb jjebod^ neuerbingd faft all« 
gemein ate hinfällig erlannt morben. Sielme^r fe|t 4, 2 ff. unmiberleglid^ bie 3c^tung 
^erufalemd bur^ bie S^albaer, Aap. 1 unb 2 aber bie nad^e^ilifc^e ®emeinbe (2, 16) ooraud, 
in ber ed leinen Aonig unb leine ^firflen^ fonbem nur Sorftel^er (1^ 14) unb $riefler^ ,,bie 
Diener ^al^med'' (1^ 9 u. a.), aü Seiter bed SoIIed giebt unb ber regelmäßige, offigidle 
Opferhilt eine ^oc^mic^tige 9toIIe fpielt. ^a^u ftimmt, ba| ftd^ aud^ nid^t ber leifeffce ^inmeid 
mel^r auf ®ö|enbienft ober ä^nlic^e SSerirrungen finbet, unb baß über bad Sleid^ ^itael 
oöliged Sd^meigen ^errfc^t. Sielmel^r fteSt ftd^ S^rael j[e|t aOein in guba bar (2, 27. 4, 2. 
16). Stimmt man enblid^ noc§ ^inju, baß 3, 5 offenbar auf (Sngfl belannte ^rop^etenfprüc^, 
unb gmar auf Dbabja 17 (oieüeid^t aud^ 3ef. 34) l^inmeifl, mie 4, 18 auf ^eL 47 unb 
4, 19 auf Dia\>\a 10, fo mirb man über bie Xnfe^ung Soeld um 400 o. (Sfyc. nid^t in 
3meifel fein lönnen. Ser fprad^ßd^e (E^aralter bed Su^d (fo namentltd^ ber ®ebraud^ bed 
aramäifd^en ffiortd für ,,@nbe'' 2, 20) erl^ebt gegen biefe 9[nfe|ung leinen Sinfpruc^. 

^n bem ungefähr gleid^geitigen Sonabud^e fteKt ftd^ und bad eingige propl^f d^e 9ud^ 
bar, bad eine mid^tige religiöfe Se^re (ebiglid^ in ber $orm einer @rgd§Iung audfprid^t. 2>er 
^Ib ber ®efd^id^te, 3ona, ber ®o^n Xmit^aid, ift o^e 3n>rif(l ibentifd^ mit bem gleid^« 
ttamigen ^rop^eten, ber nad^ 2 Aön. 14, 25 unter ^erobeam n (um 760) meidfagte. 2>aß 
er aud^ ber SSerfaffer bed Süd^Ieind fei, mirb in biefem nid^t gefagt. Sielmel^r mad^t ber Sr» 
jal^ler (3, 3) lein Qt^l baraud, baß Stineoe ju feiner Seit eine oerfd^olene @röße mar. Die 
ättt, mie bie aOenounberbarflen Dinge (2, 1. 4, 10) ald etmai SelbfioerftSnblic^ed berichtet 
merben, geigt beutlic^, baß ed bem Srgä^Ier nic^t um bie SBunber, fonbem bie baran gdnüpften 
Se^ren gu tl^un ifi. Die gfrage lann fomit nur bie fein, ob bad ®ange dd eine Xrt Parabel 
ober aü bie freie Senoertung einer alten $rop^eten(egenbe betrad^tet fein miQ. Dad letztere 



mui bec 0ef4i4te bed a(ttcfiamentlt(^en e^tifttumd. 203 

ift mal^rfd^etnlic^er toegen ber äCnlnüpfung an eine be^mmte gefd^id^tlid^e $erfönU((Ieit. Die 
2e^ aber, bie ber Sqol^ler )u geben ieciBftd^tigt, lann in nic^tö anberem gefunben »ei;ben, 
cta in ben @d^(u^orten 4, 10 f. @ie lautet einfad^ : ®ott xoxU nid^t ben Xob bed ©finberd^ 
fonbent ba0 er {td^ beleihte unb Ie5e. 3)ie einft ergangene 9(nbro|ung bed 3omed ®otte§ ifi 
nid^t ein blinbed äSer^&ngnid^ bad ftd^ unter aQen Umfiftnben ouSwirlen mfi|te, fonbem lann 
— fdPbft t>on ben Reiben — burd^ 9u|e rüdgängig gemad^t merben, fo bog ber SiebedniQe 
bed ©d^dpferd gegen alle feine ®efd^öpfe bie D6er§anb Behält. Offenbar ift bie @pi|e biefer 
Seb^rung gegen ben ungeiftlid^, rad^gierigen Sinn folc^er Solfögenoffen gerichtet, bie ein 
Stecht }u ^aBen meinten, üBer bad fortbauembe XudBleiBen bed Strafgerichts gegen SaBel^ 
nrie üBerl^aupt bie ^eibnifd^en 3n>ingl^^nen S^raetd, ju murren. ®o Betrachtet ftel^t baiS Süd^« 
lein, weit entfernt, ben Spott ber Unoerflänbigen }u t>erbienen, viebnel^r auf ber l^od^ften {^ö^e 
prop^etifd^ Xnfd^ouung, inbem ed ben ®ottedBegriff ber Solföieligion (bie fogenannte ,,par« 
tiluIarifKfd^e'' Setrad^tung) in n^eitefler gfeme l^inter ftd^ lä^t unb an neuteftamentlic^e ^n^^ 
fprüd^ mie 1 Xinu 2, 4 erinnert. 

gn eine fpfttere 3^t unb gmar mol^I Bid in ben Xnfang ber gried^ifd^en $eriobe ^eraB 
werben mir burd^ bie gang merlmflrbigen unb üBeraud fd^mer gu beutenben Xap. 24 — 27 beS 
SefajaBud^ geführt 3)unne Snfpiebingen cot jeitgefd^id^tlid^ Sreigniffe (24, 10. 14. 25, 2. 
26, 20. 27, 10) ftnb mit edd^atologifd^ XudBliden (24, 21 ff. 25, 7 f. 26, 19) ju einem 
unauf[8d[id^en ®angen verflod^ten. 3^^M^^ ^f^ ^^ (^^ ^^f ^^X ^^i ^^ ^rop^et in 
n&(^er 9tS^ bed XempelBergeS, alfo in ^erufalem, fd^reiBt. 2)a^ ber $ropl^ tro| feiner 
fd^nmngooOen 9lä)emeife unb Dielen tiefftnnigen ®ebanlen nic^t mit bem Sefajja bed 8. ga^r» 
l^nbertS ibentifc^ fein lann, mürbe fd^on burd^ eine Steil^e fprad^ßd^er (Srfd^einungen, ncmM* 
lid^ bur($ bie faft magloS gehäuften SBortfpiele, Bemiefen fein. SlBer auc^ bie frül^er oerfuc^te 
Snfe^ung vor (588 ober im S|^ fd^tert an bem BiBIifd^'t^eoIogifd^en S^aralter biefer oier 
jtapitel. 2;i^eoIogumene mie bie von ber Skmic^tung bed 2:obed (25, 8) ftnb in ber früheren 
nad^eiilifc^en 3^t unerl^drt, unb ätudfagen mie 24, 21 unb 26, 19 ^aBen nur in fe^r fpftten 
$foImen unb bem Sud^e Daniel i^re parallelen. 

Xte einer ber |üng{ten Seftanbteile f&mtlid^er ^rop^etenBttc^er mirb enblic^ ber fogenannte 
Deuterofad^a, b. i. @ad^. 9—14. ku Betrachten fein. S>ie ber jübifc^en ÜBerlieferung ent« 
fpred^be Verleitung biefer fed^S ftapitel von @ad^ar]a, bem 3^tgenoffen ^aggaid, BlieB tro| 
ber Befonberen ÜBerfd^ft 9, 1 (meldte bann, mie e^ fd^eint, oon einem 9tebaItor 12, 1 unb 
9Ral. 1, 1 nad^eBilbet mürbe) in Jtraft, Bid ber englifd^e X^log 3. 3Rä»e (f 1638) Soc^. 9 
Bid 11 auf ®runb von ÜRatt^. 27, 9 (mo @ad^. 11, 12 f. offenBar mit ger. 32, 6 ff. oer« 
med^felt ift) bem ^ropl^eten ^eremia gufc^eb. Dagegen moOte ber {^amBurger X^eolog flügge 
1784 nic^t meniger aü neun verfd^iebene Dralel in @ad^. 9 — 14 unterfd^ben. Die immer 
erneuten Serfud^e, baS SlStfel gu löfen, fül^rten ju gang verfd^iebenen @rgeBniffen. Die fc^on 
t>on Sid^l^om gefunbene richtige Spur mürbe mieber oerlaffen unb — aÜerbingS mit Be« 
ftec^ben ®rünben — Stop. 9 — 11 einem ^ropl^eten gur 3^^ bed Xl^ad (alfo um 735), 
12 — 14 aBer einem folc^en gur 3rit ÜRanaffeS ober (fo bie meiflen) @nbe beS 7. ^al^l^bertd 
gugemiefen. Diefe Söfung bed Problems galt gal^rge^nte l^inburc^ als unumfto^lid^, bid {te 
1881 oon Stabe in ber 3eitfd^rift für bie altteftamentlid^ SBiiffenfd^aft (Sal^rgang I unb n) 
mit burd^fc^lagenben ®rünben erfd^üttert mürbe. 3Rag auc^ Stabe in ber Xnnal^me einer 
burc^gängigen 9lB^&ngigIeit bed Deuterofad^orja oon oor« unb nad^esilifc^en $rop^eten 
gu meit gegangen fein, bamit ^at er 9led^t Behalten, ba^ Stellen, mie 9, 8. 11 ff. 10, 2. 6. 
8 ff., auf längfl bal^inten liegenbe ©erid^te, fo namentlich auf bie ®silierung ber Semol^ner 
Beiber Steid^e, gurücfmeifen ; ba0 14, 16 unb 20 f. (oergl. 2 9Rof. 39, 30) eine ©efitalt be9 
Seoiti^muiS vorliegt, mie fie erfl in ber 3€it nac^ Sdra benlBar ift, unb oor allem, ba^ 9, 13 
leine anbere Deutung gulft^t, aü bie auf bie macebonifd^^gried^ifd^ SSeltmad^t. Slffur unb 



204 ^itx^ ^v ®ef4i(^te beS altteftamentlic^en ec^rifttumS. 

Sgppten tooten fomit oer^Denbe Sejeid^nungen bed feleucibifd^en unb bed ptolemäifd^en 
9leid^ed. 9(uf bie näl^ete audbeutung oon ©teilen, tote 11, 8 (e^ebettt aud 2 Amt. 15, 8 — 14 
erKätt) unb 12, 10 ff. (el^ebem auf ben ^rop^eten Uria ^er. 26, 20 ff. ober auf 3ofta ht* 
}ogen) mu^ man oetjid^ten, jumol bie Slnfpielungen an gleid^jeitige Sreigniffe ganj n)te 
gef. 24—27 oft eng mit ben edd^atologifd^en Xudbliden oerfloc^ten ffatb. 

®e0en bie Slnfe^ung bed ®an}en um 280, bei ber 6tabe fc^Ke^Iid^ fielen bleibt, finb 
namentlid^ oonJluenen (®in(.' n, 411) einige Sinmenbungen erhoben motben. Slad^ i^m 
ftecfen in Stop. 9—11 unb 13, 7—9 alte f^agmente, bie großenteils auiS bem 8. ^o^r^unbert 
(um 745 ff.) flammen unb oon einem nac^ejrilifd^en 9ld>aItor }. %. feltfom aneinanber gereift 
unb mit 3ufS$en oerfe^en morben fmb. 3n ber 2:i^at mu| gefragt merben, ob mirUid^ alle 
@noä§nungen @p^raimiS (oergl. bef. 9, 10 unb 11, 4—14) nur afö SerooDfiSnbigung beS 
meffianifd^en ®emäß)ed betrad^tet merben lönnen, obfd^on (Sp^raim felbfi jur 3^t bed $ro* 
pl^eten längfl im S^U oerfc^oOen mar. 9(uc^ bie @nodl^nung ber 2:erap^im unb SQal^ager 
(10, 2) ift für bie gried^ifc^e 3eit fe^r befremblic^. 2)ad ©efamturteil über Stop. 9—11 mirb 
inbed burd^ ben etwaigen 9lac^meiiS einiger tJ^ragmente aud alterer 3^t nid^t geSnbert 2)ie 
Jlapitel 12--14 fe^t Auenen um 400 an. ^fyce ^erabrüdhtng in bie gried^ifc^e 3rit fitere nur 
aud ber oermeintlid^en Sin^eit mit Aap. 9—14. Siefe fei jebod^ oon Stabe (nad^ meld^em 
bie Aapitel 9 unb 10 eine 3ufammenfteIIung ber noc^ unerffiQten alteren SBeiiSfagungen, 
11 — 14 aber eine Seleud^tung einjelner fünfte tmb 9leftriItionen enthalten) nid^t bemiefen. 
33ie bem nun aud^ fein mag, bie oon ber jübifd^en Überlieferung ooQgogene Serbinbung oon 
©ad^. 9—14 mit Aap. 1—8 i|i jebenfaB« genau fo gu erllären, wie bie oon Sef. 40—66 mit 
Aap. 1—89. 2)ie anon9men ©tüdfe ©ad^. 9—14 (ober 9—11. 12—14) unb SRal. 1—8 
mürben, nac^bem fie oielleid^t fd^on burd^ einen 9ld>aItor in bie je^ige ®eftalt gebrad^ unb 
mit Überfd^riften oerfe^en toaren, an baS @nbe beS 93uc^d ber Reinen $rop^eten gefleDt, bis 
man fd^Iie||(i(§ ©ad^. 9 — 14 irrtümlid^ afö einen 9eflanbteil bed unmittelbar oor^gel^enben 
Sud^ed betrachtete. 

Stit aQebem, mad Aber bie prop^etifd^en ©d^riften ber nac^e;ilifd^en 3^^ px fagen mar, 
bürfte ber SemeiiS erbrad^t fein, ba^ oon einem Sfbfierben ber ^ropl^etie mit üRalead^i leine 
Siebe fein lann. Xber abgefe^ oon ^oel, 3ona, ^ef. 24—27 unb 6a(^. 9 — 14 geugen oud^ 
mancherlei fonftige 3ufä|e unb mo^l aud^ einzelne Umänberungen in ben alteren $ropl^eten« 
bücliem für ben (itterarifd^en Sifer, ber bid in bie griec^ifc^e 3^t l^erab ber ^pl^etie tmb 
i^ren Srgeugniffen gemibmet warb. SBerfd^iebene biefer 9lad^triebe (wie g. 9. gef. 28. 82 f., 
3Jlic^. 7, 7 ff., 3er. 50 f., 3epl^. 8, 14 ff.) ftnb in biefem SCbrift bereit« früher ermahnt, «uf 
anbereiS, beffen Stu^äl^Iung ^ier gu weit führen mürbe, ift in ben Slnmerlungen gur ütber« 
fe^ung ^ingemiefen. Sfö äu^erfte ®renge für ben 9(bfd^Iu^ bed ^rop^eten f a n o n « afö bed 
gmeiten Xeitö ber ^ebraifd^en Sibet i^ bie3eit3efud ©ira^S (wegen beiS Serweifed auf ,,bad 
@efe4 unb bie ^rop^eten'' im Prolog feined Sud^ed) gu betrad^ten. 2>od^ ^inbert nid^tS, bie 
©d^Iu^rebaltion ber ,,oorberen unb Hinteren ^rop^eten" bereitiS um bie SRitte be« 2. gal^r» 
^unbertiS o. Qfyc. angufe^en, obfd^on und oon einem offigieEen 9Ht, burd^ ben bie Aanoni» 
fterung erfolgte, ebenfowenig etwa« belannt ift, wie beim ^entateud^. 

Sinem anberen 2^eile ber ^ebrftifd^en Sibel, aber au(§ einer anberen Sitteraturgattung 
gehört baiS 8ud^ an, ba« wegen feiner ©tedung in ber beutfd^en Sibel gu ben ,, großen $ro« 
pl^eten'' gered^et gu werben pflegt, bad 8uc^ Daniel. S)adfe(be gilt ber Überlieferung M 
bad SBerl eined jjübifc^en (Splanten, ber, am $ofe Stebulabnegard ergogen, unter biefem unb 
feinen Stac^folgem gu ^o^en S^renjgelangte. S)ad Sud^ felbft entl^ölt leine Sludfage, ba§ bad 
®ange oon Daniel oerfa^t fei. ^o^ rebet er in Aap. 8—11 in erfter $erfon, wä^renb Aap. 1 
bis 7 in britter $erfon oon il^m berid^tet wirb, ©einem Ign^alte nad^ gerfSDt bad 9ud^ in 
gwei Seile: bie Si^äl^Iungen (Aap. 1—6) unb bie ©eftd^te (Aap. 7—12). 



9C5nt ber (Sef^ic^te bed altteflamenta^en e^tifttumS. 205 

2)a^ bte (Eri&I^Iungen, foBoIb man fie M Sendete ttBer toirilid^e Sreignifye bettad^tet, 
ben aUerftorfften Sebenlen unterliegen^ ifi löngft erfonnt unb burd^ feinen noc^ fo »ol^Igemeinten 
@e0en(emeid je miberlegt morben. Son einer Selogentng 3eruf alemiS im britten Saläre So jolimd 
(1, 1) weil bie ®efd^id^te nid^ti». 2)ie ^noä^nunft ber „^aüatc" am, ^ofe SlebutobnqariS 
(2, 2 tt. a.) verr&t eine 3rit, wo ber einfiige SoÖiSname fd^ße^lid^ biefe gonj fpegieEe 9e« 
beutung 9on ÜRagiem ober Slftrologen belommen l^atte. 2)iefe ,,6l^a(bäer'' reben * ju Stebu« 
lobnqor in »eßaramäifc^er @prad^e ftatt in ber (in jol^Uofen Jteilinfd^riften erhaltenen) hahif^ 
(onif(|en. Ungefc^id^tlid^ ift femer : ber {tebenjäl^rige SEßa^nfinn 9{ebulabne}ard (4, 30 ff.), 
Selfagar old Bofyn unb 9tad^foIger iRebuIabnqord unb ald le^ter Aönig oon Sabplon, fon)ie 
Dariud ber ÜReber aÜ 97ac^fo[ger Selfagar^. 2)ad alled ftnb Singe, bie ein 3^tgenoffe ber 
@reigni{fe oon 608 — 536 nimmermehr ^ätte (el^aupten lönnen. 

2)agegen löfen ftd^ aOe @d^mierigleiten mit einem Sd^Iage, roexm man hai Sud^ aä bad 
anerlennt, tocA ed in SBal^r^eit ifit: eine Xroft« unb Stal^nfc^rift au$ ber S^xt ber fc^n)eren 
Sebrängnid ber 2luben bur(^ Xntiod^ud @pip^aned IV. Unb jmar lä^t fi(§ ber SIermin ber 
3C6faf[ung giemlid^ genau beftimmen : 8^ 14 ifit o^ne 3n'eifel ein ^inmeid auf bie 9Bid)erroeil^e 
beiS gereinigten Xempeld im 2)e)em(er 165 ; bagegen lennt bad S3u(§ no(§ nic^t ben 2ob 
Xntiod^ud' IV. im 3uni 164. S^oifd^en biefen beiben Terminen — ma^rfd^einlid^ im 2l<^nuar 
164 — iß bie abfaffung bed Sud^ anjufet^en. 

3(uiS biefer 9(nnal^me erflären {td^ nid^t nur Xl^atfad^en, mie baiS Sd^meigen ^efud ©irad^d 
über 2)anie[, bie meit f ortgef d^rittene Sudgeftaltung ber SngeHe^re unb (Sdc^atologie, fomie bie 
Stellung bed Sud^ faft aai Snbe bed l^räifd^en fionond, fonbem oor aSitm aud^ ber eigen« 
tümlic^e Snl^alt. 9(Qed bient einem einjigen Qto^' in fd^merer 9lot^ burd^ bie ber ^ortbeftanb 
bed SoOed unb ber oäterlid^en Sieligion Bebrol^t fc^ien, }um SuiS^arren gu ermal^nen, unb jmar 
ju einem 9(ud§arren um jeben $rei$. 2)iefen 3ioed( oerfolgt ber Serfaffer auf einem boppelten 
SEBege. Sr jeigt m bem Seifpiele 2)anield (ber nad^ {^ef. 24, 14. 20. 28, 3 eine oielgepriefene 
$erfMid^Ieit ber SSorjeit gemefen fein tmfii) unb feiner ®efäl^rten, ba^ ®ott bie treuen 9e» 
fenner feinet Stomend unb bie eifrigen Seobac^ter feinet ©efe^ed oor aUem @d^aben )u Be« 
^üten unb aud^ aud ber benfbar gröjsten Sebendgefa^r (Aap. 3 1) munberbar }u erretten wx^ 
mag, fo ba^ aud^ ^eibnifd^e 2;9rannen jur älnerfennung feiner Stacht unb @tb^e gegmungen 
merben. 3ft bieiS ber einzige Qto^ ^ @r}ä^[ungen, fo fann man leidet borüber ^inmegfel^en, 
ba^ Daniel, ber peinlid^e Seobad^ter ber ©peifegebote (Aap. 1), bann bod^ ald Oberhaupt ber 
^bnifd^en ÜRagier amtiert, ba^ er ben Xraum Slebufabnegord (Aap. 2) nid^t blo| beuten, 
fonbem erft erraten mu0, ba^ bie Sefel^mng 9lebufabnqanS (2, 46 ff.) fogleid^ barauf (in 
Aap. 3) ooSftdnbig oergeffen ift, unb oieled anbere mel^r. 2)er anbere SSkg, beffen ftd^ ber 
SSerfoffer bebient^ ift bie $orm ber ^.Slpofalppfe'^ b. ff. bie Sorl^erfagung oon bereits bol^inten 
liegenben Sreigniffen burd^ eine $rop^eten{timme ber SBorjeit. @o merbm bereits in Aap. 2 
unb 7 bie Slei^enfolge uvb ber Sl^arofter ber oier äSeltreid^e (bed bab^lonifd^en, mebifc^en, 
perfifd^m unb gried^ifd^en), Aap. 11 aber bie Sd^idfale unb Aömpfe ber 2)i(d)od^m bis auf 
Sntiod^uS IV. mit einer fold^en ^üEe oon (Singel^eiten offenbart, ba^ fd^on in ben erftm d^rifl« 
lid^ ^ofycffuvbexten oon ^eibnifd^en Arititem ber ma^re Stanbpunft beS Spofal^ptiferS er« 
tannt mürbe**. Offenbar ^offte ber Serf affer (unb gemi^ nid^t o^ne®mnb!), burd^ bieSßa^l 
gerabe biefer SinfleibungSform tieferen Sinbmd ju mad^en unb fo feinen 3ioed( nur um fo 



* 2)er mit 2, 4 beginnenbe aramftif(^e Seil bed S)antel erftretft {14 5i8 jum dnht beS 
ftebenten AapitelS. 9Cu8 bem SRigoerffcänbniS oon 2, 4 flammt bie gang irrtümliche Benennung beS 
(au4 oon 3efu unb ben Xpofleln gefpro<^enen) loe^ramftifc^en SbiomS a(d ,4aCbfttf4e Spraye". 
** S>iefer »o^ @tanbpunft ergiebt fi^ übrigens oud) auS jlap. 9.» $ier betrübt {I4 9)ante( 
über baS 9lid^teintreffen ber SBeiSfagung 3er. 25, 11, loä^renb boc^ bama(S (ca. 538) no^ gar nic^t 
70 3a§re, fonbem l^öc^flenS 50 fett bem Beginn beS (^ilS oerflo^en »aren. 



206 ^M% bet ©efd^ic^te bed alttefhimentli^en S^tifttumd. 

fieserer ju eneic^en. SHe ^otm bet Slpotalppfe gemattete, ben ®eban{en auf bad fd^&#e l^er« 
vortreten }u Ia{f en, auf toeld^en il^m aSed anlam : aOe biefe äBtrrfale unb Verfolgungen, oOe 
bie blutigen @reuel unb @ntn)etl^ungen bed ^eiligen, bie bad SSoII ®otted erleben mu^, fbib 
nur bie legten Sorboten ber (Srlöfung^eit, in ber über bie Saferer unb Serfitdrer (Seti^i ge« 
galten unb ,,bie ^errfd^aft, &malt unb ^Rad^t ber Sleic^e unter bem gongen ^immel bem 
Solle ber ^ligen bed ^d^ften oerlie^en mirb. Unb fein Steid^ »irb ein e»iged 9letd^ fein !" 
(Üap. 7, 26 f, ; oergl. auc^ 12, 1 ff.) 

Unter ben fogenannten ^^poetifc^en Säd^em" * nimmt ^inftc^tlid^ ber religion^gefd^id^t« 
liefen Sebeutung ber$falter, ba^ ©efangbud^ ber nad^e^Uifd^en jübifd^en ®emeinbe unb 
ba^ oome^mfte ©ebetbuc^ ber S^riftenl^eit, meitaud bie erfte Steife ein. 3n feiner je^igen 
©efkalt ift er eine Sammlung oon 150 ** Iprifc^en (j; %. ouc^ Iprifc^^bibaftifd^en ober elegifd^en) 
®ebid^ten, bie in^gefamt (fo aud^ ba^ ,,^o^a^itdIieb" $f. 45) religiofen gn^altiS unb gum 
S3e^ufe ber Srbauung ber nad^e^Hfc^en @emetnbe, namentlich beim ®otteä>ienfle, gufammen« 
gefteDt finb. ' ^unbert berfelben merben beftimmten SSerfaffem jugefd^rieben, unb jmar einer 
(5ßf. 90) 3Rofc, 78 (in ber grie(^if(^en Sibel, bie überhaupt in ben ftberfd^riften melfad^ von 
ber ^ebräifd^en abmeiert, 83) 2)aoib, gmei (72. 127) ©alomo, jroolf (50. 73—83) Slfap^, ie 
einer $cman unb ©tl^an (88, 89), je^n (abgefe^en oon !ßf. 88) ben Äorac^iten. 16 5PfaImen 
l^aben fonftige Überf d^riften ; 84 („bie oermaiften") entbehren jcber öeifd^ft. ®a mitSCfapI^, 
^emon, et^an o^ne Zweifel bie baoibifdjen ®ef angeömeiftcr gleiche« SRamen« (1 6l^r. 1 5, 1 7) 
gemeint, auc^ bie fiorad^iten mo^I aü ^eitgenoffen 2)aoibd gebadet fmb, fo bfirften fämtlic^e 
Angaben in betreff ber 5ßfoImenbic^ter menigften« in 5ßf. 1—89 (f. u.) oon ber Sorau«feftung 
audge^en, ba^ lein $falm jünger fei, afö bad baoibifd^^falomonifd^e 3^talter. Senn bie 
ÜReinung, jene Überfc^riften mollten urfprüng(ic^ gor nid^t ben Serfaffer begeid^nen, fonbem 
nur au^brüden, ba^ ber $falm ber nac^ 3)aoib ober 9(fap^ u. f. m. benannten Stbteilung be§ 
a^empeld^or« jugumeifen fei ***, f d^eitert on ben Überfc^riften oon?Pf . 90 unb oor affem an benen 
gu 5Pf. 51 f. 54. 56 f. 59 f. 63. SaSfelbe gilt oon ber »nnal^mc, „oon S)aoib u. f. w." foDe 
auf bad nac^ Saoib u. f. m. benannte Sieberbu(§ ^inmeifen, bem ber $falm entnommen fei 
(fo »otogen, ?ßfalmen, ©.VII). 5Rur bie Überfd^rift „oon ben Äoradjiten" läßt ftdj auf biefem 
aSege (mit ^upfelb) befriebigenb erflären. 

2)er Umftanb nun, baß in ben ttberf c^riften fel^r oft enoeidlid^ f pate $f almen (oergl. g. S. 
in betreff Salomog oben ©. 142) auf ©runb reiner Vermutungen beftimmten SSerfaffem gu* 
gefc^rieben unb baß in ben oben ermähnten $fa(men oom 51. an @reigniffe aud bem Seben 
3)aoib^ (auf ®runb ber ©amuelidbüc^er) als gefd^id^tlid^e Snlöffe aud^ für offenbare ®e* 
meinbelieber angeführt werben, gmingt gu bem Urteil, baß äffe biefe Überfd^riften fpätere Su* 
tl^aten finb unb ba^er einer Semeidiraft l^inftc^tlid^ ber Verfaffer unb ber Sntftei^ungdgeit ber 
eingelnen ^falmen burd^aud entbehren. ^ betreff 2)aoibiS oenoeifen mir auf ba^ oben @. 141 
Semerlte. Sßad bort oon ber üRoglid^teit gefagt ift, baß in bie nad^e^ilifd^en Sieberfamm« 
lungen <m^ irgenb einem oore^Iifd^en Sieberbud^e t^atföd^lic^ baoibifd^e Sieber ober boc^ Srud^* 



* Slld poetifc^e Sü(^er im engeren @inne gelten ber iübifc^en Überlieferung bie $fa(men, bie 
@prü(^e unb $io5. IDiefe brei flnb beider auc^ nac^ einem anberen ©Aftern accentuiert, a(8 bie 21 
anberen ©ü(§er.^ 

** 2)ie S^^^ung ber ^faCrnen fc^manft fogar in l^ebrfttfd^en ^anbfc^riften. 3n ber griec^if^en 
unb (ateinif(^en iBibel merben mit 9ie4t f$f. 9 unb 10 ju einem gufammengefa^t, ebenfo (mit Un«* 
recgt) $f. 114 unb 115; bagegen n)erben $f. 116 unb 147 (gCetc^faUd mit ttnred^t) in gn)et gerlegi. 
(SiuBer $f. 9 unb 10 ftift übrigen^ aud^ $f. 42 unb 43, fotote 117 unb 118 irrtümlid^ getrennt; 
¥f. 108 ift eine ^eompilotion au« ?f. 57, 8—12 unb 60, 7—14.1 
♦** ©0 be fiagarbe, Orientalia n, 13. 



9(5n| bet Ofef^i^te M omeflomenUid^en e(^nfttum9. 207 

pde fol(|er übergegangen fmb^ mai ie|)t bo^hi veroUgemetnert merben : ber je|ige ^faltet 
enthält ^oc^^a^c^etnli(| eine }iemlid^e älnjo^I ooresUtfd^er Sieber oberSid>erfragmente. 3!)a« 
fflr f}>rid^t, abgefe^en oon ben fogenannten ftönigiSpfalmen, 20. 21. 45, bie nur ald Sieber au^ 
ootesilif (|er 3eit ju begreifen ftnb, unb mannigfachen Spuren altertümlidjler Stebemeife^ nament« 
lid^ ein Umftanb. @o energifd^ Sßiberfprud^ gegen bie Slotmenbigleit bed Opferhiltud, wie 
er ftd^ 40, 7. 50, 8 ff. unb 51, 18 f. (nur mfil^fani abgefd^nöd^t butd^ ben liturgifd^en 3ufa^ 
S. 20 f.) ftnbet, lonnte nur bann in bad Xempelgefangbud^ Eingang finben, »enn bie ^falmen, 
bie i^ enthielten, f(|on feit längerer 3rit mit einer %ct oon lanonifc^em ätnfel^en beUeibet 
waren, übrigen^ aber beruht bie SUterdbeffcimmung ber einjelnen $f almen meift auf fub« 
jdEtioen ®rönben unb ift ba^ leidet bem Irrtum unterworfen. 2>enn bie 3ured^tmad^ung ber 
SHeber für ben gottedbienfUic^en ®ebraud^ bürfte oielfad^ (gang wie in unferen ©efangbüd^) 
nid^t o^ne ftärlere Singriffe in i^re urfprünglid^e ®eftalt orf olgt fein. 9B i e mü^ig übrigen^ 
ber Streit über jene Seifd^riften ifi, mu^ gerabe bem red^t Har werben, ber bie ^falmen }u 
bem Smtde brandet, }u bem fie gefommelt ftnb. 9Bad in aKer 9BeIt l^at bie unerfd^opfli^e 
(SrbauungStraft oon Siebem wie $f. 28. 90. 103. 121. 127 unb oielen anberen mit ber 
^age ju tl^un, ob ftd^ irgenb ein nad^e^ißfc^er 9lebattor mit feiner 3uweifung an 3)aoib ober 
ÜRof e ober @a(omo geirrt ^abe ober nid^t ? 

3)a^ bie (faft bürdend oöOig bunKen) muftlolifd^en Über« unb Seifd^ften fSmtlid^ mit 
ber Xempelmufif unb bem Xempelgefang ber nac^e^ifd^en Q^t gufammenl^öngen unb ba^er 
jumeift wo^I erft nad^tr&glid^, wenn auc^ nid^t etwa erß bei ber @(^Iu^rebaItion bed $faIteriS^ 
beigefügt ftnb, ift jje^t fo gut wie allgemein anerfannt. @o erllört fid^ aud^, ba^ ein unb ber- 
felbe $falm (14 unb 53) bei ber äCufnal^me ^in oerfd^iebene Sammlungen oerfd^iebene Über« 
fc^ften erhalten lonnte. äludbrütfKc^e @rwä^nung bed liturgifd^en 9(nlaffed finbet fid^ in ben 
Überfd^iften }U $f. 30. 38. 70. 92. 100. 

Z)ie ftufenweife Sntftel^ung bed je^igen ^falterd aud Heineren Sonberfammlungen if) 
aOmä^Iid^ burc^ folgenbe 9eobad^tungen aufgel^eEt worben. Seit bem 2. ga^rl^unbert n.6l^r. 
ift bie Einteilung bed $falterd in fünf Sucher begeugt, mag aud^ bie S3eifügung befonberer 
(jebod^ ftetd unoolalifterter) Überfc^riften^ wie ;,erfted 9)ud^'' u. f. w., in ben ^ebräifc^en Sibel« 
^anbfd^riften erft oiel fpöter erfolgt fein. {Der Sd^Iu^ ber einjelnen S3üd^er ift je am@nbe oon 
$f. 41. 72. 89. 106 burc^ eine fogenannte Nosologie (Sobpreifung) fenntlid^ gemacht; al^ 
3)o£ologie ium fünften 93uc^e bient ber ganje 150. $falm. S)a nun bie Nosologie }u $f. 106 
bereite 1 @^r. 16, 36 mitcitiert fc^eint, fo fd^Io^ man baraud frül^er, ber Sl^ronift muffe ben 
$fa[ter bereite in feiner gegenwärtigen ®eftalt famt ber Einteilung in fünf Sudler gelaunt 
^aben. 9{euerbingiS ift jebo^ mel^r unb me^r bie umgetel^rte Slnna^me burt^gArungen, ba^ 
bie 2)0£oIogie in 1 Qffx. 16, 36 urfprüngKd^ unb fomit in $f. 106, 48 nad^getragen fei, wo^( 
um auf bad britte 9ud^ ein oierted mit ber gleid^en Snja^I oon ^falmen (17) folgen )u laffen. 
S)a ftd^ nun ^inter $falm 72 bie (oon ben ^unltatoren aü S3eftanbteil bed Xe^teS betrad^tete) 
Unterfd^rift finbet: „S^ Snbe fmb bie ®ebete 2)aoibd, bed Sol^ned 3fai^'^ fo ift Aar, ba^ 
bad britte 9)ud^ ($f. 78 — 89) oon einem Slebaltor ^errü^rt, ber eine Sammlung baoibifd^er 
Sieber burd^ eine 9tad^Iefe nid^tbaoibifc^er (aber wo^I bereitiS ben Sangedmeiftem 3)aoibd )u« 
gefd^riebener) Sieber ergänjen woDte. @ine nftl^ere Setrad^tung oon $f. 1—72 ergiebt jebod^, 
ba^ aud^ biefer Xeil nid^t eine einheitliche Sammlung repröfentiert. Srftlid^ muffen !^f. 42 
bid 49 (lorac^itifd^e $falmen) unb ber 9(fap^«$falm 50 urfprünglic^ mit $f. 73—89 ein 
@anged gebilbet ^aben. a)ie Unterfc^rift ^inter $f. 72 (urfprünglid^ wol^l hinter $f. 71) 
farni fic^ i^rem SEBortlaute nac^ nur auf 5ßf. 3 — 41 unb 51—71 bqogen l^aben.^ S)enn biefe 
Sieber finb fämtlid^ a)aoib gugefd^rieben au^er $f. 10, ber gweiten ^älfte oon ißf. 9 (f. bie 
9tnm. }U $f. 10, 1 auf S. 695), $f. 33. 66. 67. 71; bod^ bc^eid^net bie grie^ifd^e »ibel 
aud^ $f. 33. 67 unb 71 atö baoibifd^e. 



208 ^^^i^ ^^ ^efc^ic^te M altteftamenta^en 64nfthtm8. 

Sa^ aier $f. 3—41 burd^ bie Sd^lu^bo^ologie mit Siedet old eine Bef onbere ©ammlung 
getennjeid^net ftnb, ergiebt ftc^ erftlic^ oud ber jioeimaligen Xufna^me betfelBen $falmen 
(14 = 58 ; 40, 14 ff. = 70), fobann aber aud^ aud folgenber Sntbedbtng (Smolbd. SSSai^renb 
bad erfle 9u(^ 272ma[ ben (SotMnamm Sal^ioe Braud^t, nur etma fteBenmal ben 9lamen 
€lol^im (®ott), too man ^a^roe emotten foEte, fiBenoiegt Don $f. 42 aB Bid $f. 83 Slo^im 
in fol(§em @rabe, ba^ ben 43 ©teilen mit ^afycot 200 (Slol^im gegenüBerfte^en. S)ied lä^t 
fic^ — )umal nad^ ber SSergleid^ung Don $f. 14 unb 58 — nur fo erKären, ba^ trgenb ein 
diebaftor in ber ®onberfammIung 42 — 88 (olfo nod^ o^ne bie 9lad^Iefe forad^itifi^er unb 
<inberer ^folmen 84—89) oud ©rünben religiofer @d^eu ben (Sottednamen ^al^me burc^ 
@(o^im ju erfe^en trad^tete, o^ne freilid^ bamit ganj )um 3iele gu gelangen, ]uma( fid^ ^ouftg 
<oergL oBen @. 78 bie Semerfung ju ^. 50, 1) S^^n^e neBen @lol^im ober adonaj („fyxt'*) 
im 2e£te Behauptete. 

3la^ aEebem wirb bie allmähliche (Sntfte^ung bed $f altera fo }u benlen fein : ben ®runb« 
ftod Bilbete $f. 8—41 afö erfte ©ammlung baoibifd^er Sieber, bie etma jur 3eit Sdrad ver« 
anftaltet mürbe. 3^r folgte etma gegen bad ®nbe ber perftfd^en 3eit eine gmeite Sammlung 
t>at)ibifd^er Sieber (51 — 71), fomie oon Siebem ber 3eitgenoffen 3)aoib« (42—49. 50. 72. 
73—83) mit einer abermaligen 9lad^lefe (84—89). ©ie britte Sammlung (90—150) bürfte 
geraume 3eit fpäter fallen unb faft burd^meg jüngere unb jüngfle $falmen Bid l^eraB in bie 
^eit Simons, bed Segrünberd ber ^admonaifd^en S)9naftie (142 ff. o. Gl^r.), enthalten, ^r 
t)en jeitlid^en SBftanb ber britten oon ber jmeiten Sammlung fpric^t oor aKem, ba| in $fa(m 
90—150 bie mufifalifc^en ÜBer« unb Seifd^riften, bie bod^ bem G^roniften nod^ ganj geläufig 
ju fein fd^einen, ooEftänbig fehlen. @d rnui^ alfo in ber 3eit nac^ i§m eine UmgefUiItung ber 
^empelmuftl ftattgefunben ^aBen, unb jmar mar fte eine fo grünbUd^e, ba^ jene alten mufti» 
iec^nifd^en SBejeic^nungen fd^on ber ale^anbrinifd^en (griec^ifc^en) ÜBerfe|ung ber $falmen 
gönglid^ unBelannt ftnb. ^nner^alB ber legten Sammlung finb üBrigend beutßd^ mehrere ju« 
fammenge^örige ©ruppen au unterf djeiben : fo 5ßf. 92—100. 104—107. 111—117 unb Be» 
fonberd bie ^errßc^e ©ruppe ber « SSaSfa^rtdlieber'' $f. 120—184 (oergl. bie 9(nm. ju 120, 1). 
IBieQeid^t erft oom [e|ten Stebaltor mürben ber gangen Sammlung bie namenlofen $falmen 1 
unb 2 (bie nod^ Xpoftelgefc^. 18, 83 afö e iner gered^et ftnb) oorangefteUt, ber eine ald eine 
^rt Programm ber et^ifd^en ®runbgeban!en bed ^falteriS, ber anbere atö ein fold^ei^ ber t^eo* 
fratifd^en unb meffianifd^en Hoffnungen bedfelBen. 3)o(§ more aud^ mäglid^, ba0 einer oon 
Beiben fd^on einer früheren Sammlung atö Einleitung gebient l^ätte. 2>urd^ oBige 9lnfe|ung 
ber brei Samminngen ift üBrigenS nid^t audgefc^Ioffen, ba^ nad^träglid^ nod^ einige Ser« 
f c^ieBungen ftattgefunben ^oBen, namentlid^ au(§, bajs einzelne maRaBaifd^e $falmen (fo l^öd^^ 
ma^rfd^nlic^ $f. 44. 74. 88) Bereite in bie gmeite Sammlung eingebrungen ftnb. 

2)ie religiofe unb religiondgefd^id^tlid^e Sebeutung bed $falterd ift nid^t leidet gu ^od^ 
angufd^Iagen. 2)ad burc^ @dra gur l^errfd^enben äXad^t gemorbene prieflerlid^ @efe|Bu($ er« 
medt burd^ feine üBeraud ftarle Betonung aller ber $ a n b lun g en , bie auf äu^ Steinigfeit 
unb bie Sefd^affung oon Sfil^ne im Jtultud unb SeBen l^ingielen, leidet ben Sd^ein, ald oB bad 
^ange 3eitalter feit (föra burd^aud im Dpf erbienft unb SerimoniaIgefe|; aufgegangen fei ober 
bod^ bie xmtaa^ mid^tigfite Set^ätigung bed religiöfen Sebürfend tmb ©mpfinbend in i^nen 
erBlidEt ^aBe. 92ic^t ald oB hai $rieftergefe|; eine SeoBad^tung bed (Serimonialgefe^ed o^ne 
entfpred^enbe ®eftnnung, opera operata ol^ne ©lauBen unb perfönlid^e ^ingaBe an ®ott unb 
ben 9td#en, gemoDt ^ätte. 9(Ber b er tiefgreifenbe Unterfd^ieb Befte^t aSerbingd, ba^ bie 
ed^t prop^etijfd^e 9(nf($auung, mie fte m^ 9lm. 5, 25. $of. 6, 6. ^ef. 1, 11 ff. 3Rid^. 6, 6 ff. 
3er. 7, 21 ff. in üBeraud Iräftigen 3eugnif[en vorliegt, Opfer unb äußere ^anblungen für 
gleid^giltig unb entBel^rlid^ ^ielt — gum beutlid^en SemeiiS, ba^ fte t)on einer göttlid^ 9ln> 
orbnung in Betreff biefer 3)inge no(§ nic^td mu^te. S)agegen fte^t ber ^rießertobe; beutlid^ 



9iMi ber ©ef^i^te hH alitefiamentfic^en ®d^dfttum8. 209 

auf bem 6tanbptm&, ba| er bie oom ®efe$ geforberten Opfer unb äußeren ^atiblungen aü 
bte oontel^mfte unb fd^Ied^ti^in unerld^lid^e Set^öttgung ber gottgefälligen ©eftmtung Betmd^tet. 
3)urd^ ben ^faltet nun n)erben wir Belehrt, ba^ neben ber gefe^Iid^en Slid^tung eine 
anbere nid^t minber mSd^tige l^erging unb fettft im a:empellult ju Sebcutung gelangte, bie 
wir nur aÜ eine ^tfe^ung unb mürbige 2)arflellung ber prop^etifd^en ©ebaitiTenmelt 6e^ 
jeid^en tonnen, ^mn mir oon $falm 119 abfegen, ift ber $inn)ei^ auf bad ,,®efe$" im 
$falter ein auffällig fpärfid^er, unb mo er ftdj finbet, gilt er foft immer (oergl. j. 9. 1, 2. 
19, 8 ff, 87, 31) ber ftttlid^ reinigenben unb bemal^renben SBSirhing, ni(^t ber lultifd^en 9e* 
* beulung beö ®efe$ed. SJoför aber — meldte pfiffe oon S««8"iff«^ fö'^ i*e Art innigften unb 
wal^l^aftigften religiöfen ©mpfinben«, in ^erslid^ Sitten unb ©anfen, in meltüberminbenbem 
®Iauben unb Vertrauen, in feligfter ®emeinfd^aft mit ®ott. ^a, felbft bie oben ermähnte ad^t 
prop^etifdje Stnfdjouung oom Opfer finbet ^ier (5ßf. 40, 7. 50, 8 ff. 51, 18 f.) nod^ einmal 
einen fc&ftigen unb, mie fd^on früher bemerft, in ber nad^e^Iifd^en Jtultudgemeinbe gerabeju 
befrembenben Xudbrud. XBer aud^ jene ^od^ften (Snoortungen, bie megen il^rer Sebeutung für 
bad ®anje ber göttlid^en ^eUdmege ale anberen prop^etif^en ©ebanlen an Sid^tigfeit über» 
ragen, — bte l^bee bed meffianifd^en Sleic^ed aÜ eined bani bem !ERiffiondBeruf ^draeld aOe 
Reiben umfpannenben ©ottedreid^ed, für; bie Seftimmung ber Steligion l^draete jur SBelt« 
religion, — aud^ fte ftnb im $falter burd^ jal^Ireid^e Saffif d^e Ifu^erungen bejeugt *. 

3ur redeten SBürbigung bed ^falteriS f^at namentlid^ eine löngft gemachte, aber aud^ oft 
unb lange mieber oergeffene Seobad^tung beigetragen : ba^ in einer großen 3^^^ ^on ^falmen 
nic^t ein ein}elner fSfrommer, fonbem bie fromme ©emeinbe ber na^e^ilifd^en Qüi rebet. ®d 
fielet bie9 in ^ufammenl^ang mit ber 2^^atfad^e, ba^ oon $aud aud nid^t bad 3nbioibuum, 
fonbem bad SSoIf afö bad Subjelt ber Steligion S^^^t^^ gu betrad^ten ifl. Sad SSoII ifl oon 
^al^me eno&^It, burd^ bie ÜRad^ttl^aten feinet Slrm^ aud ber agt^ptifd^en @flaoerei (odgdauft 
unb bamit fein Eigentum gemorben. SInbermärtd ^eijst ed fein erftgeborener @o^n (2 SRof. 
4, 22; oergl. J^of- ^^p !)• ^^^ ^oUe gelten bie @erid^tdbrol^ungen, mie bie Ser^eijlungen 
ber iEBiebererflel^ung aud bem S^il unb ber mefftanifd^en S^t. 9hm mürbe ed aKerbingd eine 
arge Übertreibung fein, menn man in ben^falmen nirgenbmo S^^ifT^ inbioibueOer^ömmig:» 
feit, inbioibueOer religiofer Srfal^rungen unb Sebürfniffe anerlennen, aUed nur aud berSede 
ber betenben ®emeinbe ^eraud gerebet badete. Sbgefe^en baoon, ba^ Bei ber älufna^me ber 
Sieber in bad ®emeinbegefangbuc^ mand^e inbioibueffe 3üge unterbrüdft ober umgemanbelt 
fein mögen, bebarf jener 6a| oon bem 33oße aU bem @uBjd(t ber idraelitifi^en Sfleligion 
menigftend für bie nad^ejrilifd^e 3^1 fel^r ber (Sinfd^ränlung. ^ndbefonbere burd^ 3^^<t n)<^ 
bie Sodlöfung ber Sleligion oon i^rem engen 3ufammenl^ange mit Staat unb SSoUdtum an^ 
gebal^nt morben; ber ,,neue 99unb'' foOte nac^ i^m (81, 88) im innersten ^erjen jebed ®in» 
jelnen mirllic^ merben. Unb fo more ed in ber X^at eine oerlel^rte Xnna^me, moKte mcat 
,,3nbioibualpfaImen'' gon} in Slbrebe {leQen ober bei ben ®emeinbepfalmen leBenbigflen per« 
fonßd^en Xnteil bed 2)id^terd an ber Xrauer ober ber g^reube ber ©efamtl^eit leugnen. Shtrd^ 
aOed bied mirb jebod^ nid^t audgefd^Ioffen, ba^ eine giemlid^ gro^e 9(nga^I oon $falmen, mit 
beren 2>eutung man ftd^ el^ebem nu^lod gequält l^at (mir rechnen ba^in u. a. aud^ 8. 4. 7. 
9 f. 11. 18 unb gan} befonberd 22), burd^ bie äluffaffung als ©emeinbepfalmen fofort l^eKed 
Sid^t empfangen **. 



* 93erg(. üBer biefen $unft, ber früher infolge einer aUau me(^antf<i^en SCuffoffung bed Segrifffl 
,mefflanif4e SBetdfogung' otelfad^ fd^ief beurteilt morben ift, bie treffU^e 2)ar(egung oon 6tabe in 
,3eitfd^. für %iv>l unb itirc^e' U (1892), 869 ff. 

** 2)ie SCnna^me ao^trei^er (Stemeinbepfalmen ifi in neuerer 3^ Befonberd oon Old^oufen, 
9ieuB unb (S^e^ne aur ©dttttng geBrad^t morben. SCu^erbem oermeifen mir auf bie prinaipielle (Sr« 

Aaulf«, SUtc« Seflamcnt. 14 



210 9[Mt bet ®ef4i4te ha oltteflamenta^en 6(^rtfttum<. 

3n eine ganj anbete 33elt »evben »ir burd^ b t e $Yo(en I^rif d^er 3)td^tuns oerfe^ft^ bie 
und im ,,Sieb bet Siebet'' obet ^^^o^enlieb'' et^alten fmb. SlSetbingd mögen fte i^te Xuf« 
na^me in ben Jtanon^ bie übrigem^ nid^t ol^ne äSebenlen etfolgte, nut bem boppelten Umftanbe 
oetbanlen, ba^ man fte füt ein SBetI Balomo^ l^ielt unb butd^meg aüegotifd^ gu beuten 
mu^te — in bet Synagoge auf bad Setl^&ltnid ^al^med gu bet idtaelitifd^en ©emeinbe, in bet 
d^tiftßc^en Aitd^e auf badjenige Sl^tifH gu bet Aitd^e ald feinet Staut. ^Bet biefe oQegotifc^e 
2)eutung mu^ bei nä^etet Settad^tung beiS äSottlautd o^ne SBibettebe old eine ®otted obet 
S^fti unmütbige abgemiefen metben. 3)enn eben biefet SQottlaut [ä^t nut an eine 93et« 
l^ettli(§ung itbifc^en SieBedglfidEd unb g»at Donuiegenb nac^ feinet finnlid^en Seite benlen. 
daneben fe^tt ed fteißc^ nid^t an ©teDen^ bie bie btäutßd^e obet el^elid^e Siebe untet einem 
totii ^öl^eten ©eftd^tdpunlte pteifen (oetgl. bef. 8^ 5 ff.). ä(ud il^nen entnahm man nad^ bem 
$teidgeben bet aüegotifc^en 9(udlegung bad Sled^t^ in bem ^ol^enlieb flbet^aupt eine SSetl^ett« 
lid^ung bet monogamif^en Siebe aU bet oon ®ott gemolten ©emeinfd^aft im ©egenfa^e gu 
ollen SSetgettungen butd^ bie ^atemdmittfd^aft bet ®to^en gu etbliden. 3)iefe SKuffaffung 
ging faft immet $anb in $anb mit bet Snnal^me^ ba^ und im ^ol^enlieb ein S)tama obet 
@ingfpie[ ootliege, in meinem bie btäutlic^e Siebe eined lonblid^en $aated (eined Ritten unb 
bet @ulamit^)^ i^te gemaltfame 2^tennung butd^ Salomo, bet 6ulamitl^ in feinen ^otem ent« 
fül^tt, bad oetgeblid^e äBetben Salomod^ bie 6tanb^aftigleit ©ulamit^d unb enblid^ i^te 
glfidlid^e äBiebetoeteinigung mit bem ®eliebten in ^anblungen unb SSec^felgef&ngen oot- 
gefttl^tt metbe. S^¥^^ f^^^ ^^ Setfud^e *, ben ^nl^alt bed ^o^enliebd in bet angegebenen 
obet in äl^nlid^et SEBeife -— meift untet 3ul^ii^f^<^^nte oon Slattoetfc^iebungen in ben ^nb» 
fd^tiften — in 9(Ite unb @cenen gu getlegen unb auf bie l^onbelnben ^etfonen (6a(omo^ 
Sulamit^^ ben {Ritten), oielleid^t auc^ auf ein gmeited Siebedpaat^ enbli(§ bie ÜRSnnet unb 
Xöd^tet 3^<tlemd (ald 6^ot) gu oetteilen. 2)a^ ade biefe ©liebetungen im S^e^te fd^Ied^tet« 
bingd butd^ nid^td angebeutet finb unb ba^ infolge beffen aud^ nid^t gmei biefet Dtamati« 
ftetungen miteinanbet fibeteinftimmen, magnoc^ aföbie getingjüe ©d^mietigleit gelten. (Stöbet 
ift bie anbete, ba^ auf genuin femitifd^em Soben, gumal in altet SAi, bad 2)tama unbelannt 
unb ein Setlel^t untet SBtautleuten, mie bet im ^ol^enlieb ootaudgefe^te, unetl^ött ift. SBeit 
natütlid^et etfd^eint fd^on bie 9(nna^me, ba^ bad ^o^elieb aud einet Xngal^I einjelnet Sieben« 
liebet, fei ed eined obet me^tetet 3)id^tet, befte^e. SSoDftänbig abet fc^eint un^ bad 9iatfel etfl 
butd^ bieälufllatungen gelöft gu fein, bie SBe^ftein ""^ auf ®tunb eigenetälnfc^auung aud nod^ 
l^eute befite^enben Sitten bet atabifc^en SeoöIIetung in Serien unb $alaftina gegeben l^at. 
S)ätnad^ enthält bad ^o^elieb ^od^jeitdgefänge (tefp. ^^tagmente fo(d^et), mie fte am ^od^geitd« 
tage felbfit unb in ben etften fteben 3^agen batnad^ oon ben S3tautffi^tetn, bem (Sl^ot bet ÜRdnnet 
unb t^^auen, abet aud^ bem jungen $aate f elbft, g. X. untet Spiel unb Xang, gefungen metben. 
2)iefe fieben Xage l^ei^en ,,bie ftönigdmod^e'', meil bet junge Seemann unb bie junge gtau 
mäl^tenb biefet 3^t bie SRoDe oon ftönig unb jtünigin fpielen unb oon einet 9ltt 31^ton aud, 
bet auf bet Xenne aU Sl^tenft^ füt fte aufgefd^Iagen ift, bie ^ulbigungen bet gangen Dttfd^aft 



dttetung biefet Stteitftoge oon @menb (,Ü(et baS Sd^ ber ^falmen") in bet 3^ttf(^t. füt toiffenfc^. 
S^eoY. 1888, &. 49 ff., bie fonfequentefte S)ut4fülitung bet X^eotie oom üoSefttofubjeft, foioie oon 
aSeet (,,3nbioibua(« unb ©emeinbepfalmen", 9Ratbutg 1894), bet eine oetmitteinbe Stellung einnimmt. 

* 6o nod^ neuetbingS, um nut bie »id^tigften ju nennen, oon @ti(tel (Sett. 1888), Bruston 
(Vatis 1891), ^etaog (IBetL 1898), Martineau (im Amer. Journal of Philology XIII, 8) unb in 
te^t anfpted^enbet SBeife oon 9iotl^{iein (^aUe 1898). 

** Snetft in bet geitfd^t. bet beutf(^<notgen(. ©efeSfd^. 1868, 6. 105 f., bann in bem 9Cuffa| 
übet t^e f^tifcfte SJtefc^tafcI* in »cfHanS gcÜ^tifUfit^nogtapö^^ (1878), unb in 3)cn|f(S^ 
Pommentat übet baS ^o^elieb (2pg. lS15)f^:^T^^[3B3^f^SiM^lli%t iux (Stflftrung auf ®tunb 
bet $9pot^fe IBetHeini» giebt IBubbe ü^;^fie »nng ^^ f^^iH^^^^ World 1894, p. 56 CX 

^ i y 1895 



mti^ ber (Sefdjid^te be9 altteflamenilid^en 64tifitum9. 211 

unb felBjl ber 9lad^(argemeinben entgegennehmen. @d ifl merhofitbig, toit {!d^ oiele gang 
tfttfell^afte Stellen bed ^l^enßebed (fo j. 9. 7, 1 ff. afö Segleitung jum Sd^merttan} ber 
Srattt) burd^ o(tge SSoraudfe^ung in üBeraud einfad^er SBeife erH&ren. Unter anberem t)er^ 
ftel^t ftd^ fo aud^ oon felifl, ba^ neber Salomo 3^ 7 ff. mit bem l^iftorifd^en Salomo etmad }u 
tl^un ffiä, nod^ @ulamitl^ (7, 1) ein Eigenname ift. Seibe Segeid^nungen ftnb ate Sergleid^e 
gemeint, unb ^roca ift Sulamit^ (in ber gried^ifd^en 8i6el „Sunamit'O ein ^inweid auf jene 
XBifag oon ®unem*, bie nad^ 1 ftön. 1, 3 f. afö bie fd^Snfle ber bamoligen Jungfrauen 
S^raelS )ur Pflegerin bed greifen Daoib iefümmt marb. 9efonbere ^eroorl^ebung oerbient 
nod^ bie fel^ rid^tige Semerlung SubbeiS {am ®^lu^ ber ®. 210 angefül^rten XBl^anblung), 
ba^ allerlei Slnftö^iged im ^ol^enlieb meit ^armlofer unb unverfänglich erfd^einen ma^, mnn 
ed in ben Sflal^men alt^ergeBrad^ter ^od^jeitdbrSud^e unb ^od^jeitdlieber gehört Xld (Ent« 
ftel^ungdgeit biefer ^od^jeitiSlieber mirb f d^on an^ fprad^Iid^en ©rünben, namentlid^ aud^ megen 
ber Sermenbung oerft^iebener gried^ifc^er Sßörter, frttl^eftend bie erfle gried|iifd^e Qüt angu« 
nel^men fein. 

Sinen lej^ten Sbfd^nitt ^aben mir ben Senlmdlem ber fogenannten Sl^od^ma = (SSet j* 
l^td«)Sitteratur }u mibmen, bie in ben Aanon bed alten Si^amentS Xufnai^me gefunben 
^aBen. 9Bir laffen hierbei auf fid^ Berul^en, oB „bie Seifen'' fd^on in oarqfilifd^er S^i eine 
Befonbere S^nft (neben ben ^rieftem unb ^rop^eten) geBilbet ^oBen. Shtrd^ 3er. 18, 18 
mirb bied ^öd^ft ma^rfd^einlid^, unb ftd^er mar e9 nad^ aOterlei beutlid^en Spuren (oergl. Bef. 
Spr, 1, 6. 18, 14. 22, 17. 24, 23. 5ßreb. 12, 11) in ber nad^ejilifd^en Seit ber gall. »aBei 
»erben mir freilid^ fiBer bie Sufammenfef^ung unb Serfaffung biefer (Senoffenfd^aften, fiBer 
ben Umfang unb bie Stetl^obe i^rer gforfd^ung fafi ganj im bunSen gelaffen. 9htr fooiel er» 
gieBt ftd^ aus gal^lreid^en Stellen be« Spruc^Bud^iS (1, 4. 8. 2, 1. 8, 1. 4, 1 u. f. m.), ba^ 
bie X^tttigleit ber SSeifen nid^t nur ben Beratungen unb S)idputationen untereinanber, fonbem 
oor aOem ber Untermeifung ber Jünglinge (ber „Sd^ne, b. ff. Sd^üler ber 993eifen'0 gemibmet 
mar. ÜBer bie ®egenftänbe i^rer ^orfd^ung unb Se^re aber geBen uniS bie im 9llten S^efJament 
erhaltenen Seidl^eitdBüd^er menigftend ivm Xtxl Sludlunft. ©runblage unb Soraudfe^ung ift 
fiBeral bie t)on ben SSatem ererbte Sieligion Jdraetö, benn „bie t^ird^t Jal^med ift ber Anfang — 
mcca fännte aud^ üBerfe^en : bie ^auptfadje Bei — ber ©rienntni«" (Spr* 1, 7). ®aBei tritt 
jd)od^ bie btltifd^e Seite ber Steligion, fomit auc^ bie Snle^nung cot bad priefterlid^e ®efe|, 
fafl gang jurüdf unb bie prop^etifd^e Sflic^tung bementfpred^enb in ben Sorbergrunb. 2)ad 
SBid^tigfte aber ift : bie 9leligion, auf beren ®runbe fu^ bie SBeid^eit aufbaut, ift nid^t mel^r 
(oergl. bagu oBen S. 209) Sac^e bed Solfdgangen, fonbem bed Jnbioibuumd. 2)ie Se^ren 
ber SBeid^eit, bie Sdfung ber Probleme, mit benen fte ftd^ Befd^äftigt, foHen bem ßingelnen 
t^ngergeige für fluge SeBendfü^rung unb mal^rl^aften SeBendgenu^ gemä^ren, aBer m^ Be- 
ruhigung üBer quälenbe S''^^f^^f (Semi^l^eit üBer tröftlid^e SEBal^^eiten, bie eben bie eingelne 
SRenfd^enfeele angelten. Släl^er Betrad^tet Befd^äftigen fid^ oon ben brei altteftamentlid^en SSeid« 
^tdBüd^em : bie Sprudle mit allerlei eingelnen Siegeln ber Sebendfü^rung, bad Sud^ $ioB 
mit einer religioniSpl^ilofop^ifd^en Streitfrage von ^dd^fter SBid^tigleit, ber ^rebiger enblid^ 
mit ber f^rage nad^ ber SRSglid^Ieit einer gefd^loffenen SSeltanfd^auung überhaupt. 

9(ld ber ftem bed Sprud^Buc^d ift ol^ne Su>^f^I ft<q>- 10, 1—22, 16 gu Betrachten. 
Sin ber Spi|e biefe« Xeild fielet bie ÜBerfd^rift ^bie Sprudle Salomod", bie nad^mald (1, 1) 
auf bad gange 9ud^ übertragen mürbe. Sie Bemeift für eine alte, aud^ burd^ 1 ft9n. 5, 9 ff. 
Begeugte ÜBerlieferung oon Salomo aliS bem Urbilb ber „9EBeifen" unb namentlid^ aud^ afö 



* S)iefe gtoeifedod richtige Deutung bed nur einmal oorfommenben Ramend gab Stabe in ber 
®ef($. SSraeld I, 292; f. bie nähere »egrünbung bei »ubbe a. a. D. 6. 68 f. 

14* 



212 ^^^i ^^ (Stefc^id^te beiS oltteflamentlic^en 6(^rifttumS. 

{^ouptBegtütiber ber Spi^ud^tpeidl^eit. 9Bte oiele freUid^ oon ben 376, meift ht fogenatmtem 
antit|^i|^ (gegenf^lli^en) ^araSelidmuiS oufiretenben SSerfen @aIomo fdbft gu)uf<l^m(en 
feien, ift gang ungewiß (oergl. boju bad oben ®. 141 f. (emerfte). ®inen erfien Sn^ong ^a}u 
bilben ,,bte Sorte oon äBeifen" Aap. 22, 17—24, 22, einen gleiten bie }mdlf SSecfe Aap. 24, 
28—84. äCuc^ biefe ergeben (out tlberfd^ift nid^t ben Slnfprud^, oon @aIomo j^ecgudl^ven. 
Sine gmeUe ^auptfamntlung liegt in Rap. 25, 1—9, 27 oor^ mit ber Überfd^rift : „9ud^ bieS 
ftnb @pr(U^ @aIomo9, »eld^e bie 9Jtänner ^idliad, bed JtSnigd oon guba, jufanunengePkeDt 
j^oben." 9Q3ol^ biefe 9(ngabe, bie wegen bed „aud^'' erft oon einem fpäteren Slebaftor ^^ 
rfi^ren lonn, genommen ifk, oermögen mir nid^t gu beurteilen. 3)enn ber Xnnal^me, bol „bie 
ÜRSnner ^igl\a&" auf biefe SCßeife i^re eigene Sammlung an bie erfte {^auptfammlimg falo^ 
monifd^er Sprüche angefd^Iof[en l^ätten, fielet mel^rfod^ed SBortommen berfelben 6prft(^ in 
beiben Abteilungen entgegen (mie benn überhaupt oon ben 541 @prfid^en beS ganges Sud^^ 
fiber 100 miäer^t erf (feinen). Übrigend mirb fid^ nad^^er geigen, ba^ bod^ au^ fjBr biefen 
Xeil eine le^te fiberorbeitung in nac^e^Iifd^er 3^t angenommen merben mü^te. Xb Sbi* 
l^ftnge ber gmeiten ^ouptfammlung erf (feinen: 1) bie SBorte 9lgur8, bed Sol^ned ^ale^ 
(Aap. 80); 2) bie SBorte beS Adnigd Semuel (81, 1—7) unb 8) bad alpl^abetifd^ Sob ber 
tttgenb^aften ^^ou^frau (81, 10 — 81). 5Die iSei^ouptung ber jübifd^ ttberUefmmg^ ba| 
ätgur unb Semaiel nmftifd^ Sqeid^nungen @a(omod feien, f c^eitert fc^on an bem fpra^Iid^en 
d^orttlter biefer Spräche; biefer meift oietme^r auf bie fpötere nad^esilifd^ 3^^« 

Srß nad^ älbfd^Iu| ber bi^^ befprod^enen Sammlung ober bod^ ber ^ajuptmoffe oon 
Aap. 10—29 lom ber $rolog (Aap. 1 — 9) l^ingu, ber nad^ einer ®efamtaberf(^rift unb fuqmi 
(Einleitung gum gangen Sud^e (1, 1—6) teifö in allgemeinen Srmal^nungen yitr jineignung 
ber äBeid^eit unter beftänbigen ^inmeifen auf i^re fegendreid^ ^d^te, teite in äBormmgen 
oor oerfc^iebenen eingetnen @ünben unb 2:^or^eiten oerläuft unb mit einer ff^ungoollen 
Siebe ber SSiei^eit felbft, in ber fte feierlich gu bem oon i^r bereiteten 3RäSfU ieinlobet, ab^ 
fd^ße^t (Aap. 8 f.). 9iamentlid^ biefer Sd^Iu^ mit feiner eigentümlid^en ^erfpnifrfotion ber 
Sffieid^eit fe|t eine längere $fkge ber religion^p^ilofopl^ifd^en @peIultotion oproud, unb ber 
Xbfd^lu^ bed je|igen @pru(^ud^d lomt ba^er frü^eftend in bie 3Ritte beS 4. 3<(^^unbertd 
gefegt meinen, fibrigend lel^n bie ga^lreid^en ^^gaben oon anbenoeitigen ^rfl(^ in ber 
gried^ifd^en Überfe^ung, ba^ ed aud^ nad^ ber ^^ßeHung bed und oorliegenben {onomfüi^ 
Sprud^bud^ nid^t an S3emtt^ungen um bie @noeiterung unb 3[udgeftaltung beSfelben gjefi^It 
ffat 3)ie oben angebeutete le^te Überarbeitung aud^ ber älteren Sammlungen in nad^Iifd^ 
3eit mu| bed^alb angenommen merben, meil fid^ nur fo bad ganglid^e gfei^Ien .irgenbmeld^ 
^inmeifed auf ben ©ö^enbienft erllären lä^t. 9Cud^ bie burd^g&ngige S}oraudfe|ung ber 9Rono« 
gamie ift oon 3teu^ mit Sfled^t aü Aenngeid^en bed nad^e^ilifd^en 3citalterd geltenb gemad^t 
morben. 

^e SBel^auptung, ba^ bie Sprfid^e gleid^ einem großen Xeile ber Sßfabnen „bie Steligion 
im £eben" oorffil^rten , bebarf einer gemiffen (Sinfd^ränlung. 3kf^m ber gro^ Qcdfi oon 
Sprüd^en, in benen eine tiefreligiüfe ©eftnnung fo ^errlid^en SSuSbrud finbet, nie g.9. 81, 80, 
giebt eiS bod^ oud^ eine äteü^ fold^er, in benen lebiglid^ auf ®runb reid^ SebcniSerfal^ntng 
Siegeln ber SebendmeiSl^eit unb felbft ber bloßen Sebendllugl^t empfohlen merben. 9(ud^ an 
gemd^nßd^en Sinnfprüc^en, ja fogar einer Srt oon difttfelfpielen (80, 15 ff.) f^It e? nid^t, 
mie benn äber^oupt bie Aunftpoe^ (fo namentlid^ in ber trefflid^en Sammlung Aap. 25 ff.) 
bie SSoItepoejie — bad „Sprid^mort" im engeren Sinn — flbenoiegt. Stirgenbi^ ober 4p ber 
Sn^olt ber ä(rt, ba^ er gu bem religiöfen unb ftttlid^en (Srunbton, ber fidf bucd^ iai (Shmge 
l^inburd^giel^t, in 9Biberfprud^ ftänbe. 

3n betreff bed ^u^ti ^i ob ^at bei aKem Streit Aber ben Swed unb bie %bfa{fung^ 
geit menigfteniS in einem ^^txnttt aSegeit oöHige ttbereinftimmung ge^errfd^t : ba^ in il^m me 



nxit ber Sef^i^te beS oltteßamentCi^en ed^vifttum». 213 

ber gto^artigften Sd^pfuneen twAitii, oon beiteii bie 2itieratttrgefd^id^te oKer Seiten unb 
SBdOer ju fagen mA% ja, eine fo eingigortige @d^öpfung, ba^ immer oufd neat ein müßiger 
Streit borfiber entbrennen lonnte, weU^er bid^terifc^en Jlunftform fie eigentlid^ sugujal^len fei. 
Unb n»fnn t» fonft bei biboltifc^en 2)i4tungen — benn eine foI<^ i^ baS 9ud^ ^iob auf 
jdien t^oV — unoermeibttd^ ift^ ba^ bie (ünßlertfd^e ^orm unter bem SeJ^rawede {eibet, bei 
bemSui^^iob finb 9^ ^ niemonbem foU^ bmftfrittfc^e Oebenlen gelommen. Ser 9(uf« 
bau, wie bie Sdfung M $roBUm9 erfolgt 9or unferen älugen in einer ®eßalt, ba| n)ir (notür^» 
Kc( abg^e^ iwn einigen fpät^rcn 3ut^<>^) nivgenbd ein Ermatten ber fd^Spferifd^en Araft 
be9 SDid^teriS i^rf pftren ; bie ^inrei^bfte ©emoU ber 9tebe entfaltet er mebne^r erß am Kud* 
gange ber {Di^tHng, in ben Sieben gal^ed. 

9aiS $»6(em felb^ ift lein anbere^, ^db bie einfa^e ^age, bie eigentlid^ alle anftd|e 
an bem ^id^ (S^arolter ber äBeltregierung, an ber g&ttßc^en Seitusg ber 3Renf((enf(^itffaIe 
in ^ f<(Iie|t: 2Bie nerträgt {td^ ba« £fib0n bed ^mmen mit ber ®e»d^ttg{eit ®otted? 
SSotfirU^ ifl ba(ei nid^ non bem bie Stebe, »od baiS ÜRenfd^fein für einen jeben ol^ne Hu^ 
n^fyBU tum fel&jt tni;t ^ bringt: aKerlei ^t^i«!^^^ gelegentlich oud^ flimil^t unb ^tt* 
be|ntng, mannigfad^ Serbru^ unb Sli^erfolg unb 3ule|t bem Zob. SSielms^ bad ift bie 
gfroge : 9Sie lann ti» (Bott julaffen, ba^ fo oft fd^merfte Xrttbfal Seibed unb bar 6eele Aber 
nm^^aft gfromme l^ereinbrid^t unb fte bis an i^r Snbe gänglic^ ^of^ung^lod bulben l&^, 
»S^renb eiS anbererfeitd unleugbare SC^atfa^e \% ba^ ftc^ nid^ feiten offentunbige 93eräd^ter 
®otte0 bi9 iule^t in aOen @tft(fen Ifo^ unb ungetrikbten ®lüdt§ erfreut l^oben? Jffio ift ba 
Semunft im äSeltlouf, mo bleibt bie gdttlid^ (Serec^ti^eit ? 

jDidifef^ $voblem f^'ixi in bemf elben XugenblidC auf, ein fold^e^ ju fein, mo ber (Slaube an 
eine (ttufttge Sdfung aKer Stittfel, an einen ienfeitigen gerechten Sudgletd^ Pa| gmft, mie 
bied auf bem Soben ber c^riftlid^en Unfterbli^leitdlofnung ber ^aS x% Xber bie Sieligion 
3«rael^ miU nid^td oon einer foU^ Hoffnung beiS Snbinibuumd. tiefem muite ed genug 
fein, wenn e» burd^ ®otte$ ^ulb gur naturgemälen (Brenge menfd^Iid^er Sebenibauer gelangte 
unb ni^i ]^n „in b^ ^iUfte ber S^^re'' bo^inginaffi mürbe. S)ann aber fiel e^ bem &taU 
anl^eim, unb ber @d^attenri| oon i^, ber in bie Untomelt l^inabftieg, flonb für emig au^er 

Segiel^Mtig m ®P^/ ^^ 9^ ^^ ^ S^^ ^^ Pbermelt. 

j^ lange bie 9leligi(>n nad^ bem frill^ 9eme|Aen ^ngertrennlid^ mit ben Sebfirfniffen, 
mie mit ben Sefürc^tungen unb Hoffnungen be^ SoHigangen nerbunben mar, lonnte ba# 
Noblem, mit bem ftd^ bod JBud^ ^iob befd^ftftigt, nod^ nid^t in feiner gangen Sc^mere enu^ 
pfunben merben. Sefremblic^ @d^itffale be§ gefamten SSoIled mie eingelner feiner ®lieber 
brachten barum nod^ nic^t einen ätnfto| an ber ^ered^tigleit @otted mit fid^ ; f d^on bie nSd^fte 
3ubinft lonnte eine befriebigenbe Söfung bed Stfttfeld bringen, mod^te fie mn von ben 9e« 
troffenen mit erlebt merben ober nid^t Xnber^ aber flonb e0, all man fold^e Probleme im 
jtreife ber SBieifen gleic^fam auf unabhängigem Soben, al^ Probleme bed SRenfc^enlebend 
überhaupt, bed Snbioibuumd au|er]^alb ber nationalen Sc^anlen, gu Idfen begann. Srft ba 
lonnte bie Ungleid^^eit in ben Sd^itffalen ber SRenfd^en oon bem, ber an eine gdttlid^ ®e« 
red^ti^eit glaubte, oU^ rni quftlei^ed ätStfel empfunben merben. 3n bemfelben SRa^e aber 
nm|te er m^ aKe bie f(^on frfi§er oerfud^ten Sefd^id^tigungnn bed 3>Q^f^^ »nb Söfungen 
bei» SlAifel« att nu^fe ^dflüd^te erlennen. 

So Wiljß 9& vim jene ^age gejianben l^aben, ald ber 2)id^ bed ^iob oxt iffxt Süfung 
l^erantrat,— fid^ ni<^t .blo|, meil i(n eine befonbere Steigung gu p|ilofop^if(j^er@pe(ulation 
gu i^ ^ingog, fonbem tpeil fein innerfteiS fya^, feine gange religiäfe ^ofdnlid^Ieit auf ba« 
mftd^tigfte npn i^ griffen mar. Unb er oerfuc^t bie Sofung nid^ auf bem äBege lej^rl^fter 
SOadegung unb ^emeidffij^rung, fonbem Keibel fie in ben 9ta|men einer G^d^ic^, fteDt und 
bod Problem gleicfifam in perfönlid^ (Beftalt oor Slugen unb Ift^ e9 oon gang oerfd^i^benen 



6tanb))unlten ou^ nad^ oKen Seiten Seleud^ten^ (i9 enblid^ ber 9Runb (Sotted bic (Snt« 
fd^eibuns fSOt. 

Sie äußere ©lieberung, »ir fönnen f aft f agen : ber bramatifd^e 9[uf 5au ber Z)id^tung ifl 
ü6erau8 einfad^ unb burd^fid^tig. S>er in $rofa gefd^ebene $roIog (Aap. 1 unb 2) geigt an 
^xob ein Seifpiel ecemptorifd^en irbifd^en ®lüä^, aber aud^ esemplarifd^er ^ommiglett. 2)er 
3Rann, ber aud^ für bie mdgUd^enoeife begangenen @ünben feiner Jlinber @ü^nopfer bringt, 
ift ein nia^r^afier ^ommer; bad mirb il^m 9on ®ott felbß »ieberl^olt (1, 8. 2, 8) begeugt. 
®&n}lid^ nttt|ig unb fOr ba« SSerftftnbnid bed Sud^ed gleid^iltig iß babei bie gfrage, wai 
etgentlid^ t)on ^iob, ber und l^ier ate ^erbenfürft im Sanbe tlg oorgefü^rt niirb^ fiberliefert 
»ar. SBir »iffen nur aud {^efefiel (14, 14. 20)^ ber i^n neben 3loaff unb !Daniet nennt, ba| 
er }tt ben niegen i^rer ^dmmigleit gefeierten Slanten ber Sergongenl^eit gel^orte. tlnfer Z)id^ter 
miO il^n offenbar famt feinen gfreunben aü 9lid^tidraeliten gebadet n^iffen ; bad Problem foO 
eben au^er^alb beS nationalen Sobend ber 9teligion Sdraeü erdrtert werben. S)abur(^ i{l 
natürlid^ nid^t audgef d^loff en , ba| aSer Orten fpegififd^ iSraelitifd^e Stnfd^auungen unb 
®lauben9fft^ me^ ober »eniger unmiSIfirlid^ ^eroortreten. Smmer^in i{l bie ßinlleibung 
infofem burd^eg ftreng feftge^alten, als in bem bicbterifd^en Xeile beiS Sud^d nid^t nur ber 
eigentlid^ 9lame bei^ ®otte9 gdraeld (^fftot), fonbem aud^ )d)er birelte {^inn^eid auf bie <St> 
fd^id^te bei^ SSolfeS Dermieben iß. 

S)ie bromotifd^e 9en)egung in ber äSorffll^ng \>t9 Problems beginnt mit bem erften 
älnlauf, ben ber (»ol^l auf ®runb t)on Sad^. 3, 1 bid^terifd^ oenoenbete) @atan^ b. 1^. 9Biber« 
fad^er, nimmt^ bie Uneigemtfi^igteit unb fomit ben ftttlid^en SEBert ber f^mmigfeit ^iobd gu 
oerbäd^tigen. ®ott giebt bem Satan ben äußeren ®lüd(dßanb ^iobS gu einer $robe preis ; er 
mei^^ ba| fte mit einer S^enrettung feinet Jtnec^teS enben mu^. ^ rafd^ @d^lftgen brid^t 
bad Serberben von allen Seiten über^iob herein; an einem Xage iß all fein Steid^tum bal^tn. 
®r l^ftlt fd^meigenb Stanb, bid il^n bie Jtunbe t)on bem Serluft aller feiner Jtinber ereilt. 3}a 
untermirft er m ben S^rauerbrdud^, bie bie Sitte mit ftd^ brad^te, rebet aber gletd^geitig 
®ebetdn)orte, beren ßiDe ®rd^e burd^ leinerlei gutl^at ober Sludbeutung geweigert merben lann. 

Der gmeite Slnlauf bed Satan bewegt ®ott, aud^ ben Seib — nur nid^t bad Seben — 
^iobS gu einer legten $robe preidgugeben. $iob wirb oon entfe^lid^ fd^mergl^after, peinooOer 
unb babei gftngli^ l^offnungSlofer Jtrantl^eit — nad^ allen Spuren ift bie atö Slepl^antiaftd 
belannte ^orm bed Studfa^ed gemeint — fiberfallen. 9lod^ ^ält er aud^ je^t bem bitteren 
^o^n beS eigenen äBeibed gegenfiber mit frommer @rgebung Stanb. 9119 ober feine brei 
^eunbe erfd^ienen finb unb il^m fteben 3^age unb Släd^te lang ftumm gegenfibergefeffen ^ben, 
ba fibermannt i^n enblid^ ber Sd^merg, ber in feinem gnnem tobt. @r brid^t bad Sd^meigen 
mit einem SRonolog, in bem er auf bad ^eftigße ben %a% feiner ®eburt oermfinfd^t, einen 
möglid^ß frfi^en Xob als ein beneibendmerteiS ®löd( preiß^ gule^t, in äBel^mut fibergel^enb^ bie 
ffi^e Slu^e unb bie ®leid^l^eit aller in ber Unterwelt ausmalt. 

9lid^t mit Unred^t iß ber Prolog mit ber fogenannten @cpoßtion im 2)rama oerglid^en 
worben. Unb gwar iß biefe (S^rp^ßtion fo meißer^aft, ba^ fd^wer gu begreifen iß, wie ße 
jemals ffir eine fpätere 3ut^(it gu bem urfprfinglid^en ®ebid^t ^at erHftrt werben Idnnen. S)er 
Dichter ^at auf biefem SBege mit bewußter jtunß etwas erreid^t, was gang abgefel^en oon ber 
Steigerung beS {finßlerifd^en ®enuf[eS an ber SHd^tung aud^ für bie redete SBfirbigung i^reS 
religiöfen ®e^alts oon Sebeutung iß. Der Sefer iß von Dom^erein auf einen feßen unb 
fx^txm Stanbpunit geßeQt, von bem aus er bem l^in unb ^er wogenben Streit mit lebenbigfler 
Xeilnal^me^ aber o^e Verwirrung gufd^auen tann. @r wei^ aus ben 3^atfad^en, bie i^m be<> 
rid^ ßnb^ was ^iob unb feine gfreunbe nid^t wiffen: eS giebt Seiben^ bie nid^t in bem 
fhrofenben .dornte, fonbem in bem SiebeSwiOen ®otteS i^ren ®runb ^aben. DaS iß nod^ leine 
SSfung beS Problems ; benn nod^ oermiffen wir bie Slntwort auf bie ^age, wie ber Siebes« 



»iEe ®otted eine folc^e Sßetmgung ber Seinen julaffen I9nne. 9[5er ed ift bod^ ein Bd>etttungd> 
tooQer ^nger}eig, »eld^ Sludgang ber Streit nehmen, n)ie bie aufrid^tige ^ömmigleit ju> 
leftt bod^ über Sorurteil unb Unoerftanb ftegen muffe. 

Sn ben erffcen SRonoIog ^ioBd (Aap. 3), mit bem mir bereits in ben bid^terifd^en Xeil 
beS 93ud^ed (Jtap. 8--42, 6) eingetreten ftnb, fd^Iie^en ftd^ Stop. 4—28 bie Streitreben an. 
S)reimal ergreifen bie t^^eunbe in ber gleid^en Slei^enfolge bad SSort, um iebedmal fofort von 
^io6 miberlegt ju merben. 3im im britten ©efpro^dgang (22—26) geigt ftd^ ber Stoff ber 
t^nbe berma|en erfd^opft^ ba| ftd^ fd^on ber gmeite, Silbab, mit einer furjen, verlegenen 
aSieberl^oIung oon (dngft ®efagtem begnügt, ber britte, S^pffav, gänjlid^ fd^meigi Ser Stanb« 
punit ber g^reunbe ift ber ber Ianb(äufigen Sergeltungöle^re, mie fte ftd^ ouS ber irrtümlid^en 
Umtel^rung ber großen, 2 3Xof. 20, 5 f. t>erlfinbigten SBa^r^eit entmidfelt ^attf. Sort mirb 
ben ®ottIofen 9(l^nbung il^ed ^reoeld bis ins oierte ®(ieb, ben t^ommen ber Segen ®otted 
bis ins taufenbfte ®Iieb t>erl^ei^en. S)ie SoKdmeinung lehrte bieiS bal^in um, ba^ alled 
Seiben Strafe, bouembed ©lud aber ber So^n gottgefälligen SBianbefö fei. 9(uft ungeheurem 
Seib fd^Io^ man folgerid^tig auf ungel^eure Sd^ulb, aud befonberen Strafgerid^ten, bie ben 
Seib bed vermeintlich kommen trafen, auf ^eimtid^e Serfd^ulbung. 2)a^er Hagen bie grreunbe 
ben Sulber erft verbiflmt, gule^t (22, 4 ff.) gan} audbrüdKid^ an, ba| er burd^ feine Sünben 
bad ®erid^t ®ottei^ verbient l^abe. 2)en beßänbigen ^inmeid ^iobd auf bie gang anberd 
loutenbe SrfaJ^rung in betreff ber Serteilung von ®Iüdt unb Seib fud^en jle burd^ bie Sud« 
fbid^t gu enthaften, ba| aSed (SIM ber^eoler nur fd^einbar unb gu plö^Iid^er 3erf d^ntetterung 
befKmmt fei. 

^iob leugnet nid^t, in bem Sinn ein Sünber gu fein, in bem ed aOe Stenfd^en finb. 
Xber er ift ful^ barum bod^ bemu|t, einen aufrid^tig frommen SBanbel in ©ebanlen, Sorten 
unb SSBerlen geführt gu ^aben. S)er ^inmeid auf bie allgemeine menfd^lid^e Sünb^aftigfeit 
vermag alfo bad Stötfel feined Sd^idf at« in leiner äBeife gu erHören ; bie Se^auptung ber 
gfreunbe, ed bennod^ erHort gu l^aben, ift Selbftbetrug unb 93o9l^eit. 3n biefer ftbergeugung 
rebet ftd^ ^iob im erflen ®efprä(^dgang in eine fold^e Verbitterung hinein, ba^ feine Steben 
mel^ol« (vergl. befonberd 9, 22 ff.) I^art an ®ottedläfterung anftreifen. Sber im tieften 
inneren l^ält fein ®laube bennod^ an bem 93ilbe bei^ meifen unb geredeten ®otted fefl, bad er 
f oidfe ^affxt im bergen getragen l^t ; ja, er gelangt fd^lie^lid^ bagu, ben fieugen feiner Un« 
fd^ulb im {^immel, ben geredeten ®ott, aü 9ei{lanb angurufen gegen ben unbegreiflid^en ®ott, 
ber il^n o^ne Urfad^e peinigt (16, 18 ff.). @r ringt fld^ gu ber felfenfeflen ©emi^eit burd^ 
(19, 28 ff.), ba^ ®ott gulej^t noc^ Partei für il^n ergreifen unb feine Unfd^ulb m ben Xag 
bringen merbe. ÜRit fold^er Siegedgemi^i^eit bringt er aOmä^Hd^ bie 9lngriffe ber ^eunbe 
gum Sd^meigen ; aber gu einer Söfung bed 9lätfete f elbß ift er mit al[d)em nod^ nid^ gelangt. 
3)ie Sd^lu^rebe (Jlap. 27 f.) lommt nur gu bem @rgebnid, bag bad 3^un ®otted aOerbingd 
SBeid^eit fei, ba^ er fid^ biefe aber allein vorbehalten unb bem ÜRenfd^en nur fo viel Xnteil 
an il^r vergdnnt ^abe, ald in ®ottedfurd^t unb bem ^Reiben bed 93dfen gum äludbrudt lommt 
®cgenfiber ben 9t&tfeln bed SSeltlaufd ober, gumal f old^en @rfal^rungen, mie fte ^iob gu 
mad^en ^atte, giebt ed nur fd^merglid^en SBa^id^t auf (Erlenntnid. 3n foU^ Steinung vertieft 
fU^ ^b nod^ einmal mel^mfltig in fein einfKged ®lfldt unb ätnfel^en (Jtap. 29), fleOft bem 
(Jtap. 80) fein namenlofed je^iged @tenb gegenüber unb beleud^tet bann von einem Stanb« 
punft, beffen ftttlid^ ^6^t vielfach an ben ber Sergprebigt erinnert, fein vergangene^ Seben. 
Su ben birelten Slnfd^ulbigungen bed (Slipl^ad (in Aap. 22) ^atte er gefd^iegen; jeftt erfolgt 
bie Sntmort unb gmar in einer ®eflalt, ba^ bem Sefer nur ber eine ®^anle bleibt: ®ott mu^ 
in ber 5t^at nunmehr für ben 2)ulber eintreten unb bie SBBa^^aftigleit feiner Seteuerungen 
bqeugen. ^iob felbft forbert i^n am Sd^luffe feierlid^ bagu ^eraud, unb feine Snvortung 
mirb nid^t getäufd^t. 



216 VM« ber ®ef(|i4ie bei aliteflamentft4en e^tifitumf. 

üet mad tl^tn ®ott (88, 1 ff.*) cmd kern SBetterftumt onimortet, tfk bod^ tknM gonj 
anbered, ald wad er wtd)er^o(i im Serlmtfe bed &tietid begehrt, ja {um Zeil fd^n im Sorou« 
ftc^ ausgemalt l^atte. Sin fragen unb Xntioorten (18, 22) l^atte i^m mnrgef(l^me(t, eine Qk* 
legen^eit, Bei ber er fid^ vor ®ott, aber oud^ ®ott oor i^m red^tfertigen föitne. 2)er 2)id^ter 
jeigt fli( mid^ ^ier in feiner ooOen ®rd^e. Statt eined Sted^tiSftreited, ber unter oOen Um* 
ftänben ®otted unmürbig erfd^nen mü^te, Vk^i er ®ott in einer 9tAe wU er^bener gronie 
ben SRenfd^ ftber bad 3^drtd^te, ja Jttnbifi^e feiner ^oudforberung belel^ren. Sber bie 
Sronie ift nic^t eine fräntenbe, fd^Ied^t^n obweifenbe. 6ie miO ben Xiefoernrnnbelen nur in 
bie redete Serfaffung bringen, um feine SSkinben um fo fidlerer unb fd^neSer )u ^ilen. Unb 
bie 2()fung beS Sflätfeld, bie biefe 9l^en ®otte0 geben, ift fo Kar unb einfad^ unb burd^* 
fd^lagenb, ba^ nur, vm feine Sfugen abftd^flid^ oerfd^ße^t, fte fiberfe^en lann. 2)er ®ott, ber 
oon ber Urgeit an mit unenblid^er (Srl^aben^eit unb SEBeidl^eit in feiner Gd^pfung genwUet, 
aOed mei^Iid^ georbnet, für aEed Segel^ ber unoemfinftigen Areatur KebeooB geforgt ^ot 
(88, 41 ff.), er lann aud^ bem 3Renfd^ gegenüber nur Q9Äanlen ooD SBSeiiS^ unb Siebe 
^egen, mfigen aui^ feine SBiege für SRenfd^g^onlen oft unbegretßid^ fein. SBemt e9 nod^ 
eined Semeifed bd)flrfte, ba| ber SMd^ter biefe Sel^ in ben Sieben ^cfynt» ^ nid^erUgen 
moOfen, fo more er in ber Xntmort ^H (40, 4 f. unb 42, 8 ff.) gegeben. (Sc mibemtfi nnb 
bereut in Staub unb Sf(^, nii^t, weil er ertmmt ^ot, baj^ man auf ein Segreifen ber SSkge 
®otted ein für aOemal oerjid^ten muffe — ju bief er Srfenntnid mar er fc^ frü^ ge* 
langt — , fonbem meil i^ bad enblid^ Srfc^einen ®otted bie Sürgfd^ gegeben fyMe, bo^ 
flc^ ber glömme aOejeit tro^ oJltm Sd^ein bed ®egenteiU ber meifen unb liebeooDen gH^rung 
feined ®otte9 getrdjlen lonne. 9Zur ju biefer Xuffaffung pa^ ber (mid>erum in ^fa oer« 
fa^) Spilog 42, 7 ff. 3}ie ^orm, in ber ^h Siedet bege^ l^atte, mar uiqiemlid^. ätber 
nad^bem er fid^ gebemütigt, mirb fein guted Siedet, nid^t miber beffered Sßiffen unb Qkmiffen 
bem (ieblofen Vorurteil fetner ®egner meid^en ju muffen, audbrfidtlid^ anerlannt. 3a, fte be« 
bürfen feiner gfürbitte bei i^rem Sül^nopfer, um ben geredeten Sotn (SotM abjumettben. SHe 
ooUe aBieberJ^eOung bed iiu^en ®Ifidäflanbe« ^iob« (42, 10 ff.) ifl natürlich nid^t ein 
notmenbiger 9eftanbteil ber Söfung beS Problems, fonbem nur eine gforbenmg ber fogenonnten 
rrpoetifd^ (8ered^tigfeit\ 2)a0 ®emüt bed Seferd bd)arf biefeS X^atfad^enbemetfeö, Wft ftd^ 
aud^ in bem bnireten ^D, an ben bie @riteterung unb Sofung bed $robIem9 nom Z)i<$rter 
angetnüpft mar, jule^t oSer äBiberffaeit in ooDe Harmonie aufgdoft l^at 

®^en bie Urfprünglid^Ieit einiger Sbfd^nitte (fo namentlid^ 27, 7—28. 28 nnb bie 
Sd^Iberung be6 Slilpfevbd unb Arolobitt 40, 15—41, 26) ftnb nid^t uner^eMid^e Sebenfen 
laut gemorben. S)od^ mirb bie ätuffaffung bed (Bonjen (abgefel^ etma oon Aap. 28) nü^t 
burd^ fie berü^ äBo^I aber gilt bie0 von ben Sieben (Sl^M Hap. 82—87. S)iefe ftdfm in 
einem f(|Ied^t^in unauflMlid^en SSiberfprud^ mit bem S'otd ber gefamten übrigen S>t4tung. 
3ta^ bem legten großen Slonolog ^iobi^, an ben fu( 88, 1 bie Stntmort Sottet unntitielbar 
anfd^Iie^, tritt pI2|Iid^ (Sli^u auf ben @d^aupla(, um in nier an {^iob perf jMtid^ genuteten 
Sieben, bie ftd^ fc^n burd^ i|fregform fel^r merilid^ von aQen anberen unterfd)eiben, fomo^ ben 
^eunben M ^iob ben Xect gu lefen. 2)en erfieren, meil fte nid^td mel^r gu ontmeirten »tffen, 
^iob aber, meil er fid^ oerm^en l^abe, rein bognfle^n, an^a^ ju eriennen, ba| bad Seiben ju 
l^eilf amer Sfi<(tigung von Sott über i^n oer^Sngt fei. S>a| aud^ ^i in ber ^^|e bed Strtitd 
rebet, wA frommen tmb el^rfürd^ttgen Strat t)erbj}en mu^, ^nben mir bereite enoft^nt. 
^r Sofaff er ber Sli^urAen l^t offenbar Xnfto^ baran genommen, ba| ^iob bofür oon nie* 
manbem audbrfltflid^ unb gebü^renb gured^ geoiefen mirb. über boft ^iob im mmu^ fo 
furchtbar für bod geftraft merben foOte, bcffen er fid^ infolge bed Seibcnd fd^big mad^, iß 



ftber bie nad^trägli^ eingefd^obenen ®(t§üreben (Itop. 82—87) f. weiter unten. 



9(6ri( ber ©ef^id^te bed altteßamentli^en ed^rifttumS. 217 

ooDftanbig miberfinnig unb ballet aud^ bem urfprünglid^en ^td^ter, tote 1, 8. 2, 8 uttb red^t 
t)crftatibett audj 42, 7 imex% ftd^cr tttdjt tti bctt ©inn gclomttteti. S)a^ btc SRcbeit cingcfdjobm 
|tnb, ge^t übcrbtc« audj barau« ^erDor, ba^ ooti bicfettt ncuctt Äätttpfcr iiti ipcitercn SSerlaufc 
ber 3)td^tuitg ttid^t bie geringfte 92ott} genottttnett tDirb. 

3tt betreff ber äbfoffutig^jeit be« Sudjc« l^at tnatt gefd^tDattlt gtoifdjeit betit t)orttiofaifdJett 
uttb bettt titaüabäifdjett 3^italter. JJür bie 9tnfe§utig itt ber fpäteren ttadjejtltfd^eti Seit be« 
toeifett locniger bte titattnigfodpett Serü^ruitgett titit beti Älageliebem, bettt Seuterojefaja uttb 
gattg bef onber« bettt ^Prolog ber Sprudle ; beittt je nadp bettt Urteil, ju bettt tnatt fonft gelatigt 
^% PP^flt ^^^ ^^ ctttett ober attberett Seite bie Priorität jujufpredjen, tttag aud^ über ©tettett 
toie 42, 17, t)erglid^eti tttit 1 3Jlof. 2h, 8. 35, 29, fauttt eitt Smex^tl tttöglidj feiti. Slud^ über 
beti fprod^(id^ett Sl^aralter bed Sud^e^ ^errfd^t ttod^ ©treit, obfd^ott allerlei 3(tt}eid^ett fpöter 
©prac^e aDgeitteitt atterlannt fttib. 2)urd^fd^(agettb aber ift erftlid^, ba^ bad ^roblettt itt btefer 
^oritt ttad^ bettt oben @. 218 bargelegten erft bel^anbelt werben tonnte, afö bie inbioibueQe 
93etrad^tung religiöfer f^ragen fd^on eine reid^e Pflege erf al^ren l^atte. Uttb jmeiten^ : bie 9ln« 
fd^auung oon ben @ngeln erfd^eint im Sud^e ;^iob in einer ©eftalt, bie lebhaft an ba^ SBud^ 
35aniel erinnert, ©ie l^ei^en fd^Ied^t^in „bie ^^eiligen" (oergl. San. 4, 14), obfdjon fie nad^ 
4, 18. 15, 15 bem l^ntum, ja ber ©ünbe untermorfen ftnb unb nac^ 21, 22. 25, 2 rid^ter« 
Itd^ed (Singreifen ©otted nötig mad^en. 3lnbererfeitd tonnen fte mit i^rer Fürbitte für ben 
SRenfd^en eintreten (5, 1), al^nlid^ mie im ä3u^e Daniel bie oerfd^iebenen SSöIIer burc^ be« 
f onbere ©d^u^engel, bie ftd^ gegenfeitig befel^ben, t)ertreten werben. (Sin ftd^ered Urteil barüber, 
toann biefe 9(nfd^auungen in ^^rael ®emeingut mürben, ift aDerbingd nid^t gu föEen, unb mir 
moUen bal^er nid^t oerfd^meigen, ba^ bad 99ud^ nod^ je^t oon naml^aften ^^orfd^em erl^eblid^ 
früher — um 500 ober aud^ im bab^lonifdjen Sjil unb felbft in ber legten oorejififdjen S^it — 
angefe^t mirb. 

$at bie altteftamentlid^e ,,9ßeig§eit" im Sud^e ^iob in ber Söfung eine^ Beftimmten 
religiöfen Problem« i^ren fjöd^ften 2^riumpl^ gefeiert, fo mu^ bagegen ber „5ßrebiger" ate ein 
enbgiltiger SSerjid^t barauf begeid^net merben, mit ben ÜRitteln ber aüteftamentltd^en Steligion, 
b. ^. oor allem o^ne ben @Iauben an einen jenfeitigen 3(u^gleid^, bie Stätfel bed 2)afeind gu 
löfen. S)a^ ber SSerfaffer feine Se^ren ©alomo, bem Urbilb aller Seifen unb olleg SBei^l^eit«^ 
ftreben«, in ben SKunb legt, ift eine lei^t burd^fid^tige (äinlleibung ; ber SSerfaffer oerrät fte 
felbft al^ fold^e 1, 12. Übrigen^ mürben aud^ bie mieberl^olten bitteren Jtlagen über fd^Ied^te 
9led^t9pf[ege, ja bie ^errfd^aft ber Ungered^tigteit in ber 3BeIt fd^Ied^t gu einem regierenben 
ftSnig ftimmen. Sa« X^ema bed ©angen ift gleid^ im Eingang au^gefprod^en: 9lIIe$ ift eite(, 
mü^eooD unb babei bod) gmedFlo§ ; eitel ift ba^ ©treben nad^ äBei^l^eit, mie bad nad^ 93eft^ 
unb Suft. O^nmäc^tig fte^t ber Wenfd^ aDegeit einem unabmenbbaren unb bagu für i^n un^ 
begreiflid^en SSer^üngniS gegenüber. Unb fo ift ber eingige erfprie^Iic^e 3lai, ber etma no^ 
gegeben toerben lann (5, 17 u.a.), ba^ man fud^en muffe, bem @Ieitb bed Safeind burd^ oer^ 
nünftigen Sebendgenu^ bie befte ©eite abgugeminnen, nur ba^ fold^ed in ©otte^furd^t unb in 
ftetem ©ebenten an bie oon ©Ott geforberte Sled^enfd^aft gefd^e^en tnu^. 

Se^tere Sebingung geigt, ba^ ber ^rebiger meit baoon entfernt ift, etma ben fogenannten 

@pifuraidmu§ al^ bie ^öd^fte Sebendllugl^eit gu empfel^Ien. SSielmel^r ift ber ©runbton feiner 

Setrad^tungen ein fittlid^ emfter, unb fein ©otteSglaube geigt ftd^ unangetaftet oon irgenb« 

roeld^em 3n>eifel. übrigen« aber lann nid^t geleugnet merben, ba^ bie 3^f^ftwng bc3 alttefta^ 

mentlid^en ©tauben« bei il^m fd^on meit oorgefd^ritten ift, fo ba^ er gmifc^en SSerbru^ unb 

3meifel, falben 2^roftgrünben unb lebendflugen Srmägungen ratio« ^in unb l^er fd^manft. 

SBon einem fefien "platte fann babei nirgenb« bie Siebe fein. Sie Siebe beroegt ftdj nidjt feiten 

berma^en in ©egenfä^en, ba^ man emft^aft oerfud^t l^at, fte al« SBed^felgefpräd^ gmifd^en 

einem gmeifelnben ©d^ülcr unb bem i^n gured^troeifenben 3Jleifter aufgufaffen unb fo mit einem 

14 ♦♦ 



218 ^^n| ber ©efd^id^te M altteflamentlid^en ed^riftiumd. 

©daläge oSen 9(nfto^ an bem Sud^e ju (efeittgen. 3)ie fe^r gefunfene @prad^e unb tnand^etlet 
©puren be$ 3)tabo(i^en2ettalterd n^etfen bem ^rebiget feinen $(a^ etma um bie 3Rxüt bed 
3. Sa^r^unbertd an. 2)te Slufna^me in ben Jtanon bürfte tro$ fd^meren 93ebenlen t>or aDem 
im $in(Iid( auf ben @pi(og (12^ 9 ff.) erfolgt fein. Obfd^on ^öd^ftmal^rfd^einUd^ 9on anberer 
$anb ^injugefe^t, fd^ien berfelbe geeignet, ben 9ludffi§rungen bed $rebigerd bie iebenKid^e 
©pi^e abgubred^en unb fo f d^He^Hc^ aQed ium Seften }u leieren. 38ie bem aud^ fein mag : 
mx muffen ed ben ©ammlem bed altteßamentlid^en Jtanon§ 3)an! miffen, ba^ fte aud^ biefe^ 
9ud^ nid^t audgefd^Ioffen ^a(en. ÜRit lauter ©timme prebigt ed eine SBa^r^eit, bie bem 93er« 
f affer, mie ben ©ammlem be^Äanon« offenbar fem lag: ba^ in i^m unb allen ben Südjem, 
bie i^m vorangegangen maren, nod^ nid^t bad le^te SBort jum 3:roft unb ^eil ber ÜRenfd^^eit 
gefprod^en mar. ©ie aDe fmb nur SSorläufer unb SBegbereiter bed unenblid^ größeren, ber e^ 
gefproc^en l^at. 



9Bir ftnb am @nbe. 9[(er nod^ ift ed und ein $er)endBebürfni$^ ju guter £e^t eine Ser« 
ftönbigung mit benen j|u fud^en, benen bie 9e^anb(ung bed altteftamentlid^en ©(^rifttumd in 
biefem SBiBelmerl, oor allem bie S^kgwng ber Sudler unb Urfunben in t)erfdjiebette Seflanb«^ 
teile, neu unb (efremblid^, la oielleid^t in ^o^em ©rabe (ebenllid^ erfd^ienen ift. $Pegt bod^ 
in meiten Jtreifen ber eoangelifd^en ftird^e jebe 9[rt ftreng gefd^id^tlid^er unb eben bamm Iritifd^er 
S^orfd^ung ald ein ^.SejSnle ber falfd^berü^mten Äunft" betrad^tet ju merben, ald ber Sludflu^ 
bünfel^aften unb ungläubigm ©inned, ber bemu^terma^en auf bie 3^|lömng bed ©d^rift« 
glaubeng unb bamit ber ehernen ©runblagen bed tird^lid^en ©laubend überhaupt audgel^e. 
äSenn ed fold^e giebt, bie in fold^em g^orfd^en i^re eigene @^re fud^en unb bad, mad anberen 
^eilig ift, gefliffentlid^ in ben ©taub }ie^en, fo §aben fte il;ren So^n ba^in. 2)ie anberen aber, 
bie emften unb aufrid^tigm ©inned ben Xl^atbeftanb, fomeit er menfd^lid^er @rlenntnid }u« 
gänglid^ ift, in ber l^eiligen ©d^rift ju erforfd^en trad^ten, bebürfen für biefed i^r X^un leiner 
9led^tfertigung ; fte miffen, ba^ fie nid^t SRenfd^en 9led^enfd^aft fd^ulbig ftnb, fonbem ®ott. 
älber um ber melen miDen, bie man einer nid^t fd^riftgemä^en ©d^riftbetrac^tung gu 
£iebe in il^rem ®emiffen geängftigt l^at, mag nod^ einmal an brei einfädle SBa^rl^eiten erinnert 
fein. @rftlic^ an bie Srfai^rungdma^r^eit, ba^ fid^ fd^on bidl^er alle SSerfud^e, gefd^id^tlid^e 
X^atfad^en auf ®mnb oermeintlid^er ©laubendgrünbe ju entfteQen ober gu leugnen, auf bie 
3)auer mad^tlod ermiefen ^aben. @d ^at eine 3eit gegeben, mo bie aUegorifd^e ©d^riftaudlegung 
ald bag gute 9led^t, ja ald bie ^eilige $flid^t einer ma^r^aft red^tgläubigen 2;i^eologie gegolten 
^at. Unfere 3^it erlennt aud^ nid^t ben ©d^immer eined fold^en Sled^ted me^r an. @g ^at 
eine 3rit gegeben, mo bie @ntfte^ung ber l^ebraifd^m SSofalpunfte gleichzeitig mit ben Jtonfo^ 
nanten }u ben Jtenngeid^en DoHer !Red^tgläubig!eit gejault mürbe, ^eute lönnte bie gleid^ 
9(nnal^me nur afö ein ftennjeid^en grober Unmiffenl^eit gelten. ÜRöd^te aud^ bie 3^t nid^t me^r 
fem fein, mo man allgemein unb enbgiltig ben nu^lofen SBiberftanb gegen @r!enntniffe auf« 
giebt, bie burd^ feine e^egetifd^en Jtünfte mel^r erfd^üttert merben tonnen. 

3n)eitend : ed ift eine unreblid^e Jtampf edmeif e, menn man burd^ ben beftönbigen ^inmeid 
auf Dielet nod^ Unftd^ere unb Umftrittene bei ben Unfunbigen immer aufd neue ben ©d^ein ju 
ermeden fud^t, ald ob alle miffenfd^aftlid^e ©d^riftforfd^ung nie etmad anbered aU fubjeftioe 
üReinungen gu Xage gefdrbert ^abe, bie l^eute aufgeftellt^ morgen miberlegt unb übermorgm 
oergeffen fein merben. Slllerbing« giebt e« be« Unftdjcrcn, ja fogar beffen, toa^ ma^rfdjeinlic^ 
nie audgemad^t merbm mirb, gar Diel. 2)a^ aber bed enbgiltig ^^eftgefteHten nod^ meit mel^r 
ift, lamt nur ber leugnen, ber fein Urteil o^ne einen @inblidf in ben mirtlid^en ©tanb ber 
miffenfd^aftlid^en g^orfd^ung gebilbet ^at. 9Bo fold^er @inblid( oor^anben ift, lä^t er bie feit* 
fame 3Reinung nid^t auftommen, ba^ ftd^ ^unberte von emften unb ma^rl^eitfud^enbm 



9iMi bat ©ef^i^te beS altteftamentli^en @d^rifttum8. 219 

SDlännem Uo^ aud 9Biberfprud(|dgeift unb Unglauben übet eine Steil^e t)on g^orfd^ung^ergeb« 
niffen foQten geeinigt ^aben. 

Unb brittend: bie ^otbentng, aud^ wirtlid^e (nid^t blo| eingebilbete!) gefd^id^tlid^e S^l^at« 
fod^en unb Srienntniffe im angeblid^en Sntereffe be$ ©lauben^ ableugnen }u foKen, ift eine 
grobe Verleugnung eoangelifc^er unb reformatorifd^er ®runbfä$e. Unb bad um fo me^r, menn 
®Iaube geforbert mirb für äußere Überlieferungen^ bie — n)ie bie l^ier in äSetrad^t lommenben 
fpätjübifc^en — nad^mei^lid^ fo oielfad^ burd^ 3ufällig!eiten unb üRi^oerftänbniffe getrübt 
morben ftnb. Somit ift c« eine einfädle 5ßflid^t djriftlid^er 933a[;rl^aftigleit, in allen ben 5äIIen> 
100 bie auf jene Überlieferungen gegrünbete Slnf^auung oon ber ^eiligen @d^rift mit jroeifel^ 
lofen Xl^atfad^en in äBiberfprud^ fielet, nid^t bie 2:l^atfac^en ju leugnen, fonbem bie @d^rift^ 
onfd^auung umjubilben. geber anbere SBeg ift ein unjiemlid^ed 3Reiftem ©otted, bem ed nun 
einmal gefallen ^at, fo unb nid^t anberd feine Offenbarungen an ^drael unb bie Wenfd^^eit 
ergeben }u laffen. Slber nid^t allein unjiemlid^^ fonbem aud^ fur^ftd^tig. Sd^lie^lid^ toirb unb 
mu| ftd^ bie übergeugung Sal^n bred^en, ba| bie oon einer großen 3a^I eoangelifd^er ©d^rift« 
forfd^er ber ©egenmart unb fo auc^ in biefem Sibelmerle vertretene Sluffaffung oon bem @nt« 
midelungdgange ber altteftamentlid^en Steligion nid^t blo^ ben 2^^atfad^en, fonbem aud^ ben 
tiefften Sntereffen bed ©laubend entfprid^t. 93on il^ren ©egnem aU ,,©efd^id^td!onftruItion" 
gefd^olten, fud^t fte oielme^r nur treulid^ bie SBege nad^jugeid^nen, bie ®ott mit bem au$» 
enod^lten 93ol!e gegangen ift. ®ie führen nad^ anfönglid^er 2)ulbung fo mand^er l^alb^eibnifc^er 
Elemente, bie ber ^Religion S^raeld ald SSolf^religion Beigemifd^t fmb, }u immer größerer 
filarl^eit über bie maleren unb legten 3^^^^ ©otteS. ^ropl^eti^mud unb ^rieftertum, fc^einbar 
einanber miberfpred^enbe 9lid^tungen, müf[en gemeinfam bagu Reifen, ^^rael gum $eile ber 
98elt biefen 3^^^ entgegengufü^en. 3)er ^rop^eti^mu^ übermittelt jene grunblegenben ®e^ 
banlen oon ber ^immel^o^en @r^abenl^eit^ ^eiligfeit unb ©ered^tigleit, aber aud^ ber ©nabe 
unb Sarml^ergigteit ©otte^, bed^ermunbSRid^terS aller SBelt; bad priefterlid^e ©efe^ fc^afft bie 
Uml^üHung, in ber allein biefe ©ebanlen i^r @r}ie^ung$mert an bem nod^ unmünbigen SBoKe 
t^un lonnten. Unb je länger ftdj ba« ©innen be^. ©d^rif tf orf c^erd in foldjc Setradjtung ber 
9Bege ©otte^ vertieft, befto miQiger mirb er in baS SBefenntnid einftimmen, mit bem ber 
älpoftel feine 93eleud^tung be§ göttlichen ©el^eimnif[e^ fd^li^^t, bag in ben SBegen ©otte^ mit 
^drael vorliegt: meld^' eine Xiefe bed Steid^tum^ unb ber SBei^^eit unb @rtenntni^ ©otte^ ! 
SJon i^m unb burd^ i^n unb gu i^m ftnb aDe 2)inge. 3^m fei @^re in Smigfeit ! 9tmen. 



-• .^i ^ 1895 



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